274-355.
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erstes Stasimon: Die Jungfrauen bringen es nicht über sich, der Mahnung des Eteo- kles zu gehorchen. In ihrer Angst führen sie sich den allgemeinen Sturmangriff auf die Stadt vor Augen und rufen die Götter um Hilfe an. Welches schönere Land könnt ihr für unser Land ein- tauschen? Bringt deshalb Verderben über die Feinde, verleiht Sieg den Bürgern. Beklagenswert wäre es, wenn eine so uralte Stadt von Hellenen geknechtet würde und die Greuel der Plünderung erdulden müßte". Diese Greuel werden mit den lebhaftesten Farben geschildert nach Hom. I 592
κατέλεξεν
ἅπαντα
κήδε'
ὅσ'
ἀνθρώποισι
πέλει
τῶν
ἄστυ
ἁλώῃ·
ἄνδρας
μὲν
κτείνουσι,
πόλιν
δέ
τε
πῦρ
ἀμαθύνει,
τέκνα
δέ
τ'
ἄλλοι
ἄγουσι
βαθυζώνους
τε
γυναῖκας,
Χ 61
κακὰ
πόλλ'
ἐπιδόντα,
υἷάς
τ'
ὀλλυμένους
ἑλκηθείσας
τε
θύγατρας
καὶ
θαλάμους
κεραϊζο-
μένους
καὶ
νήπια
τέκνα
βαλλόμενα
προτὶ
γαίῃ. - Den Gesang trägt wohl der Gesamtchor vor.
327-328.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-224
ἄγει, schleppt als Ge- fangenen fort, vgl.
ἄγειν
καὶ
φέρειν (plündern).
τὰ
δέ, weil an die Stelle von Personen (
ἄλλον) Gegen- stände treten: anderes steckt er (ein anderer) in Brand".
φορεῖ hier transitiv, Heimsöth Vermutet
πυρπολεῖ.
πυρ-
330.
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μαινόμενος
ἐπιπνεῖ (in wil- der Raserei tobt): vgl. Soph. Ant. 135
πυρφόρος,
ὃς
τότε
μαινομένα
ξὺν
ὁρμα
βακχεύων
ἐπέπνει.
λαοδάμας:
κυρίως
τὸ
ἐπίθετον
Αρεως
εἴρηται. Wenigstens heißt Ares
βροτολοιγός.
331.
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μιαίνων
εὐσέβειαν, d. h. nichts Heiliges wird geachtet und geschont.
332.
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κορκορυγαί: Schol.
ταραχαί.
κεκωμώδηται
δὲ
ἡ
λέξις, vgl. Ari- stoph. Frie. 991
λῦσον
δὲ
μάχας
καὶ
κορκορυγάς, Lys. 491, Wo. 387.
ἄστη (um des Versmaßes willen für das überlieferte
άorv gesetzt) von den verschiedenen Teilen (Straßen) der Stadt.
ποτὶ, näm- lich
ἄστη (überliefert ist
ποτὶ
πτόλιν
δ', verbessert von Hermann), gegen die Stadt ist eine Umwallung ge- richtet, welche sie wie ein Jagd- netz umschließt. Schol.
ὁρκάνη
τὸ
θηρατικὸν
δίκτυον
ὃ
καὶ
σαργάνη
καλεῖται, Phot.
ὁρκάνη·
ὁ
περιέχων
τοῖχος
οἴκησιν
ἢ
χωρίον,
λέγεται
δὲ
ἀπὸ
τοῦ
ἕρκος
ὅ
ἐστι
περίβολον
φράγμα. Versteht man
ὁρκάνη vom Jagdnetz, so hat man die Ausdrucks- weise, welche zu 64 besprochen ist: „nicht eine
δρκάνη gewöhnlicher Art, sondern wallartig".
334.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-228
Schol.
παρά
τό
Ομηρικὸν
κ
ἀνὴρ
δ᾽
ἄνδρ᾽
ἐδνοπάλιζεν“
335.
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Das blutige Geblöke (Schol.
