774-965.
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drittes Epeisodion. 6* Der siegreiche Agamemnon erscheint auf einem Wagen. Zur Seite sitzt ihm Kasandra, als Seherin
gekennzeichuet durch weifses Gewand, den
χιτών ὀρθοστάδιος (Poll. IV 18, 119), über dem sie ein Netz von
Wollenfäden
ἄγρηνον (Poll. IV 18, 116, Hesych. u. d. W.) trägt (1269), dann durch Scepter und den mit Wolle umwickelten Lorbeerkranz, der um den Hals auf die Brust herabhängt (1264, Hom. A 15 und Schol. zu Aristoph. Plut. 39, vgl. Wieseler Zeitschr. f. d. Altertumsw. 1848 S. 108 f.). Über Purpurteppiche, die Klytämestra hinbreiten läfst, schreitet Agamemnon später in den Palast. So wird der tragische Eindruck durch den Kontrast des Glanzes und Glückes gesteigert. Die Anapäste recitiert der Chorführer.
810.
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Alles Lebende ist tot; es lebt nur der Sturm des Untergangs.
ἄτης θύελλαι, weil der Wind das vernichtende Feuer anfacht und ausbreitet. -,,Und mitsterbend entsendet die Asche fetten Qualm des Reichtums" d. i. die verglimmende Asche entsendet dichten Qualm von den verbrannten Schätzen. Der Reichtum vergeht in Rauch und Asche und die Asche verglimmt zugleich
(
συνθνήσκουσα), so dafs zuletzt auch das Leben des Verderbens schwindet und nur ein toter
Aschenhaufen übrig bleibt. Die Häufung des malt das Wegblasen.
813-814.
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ἐπείπερ καί, sintemalen auch, zumal da.
πάγας ὑπερκότους (von der Person übertragen, vgl. Eur. Herc. 1087
ἤχθηρας
ώδ᾽
ὑπερκότως)
ἐπλεξάμεσθα (vgl. Aristoph. Lys. 790
πλεξάμενος ἄρκυς): wir haben (als
κυναγοί 697) Schlingen übermäfsigen Grolls gedreht, da um eines Weibes willen die ganze Stadt vom Erdboden verschwunden ist. Mit
πάγας vgl.
δίκτυον 370,
τοία γὰρ αὐτῷ μηχανὴ πεπλεγμένη βρόχοις ἀκινήτοισιν ἕστηκεν φόνου πρὸς τῆσδε χειρός Eur. Androm. 995,
χρυσοδέτοις
ἔρκεσι
κρυφθέντα
γυναικῶν
Soph. El. 839
. Das Epitheton
ὑπερκότους entspricht dem Gedanken von 538.
815-816.
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Das argivische Ungetüm ist das Junge eines Rosses, weil die Krieger aus dem Bauche des hölzernen Pferdes kamen. Zu
ἀσπιδηστρόφος (welches
Blomfield in
ἀσπιδηφόρος ändert) vgl. Soph.
Αi. 575
διὰ
πολυρράφου
στρέφων πόρπακος ἑπτάβοιον ἄρρηκτον σάκος.
817.
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πήδημ᾽
ὀρούσας von dem Sprunge oder Satze, mit dem das wilde Tier auf seine Beute fährt. Das
᾿Αργεῖον
δάκος wird bereits als Raubtier (Löwe) gedacht.
ἀμφὶ Πλ.
δύσιν, gegen Mitternacht, um welche Zeit der Löwe auf Raub ausgeht, um welche Zeit auch Troja eingenommen wurde (zu 1). Unwillkürlich giebt der Dichter die Zeitbestimmung nach der Zeit der Aufführung; denn in der zweiten Hälfte des März, wo die
groſsen Dionysien gefeiert wurden, gehen die Plejaden für Griechenland zwischen 10 und 11 Uhr nachts unter (Keck
Nene Jahrb. 1862 S. 518 ff.).
818.
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ὑπερθορών: Ennius bei Macrob. VI 2, 25 nunc máximo saltú superabit grávidus armatís equus
qui
árduum suo pártu perdat Pérgamum, Verg. Aen. VI 515 cum fatalis equus saltu super ardua venit Pergama et armatum peditem gravis attulit alvo. Vielleicht hat es auch hier (nach der Vermutung Kecks)
πέργαμ᾿ für
πύργον
geheiſsen.
819.
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αἵματος τυραννικοῦ: aufser Priamos wurden Astyanax, Polites, Deiphobos und andere Söhne des Priamos niedergemacht. Vgl. Hom.
