mvp-comment-216-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-216-2
drittes Epeisodion. Athena erscheint und nachdem sie sich von der Chorführerin und Orestes den Sachverhalt hat darlegen lassen (gleichsam die
ανάκρισις oder
προδικασία), entschliefst sie sich den Fall durch einen neuen Gerichtshof entscheiden zu lassen. Nach 407 könnte man glauben,
dafs Athena wie im Aias des Sophokles auf dem
θεολογεῖον auftrete. Da sie aber am Schlusse dieser Scene abgeht, um sich in die Stadt zu begeben, und später (569) auf der gewöhnlichen Bühne auftritt (vgl. 738), so
mufs man annehmen, dafs sie auch hier auf dem
λογεῖον, nicht in der Höhe
erscheint. Sie kommt von der linken Seite.
mvp-comment-216-3
1
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2
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Wecklein 1888, p. 280
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ἀπὸ Σκαμάνδρου wie
πρό σωθεν (fern am Skamander): vgl. zu
Ag. 543
.
καταφθατουμένη:
κατακτωμένη·
κυρίως δὲ τὸ ἐκ προκαταλήψεως Hesych. Vgl.
φθ (
ο)
α-
τήσει:
φθάσει κτήσασθαι ebd. Das Wort kommt nur an unserer Stelle vor, wo die Erklärung
κατακτωμένη dem Sinne gut entspricht. Die Ableitung von
φθάνω scheint unrichtig. Gemeint ist das Gebiet von Sigeion, wo Athena einen Tempel hatte (
Herod. V 95
). Nach der Darstellung des
Aschylos wurde das Land schon im trojanischen Kriege den Söhnen des Theseus (und der Athena) zugesprochen. Es verhält sich mit diesem uralten Besitztitel ähnlich wie mit dem aus Homer abgeleiteten Anspruch auf Salamis. Als gegen Ende des siebenten Jahrh. v. Chr. attische Kolonisten unter Anführung des Olympioniken Phrynon sich in Sigeion festgesetzt hatten und die Mytilenäer Sigeion als ihr Eigentum zurückforderten, machten ihnen die Athener gegenüber geltend,
dafs ihnen und allen Hellenen, welche Menelaos in der Ahndung des Raubes der Helena unterstützt hätten,
ebenso viel Recht auf das Gebiet von Troas zukomme wie den Äoliern (
Herod. V 94
). Ein Zweikampf des Pittakos und des Phrynon sollte den Streit entscheiden. Phrynon unterlag. Als der Krieg trotzdem fortdauerte, wurde Periander von Korinth von beiden Parteien zum Schiedsrichter
erwählt. Dieser entschied, beide Teile sollten das Land behalten, das sie besäfsen. So kamen die Athener in den vollen Besitz des
Landes (
Herod. V 95
,
Strabon
XIIIp. 600
,
Diog. L. I 74
) und die Meinung des Schol., dafs Äschylos mit unserer Stelle die Athener aufreize, wieder auf Sigeion Anspruch zu machen, scheint unbegründet.
mvp-comment-218-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-218-2
δῆτα, eben.
᾿Αχαιῶν: mit diesem Worte sind hinreichend die Teilnehmer des trojanischen Krieges angezeigt.
mvp-comment-219-1
3
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Wecklein 1888, p. 281
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αυτόπρεμνον, αὐτόρριζον (samt der Wurzel, mit Grund und Boden).
Soph. Ant. 713
αὐτόπρεμν ἀπόλλυται
und zu
Ag. 142
.
mvp-comment-220-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-220-2
Θησέως τόκοις, Akamas und Demophon. Erst das nachhomerische Epos, so die
Ιλιὰς μικρά des Lesches (
Paus. X 25, 8
), kennt diese als Teilnehmer des trojanischen Krieges.
mvp-comment-221-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-221-2
διώκουσα (rasch bewegend)
πόδα wie
Sept. 358
διώκων πομπίμους χνόας ποδῶν
,
Eur. Or. 1344
ἰδού, διώκω τὸν ἐμὸν εἰς δόμους πόδα. ἄτρυτον
erinnert an den Beinamen der Athene
Ἀτρυτώνη.
mvp-comment-222-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-222-2
τόνδε ὄχον, dieses Fahrzeug eigener Art, mit Bezug
auf die Agis. Die Ägis hat mich durch die Luft getragen so rasch wie ein Wagen, dem kräftige Rosse vorgespannt sind.
