832-1028.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-520
viertes Epeisodion: 1. Die Danaiden werden mit Ent- setzen des nahenden Herolds der Ägyptiaden gewahr und flüchten zum Altare. Der Herold erscheint und herrscht die Danaiden an (832-855). 2. Kommos (856-921), eine aufgeregte Szene, in welcher der Herold die Danaiden mit Drohungen und Gewalt bewegen will ihm zu den Schiffen zu folgen. 3. Der König weist den gewalt- tätigen Herold ab, welcher vor seinem Abtreten Krieg ankündigt. Den Danaiden überläßt der König die Wahl ihres Aufenthalts (922-976). 4. Die Danaiden wollen diese Wahl ihrem Vater anheimgeben und befehlen ihren Dienerinnen neben ihnen sich aufzustellen (977-990). 5. Danaos kommt mit einer Leibwache zu- rück um seine Töchter nach Argos zu bringen (991-1028). Die Partie 832-909 ist in einer sehr verderbten Gestalt überliefert, so daß sich an mehreren Stellen kaum nur der Sinn des ursprünglichen Textes erkennen läßt. Außer Pers. 678-680 findet sich glücklicher- weise im ganzen Äschylos keine Stelle, die auch nur annähernd einen so entstellten Text hätte. Vgl.,,Über die Textüberlieferung des Aschylos" in den Sitzungsb. der Münch. Ak. d. W. 1888 II S. 347 f.
957.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-582
Schol.
οὐκ
ἐγγράφως
ταῦτα
εἶπον,
ἀλλὰ
ζώσῃ
φωνῇ. Oblique notat Asiae reges epistulis mandata includentes neque ante hominum ora procedentes, ut saepius in hac fabula barbarorum instituta Grae- corum moribus opponuntur (Weil). Die Kenntnis solcher Gebräuche verdankte der Dichter wahrschein- lich der Periegese des Hekatäos.
958.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-583
ἐν
πτυχαῖς
βίβλων, in zu- sammengefalteten Blättern vom Bast der (ägyptischen) Papyrus- staude. Vielleicht ist auch hier die 769 überlieferte Form
βύβλος herzustellen. Zu
πτυχαῖς vgl. Hom.
Ζ 169
γράψας
ἐν
πίνακι
πτυκτῷ, Soph. Fragm. 144
γραμμάτων
πτυχάς,
τα
κατεσφραγισμένα Eur. Iph.
Α. 35
δέλτον
τε
γράφεις . .
καὶ
ταὐτὰ
πάλιν
γράμματα
συγχεῖς
καὶ
σφραγίζεις
λύεις
τ᾽
ὀπίσω. Über den Mangel der Cäsur zu 406.
961-962.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-584
ἔοιγμεν (vielleicht
ἔιγμεν zu schreiben, vgl.
πεποίθαμεν,
πέπιθμεν) . .
ἀρεῖσθαι (für
ἴσθι
μὲν
τάδ' . .
ἐρισθε korr. in
έρεισθε Cobet): vgl. Ag. 1160
ἀμφὶ
Κωκυτὸν . .
ἔοικα
θεσπιωδήσειν
τάχα. —
πόλεμον
νέον wie 344.
νίκη
και
κράτη: vgl. Soph.
Εl. 85
νίκην
τε ..
καὶ
κράτος, Demosth. 19, 130
κράτος
πολέμου
καὶ
νίκη, Plat. Ges. 962
Α
νίκην
καὶ
κράτος
πολεμίων. So verlangt Nauck auch hier
κράτος und die Endung von víxŋ kann den Über- gang von
κράτος in
κράτη bewirkt haben; doch ist der Plural bei Äschylos und Sophokles ziemlich häufg. —
τοῖς
ἄρσεσιν wie 398. In modifiziertem Sinne (Figur der traductio) gebraucht das Wort im folgenden Verse der König. — Der Herold tritt so ab, daß er die beiden folgenden Verse des Königs noch hört.
964.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-585
ἐκ
κριθῶν
μέθυ: Schol.
πρὸ
γὰρ
τῆς
εὑρέσεως
τοῦ
οἴνου
τοῦτο
ἐξεῦρον
Αἰγύπτιοι.