Ω 249.
820.
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θεοῖς steht in kausalem Verhältnis zu
ἐξέτεινα: das
φροίμιον fiel lang aus (vgl. 907), weil es den Göttern galt.
821.
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μέμνημαι κλύων d. i. ich bin deiner Worte eingedenk, habe sie mir zu Gemüte geführt.
824.
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φίλον τὸν εὐτυχοῦντα
S. v. a.
τὸν εὐτυχοῦντα φίλον.
ἄνευ πόνων, ohne innere Pein.
825-826.
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Das Gift der
Miſsgunst setzt sich ans Herz (
καρδίαν, vgl. Krüger II 46, 6, 2, wenn nicht
καρδίᾳ zu schreiben ist: sitzt am Herzen) und verdoppelt dem Leidenden die Qual.
τῷ πεπαμένῳ νόσον, weil der Neid aus dem Gefühl eigenen Ungemachs entspringt. Vgl. Demokr. bei Stob.
fl. II p. 52, 23
ὁ φθονέων ἑωυτὸν ὡς ἐχθρὸν λυπέει, Men. frg. 588
ὁ φθονερὸς αὑτῷ πολέμιος
καθίσταται·
αὐθαιρέτοις γὰρ συνέχεται λύπαις ἀεί. -
827.
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Vgl. zu 781.
τοῖς αὐτὸς αὐτοῦ
(ipsius) wie
Prom. 788
πρὸς αὐτὸς αὐτοῦ, Soph.
Ai. 1132
τούς
γ᾽ αὐτὸς αὐτοῦ πολεμίους,
Ο.
Κ. 930
πόλιν τὴν αὐτὸς αὐτοῦ, 1356
τὸν αὐτὸς αὐτοῦ πατέρα
κ. ö. Vgl. 1136, 1296, 1544,
Cho. 220
αὐτὸς
κατ΄
αὐτοῦ τἄρα μηχανορραφῶ, 1012.
..
829.
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Aus eigener
Erfahrung habe ich ja gründliche Erfahrung gemacht mit dem (täuschenden) Spiegel des Umgangs (der
Umgangsformen) möchte ich als wesenloses Spiegelbild bezeichnen, was sich mir als aufrichtige Ergebenheit darbot. Der Zwischensatz
εὖ κάτοπτρον dient dazu, die Metapher
εἴδωλον σκιᾶς zu erklären, wie umgekehrt
κάτοπτρον erst durch
εἴδωλον σκιᾶς zu voller Klarheit kommt: weil die Formen des Umgangs nicht die Wahrheit, sondern nur einen trügerischen Schein der Gesinnung zu erkennen geben, sind sie ein täuschender Spiegel, der als wahre Gestalt zeigt, was nur Schattenbild einer Gestalt ist. In anderer Weise erscheint fragm. 288 D.
κάτοπτρον εἴδους χαλκός
ἐστ᾽,
οἶνος δὲ νοῦ, Eur.
Hipp. 428
κακοὺς δὲ θνητῶν
ἐξέφην᾽,
ὅταν τύχῃ,
προθεὶς
κάτοπτρον
ὥστε παρθένῳ νέα χρόνος der Spiegel als ein Mittel, sein
Mittel Aussehen kennen zu lernen. Zu
εἰδώς vgl.
Suppl. 221
εἰδὼς ἂν αἶσαν τήνδε συγγνοίη
βροτοῖς. Agamemnon rühmt sich seiner Menschenkenntnis: wie bald wird er getäuscht!
832.
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Soph. Phil. 1025
καίτοι σὺ μὲν κλοπῇ (des Palamedes)
τε
κανάγκῃ
ζυγεὶς ἔπλεις
ἅμ᾿
αὐτοῖς. Diese Sage war im vierten Buch der
Κύπρια erzählt. Ein Stück
Παλαμήδης gab es von
Äschylos wie von Sophokles.
833.
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σειραφόρος:
δίκην ἵππου σὺν ἐμοὶ τὸ ἅρμα ἐλαύνων Schol. Vgl. zu 1640 u. Eur. Or. 1017
Πυλάδης
ἰσάδελφος
ἀνὴρ ποδὶ
κηδοσύνῳ
παράσειρος.
..
836.
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ἀγῶνας,
ἀγοράς: zu 518. Wie Theseus von den attischen Dichtern, so wird hier Agamemnon als ein demokratischer Fürst betrachtet.
839.
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ὅτῳ δεῖ, was bedarf (benötigt).
