356-706.
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zweites Epeiso- dion. Eteokles tritt auf mit Me- II lanippos (395), Megareus (459), Lasthenes (607f.), um die Mit- teilung des Kundschafters (66 ff.) entgegenzunehmen, vgl. Einl. S. 9 f. Die erste Szene, der Mittelpunkt des Stückes, gibt eine glänzende Schilderung der sieben feindlichen und der ihnen an den sieben Toren entgegenstehenden Thebanischen Heerführer. In der zweiten Szene macht der Chor den vergeblichen Versuch Eteokles von dem greuel- vollen Zweikampf mit dem Bruder zurückzuhalten. Damit gibt dieses Epeisodion die ethische Moti- vierung für den Untergang der argivischen Heerführer und der feindlichen Brüder. Wie auch sonst bei Äschylos da, wo dem Dialoge antistrophische Chorika eingefügt sind, Symmetrie des Dialogs sich nachweisen läßt, so hat Ritschl (Jahrb. f. Philol. Bd. 77. 1858. S. 761.) symmetrische An- lage auch in den sieben Reden des Boten und Erwiderungen des Eteokles wahrgenommen. Da an einigen Stellen der Text unsicher oder lückenhaft ist, läßt sich die Verszahl nicht bei allen Partien mit voller Bestimmtheit feststellen. Doch scheint mit Beiseitelassung der zwei ankündigenden Verse des Boten 362f., denen die zwei zur nächsten Szene überleitenden Verse des Eteokles 662 f. entsprechen, die Gliederung der ganzen Partie 364 661 folgende zu sein:
Π IV
ΑΓ20-
ΕΤ20 |
στρ.
α' |
ΑΓ14-
ΕΤ14 |
ἀντ.
α' |
ΑΓ14-
ΕΤ14 |
στρ.
β' |
ΑΓ20-
ΕΤ20|
αντ.
β|| V VI VII
ΑΓ22-
ΕΤ 22 |
στρ.
γ΄ |
ΑΓ
29-
ΕT 29 |
αντ.
γ΄ |
ΑΓ 22-
ΕΤ 22.
357-358.
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νέαν: gern wird aus der Eile und Hast des Boten auf die Wichtigkeit seiner Mitteilung ge- schlossen.
διώκων: zu 90.
ποδῶν ist gen. def. zu
χνόας (vgl. 137): wie die Achsen den Wagen, so bewegen die Füße den Körper fort. Auf weiteres darf die Ver- gleichung nicht bezogen werden, wie der Schol. meint:
χνόας
ποδῶν
μεταφορικῶς
εἶπεν
τὰ
ἄκρα
τῶν
ποδῶν. Vgl. auch Hesych.
κνους·
ὁ
ἐκ
τοῦ
ἄξονος
ήχος.
λέγεται
δὲ
καὶ
κνόη·
καὶ
ὁ
τῶν
ποδῶν
ψόφος,
ὡς
Αἰσχύλος
Σφίγγι.
359.
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καὶ
μήν dient häufig bei der Ankündigung neu auftretender Per- sonen dazu die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.
360.
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εἶσι als Präsens wie Hom.
ζ 102
οἵη
δ'
Αρτεμις
εἶσι,
Εum. 242
πρόσειμι.
ἀρτίκολλος (so Paley für
ἀρτίκολλον, welches der ver- meintlichen Präposition is wegen 1.
Προιτίδες 2.
Ηλέκτραι 3.
Νηΐσται 4.
Ογκαῖαι (
Ωγύγιαι) 5.
Βορραῖαι 6.
Ομολωΐδες 7.
Κρηναῖαι gesetzt wurde), genau angepaßt, gerade recht. Vgl. Cho. 578
όπως
ἂν
ἀρτίκολλα
συμβαίνῃ
τάδε, Soph. Trach. 58
ἐγγὺς
δ᾽
ὅδ᾽
αὐτὸς
ἀρτί-
πους
θρώσκει
δόμους (Schol.
ήρ-
μοσμένως
τῷ
καιρῷ).
μαθεῖν konsekutiv zu
ἀρτίκολλος.