λέγεται
δὲ
μέθυ
κρίθινον, Herod. II
τί
οἴνῳ
δὲ
ἐκ
κριθέων
πεποιημένῳ
διαχρέονται·
οὐ
γάρ
σφι
εἰσὶ
ἐν
τῇ
χώρῃ
ἄμπελοι (d. h. in Unterägypten; andere Zeugnisse und verschiedene Denk- mäler beweisen, daß den Ägyptern der Weinbau wohl bekannt war, wenn auch der Wein hinter dem Biere, dem Leibgetränk des ägyp- tischen Volkes, zurücktrat, vgl. Uhlemann, Ägypt. Altertumskunde II S. 137 f., Erman, Ägypten S. 276 ff.), Diod. I 34
κατασκευάζουσι
δὲ
καὶ
ἐκ
τῶν
κριθῶν
Αἰγύπτιοι
πόμα
λειπό-
μενον
οὐ
πολὺ
τῆς
περὶ
τὸν
οἶνον
εὐωδίας,
ὃ
καλοῦσι
ζύθος, Athen.
Χ 447
Ο
τὸν
δὲ
κρίθινον
οἶνον
καὶ
βρῦτόν
τινες
καλοῦσιν . .
μνημονεύει
τοῦ
πώματος
Αἰσχύλος
ἐν
Λυκούργῳ (Fragm. 124), Strab. 799. Der Ge- danke,,Männer, welche ungefälschten Wein trinken, werden eine andere Kraft zeigen als die Trinker von Gerstensaft" ist ähnlich dem Ge- danken von 769 und kennzeichnet den weinliebenden Dichter. Vgl. dagegen Diod. IV 2 u. Xen. Anab. IV 5, 26. Nach Athen. a.
Ο.
Εκα-
ταῖος
ἐν
δευτέρῳ
περιηγήσεως
εἰπὼν
περὶ
Αἰγυπτίων
ὡς
ἀρτοφάγοι
εἰσὶν
ἐπιφέρει
τὰς
κριθὰς
ἐς
τὸ
πῶμα
καταλέουσιν (vgl. ebd. 417 ) scheint Äschylos diese Kenntnis aus der Periegese des Hekatäos entnommen zu haben.
965.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-586
ὀπάοσιν: diese Dienerinnen stehen abseits in der Orchestra.
966.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-587
θάρσος: die Handschrift bietet
θράσος. Aber
θάρσος
θράσους
διαφέρει.
θάρσος
γὰρ
τὸ
εὔλογον (Mut, Zuversicht),
Θράσος
δὲ
τὸ
μετὰ
ιταμότητος (Verwegenheit, Dreistigkeit) Schol. zu Apoll. Rh. II 77. Nur um des Versmaßes willen werden
θάρσος und
θράσος vertauscht wie
ἆρα und
ἄρα,
πίπτειν und
πίτνειν,
πάτριος und
πατρῷος.
εὐερκῆ: vgl. Hom. I 472
εὐερκέος
αὐλῆς, Hesych.
εὐερκέος·
εὐτειχους,
εὐπεριβόλου.
967.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-588
Mit der Türme hohem Bollwerke eingeschlossen." Vgl. Eur. Fragm. 978, 3
ἐκ
βαθείας . .
αἰθέρος.
968.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-589
δήμια: Hom. v 264
οὔ
τοι
δήμιος
ἐστιν
οἶκος
ὅδ᾽,
ἀλλ'
Οδυσήος, Poll.
ΙΧ 50
μέρη
δὲ
πόλεως
καὶ
πανδοκεῖον
καὶ
ξενὼν
καὶ
ὡς
ἐν
Ινάχῳ
Σοφοκλῆς
πανδόκος
ξενόστασις“.
πολλὰ
969.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-590
An die Stelle von
δὲ
καὶ
τὰ
ἐμά tritt der Gedanke ,, auch ich habe viele Räume in meinem Hause“. Mit
σμικρᾷ
χερί vgl. Cho. 256
πόθεν
ἕξεις
ὁμοίας
χειρὸς
εὔθοινον
γέρας, Soph.
Εl. 457
ὅπως
τὸ
λοιπὸν
αὐτὸν
ἀφνεωτέραις
χερσὶ
στέφωμεν. In dieser Aussage des Königs liegt eine Vorbereitung für die spätere Handlung der Trilogie: der Umfang des Palastes gestattet darin für 50 Paare
θάλαμοι zu bereiten wie im Palaste des Priamos. Vgl. Einl. S. 17.
970.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-591
ἔνθ᾽
ὑμὶν für
εὐθυμεῖν Kirch- hoff. Nur Eum. 349 findet sich
ἁμίν in einem Chorgesange; sonst kommt diese bei Sophokles ziem- lich häufige Verkürzung bei Äschy- los wie bei Euripides nicht vor. Weil will deshalb hier
ἔνθ᾽
ἔστιν
ὑμῖν schreiben. —
εὔτυκος hat hier die Bedeutung des Homerischen
εὔτυκτος (vgl. Hesych.
