182-532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-85
erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
350-422.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-208
Kommos, in welchem die Gründe für und gegen erörtert werden. Auf jede Strophe und Antistrophe des Chors folgen fünf Trimeter des Königs; nur den Ab- schluß der Partie bilden 11 Tri- meter. im
366-367.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-221
προστρόπαιον,
ἱκέτην, vgl. Cho. 21
προστροπή, Schol.
ἱκέτις
πρόσοδος.
αἰδόμενος: zu 198. Die Homerische Form
αιδόμενοςauch Eum. 552.
εὐπορεῖς C. G. Haupt für
οὖν
περ nach dem Schol.
οὐ
πτωχεύσεις: Wer sich des Schutzflehenden erbarmt, der ist nicht in Not; ihm mangelt nicht die gnädige Gesinnung der Götter, welche von dem schuldlosen Manne die geringsten Gaben entgegen- nehmen".
368-369.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-222
ἱροδόκων (
ἱεροδόκων Butler für
ἱεροδόκα nach dem Schol.
οἱ
θεοὶ
δέχονται
τὰ
ἀπὸ
ἀνδρὸς
ἁγνοῦ
ἱερά)
θεῶν
λαίγματ' (für
λήματ' nach Hesych.
λαίγματα·
πέμματα
ἱερά,
ἀπάργματα): der Akk.
λαίγματα ist von
ἱροδόκων wie von
δεχομένων abhängig, zu 254. Vgl. Sieb. 686
μελάναιγις
ἐκ
δ᾽
εἶσι
δόμων
Ἐρινύς,
ὅταν
ἐκ
χερῶν
θεοὶ
θυσίαν
δέχωνται. Zum Gedanken vgl. Eur. Fragm. 327, 4
ἐγὼ
δὲ
πολλάκις
σοφωτέρους
πένητας
ἄνδρας
εἰσορῶ
τῶν
πλουσίων
καὶ
θεοῖσι
μικρᾷ
χειρί
θύοντας
τέλη
τῶν
βουθυτούντων
ὄντας
εὐσεβεστέρους, 946
εὖ
ἴσθ᾽,
ὅταν
τις
εὐσεβῶν
θύῃ
θεοῖς,
κἂν
σμικρὰ
θύη,
τυγχάνει
σωτηρίας, Xen. Memor. I 3, 3, Isokr. VII § 30, Anaxim. Rhet. K. 2 S. 180, 20 ovx
εἰκὸς
τοὺς
θεοὺς
χαίρειν
ταῖς
δαπάναις
τῶν
θυομένων,
ἀλλὰ
ταῖς
εὐσεβείαις
τῶν
θυόντων, Hor. carm. III 23, 17.
370.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-223
Der König lehnt die Ver- pflichtung den Schutzflehenden Beistand zu leisten für seine Person ab und verweist die Bitte an das Volk der Argiver. Damit wird der größere Umfang und das
μέγεθος des Dramas vorbereitet. Von dem Schutzfehenden
δωμάτων
ἐφέστιος auch Eum. 580, 672. Vgl. unten 512
ἐφέστιον
θεῶν.
371.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-224
τὸ
κοινὸν
μιαίνεται
πόλις (die Gemeinde wird in ihrer All- gemeinheit angetastet) ist das Passiv zu
τῇ
πόλει
τὸ
κοινὸν
μιαίνειν. Burges vermutet
πόλεως.
372.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-225
ξυνῇ,
κοινῇ: diese jonische Form auch Sieb. 76 und in einer Chorpartie Soph.
Αi. 180.
ἄκη, Sühne, Genugtuung.
373.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-226
ὑπόσχεσιν
κραίνειν, ein end- gültiges Versprechen geben.
374.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-227
κοινώσας, nämlich
κραίνοιμ'
ἄν oder
κρανῶ.
375.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-228
Die Danaiden lehnen es ab, daß sich der König als bloßen Beamten des Volkes hinstelle, in- dem sie nach orientalischer Auf- fassung die absolute Macht des Königtums (l'état c'est moi, Soph. Ant. 738
οὐ
τοῦ
κρατοῦντος
ἡ
πόλις
νομίζεται;) geltend machen.
376.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-229
πρύτανις wie Prom. 182
μακάρων
πρύτανις. In dem
προ-
τανεῖον ist die
κοινὴ
ἑστία
τῆς
πόλεως.
ἄκριτος, Schol.
ἀνυπ-
εύθυνος.
377-378.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-230
,,Du waltest des Staats- herdes nach eigenmächtigem Willen."
μονοψήφοισι bezeichnet den Gegensatz zum Freistaat, wo die größere Anzahl der Stimmen den Willensausdruck des Staates ergibt. Auch
v
εvua ist bezeich- nend für den höchsten Herrn.
379-380.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-231
Als Alleinherrscher hast du jegliches Anliegen zu ent- scheiden und bist für alles ver- antwortlich; drum hüte dich vor Sünde." Das Verhältnis der Sätze ist das gleiche wie Prom. 72
δρᾶν
ταῦτ᾽
ἀνάγκη,
μηδὲν
ἐγκέλευ᾽
ἄγαν.
ἄγος, weil durch gewaltsame Wegführung der Schutzflehenden das Heiligtum geschändet wird. Vgl. 429f.
381.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-232
Die Änderung von Paley
ἐμοί dient dem Wohllaute.
παλιγκότοις, Schol.
ἐχθροῖς (Wider- sachern). Der Wunsch wie 1044, Prom. 890
τοιάδ᾽
ἐπ'
ἐχθροὺς
τοὺς
ἐμοὺς
ἔλθοι
Κύπρις, Ovid. Amor.III 11, 16 eveniat nostris hostibus ille pudor, Tac. hist. III 10 conversus ad signa et bellorum deos hostium potius exercitibus illum furorem, illam discordiam inicerent orabat.
383.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-233
εὖφρον, verständig, wohl- beraten, wie Cho. 87
πῶς
εὔφρον
εἴπω. Vielleicht aber ist (mit Burges) ebenso wie Cho. 194
ἔμφρον herzustellen.
ἀτιμάσαι: die Ablehnung der Bitte ist mit einer Mißachtung des Bittenden verbunden, zu 177.
384.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-234
μ'
ἔχει
φρένας nach Home- rischer Weise wie Eum. 88
μὴ
φόβος
σε
νικάτω
φρένας.
385.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-235
τύχην
ἑλεῖν, Schol.
τοῦ
συμφέροντος
ἐπιτυχεῖν, vielmehr das Los zu wählen" (,, das Risiko zu ergreifen"). Nachgeahmt ist die Stelle Eur. Iph.
Α. 55
τὸ
πρᾶγμα
δ᾽
ἀπόρως
εἶχε
Τυνδάρεω
πατρὶ
δοῦναι
τε
μὴ
δοῦναί
τε
τῆς
τύχης
θ᾽
ὅπως
ἅψαιτ'
ἄριστα.
386.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-236
Schol.
τὸν
ξένιον
καὶ
ἱκέσιον
Δία.
σκοπὸν
ἐπισκόπει: der Aus- druck deutet ein kausales Verhält- nis an: da er aus der Höhe auf die Schuld der Menschen hernieder- blickt, so blicke du zu ihm empor und achte auf ihn".
388.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-237
τοῖς
πέλας
προσήμενοι,
τῶν
πέλας
ἱκετεύοντες. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 15
προσήμεθα
βωμοῖσι
τοῖς
σοῖς,
389.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-238
D. i.,,keine Erhörung ihrer gerechten Bitte finden".
390-391.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-239
,,Der Groll des Zeus er- wartet solche, die gefühllos bleiben bei dem Wehklagen eines Gekränkten" (
δυσπαραθέλκτους Bur- ges für
ὦ
δυσπαρθέλκτοις).
ἱκταίου ist
αι verkürzt wie in
εὐκταίαν Sieb. 710,
εὐκταία ebd. 826, öfters in
δείλαιος,
γεραιός, bei Homer in
ἔμπαιος,
χαμαιεύνης u.a. In
393-394.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-240
κρατοῦσι, Gewalt haben. - Mit
φάσκοντες
ἐγγύτατα
γένους
εἶναι berücksichtigt der Dichter das attische Recht inbetreff der Erbtöchter (
ἐπίκληροι), vgl. Isae.
Χ § 5
προσῆκον
αὐτῇ
μετὰ
τῶν
χρημάτων
τῷ
ἐγγύτατα
γένους
συνοικεῖν, nach Diod. XII 18 ein Gesetz des Solon (
τῇ
ἐπικλήρῳ
ἐπιδικάζεσθαι
τὸν
ἔγγιστα
γένους).
395-396.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-241
,, Du must nach den heimischen (ägyptischen) Gesetzen dich dagegen rechtfertigen, daß sie ein Anrecht auf dich haben."
ὡς
οὐ nach
φεύγειν wie nach
ἀντιλέγειν. Phot.
κῦρος·
ἐξουσία.
397-398.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-242
„Möge ich ja nicht der Gewalt der Männer anheimfallen."
κράτεσιν (Heimsöth schreibt
κάρτεσιν um der genauen Responsion willen) weist zurück auf
κρατοῦσι 392. Der Plural
κράτη auch 446 u.
δ.
ἀρσένων wie 651, 962. Dem Rechtsstandpunkte des Königs lassen die Danaiden ebenso wie der Einrede 346 keine Beachtung zuteil werden. Die naheliegende Ent- gegnung, daß die Vettern auf ihre Hand keinen Anspruch erheben können, solange der Vater noch lebt, scheint hier wie 341 für die Verhandlungen des dritten Stücks der Trilogie aufgespart zu sein. 3981.
ὕπαστρον
φυγάν (so Heath für
φυγαὶ)
ὁρίζομαι
μῆχαρ
γάμου
δύσ
φρονος,,,nach den Sternen bestimme ich die Flucht als Abhilfe gegen die feindselige Ehe", d. h.,,ich werde meiner Flucht in die Ferne nicht eher ein Ziel setzen als bis ich der verhaßten Ehe entronnen bin". Schol.
οἱ
μακρὰν
ὁδὸν
φεύγοντες
δι'
ἄστρων
σημαίνεσθαι
ἔλεγον. Man sagte zunächst
ἄστροις
τεκ-
μαίρεσθαι (
σημαίνεσθαι) von solchen, welche auf dem Meere die Richtung des Weges aus den Sternen ent- nahmen. Vgl. Lukian Ikarom. 1
καθάπερ
οἱ
Φοίνικες
ἄστροις
ἐτεκμαίρου
τὴν
ὁδόν. Dann wurde der Ausdruck von solchen ge- braucht, welche weit weg von ihrer Heimat in unbekannte Gegenden fliehen, wo ihnen nur die Gestirne die Richtung des Weges anzeigen. Vgl. Hesych.
ἄστροις
σημειοῦσθαι.
μακρὰν
καὶ
ἐρήμην
ὁδὸν
βαδίζειν·
ἡ
δὲ
μεταφορὰ
ἀπὸ
τῶν
πλεόντων. Anderes s. zu Soph.
Ο.
Τ. 794
τὴν
Κορινθίαν
ἄστροις
τὸ
λοιπὸν
ἐκμετρούμενος
χθόνα.
δύσφρονος von der Person übertragen.
400-401.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-243
Erwähle die Dike zur Bundesgenossin und entscheide dich für das was bei den Göttern heilig ist." Vgl.
τὰ
τῶν
θεῶν
ἔντιμα Soph. Ant. 77.
404-405.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-244
οὐδέ
περ
κρατῶν wie Cho. 502
οὐδέ
περ
θανών.
μὴ
καὶ (30 Canter für
καὶ
μή
ποτε..
πόλιν enthält eine Reminiszenz an Hom.
Χ 105
αἰδέομαι
Τρῶας.
μή
ποτέ
τις
εἴπῃσι
κακώτερος
ἄλλος
ἐμεῖο·
Εκτωρ
ἧφι
βίηφι
πιθήσας
ὤλεσε
λαόν. un (für xai un Turnèbe)
τοῖον, nicht nach Wunsch“, vgl. Hesych.
τοῖον·
οὕτως
ἀγαθόν ..
τάσσεται
καὶ
ἐπὶ
θαυμασμοῦ und zu Sieb. 567.
406.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-245
ἐπήλυδας erhält durch den Gegensatz zu
πόλιν (
πολίτας,
ἀστούς) etwas Verüchtliches. - Die Schwer- fälligkeit des Rhythmus gibt die Schwere des Vorwurfs zu erkennen. Vgl. Pers. 254
ὡς
ἐν
μιᾷ
πληγῇ
κατέφθαρται
πολύς. Doch vgl. auch unten 474, 920, 958, 1027.
407-408.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-246
ἀμφοτέροις (so Schütz für
ἀμφοτέρους, wie die Handschrift 483
ὁμαίμους für
ὁμαίμοις bietet)
ὁμαίμων
κτέ, wenn Zeus auch beiden Teilen, uns und den Vettern, in gleicher Weise verwandt ist, so behandelt er doch nicht beide gleich, sondern neigt sich nach der einen Seite, wo er das Recht sieht". Vgl.
Ζεὺς
νεμέτωρ Sieb. 472.
409.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-247
ἄδικα im Sinne von
κακά, wie nachher
ὅσια im Sinne von
ἀγαθά. Für
ἄδικα kann man
ἔλλερα vermuten nach Hesych.
ἔλλερα·
ἐχθρά,
πολέμια,
ἄδικα und für
ὅσια schreibt Weil
αἴσια.
410.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-248
,,Da dieses unparteiisch ab- gewogen wird, was hast du pein- liche Bedenken das Rechte zu tun?" Schol.
εἰ
ὁ
Ζεὺς
τὸ
ἴσον
φυλάττει,
τί
ἀπορεῖς
συμμαχῆσαι
τῷ
Διί. Vereinzelt steht die passive Form
ῥεπομένων. Doch findet sich
ἐπιρρέπειν und
καταρρέπειν transi- tiv. - In
μεταγεῖν bezeichnet
μετά wie in
μεταγιγνώσκειν,
μετα-
μανθάνειν,
μεταμέλεσθαι,
μετα-
στένειν den Wechsel des Sinns. Vgl. auch Hom. X 232
ὀλοφύρεαι
ἄλκιμος
εἶναι. Das von W. Head- lam vermutete osas entspricht dem Sinne weniger, da das Tun erst erwartet wird.
