966-1018.
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drittes Stasimon:
„Von dem Augenblicke an, wo die Griechen in Aulis die Anker
lichteten, hat sich meiner eine ängstliche Beklemmung bemächtigt, die mich nicht einmal jetzt
verläſst, obwohl ich die siegreiche Rückkehr des Agamemnon mit eigenen Augen sehe. Ohne Grund ist diese Besorgnis nicht, welche dem Rechtsgefühl entspringt (wenn ich auch wünsche,
daſs sie nicht in Erfüllung gehe). Denn der Schaden, den man an der Gesundheit nimmt, ist wieder heilbar und Verlust von Vermögen
läfst sich ersetzen; aber vergossenes Menschenblut ist unersetzlich: der Tote steht nicht wieder auf. Gerne hätte ich dem König diese Bedenken vorgetragen; aber die erhabene Würde des Königs gestattet solche Rede nicht und so
muſs ich meine heilsame Mahnung im unruhigen Herzen verschliefsen." So giebt dieser Chorgesang im
Anschluſs an den dritten Teil der Parodos die Schuld an, welche Agamemnon durch seinen Tod sühnt.
990.
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Zu dem Gedanken des zweiten
Strophenpaares „jeder andere Schaden
lässt sich wieder gut machen, vergossenes Blut aber ist unersetzlich" vgl.
Cho. 47
, 59-73, 518 f., Eum.
648-651,
Suppl. 452
καὶ χρημάτων μὲν ἐκ δόμων πορθουμένων
γένοιτ᾽
ἂν ἄλλα κτησίου Διὸς χάριν·
καὶ γλῶσσα τοξεύσασα μὴ τὰ καίρια,
γένοιτο μύθου μῦθος ἂν θελκτήριος·
ὅπως δ᾽ ὅμαιμον αἷμα μὴ γενήσεται,
δεῖ κάρτα θύειν
κτέ., Hom. I 406
ληιστοὶ μὲν γάρ τε βόες καὶ ἴφια
μῆλα
ἀνδρὸς δὲ ψυχὴ πάλιν ἐλθεῖν οὔτε
λεϊστή
οὔθ᾽ ἑλετή
κτἑ. „Immerhin traun ist die Grenzlinie vollkommener Gesundheit aufserordentlich fein (so dafs man unversehens darüber hinauskommt); denn unmittelbar daneben steht die Krankheit und bedrängt das Leben. Aber ein Heilmittel macht den Leib wieder gesund." Mit
ἀκαρές vgl. die Redensart
ἐπὶ ξυροῦ ἵσταται ἀκμῆς. Die Ergänzung von
ἀεὶ und
σῶμα
δ᾽ ἔσωσεν ἄκος ist unsicher. Auch im übrigen steht zwar der Sinn, nicht aber der Text fest. Vgl. den Anhang.
993.
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Und der Wohlstand eines Mannes stöfst bei flotter Fahrt auf eine verborgene Sandbank. Der Ausdruck ist nur bildlich zu verstehen und nicht an ein wirkliches Kauffahrteischiff zu denken.
εὐθυπορῶν –
ἄφαντον wie oben
τελέας ἀκαρές: mitten in das Glück hinein tritt plötzlich das Unglück. Mit
παίειν ἕρμα vgl.
στήλην ἄκραν παίσας Soph.
Εl. 744.
995.
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τὸ μὲν χρημάτων κτησίων προβαλών (vorher d. i. vor dem Versinken des Schiffes, zu rechter Zeit über Bord werfend), als ob folgen sollte:
τὸ δὲ (den anderen Teil)
σώσας οὐκ ἐπόντισε σκάφος. Da aber an die Stelle von
τὸ δὲ σώσας die selbständige Wendung
οὐκ ἔδυ πρόπας δόμος tritt, schliefst sich der Hauptsatz mit
οὐδ᾽ daran an. Vgl. zu 653.
-
σφενδόνας ἀπ᾿
εὐμέτρου, mit wohl abmessendem
Wurfe d. i. nur gerade soviel als nötig ist, damit ihm das Schiff nicht versinkt (
οὐ ποντίζειν).
Ζα
ἐπόντισε im Sinne von
κατεπόντισε vgl. Soph.
Εl. 508
ὁ ποντισθεὶς Μυρτίλος und Hesych.
καταβάπτει·
ποντίζει.