40-269.
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Parodos, bestehend (wie die Parodos der Perser und der Hiketides) aus drei Teilen, dem Recitativ des Chorführers in Anapästen
40-103, dem Gesang des Chorführers mit
ἐπιφθέγματα (124) des Gesamtchores 104-169, dem Chorgesang 170-269.
Der erste Teil beginnt mit der Schuld und Sühne der Trojaner, legt die äufseren Verhältnisse dar und giebt mit dem Verlangen zu erfahren, was die überall auf den Altären der Stadt angezündeten Opferfeuer zu bedeuten haben (83-87) die Motivierung für das Auftreten des Chors. Der zweite Teil berichtet eine Weissagung des Kalchas, welche ängstliche Besorgnis in betreff des Heerführers weckt. Der dritte begründet diese Besorgnis mit sittlichen Grundsätzen und erklärt das Leiden, das den siegreichen Agamemnon erwartet, als Sühne für eine Schuld, für die unerhörte Opferung der eigenen Tochter.
178.
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οὐδὲ knüpft an den Gedanken,, Zeus ist der höchste" an.
ὅστις allgemein und unbestimmt, da es nachher heifst
οὐδὲ λέξεται πρὶν
ὧν (von seinem Dasein wird nicht einmal mehr die Rede sein). Der Dichter deutet damit wohl an, dafs der Mythus von Uranos ziemlich verblafst und verschollen war. Von dem Sturze des Uranos und Kronos ist auch
Prom. 989
οὐκ ἐκ
τῶνδ᾽ (von der Burg des Himmels)
ἐγὼ δισσοὺς τυράννους ἐκπεσόντας
ἠσθόμην die Rede. Der Schol. setzt für Uranos den Typhos und die Titanen. Zu
ὤν vgl.
οὖσαν 281.
παμμάχῳ θράσει βρύων wegen der rohen Vernichtung seiner Kinder (Hes. Theog. 157).
πάμμαχος von roher und rücksichtsloser Streitlust (,,
Kampfhahn "). Vgl.
Prom. 223
καρτεροῖς φρονήμασιν
ὤοντ᾽ ἀμοχθὶ
πρὸς βίαν τε δεσπόσειν (nämlich
Τιτᾶνες,
Οὐρανοῦ τε καὶ Χθονὸς τέκνα).
181.
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τριακτήρ (Sieger) ist hergenommen vom Ringkampfe, in welchem man Sieger war, wenn man den Gegner dreimal niederwarf (
τριάζειν,
ἀποτριάζειν). Vgl.
Cho. 338
,
Eum. 592
u. Suid.
τριαχθῆναι λέγουσιν οἱ
παλαιστρικοὶ
ἀντὶ τοῦ τρὶς πεσεῖν, Poll. III 30
ἐπὶ πεντάθλου τὸ νικῆσαι ἀποτριάξαι λέγουσιν.
184.
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Ζῆνα ἐπινίκια κλάζειν (Zeus Siegesjubel entgegenjauchzen) wie
λέγειν τί τινα.
185.
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ὁλοσχερῶς φρόνιμος ἔσται Schol. Das adverbiale
τὸ πᾶν (prorsus, omnino) liebt Äschylos (437, 982, 1167,
Cho. 330
,
Eum. 163
u. a.).
186.
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Der grammatische
Anschluſs an die vorhergehende Strophe ist ähnlich wie 67.
187.
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πάθει μάθος: vgl. Hom. P32
ῥεχθὲν δέ τε νήπιος ἔγνω,
Hes. W.
υ.
Τ. 218
παθὼν
δὲ
τε νήπιος ἔγνω, Herod. 1 207
τὰ δέ μοι παθήματα ἐόντα ἀχάριτα μαθήματα ἐγεγόνεε, Plat. Symp. p. 222
Β μὴ κατὰ τὴν παροιμίαν,
ὥσπερ νήπιον,
παθόντα
γνωναι. So
189.
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Es wird ausgeführt, wie Zeus dem
Spruche, Lehre durch Leid" Geltung verschafft.
,, Im Schlafe bedrückt wie ein Alp das Herz die aus der Erinnerung an böse That hervorgehende Angst." wird im Anfang der Choephoren (33 ff.) erwähnt, wie Klyt. von schlimmen Träumen gequält aufgeschrieen habe. Vgl. ebd. 521 ff. (Hermann erklärt
μνησιπήμων
πόvos als die Angst, durch welche die Erinnerung an böse Thaten oder der Gedanke an Strafe geweckt wird).
190-191.
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ἄκοντας enthält den
Hauptgedanken: „sie mögen wollen oder nicht, sie müssen Vernunft lernen." Vgl.
Eum. 524
ξυμφέρει σωφρονεῖν ὑπὸ στένει.
ἦλθε ist gnom. Aor.
192-193.