412-413.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-249
Der Schol. verbindet
εἰς
βυθὸν
μολεῖν
φροντίδος und denkt an
σπογγοτόμοι. Richtiger wird sowohl der Gen. (wie 422) als auch
μολεῖν von
δεῖ abhängig gemacht wie Ag. 355
δεῖ
γὰρ
πρὸς
οἴκους
νοστίμου
σωτηρίας,
κάμψαι
διαύλου
θάτερον
κώλον
πάλιν: es bedarf tiefen Nachdenkens, das Heil bringt, es muß das Auge scharf blickend und gar nicht wie das Auge des Berauschten trübe nach Art des Tauchers in die Tiefe dringen". Nach Hom. II 747 schweben wohl Austernfischer (
ἀρνευτήρες)
νvor.
415-416.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-250
πρῶτα
μὲν ..
τέ wie Soph. Phil. 1424
πρῶτον
μὲν
νόσου
παύσῃ
λυγρᾶς
ἀρετῇ
τε
πρῶτος
ἐκκριθεὶς . .
νοσφιεῖς
βίου, Eur. Med. 125 f., Hipp. 996 f., Herakleid. 337 f., Ion 401f. und zu Sieb. 907. An die Stelle der Aufzählung tritt die ein- fache Aneinanderreihung.
417.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-251
δήρις: dieses epische Wort auch Ag. 933, vgl.
ἀδήριτος Prom. 105.
φυσίων :
ῥύσιον bezeichnet dasjenige, was man als Ersatz wegschleppt um sich für Ent- rissenes schadlos zu halten oder als Unterpfand um die Rückgabe des Entrissenen zu erwirken. Vgl. Hom. 1 674
φύσι᾽
ἐλαυνόμενος, unten 736, Soph.
Ο.
Κ. 858
καὶ
μεῖζον
ἆρα
ῥύσιον
πόλει
τάχα
θήσεις·
ἐφάψομαι
γὰρ
οὐ
ταύταιν
μόναιν. Die Söhne des Ägyptos können gewaltsam Beute fortschleppen um die Heraus- gabe der Danaiden zu erzwingen.
ἐφάπτεσθαι ist, wie die angeführte Stelle des Sophokles und unten 736
ἐφάπτορες zeigt, das dafür ge- bräuchliche Wort (Hand anlegen).
418.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-252
Hesych.
ἱδρύεται·
καθέζεται,
ἑδράζεται.
419-420.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-253
᾿Αλάστωρ (von
ἀλαίνω) ist der Geist der Irrsal und des Fluches, der Rache und des Ver- derbens wie
Ερινύς, welche gleich- falls im Hause sitzt und es nicht verläßt, bis die Schuld gebüßt ist (Ag. 11851.). Vgl. 655 f., Hesych.
ἀλάστωρ·
πικρὸς
δαίμων,
Ζεύς.
421.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-254
Vgl. 236f., Eum. 175
ὑπό
τε
γᾶν
φυγὼν
οὔ
ποτ᾽
ἐλευθεροῦται, Sieb. 1008
ἄγος
δὲ
καὶ
θανὼν
κεκτήσεται
θεῶν
πατρῴων.
422.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-255
μῶν
οὐ
δοκεῖ (,, du zweifelst doch nicht?", du glaubst doch gewiß?") wie
μῶν
οὐχ
ὁρᾷς; Soph.
Ο.
Κ. 1729,
μῶν
οὐ
πέποιθας; Eur. Med. 733,
μῶν
οὐ
παιδιὰν
νομιστέον ; Plat. Soph. 234
Α.
423-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-256
Chorikon. Auf die Debatte folgt die Beratung. Wie Pers. 626 ff. u. Cho. 152 ff. die äußere Handlung, das Opfer am Grabe, so wird hier das stille Nachdenken des Königs von einem Chorgesang begleitet, welcher auf den Ent- schluß des Königs einzuwirken sucht und noch einmal die (drei) Gründe zusammenfaßt, welche den schwankenden König für die Dana- iden günstig stimmen sollen:,,Habe Mitleid mit den Verfolgten, laß uns nicht von heiliger Stätte weg- reißen, laß nicht deine Schützlinge grausam mißhandeln. Dein Tun wird deinen Kindern und deinem Hause Fluch oder Segen bringen".
424.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-257
πανδίκως, in voller Wahr- heit und Aufrichtigkeit, vgl. Eum. 807
ἐγὼ
γὰρ
ὑμῖν
πανδίκως
ὑπίσχομαι, Sieb. 156, 657, Soph. Trach. 611.
εὐσεβής, rücksichts- voll, vgl. 952.
425.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-258
427-428.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-259
,Die in gottloser Weise aus der fernen Heimat Vertriebene."
Hesych.
έκαθεν
μακρόθεν,
πόρρωθεν. Die
Form
ὄρμενος findet sich öfters bei Äschylos in lyrischen Partien.
429.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-260
430.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-261
πολυθέων: genauere Respon- sion bietet das von Heimsöth ver- mutete
πανθέων, worin
παν wie in der Anrede der versammelten Bürger
ὦ
πάντες
ἀστοί gebraucht ist und sich auf den Götterverein des Altars bezieht. —
ῥυσιάζειν ist der gebräuchliche Ausdruck für das Wegschleppen von Personen und Sachen aus fremdem Lande.
432.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-262
Der Gedanke von 375-380 wird wiederholt, um den König für die Verletzung der heiligen Stätte verantwortlich zu machen.
433.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-263
ἀνέρων: diese epische Form findet sich bei Äschylos nur hier.
434.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-264
κότον:
τὸν
τοῦ
Διός bemerkt der Schol. mit Recht (vgl. 390, 487), aber diese nähere Bestimmung kann nach
ἀνέρων nicht entbehrt werden; deshalb wird die Emendation Heimsäths
θεῶν
τ'
ἄλευαι
κότον richtig sein. Vgl. Hesych.
λευά-
μενος·
ἐκκλίνας,
φυλαξάμενος, Hom.
Χ285
ἐμὸν
ἔγχος
ἄλευαι.
435.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-265
Uber die Konjunktivform
τλας (die Handschrift gibt
τ'
ἀαΐς, d.i.
ΤΛΑΙΣ) vgl. H. L. Ahrens Dor. Dial. S. 313. Sie entspricht der Form
τιμᾶς. 4361.
βίᾳ
δίκης, wider Recht, wie Soph. Ant. 59
νόμου
βίᾳ. Ge- nauere Responsion würde erzielt, wenn man für
δίκας
ἀγομέναν schriebe
διασοβουμέναν.
438-439.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-266
ἱππηδόν, wie Pferde an der Mähne gezogen werden. Vgl. Sieb. 313
τὰς
δὲ
κεχειρωμένας
ἄγεσθαι . .
ἱππηδὸν
πλοκάμων,
περιρρηγνυμένων
φαρέων. Die gleiche Vorstellung wie hier
πλοκάμων gibt
ἐπιλαβὰς
ἀμπύκων an; denn
ἄμπυξ war ein Stirnband, mit welchem die Haare aufgebunden wurden, vgl. Hom. X468
τῆλε
δ᾽
ἀπὸ
κρατὸς
βάλε (Andromache)
δέσματα
σιγα-
λόεντα,
ἄμπυκα
κεκρύφαλόν
τε
ἰδὲ
πλεκτὴν
ἀναδέσμην, Schol. zu
ἄμπυκα:
τὸ
διάδημα
τὸ
πρὸς
ἀνάδεσιν
τῶν
τριχῶν.
πολυμίτων
πέπλων von den bunten ägyptischen Gewändern, vgl. Plin. H. N. VIII 48 plurimis liciis texere quae polymita appellant Alexandria instituit. Die Pracht des Gewandes tritt in Kon- trast zum Zerreißen desselben: zu 128. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 310
πέπλων
τε
προεκάλυπτεν (zum Schutz gegen Steinwürfe)
εὐπήνους
ὑφάς. —
ἐπι
λαβάς steht als Akk. des inneren Objekts bei
ἄγεσθαι wie etwa
ὁλκὴν
πλοκάμων
ἕλκεσθαι, sodaß die Änderung von H. Vof
ἐπιλαβαῖς unnötig ist.
441.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-267
ἴσθι steht für sich wie oft
ἴσθι,
σάφ᾽
ἴστε,
εὖ
γὰρ
ἴστε Pers. 214.
ὁπότερ᾽
ἂν
κτίσης,
τάδε
ἐκτίνειν (entgelten)
μένει
παισὶ
καὶ
δόμοις: der Dativ statt des Akk. wie Eur. Fragm. 733
τοῖς
πᾶσιν
ἀνθρώποισι
κατθανεῖν
μένει.
ἀντίρροπον hat Heimsöth für
ὁμοίαν gesetzt um der Responsion willen, nach Hesych.
ἀντίρροπον·
ἴσον,
ἰσόσταθμον,
ισόζυγον: der Art deines Handelns wird Lohn oder Strafe, Segen oder Fluch für dein Haus entsprechen. Vgl. Hor. carm. I 28, 30 neclegis inmeritis nocituram postmodo te natis fraudem committere ? Forsit debita iura vicesque superbae te maneant ipsum.
445-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-268
φράσαι weist zurück auf das erste Wort
φρόντισον: „be- herzige dieses gerechte Walten von- seiten des Zeus".
447.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-269
Ich bin fertig mit der Überlegung." Vgl. Prom. 1029 EPM.
ὅρα
νυν
εἴ
σοι
ταῦτ᾽
ἀρωγὰ
φαίνεται.
ΠΡΟΜ.
ὦπται
πάλαι
δὴ
καὶ
βεβούλευται
τάδε. Aus dem Schwanken (
σάλος) bin ich heraus- gekommen, bin aber an die Klippe geworfen, daß ich mit den einen oder den anderen einen gefährlichen Krieg beginnen muß, d. i.,,ich bin aus dem Zweifel heraus und sehe das Unheil klar vor mir". Man könnte
έξοκέλλομεν vermuten, aber der transitive Gebrauch findet sich auch sonst (vgl. Tro. 136
ἃ . .
ἐμὲ
ἐς
τάνδ᾽
ἐξώκειλ᾽
ἄταν) und als Subjekt ist ein allgemeiner Begrift wie
πρᾶγμα zu denken ähn- lich wie bei
δηλοῖ,
δείκνυσιν,
σημαίνει, vgl.
Εum. 485
ἐπεὶ
δὲ
πρᾶγμα
δεῦρ᾽
ἐπέσκηψεν
τόδε.
448.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-270
τοῖσιν: zu 362. Schol.
ἢ
τοῖς
θεοῖς
ἢ
τοῖς
Αἰγυπτιάδαις. Für
ἄρασθαι ist
αἴρεσθαι überliefert wie 344
αἴρασθαι. Dieser Fehler findet sich außerordentlich häufig, so daß es keinem Bedenken unter- liegen kann den dem Sinne mehr entsprechenden Aor. zu setzen.
449-450.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-271
An die Stelle des Ge- dankens das steht unwiderruflich fest" tritt nach äschyleischer Weise ohne weiteres (für
ναυτικαῖσιν
ὡς
προσηγμένου ist deshalb und weil
προσάγειν sich als ungeeignet er- weist,
ναυτικαῖσι
προσπεπηγμένον gesetzt) das Bild:,,Zusammengefügt ist der Bauch des Schiffes zwischen Krummhölzern festgedrückt". Vgl. 955
τῶνδ᾽
ἐφήλωται
τορῶς
γόμφος
διαμπαξ,
ὡς
μένειν
ἀραρότως und das lateinische aliquid clavo trabali fgere, Hor. carm. I 35, 17 saeva Necessitas clavos trabales et cuneos manu gestans aëna. Nach der dieser Stelle entnommenen Glosse des Hesych.
στρέβλαι
ναυτικαί·
τὰ
ξύλα
τῶν
νεῶν
ἐν
οἷς
διασφηνοῦνται (wohl
δόρατα
σφηνοῦται)
γομφού
μενα sind unter
στρέβλαι
ναυτικαί die Schiffsrippen (
δρύοχοι) zu ver- stehen. Vgl. Apoll. Rh. I 367 vña
δ᾽
ἐπικρατέως
Αργου
υποθημοσύνῃσιν
ἔζωσαν
πάμπρωτον
ἐϋστρεφεῖ
ἔνδοθεν
ὅπλῳ
τεινάμενοι
ἑκάτερθεν,
ἵν᾽
εὖ
ἀραροίατο
γόμφοις
δούρατα
καὶ
ῥοθίοιο
βίην
ἔχοι
ἀντιόωσαν.
451-452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-272
Ohne Weh geht es nicht ab; oder ich irre sehr ab von der Natur dieses Streites (ich täusche mich sehr in der Art dieses Streit- falles). Ich wollte, ich täuschte mich." Dieser Zusammenhang wird gestört durch die V. 452-460, welche nach V. 486 ebenso am Platze wie hier unpassend sind.
Ζη
παροίχομαι vgl. Eur. Med. 995
δύστανε,
μοίρας
ὅσον
παροίχῃ (,,wie sehr täuschest du dich in dem, was das Schicksal dir bestimmt hat").
462.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-273
σοφὸς
κακῶν ist nur mög- lich nach und unter Einwirkung von
ἄιδρις. Schol.
μάντις
ἀποβαίην
φαῦλος („,ich will gern ein falscher Prophet sein").
464.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-274
D. i. „, nach vielen Reden, in denen ich dein Erbarmen (zu 200) angefleht habe, ist dies mein letztes Wort".
465.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-275
ἤκουσα, nämlich
αἰδοίους
λόγους
λέγοις
ἄν, nämlich
τέρ-
ματα: „Ich habe schon gehört und will weiter hören". Passend ver- mutet Stadtmüller
ἀκουστά, vgl. Anecd. Bekk. S. 373, 6
ἀκουστά.
ὡς <
Σοφοκλῆς>
ἐν
τῇ
Κρεούσῃ
ἄπελθ᾽
ἄπελθε,
και·
τάδ᾽
οὐκ
ἀκουστά“
καὶ
Εὐριπίδης
δὲ
πολλάκις·
ὁ
μέντοι
Σοφοκλῆς <
καὶ>
ἀκούσιμα
φησί. Hartung dachte an
ἀκούσομαι,
λέγοις
ἄν, worin
ἀκούσομαι kausal
τι
λέγοις a stehen würde (
ἀκούσο-
μαι
γάρ).
466.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-276
στρόφος ist das Brustband der Frauen, strophium, fascia. Vgl. zu Sieb. 857
δυσαδελφόταται
πασῶν
ὁπόσαι
στρόφον
ἐσθῆσιν
περι-
βάλλονται. Hesych.