Hom. B 447
Ἀθήνη αἰγίδ᾽ ἔχουσ᾽ ἐρίτιμον,
ἀγήραον ἀθανάτην σὺν τῇ παιφάσσουσα διέσσυτο λαὸν Ἀχαιῶν.
τε ..
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4
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Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-223-2
ὁμιλίαν χθονός wie 714, 1031 (Besuch, Genossenschaft des Landes), vgl.
ὁμιλεῖν
χώρα 723.
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-224-3
ὑμᾶς mit wechselnder Konstruktion von
λέγω: und euch meine ich".
Sept. 216
ἀνδρῶν τάδ' ἐστί, σφάγια και χρηστήρια θεοῖσιν ἔρδειν, πολεμίων πειρωμένοις
(als ob
ἀνδράσι προσήκει vorherginge).
σπαρτών, Gezeugter.
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6
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-225-2
οὔτε
..
οὔτ᾽ οὖν wie
εἴτε
. . εἴτ᾿
οὖν, zu
Cho. 679
.
mvp-comment-226-1
7
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-226-3
Den Nächsten (
ὁ πέλας wie
Eur. Med. 86
,
Thuk. I 32
, gewöhnlich
οἱ πέλας) tadeln, weil er mifsgestaltet ist, geziemt sich nicht.
πρόσω δικαίων ἐστί, vgl.
πρόσω πατρός Eur.
Hek, 1158.
mvp-comment-227-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-227-2
Zu 69. graves filiae.
αἰανῆ τέκνα,
mvp-comment-227-3
8
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-228-2
Ἀραί, Dirae, vgl.
Sept. 70
᾿Αρά τ' Ερινὺς πατρὸς ἡ μεγασθενής. γῆς ὑπαί
: zu
Ag. 1276
.
mvp-comment-229-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-229-2
κληδόνας ἐπωνύμους,
τὰ ἐπώνυμα οἷς καλεῖσθε Schol.
mvp-comment-230-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-230-2
πεύσῃ τάχα (,,allsogleich") wie 457,
Soph. El. 35
, wo die Angabe unmittelbar folgt.
mvp-comment-231-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-231-2
Vgl. 301.
μηδαμοῦ gehört zu dem
Infn.
χαίρειν. Schol.
ἐν τῷ Αιδῃ.
mvp-comment-232-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-232-2
ἐπιρροιζεῖς, Schol.
ἐπι βοᾷς, du gebietest mit
kreischender Stimme.
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-233-2
ἠξιώσατο, er hat es für sich als recht erachtet, er hat es über sich gebracht.
mvp-comment-234-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-234-2
ἄλλης ἀνάγκης κότον, ohne von anderer Seite kommenden Zwang, der ihn mit Groll bedrohte, zu
fürchten ? Über
ἄλλης
Krüger I § 50, 4, 11
οἱ ἄλλοι ξένοι, die anderen, nämlich die Fremden).
mvp-comment-235-1
10
mvp-comment-235-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-235-3
ποῦ γὰρ ..
κέντρον ὡς (
ὥστε), nein, denn wo gäbe es einen so mächtigen Stachel,
dafs er antriebe u. s. w. Damit setzt sie sich über die intellektuelle Urheberschaft des Apollon hinweg.
mvp-comment-236-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-236-2
D. h. ich kann in betreff der Schuld dir nicht ohne weiteres beistimmen; ich
mufs erst den anderen Teil hören. Der
Schol.
:
μηδὲ δίκην δικάσῃς, πρὶν ἂν ἀμφοῖν μύθον ἀκούσῃς
.
ἥμισυς λόγου wie
ὁ ὕστατος τοῦ χρόνου
Ag. 1299
.
mvp-comment-237-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-237-2
Weder wird er den ihm zugeschobenen Eid annehmen, da der Thatbestand feststeht, noch fällt es ihm ein, uns den Eid zuzuschieben.
Schol.