εὐτυκές·
εὐεργές), nicht die gleiche wie 985 und 1005.
971.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-592
ἄλλων: Schol.
ὡς
πολλῶν
ξένων
ἐκεῖ
οἰκούντων.
χάρις, nämlich
οἰκεῖν
μονορρύθμους
δόμους.
μονορρύθμους
δόμους, Räume des Palastes, in denen die Danaiden für sich allein mit ihrem Vater wohnen;
μονόρρυθμος findet sich nur hier, vgl. Hesych.
ιδιόρρυθμον·
ἰδιότακτον.
974.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-593
πάρεστι, suppetit, licet. Herwerden vermutet dafür
δόξαντα in der Annahme, daß
πάρεστι aus 972 stamme.
λωτίσασθε,
ἕλεσθε, vgl. Fragm. 490
Αρης
γὰρ
οὐδὲν
τῶν
κακῶν
λωτίζεται, Hesych.
λωτίζειν·
ἀπανθίζεσθαι.
προστάτης heißt der Vertreter der Metöken.
976.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-594
τῶνδε:
ἐμοῦ
καὶ
τῶν
ἀστῶν.
κύριος von der maßgebenden Persönlichkeit wie Soph. O. K. 288
ὅταν
δ᾽
ὁ
κύριος
παρῇ
τις
ὅστις
ἐστὶν
ἡγεμών. Nicht unpassend vermutet Zakas
τίνας
τῶν für
τί
τῶνδε. -- Der König zieht während der folgenden Anapäste des Chors ab.
977-990.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-595
Das erste anapästische System (977-985) begleitet das Abtreten des Königs; während des zweiten stellen sich die Dienerinnen als Nebenchor zur Seite der Da- naiden auf.
977.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-596
„Für den Segen (mit dem du uns beglückt hast) mögest du reich gesegnet sein."
978.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-597
Schol.
ὡς
δια
γυναικῶν (Hom. 6 208),,, erlauchter Pelasger".
979.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-598
980.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-599
πρόνοον, Schol.
τὸν
πρό-
νοιαν
ἡμῶν
ποιούμενον.
τοῦ
981-982.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-600
βούλαρχον wie 11. (
τούτου, zu 362) ..
μῆτις, er hat zunächst zu erwägen“.
983.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-601
(
ὅπου)
τόπος
εὔφρων, de habitatione a qua procul absit invidia (Schütz), wo wir wohnen müssen, wenn wir wohlwollend beurteilt werden wollen". Mit ähnlicher Übertragung heißt Ag. 797
εὔφρων
πόνος
εὖ
τελέσασιν. es
984-985.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-602
Schol.
ἐπεὶ
πᾶς
ἄνθρωπός
ἐστιν
ἕτοιμος
εἰς
τὸ
ψέγειν
τοὺς
ξένους.
εὔτυκός (
ἐστι), er ist ge- schickt (beredt). Vgl. 1005f.
986.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-603
Manche schließen ovv t'
εὐκλείᾳ
καὶ
ἀμηνίτῳ
βάξει
λαῶν
τῶν
ἐγχώρων (so Hermann) an
εἴη
δὲ
τὰ
λῷστα an. Aber nicht nur durch den Parömiakos, sondern auch durch die Form des Wunsches (vgl. Ag. 227
εὖ
γὰρ
εἴη, Cho. 867
εἴη
δ᾽
ἐπὶ
νίκῃ) gibt sich
εἴη
δὲ
τὰ
λώστα als Schluß zu erkennen. Da sich die Worte auch nicht gut mit
τάσσεσθε verbinden, so scheint die Stelle lückenhaft zu sein. Es könnte der Abschreiber von
λαῶν <
τῶν
ἐγχώρων > auf <
τῷδ' >
ἐν
χώρῳ abgeirrt sein und der ur- sprüngliche Text ungefähr also gelautet haben:
σὺν
δ᾽
εὐκλείᾳ
καὶ
ἀμηνίτῳ
βάξει
λαῶν
τῶν
ἐγχώρων
ἀθροισθῶμεν
καθ᾽
ὁδοιπορίαν.
ὑμεῖς
δ᾽
ἡμῖν
τῷδ'
ἐν
χώρῳ
τάσσεσθε
κτέ. Bei diesen Worten verlassen die Danaiden den Altar, um sich mit ihren Dienerinnen zum Abzug zu vereinigen.
990.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-604
θεραποντὶς
φερνή, bedienende Ausstattung, beigegebene Dienerin. Vgl. Eur. Iph.
Α. 47
σῇ
γάρ
μ'
ἀλόχω
πέμπει
φερνήν (aber hier dotis nomine).