ζώνας
τε
συλ
λαβὰς
πέπλων·
ἀντὶ
τοῦ
αἷς
ζώννυ-
μαι
καὶ
τοὺς
πέπλους
συλλαμβάνω stammt aus einer Erklärung zu unserer Stelle, in welcher es ur- sprünglich
τὰς
στροφάς
αἷς
ζώννυ-
μαι
κτέ. hies. Aber unter
ζῶναι sind eigene Gürtel zu verstehen.
467.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-277
τάχ᾽
ἂν für
τύχαν Marck- scheffel. Wenn nicht
γυναιξίν zu schreiben und
γυναικῶν unter der Einwirkung von
τύχαν entstanden ist, so muß man den Gen. aus der Analogie von
ίδιος,
οἰκεῖος,
συγγενής ableiten.
468.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-278
Die ironische Rede: nun gut, diese bieten ein vortreffliches Hilfsmittel" entspricht ebenso wie 472 dem unweiblichen Wesen der Danaiden.
469.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-279
γηρυθεῖσα: diese Aoristform kommt sonst nicht vor, weshalb Meineke
γηρύσασ' vermutet. Mit der Umschreibung des Fut. vgl. Soph.
Ο.
Κ. 816
λυπηθεὶς
ἔσῃ, Ant. 1067
άvtidovs eon, O. T. 1146 ov
σιωπήσας
ἔσῃ.
470-471.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-280
πιστόν, vgl. fdem inter- ponere. Der Nachsatz wird durch die Frage
τί . .
περαίνει; in Ver- bindung mit der folgenden Antwort gegeben (
περαίνει
κοσμῆσαι). Die gewöhnliche Fortsetzung des Ge- spräches würde
κοσμήσω er- fordern. Sie drohen die Statuen der Götter mit Votivtafeln, wie sie noch nicht dagewesen, zu zieren. Schol.
καινοῖς
ἀναθήμασι
τὰ
ἀγάλ-
ματα
τῶν
θεῶν
κοσμήσω·
λέγει
δὲ
ὅτι
μετεωρήσω
ἐμαυτὴν
τῇ
ἀγχόνη. W. Headlam vermutet
παραινεῖ für
περαίνει.
473.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-281
Vgl. Prom. 637
οὐκ
ἐμπλέκων
αἰνίγματ',
ἀλλ᾽
ἁπλῷ
λόγῳ.
474.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-282
ἀπάγξασθαι schließt sich appositionell an
κοσμῆσαι an. - Die Cäsur in der Mitte des Verses (zu 406) wird durch die Elision, infolge deren sich
τάχιστ'
ἀπάγξασθαι eng zusammenschließt, erleichtert.
475.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-283
Die Erklärung des Schol.
καρδίας
δηκτικόν ist zu schwach. Vgl.
Εum. 159
πάρεστι
μαστίκτορος
δαΐου
δαμίου
βαρὺ
τὸ
περίβαρυ
κρύος
ἔχειν. Wir etwa ,,mit dieser Rede stößt du mir einen Dolch ins Herz".
476.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-284
Die Worte sind mit gewisser Bitterkeit gesprochen.
Ζυ
ὠμμά-
τωσα vgl.
ἐξωμμάτωσα, Schol.
ἐξε
λάμπρυνα.
477.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-285
δυσπάλαιστα: Schol.
δυσμετα-
χείριστα. - Die Erklärung des Schol.
ἀπὸ
κοινοῦ
τὸ
ἤκουσα scheint rich- tiger als die andere:
δυσπαλαιστά
ἐστι, weil dann
πράγματα in Gegen- satz zu
λόγον tritt, vorausgesetzt, daß mit der einfachen Weglassung von un der ursprüngliche Text hergestellt ist. Man könnte an xov
τῇ
μέν,
ᾗ
δ᾿
οὐ
δυσπάλαιστα
πρά-
γματα denken, vgl. Pers. 804
συμβαί-
νει
γὰρ
οὐ
τὰ
μέν,
τὰ
δ᾽
οὔ, Phokyl. Fragm. 1
Λέριοι
κακοί,
οὐχ
ὃ
μέν,
ὃς
δ᾽
οὔ
πάντες. W. Headlam ver- mutet
οὐ
μὴν
ἁπλῇ
γε
δυσπάλαιστα.
478-479.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-286
κακῶν
πλῆθος
ποταμὸς
ὥς und
ἄτης
ἄβυσσον
πέλαγος: vgl. Pers. 436
κακῶν
πέλαγος, Prom. 772
δυσχείμερόν
γε
πέλαγος
ἀτηρᾶς
δύης. Bothe bezeichnet den ersten Vers wegen der Wiederholung des Bildes als unecht.
480.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-287
εἰσέφρηκα (1. Aor. von einem ungebräuchlichen
πίφρημι),
εἰσεπή-
δησα (ich bin hineingeraten) nach
αἱμάξαι
πέδον; Hesych.
εισέφρηκεν,
εἰσεπήδησεν. Die Handschrift gibt
ἐσέβηκα, wo- für man gewöhnlich
ἐσβέβηκα schreibt.
λιμὴν
κακῶν wie
ἀλκὴ
κακῶν, hier durch das vorher- gehende Bild dargeboten. Vgl.
ὕπνον
τὸν
καμάτων
λιμένα Krit. Fragm. 2, 25
Β.,
λιμὴν
ἀτυχίας
ἐστὶν
ἀνθρώποις
τέχνη Menand. Mon. 303, auch Soph.
Ο.
Τ. 1119
πύργος
θανάτων,
κέντρον
ἐμοῦ Phil. 1039.
481.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-288
χρέος, Schuldigkeit, welche er gegen die Schutzflehenden hat. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 234
μή
τι
πέρα
χρέος
ἐμᾷ
πόλει
προσάψῃς.
482.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-289
οὐχ
ὑπερτοξεύσιμον, Schol.
ἀνυπέρβλητον. Vgl. Cho. 1030
οὐκ
ἐρῶ
τὴν
ζημίαν·
τόξῳ
γὰρ
οὔτις
πημάτων
προσίξεται (Schol.
τοσαύτη
γάρ
ἐστιν
ὡς
μηδὲ
τοξότην
ἐφι-
κέσθαι
τοῦ
μήκους).
483.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-290
ὁμαίμοις
σέθεν wie Eum. 608
ὅμαιμος
φωτός.
484.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-291
διὰ
μάχης
τέλους wie sonst
διὰ
μάχης
ἐλθεῖν
τινι, vgl. zu
τὸν
πᾶσι
θεοῖς
δι'
ἀπεχθείας
ἐλθόντα Prom. 121.
τέλος von der Ent- scheidung des Kampfes wie Cho. 873, Sieb. 148.
485.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-292
ἀνάλωμα, das zu bringende Opfer.
486.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-293
Vgl. Eur. Heraklid. 165
κακὸν
λόγον
κτήσῃ
πρὸς
ἀστῶν,
εἰ
γέροντος
εἵνεκα
εἰς
ἄντλον
ἐμβήσῃ
πόδα (vorausgeht
τί
δῆτα
φήσεις . .
τί
φυσιασθεὶς
πόλεμον
Αργείοις
ἔχειν;).
452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-294
S. oben zu 451f.,,Und da Verlust von Geld und Gut wieder ausgeglichen, eine Kränkung wie- der gut gemacht, vergossenes Blut aber nicht ersetzt werden kann, ist um so mehr und um jeden Preis das Vergießen von Verwandtenblut zu verhüten." Der Gedanke,,jeder andere Schaden läßt sich wieder gutmachen, vergossenes Blut aber ist unersetzlich" kehrt bei Äschylos öfters wieder, Ag. 990 ff., Cho. 59 ff., 518f., Eum. 648ff. Vgl. Eur. Hik. 775f. — Mit
ἐκ
δόμων
πορθουμένων vgl. Pers. 453
ἐκ
νεῶν
φθαρέντες, Eur. Fragm. 736, 6
ὅταν
τις
ἐκ
δόμων
ἀνὴρ
θάνῃ.
453.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-295
Der Vers (,,Verderben in das Schiff einladend und das Schiff hoch anfüllend mit der Ladung") fügt sich nicht in die Konstruktion des Satzes und ist deshalb von Dindorf ausgeschieden worden.
454.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-296
Ζεὺς
κτήσιος, dem der Haus- altar geweiht ist, ist der Hüter und Mehrer der Habe. Vgl. Ag. 1012
πολλῶν
μετὰ
δοῦλων
σταθεῖσαν
κτησίου
Διὸς
πέλας.
455.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-297
Die Zunge schießt kränkende Worte wie Pfeile auf den anderen ab. Vgl.
γλώσσῃ
ματαίους
ἐξακον-
τίζειν
λόγους Fragm. Adesp. 529.
μὴ
τὰ
καίρια,
τὰ
ἄκαιρα. Die Änderung von Blaydes
τοξεύσασ᾽
ἃ
μή'
στι
καίρια erscheint als un- nötig.
456.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-298
An die Stelle von
θέλξειεν
ἂν (
γλώσσα)
μύθον
μύθῳ tritt eine wie nachdrücklichere Wendung Cho.518
τὰ
πάντα
γάρ
τις
ἐκχέας
ἀνθ'
αἵματος
ἑνός,
μάτην
ὁ
μόχθος, Sieb. 668
ἀνδροῖν
δ᾽
ὁμαίμοιν
θά-
νατος
ὧδ᾽
αὐτοκτόνος,
οὐκ
ἔστι
γῆρας
τοῦδε
τοῦ
μιάσματος. Die Erklärung des Schol.
ἀντὶ
τοῦ
γλώσσης
τοξευσάσης verrät eine äußerliche Auffassung.
457.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-299
Der Vers führt den Sinn von
μὴ
τὰ
καίρια (,, ungeeignete Worte, welche kränken und das Gemüt heftig erregen“) weiter aus, müßte also vor 456 stehen, wenn er als echt erschiene. Aber bei der Vorliebe des Äschylos für Symmetrie ist anzunehmen, daß die zwei den Gegensatz bildenden Gedanken in gleichviel Versen gegeben sind, mit 453 also auch dieser Vers fällt, wie Geel gesehen hat.
458.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-300
ὅμαιμον
αἷμα, da wie Da- naos ebenso dessen Bruder Ägyp- tos den Argivern verwandt ist. Vgl. Sieb. 668 f. (oben zu 456).
459.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-301
θύειν allgemein,
πεσεῖν
χρη-
στήρια von Schlachtopfern. Vgl. Sieb. 216
σφάγια
και
χρηστήρια
θεοῖσιν
ἔρδειν.
460.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-302
Schol.
τῆς
προσδοκωμένης
πημονῆς
ἄκη, also zur Abwendung des Unheils.
488.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-303
Schol.
ὁ
τούτου
φόβος
μέγας
ἐστὶν
ἐκ
βροτοῖς. Man könnte
ὕψι-
στον . .
σέβας erwarten.
489.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-304
σοῦ (für
σὺ Wellauer)
νυν (für uèv M. Schmidt): vgl. Hesych.
σοῦ·
ἴθι,
τρέχε,
ὅρμα und zu Sieb. 31. Doch könnte où uèv richtig und, wie Butler vermutet hat, nach diesem Verse ein Vers ausgefallen sein.
490.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-305
Wie 515 zeigt, nicht alle Zweige, sondern nur die seinigen.
492.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-306
ἀφίξεως,
ἱκετείας wie
ἀφι-
κτόρων 247 s. v. a.
ἱκετῶν.
493-494.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-307
ἀπορριφθῇ
ἐμοῦ: eig. „,da- mit nicht eine (böse) Rede nach mir geschleudert wird", vgl. Eur. Kykl. 51
ῥίψω
πέτρον
τάχα
σου (nach Analogie von
τοξεύειν,
στοχάζεσθαί
τινος), Prom. 964
πῶς
δ᾽
οὐχὶ
ταρβεῖς
τοιάδ᾽
ἐκρίπτων
ἔπη; Was Conington durch die Änderung von
λόγος in
ψόγος zum Ausdruck bringen will, liegt schon in
ἀπορ-
ριφθῇ
κατ'
ἀρχῆς
φιλαίτιος
λεώς: vgl. Sieb. 4 ff.
495.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-308
,,Damit dürfte ja auch der Vorteil gewonnen werden u. s. w.“ —
οἰκτίσας
ἰδὼν für
οἶκτος
εἰσιδὼν Hermann.
496.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-309
ἄρσενος
στόλου wie
ἀρσένων 378 von den Ägyptiaden.
498.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-310
εὐνοίας wie
Αρτέμιδος
εὐ-
νοίαισι Sieb. 437,
ὀργάς unten 771. - Schol.
ὡς
καὶ
πρὸς
τὸν
εὖ
ἔχοντα
ὁ
φθόνος
ἔρπει (Soph.
Αi. 157.)
500.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-311
αἰδοῖον, erbarmend, mit- leidig, vgl. 200, 464 und zu 198.
εὐθενοῦντα (für
εὖ
ῥέοντα): vgl.
εὐθενεῖν Eum. 896, Hesych.
εὐθηνῶν
καὶ <
εὐθενῶν >
εὐδαιμονῶν,
πλου-
τῶν. Tucker vermutet
εὐσεβοῦντα.
πρόξενον: zu 245.
501.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-312
φράστορας: diese Form findet sich nur noch in dem Eigennamen
Φράστωρ. Die gewöhnliche Form ist
φραστήρ. Schol.
τοὺς
φράσοντας, Hesych.
φραστῆρες·
μηνυται, Xen. Kyr. V 4, 40
ὁδῶν
φραστῆρα, Plut. Mor. S. 243
Ε
ἐπλανῶντο
περὶ
τὴν
χώραν
φραστήρων
δεόμενοι. –
ἐγ
χωρίων ist partitiver Gen.
503.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-313
προνάους: auf solche Altäre muß er die Zweige legen, damit sie den Bürgern in die Augen fallen (492f.). Das aus dem vorhergehen- den Verse stammende
πολισσούχων hat das ursprüngliche Textwort, ein Epitheton zu
έδρας, verdringt. Man hat
πολυλλίτους,
πολυστεφείς,
πολυξέστους,
πολυχρύσους,
περιστύ
λους vermutet.
505.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-314
μορφῆς . .
φύσις, d. i. wir fallen durch unser Äußeres gleich auf. — Mit
ὁμόστολος,
ὁμοία vgl. Eur. Alk. 406
νέος
ἐγώ,
πάτερ,
λεί-
πομαι
φίλας
μονόστολος
ματρός. Hier weist der zweite Teil auf die Tracht und das Außere hin.
507.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-315
θράσος wie 514 um des Vers- maßes willen in dem Sinne, in welchem gewöhnlich
άooos steht. ,,Gib acht, daß nicht dem Sicher- heitsgefühl die Unsicherheit ent- springt." Der Gedanke hat sprich- wörtliche Form. Die Vertrauens- seligkeit hat Mangel an Vorsicht und damit Gefahr zur Folge.