ἐπὶ
τῶν
ἄσημα
φθεγγομένων
νέων
τὴν
βληχὴν
ἔθηκεν) von Säug- lingen, die gerade an der Mutter- brust genährt werden" ist das Wimmern von Kindern, die von der Mutterbrust gerissen und ge- tötet werden. Jüngere Handschriften geben
ἀρτιβρεφείς.
338.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-230
Das Plündern ist dem Hin- und Herrennen gesellt", d. h. die einen tragen fort, die andern kom- men zurück um zu holen. Vgl. Quint. III 69 profanorum sacrorum- que direptio, efferentium praedas repetentiumque discursus. Mit
ὁμαίμονες vgl.
κάσιν 481, Soph. Frg. 839
ἡ
δὲ
μωρία
μάλιστ᾽
ἀδελφὴ
τῆς
πονηρίας
ἔφυ. In
διαδρομᾶν ist
δια wie in
διαπρέπον Pers. 1010 als eine lange Silbe zu sprechen. Vgl. zu 275.
339-340.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-231
Hesych.
συμβολεῖ·
συντυγ
χάνει.
φέρων ein mit Beute Be- ladener,
κενός einer der keine Beute trägt.
341.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-232
ξύννομον, Schol.
κοινωνόν.
342.
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οὔτε
μεῖον
οὔτε
ἴσον: Schol.
πλείονος
ὀρεγόμενος. Jeder möchte das meiste sich aneignen (
διὰ
τούτου
τους
πλεονέκτας
ἐμφαίνει Schol.) -
λελιμμένοι: Schol.
λαβεῖν
βουλόμενοι. Vgl.
λελιμμένος (Schol.
ἐπιθυμῶν) 367 mit Gen. Der Plural bezieht sich auf die in
κενὸς
κενὸν liegende Mehrzahl.
343.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-234
τίν' . .
λόγον für
τί . .
λόγος nach einer Vermutung von Dindorf: welche Berechnung läßt sich hier- aus entnehmen?" d. i. was läßt sich als Ergebnis dessen erwarten?"
345-346.
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ἀλγύνει
θαλαμηπόλων s. v. a.
ἀλγύνει
τὰς
θαλαμηπόλους,
ὥστε
πικρὸν
εἶναι
τὸ
ὄμμα
αὐτῶν, Mit Tränen in den Augen sehen es die Schaffnerinnen mit an, wie die mannigfaltige Frucht auf dem Boden verschüttet wird". Nach
αλγύνει steht
κυρήσας in den Hand- schriften, welches die Responsion und den Sinn stört und vielleicht aus der zu
ἀλγύνει beigeschriebenen Erklärung
κυρίας (d. i.
θαλαμηπό-
λους) entstanden ist.
τῶν ist der Responsion zuliebe ergänzt.
θαλαμηπόλος Hom.
η 8 die Kammer- frau (Schol.
ἡ
τοῦ
οἴκου
προνοοῦσα) und alapos die Kemenate der Nausikaa, dagegen bedeutet
β 337
θάλαμος die Vorratskammer.
347.
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,,Die reiche Gabe der Erde, ohne Unterschied durcheinander- gemengt, wird weiter geschleppt in geringschätzigem Hin- und Her- schleifen." Vgl. Cic. div. I 369 ex horreis direptum effusumque fru- mentum vias omnisque angiportus constraverat. —
οὐτιδανοῖς, weil das schöne Getreide wie wertloses Gut behandelt wird. Schol.
τροπικῶς
ῥύθια
εἶπεν
τὰ
συνεχῆ
κινήματα [
τῶν
πολεμίων].
350-351.
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Schol.
μεταστᾶσαι
εἰς
δου-
λείαν
οἴσουσι
τὴν
των
πολεμίων
εὐνήν. Zu der Beute, welche fort- geschleppt wird, gehören auch die kriegsgefangenen Frauen, denen das Schicksal bevorsteht in der Gefangenschaft als Kebsweiber zu dienen: Sklavinnen, die das ihnen neue Leid der Knechtschaft kosten, sehen in der Gefangenschaft dem Bett eines glücklichen (und hoch- mütigen) Mannes als eines feind- seligen Siegers entgegen. Ein Gegenstand der Hoffnung (und Sehnsucht) ist für sie der Tod als Hilfe gegen Kummer und Trä- an nen."