840.
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Plat. Gorg.
ΧΙ p. 456
Β οὐχὶ ἐθέλοντα ἢ φάρμακον πιεῖν ἢ
τεμεῖν
ἢ καῦσαι παρασχεῖν τῷ ἰατρῷ, Senec. Agam. 152 et ferrum et ignis saepe medicinae loco est. Vgl.
Cho. 537
ἄκος τομαῖον ἐλπίσασα πημάτων, Soph.
Αi. 582
θρηνεῖν
ἐπῳδὰς
πρὸς τομῶντι πήματι, Cic. Cat. II 5, 11 quae sanari poterunt, quacunque ratione sanabo; quae resecanda erunt, non patiar ad perniciem civitatis manere und den bekannten Spruch unter den
νόθοι ἀφορισμοί des Hippokr. VIII 6 (vol. III p. 768 ed. Kühn)
ὁκόσα φάρμακα οὐκ ἰῆται,
σίδηρος ἰῆται·
ὁκόσα σίδηρος οὐκ
ἰῆται,
πῦρ
ἰῆται·
ὅσα δὲ πῦρ οὐκ ἰῆται,
ταῦτα χρὴ νομίζειν ἀνίατα.
εὐφρόνως:
καὶ γὰρ οἱ ἰατροὶ τέμνουσι καὶ καίουσιν ἐπ᾿ ἀγαθῷ Xenoph. Anab. V 8, 18.
841.
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πῆμα νόσου wie Soph. Phil. 765
τὸ πῆμα τοῦτο τῆς νόσου,
Αί. 363
τὸ πῆμα τῆς ἄτης.
842.
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δόμους ἐφεστίους: zu 435.
843.
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Gewöhnlich
δεξιοῦσθαί τινα (bewillkommnen), hier im Sinne von
προσεύχεσθαι mit Dativ.
845.
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ἐμπέδως μένοι: zu
Eum. 675
.
846.
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Klytämestra tritt aus dem Palaste, begleitet von Dienerinnen, welche Purpurteppiche tragen (899 f.).
847-848.
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Ganz anders als Agamemnon
muſs der Chor diese Worte verstehen.
..
849.
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οὐκ μαθοῦσα,
ἐμαυτῆς: nicht was ich von anderen gehört, sondern was ich selbst durchgemacht habe, mein eigenes qualvolles Leben solange als u. s. w. Vgl. Eur. Heraklid. 5
οἶδα δ᾽ οὐ λόγῳ μαθών und zu Med. 652
εἴδομεν,
οὐκ ἐξ ἑτέρων μῦθον ἔχω φράσασθαι.
852.
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μὲν πρῶτον, das zweite Leid wird mit
καί 855 angeknüpft.
854.
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Der Vers, welcher das Folgende vorwegnimmt, scheint aus 865 gebildet zu sein.
855.
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καὶ κακοῦ κάκιον ἄλλο (
ἐστί): vgl. Aristoph. Ekkl. 1053
τοῦτο γὰρ ἐκείνου τὸ κακὸν ἐξωλέστερον, Eur. Med. 234.
τὸν μὲν . .
ἐπεισφρεῖναι (vgl. Eur. frg. 781, 46
ἐπεισφρείς, an unserer Stelle intransitiv): die Unglücksboten (
πῆμα λάσκοντες δόμοις) reichen sich die Hand; zu dem einen, der gekommen, drängt sich ein zweiter herein.
859.
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τέτρηται πλέω (
τρήματα), er hat mehr Löcher. Die seltene Form
πλέω (für
πλείω) verwandelt Dindorf hier wie 1052 in
πλέον.
–
πλέω λέγειν wie
μείζον κλύειν 278.
860.
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ὡς ἐπλήθυον, wie häufig die Reden waren d. i. so oft, als die Rede ging.
861.
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„Dann könnte er traun als ein zweiter Geryon mit drei Leibern eines grofsen Erdenmantels der als Decke diente denn von dem (unendlich grofsen) unten sehe ich
ab, eines dreifachen sich rühmen." Die schwülstige Redeweise kennzeichnet die unlautere Gesinnung der Klytämestra. Mit
χλαίναν vgl. Hom.
Г 57
λάινον
ἔσσο
χιτῶνα vom Steinigungstode und Theogn. 429
καὶ κεῖσθαι πολλὴν γαῖαν ἐφεσσάμενον. Von der Erde, die unter dem Toten liegt, ebenso
Sept. 931
ὑπὸ δὲ σώματι γᾶς πλοῦτος ἄβυσσος ἔσται.