991.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-605
Danaos kommt mit der be- waffneten Macht, um deren willen er in die Stadt gegangen ist (734, 782) und die er vom Volke erwirkt hat, zurück (996 f.). Die Ökonomie des Dramas, welche vorher das Auftreten des Königs erfordert, bringt es mit sich, daß das Volk ohne den König zu handeln scheint. - Mit dem begeisterten Ausdruck der Dankbarkeit vgl. Plaut. Pseud. 326 Pseudule, arcesse hostias vic- tumas lanios, huic ut sacruficem summo Iovi; nam hic mihi nunc est multo potior Iuppiter quam Iuppiter.
992.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-606
θύειν
τε
λείβειν
τε von Brand- und Trankopfern wie Ag. 69
οὔθ᾽
ὑποκαίων
οὔθ᾽
ὑπολείβων, Soph. Phil. 8
οὔτε
λοιβῆς
οὔτε
θυμάτων.
993.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-607
σωτῆρες wie Zeus, Apollon (Ag. 517
νῦν
δ᾽
αὖτε
σωτὴρ
ἴσθι
καὶ
παιώνιος,
ἄναξ
Απολλον), Hermes (Cho. 2
σωτήρ
γενοῦ
μοι), Athena (Hesych.
Σώτειρα
ἡ
Ἀθηνᾶ
παρὰ
τοῖς
Ἕλλησιν), Persephone (
Κόρη
Σώτειρα). —
οὐ
διχορρόπως wie 613, Ag. 806.
994-995.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-608
καὶ
τὰ
μὲν
αὐτανεψίοις (für
ἀτανεψίους Scaliger, d. i.
ὑπ'
αὐτανεψίων)
πραχθέντα
πρὸς
τοὺς
ἐγγενεῖς (für
ἐκτενεῖς Heath
φίλους (d. i.
πρὸς
ἡμᾶς)
πικρῶς (mit Ent- rüstung)
ἤκουσάν
μου: damit wird eine Rede des Danaos in der Volksversammlung, in welcher er das Verfahren der Ägyptiaden schilderte, vorausgesetzt. Andere verbinden
αὐτανεψίοις mit
πικρῶς (
ἐχθρῶς).
996.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-609
ὀπαδοὺς
καὶ
δορυσσόους, eine bewaffnete Leibwache. Diese Angabe soll wohl auch, wie Klausen (Hallische Litztg. 1830 S. 455) und Welcker (Kl. Schr. IV S. 107 ff.) be- merkt haben, für die weitere Hand- lung der Trilogie Bedeutung haben: Danaos erhält mit der Leibwache eine fürstliche Stellung (
τίμιον
γέρας) und ist deshalb geeignet nach dem Tode des Königs Pelas- gos die Herrschaft zu über- nehmen.
998.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-610
Mit
δορικανής
μόρος (eig. ,,lanzenmordendes Todeslos") vgl.
λευστῆρα
μόρον Sieb. 181,
πισσοκώ-
νητον
μόρον Fragm. 118.
999.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-611
ἄχθος
ἀείζων: die Tötung eines Schutzflehenden würde eine
μίασμα für das ganze Land sein und diesem ewige Schmach bringen.
ξένοισι
ῥυσιασθείην
βία. Ein solcher Gedanke scheint nach dem Voraus- gehenden angezeigt, so daß die Ände- rungen im vorhergehenden Verse
καὶ
μὴ
ἐξ
ἀέλπτων oder
μηδ'
ἐξ
ἀέλπτων nicht wahrscheinlich sind.
1000-1001.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-612
τοιῶνδε
δεῖ
τυχόντας (
δεῖ
τ. für
τυγχάνοντας Lincke,
δεῖ kann nach
δε ausgefallen sein) ..
εὐπρέμνην (in der Handschrift
εὐπρυμνῆ, wie Sieb. 71, 754, 1048
πρυμνόθεν für
πρεμνόθεν und
πρόπρυμνα für
πρόπρεμνα)
σέβεσθαι
αὐτοὺς)
ἐμοῦ,,, nachdem man solches er- langt hat, muß man (müßt ihr) gegen sie eine festgewurzelte dankbare Ge- sinnung hegen und sie ehren mehr als mich". Wegen der Feminin- form
εὐπρέμνην zu 63.
χάριν (Akk. des inneren Objekts)
σέβεσθαι wie
χάριν
τιμᾶν Soph. Ant. 514.