καινοπήμονες erinnert den Gedanken, welchen der aus kriegsgefangenen Frauen bestehende Chor Eur. Iph.
Τ. 1117 ausspricht:
λατρεύω
ζηλοῦσα
τὸν
διὰ
παν-
τὸς
δυσδαίμον·
ἐν
γὰρ
ἀνάγκαις
οὐ
κάμνει
σύντροφος
ὢν <
ἐξ
ἀρχᾶς>
δυσδαιμονίᾳ·
τὸ
δὲ
μετ᾿
εὐτυχίαν
κακοῦσθαι
θνατοῖς
βαρὺς
αἰών. Die Worte
λέχος
προσμένουσιν sind zur Herstellung des Sinnes ergänzt. Die überlieferten Worte
νέαι
τλή-
μονες
εὐνάν gestatten keine Kon- struktion und entsprechen nicht dem Versmaße der Strophe; in
νέαι
τλήμονες kann man eine (nicht zutreffende) Erklärung zu
καινοπή-
μονες, in
εὐνάν zu
λέχος sehen. Mit
προσμένουσιν vgl. Soph. Trach. 525
τὸν
ὃν
προσμένουσ᾽
ἀκοίταν.
δυσμενοῦς, da selten der Fall sein wird, was Achilleus Hom. I 343 sagt:
τὴν
ἐκ
θυμοῦ
φίλεον
δουρικτήτην
περ
ἐοῦσαν. Vgl. Soph.
Αi. 211
λέγ',
ἐπεί
σε
λέχος
δουριάλωτον
στέρξας
ἀνέχει
θούριος
Αἴας.
ἐλπὶς . .
μολεῖν: vgl. Eur. Hel. 432
ἐλπὶς
δ᾽
ἔκ
γε
πλουσίων
δόμων
λαβεῖν
τι
ναύταις.
νύκτερον
Ι
τέλος s. v. a.
τέλος
θανάτοιο statt des
τέλος
γαμήλιον. —
ἐπίρροπος wie Hom.
Δ 390
τοίη
οἱ
ἐπίρροπος
ἦεν
᾿Αθήνη, vgl.
Μ 180
Δαναοίσι
μάχης
ἐπιτάρροθοι
ἦσαν (Helfer im Kampfe). Der Gedanke wie 323f. und Eur. Hik. 86
θανοῦσα
τῶνδ᾽
ἀλγέων
λαθοίμαν.
356-706.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-238
zweites Epeiso- dion. Eteokles tritt auf mit Me- II lanippos (395), Megareus (459), Lasthenes (607f.), um die Mit- teilung des Kundschafters (66 ff.) entgegenzunehmen, vgl. Einl. S. 9 f. Die erste Szene, der Mittelpunkt des Stückes, gibt eine glänzende Schilderung der sieben feindlichen und der ihnen an den sieben Toren entgegenstehenden Thebanischen Heerführer. In der zweiten Szene macht der Chor den vergeblichen Versuch Eteokles von dem greuel- vollen Zweikampf mit dem Bruder zurückzuhalten. Damit gibt dieses Epeisodion die ethische Moti- vierung für den Untergang der argivischen Heerführer und der feindlichen Brüder. Wie auch sonst bei Äschylos da, wo dem Dialoge antistrophische Chorika eingefügt sind, Symmetrie des Dialogs sich nachweisen läßt, so hat Ritschl (Jahrb. f. Philol. Bd. 77. 1858. S. 761.) symmetrische An- lage auch in den sieben Reden des Boten und Erwiderungen des Eteokles wahrgenommen. Da an einigen Stellen der Text unsicher oder lückenhaft ist, läßt sich die Verszahl nicht bei allen Partien mit voller Bestimmtheit feststellen. Doch scheint mit Beiseitelassung der zwei ankündigenden Verse des Boten 362f., denen die zwei zur nächsten Szene überleitenden Verse des Eteokles 662 f. entsprechen, die Gliederung der ganzen Partie 364 661 folgende zu sein:
Π IV
ΑΓ20-
ΕΤ20 |
στρ.
α' |
ΑΓ14-
ΕΤ14 |
ἀντ.
α' |
ΑΓ14-
ΕΤ14 |
στρ.