866-867.
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τεράμνων: vgl. Eur. Hipp. 768
τεράμνων ἀπὸ νυμφιδίων
κρεμαστὸν
ἅψεται ἀμφὶ βρόχον
λευκᾶ
καθαρμόζουσα δείρα, Phoen. 333
ἀνῆξε
μὲν ξίφους ἐπ᾿ αὐτόχειρά τε σφαγὰν ὑπὲρ
τέραμνά
τ᾿ ἀγχόνας.
Ζα
ἐμῆς δέρης ἀνημμένης vgl. noch Eur. Hel. 136
βρόχῳ γ᾽ ἅψασαν εὐγενῆ δέρην, Hipp. 802.
ἄλλοι πρὸς βίαν, nur andere gegen meinen Willen.
Zu
869.
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Das Unterpfand unseres Ehebündnisses. Vgl.
Eum. 214
.
871.
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Die Sage, nach der Orestes bei der Ermordung Agamemnons beiseite geschafft wird, ist geändert, damit am Schlusse (1646, 1667) auf den in der Ferne weilenden Rächer hingewiesen werden kann. Im zweiten Stück der Trilogie mufs ja auch Orestes bereits erwachsen sein. Vgl. auch Einl. S. 21.
872.
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Στρόφιος ὁ Φωκεύς wie
Cho. 675
.
ἀμφίλεκτα erklären einige,,dubia, ambigua"; nach dem Folgenden aber mufs
es ,, doppelseitige" bedeuten. Vgl.
γόος ἀμφιλαφής
Cho. 330
von der Klage, die von den beiden Geschwistern ausgeht.
874.
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δημόθρους ἀναρχία, lärmender Volksaufstand.
875-876.
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βουλὴν καταρράψειεν, gegen das Leben des Orestes schlimme Ränkeschmiede. Vgl.
ῥαφεύς 1604,
Eum. 26
, Hom.
π 379
οἱ φόνον
αἰπὺν
ἐράπτομεν, 421
Τηλεμάχῳ θάνατόν τε μόρον τε ῥάπτεις.
–
ὥστε, wie.
τὸν πεσόντα bezieht sich auf Agamemnon. Zum Gedanken vgl. Soph.
Ai. 989
τοῖς σθένουσί τοι φιλοῦσι πάντες κειμένοις ἐπεγγελᾶν, 1348
οὐ γὰρ θανόντι καὶ
προσεμβῆναί
σε χρή.
877.
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Diese meine Rechtfertigung ist frei von jedem Hintergedanken. Qui s'excuse, s'accuse, was auch für das Folgende gilt.
879.
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κατεσβήκασιν, exaruerunt.
880.
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D. i. ich wachte bis in die späte Nacht, da ich in jeder Nacht auf das Feuerzeichen wartete, und die Nachtwachen und die Thränen darüber, dafs die Interesse für dich vorbereiteten Feuer nicht beachtet (nicht angezündet) wurden, haben den Glanz meiner Augen trübe gemacht. aus
883.
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ὑπαὶ κώνωπος λεπταῖς
ῥιπαῖσι
θωύσσοντος. Für die Verbindung
ὑπαὶ ῥιπαῖσι könnte man von Aschylos nur etwa
Sept. 915
ἐτελεύτασαν
ὑπ᾿
ἀλλαλοφόνοις χερσίν anführen.
885.
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πλείω τοῦ χρόνου, mehr als in der Zeit, während deren ich schlief, geschehen konnten. Die Traumbilder ziehen in so rascher Folge vorüber, dafs für die Wirklichkeit der Erscheinungen die Zeit des Schlafes viel zu kurz wäre. Mit
ὁ ξυνεύδων χρόνος, die während des Schlafes vergehende Zeit, vgl.
Soph. Oed. K. 7
ὁ χρόνος ξυνών (die Zeit meines Lebens), Oed.
Τ. 1082
οἱ συγγενεῖς
μῆνες.
886-887.
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Ζα ἀπενθήτῳ
φρενί giebt der Zwischensatz die Erklärung: das ausgestandene Leid verwandelt sich in Freude.
888.
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στῦλον ποδήρη, die Säule mit festem Fufse, welche das hohe Dach des Hauses trägt. Vgl. Pind. frg. 65, 5 Bgk.
ἀδαμαντοπέδιλοι κίονες.
890.