509.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-316
ἄνδρες: zu den
δορυφόροι gesprochen.
510.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-317
ἡγεῖσθε
βωμούς, zeigt ihm den Weg zu den Altären. Vgl. Hom.
η 22
ὦ
τέκος,
οὐκ
ἄν
μοι
δόμον
ἀνέρος
ἡγήσαιο
Αλκινόου.
511.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-318
ξυμβολοῦσιν (so Valckenaer für
ξυμβόλοισιν): Schol.
τοῖς
συν-
τυγχάνουσιν. Vgl. Sieb. 339
ξυμβολεῖ
φέρων
ψέροντι, Hesych.
συμβολεῖ·
συντυγχάνει.
512.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-319
ναυστήρα (die Handschrift hat
ναύτην, womit nichts gesagt ist): Hesych.
ναυστήρες·
οἱ
ἱκέται. Vgl. oben 359 zu
ναύοντα.
ἐφέστιον: zu 370. Danaos ab unter militärischer Bedeckung
513.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-320
„,Wie du diesem Verhaltungs- befehle gegeben hast, so möge er seinem Auftrage gemäß hingehen." Passender scheint das von Schütz gesetzte
κίει. Voraus vermutet Naber
εὖ
μὲν
τόδ᾽
εἶπας.
514.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-321
δρῶ wie Sieb. 1049 statt des gewöhnlichen
δράσω. -
ποῦ
θράσος
νέμεις (Porson
νεμεῖς, vielleicht richtig)
ἐμοί, welchen Ort weisest du mir an, wo ich mich sicher fühlen kann? Uber
θράσος zu man 515
σημεῖον
πόνου: wenn die Zweige am Altar zurückließ, so gab man damit zu erkennen, daß die Bitte noch nicht erhört, die Not also noch vorhanden sei. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 143
ἵστασθε,
τούσδ'
ἄραντες
ἱκτῆρας
κλάδους..
ὡς
πᾶν
ἐμοῦ
δράσοντος, ebd. 147, Eur. Hik. 258
ἀλλ᾽
ὦ
γεραιαί,
στείχετε
γλαυκὴν
χλόην
αὐτοῦ
λιποῦσαι
φυλλάδος
καταστεφῆ,
θεούς
τε
καὶ
γῆν
τήν
τε
πυρφόρον
θεὰν
Δήμητρα
θέμεναι
μάρτυρ᾽
ἡλίου
τε
φῶς,
ὡς
οὐδὲν
ἡμῖν
ἤρκεσαν
λιταὶ
θεῶν.
516.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-322
καὶ
δή wie
ιδού, wenn man einem Auftrage nachkommt. Vgl. Prom. 54.
σφέ,
αὐτούς wie Sieb. 617, Eur. Hek. 260 u. a. Vgl. zu Prom. 9. —
χειρία . .
σέθεν, gehorsam deinem Worte. Vgl. Hesych.
χείριον·
ὑποχείριον.
517.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-323
λευρόν:
λευρόν: Hesych.
λευρῷ·
ὁμαλῷ,
πλατεῖ, Prom. 385
λευροὺς
γύας, Schol.
τοὺς
πλατεῖς. Der ebene Boden der Orchestra steht in Gegensatz zu dem erhöhten Altar. Der Chor muß nieder- steigen, um in der Orchestra zu dem folgenden Stasimon den ent- sprechenden Tanz auszuführen, während es der Handlung mehr entsprechen würde, wenn er den sicheren Platz an dem Götteraltar innebehielte. Die szenische Not- wendigkeit wird durch das Zögern des Chors verdeckt. Übrigens läßt der Vers erkennen, daß der Schau- spieler in der Orchestra, nicht auf erhöhter Bühne sich befindet.
ἄλσος, Au, Flur. Vgl. Pers. 113
πόντιον
ἄλσος (Neptunia prata), Soph.
Εl. 4
τὸ
παλαιὸν
Ἄργος .
ἄλσος
Ινάχου
κόρης. Den geweihten Platz bedeutetes Soph.
Ο.
Κ. 10
ἢ
πρὸς
βεβήλοις
ἢ
πρὸς
ἄλσεσιν
θεῶν. Vgl. Strab. IX S. 142
οἱ
ποιηταὶ
ἄλση
καλοῦσι
τὰ
ἱερά,
κἂν
ᾖ
ψιλά (nicht mit Bäumen bewachsen).
ἐπι-
στρέφου für
ἐπιστρέφω Robortelli. Vgl. Eur. Hel. 89
τί
δῆτα
Νείλου
τούσδ'
ἐπιστρέφη
γύας; Dobree schreibt
ἐπιστρωφώ. Vgl. Eur. Med. 666
πόθεν
γῆς
τῆσδ᾽
ἐπιστρωφᾷ
πέδον ;
518.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-324
Wenn
βέβηλον betont wird, erregt die Wiederholung von
ἄλσος keinen Anstoß. Weil vermutet
βέβηλον
ἂν
πέδον, aber vgl. Prom. 268f.
πῦρ . .
φλογωπὸν
πῦρ.
519-520.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-325
πτερωτῶν: Schol.
δρακόντων. Aber der Gedanke ist zunächst folgender: Sei nur nicht allzu bange; es wird dich doch niemand durch die Luft entführen, wo es uns unmöglich wäre dich den Räubern zu entreißen." Die Danaiden nehmen die Worte des Königs im eigentlichen Sinne und verstehen unter den beflügelten Wesen der Luft Drachen um die Ägyptiaden in Gegensatz zu diesen zu stellen. Vgl. 770f. Die beflügelten Drachen sind ursprünglich Gewitterdämonen. Schütz denkt an eine sprich- wörtliche Redensart, die her- genommen sei von der Aussetzung von Kindern nach Eur. Ion 902, 917. Aber diese Beziehung liegt fern. —
άρπαγαῖς
σ' für
ἅρπαγες Porson. Vielleicht hat Paley recht mit
ἁρπαγῇ
σ'.
ἀλλ᾽
εἰ . .
ἐχθίοσιν (
ἐκδώσεις,
τί
τοῦτο;).
521.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-326
fausta sit oratio fausta audienti (Hermann). Bona verba quaeso.
522.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-327
δυσθροεῖν (so Valckenaer für
δυσφορεῖν): ,halte die Bitter- keit meiner Rede meiner Furcht zugute". Vgl. Sieb. 244f.
523.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-328
γυναικῶν (so für
δ᾽
ἀνάκτων Linwood): zum Gedanken vgl. Sieb. 170 ff. W. Headlam vermutet
ἀεὶ
δ᾽
ἄναρκτον (oder
ἀεὶ
δύσαρκτον oder
ἀεί
γ᾽
ἄναρκτον). Hesych.
ἐξαίσια·
ὑπέρμετρα.
ἐξαίσιον:
524.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-329
Der Ton liegt auf
λέγων, da die Schmähung zurückgewiesen wird: „,Da du in dem, was schwerer ist, im Handeln uns erfreust, so behandle uns auch nicht in Worten unfreundlich." Umgekehrt Eur. Or. 287
τοῖς
μὲν
λόγοις
ηὔφρανε,
τοῖς
δ᾽
ἔργοισιν
οὔ. Die Erklärung von Schütz tu fac, ut non dicendo solum sive promittendo, sed agendo quoque animum nostrum exhilares" oder von Weil,,tu vero, ut verbis, sic etiam factis me iuva" verkennt den Charakter der Danaiden.
525.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-330
παῖδ' (gesetzt für
χρόνον: deest pronomen neque Aeschylus
χρόνον utraque brevi in medio trimetro posuisset, sagt Hermann. Stadtmüller zieht réxv vor) verhält sich kausal zum Gedanken.
526.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-331
Bei besonderen Anlässen wurde in Athen eine außerordent- liche Volksversammlung berufen, welche
σύγκλητος
ἐκκλησία hieß.
527.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-332
πατῶ (so für
πιετω),
εἶμι, wie Ag. 1297
πρὸς
βωμὸν
εὐτόλμως
πατεῖς.
529.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-333
πρὸς
ταῦτα, darauf hin, in Anbetracht dessen. Vgl. 255.
530.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-334
παραιτοῦ
τυχεῖν
ὧν
ἔρως
ἔχει
σε.
τῶν: zu 177. Diese Aufforderung gibt das Thema des folgenden Chorgesangs an.
531.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-335
πορσύνειν ist ein poetisches Wort, wenn es auch vereinzelt bei Herodot und Xenophon sich findet.
ἐλεύσομαι: diese Form auch Prom. 880, Soph. O. K. 1206, Trach. 595.
532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-336
533-607.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-337
erstes Stasimon: Gebet zu Gott (Zeus). Schütze uns gegen den Übermut der Männer; als Nachkommen der Io rufen wir zu dir als unserem Stammvater. Wir stehen jetzt wieder auf der Flur, von welcher Io fortgetrieben wurde hinauf zum Bosporus, über diesen nach Klein- asien, durch Phrygien, Mysien, Lydien, Pamphylien, Kilikien, Phönikien nach Ägypten, wo sie erschien zum Staunen der Be- wohner, welche sich über das niegesehene Wesen, halb Kuh, halb Frau, entsetzten. Dort in Ägypten aber legtest du deine heilende Hand auf sie und sie erhielt wieder ihre Gestalt und gebar von dir den Epaphos, den Ahnherrn unseres Geschlechts. Wir haben also ein Anrecht auf deine Hilfe, und du kannst helfen; denn wer ist mäch- tiger als Zeus, dessen Wort sofort zur Tat wird!" Auch hier benutzt der Dichter die Gelegenheit seine geographischen Kenntnisse zu ver- werten. Vgl. zu 261.
533.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-338
ἄναξ
ἀνάκτων vom höchsten Herrn, wie der Perserkönig als König der Könige bezeichnet wurde. Vgl. die Strab. S. 730 zitierte Grabschrift
ἐνθάδ'
ἐγὼ
κεῖμαι
Κῦρος
βασιλεὺς
βασιλήων und Pers. 24.
534-535.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-339
τελέων
τελειώτατον
κράτος (der Gewaltigen höchste Macht) für
τελέων
τελεώτατε.
536-537.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-340
γυναικῶν (für
γενέσθω Todt)
ἄλευσον
ὕβριν, wehre den Frevelmut ab von uns Frauen. Schütz vermutete
γένει
σῷ (für
γενέσθω) mit bedenklichem Hiatus.
εὖ
στυγήσας, mit dem Hasse, der solchem Übermute gebührt. Vgl. 80.
538.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-341
πορφυροειδεῖ wie Hom.
Π391
ἅλα
πορφυρέην, Eur. Tro. 124
ἅλα
πορφυροειδέα. Das Epitheton weist hier auf Sturm hin, vgl. Hom.
Ξ 16
ὡς
δ᾽
ὅτε
πορφύρῃ
πέλαγος
μέγα
κύματι
κωφῷ.
539.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-342
An die Stelle von
τὴν
μελανόζυγα (mit schwarzen Ruder- bänken, weil schwarze Ruderer darauf sitzen, 727 f.) vaõv tritt
τ.
μ.
ἄταν, weil das Schiff das Ver- derben der Danaiden werden soll.
540.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-343
προστρόπαιον
δ' (so für
πρὸς
γυναικῶν wie
ποτιτρόπαιον (supplicem) 366.
541.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-344
παλαίφατον, altgefeiert, alt.
542.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-345
γένος
φιλίας
προγόνου (43)
γυναικός, Stamm der geliebten Ahnfrau. Der
543-544.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-346
Erneuere in deinem Ge- dächtnis die uns freundliche Kunde; der du einst Io in Liebe berührtest, sei des wohl eingedenk." Vokativ
πολυμνᾶστορ steht prädi- kativ wie in
ὄλβιε,
κῶρε,
γένοιο Theokr. XVII 66,
ἰὼ
δύστηνε
σύ,
δύστηνε
δῆτα ..
φανείς Soph. Phil. 761 u. a.
545.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-347
Δίον (so Butler für
δίας)
γένος: vgl. 41, 588, 1068.
546.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-348
ἄποικοι (so Schütz für
ἔνοικοι) wie Prom. 840
χθόνα
Νειλῶτιν,
οὗ
τὴν
μακρὰν
ἀποικίαν,
Ἰοῖ,
πέπρωται
σοί
τε
καὶ
τέκνοις
κτίσαι. Tournier vermutet
τάσδ'
ἀπὸ
γᾶς
μέτοικοι.
547-548.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-349
,,Dahin, wo vorzeiten die Mutter wandelte, auf die Blumen- weide, wo sie (von Argos) be- obachtet wurde." Wie nach Steph. Byz. Akrokorinth
Επώπη hieß, weil Sisyphos von dort nach Ägina ausschaute, 50 bedeutet
έπωπαί hier die Ortlichkeit, wo Argos mit den zahllosen Augen nach Io blickte.
549.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-350
λειμῶνα
βούχιλον,
λειμῶνα
βούβοτον, Rinderweide.
550.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-351
ἐρεσσομένα, Schol.
ἐλαυνομένη. Paley vermutet
ἐρεθομένα s. V. a.
ἐρεθιζομένη (und behält 559
Λύδια
τε
γύαλα bei).
551.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-352
ἁμαρτίνοος, Schol.
μανεῖσα.
552.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-353
Um der genaueren Respon- sion willen vermutet Meineke
πόλλ'
ἀνδρῶν. Aber die mangelhafte Responsion entschuldigt der Eigen- name
Παμφύλων 561.-
διαμειβομένα, • durchwandernd. 5531.
διχῇ
ὁρίζει
ἀντίπορον
γαῖαν (Schol.
Ασίαν
καὶ
Εὐρώπην),
πόρον
κυματίαν
ἐν
αἴσα (Schol.
ἐν
εἱμαρμένῃ)
διατέμνουσα, sie grenzte gegeneinander die gegenüber- liegenden Länder ab, indem sie nach der Bestimmung des Schick- sals den wogenden Sund durch- schwamm", d. i.,,sie schwamm über den Bosporus, welcher die Grenze von Europa und Asien bildet". Nach Prom. 756ff. schwimmt Io über den kimmerischen Bosporus, welcher gleichfalls als Grenze von Europa und Asien bezeichnet wird. Hier dehnt Io ihre Wanderung nur bis zum thrakischen Bosporus aus, dessen Name mit unrichtiger Ab- leitung (
βοὸς
πόρος) auf Io zurück- geführt wurde (Prom. 759). —
ἀντί-
πορον wie Pers. 67, Eur. Iph.