1002.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-613
καὶ
ταῦθ᾽
ἅμ᾽
ἐγγράψασθε (für
καὶ
ταῦτα
μὲν
γράψεσθε Her- mann)
κτέ, auch folgende Lehre schreibt euch ins Herz. Vgl. Prom. 815
ἣν
ἐγγράφου
σε
μνήμοσιν
δέλ-
τοις
φρενών.
1004.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-614
ἀγνὼς
ὅμιλος
ὡς
ἐλέγχεται (für
ἀγνῶθ᾽
ὅμιλος korr. in
ὅμιλον
ὡς
ἐλέγχεσθαι Schwerdt,
ἀγνῶθ᾽
ὅμιλον
ἐξελέγχεσθαι Heimsöth):,,daß eine unbekannte Schar erst durch die Zeit erprobt wird". Man kennt euch nicht und wird euch darum eine Zeitlang beobachten, bevor man euch volles Vertrauen schenkt. erst Nach diesem Verse ist, wie das vorhergehende
μήτε zeigt, ein Ge- danke ausgefallen, etwa
μήτ'
αὖ
1005-1006.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-615
Vgl. 984.
εὔτυκον, die böse Zunge ist ihm geläufig. Wenn es nicht ursprünglich
μύσαγμα
ἔπους (oder
ἐπῶν) geheißen hat, muß
εὐπετές
πως verbunden werden: einem Fremden etwas anzuhängen ist man gar schnell bei der Hand" (Schol.
τὸ
εἰπεῖν
μυσαρόν
τι
κατὰ
τῶν
ξένων
εὐχερές
ἐστιν).
1007.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-616
ὑμᾶς
ἐπαινῶ im Sinne von
ὑμῖν
παραινῶ: zu 185. Cho. 579
ὑμῖν
ὑμᾶς?)
δ᾽
ἐπαινῶ . .
φέρειν, Eur. Andr. 553
ἀνηβητηρίαν
ῥώμην
μ᾿
ἐπαινῶ
λαμβάνειν.
1008.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-617
ὥραν . .
ἐπίστρεπτον, Schol.
τὴν
ἐπιστρέφουσαν
εἰς
θέαν, „,solche Jugendblüte, nach welcher sich die Menschen hinwenden, welche das Auge der Leute auf sich zieht". Vgl. Cho. 348
τέκνων
ἐν
κελεύθοις
ἐπίστρεπτον
αἰῶ
κτίσας, Schol.
ὡς
τοὺς
ὑπαντῶντας
ἐπιστρέφεσθαι
πρὸς
θέαν
ἡμῶν.
1009.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-618
οπώρα im Sinne von
ὥρα (Jugendblüte) wie 1026, Fragm. 458 (zu Sieb. 320), Pind. Isthm. II 4, Nem. V 6
οὔπω
γένυσι
φαίνων
τέρειναν
ματέρ'
οινάνθας
οπώραν, Chaerem. Fragm. 12 S. 785
Ν.
πολλὴν
ὀπώραν
Κύπριδος
εἰσορᾶν
παρῆν
ἄκραισι (
ἁβραῖσι Meineke)
περκά-
ζουσαν
οινάνθαις
χρόνου (
γένυν?). In anderem Sinne heißt es Eur. Fragm. 162
ἀνδρὸς
δ᾽
ὁρῶντος
εἰς
Κύπριν
νεανίου
ἀφύλακτος
ἡ
τήρησις
κτέ.
1010.
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Θεοί (für
θῆρες Jacob)
σφε (für
δὲ Martin):
σφέ,
αὐτήν wie Eum. 613. Vgl. zu Sieb. 456.
κηραίνουσι: Hesych.
κηραίνει.
φθείρει und
κηραίνειν·
βλάπτειν.
τί
μήν; (was doch? warum auch nicht?) wie Ag. 677, Eum. 203. Zum Gedanken vgl. Soph. Fragm.855, 9
εἰσέρχεται (
Κύπρις)
μὲν
ἰχθύων
πλωτῷ
γένει,
χέρσου
δ᾽
ἔνεστιν
ἐν
τετρασκελεῖ
γονῇ·
νωμᾷ Ꮄ
ἐν
τοὐκείνης
πτερόν,
ἐν
θηρσίν,
ἐν
βροτοῖσιν,
ἐν
θεοῖς
ἄνω. Mit 1010-13 scheint ein Hinweis auf das mit der Trilogie verbundene Satyrspiel Amymone beabsichtigt zu sein.
οἰωνοῖσι
1012-1013.
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καρπώματα. . .