β' |
ΑΓ20-
ΕΤ20|
αντ.
β|| V VI VII
ΑΓ22-
ΕΤ 22 |
στρ.
γ΄ |
ΑΓ
29-
ΕT 29 |
αντ.
γ΄ |
ΑΓ 22-
ΕΤ 22.
356.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-239
Unter
ημιχόριον ist hier der Führer des Halbchors zu verstehen.
357-358.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-240
νέαν: gern wird aus der Eile und Hast des Boten auf die Wichtigkeit seiner Mitteilung ge- schlossen.
διώκων: zu 90.
ποδῶν ist gen. def. zu
χνόας (vgl. 137): wie die Achsen den Wagen, so bewegen die Füße den Körper fort. Auf weiteres darf die Ver- gleichung nicht bezogen werden, wie der Schol. meint:
χνόας
ποδῶν
μεταφορικῶς
εἶπεν
τὰ
ἄκρα
τῶν
ποδῶν. Vgl. auch Hesych.
κνους·
ὁ
ἐκ
τοῦ
ἄξονος
ήχος.
λέγεται
δὲ
καὶ
κνόη·
καὶ
ὁ
τῶν
ποδῶν
ψόφος,
ὡς
Αἰσχύλος
Σφίγγι.
359.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-241
καὶ
μήν dient häufig bei der Ankündigung neu auftretender Per- sonen dazu die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.
360.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-242
εἶσι als Präsens wie Hom.
ζ 102
οἵη
δ'
Αρτεμις
εἶσι,
Εum. 242
πρόσειμι.
ἀρτίκολλος (so Paley für
ἀρτίκολλον, welches der ver- meintlichen Präposition is wegen 1.
Προιτίδες 2.
Ηλέκτραι 3.
Νηΐσται 4.
Ογκαῖαι (
Ωγύγιαι) 5.
Βορραῖαι 6.
Ομολωΐδες 7.
Κρηναῖαι gesetzt wurde), genau angepaßt, gerade recht. Vgl. Cho. 578
όπως
ἂν
ἀρτίκολλα
συμβαίνῃ
τάδε, Soph. Trach. 58
ἐγγὺς
δ᾽
ὅδ᾽
αὐτὸς
ἀρτί-
πους
θρώσκει
δόμους (Schol.
ήρ-
μοσμένως
τῷ
καιρῷ).
μαθεῖν konsekutiv zu
ἀρτίκολλος.
361.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-243
οὐκ
ἀπαρτίζει: die Beziehung auf
ἀρτίκολλος läßt erkennen, daß
ἀπό in
ἀπαρτίζειν negative Be- deutung hat: läßt nicht unrecht (zu spät) kommen". Anders Hesych.
ἀπαρτί·
ἀπηρτισμένως·
Αἰσχύλος
᾿Αθάμαντι. Weil jüngere Hand- schriften
οὐ
καταρτίζει bieten, ver- mutet Weil
εὖ
καταρτίζει.
363.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-244
ὡς für
ὥς
τ' Blomfield, da dieser Vers appositionell zu
τὰ
τῶν
ἐναντίων steht.
364.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-245
Schol.
αἰδεσθεὶς
τὰ
Ομηρικά
ἐγκώμια
πρῶτον
αὐτὸν
καταλέγει
ὁ
Αἰσχύλος. Vgl. z. f.V. Mit
μέν wird
Τυδεύς den nachher zu nennenden Führern entgegengestellt. Im einzelnen weicht die Darstellung des Euripides Phoen. 1104 ff. ab, wie folgende Tabelle zeigt: bei Äsch. Tydeus, Kapaneus Eteoklos Hippomedon Parthenopaios Amphiaraos Polynikes Der Name
Βορραῖαι fehlt bei Euri- pides, weil es bei ihm als letztes mit
ἕβδομαι bezeichnet wird. In gleicher Weise fehlt bei Äschylos der Name
Κρηναῖαι. Statt
Βορραίαι heißt bei anderen (Paus. IX 8, 3ff., Apollod.
ΙΙ 6, 6) das Stadttor bei Eur. Amphiaraos Kapaneus Parthenopaios Hippomedon Adrastos Tydeus Polynikes.