Α. 149
Αρτεμιν (in Aulis)
Χαλκίδος
ἀντί-
πορον. —
διχῇ
ὁρίζει: vgl. Eur. Med. 432
διδύμους
ὁρίσασα
πόντου
πέτρας, Heraklid. 16
φεύγομεν
δ᾽
ἀλώμενοι
ἄλλην
ἀπ᾽
ἄλλης
ἐξορίζοντες
πόλιν.
556.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-354
ἰάπτει (,,stürmt") intransitiv wie
ἵησι Pers. 473.
Ασίδος wie Pers. 273, 765.
557.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-355
Nach dem Ganzen werden die Teile Asiens aufgezählt. Es fehlt also kein
καί, wie der Schol. meint.
μηλοβότου wie Pers. 765
Ασίδος
μηλοτρόφου nach Archil. Fragm. 26
ὃ
δ'
Ασίδος
γῆς
καρτερὸς
μηλοτρόφου. Phrygien war durch seine Schafe und seine Wolle be- kannt, vgl. Aristoph. Vö. 493
χλαῖ-
ναν ..
Φρυγίων
ἐρίων, Strab. S. 578
φέρει
δ᾽
ὁ
περὶ
τὴν
Λαοδίκειαν
τόπος
προβάτων
ἀρετὰς
εὐκ
εἰς
μαλακότητα
μόνον
τῶν
ἐρίων,
ᾗ
καὶ
τῶν
Μιλησίων
διαφέρει,
ἀλλὰ
καὶ
εἰς
τὴν
κοραξὴν
χρόαν.
Φρυγίας
διαμπάξ wie
στέρνων
διαμπάξ Prom. 65,
λαιμῶν
διαμπαξ Bakch. 994. Eur.
558.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-356
Teuthras, König von Mysien, war Adoptivvater des Telephos, Apollod. III 9, 1. Vgl.
Τεύθραντος
πεδίον Pind.
Οl.
Χ 71. 5591.
Λύδια
τ᾽
ἂν (
τ᾽
ἂγ für
τε Hermann;
ἄγ wie
ἄμ 354)
κτέ. Und die lydischen Talschluchten hinauf und über die Marken der Kilikier und durch das Land der Pamphylier stürmend setzt sie (
περᾷ) über immerfließende Ströme und durch- wandert (
περᾷ) ein reichgesegnetes Land" u. s. w. Zu
Λύδια
ἀνὰ
γύαλα
καὶ
δι᾽
ὅρων ist
ὀρνυμένα aus dem folgenden
διορνυμένα zu entnehmen. Daß Kilikien vor Pamphylien ge- nannt wird, hat seinen Grund wohl nur im Versmaße.
562.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-357
γᾶν: die Handschrift bietet
τὰν.
κενάους im Gegensatz zu den in der heißen Zeit versiegenden
χειμάρροι. Es können die Flüsse Kleinasiens, Hermos, Paktolos, Kaystros, Mäander, Eurymedon, Kalykadnos, oder auch die Flüsse Syriens wie der Orontes gemeint sein.
564.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-358
τᾶς (Hermann
τὰν)
Αφροδίτας
αἶαν: Schol.
Φοινίκην·
ἣν
ἱερὰν
Αφροδίτης
διὰ
βίβλον
καὶ
λίβανον (d. i.
Βύβλον
και
Λίβανον). Vgl. Paus. I 14, 6
πρώτοις
ἀνθρώπων
Ασσυρίοις
κατέστη
σέβεσθαι
τὴν
Οὐρανίαν,
μετὰ
δὲ
Ἀσσυρίους
Κυπρίων
Παφίοις
καὶ
Φοινίκων
τοῖς
Ασκά-
λωνα
ἔχουσιν
ἐν
τῇ
Παλαιστίνη.
παρὰ
δὲ
Φοινίκων
Κυθήριοι
μαθόντες
σέβουσιν. Eur. Bakch. 401 heißt Zypern
νάσος
τᾶς
Ἀφροδίτας und vielleicht ist unter
βαθύπλουτον
χθόνα Phönizien zu verstehen. Ge- nauere Angaben kann der Dichter beiseite lassen.
565.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-359
f.,,Sie gelangt, da mit seinem Stachel auf sie lossticht der geflügelte Hirte." Mit
εἰσικνουμένου Kann man Ausdrücke wie
μέσον
κάρα
διπλοῖς
κέντροισί
μου
καθίκετο Soph. O. T. 809 vergleichen.
βουκόλου, weil der
οίστρος an die Stelle des Argos (308) getreten ist.
567.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-360
Δῖον . .
ἄλσος: Schol.
τὴν
Αἴγυπτον.
568-569.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-361
Die Fruchtbarkeit Ägyptens wird von dem Schnee Äthiopiens, welcher durch die heißen Winde (
Τυφώ
μένος) schmilzt und die Überschwemmungen des Nil her- beiführt, abgeleitet. Vgl. Fragm. 300
γύας
μὲν
αἰνεῖν
ἐκμαθὼν
ἐπί-
σταμαι
Αιθιοπίδος
γῆς,
ἔνθα
Νεῖλος
ἑπτάρους
γάνος
κυλίνδει
πνευμάτων
ἐπομβρίᾳ,
ἐπεὶ
πυρωπὸν
φέγγος
ἐκ-
λάμψαν
φλόγα
τήκει
πετραίαν
χιόνα
πᾶσα
δ᾽
εὐθαλής
Αίγυπτος
ἁγνοῦ
νάματος
πληρουμένη
φερέσβιον
Δή
μητρος
ἀντέλλει
στάχυν, Diod. Sic. I 38, 4
Αναξαγόρας
ὁ
φυσικὸς
ἀπε-
φήνατο
τῆς
ἀναβάσεως
αἰτίαν
εἶναι
τὴν
τηκομένην
χιόνα
κατὰ
τὴν
Αἰ
θιοπίαν,
ᾧ
καὶ
ὁ
ποιητὴς
Εὐριπίδης
μαθητὴς
ἂν
ἠκολούθηκε (Fragm. 228).
Τυφῶ: der gleiche Gen. von
τυφώς Sieb. 504; vgl. Hesych.
Τυφῶ·
ἀντὶ
τοῦ
Τυφώνος
Σοφοκλῆς. Inbetreff der Wirksamkeit des Typhos (Typhon, Typhoeus) vgl. Hes. Theog. 869
ἐκ
δὲ
Τυφωέος
ἔστ'
ἀνέμων
μένος
ὑγρὸν
ἀέντων.
570.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-362
ὕδωρ
τε (so Pauw für
τὸ)..
νόσοις (man erwartet
νόσων)
ἔθι-
κτον (nämlich
ἱκνεῖται): vgl. Prom. 838
ίησι
σεπτὸν
Νεῖλος
εὔποτον
ρέος, Eur. Fragm. 228, 2
Νείλου
λιπὼν
κάλλιστον
ἐκ
γαίας (vielleicht
ἀρωγὸν
εὐσοίας)
ὕδωρ, Plut. d. Is. et Os. S. 353
Α
πιαίνειν
δοκεῖ
καὶ
μάλιστα
πολυσαρκίαν
ποιεῖν
τὸ
Νειλῶον
ὕδωρ
πινόμενον. Beim Schwellen des Ni erlischt die Pest, welche in alter Zeit ebenso in Ägypten wütete wie in neuer.
571.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-363
,,wahnsinnig ob des ent- ehrenden Leids (d. i. wegen der Verwandlung in eine Kuh) und rasend infolge der aufreibenden Schmerzen des Stachels, welchen Hera ihr angesetzt hatte (310f.)".
574.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-364
ἔννομοι, Schol.
οικήτορες.
575-576.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-365
χλωρὸν
δεῖμα wie bei Homer
χλωρὸν
δέος. Für
θυμὸν
ἐπάλ-
λοντο könnte es
θυμὸς
αὐτοῖς
ἐπάλ-
λετο heißen wie Cho. 409
πέπαλται
δ'
αυτέ
μοι
φίλον
κέαρ. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 153
ἐκτέταμαι
δνοφερὰν
φρένα
δείματι
πάλλων. Das syllabische Augment fehlt häufig in lyrischen Partien und in Botenreden. Vgl.
γείνατο 589.
577.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-366
βοτόν ist Apposition zu
ὄψιν. Im Trimeter fehlt hier die ge- nauere Responsion. Mit
μιξόμ-
βροτος (gebildet wie
ἄμβροτος) vgl.
μιξοπάρθενος Eur. Phoen. 1023 von der Sphinx,
μιξοβάρβαρος ebd. 138,
μιξόθηρας
φῶτας von den Kentauren Eur. Ion 1161.
578.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-367
τὰν
μὲν, nämlich
ὄψιν. V. 303 ist bloß von der Verwand- lung in eine Kuh die Rede.
580-581.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-368
θέλξας,
θεραπεύσας (durch Berührung mit der Hand). —
οίστρο-
δόνητον: zu 16.
583-584.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-369
δι'
αἰῶνος (wie 590) <
πράκτωρ
τῶνδ'
ἐφάνη>
Ζεύς (für
Ζεὺς
αἰῶνος
κρέων
ἀπαύστου Her- mann) gibt die Antwort auf die vorausgehende Frage.
κρέων (Schol.
κραίνων) wie Pind.
Ρyth.
ΙΧ 99
κρέοντι
σὺν
Αἰακῷ. Die Worte
πράκτωρ
τῶνδ᾽
ἐφάνη sind dem Sinne entsprechend ergänzt nach Soph.
Τr. 251
Ζεὺς
ὅτου
πράκτωρ
φανῇ, 862
Κύπρις
τῶνδ᾽
ἐφάνη
πράκτωρ.
584.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-370
,,Durch die sanfte Gewalt seiner Hand und den göttlichen Anhauch wird ihrer Not (der Tier- gestalt und der Plage des
οίστρος) ein Ende gemacht. Und vor Weh- mut und Scham bricht sie in Trä- nen aus."
χειρός ist ergänzt für
βία d. i.
βίᾳ, die Erklärung zu
σθένει. Vgl. Prom. 875
ἐπαφῶν
ἀταρβεί
χειρί. Mit
πένθιμον
αἰδῶ wird Rührung bei dem plötzlichen Wechsel ihres Schicksals und züch- tige Scham vor Zeus als Grund der Tränen bezeichnet.
588.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-371
ἕρμα von dem Ballast des Schiffes auf die Leibesfrucht der Io übertragen. Schol.
τὸ
βάρος (vgl. Cho.990
ἐξ
οὗ
τέκνων
ἤνεγχ᾽
ὑπὸ
ζώνην
βάρος). Eine genauere Responsion stellt Heimsöth her, in- dem er
ἀτρεκεῖ für
ἀψευδεῖ schreibt.
591.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-372
Vgl. Prom. 422
πρόπασα
δ'
ἤδη
στονόεν
λέλακε
χώρα.
592.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-373
φυσίζουν: vgl. Hom.
Γ 243
φυσίζους
αἷα, aber hier nicht „, Ge- treide hervorbringend", sondern Leben erzeugend". Genauere Responsion mit 584 würde gewonnen, wenn
τέρχνος für
γένος stünde; vgl. Hesych.
τέρχνεα·
φυτὰ
νέα. Der Gedanke ist:,, ein so lebenskräftiges Geschlecht kann nur aus dem Samen des Zeus stammen".
595.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-374
Die von der Arglist der Hera verhängte Krankheit ist die Kuh- gestalt mit dem
οἶστρος, wie die Herstellung der ursprünglichen Ge- stalt 1077 als Heilung bezeichnet wird. Unnötig erscheint die Ände- rung
μόγους (Oberdick) oder
πόνους.
596-597.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-375
Unvermerkt tritt an die Stelle der Rede aller Welt (
βοᾷ
χών) die Rede der Danaiden: ,Wer unser Geschlecht von Epaphos ableitet, trifft das Richtige."
κυ
ρήσαις,
τύχοις wie Soph.
Εl. 663
καὶ
δάμαρτα
τήνδ'
ἐπεικάζων
κυρῶ
κείνου;
598-599.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-376
Welcher Gott gibt uns durch das, was er getan hat, mehr einen Anspruch, daß wir ihn mit Gebühr anrufen?" Über die Form
κεκλοίμαν zu 40.
600.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-377
τοῦδε
δέ ist unsichere Er- gänzung zur Herstellung der Re- sponsion. Unseres Geschlechts Vater, mit eigener Hand pflanzen- der Herr, alter hehrer Schöpfer ist Zeus der Allhelfende, Segensreiche".
τὸ
πᾶν
μῆχαρ (Schol.
ἡ
πάντων
μηχανή) erinnert an
Ζεὺς
Μαχανεύς, welcher in Argos und auf der Insel Kos verehrt wurde, vgl. Paus. II 22, 2 und Journal of Hellenic Studies 1888 S. 328. -
οὔριος heißt Zeus als Beherrscher der Elemente, der günstigen Fahrwind verleiht. So beginnt ein in Chalkedon gefunde- nes Epigramm (C. J. Gr. II S. 975):
οὔριον
ἐκ
πρύμνης
τις
ὁδηγητῆρα
καλείτω
Ζῆνα,
κατὰ
προτόνων
ἱστίον
ἐκπετάσας. Vgl. Cic. in Verr. IV
603-604.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-378
Nicht nimmt er unter der Herrschaft eines Mächtigeren sitzend eine untergeordnete Stellung ein."
θοάζειν in der Bedeutung sitzen" auch Soph.
Ο.
Τ. 2
τίνας
ποθ᾽
ἕδρας
τάσδε
μοι
θοάζετε; vgl. Plut. Mor. S. 22 E.
605.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-379
,Keiner thront über ihm, zu dem er aus der Tiefe mit Ehr- furcht aufblickt." Stanley vermutet
οὔτινα
δ᾽
ἄνωθεν
ἥμενον
σέβει
κάτω, Heath
οὔτινος
ἄνωθεν
ἡμένου
σέβει
κράτος.
606-607.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-380
πάρεστι
δ' . .
στεῦταί (die Handschrift bietet
σπεῦσαι)
τι
τῶν (
ὧν, zu 177) . .
φρήν: „Fertig ist die Tat, sobald ein Wort von ihm etwas als von ihm gewollt zu er- kennen gibt, was der beratende Sinn hervorbringt", d. h.,,wenn aus seinen Erwägungen ein Entschluß hervorgeht, so setzt sich dieser so- fort in Tat um". Vgl. Hom. T 242
αὐτίκ᾽
ἔπειθ᾽
ἅμα
μῦθος
ἔην,
τετέ-
λεστο
δὲ
ἔργον.