ἄωρα
κωλύ-
ουσα
λωτίζειν
ἔρον (die Handschrift gibt
καλωρα
κωλύουσαν
θωσμένειν
ἐρῶ), „, die reifen Früchte macht Kypris kund (bietet Kypris aus), während sie dem Eros wehrt un- reife zu pflücken". Auratus ver- mutet
καρπώματ᾽
ἀκμάζοντα, aber translatio a pomis turgidis suco- que fluentibus desumpta (Weil). Vgl.
μάχλον
ἄμπελον Fragm. 312
τὴν
δεομένην
ἄμπελον
ἔφη). Hesych.
λωτίζειν Hesych.
λωτίζειν·
ἀπανθίζεσθαι,
ἀπολλύειν. Die epischen Formen
ἔρος,
ἔρῳ,
ἔρον werden bei den Tragikern nur um des Versmaßes willen gebraucht (Soph. El. 197, Eur. Hipp. 337, 449 u.
ϋ.). Vgl.
Suid.
Ἔρον.
τὸν
ἔρωτα.
1014.
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ἔπι: dem Dativ wird
ἐπί selten nachgestellt. Vgl. zu Prom. 67.
1016.
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ἔπεμψεν: der Aor. bezeich- net das Plötzliche und Momentane. -
ἱμέρου
νικώμενος (
ἡττώμενος) wie
μὴ
φόβου
νικῶ Cho. 1050.
1017.
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μὴ
πάθωμεν, eine mildere Form der Abmahnung für un
πάθητε. Danaos meint die Ver- letzung der Jungfräulichkeit (Schol.
μὴ
ὑποπέσητε
ἀνδράσιν). —
ὧν
εἵνεκα, dem zu entgehen. Ähnlich
ὧν
ὅπερ
εὐῶπα
πέμψον
ἀλκάν Soph.
Ο.
Τ. 187. —
Ζυ
πολὺς
πόνος ergänzt sich aus dem speziellen Ausdruck
ἠρόθη ein allgemeinerer wie
διεπεράθη (Zeugma). —
ἠρόθη: vgl.
πόντου
ἀροτρευτής Anth.
Ρal.
ΙΧ 242, vastum maris aequor arandum Verg. Aen. II 780. Nicht gehört hierher Eur. Fragm. 670
υγρὰ
δὲ
μήτηρ,
οὐ
πεδοστιβὴς
τροφὸς
θάλασσα·
τήνδ'
ἀροῦμεν, denn hier bezeichnen Fischer das Meer als ihr Acker- land, d. h. als ihre Nahrungsquelle.
1019.
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αἶσχος
ἡμῖν,
ἡδονὴν
δ᾽
ἐχθροῖς: vgl. Pers. 1034
λυπρά,
χάρματα
δ'
ἐχθροῖς, Hom. 4 51
δυσμενέσιν
μὲν
χάρμα,
κατηφείην
δὲ
σοὶ
αὐτῷ, Soph. Ant. 646
αὑτῷ
πόνους
φῦσαι,
πολὺν
δὲ
τοῖσιν
ἐχθροῖσιν
γέλων, Dio Cass. XXXVIII 23, 1
γέλωτα
τοῖς
ἐχθροῖς,
αίσχος
δὲ
τοῖς
οἰκείοις
παρέχειν.
1021.
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διδοῖς,
διδοῖ sind epische Formen.
1022.
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οἰκεῖν hängt von
διδοῖ ab.
λάτρων
ἄτερθεν, ohne Entgelt. Vgl. Eustath. S. 1246, 9
ὡς
καὶ
λάτρον
ὁ
ῥηθεὶς
μισθὸς
ἐλέγετο,
δηλοῦσιν
οἱ
παλαιοί.
εὐπετῆ
τάδε, per- commoda haec sunt, d. h. die Wahl der Wohnung bietet keine Schwierig- keit. Vgl. Eur. Phoen. 680
πάντα
δ᾽
εὐπετῆ
θεοῖς.
1023-1024.
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ἐπιστολάς,
ἐντολάς, in diesem Sinne immer bei Äschylos.
τὸ
σωφρονεῖν, die Keuschheit Diese Mahnung gilt der Hyper- mestra, welche sich durch die Liebe zu Ungehorsam verleiten läßt.
1025-1026.
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D. i.,,mache dir um alles andere, nur nicht um unsere Keuschheit Sorge". Vgl. Soph. Ant. 1179
ὡς
ὧδ᾽
ἐχόντων
τἄλλα
βουλεύειν
πάρα, Eur. Heraklid. 693
ὥς
μ᾽
οὐ
μενοῦντα
τἄλλα
σοι
λέγειν
πάρα, Plaut. Mil. Gl. III 3, 60 faciemus: alia cura.
1027.