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Mit
καί wird, wenn nicht nach Blomfields Vermutung
γαῖαν für
καὶ γῆν zu setzen ist, wie
Eum. 758
die Handschrift
καὶ γῆς für
γαίας bietet, eine neue Reihe von Bildern angeknüpft, welche unverhoffte Erlösung aus grofser Not angeben, während die vorhergehenden Erhaltung und Sicherheit vor Gefahr ausdrücken. Vgl. Eur. Androm. 891
ὦ ναυτίλοισι χείματος λιμὴν φανείς, Plat. Phileb. p. 29
A
καθορῶμέν που καὶ γῆν,
καθάπερ οἱ χειμαζόμενοί φασιν.
891.
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ήμαρ
κάλλιστον εἰσιδεῖν. Vgl.
λευκὸν ἦμαρ 673.
892.
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,,Dem durstgequälten Wandrer frischen Sprudelquell" (Keck). Vgl. Catull 68, 58 rivos muscoso prosilit e lapide lasso in sudore levamen.
dulce viatori
894.
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ἀξιῶ προσφθέγμασιν, vgl. Eur. Or. 1210
καλοῖσιν ὑμεναίοισιν
ἀξιουμένη.
895.
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γὰρ: das
Übermaſs meines Glückes, das sich in meiner Begrüfsung ausgesprochen hat, darf keinen Neid erwecken, da ich es durch viele Leiden mir wohl verdient habe.
896.
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φίλον κάρα: vgl. Hom. 287
Τεῦκρε,
φίλη κεφαλή, Hor. carm. I 24, 1 desiderio tam cari capitis.
898.
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πόδα πορθήτορα affektierter als etwa
πόδα παρθένιον,
ἀπίστῳ βραχίονι Eur. Iph.
T. 130, 796.
899.
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900.
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Diese Erfindung des Dichters steigert den Gegensatz des Scheins und der Wirklichkeit und damit die tragische Wirkung der Katastrophe.
902.
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Zweideutig wie das Folgende: damit er in das unverhoffte d. i. ganz anders, als er erwartet, geschmückte Haus geführt werde wie sich's gebührt damit die Vergeltung (des vergossenen Blutes der Iphigenie)
ihu in das unverhoffte Haus (des Hades) geleite.
904.
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θήσει ἄρμενα, wird
es passend, recht machen.
905.
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In sequentibus poeta prudentissime effecit, ut Agamemnon, dum honores ab uxore sibi oblatos anxie deprecatur, quasi praesagire impendentem sibi mortem videatur (Schütz).
906.
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„Longa tua oratio longae absentiae meae consentanea." Inest in hac comparatione aliquid iocosae comitatis (Klausen).
907-908.
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ὅτι τὸ αἰνεῖσθαι δηλονότι μὴ παρὰ τῶν οἰκείων ἢ παρ᾽ ἑαυτοῦ πρέπει ἔρχεσθαι. Schol.
τόδε weist wie in Prosa
τοῦτο (
ταῦτα) nachdrücklich auf den Infin. zurück.
909-910.
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γυναικὸς ἐν τρόποις
8. v. a.
ὡς γυναῖκα, dagegen
βαρβάρου φωτὸς δίκην
δ.
ν.
α.
ὡς βάρβαρος. Das
προσκυνεῖν war dem freien Griechen widerwärtig.
Vgl. Eur.
Or. 1507
προσκυνῶ
σ᾽,
ἄναξ,
νόμοισι βαρβάροισι προσπίτνων.
911.
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χαμαιπετές (zu Boden geworfen, von dem Boden auf) von der Person übertragen. Damit
,,lehnt er die 897f. zu ihm auf dem Wagen emporgerichtete demütige Ansprache ab: der Schauspieler mufs dabei sich beugend und fast zu Boden bückend gedacht werden" (Schneidewin). Mit
βόαμα
προσχάνῃς vgl.
τὰ δεινὰ ῥήματα
..
χανεῖν
Soph. Ai. 1226 f.
, Accius Arm. iud. frg. XI vereor plus quam fas est captivum hiscere.
913.
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915.
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916.
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,„Kurz, ich will als Mensch, nicht als Gott geehrt sein."
917.
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Asyndeton bei der Erläuterung.
ποδοψήστρων καὶ τῶν π.,
„auch ohne deine buntgewirkten Sachen, an denen man den Schmutz der Schuhe abtreten soll, ertönt mein Ruf." Ansprechend vermutet Karsten
καὶ ποικιλμάτων.
918.
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Solcher Prunk ist unnötig und nichts geht über weise Mäfsigung. Vgl.