:
οὕτως, φησί, φανερόν ἐστιν τὸ κατ᾽ αὐτὸν ὡς μήτε αὐτὸν δύνασθαι ὀμόσαι ὅτι οὐκ ἔστι τοιοῦτος μήτε θέλειν ὅρκον ἡμᾶς αὐτῆσαι, εἰ δικαίως αὐτὸν κολάζομεν
. Man hat also nicht an die
διωμοσία, an die Vereidigung der beiden Parteien am Anfang der
ανάκρισις (
Lys. X § 11
ὁ μὲν διώκων ὡς ἔκτεινε διόμνυται ὁ δὲ φεύγων ὡς οὐκ ἔκτεινε
), sondern an die
πρόκλησις εἰς ὅρκον zu denken. Vgl.
Demosth. 39, 4
δίδωσι τὸν ὅρκον· ἡ δὲ δεξαμένη οὐ μόνον . . κατωμόσατο κτἑ.
Allerdings wird
ὅρκον δοῦναι καὶ δέξασθαι auch von gegenseitiger eidlicher Verpflichtung gesagt wie
Herod. VI 23
ὅρκον δοὺς καὶ δεξάμενος
, aber von einer solchen Verpflichtung kann hier nicht die Rede sein.
mvp-comment-238-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-238-2
ἢ (
δικαίως oder
δίκαια)
πρᾶξαι. „Dir ist es nur um das formale Recht zu thun, welches du auf deiner Seite hast, nicht um volle sachliche Gerechtigkeit." Die Erinyen als titanische Naturmächte kümmern sich blofs um die That, nicht um die Beweggründe der That.
mvp-comment-239-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-239-2
τῶν σοφῶν (Neutrum)
οὐ πένῃ, als Göttin der Weisheit.
mvp-comment-240-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-240-2
Dadurch dafs die Eide wegen des Thatbestandes nicht geleistet werden können, soll das Unrecht nicht siegen. Denn es kann sich nicht blofs um den Thatbestand, sondern auch darum handeln, ob ein
δίκαιος φόνος vorliegt oder nicht.
mvp-comment-241-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-241-2
εὐθεῖαν δίκην d. i.
εὐθυδι κίαν: εὐθυδικίαν (
εὐθυδικία)
εἰσιέra wurde von dem Beklagten gesagt, wenn er ohne Einrede gegen die Einführung der Klage (durch
διαμαρτυρία oder
παραγραφή) sich ohne weiteres auf den Prozefs einliefs. Vgl. Meier und Schömann att. Proc. S. 649. Hier sagt die
Erinye:,,Gut, so schreite zum Verhör und entscheide in direkter Verhandlung ohne Rücksicht auf Einreden."
mvp-comment-242-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-242-2
,,Wollt ihr wirklich mir die Entscheidung eurer Anklage
anheimstellen ? ἐπ' ἐμοὶ τρέποιτε,
ἐπιτρέποιτε ἐμοί. Vgl.
Soph. Ant. 1107
δρᾶ νυν τάδ᾽ ἐλθὼν μηδ᾽ ἐπ᾿ ἄλλοισιν τρέπε
.
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11
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Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-243-3
σέβουσαι ἀξίαν ἐπάξια, wir verehren ja die würdige nach Verdienst. Vgl.
Ag. 1528
,
Plaut. Poen. V 4, 100
eveniunt digna dignis
.
Uber
επάξια vgl.
Krüger I § 46,
6, 4
.
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12
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Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-244-3
ψόγον,
ἔγκλημα Schol.
mvp-comment-245-1
Wecklein 1888, p. 283
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βρέτας
. .
φυλάσσων wie 243.
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Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-246-2
ἐν τρόποις Ιξίονος: Schol.
ὃν τρόπον κἀκεῖνος προσεκάθητο
τῷ ναῷ τοῦ Διὸς
καθαρισθησόμε νος·
πρῶτος γὰρ
Ιξίων
φόνον ποιήσας ἐκαθαρίσθη ὑπὸ Διός. Vgl. 721. Ixion hatte zuerst durch die hinterlistige Ermordung seines Schwiegervaters Deioneus Blut eines Stammgenossen vergossen (
ἐμφύλιον αἷμα πρώτιστος οὐκ ἄτερ τέχνας ἐπέμιξε θνατοῖς
Pind. Pyth. II 32
) und wurde von Zeus gesühnt, als er sich als der erste
Schutzfehende (
προσίκτωρ) an ihn als
Ζεὺς ἱκέσιος wandte (vgl. Schol. zu
Pind. a. O. und zu Eur. Phoen. 1185
,
Diod. IV 69
). Die Sage von Ixion hat
Aschylos im
Ιξίων und in den
Περραιβίδες
behandelt
σεμνός
s. v. a. aidoios, dem Schonung und Erbarmen gebührt. Athena kennt das 237 ff. Gesagte nicht; sie hat in der Ferne nur den Ruf 288 f. gehört.