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νέον: zu 344. — Wegen des Mangels der Cäsur zu 406. Weil verbessert den Rhythmus mit
θεοῖς
γὰρ
εἴ
τι
μὴ
βεβούλευται
νέον.
1028.
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,,Ich werde die Fußspuren, die mein Sinn in den Boden ge- drückt hat, nicht zerstören“, d. h. ich werde der bisher gezeigten Denkweise nicht untreu werden".
1029.
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Exodos (in ursprüng- licher Weise ein Chorgesang). Der Anfang kennzeichnet den Gesang als Abzugslied; aber durch die Teilnahme der Dienerinnen, welche für die Rechte der Aphrodite ein- treten (etwa wie der Diener im Anfang des Euripideischen Hippo- lytos), wird auf einen späteren Kon- flikt und auf die folgende Hand- lung der Trilogie hingewiesen. Das erste Strophenpaar gehört dem Hauptchor der Danaiden, das zweite dem Nebenchor der Dienerinnen (988, 1033). Im dritten wechseln die beiden Chöre (wahr- scheinlich die beiden
κορυφαῖοι) miteinander ab; das letzte Strophen- paar singen die beiden Chöre vereint.
1029-1030.
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ἴτε
μάν, nun aber ziehet hin", vgl.
ἄνα
γε
μάν Cho. 961.
ἀστυάνακτας
πολιούχους
τε
καὶ
οι
κτἑ., die Götter der Stadt, der Burg und des Landes. Vgl. Ag. 88
πάντων
δὲ
θεῶν
τῶν
ἀστυνόμων,
ὑπάτων
χθονίων,
τῶν
τε
θυραίων
τῶν
τ᾿
ἀγοραίων.
γαναέντες (in der Handschrift
γανάεντες), „feiernd". Diese Form setzt eine unbekannte Form
γανάημι voraus. Vgl.
δαέντες,
ἀέντες. Pauw hat dafür
γανάοντες gesetzt. Bei Homer finden sich die Formen
γανόωντες (
γανάοντες),
γανόωσαι (
γανάουσαι) im Sinne von glänzend, prangend. Hesych. bietet
γανεῖν·
λευκαίνειν und
γανάσσαι·
σμῆξαι,
ἡδῦναι. Die Maskulinform kann stehen, weil auch Männer im Zuge sind, Danaos und seine Leib- wache.
1031-1032.
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καὶ
οἳ. .
περιναίουσιν (30 Marckscheffel für
περιναίετε, wel- ches durch unrichtige Beziehung auf die angeredeten Personen ent- standen ist) zur Abwechslung für
καὶ
περιναίοντας. Über den Fluß Erasinos vgl. Strab. VIII 371
ἄλλος
δὲ
ποταμὸς
Ερασῖνος
ἐν
τῇ
Αργείᾳ
ἐστιν·
οὗτος
δὲ
τὰς
ἀρχὰς
ἐκ
Στυμφάλου
τῆς
Αρκαδίας
λαμβάνει
καὶ
τῆς
ἐκεῖ
λίμνης
τῆς
καλουμένης
Στυμφαλίδος
δύντα
δ᾽
ὑπὸ
γῆς
φασὶ
τὸν
ποταμὸν
τοῦτον
ἐκπίπτειν
εἰς
τὴν
Αργείαν
καὶ
ποιεῖν
ἐπίρρυτον
τὸ
πεδίον. Von dem unterirdischen Lauf des Erasinos spricht auch Herod. VI 76, Paus. II 24, 7, Ov. Met. XV 275 f., Plin. H. N. II 103. Curtius Pelop. II S. 340:,,Unter dem Höhlen- berge Chaon springt mit reicher Wasserfülle ein Fluß hervor, in welchem die Alten, die den unter- irdischen Wasserverbindungen so aufmerksam nachforschten, einen Abfluß des Stymphalischen Sees erkannten. Nach dieser Ansicht fließt also das Wasser vom Ape- lauron bis zum Chaon 200 Stadien weit durch die dunklen Berggänge um hier als Küstenfluß Erasinos emporzutauchen und in kurzem Laufe die Niederung zu befruchten." Der für geographische Merkwür- digkeiten eingenommene Dichter scheint gerade deshalb den Erasinos zu nennen und auch weil er in der Nähe der Stelle floß, WO die Danaiden ans Land gestiegen sein sollten.
1033.
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ὑποδέξασθε, excipite, d. i. setzet den Gesang fort.
ὀπαδοί wie 965
φίλαις
ὀπάοσιν.
1036.