Soph. Ant. 683
θεοί
φύουσιν ἀνθρώποις φρένας,
πάντων ὅσ᾽ ἔστι κτημάτων ὑπέρτατον.
– Der Solonische Spruch (Herod.
132) findet sich öfter bei den Tragikern, z. B. Soph. Oed.
Τ. 1529
μηδέν᾽
ὀλβίζειν,
πρὶν ἂν τέρμα τοῦ βίου περάσῃ μηδὲν ἀλγεινὸν παθών.
Ζυ
τελευτήσαντα (
τινά) vgl. Soph. Oed.
Τ. 1296
οἷον καὶ στυγοῦντ᾽ ἐποικτίσαι.
921.
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Der
Gedanke ich habe das gesagt, wie ich handeln
mufs, um mir guten Mut zu bewahren" verrät schon einen Mangel an Festigkeit.
εὐθαρσής wie
Suppl. 255
λέγ᾽
εὐθαρσὴς ἐμοί.
922-923.
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,, Du hast gesprochen, wie es deinem Gefühl entspricht, aber nicht nach meinem Sinn (nach meiner
Überzeugung)." „Von Überzeugung, der ich nicht untreu werden darf, kann nur ich
sprechen."
μὲν wie 915.
ἐμέ ist stark zu betonen. Mit
γνώμην διαφθείρειν vgl. Eur. Hipp. 388
ταῦτ᾽
οὐν
ἐπειδὴ τυγχάνω προγνοῦσ᾽ ἐγώ,
οὐκ
ἔσθ᾽
ὁποίῳ
φαρμάκῳ
διαφθερεῖν ἔμελλον,
ὥστε τούμπαλιν πεσεῖν φρενῶν.
924-925.
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,,Hast du den Göttern gelobt,
daſs ich nur in Angst um dich solches Opfer (von Gewändern) bringe?" (vgl.
954f.). „Wenn irgend einer, habe ich mit bestem Wissen und Gewissen diesen
Beschluſs kundgethan" (d. i. untersuche nicht die Beweggründe meines Entschlusses).
τέλος wie
τελεία ψῆφος
Soph. Ant. 632
.
926.
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ἂν scil.
ἔρξαι, was sich aus
ἔρδειν 924 oder auch von selbst ergänzt.
927.
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D. h. einem prunksüchtigen Barbaren steht dergleichen besser an als dem
maſsvollen und verständigen Wesen (
σωφροσύνη) eines Hellenen.
929.
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Der Schol. erinnert an Hes. W. u.
Τ. 763
φήμη δ᾽
οὗ
τις πάμπαν ἀπόλλυται ἥντινα πολλοὶ λαοὶ φημίζουσι·
θεός
νύ τίς ἐστι καὶ αὐτή.
930.
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Der Unbeneidete ist nicht beneidenswert. Vgl. Pind. Pyth. I 164
κρέσσων γὰρ οἰκτιρμοῦ
·
φθόνος.
931.
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οὔτοι γυναικός ἐστι, denn
πόλεμος ἄνδρεσσι μελήσει (Hom.
Z 492), da
μάχη (hier vom Wortgefecht) wie die folgenden Ausdrücke
νικᾶσθαι,
νίκην δήριος,
κρατεῖς vom Kriege entlehnt sind.
932.
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Den hochbeglückten Siegern steht es wohl an sich auch besiegen zu lassen (nachgiebig zu sein).
"
933.
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Hältst du wirklich das als Sieg in einem Kampfe hoch?" Agamemnon rechtfertigt damit seine
Nachgiebigkeit: „wenn du wirklich der Sache solchen Wert beilegst, dafs du von einem Siege sprichst, kann ich dir jawohl den Gefallen thun." Vgl.
μάχης νίκην Hom. H 26 u. a. Die jonische Form des Gen. bei dem epischen Worte. Dagegen Suid.
δῆρις·
δήρεως,
δήρει.
934.
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κρατεῖς
κτέ., du bist der Siegende, wenn du freiwillig dich mir fügest. Solche freiwillige Nachgiebigkeit ist Überlegenheit. Ähnlich Soph.
Ai. 1353
παῦσαι·
κρατεῖς τοι τῶν φίλων νικώμενος. Mit
παρείς vgl.
παριέμεσθα Eur. Med. 892. Man gewinnt eine Art Cäsur, wenn man liest:
πιθοῦ·
κρατεῖς μέν |
τοι. Vgl. jedoch zu
Eum. 26
.
936.
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λύοι τις wie
Cho. 888
δοίη τις.