στοῦται auch Pers. 50, ein Homerisches Wort, vgl. Hesych.
στεῦτο·
κατὰ
διάνοιαν
ἵστατο
καὶ
διωρίζετο
ἢ
διεβεβαιοῦτο. -
βούλιος: vgl.
βουλεώτερον Cho.
608-632.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-381
zweites Epeisodion: Danaos kommt zurück und be- richtet, daß sich das Volk der Pelasger einstimmig für die Auf- nahme und die Beschützung der Danaiden entschieden habe.
608-609.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-382
εὖ (günstig für uns) gehört zu
δέδοκται.
τῶν
ἐγχωρίων
λαῶν (
λαῶν für
δήμου Heimsöth) wie 526, 987. —
παντελῆ, vollgültig, souverän. Vgl.
παντελῆ
μοναρχίαν Soph. Ant.
611.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-383
ἔνισπε: von diesem epischen Verbum findet sich bei den Tragikern noch
ἐνισπεῖν Eur. Hik. 435.
ποῖ
κεκύρωται
τέλος (zu welchem endgültigen Beschlusse man gelangt ist?) wie
ποῖ
τελευτᾶν Pers. 737,
ποῖ
τελευτᾷ
καὶ
καρα-
νοῦται
λόγος; Cho. 526. • 612.
δήμου . .
χείρ
θ'
ὅση
πληθύ-
νεται (die Handschrift gibt
χειρο-
πληθύεται, verbessert von Dindorf, Paley und Blomfield), wie groß sich die Zahl der obsiegenden Hände gestaltete" d. i. ob die Majorität eine beträchtliche ist. Schol.
πότερον
πλείους
οἱ
συμμα
χοῦντες
ἡμῖν
ἢ
ὀλίγοι. Statt
ὅση setzt Dobree
ὅπῃ. Mit der Cheirotonie, der ältesten und ein- fachsten Art der Abstimmung, steht
ψηφίσματα 609 nicht in Wider- spruch, da
ψηφίζεσθαι allgemeiner Ausdruck für Abstimmung ge- worden ist.
614.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-384
Ähnlich drückt Danaos seine Freude aus in den Danaiden Fragm. 45
καθαίρομαι
τὸ
γῆρας. Wie die Freude verjüngt, so ist die Trübsal,,senium".
615.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-385
πανδημίας (für
πανδημία H. Voß): vgl. Plat. Ges. S. 829 B
πανδημίαν
ἐξάγειν.
δεξιωνύμοις gebildet nach
εὐώνυμος, Schol.
δεξιοῖς (
δεξιαῖς).
616.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-386
ἔφριξεν: vgl. Hom.
Ψ 599
φρίσσουσιν
ἄρουραι von den empor starrenden Ähren.
κραινόντων verbindet sich mit
πανδημίας wie mit
πάντων
τῶν
πολιτῶν.
617.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-387
Der Schol. macht
μετοικεῖν von
ἔδοξεν (613) abhängig. Obwohl
μετοικεῖν bei
ἔδοξεν vorschwebt, ist nach dem längeren Zwischensatz der Infnitiv von
τόνδε
κραινόντων
λόγου abhängig. Der Gen.
τῆσδε
γῆς ist auffallend. Burges ver- mutet deshalb
μετασχεῖν für
μετοικεῖν.
618.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-388
ἀρρυσιάστους: sie dürfen nicht gewaltsam fortgeschleppt werden. Vgl. zu 430. ·
ξὺν
ἀσυλία
βροτῶν, d. i. ,soda uns die Menschen nicht berauben dürfen". Vgl. die Formel in delphischen Freilassungsurkunden
ἐφ᾽
ὧτε
ἐλεύ
θερον
εἶμεν
τὸν
δεῖνα
καὶ
ἀνέφαπτον
ἀπὸ
πάντων.
619.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-389
ἐνοίκων: Schol.
πολιτῶν.
ἐπηλύδων steht hier anders als 406 einfach für
ξένων. aus
620.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-390
ἄγειν im Sinne von
ῥυσιάζειν wie 736, Eur. Med. 736. —
προστιθῇ: das Subjekt ergibt sich
ἐνοίκων . .
τινά (,, wenn der Be- treffende mit Gewalt vorgeht"). Ansprechend vermutet Hartung
προστεθῇ.
621.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-391
622.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-392
φυγὴ
δημήλατος ist die Ver- bannung, bei welcher das Volk vertreibt, vgl.
φόνος
δημόλευστος Soph. Ant. 36 von dem Tod durch öffentliche Steinigung. Die Ver- bannung ist eine Verschärfung der
ἄτιμία, des Verlustes der bürger- lichen Ehrenrechte.
623.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-393
τοιάνδε
ῥῆσιν
λέγων
ἔπειθεν, d. i. eine so eindringliche Sprache führte zu unseren Gunsten der König, daß er das Volk zu dem für uns s0 günstigen Beschluß überredete. Doch erwartet man für
λέγων etwa
κτίσαι (einen solchen Beschluß zu fassen). 6241.
προφωνῶν
μήποτε
πόλιν
παχῦναι
κότον
Ζηνὸς
μέγαν (pro- leptisches Prädikat wie in
μέγαν
αὐξῆσαι), feierlich davor warnend, daß die Gemeinde den Groll des Zeus, des Hortes der Schutzflehen- den, zu einem mächtigen sich aus- wachsen lasse.
εἰσόπιν
χρόνου, Schol.
εἰς
τὸν
μετέπειτα
χρόνον. Die Gottheit straft nicht gleich, die Strafe wird aber um so schärfer, je länger sie aufgeschoben wird. — Burges schreibt
Ζηνὸς
ἱκεσίου um des Rhythmus willen. · Mit
προφωνῶν vgl. Soph. Ai 1089
καί
σοι
προφωνῶ
τόνδε
μὴ
θάπτειν.
626.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-394
Er führte aus, daß die doppelte Befleckung, welche von der Gemeinde ausgebe (
πρὸς für
πρό Paley), insofern die Preis- gegebenen zugleich Schutzbefohlene wie Angehörige des Landes seien, eine fortdauernde Quelle ratlosen Unheils werde. Schol.
διπλοῦν
καθὸ
καὶ
ξένους (d.i.
ἱκέτας)
ὄντας
παρο-
ρῶμεν
καὶ
συγγενεῖς
δειχθέντας
οὐκ
ἐλεοῦμεν. —
ἀμηχάνου für
ἀμήχανον Stanley.
630.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-395
ἄνευ
κλητῆρος: Schol.
ταῖς
χερσὶν
ἐπέκρανεν (fabte durch Handaufheben endgültigen Be- schluß),
πρὶν
εἰπεῖν
τὸν
κήρυκα
ἀράτω
τὰς
χεῖρας
ὅτῳ
ταῦτα
δοκεῖ (ein Kennzeichen ihres Eifers).
Ζη
κλητῆρος vgl.
κήρυκα
καλήτορα Hom. 2 577.
ὡς (
ώστε)
εἶναι
τόδε wie Eum. 202
ἔχρησας
ὥστε
τὸν
ξένον
μητροκτονεῖν, Soph. Phil. 901
ἔπεισεν
ὥστε
μή
μ'
ἄγειν
ναύτην
ἔτι.
637.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-396
τέρμονα
νωμῶν
πρὸς
ἄμεμπτον ist für das überlieferte
τέρμον᾽
ἀμέμπτων
πρὸς
ἅπαντα gesetzt nach Ag. 773 nav sinì
τέρμα
νωμᾷ. Zeus möge unsere Segenswünsche zu erfreulichem Ziele lenken.
631-632.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-397
,,Soweit ist die Sache gut
ξενίου,
ἱκέσιος
ἱκεσίου. Vgl.
ξενικόν abgelaufen: das Volk hat sich durch die geschickten Wendungen der Rede (des Königs) überreden lassen; möge nunmehr Zeus alles zu gutem Ende führen" (
ἐπικράναι für Enéngavev Dindorf, Hermann
κράνειεν).
εὐπιθεῖς aktivisch wie Ag. 286
ὀνείρων
φάσματ᾽
εὐπιθῆ
κ. a. Ohne Not Bothe sunions. Der Ge- danke
δημηγόρους..
εὐπιθεῖς
στροφάς kennzeichnet ebenso wie V. 783 das Interesse für eine wohlgesetzte Rede, das Interesse für Rhetorik vor dem Aufkommen der rhetorischen Theorie.
ἐπικράναι wie
ἀπο-
τρолý
ν
Рers. 220; wegen der Optativ- form vgl.
κενώσαι 668,
αἱματίσαι 670. Danaos steigt während des folgen- den Chorgesangs auf den Altar, um nach der Seeseite zu spähen (vgl. 721).
633-637.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-398
Während der xoqv- qatos dieses anapästische System rezitiert, ordnet sich der Chor zu dem folgenden Stasimon in drei
o
τoiyoi (zu 638). Vgl. Eum. 307
ἄγε
δὴ
καὶ
χορὸν
ἅψωμεν
κτέ.
633.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-399
ἐπί: vgl.
ἐπ' (zu Ehren)
ἀνδρὶ
θείῳ Ag. 1547,
τοιόνδ᾽
ἐπ᾿
ἀνδρὶ
κομπάζεις
λόγον ebd. 1399.
634.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-400
ἀγαθὰς
ἀγαθῶν wie im folgenden Vers
ξένιος
ξενίου, eine bei Dichtern beliebte Zusammen- stellung, vgl. zu Prom. 19. Toivás, Schol. &uoißás (als Lohn, zur Ver- geltung). Vgl. Pind. Pyth. 1, 59
ποινὰν
τεθρίππων, Nem.1, 70
ἡσυχίαν
καμάτων
μεγάλων
ποινάν.
635-636.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-401
ἐφορεύοι (vgl. 685)..
ἐπ'
ἀληθείᾳ, er möge auf unsere Segenswünsche achten und sorgen, daß sie sich erfüllen.
ξένιος
638-717.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-402
zweites Stasimon: ,,Möge Argos verschont bleiben von Krieg, Hungersnot und inneren Unruhen, damit nicht die Blüte der Jugend hingerafft werde; der kluge Rat der Alten zusammen mit dem Wirken treuer Leiter des Volkes soll die bürgerliche Ein- tracht wahren. Möge Kindersegen dem Lande zuteil werden und nicht Pest und Krankheit das Land ent- völkern, Mögen die Feldfrüchte gedeihen und die Herden sich reichen Nachwuchses erfreuen, da- mit mit dem Wohlstande die Pflege der Musen das Land beglücke. Eine weise Regierung wahre im Innern das Recht und sei nach außen gerecht und freundlich ge- sinnt. Möge Gottesfurcht im Lande herrschen und Vater und Mutter geehrt werden, damit die drei Hauptgebote (Ehre die Götter, die Gesetze, die Eltern) erfüllt werden." Der Inhalt (1. Friede und Eintracht. 2. Gesundheit und Wohlstand des Volkes. 3. Geistige und sittliche Güter), welcher an die Segens- wünsche für Athen Eum. 917 ff. (Wachstum und Gedeihen der Früchte und Herden; Gesundheit des Volkes und bürgerliche Ein- tracht; Wohlwollen und Segen der Götter) und auch an Hes. W. u. T. 225-237 erinnert, gilt mehr den Zuhörern im Theater als den Argivern. Die drei ersten Strophen- paare schließen mit einer Partie, welche das gleiche Versmaß auf- weist: Diese rhythmischen Ephymnien (zu 134) lassen schließen, daß die ersten Teile dieser drei Strophen- paare von den drei
στοῖχοι des Chors, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Ge- samtchor vorgetragen wurden. nunc cum
638.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-403
νῦν
ὅτε wie Sieb. 692 d. i.
νῦν
ἔστιν
ὅτε, jetzt ist der Augen- blick gekommen wo, maxime. Vgl. Plaut. Rud. 664 nunc id est, quom omnium copiarum viduitas tenet. nos Die Er- klärung des Schol.
ὅτε
ἀντὶ
τοῦ
εἴποτε gibt nur den Sinn richtig wieder:
εἴ
ποτε (
πρότερον),
καὶ
νῦν.
640.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-404
Schol.
χεούσης
ἐμοῦ
εὐκταῖα
γένει
ἤτοι
τῷ <
δε >
γένει. -
γένει wie
γένος 207.
Ζυ
χεούσης (aus- strömen, voll ertönen lassen) vgl. Sieb. 73
Ελλάδος
φθόγγον
χέουσαν, Hom.
Τ 521
χέει
πολυηχέα
φωνήν.
641-642.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-405
πυρίφατον (Schol.
πυρὶ
ἀναλωθεῖσαν) steht prädikativ zu
τάνδε
Πελασγίαν. Vgl. Cho. 1058
ἐλεύθερόν
σε
τῶνδε
πημάτων
κτίσει, Eum. 716
χρησμούς . .
ἀκαρπώτους
κτίσαι.
τάνδε
Πελασγίαν für
τὰν
Πελασγίαν
πόλιν Klausen.
Πελασγία wie Prom. 886 von Argos, dessen Bewohner nach 259
Πελασγοί heißen.
643-644.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-406
τὸν
ἀχόρων (für
ἄχορον)
βοᾶν
μάχλον
Αρη (Subjekt zu
κτίσαι), der dem Geschrei, das nicht zu Reigen einlädt, wollüstig frönende Ares. Vgl. 689, Eur. Phoen. 784
ὦ
πολύμοχθος
Αρης..
οὐκ
ἐπὶ
καλλι-
χόροις
στεφάνοισι
νεάνιδος
ὥρας . .
λωτοῦ
κατὰ
πνεύματα
μέλπῃ
μοῦσαν
ἐν
ᾧ
χάριτες
χοροποιοί.
βοᾶν
μάχλον wie
φόνου
μαργῶντα Eur. Herc. 1005. —
κτίσαι braucht Aschy- los für das prosaische
ποιῆσαι. nicht
645-646.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-407
ἀρότοις
ἐν
ἄλλοις, auf dem Ackerfelde gewöhnlichen werden nicht Ähren, sondern Menschen gemäht. Ares ist ein Schnitter anderer Art.-
θερίζοντα: vgl.
βίον
θερίζειν
ὥστε
κάρπιμον
στάχυν, Hor. epist. II 2, 178 metit Orcus grandia cum parvis. Vielleicht hat es
εναίμοις für
ἐν
ἄλλοις ge- heißen, da es Äschylos liebt dem bildlichen Ausdruck ein das Bild aufhebendes Epitheton beizugeben. Vgl. zu
κῦμα
χερσαῖον
στρατοῦ Sieb. 65.