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13
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Wecklein 1888, p. 284
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Die Konstruktion
τούτοις πᾶσιν (auf alle diese Fragen)
ἀμείβου τι erklärt sich aus der
Bedeutung,,austauschen" (
Herod. VII 152
τὰ οἰκήια κακὰ ἀλλάξασθαι τοῖσι πλησίοισι
).
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Wecklein 1888, p. 284
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μέλημα, Anliegen, Bedenken (
φροντίδα 456).
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Wecklein 1888, p. 284
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παλαμναΐον, αὐτόχειρα,
φονέα. Zur Sache vgl.
Schol. 276
:
οἱ ἐναγεῖς οὔτε ἐν ἱερῷ προσήεσαν οὔτε προσέβλεπον οὐδὲ διελέγοντο τινι. καὶ παρ᾽ Εὐριπίδῃ τί σιγᾷς; μῶν φόνον τιν εἰργάσω;“
In den Mysern des Äschylos kommt Telephos als
παλαμναῖος ἄφωνος von Tegea nach Mysien. Vgl.
Eur. Iph. Τ. 951
und den Scherz des Komikers
Alexis frg. 178 K.
δειπνεῖ δ᾽ ἄφωνος Τήλεφος νεύων μόνον πρὸς τοὺς
ἐπερωτώντάς
τι.
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14
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15
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Wecklein 1888, p. 284
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παλαγμοῖς αἵματος wie frg. 340
πρὶν ἂν παλαγμοῖς αἵματος χοιροκτόνου αὐτός σε (wahrscheinlich ist Ixion angeredet)
χράνῃ Ζεὺς
και ταστάξας χεροίν.
νεόθηλος, gebildet wie
εὔθηλος, im Sinne von
νεογλαγής, recens lactatus.
βοτοῦ, eines Ferkels. Man schlachtete ein junges vom Euter weggenommenes Ferkel und liefs das Blut aus der Wunde am Halse auf die Hände des Mörders herabfliefsen. Vgl. Einl. S. 17 N. 2, oben 283
und aufser dem eben angeführten Fragmente
Apoll. Rh. IV 704
:
πρῶτα μὲν ἀτρέπτοιο λυτήριον ἥ γε φόνοιο τειναμένη καθύπερθε συὸς τέκος, ἧς ἔτι μαζοὶ πλήμμυρον λοχίης ἐκ νηδύος, αἵματι χεῖρας τέγγεν, ἐπιτμήγουσα δέρην
.
- Da
παλαγμοὺς αἵματος καθαρσίου die nähere Ausführung zu
καθαιμάξωσι ist, so scheint ursprünglich die Stellung folgende gewesen zu sein:
ἔστ᾽ ἂν καθαιμάξωσι νεοθήλου βοτοῦ
σφαγαί
παλαγμοῖς αἵματος καθαρσίου.
Ubrigens ist
νεοθήλου dreisilbig zu lesen (zu
Ag. 1162
). Denn Äschylos bildet nirgends die Arsis des vierten und den fünften Fufs zusammen aus einem Worte von der Messung eines ionicus a min. (
Suppl. 336
ist
νεοδρέπτους gleichfalls dreisilbig, frg. 305 D.
διαπάλλει in
διαπαλεῖ zu verbessern, frg. 320
παρπαίων für
παραπαίων zu schreiben.)
mvp-comment-251-1
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-251-2
Das Asyndeton, weil dieses gleichsam der Nachsatz zu dem Vor- hergehenden
ist:,,gut, wir sind längst u. s.
w. ,,An anderen Häusern sowohl mit Ferkelblut als mit fliefsendem Wasser." Aber die Trennung von
οἴκοισι und
βοτοῖσι ist unnatürlich. Vielleicht hat es ursprünglich
πρὸς ἄλλων ταῦτ᾽ ἀφιε ρώμεθα |
χοιροκτόνοις δρόσοισι καὶ
φυτοῖς
πόροις
geheilsen. Vgl. zu 238 f.
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Wecklein 1888, p. 285
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ταύτην,
τὴν τοῦ μύσους Schol.
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Wecklein 1888, p. 285
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τάχα: zu 422.
