mvp-comment-161-1
Wecklein 1888, p. 272
mvp-comment-161-2
zweites Epeisodion. Orestes ruft Athena zu Hilfe. Die Chorführerin weist jeden Beistand zurück.
mvp-comment-180-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-180-2
καὶ ζῶν
. .
οὐδὲ
. .
σφαγείς, sogar lebend und nicht erst geschlachtet.
οὐδὲ für
καὶ οὐ wie öfter bei Dichtern (
Krüger II § 69, 60
).
μὲ δαίσεις wie
Eur. Or. 15
ἔδαισε δ᾽ οὖν νιν τέκν᾽ ἀποκτείνας Ατρεύς.
mvp-comment-180-3
1
mvp-comment-181-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-181-2
δέσμιον σέθεν wie
δέσμιος φρενῶν 333: zu
Cho. 235
. Der
besinnungraubende" Gesang der Erinyen
,, schlingt die Bande um den Frevler". Der Ausdruck erinnert an magische Künste (vgl.
Plat. Ges. XI p. 933
A
μαγγανείαις καὶ ἐπῳδαῖς καὶ καταδέσεσι).
mvp-comment-182-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-182-2
Unter der Begleitung der Anapäste, welche der Koryphaios vorträgt, ordnet sich der Chor in Reih und Glied, um sein Bannlied (322 ff.) zu singen und mit entsprechendem Tanz zu begleiten, indem die Figuren (
σχήματα) des Reigens, besonders bei den Ephymnien, die Idee des Bannenden und Bestrickenden zum Ausdruck bringen.
mvp-comment-183-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-183-2
δεδόκηκεν wie
Prom. 402
δοκήσει
,
Sept. 1027
δοκησάτω
,
Eur. Med. 763
δεδόκησαι
u. a.
mvp-comment-184-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-184-2
Schol.
δεδόκηκεν ἡμῖν λέξαι
τίνα τρόπον τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους λάχη ἐφοδεύομεν. Vielmehr steht
λάχη (,,das mir zugefallene Amt) wie 335, 348, 389, wie es 931
τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους ἔλαχον διέπειν heifst. -
ἐπινωμᾷ:
ἐπισκοπεῖ und
στάσις:
σύστημα Schol.
mvp-comment-185-1
2
mvp-comment-185-2
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-185-3
Mit
εὐθυδίκαιοι (gerecht richtend) vgl.
ὀρθοδίκαιος 995.
μαιόμεθα (wir bestreben
uns wie
μαιομένοις
Cho. 782
ἐμαίετο
Soph. Ai. 287
.
mvp-comment-186-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-186-2
,,Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle" u. s. w.
mvp-comment-187-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-187-2
ἀσινὴς
. . διοιχνεί scil.
ἕκα στος wie 340. Vgl.
Plat. Prot. p. 324
Β οὐδεὶς γὰρ κολάζει τοὺς ἀδικοῦντας τούτου ἕνεκα ὅτι ἠδίκησεν u. ὅ.
mvp-comment-188-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-188-2
ἐπικρύπτει,
wer verstohlen des Mordes schwere That vollbracht".
mvp-comment-189-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-189-2
μάρτυρες
ορθοί (deren Zeugnis sich aufrecht erhält), vgl.
Soph. Ai. 354
ὀρθὰ (was sich als wahr bestätigt)
μαρτυρείν,
Ant. 1195
ὀρ τὸν ἀλήθει᾽ ἀεί
.
mvp-comment-190-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-190-2
πράκτορες, vgl.
χερὶ πράκτορι
Ag. 113
und
φόνου πράκτορα
Soph. El. 953
.
τελέως:
τα 954.
mvp-comment-190-3
3
mvp-comment-191-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-191-2
erstes Stasimon, welches besonders in den Ephymnien den Charakter des
ὕμνος δέσμιος hat.
,, Apollon beraubt uns unseres Rechtes, indem er uns diesen Flüchtling entzieht, der uns zur Sühne des Muttermords zukommt und dem unser grauser Gesang gilt. Denn
SO hat das Schicksal bestimmt,
dafs wir die Mörder verfolgen und peinigen. Drum weil Umsturz von Häusern unser Los ist, haben die Götter des Lichts keine Gemeinschaft mit uns und Feste der Freude sind uns versagt. Dafür sind die Götter dieser traurigen Sorge überhoben und brauchen sich nicht mit Blutbefleckten zu befassen. Wir verfolgen den Mörder und stürzen ihn von der Höhe seines Ruhms. Er wird, ohne dessen in seiner Geistesnacht inne zu werden, von der Stimme des Volkes verurteilt und allgemeine Mifsachtung umnachtet sein Haus (vgl.
Cho. 53 ff.
,
Ag. 463 ff.