649.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-408
αἰδοῦνται wie 366: zu 198.
650.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-409
ποίμναν, Schol.
τὴν
ἡμῶν
σύστασιν.—
ἀμέγαρτον, Schol.
ἀφθό-
νητον (bejammernswert)
διὰ
τὸ
ἀτελές, vielmehr wegen der Ver- folgung.
651.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-410
652-653.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-411
ἀτιμώσαντες
ἕδραν (für
ἔριν Stadtmüller)
γυναικῶν, nicht achtend das (durch den Sitz am Altare zu- erkennengegebene) Flehen der Jungfrauen. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 13
δυσάλγητος
γὰρ
ἂν
εἴην
τοιάνδε
μὴ
οὐ
κατοικτείρων
ἕδραν.
654-655.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-412
Δῖον
πράκτορ᾽
ἐπίσκοπον (so Paley für
πράκτορά
τε
σκοπόν), den von Zeus bestellten ahndenden Rächer, d. i. den Alastor (nach 419f.). —
ἐπίσκοπον: zu 1. Reinh Michaelis vermutet
πράκτορ᾽
ἀρᾶς
σκοπόν.
656-657.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-413
τίς für
οὔτις Burges. But- ler vermutet
δυσπόλεμον
τὸν
οὔτις, Meineke und Oberdick
δυσπάλαμον
τὸν
οὔτις, vgl. Hesych.
δυσπάλαμον·
δυσχερές,
κακότεχνον,
Εum. 849
θεῶν
δυσπάλαμοι . .
δόλοι.
657.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-414
ἔχων . .
ἰαίνοιτο (so Weil für
ἔχοι ..
μιαίνοντα): vgl. Hom.
ζ 155
μάλα
που
σφισι
θυμὸς
αἰὲν
ευφροσύνῃσιν
ἰαίνεται, Hesych.
ἰαίνομαι·
εὐφραίνομαι. Wegen der Vorstellung
ἐπ'
ὀρόφων
ἔχων vgl. 419f., doch bemerkt der Schol. richtig:
ἐφιζάνει
γὰρ
βαρὺς
καὶ
ἐρείπει
τὸν
οἶκον.
660.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-415
ἄζονται,
αἰδοῦνται,
σέβονται, vgl. Hesych.
άζεσθαι·
σέβεσθαι, Eum. 1003.
γάρ:
οὐδὲ
μετ᾿
ἀρσένων
ψῆφον
ἔθεντο wird begründet.
662-663.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-416
τοιγάρτοι bedeutet wie
τοιγάρ (664) zum Lohne, zur Strafe dafür".
καθαροῖσι enthält das Hauptgewicht des Gedankens: drum werden ihnen die Altäre nicht befleckt werden (wird keine Schuld auf ihrer Stadt ruhen)". Vgl.
διπλοῦν
μίασμα 627.
ἀρέσονται (sich gnädig machen) wie Xen. Mem. IV 3, 16
ἱεροῖς
θεοὺς
ἀρέσκεσθαι.
664-665.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-417
ὑπόσκιον
στόμα bezeichnet den Mund des Schutzflehenden, dem die Heiligkeit seiner Zweige besondere Achtung zuwendet. Wenn auch nach 515f. die Zweige auf dem Götteraltare zurück- gelassen sind, stehen die Danaiden doch noch unter der Wirkung der- selben, wie wenn sie sie in Händen hielten und damit den Mund be- schatteten. Ähnlich ist
ἀφύλλου
στόματος
ἐξάπτων
λιτάς Eur. Or. 383 von den Bitten gesagt, welche aus dem Mund eines Schutzflehenden kommen, der keine Zweige trägt (Hesych.
ἀφύλλου
στόματος·
ἄνευ
ἱκετηρίας).
ποτάσθω wie
βοὰ
ποτᾶται Sieb. 84.
666.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-418
φιλότιμος
εὐχή ist das Ge- bet, welches Segen erfleht. Vgl. 636.
667.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-419
λιμὸς für
λοιμός Schütz, da von der Pest in 686ff. die Rede ist.
669.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-420
στάσις ist von Bamberger ergänzt nach Pers. 717
τίνι
τρόπῳ;
λοιμοῦ
τις
ἦλθε
σκηπτὸς
ἢ
στάσις
πόλει;
Εum. 977
τὴν
δ᾽
ἄπληστον
κακῶν
μήποτ'
ἐν
πόλει
στάσιν
τᾷδ᾽
ἐπεύχομαι
βρέμειν. Heath ergänzt
ἔρις.
670.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-421
πτώμασιν: Phrynich.
πτῶμα
ἐπὶ
νεκροῦ
τιθέασιν
οἱ
νῦν,
οἱ
δ᾽
ἀρχαῖοι
οὐχ
οὕτως,
ἀλλὰ
πτώ-
ματα
νεκρῶν
ἢ
οἴκων. Hier wird
πτώμασιν durch
ἐπιχωρίοις be- stimmt:,,durch einheimische Todes- fälle", d. i. durch den Fall von Bürgern".
672-673.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-422
Αφροδίτας
εὐνάτωρ nach Hom. 267 ff. Ares möge seiner Liebe zu Aphrodite eingedenk die Blüte der Jugend verschonen, da- mit nicht durch deren Vernichtung die Werke der Kypris vereitelt werden.
βροτολοιγός das Home- rische Epitheton.
674.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-423
κέρσειεν wie
κερσάμενος Pers. 955; dagegen
ἐπέκειρεν und
ἐκειράμην Pers. 922, Cho. 171, 188,
ἄωτον in der nachhomerischen Bedeutung, welche das Wort bei lyrischen Pindar und anderen Dichtern hat das Schönste und Beste“ (
ἄνθος
ἥβης).
675.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-424
Und die Hallen der Alten mögen sich füllen mit greisen Be- ratern."
Θυμέλη bedeutet Opfer- stätte, Tempel und überhaupt einen geweihten Raum, vgl. Eur. Hik. 64
δεξιπύρους
θεῶν
θυμέλας,
Εl. 713
θυμέλαι
δ᾽
ἐπίτναντο
χρυσήλατοι, Iph.
Α. 152
Κυκλώπων
θυμέλας.
προβούλοις ist von Hermann dem Sinne entsprechend ergänzt für
γεμόντων, welches als Erklärung des folgenden
φλεόντων, wie Her- mann
φλεγόντων verbessert hat, in den Text gekommen ist. Vgl. Hesych.
φλεῖ·
γέμει. Der Dativ bei
φλεόντων wie öfters bei
πληροῦσθαι,
πίμπλασθαι.
678.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-425
679.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-426
σεβόντων (
αὐτῶν) gehört zu
πόλις.
680.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-427
τὸν
ὑπερτάτως (so nach dem Schol.
τῶν
γερόντων
σεβόντων
τὸν
Δία
τον
ξένιον
ὑπερτάτως
Η. L. Ahrens), den Hort des Gast- rechts aber vor allem".
681.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-428
πολιῷ
νόμῳ, nach dem Ge- setze, von welchem es Soph. Ant. 456 heißt:
οὐ
γάρ
τι
κἀχθές,
ἀλλ᾽
ἀεί
ποτε
ζῇ
ταῦτα (nämlich
ἄγραπταedle Mit
682.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-429
,,Wir flehen, daß andere treue Hüter des Landes immerdar auftreten und daß Artemis die Ge- burten der Frauen behüte." Um Bürgerkrieg zu verhindern sind außer dem Rate der Alten Berater des Volkes nötig.
Αρτεμιν . .
ἐφορεύειν wird zu dem eigentlichen Zusammenhang (Ge- deihen und Mehrung des Volkes) zurückgelenkt. Gewöhnlich schreibt man mit Erfurdt
δὲ
φόρους (in dem Sinne von fetus), aber die Beziehung von
ἐφόρους auf
ἐφορεύειν scheint die überlieferte Lesart zu schützen, nur darf man unter
ἐφόρους nicht mit dem Schol.
βασιλεῖς verstehen. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 145
ὦ
τῆσδ᾽
ἔφοροι
χώρας.
684.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-430
Αρτεμις
ἑκάτη: die Mond- göttin galt als Geburtshelferin, wie sie besonders in Attika zu Brauron verehrt wurde. Als solche wurde Artemis auch mit
Ειλείθυια identi fiziert. Ebenso war Hekate
κουροτρόφος (Hes. Theog. 450). Das Beiwort
ἑκάτη hat die gleiche Be- deutung wie
τόξων
μεδέουσαν Eur. Hipp. 166
τὴν
δ᾽
εὔλοχον
οὐρανίαν
τόξων
μεδέουσαν
αύτουν "
Αρτεμιν, denn nach dem Schol. zu dieser Stelle hieß es von der Frau, die in den Wehen starb, die Geschosse der erzürnten Artemis hätten sie getroffen.
686.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-431
Da bereits 641 ff. vom Kriege die Rede gewesen ist und nachher sich die Bitte anschließt, daß die Bürger von Krankheiten verschont bleiben, so wird unter dem,,Unheil, wo Menschen sterben" die Pest, unter dem dritten (644, 673, 690) Ares jener Ares zu ver- stehen sein, von dem es Soph. O.
Τ. 190 heißt: "
Αρεα
τον
μαλερόν,
ὃς
νῦν
ἄχαλκος
ἀσπίδων
φλέγει
με
περιβόητος. Dem Ausdruck
περι-
βόητος entspricht hier
βοὰν
ἔνδημον
ἐξοπλίζων: dieser Ares ist auch von Geschrei umtönt, aber nicht von Kampf-, sondern von Jammer- geschrei. Besonders bezeichnend ist für die Pest
δακρυογόνον. Der Ausdruck
ἐξοπλίζων ist gewählt wegen des Bezugs auf den eigent- lichen Ares, vgl. 710. Das Auf- hören von Musik und Tanz hat jener mit diesem Ares gemein (643). Krieg und Pest ist nach Ag. 647 die Doppelgeißel, welche Ares liebt"..
βοάν: Schol.
τὴν
ἐπὶ
τοῖς
ἀπολωλόσι
βοήν.
692-693.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-432
ἀπό, Schol.
ἄποθεν (
ἄπωθεν): ,,Der Schwarm der Krankheiten soll sich fernhalten vom Haupte der Bürger “;
ίζοι wie ein Schwarm Bienen oder Wespen. Vgl. Hor. carm. I 3, 30 nova febrium terris incubuit cohors.
694-695.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-433
Απόλλων
Λύκειος hatte in Argos als Schutzgott des Landes den ansehnlichsten unter den Tem- peln in der Stadt (Paus. II 19, 3) an der
ἀγορὰ
Λύκειος (Soph.
Εl. 7). Als
Παιάν (
ἀλεξίκακος,
ἀκέσιος) ist Apollon Heilgott. Gegen die Pest wird er auch Soph. O. T. 203 an- gerufen. Er ist
κουροτρόφος, wes- halb ihm wer in das Mannesalter eintrat die abgeschnittene Jugend- locke weihte.
νεολαία (iuventus) wie Pers. 673, wahrscheinlich auch Eur. Alk. 103 (
νεολαίας Blomfield).
696.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-434
Zeus möge bewirken, daß die Erde die Früchte, die sie in jeder Jahreszeit trägt, zu voller Reife bringe. Die gleiche Zu- sammenstellung Soph. O. T. 26f., 171f., 269f., Herod. III 65, VI 139 und Aschin. III 111 in dem Fluch gegen die Übertreter der Amphik- tyonischen Satzungen:
ἐπεύχεται
αὐτοῖς
μήτε
γῆν
καρποὺς
φέρειν
μήτε
γυναῖκας
τέκνα
τίκτειν
γονεῦσιν
ἐσικότα
ἀλλὰ
τέρατα (vgl. Hes. W.
κ.
Τ. 235)
μήτε
βοσκήματα
κατὰ
φύσιν
γονὰς
ποιεῖσθαι.
699.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-435
πρόνομα
βοτά (
πρόβατα, Weidevieh) stehen im Gegensatz zu den
ὀπισθονόμοι
βόες Herod. IV 183).
βοτὰ
τοῖς (gesetzt für
βρό-
τατος),
βοτὰ
αὐτοῖς wie
τῶν 836, Sieb. 179. Bergk vermutet
πρόνομα
δ᾽
ὀβρικάλοις.
700.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-436
πολύγονα: vgl.
Εum. 945
μῆλά
τ'
εὐθενοῦντα
Πάν
ξὺν
διπλοῖσιν
ἐμβρύοις
τρέφοι
χρόνῳ
τεταγμένῳ. - Das epische
τελέθειν findet sich auch bei Pindar und Eur. Med. 1096.
701.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-437
Und allen Gewinn (Segen) mögen sie von Seite der Götter ernten."
Ζη
ἄλφοιεν (gesetzt für Zu
λάθοιεν,
Dindorf
λάχοιεν) vgl.Hesych.
ἄλφοι·
εὕροι. Das epische
Αλφάνειν kommt auch bei Euripides vor (Med. 297, Fragm. 326).
702-703.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-438
εὐφήμοις
ἐπὶ
κώμοις (80 Geel für Bouois): vgl. Hom. Hymn.
ΙΙΙ 480
φέρειν
ἐς
δαῖτα
θάλειαν
καὶ
χορὸν
ἱμερόεντα
καὶ
ἐς
φιλοκυδέα
κῶμον
εὐφροσύνην
νυκτός
τε
καὶ
ἤματος, Aristoph. Thesm. 104
τίνι
δαιμόνων
ὁ
κώμος; 989
κώμοις
φιλοχόροισι, Eur. Bakch. 1167
κὤμον
εὐίου
Θεοῦ, Zu solchen Festes- feiern der Götter sollen die Sänger ihr Lied ertönen lassen.
μοῦσαν
τίθεσθαι umschreibt wie
ἀοιδὴν
τίθεσθαι ein Verbum wie
ᾄδειν · (
μέλπειν). Die Form
θείατο wie 762, Pers. 454
ἐξοισοίατο.
704-705.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-439
,, Aus jungfräulichem Munde ströme saitenfroher Gesang." Mit
ἁγνῶν vgl. Ag. 256
ἁγνᾷ
δ'
ἀταύρω-
τος
αὐδᾷ
παιᾶνα
φίλως
ἐτίμα (nämlich Iphigenie). Der Dich- ter scheint an Jungfrauenchöre (
παρθένεια)
τη denken. Vgl. Plut. Mor. 1136 F
πολλὰ
Δώρια
παρθένεια
Αλκμάνι
καὶ
Πινδάρῳ
καὶ
Σιμωνίδη
καὶ
Βακχυλίδῃ
πεποίηται. Mit
φιλοφόρμιγξ wird zum vorher er- wähnten Gesang die Musik hinzu- gefügt. Vgl.