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Wecklein 1888, p. 285
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ἱστορεῖς,
οἶσθα, wie
Ag.681
,
Pers. 457
κακῶς τὸ μέλλον ἱστορῶν
.
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Wecklein 1888, p. 285
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Τροίαν kann nicht richtig überliefert sein, da
Ιλίου πόλιν folgt. Meineke vermutet dafür
πρώην oder
πρῴαν, Dindorf
πρόσθεν.
ἄπολιν πόλιν: zu
Ag. 1137
. Der Schol. bemerkt:
διὰ τούτων φιλοποιεῖται τὴν θεόν.
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17
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Wecklein 1888, p. 285
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ποικίλοις (bunt), vgl.
τοῦ ποικίλματος
Cho. 1011
.
ἀγρεύ μασιν:
Cho. 490
f.
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Wecklein 1888, p. 285
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,,Das Gewand legte Zeugnis ab von dem Mord im Bade", weil es mit Blut gefärbt war.
Cho. 1008
.
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Wecklein 1888, p. 285
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ἀντικτόνοις
. .
πατρός: vgl.
Soph. El. 246
αντιφόνους δίκας und zu
Ag. 17
.
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Wecklein 1888, p. 285
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κοινῇ μεταίτιος ähnlich wie
Prom. 325
μεθάρμοσαι νέους τρόπους
,
Hom.
Ξ 53
οὐδέ κεν ἄλλως Ζεὺς ..
παρατεκτήναιτο,
Eur. Iph. A. 343
μεταβαλὼν ἄλλους τρόπους.
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Wecklein 1888, p. 285
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Cho. 270 ff.
wie 136. Vgl. Enn. Eum. frg. II nisi patrem materno sanguine exanclando ulciscerem.
ἀντίκεντρα
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Wecklein 1888, p. 285
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δικαίως:
έρξα ergänzt sich aus dem vorhergehenden
ἔρξαιμι.
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Wecklein 1888, p. 285
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Wie ich auch immer durch dich
fabre, ich werde damit zufrieden sein. Vgl.
Soph. Ant. 634
ἢ σοὶ μὲν ἡμεῖς πανταχῇ δρῶντες φίλοι
;
Ai. 1369
ὡς ἂν ποήσῃς,
πανταχῇ χρηστός γ᾽ ἔσῃ,
Herod. IX 27
πάντῃ γὰρ τεταγμένοι πειρησόμεθα εἶναι χρηστοί
.
ἐν σοί: zu Cho.
το 769. Der Gedanke kehrt öfter wieder, z. B. Lykurg. g. Leokr. § 12
τὸ ἐν
Ἀρείω
πάγῳ συνέδριον,
σοῦτον διαφέρει τῶν ἄλλων δικαστηρίων,
ὥστε καὶ
παρ᾽
αὐτοῖς ὁμολογεῖσθαι τοῖς ἁλισκομένοις δικαίαν ποιεῖσθαι τὴν κρίσιν.
mvp-comment-263-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-263-2
‚Wenn man glaubt, daſs diesen Fall zu entscheiden zu schwierig für Sterbliche sei, so steht es wahrhaftig auch mir (der Göttin) nicht zu" u. s. w.
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-264-2
ὀξυμηνίτους δίκας, einen Rechtsstreit, in welchem sich die Gegner mit grimmigem Hasse (unversöhnlich) gegenüberstehen
(nicht ἐφ' αἷς ταχέως μηνίσουσιν Ερινύες nach der Erklärung des Schol.). Es bezeichnet
ὀξυμηνίτους den Gegensatz der
αἴδεσις (478), wie auf dem Areopag der Stein, auf welchem der Ankläger des Mörders stand,
λίθος ἀναιδείας hiefs. In dem betonten
φόνου liegt der Grund: mit Blutsachen kann sich die Göttin nicht befassen. Vgl.
Eur. Iph.T.381ff.
, 1207.
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Wecklein 1888, p. 286
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Die selbständige Wendung nach
ἄλλως τε καὶ wie
Pers. 691
ἄλλως τε πάντως χοἱ κατὰ χθονὸς θεοὶ λαβεῖν ἀμείνους εἰσὶν ἢ μεθιέναι
,
Lys. 7, 6
πῶς ἂν δικαίως ὑπὲρ τῶν τῇ πόλει γεγενημένων συμφορῶν ἐγὼ νυνὶ δίκην διδοίην;
ἄλλως τε καὶ τοῦτο τὸ χωρίον ἄπρατον ἦν.
