140-154.
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Fortsetzung des ersten Teils und Ankündigung der auftretenden Königin-Mutter, ge- sprochen vom Koryphaios. Vier Systeme anapästischer Dimeter; vgl. Westphal2 II S. 414. Der Chor setzt sich (bis 150) auf die Stufen, die zur Bühne (somit hier zum Königs- palast) hinaufführen, und stellt, in Ermanglung positiver Nachrichten, Betrachtungen an, wie es wohl dem Xerxes und seinem Heere gehen möge. –
χρεία
δὲ
προσήκει paratak- tisch. –
πατρωνύμιον
γένος, sofern die
Πέρσαι den Namen von dem Urahnen des Xerxes, Perseus, tra- gen; vgl. 80. Ob das Bogen- anziehen (Bogenschiefsen, also die Perser, s. 85) das Siegende ist oder die Hellenen (
δορυκράνου, vgl. 84).
δορύκρανος (von
δόρυ
κ.
κάρανον)
λόγχη, die Spitze am Kopfe des Speerschaftes. Mit V. 150 erscheint aus der Mittel- thüre des Hintergrundes der Bühne (auf einem Thronsessel getragen, vgl. 607) Atossa und wird von dem Chor ehrfurchtsvoll begrüfst. Atossa war nach Herod. VII 2 eine Tochter des Kyros und die zweite Gemahlin des Dareios Hystaspis, auf den sie grofsen Einfluss übte (
ἡ
γὰρ
Ἄτοσσα
εἶχε
τὸ
πᾶν
κράτος, ib. 3), und von ihm Mutter des Xerxes. Vgl. S. 34, A. 22.
θεῶν
ὀφθαλμοῖς, ein Glanz wie er aus Götteraugen strahlt.
προσπίτνω (zu V. 32) s. v. a.
προσκυνῶ; was der Koryphaios thut, macht der übrige Chor nach. Älian v. h.
Ι 21:
νόμος
ἐστὶν
ἐπιχώριος
Πέρ-
σαις
τὸν
εἰς
ὀφθαλμοὺς
ἐλθόντα
τοῦ
βασιλέως
μὴ
πρότερον
λόγου
μεταλαγχάνειν
πρὶν
ἢ
προσκυνῆσαι
αὐτόν.
Εur.
Οr. 1507:
προσκυνώ
σ᾽,
ἄναξ,
νόμοισι
βαρβάροισι
προσπίτ-
νων.
χρεών (
ἐστι), 95. 147.
Επεισόδιον
πρῶτον (155-531), die Mittel- und Hauptpartie des Stücks, dialogisch gehalten teils in dem altertümlichen Maſse des Dialogs, dem tetram. troch. cat. (Westphal2 II S. 452), teils, bei der einfachen Erzählung, im iambischen Trimeter.
155-158.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg002-teuffel-wecklein1886-com-ger1-23
Begrüfsung der Atossa durch den gesamten Chor (
πάντας 154).
βαθύζωνος erst über der Hüfte gegürtet, daher groſser
κόλπος, bei Homer vorzugsweise Tracht asiatischer Frauen, später ionischer und besonders von Göt- tinnen, z.
Β.
βαθύζωνος
Λήδα, Pind. Ol. III 35. K. F. Hermann, griech. Privatalt. 22, 21. –
μῆτερ
ἡ
γεραιά Kr. 45, 2. A. 7. –
θεοῦ, von Dareios und Xerxes, nach orientalischer Sitte, Curt. VIII 5.11. -
εὐνάτειραwie in dem Chorliede 138; vgl. 160 und zu Prom. 61.
ἔφυς zeug- matisch, da die Parallelisierung der beiden Glieder durch urch
μὲν ...
δὲ die Auffassung des ersten (
εὐνάτ.) als Vokativ zu verbieten scheint. Nisi forte pristina fortuna (qualis erat sub Dario) nunc Persis mutata est, in welchem Falle Xerxes nicht als
θεὸς (Herrscher von götter- gleicher Macht) zu bezeichnen wäre.