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προχοάς von der Mündung wie Hom. P 263
ἐπὶ
προχοῇσι
διιπετέος
ποταμοίο,
ε 453, Solon Fragm. 28
Νείλου
ἐπὶ
προχοῇσι, Aristoph. Wo. 272
Νείλου
προχοαῖς. Vgl. oben zu 3.
1037.
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ποταμοὺς
δὲ (
σέβωμεν), nicht
ποταμούς
τε wegen des Gegen- satzes zu
Νείλου. Die
1038.
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Hesych.
θέλεμον
ἥσυχον und
θελέμως·
ἡσύχως. —
πολύτεκνοι: Schol.
πολυτεκνίας
πρόξενοι. Flüsse sind
κουροτρόφοι (zu 287), und wenn man
πολύτεκνοι in diesem Sinne auffaßt, wird diese Eigen- schaft der argivischen Flüsse her- vorgehoben im Gegensatz zu den 867 ff. gerühmten Vorzügen des Nil. Aber wahrscheinlich ist
πολύτεκνοι im Hinblick auf Prom. 142
τῆς
πολυτέκνου
Τηθύος
ἔκγονα von den Bächen und Kanälen zu verstehen, welche die Kinder der Flüsse sind, und auf die reiche Bewässerung des argivischen Landes zu beziehen, die in der Sage auch mit Danaos in Verbindung gebracht wurde. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 685
οὐδ᾽
ἄυπνοι
κρῆναι
μινύθουσιν
Κηφισοῦ
νομάδες
ῥεέθρων
κτἑ.
1039-1040.
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λιπαροῖς
χεύμασι, mit be- fruchtendem Naß. Vgl. den Ge- brauch von
λιπαίνειν Eur. Hek. 454
φασὶν
Απιδανὸν
γύας
λιπαίνειν.
μειλίσσειν, dem Boden wohltun, den durstigen Boden tränken.
1041.
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ἐπίδοι wie 1.
ἁγνή: die jungfräuliche Artemis ist am ersten berufen die Jungfrauen zu schützen. Vgl. 155. Hippolytos, der Wider- sacher der Aphrodite, ist der Freund der Artemis.
1043.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-640
τέλος (so Weil für
γάμος)
Κυθερείας, d. i.
γαμήλιον
τέλος, die Weihe der Liebesgöttin, die Hoch- zeit. Vgl.
τέλος
θαλεροῖο
γάμοιο Hom. v 74.
Κυθερεία heißt Aphro- dite schon Hom. 9 288, Hes. Theog. 198 (
ὅτι
προσέκυρσε
Κυθήροις). Die Insel Kythera, eine alte Kolonie der Phönizier, war wie Zypern (
Κύπρις) ein Mittelpunkt des orien- talischen Aphroditekultus (Astarte).
1044.
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στυγερών (für
στύγειον Hermann, vielleicht ist
στυγίων vorzuziehen)
ἆθλον, meinen Feinden wünsche ich solche Not. Vgl. zu 381. Mit
ἆθλον vgl. Soph. Phil. 508
δυσοίστων
πόνων
ἆθλα. Die Änderung
στύγιον (oder
στυγερόν
πέλει
τόδ'
ἄθλον gibt einen matten Gedanken.
1045.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-642
In dem zweiten Strophen- paar fordern die Dienerinnen, ihren Herrinnen widersprechend, daß man der Aphrodite als einer mäch- tigen und segensreichen Göttin die ihr gebührende Ehre schenke, und in dem Gefühl, daß die Danaiden (wie (wie Hippolytos bei Euripides) die Artemis auf Kosten der Aphrodite feiern, geben sie trüben Ahnungen Ausdruck. Da- mit deutet der Dichter die Nieder- lage der Argiver (1054f.) und den Vollzug der Ehe (1060 ff.) an.
θεσμὸς
ὅδε, Schol.
ὁ
τοῦ
ὑμετέρου (vielmehr
ἡμετέρου)
ὕμνου
νόμος: ,, Gegen Kypris ist nicht unehr- erbietig unsere verständige Weise; diese Göttin ist mächtig, stiftet Segen, spendet Wonne, wenn sie nur das rechte Maß einhält."
1046.
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σὺν
Ἥρα: als Stifterin des Ehebundes ist Aphodrite der Hera als Ehegöttin (
Ηρα
τελεία) gesellt. Vgl. Eum. 214
ἦ
κάρτ᾽
ἄτιμα
Ηρας
τελείας
καὶ
Διὸς
πιστώματα·
Κύπρις
δ᾽
ἄτιμος
τῷδ᾽
ἀπέρριπται
λόγῳ,
ὅθεν
βροτοῖσι
γίγνεται
τὰ
φίλτατα.