σὺ μὲν: dem entspricht
αὗται δὲ 479, denn der Gedanke ist:
Die Entscheidung zu Gunsten der einen oder anderen Partei ist um so schwieriger als einerseits du als gesühnter Schutzflehender zu meinem Tempel gekommen bist und, von mir nicht abgewiesen, ohne Anstofs mit der Bürgerschaft verkehren kannst, andrerseits die Erinyen nicht leicht abzuweisen sind und ihr Groll zu fürchten ist, wenn sie unterliegen."
κατηρτυκώς: Schol.
τέλειος τὴν
ἡλικίαν·
τοῦτο δὲ ἀπὸ τῶν ζῴων, genauer Hesych.
τέλειος·
κυρίως δὲ ἐπὶ τῶν ἀλόγων ζώων,
ὅταν ἐκβάλῃ πάντας τοὺς ὀδόντας, vgl.
Bekk. Anecd. p. 105, 25
κατηρτυκέναι ἐλέ γοντο οἱ μηκέτι βόλον (das Zahnschichten)
ἔχοντες ἵπποι.
Εὐριπίδης Alólo, also,,ausgewachsen“, hier ,,fertig mit der Sühnung, vollständig gereinigt". Vgl. auch
Eur. frg. 818
εἰ μὲν τόδ᾽ ἦμαρ πρῶτον ἦν κακουμένῳ καὶ μὴ μακρὰν δὴ διὰ πόνων ἐναυστόλουν, εἰκὸς σφαδάζειν ἦν ἂν
..
νῦν δ᾽ ἀμβλύς εἰμι καὶ κατηρτυκὼς κακῶν.
αν
mvp-comment-266-1
Wecklein 1888, p. 286
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Für
ἱκέτης ist wohl, wie Meineke verlangt,
ἵκτης zu schreiben, damit zwei Auflösungen vermieden werden.
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Wecklein 1888, p. 286
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ὁμῶς bezieht sich auf die Hauptsache, welche in
ἄμομφον ὄντα liegt: in gleicher Weise kann, wenn ich mich deiner erbarme, die Gemeinde mit dir verkehren, ohne dafs du ihr Anstofs giebst. Vgl.
Suppl. 649
αἰδοῦνται δ᾽ ἱκέτας Διός
,
Hesych.
:
αιδέσασθαι· τὸν ἔνοχον ὄντα φόνῳ ἀκουσίῳ καὶ πεφυγαδευμένον ἐφ᾽ ὡρισμένῳ χρόνῳ, τού του τετελευτηκότος, ἐξιλᾶσθαι, ὡς εἰληφότα ἤδη τιμωρίαν
und zu
Eur. Iph. Τ. 949
.
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-268-2
ἔχουσι μοῖραν οὐκ
εὐπέμπε λον, diesen gebührt die Rücksicht,
dafs sie nicht leichthin weggewiesen werden.
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-269-2
τυχοῦσαι, als ob folgte
μηνίσειαν ἄν.
Ζη 95.
πράγματος νικηφόρου:
Soph. Trach. 186
σὺν κράτει νικηφόρῳ
.
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24
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Wecklein 1888, p. 286
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ιος .. πεσών, der giftige Schaum, der infolge ihres grimmigen Schnaubens zu Boden fällt. Vgl. 785 f.
--
αἰανής (gravis)
νόσος wie 943.
mvp-comment-271-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-271-2
ἀμφότερα wie 800
μαρτύ ρια,
Suppl. 393
ἐγγύτατα
. Vgl. zu 488.
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25
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-272-3
δυσπόνητ': solcher Verse, die durch den Mangel der gewöhnlichen Cäsur in zwei Hälften zerfallen, giebt es wenige bei
Aschylos, die meisten, nämlich sieben, in den Persern. Doch ist hier die Lesart unsicher. Vgl.
Anbang.
δυσπόνητα
(ἐστὶν
ἀμηνίτως, es schwer ohne
dafs ich Groll ernte zu bewerkstelligen.
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26
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27
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-273-3
φανῶ wie
Hom.
Ο 26
εἰς ὅ κέ τοι φήνωσι θεοὶ κυδρὴν παράκοιτιν. Vgl.