). So steht es fest:
Geniessen wir auch nicht die Ehre, den oberen Göttern gesellt zu sein, so haben doch die Sterblichen die vom Schicksal gegebene Satzung, auf der unser altheiliges Amt beruht, zu fürchten und zu verehren." Wenn man aus den drei Ephymnien schliefsen darf, wird jedes der drei ersten Strophenpaare von einem Stoichos, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Gesamtchore vorgetragen.
mvp-comment-192-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-192-2
Nicht unpassend ist die Bemerkung des
Schol.
:
ἐπεὶ ὑπὲρ τῆς μητρὸς Ὀρέστου ἀγωνίζονται, οἰκείως τὴν μητέρα ἑαυτῶν ὀνομάζουσιν.
mvp-comment-193-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-193-2
Νύξ: zu 69.
ποινὰν (abstr. pro concr.)
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν steht prädikativ
zu
μέ.
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν, Schol.
ζῶσι καὶ θανοῦσιν. Vgl. 391.
mvp-comment-194-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-194-2
ἄτιμόν με τίθησιν d. i. macht mich rechtlos.
mvp-comment-195-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-195-2
πτῶκα
κτἑ., den feigen Flüchtling (vgl.
πτώσσοντας ὑφ᾽ Ἕκτορι
Hom. Η 129
), der nach Fug und Recht als Reinigungsmittel des Muttermords herhalten
mufs, also uns nicht entzogen werden darf. Zu 292. Mit
κύριον vgl.
κύριοι 127.
mvp-comment-196-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-196-2
τεθυμένῳ, der so gut wie geschlachtet, ein dem Tode geweihtes Schlachtopfer ist. Vgl.
Eur. Med. 1264
πάντως πέπρακται ταῦτα κοὐκ ἐκφεύξεται
.
Schol.
:
ἐπὶ Ὀρέστῃ δὲ μέλλοντι θύεσθαι λεχθήσεται ὕμνος ἐξ ἡμῶν ὡς ἐπὶ ἱερείω, ὃς αὐτοῦ τὰς φρένας παρακόψει
.
mvp-comment-197-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-197-2
Geistzerstörende Verrückung. Um das gleiche
Versmafs wie
vorher (-) zu gewinnen, vermutet Rauchenstein
φρενοβλαβής, Herwerden
φρενομανής, Weil
φρενοπλανής. Aber vgl. das
Versmals in Cho.
802 – 804.
mvp-comment-198-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-198-2
ἀφορμικτος (duldet nicht der Leier Klang"):
zu_Ag. 980.
αὐονά (Ausdörrung): Schol.
ὁ ξηραίνων τοὺς βροτούς. Vgl. 138, 267.
mvp-comment-199-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-199-2
διανταία, Schol.
ἡ
διαμπαξ
τιμωρουμένη. Es
bedeutet durchdringend" d.
h.,,unnachgiebig, unwiderstehlich".
mvp-comment-199-3
4
mvp-comment-200-1
5
mvp-comment-200-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-200-3
θνατῶν ist gen. part. zu
τοῖσιν
(οἷσιν): „Von den Sterblichen denjenigen, welchen es zustöfst, verwegen Hand an einen anderen anzulegen."
τοΐσιν ξυμπέσωσιν ohne
άv: zu 211.
αὐτουργίαι wie
αὐτοχειρίαι.
μάταιοι gen. comm. wie
Ag. 1149
,
Cho. 81
. Die Bedeutung (frivol) wie
Suppl. 770
ματαίων ἀνοσίων τε κνωδάλων
, 235
ματαίων αἰτίας.
mvp-comment-201-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-201-2
τοῖς (zu 137)
κτἑ.: Schol.
τούτοις ἡμᾶς ἀκολουθεῖν,
ἕως ἀποθάνῃ ὁ τοιοῦτος.
So jagen wir ihn
. . fort und fort bis zu den Schatten und geben ihn auch dort nicht frei." Zu 175 f. In anderem
Sinne heifst es
Hom.
Ο 204
οἶσθ᾽ ὡς πρεσβυτέροισιν ἐρινύες αν ἕπονται. Über den Singular nach dem Plural zu 316.
mvp-comment-202-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-202-2
γιγνομέναισι:
Hom.
Υ 127
πείσεται
άσσα
οἱ αἶσα γινομένῳ ἐπένησε λίνῳ,
ὅτε μιν τέκε μήτηρ.
-
ἐφ᾽ ἁμὶν ἐκράνθη,
ἡμῖν ἐπεκράνθη. Die Verkürzung der zweiten Silbe von
ἡμῖν, welche bei Sophokles öfter vorkommt, findet sich bei Äschylos nur hier, bei Euripides nirgends.
mvp-comment-203-1
6
mvp-comment-203-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-203-3
ἀθανάτων
. .
γέρας: Schol.
μὴ πλησιάζειν ἡμᾶς τοῖς θεοῖς.