784-831.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-492
drittes Stasimon, in welchem die Danaiden ihrer höchsten Angst und ihrem In- grimm gegen die Ägyptiaden Aus- druck geben und Zeus selbst da- für verantwortlich machen, wenn jene ihre Freveltat ausführen: Wohin im apischen Lande soll ich mich verkriechen? Könnte ich als Rauch in die Höhe steigen! Was der Vater erspäht hat, er- schreckt mich zu Tode; lieber will ich mich aufhängen als an der Seite des vermaledeiten Mannes ruhen. Könnte ich mich in den hohen Äther erheben oder auf einen steilen Felsen um mich von ihm hinabzustürzen, bevor ich die unselige Ehe eingehe! Würde ich dann auch den Hunden und Vögeln zur Speise, lieber als das Ehelager ist mir der Tod.. · Höre mein Flehen, Vater Zeus; verab- scheue in deiner Gerechtigkeit die Gewalttätigkeit, erbarme dich der Schutzflehenden. Mich verfolgen die Söhne des Ägyptos. Du hast Macht gegen alles: was erfüllt sich den Sterblichen gegen deinen "Willen?" Der Parallelismus im Inhalt der beiden ersten Strophen- paare legt den Gedanken nahe, daß der eine Halbchor das erste, der andere das zweite, der Ge- samtchor das dritte Strophenpaar vorzutragen hat.
795-796.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-500
μορσίμου: Schol.
μόρον
μοι
ἐπάγοντος. –
ὁρκάναις (um des Versmaßes willen gesetzt für
o
αg-
γάναις nach Hesych.
ὁρκάνη·
ἔνιοι
κρεμάστραν·
ἄλλοι
σαργάνην) von den erdrosselnden Stricken.
798.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-501
χριμφθῆν (diese Form steht vereinzelt, wenn nicht Sieb. 1070
κατακλυσθῆν für
κατακλυσθῆναι
τὰ
μάλιστα zu schreiben ist)
χροΐ: die gehässige Bezeichnung verrät den bitteren Haß.
799.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-502
θανούσης (
μου)
ανάσσοι: lieber soll Hades mein Herr sein als ein Sohn des Ägyptos.
δ'. welches Hartung getilgt hat, ist für den Sinn fast störend.
800.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-503
πόθεν
γένοιτ'
ἄν dient eben- so zum Ausdruck eines Wunsches (
εἴθε
γένοιτό
ποθεν) wie häufig
πῶς und
τίς mit dem Potentialis. Vgl. Ag. 627, 1449. -
αἰθέρος
θρόνος wie
ἕδρα
χθονός oder
γῆς oder
τάφου Eum. 808, Soph.
Ο.
Κ. 45, Eur. Hel. 797.
801.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-504
an den sich nasses Ge- wölk als Schnee ansetzt“, d.h.„ein von Schnee umgebener Sitz im Äther". Der Text dieses Verses ist sehr unsicher:
κύφελλ' für
νέφη
δ' hat Dindorf geschrieben nach Hesych.
κύφελλα·
τὰ
νέφη..
ὁμίχλη. Das Wort findet sich sonst bei Kallimachos und Lykophron. Andere vermuten
νεφῶν
ὑδρηλά oder
νέφη
δίυγρα oder
νέφη
κάθυδρα (nach Hesych.
υδρηλοί.
κάθυδροι);
πήγνυται hat Burges für
γίγνεται gesetzt. Dem Sinn würde eher
πηγνύοιτο entsprechen. Aber auch Hom. P 629
ἤδη
μέν
κε,
καὶ
ὃς
μάλα
νήπιός
ἐστιν,
γνοίη könnte man
εἴη für
ἐστίν erwarten. 8021.
λισσάς . .
πέτρα: durch die zahlreichen Epitheta heben die Jungfrauen mit einer Art von Wollust die für das Sichhinab- stürzen günstigen Eigenschaften hervor. Vgl. Ag. 202 ff., Pers. 638 ff.
λισσὰς
πέτρα wie Eur. Andr. 533
λισσάδος
πέτρας, bei Homer
λισσὴ
πέτρη.
αἰγίλιψ, das Homerische Epitheton, dessen Ableitung un- sicher ist, von dem nur feststeht, daß die Etymologie von Eustathios (733, 35)
ἥτις
διὰ
τὸ
τοῦ
ὕψους
δυσανάβατον
καὶ
ὑπὸ
αἰγὸς
λείπεται abstrus ist. Der Stelle
ὥς
τε
κρήνη
μελάνυδρος,
ἥ
τε
κατ᾽
αἰγίλιπος
πέτρης
δνοφερὸν
χέει
ὕδωρ (
Ι 15, II 4) entspricht die Bedeutung ,, wassertriefend" (vgl. alyes Wogen und
λείβω). —
ἀπρόσδεικτος, weil dessen Gipfel in die Wolken hinein- ragt.
οἰόφρων personifziert die in einsamer Höhe stolz empor- ragende Kuppe. Das Epitheton kennzeichnet den Natursinn des Dichters. —
κρεμάς, abschüssig.
γυπιάς, WO die Geier horsten. Plin. H. N. X 6 nidos (volturum) nemo attingit .. nidificant in ex- celsissimis rupibus.