πρόδουλον wie
ἀντίδουλος
Cho. 135
, frg. 194 D., an Stelle eines Sklaven Dienst verrichtend:
„das dienstbare Gefährt des
Fuſses".
937.
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πέπλοις von Teppichen wie Hom.
η 96. Agamemnon steigt bei diesen Worten ab vom Wagen.
938.
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πρόσωθεν d. i.
παρὰ θεῶν. Vgl. 943.
βάλοι, feriat. Eur. Iph.
Τ. 1200
εἶπερ
γε κηλὶς ἔβαλέ νιν μητροκτόνος.
939-940.
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εἱματοφθορεῖν
. .
φαρέων πλοῦτον, der Teppiche Reichtum zu verderben. Vgl.
ὑμνῳδεῖ θρῆνον 980,
ναυκληρεῖν πόλιν
Sept. 639
,
οἰκονομῶ θαλάμους Soph.
El. 190,
ταυροκτονεί
βοῦς
Trach. 760
.
942.
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κρατοῦντα μαλθακῶς, Hor. carm. saec. 52 iacentem lenis in hostem.
945.
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ἐξαίρετον: Hom.
Β 227
πολλαὶ δὲ γυναῖκες εἰσὶν ἐνὶ
κλισίῃς
ἐξαίρετοι, Eur. Tro. 249
ἐξαίρετόν νιν ἔλαβεν ᾿Αγαμέμνων ἄναξ.
947.
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Der konsekutive Infin. bei
κατέστραμμαι
(,,ich habe mich unterkriegen
lassen" Schneidewin) wie Herod. VII 51
Κῦρος Ἰωνίην πᾶσαν κατεστρέψατο δασμοφόρον εἶναι Πέρσησι.
949.
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Unerschöpflich wie das Meer ist der Purpursaft, den das Meer hervorbringt. Das Haus besitzt unerschöpfliche Mittel, um solchen Purpursaft zu kaufen. Also kann das Haus den Verlust solcher Purpurteppiche leicht verschmerzen.
950.
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ἰσάργυρον, mit Silber aufgewogen. Athen. XII 526
Ο
Θεόπομπος δ᾽ ἐν πεντεκαιδεκάτη
ἱστοριῶν
χιλίους φησὶν ἄνδρας αὐτῶν (von den Lydern)
ἁλουργεῖς
-
φοροῦντας
στολὰς ἀστυπολεῖν·
ὃ δὴ καὶ βασιλεῦσι σπάνιον τότ᾽ ἦν καὶ περισπούδαστον.
ἰσοστάσιος
γὰρ ἦν ἡ πορφύρα πρὸς ἄργυρον
ἐξεταζομένη.
951.
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πορφύρα παγκαίνιστος est purpura, cuius talis est copia, ut ea semper recenti quivis uti possit (Blomfield).
952.
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Wohlstand ist vorhanden, um davon (von dem Purpur) zu haben. Der Infinitiv steht konsekutiv. Vgl. Eur. Hipp. 346
οὐ μάντις εἰμὶ τἀφανῆ γνῶναι σαφῶς, Krüger I 55, 3, 3.
955-956.
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προυνεχθέντος (
αὐτοῦ scil.
τοῦ πατησμοῦ) wie nachher
μηχανωμένης (
ἐμοῖ), Krüger I 47, 4, 3. —
δόμοισι ist, wie die Stellung zeigt, abhängig von
προυνεχθέντος: wenn solches Opfer dem Hause an heiliger Stätte geboten worden wäre, da ich Lohn für das Zurückbringen dieses Lebens zu bewerkstelligen suchte (d. i. da ich das Orakel fragte, welches Opfer ich bringen müsse, um dieses Mannes Rückkehr zu erlangen). Mit
δόμοισι
προυνεχθέντος vgl. Herod.
V 62
προφέρειν
(
τὴν
Πυθίην)
σφι τὰς ᾿Αθήνας ἐλευθεροῦν.
957-958.
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Denn mit der Wurzel des Baumes kam Laub ins Haus, das seinen Schatten ausbreitet gegen das Hundsgestirn.
ἵκετο ἐς δόμους bezieht sich auf die Ankunft des Agamemnon:
„denn nachdem du ins Haus gekommen bist, ist gleichsam die Wurzel des Baumes vorhanden, der uns mit seinen Zweigen Schatten bietet gegen Sonnenglut."
ὑπερτείνασα: über das
Zusammenfallen der Haupt- und Nebenhandlung vgl. 301, 405, 1038, Krüger
1 53, 6, 8, Koch 101 Anm. 1.