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Der Fragesatz steht statt eines verneinenden Satzes:
,,und nirgends zeigt sich Gnade der Götter, die mit Gewalt das Steuerruder lenken."
σέλμα:
ὑψίζυγος (nach Hom.
H 69)
γὰρ ὁ Ζεύς Schol. Mit
σέλμα ἡμένων vgl.
Eum. 3
τὸ
μαντεῖον
ἕζετο,
Pers. 143
τόδ᾽ ἐνεζόμενοι στέγος,
Prom. 405
θακοῦντι παγκρατεῖς ἕδρας. Krüger II § 46, 6, 2.
194.
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καὶ schliefst die ganze folgende Ausführung, den speziellen Fall an den allgemeinen Satz an (auch bei Agamemnon wird sich das bestätigen).
-
τότε weist zurück auf das Adlerzeichen und die daran geknüpfte Weissagung des Kalchas. Darauf bezieht sich auch
μάντιν
–
συμπνέων. Der Gedanke ist:
„und während damals der Heerfürst keinen Seher tadelte und sich in die (geweissagten) Schicksalsschläge ergab, wurde er, als Windstille eintrat u. gar der Seher die Forderung der Artemis, die Tochter zu opfern, verkündete, von Unwillen übermannt und sprach." Weil aber statt einer participialen Wendung, wie etwa
μέγ᾽ ὀχθήσας, der Konsekutivsatz
ὥστε
κατασχεῖν (212) eintritt, wird im Gegensatz zu
᾿Ατρείδας das Subjekt mit
ἄναξ ὁ πρέσβυς und der durch diesen Gegensatz geforderten Partikel
δὲ 215 wiederholt.
196.
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οὔτινα wie 1084
οὔτινας.
ψέγων: jetzt wäre die Entrüstung am Platze gewesen, mit welcher er den Seher anliefs, als es sich um die Rückgabe der Chryseis handelte:
μάντι κακῶν,
οὐ
πώ ποτέ μοι τὸ κρήγυον εἶπας Hom.
A 106.
197.
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ἐμπαίοις,
ἐμπαισάσαις Schol., wie Wellen über das Schiff hereinschlagen. Vgl. Eur. Hek. 116
συνέπαισε κλύδων und unten 359
πρόσπαια.
198.
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κεναγγεῖ: vgl. Hom.
μ 329
νηῶν ἐξέφθιτο
ἤτα
πάντα.
199.
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(
ἐ)
βαρύνοντο λεώς wie 582
ἑλόντες στόλος ἐπασσάλευσαν.
200.
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πέραν steht hier als Akk. von
πέρα (das jenseits gelegene Land) abhängig von
ἔχων. Vgl.
Suppl. 268
ἐκ πέρας Ναυπακτίας.
παλιρρόχθοις: Anthol.
ΙΧ 73
Εύβοικοῦ
κόλποιο παλινδίνητε θάλασσα,
πλαγκτὸν ὕδωρ,
ἰδίοις ῥεύμασιν ἀντίπαλον
κτέ., Liv. 28, 6 fretum Euripi non septies die, sicut fama fert, temporibus statis reciprocat, sed temere in modum venti nunc huc nunc illuc verso mari sicut monte praecipiti devolutus torrens rapitur, daher
Soph. Ant. 1145
στονόεντα
πορθμόν.
202.
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ἀπὸ Στρυμόνος: der
ἄνεμος Στρυμονίης, wie bei Herod. VIII 118 der aus dem Norden wehende und für Schiffe auf dem Ägäischen Meere gefährliche Sturm heifst. Vgl. auch Demosth. IV § 31
Φίλιππος φυλάξας τοὺς ἐτησίας ἢ τὸν χειμῶνα ἐπιχειρεῖ,
ἡνίκ᾽ ἂν ἡμεῖς μὴ δυναίμεθα ἐκεῖσε ἀφικέσθαι.
203.
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κακόσχολοι:
ἐπὶ
κακῶ ποιοῦσαι
σχολάζειν Schol.
νήστιδες von den Menschen, auf welche die
ἄπλοια κεναγγής ihre Wirkung übt, übertragen. Vgl.
νῆστις λιμός
Cho. 249
.
–
δύσορμοι: die Schiffe werden auf der Reede hin- und
hergestofsen.
204.
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Irrsal für die Menschen, weil der fortdauernde Wind Befangenheit des Kopfes erzeugt.
205.
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Hom.
B 135
καὶ δὴ δοῦρα σέσηπε νεῶν καὶ σπάρτα λέλυνται.
207.
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τρίβω:
διατριβῇ Schol.
ἄνθος
᾿Αργείων wie
Pers. 255
τὸ Περσῶν ἄνθος.
209-210.
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ἄλλο mit Bezug auf
βριθύτερον (
πικρότερον).
211-212.
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προφέρων (hinweisend auf) "
Αρτεμιν deutet die Sache nur von ferne an.
-