εὐτρεπίσαι in dem zu 492 angef. Scholion.
ὁρκίων wie Ag. 1432
ὁρκίων ἐμῶν θέμιν.
αἰδουμένους wie 713
αἰδουμένους τὸν ὅρκον. Ich werde Richter bescheren, welche die Schwursatzung achten, die ich für alle Zeit geben werde.
mvp-comment-274-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-274-2
μαρτύρια: der Tribrachys des dritten Fufses besteht manchmal aus den letzten Silben eines mehrsilbigen Wortes, nie aus einem einzigen dreisilbigen Worte.
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28
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Wecklein 1888, p. 287
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καλεῖσθε (wie
Pers. 690
ψυχαγωγοῖς ὀρθιάζοντες γόοις οἰκτρῶς καλεῖσθέ με
), weil
μαρτύρια s.
V. a.
μάρτυρας. Dieses hat vornehmlich Bezug auf Apollon.
ἀρωγὰ ὁρκώματα, eidlichen Beistand für die Sache, was besonders von den
μαρτύρια, den eidlichen Zeugenaussagen, gilt.
ὅρκωμα kommt noch 771, sonst nirgends vor und bedeutet ungefähr s. v. a.
πίστωμα (vgl. 214), da
ὁρκοῦν und
πιστοῦν sich nahe stehen.
--xxx
πε-
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-276-2
βέλτατα: dieselbe Form
Suppl. 1065
.
Ζυ ἀστῶν τὰ βέλτατα vgl.
Pers. 1
τάδε
,
Kallim. Hymn.
I 70
είλεο δ᾽ αἰζηῶν ὅ τι φέρτατον.
μηδὲν ὅρκων περῶντας (übertreten, verletzen), wie frg. 283
τῷ περῶντι τὴν θέμιν.
ρῶντας, als ob
τοὺς βελτάτους vorherginge.
ἄξω διαιρεῖν wie 633
ἐφήμενοι
διαιρείν,
Eur. Ion 1559
ἡμᾶς δὲ πέμπει τοὺς λόγους ὑμῖν φράσαι
.
Krüger I
$ 55, 3, 20
. Damit tritt Athena rechts ab, um in die Stadt zu gehen.
Schol.
:
ἡ μὲν ᾿Αθηνᾶ ἀπῆλθεν εὐτρεπίσαι δικα στάς, ὁ δὲ Ὀρέστης ἱκετεύων μένει, αἱ δὲ Ἐρινύες φρουροῦσιν αὐτόν. μέλος δὲ οἰκεῖον ᾄδουσι τῇ ἑαυτῶν προαιρέσει
.
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29
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Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-277-2
zweites Stasimon: Der Umsturz der alten Satzungen durch den Sieg des Muttermörders müfste schreckliche Zügellosigkeit und sittliche Verwilderung zur Folge haben, da man für Mord und blu- tige Mifshandlungen keinen Rächer mehr zu fürchten hätte. Furcht mufs herrschen; ohne Furcht kann kein Recht bestehen. Keine Gewaltherrschaft, aber auch keine Gesetzlosigkeit! Das Richtige liegt in der Mitte. Diese rechte Mitte hängt zusammen mit Gesundheit des Geistes, während Gottlosigkeit des Sinnes Übermut und damit Zuchtlosigkeit oder Gewaltherrschaft erzeugt (
ὕβρις φυτεύει τύραννον
Soph. Oed. T.873
). Drum übe man Recht, ehre die Eltern und achte das Gastrecht. Wem diese Rechtlichkeit aus innerer Überzeugung hervorgeht, der wird nicht unbeglückt sein; jedenfalls wird er nie ganz zu Grunde gehen. Für den Frevler aber wird über kurz oder lang die Stunde der Demütigung kommen; dann wird niemand sein Flehen erhören; die Gottheit wird sich vielmehr seines Untergangs freuen und sein früherer Glanz wird für alle Zeit verschollen und vergessen sein.
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Wecklein 1888, p. 288
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καταστροφαὶ νέων θεσμίων, Umsturz der ausgeht von neuen Satzungen. Meineke vermutet
με ταστροφαί, Wechsel zu neuen Satzungen, wodurch die alten abgeschafft werden.
δίκα τε καὶ βλάβα d. h.
δίκη, die nicht
δίκη, sondern
βλάβη (Schädigung, Missethat) ist.