361.
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οὐκ
ἀπαρτίζει: die Beziehung auf
ἀρτίκολλος läßt erkennen, daß
ἀπό in
ἀπαρτίζειν negative Be- deutung hat: läßt nicht unrecht (zu spät) kommen". Anders Hesych.
ἀπαρτί·
ἀπηρτισμένως·
Αἰσχύλος
᾿Αθάμαντι. Weil jüngere Hand- schriften
οὐ
καταρτίζει bieten, ver- mutet Weil
εὖ
καταρτίζει.
363.
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ὡς für
ὥς
τ' Blomfield, da dieser Vers appositionell zu
τὰ
τῶν
ἐναντίων steht.
364.
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Schol.
αἰδεσθεὶς
τὰ
Ομηρικά
ἐγκώμια
πρῶτον
αὐτὸν
καταλέγει
ὁ
Αἰσχύλος. Vgl. z. f.V. Mit
μέν wird
Τυδεύς den nachher zu nennenden Führern entgegengestellt. Im einzelnen weicht die Darstellung des Euripides Phoen. 1104 ff. ab, wie folgende Tabelle zeigt: bei Äsch. Tydeus, Kapaneus Eteoklos Hippomedon Parthenopaios Amphiaraos Polynikes Der Name
Βορραῖαι fehlt bei Euri- pides, weil es bei ihm als letztes mit
ἕβδομαι bezeichnet wird. In gleicher Weise fehlt bei Äschylos der Name
Κρηναῖαι. Statt
Βορραίαι heißt bei anderen (Paus. IX 8, 3ff., Apollod.
ΙΙ 6, 6) das Stadttor bei Eur. Amphiaraos Kapaneus Parthenopaios Hippomedon Adrastos Tydeus Polynikes.
Υψισται. Für Eteoklos tritt bei Euripides Adrastos ein. Dagegen wird Eteoklos Eur. Hik. 872 ge- nannt, wo auch Adrastos als Ober- feldherr erscheint und Soph.
Ο.
Κ. 1316, wo die gleichen Namen wie hier aufgezählt werden.
365.
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Durch das Verbot des Sehers Amphiaraos, welches den Sturm- angriff hinausschiebt, motiviert der Dichter die Ruhe, mit welcher Eteokles Zeit für lange Reden findet. Deshalb mußte Tydeus, der Feind des Amphiaraos (558), an die Spitze gestellt werden, nicht wie der Schol. annimmt:
αἰδεσθεὶς
τὰ
Ομηρικὰ
ἐγκώμια
πρῶτον
αὐτὸν
καταλέγει
ὁ
Αἰσχύλος. Insofern ist der Tadel des Euripides Phoen. 751
ὄνομα
δ᾽
ἑκάστου
διατριβὴν
πολλὴν
ἔχει
ἐχθρῶν
ὑπ᾽
αὐτοῖς
τείχεσιν
καθημένων nicht berechtigt.
366.
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σφάγια: vor dem Angriff opferten die Feldherrn
ἐπὶ
τῇ
διαβάσει oder
τὰ
διαβατήρια, Thuk. V 54, Xen. Hell. IV 7, 2, VI 4, 19.
γίγνεσθαι ohne Not Naber.
367.
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μαργῶν von der wilden Kampfeswut (Hesych.
μαργῶντες·
μαινόμενοι). —
λελιμμένος: 342.
368.
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μεσημβριναῖς: Schol.
τότε
γὰρ
μάλιστα
μέμηνεν (
ὁ
δράκων), vgl. Verg. Georg. III 434 anguis .. saevit agris asperque siti atque exterritus aestu. A. Hillebrand Jahrb. f. klass. Philol. 1883 S. 455 f. führt eine Stelle aus dem neunten Yasnakapitel des Avesta an, in welcher gleichfalls der Drache in Verbindung mit der Mittagszeit erscheint, so daß sich nach der Ansicht Hillebrands eine Überein- stimmung der iranischen Sage mit einem hier erhaltenen Rest griechi- scher Volksanschauung ergibt.