959-960.
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σοῦ μολόντος, als wenn
θάλπος μὲν ἔμολε folgte wie nachher
ψῦχος
πέλει. Vgl. zu 653.
σημαίνεις μολόν: du bist das Wahrzeichen, dafs gekommen ist. Ansprechend vermutet F. W. Schmidt
θερμαίνει δόμον. Schneidewin erinnert an ein von Goethe behandeltes arabisches Gedicht, wo es heifst:
,, Sonnenhitze war er am kalten Tag und brannte der Sirius, war er Schatten und Kühlung."
962.
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τότ᾽ ἤδη, dann schon, nicht erst zur Winterszeit. Vgl. jedoch Anhang.
963.
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ἀνδρὸς τελείου: des Mannes als der Krone des Hauses. Vgl.
Pers. 172
ὄμμα γὰρ δόμων νομίζω δεσπότου παρουσίαν.
964.
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τέλει, als
τέλειος. Vgl. zu 517. Klyt. spricht dieses, nachdem Agamemnon bereits in das Haus getreten ist. Nach dem folgenden Verse folgt sie ihm.
965.
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Vgl.
Cho. 776
μέλει θεοῖσιν ὧνπερ ἂν μέλῃ πέρι, wornach
worr Mähly auch hier
τῶνπερ
ἂν μέλῃ πέρι vermutet (
τελεῖν könnte aus dem vorausgehenden Verse stammen. Die Attraktion des Relativs findet sich bei den Formen, die mit
τ anlauten, nirgends sonst).
966-1018.
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drittes Stasimon:
„Von dem Augenblicke an, wo die Griechen in Aulis die Anker
lichteten, hat sich meiner eine ängstliche Beklemmung bemächtigt, die mich nicht einmal jetzt
verläſst, obwohl ich die siegreiche Rückkehr des Agamemnon mit eigenen Augen sehe. Ohne Grund ist diese Besorgnis nicht, welche dem Rechtsgefühl entspringt (wenn ich auch wünsche,
daſs sie nicht in Erfüllung gehe). Denn der Schaden, den man an der Gesundheit nimmt, ist wieder heilbar und Verlust von Vermögen
läfst sich ersetzen; aber vergossenes Menschenblut ist unersetzlich: der Tote steht nicht wieder auf. Gerne hätte ich dem König diese Bedenken vorgetragen; aber die erhabene Würde des Königs gestattet solche Rede nicht und so
muſs ich meine heilsame Mahnung im unruhigen Herzen verschliefsen." So giebt dieser Chorgesang im
Anschluſs an den dritten Teil der Parodos die Schuld an, welche Agamemnon durch seinen Tod sühnt.
967-968.
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προστατήριον καρδίας statt des prosaischen
πρὸ καρδίας.
969.
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Es orakelt ungeheifsen unbezahlt mein Gesang d. h. unwillkürlich komme ich immer wieder auf meine düsteren Ahnungen zurück.
ἄμισθος, anders als die
χρησμολόγοι
(
τὸ
μαντικὸν γὰρ πᾶν φιλάργυρον γένος
Soph. Ant. 1055
). Vgl.
Cho. 729
.
-
970.
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ἀποπτύσας, als ob
θαρσεῖν
ἔχω folgte für
θάρσος φίλον θρόνον.
Ζυ 653. Mit
θάρσος
ίζει vgl. Eur. Alk. 604
πρὸς δ᾽ ἐμᾶ ψυχᾷ θάρσος
ἦσται, mit
φρενὸς φίλον (das Homerische Epitheton)
θρόνον Plat. Staat VIII p. 553
В
ἐπὶ κεφαλὴν
ὠθεὶ
ἐκ τοῦ θρόνου τοῦ ἐν τῇ ἑαυτοῦ ψυχῇ φιλοτιμίαν.
973.
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Es ist die Zeit her, seitdem infolge des gleichzeitigen Einwerfens der Halttaue der Sand des Strandes (in Aulis) widerhallte. Mit
χρόνος ἐπεί vgl. die Redensart
παλαιὸς ἀφ᾽ οὗ χρόνος (Soph.
Αi. 600), mit
ξυνεμβολή
Pers. 399
κώπης
ῥo
θιάδος
ξυνεμβολῇ und die Ausdrücke
ἐμβάλλειν εἰς τὰ πλοῖα (einschiffen),
ἐμβολὴ ἀγωγίμων (Einladen der Fracht).