Υψισται. Für Eteoklos tritt bei Euripides Adrastos ein. Dagegen wird Eteoklos Eur. Hik. 872 ge- nannt, wo auch Adrastos als Ober- feldherr erscheint und Soph.
Ο.
Κ. 1316, wo die gleichen Namen wie hier aufgezählt werden.
365.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-246
Durch das Verbot des Sehers Amphiaraos, welches den Sturm- angriff hinausschiebt, motiviert der Dichter die Ruhe, mit welcher Eteokles Zeit für lange Reden findet. Deshalb mußte Tydeus, der Feind des Amphiaraos (558), an die Spitze gestellt werden, nicht wie der Schol. annimmt:
αἰδεσθεὶς
τὰ
Ομηρικὰ
ἐγκώμια
πρῶτον
αὐτὸν
καταλέγει
ὁ
Αἰσχύλος. Insofern ist der Tadel des Euripides Phoen. 751
ὄνομα
δ᾽
ἑκάστου
διατριβὴν
πολλὴν
ἔχει
ἐχθρῶν
ὑπ᾽
αὐτοῖς
τείχεσιν
καθημένων nicht berechtigt.
366.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-247
σφάγια: vor dem Angriff opferten die Feldherrn
ἐπὶ
τῇ
διαβάσει oder
τὰ
διαβατήρια, Thuk. V 54, Xen. Hell. IV 7, 2, VI 4, 19.
γίγνεσθαι ohne Not Naber.
367.
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μαργῶν von der wilden Kampfeswut (Hesych.
μαργῶντες·
μαινόμενοι). —
λελιμμένος: 342.
368.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-249
μεσημβριναῖς: Schol.
τότε
γὰρ
μάλιστα
μέμηνεν (
ὁ
δράκων), vgl. Verg. Georg. III 434 anguis .. saevit agris asperque siti atque exterritus aestu. A. Hillebrand Jahrb. f. klass. Philol. 1883 S. 455 f. führt eine Stelle aus dem neunten Yasnakapitel des Avesta an, in welcher gleichfalls der Drache in Verbindung mit der Mittagszeit erscheint, so daß sich nach der Ansicht Hillebrands eine Überein- stimmung der iranischen Sage mit einem hier erhaltenen Rest griechi- scher Volksanschauung ergibt.
369.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-250
θείνει
ὀνείδει (mit einem Anklang): vgl. Soph.
Αi. 501
λόγοις
ἰάπτων, 724
ονείδεσιν
ἤρασσον, 1244
κακοῖς
βαλεῖτε, Verg. Aen. IV 447 adsiduis hinc atque hinc vocibus heros tunditur.
μάντιν
Οἰκλείδαν nennt auch Pindar Ol. VI 13 und Bakchylides VIII 16 den Amphia- raos. Schol. (zu 556)
᾿Αμφιάραος
Οϊκλέους
τοῦ
Μελάμποδος
τοῦ
Αμυθάονος
τοῦ
Κρηθέως
τοῦ
Αἰόλου
τοῦ
Ἕλληνος
τοῦ
Διός,
μητρὸς
δὲ
Υπερμήστρας. Vgl. Soph.
Αi. 801
τοῦ
Θεστορείου
μάντεως.
370.
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σαίνειν (Schol.
ἐκκλίνειν) dient zur gehässigen Bezeichnung feigen Verhaltens, da es vom Hunde übertragen ist, der schweifwedelnd um etwas herumgeht ohne den Mut zu haben es anzugreifen.
371-372.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-252
Schol.
νεωτερικὸν
τοῦτο,
τοῦ
κράνους
ἡ
τριλοφία.
κατά
σκιος hier aktiv, beschattend" wie Eur. Phoen. 653
ἔρνεσιν
κατασκίοι-
σιν. Dieser Stelle ist Aristoph. Ach. 965
κραδαίνων
τρεῖς
κατα-
σκίους
λόφους entnommen. Vgl. Hom.
Τ 382
ἵππουρις
τρυφάλεια,
περισσείοντο
δ'
ἔθειραι (hier
κράνους
χαίτωμα).
ὑπ'
ἀσπίδος
ἔσω, unter dem Schilde innerhalb desselben.