ἀναξιφόρμιγγες
ὕμνοιPind.
Οl.
Ι 1,
ποικιλοφόρμιγγος
ἀοιδᾶς ebd. IV 2.
706-707.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-440
Dem Gesange des Gesamt- chors sind die Wünsche inbetreff der höchsten Güter vorbehalten.
φυλάσσοι
δ'
εὖ
τ'
ἔταισι (für
φ.
τ'
ἀτιμίας) . .
κρατύνει: „,Den Volks- genossen möge die öffentliche Ge- walt, welche den Staat regiert, ihre Vorrechte sorgfältig wahren." Bergk vermutet
φυλάσσοι
ταπιτίμι
ἀστοῖς.
ἔταισι im Gegensatz
τα
ξένοισι (709) hiers. v. a.
πολίταις. Vgl. zu 253. Der Gedanke (Schol.
ἀμετακίνητοι
εἶεν
αὐτοῖς
αἱ
τιμαί) kennzeichnet den aristokratischen und konservativen Standpunkt des Dichters.
708.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-441
προμαθίς (für
προμαθείς Hermann) ist gebildet wie der Frauenname
Πρόμηθις Anth. Pal. XIII 27, 5. Als Fem. steht
προ-
μηθής Soph.
Εl. 1078. —
εὐκοινόμητις (nur hier), auf das Gemeinwohl wohl bedacht. Vgl.
εὐφιλόπαις Ag. 722.
ἂν
709.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-442
,,Den Fremden mögen sie (
οἱ
ἄρχοντες ergänzt sich aus
ἀρχά), ehe sie zu den Waffen greifen, in Vertragstreue ohne Blutvergießen rechtlichen Austrag von Streit- sachen gewähren." Vgl. Harpokr.
σύμβολα·
τὰς
συνθήκας,
ἃς
ἀλλήλαις
αἱ
πόλεις
θέμεναι
τάττωσι
τοῖς
πολίταις
ὥστε
διδόναι
καὶ
λαμβάνειν
τὰ
δίκαια pacta con- venta) und die Ausdrücke
αἱ
ἀπὸ
συμβόλων
δίκαι,
ἀπὸ
συμβόλων
δικάζειν, dazu die Bündnisformel Thuk. IV 118
δίκας
τε
διδόναι
ὑμᾶς
τε
ἡμῖν
καὶ
ἡμᾶς
ὑμῖν
κατὰ
τὰ
πάτρια,
τὰ
ἀμφίλογα
δίκη
διαλύοντας
ἄνευ
πολέμου, Herod. VI 42. Diese Empfehlung vertragstreuen Ver- fahrens gegen andere Volksstämme steht der Verabscheuung blutigen Eroberungskrieges Ag. 463 ff, würdig zur Seite. Kruse erblickt darin eine Anspielung auf die kurz vor 01.80 seitens der Argiver erfolgte Rückgabe des Heiligtums Nemea an die Kleonäer. Doch finden sich ähnliche Gedanken schon Hes. W. u. T. 225
οἳ
δὲ
δίκας
ξείνοισι
καὶ
ἐνδήμοισι
διδοῦσιν
ἐθείας
καὶ
μή
τι
παρεκβαίνουσι
δικαίου,
τοῖσι
τέθηλε
πόλις,
λαοὶ
δ᾽
ἀνθεῦσιν
ἐν
αὐτῇ
κτέ. von
712.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-443
Nach Porphyr. de abst. IV 22 erklärte der Philosoph Xeno- krates drei Gesetze des Triptolemos als noch fortbestehend in Eleusis:
γονεῖς
τιμᾶν,
θεοὺς
καρποῖς
ἀγάλλειν,
ζῷα
μὴ
σίνεσθαι und lautete ein Gesetz des Drakon also:
θεσμὸς
αἰώνιος
τοῖς
Ατθίδα
νεμομένοις
θεοὺς
τιμᾶν
καὶ
ἥρωας
ἐγχωρίους
κτέ. Die drei Gebote der griechischen Pflichtenlehre legt bei Euripides Fragm. 853 ein Vater seinem Sohne dar:
τρεῖς
εἰσὶν
ἀρεταὶ
τὰς
χρεών
σ᾿
ἀσκεῖν,
τέκνον,
θεούς
τε
τιμᾶν
τούς
τε
φύσαντας
γονῆς
νόμους
τε
κοινοὺς
Ελλάδος·
καὶ
ταῦτα
δρῶν
κάλλιστον
ἕξεις
στέφανον
εὐκλείας
ἀεί. Das zweite Gebot
κοινοὺς
νόμους
Ελλάδος
τιμᾶν ist in 709 big 711 enthalten.
οἳ
γᾶν
ἔχουσιν 8. v. a.
πολισσούχους. —
πατρῴαις um des Versmaßes willen für
πατρίαις.
δαφνηφόροις
βουθύτοις von den Menschen, welche sich mit Lorbeer bekränzen und Stiere schlachten, übertragen. Der Ausdruck kann an die Feste
Δαφνηφόρια und
Βουφόνια erinnern.
715.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-444
γάρ begründet den aus- gelassenen Gedanken
τοὺς
γονέας
σέβοιντο, wie der Schol. richtig bemerkt:
πρῶτον
θεούς,
δεύτερον
νόμους,
τρίτον
δὲ
τόδε,
τὸ
τοὺς
γονεῖς
τιμᾶν·
ἐχρῆν
δὲ
εἰπεῖν·
καὶ
τοὺς
γονεῖς
δὲ
σέβοιντο·
τὸ
γὰρ
τιμᾶν
γονεῖς
τρίτον
ἐστὶ
παράγγελμα
Δίκης.
717.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-445
Mit
μεγιστότιμος kann man
μεγιστόπολις Pind. Pyth. VIII 2
φιλό-
φρον
Ἡσυχία,
Δίκας
ὦ
μεγιστόπολι
θύγατερ vergleichen.
718-783.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-446
drittes Epeisodion: 1. Danaos, welcher bisher auf dem Götteraltare stand und nach der Meerseite spähte (721), kündigt das Nahen der Ägyptischen Flotte an und gibt seine Absicht kund Hilfe zu holen. 2. In dem Kommos 742-769 drücken die Danaiden dem Vater ihre Angst aus, während dieser sie zu beruhigen sucht. 3. Danaos bleibt bei seinem Ent- schlusse in der Hoffnung vor dem Ausschiffen der ägyptischen Mann- schaft mit Hilfe zurückzukommen. (Der Dichter braucht eben den Schauspieler, welcher den Danaos gegeben hat, für den Herold der Ägyptiaden.)
718-719.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-447
εὐχὰς
μὲν -
ὑμεῖς
δέ: euer Flehen zwar ist gut und verständig, aber eure Aufmerksamkeit wird jetzt durch eine andere Sache in Anspruch genommen, die euch nicht erschrecken darf.
720.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-448
721.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-449
ἱκεταδόκου: Schol.
δεξαμένης
ἡμᾶς
τοὺς
ἱκέτας. Wahr- scheinlich muß man mit Meineke
ἱκταδόκου wie 198
ἱκτηρίας schreiben. 7225.
τὸ
πλοῖον: das Schreckens- wort steht nachdrücklich am An- fang des Verses wie z.
Β.
βάλλ' Hom. A 52. Zuerst wird das Admiralschiff (
ἡγεμὼν
ναῦς 730) sichtbar, auf welchem man sich auch den Herold denken muß.
εὔσημον: das Zeichen, welches an das Schiff gemalt (und mir bekannt) ist, sehe ich deutlich. Vgl. Aristoph. Frö. 933
σημεῖον
ἐν
ταῖς
ναυσὶν ·
ἐνεγέγραπτο.
οὔ
με
λανθάνει: das Asyndeton, welches Weil mit
οὐδὲ
λανθάνει beseitigen will, recht- fertigt sich durch die vorausgehende Pause; denn erst allmählich werden die einzelnen Teile des Schiffes kenntlich. Das
s0g.
σχήμα
Πινδαρικόν, welches häufiger nur bei
ἔστιν,
ἦν,
γίγνεται vorkommt und hier viel leicht mit
στολμός zu vermeiden ist, hat seinen Grund darin, daß zunächst das Subjekt nur im all- gemeinen vorschwebt. Vgl. Pind. Fragm. 78
ᾧ
θύεται
ἄνδρες.
παραρρύσεις, was sonst
παραρρύματα oder
παραβλήματα (Hesych.
παραρρύ
ματα·
δέρρεις), Vorhänge von Fellen und Faschinen zu beiden Seiten des Schiffes zum Schutze gegen feind- liche Geschosse. Dadurch wird das Fahrzeug als Kriegsschiff ge- kennzeichnet. Vgl. Xen. Hell. I 6, 19 u. II 1, 22.
724.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-450
Mit wunderbarer Lebhaftig- keit wird das Schiff personifiziert: Das Vorderteil blickt immer vor- wärts mit den Augen auf seinen Weg und vernimmt des lenkenden Steuerruders uns nicht willkommene Sprache, obwohl dieses am Ende des Schiffes ist, leider nur allzu gut" (
γλῶσσαν
οὐ
φίλην für
τῶς
ἂν
οὐ
φίλη Briggs). An angemalte Augen (Eustath. zu Il. 14, 717
πτυχή
ἐστιν
ὅπου
οἵ
τε
ὀφθαλμοὶ
ζωγραφοῦνται
καὶ
τὸ
τῆς
νεὼς
ὄνομα
ἐπιγράφεται) ist hier nicht zu denken. ·
ὑστάτου
νεώς wie
πυμάτη
ἀσπίδος Hom. Z 118. Auch Ag. 1629, Eur. El. 1014 verlängert
γλῶσσα die vorhergehende Silbe nicht. Ebenso findet sich vor B2, besonders vor
βλαστάνω
βλάστη), seltener sonst (
βύβλου 769,
ἀμφίβληστρα Eur. Fragm. 697) eine kurze Thesis.
727-728.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-451
πρέπουσιν (,, sie treten her- vor, fallen in die Augen") idɛīv wie
πρέπει
μαθεῖν Pers. 250. Die schwarzen Glieder blicken aus den weißen Gewändern hervor, die weißen Gewänder heben sich von den schwarzen Gliedern ab. Über die Tracht der Ägypter, Leibröcke mit kurzen Ärmeln aus Leinwand oder Baumwolle, immer rein und weiß gewaschen, vgl. Herod. II 37
εἵματα
λίνεα
φορέουσι
αἰεὶ
νεόπλυτα,
ἐπιτηδεύοντες
τοῦτο
μάλιστα, Plut.
π.
Ισ.
κ.
Όσ. S. 352 C, Plin. H. N. XIX 2.
729.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-452
Allmählich werden auch die anderen Fahrzeuge und die ganze Mannschaft sichtbar.
730-731.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-453
ὑπὸ
χθόνα
ἐρέσσεται, es wird an die hohe Küste herangerudert.
παγκρότως, mit vollem Ruder- geräusch, weil alle Ruderer an der Arbeit sind. Vgl.
νῆες
μονόκροτοι,
δίκροτοι mit einer Reihe, mit zwei Reihen Ruderbänken.
στείλασα
λαῖφος: wenn man sich der Küste nähert, werden die Segel einge- zogen und die Ruder gebraucht. Vgl. Hom. A 432,
π 352f., Verg. Aen. III 207 vela cadunt, remis insurgimus. 7321.
ἡσύχως
και
σεσωφρονισμένως (vgl. 204 f.), mit Ruhe und ohne Leidenschaft, mit voller Seelenruhe, gehört zu
πρὸς
πρᾶγμ᾽
ὁρώσας (auf die Sache hinblickend). Elmsley vermutet
ἡσύχους, nicht unwahr- scheinlich. —
τῶνδε
μὴ
ἀμελεῖν
θεῶν d. i. euch in den Schutz des Götter- altars begeben.
734.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-454
ἀρωγούς, militärischen Bei- stand.
ξυνδίκους, Vertreter unserer Sache. Die Aufgabe über- nimmt später der König. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 1012
ἐλθεῖν
ἀρωγούς
ξυμμά
χους
τε.
735.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-455
γάρ gibt den Grund zu der Mahnung am Götteraltar Schutz zu suchen an, weil der dazwischen- stehende Satz nur den Nebenge- danken während ich gehe und Hilfe hole" ausdrückt.
πρέσβη,
πρεσβεία (Gesandtschaft). Das Wort kommt sonst nirgends vor, weshalb man
πρέσβυς dafür setzen wollte oder
πρέσβις.
736.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-456
ἄγειν: zu 620.
θέλοντες, weil
πρέσβη s. v. a.
πρέσβεις.
φυσίων: Schol.
ἐνεχύρων.
ἐνεχυρά-
ζοντες
ἡμᾶς
διά
τινος
ἁρπαγῆς. Vgl. zu 417. Danaos nimmt zur Be- ruhigung seiner Töchter den minder schlimmen Fall an, daß die Abge- sandten nicht gleich die Danaiden selbst wegschleppen, sondern sich in den Besitz eines Unterpfands setzen wollen um die Herausgabe derselben zu erzwingen.
737.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-457
Wenn auch nicht zu be- fürchten ist, daß sie auf solche Weise ihr Ziel erreichen werden, so ist es doch für alle Fälle besser euch in den Schutz dieses Altars zu begeben".
νίν,
αὐτούς wie Sieb. 471. Stadtmüller vermutet
τρέσητ᾽
ἄγαν.
738.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-458
βοῇ, Schol.
νῦν
τῇ
βοηθείᾳ: ‚wenn wir mit dem Bringen von Hilfe uns verspäten sollten". Vgl. Thuk. VII 43
ὅπως
τῇ
παρούσῃ
ὁρμῇ . .
μὴ
βραδείς
γένωνται. Da mit motiviert der Dichter, daß Danaos erst nach dem Könige auf- tritt. Zu
βοῇ vgl. Ag. 1348
πρὸς
δῶμα
δεῦρ᾽
ἀστοῖσι
κηρύσσειν
βοήν.
739.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-459
ἀλκῆς
τῆσδε: Schol.
τῆς
τῶν
βωμῶν
καταφυγῆς.
740-741.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-460
κυρίῳ: an dem vom Schick- sal bestimmten Tage. Der Ge- danke
ὀψὲ
θεῶν
ἀλέουσι
μυλοί,
ἀλέουσι
δὲ
λεπτά wird häufig bei den Tragikern zum Troste von Mißhandelten und Unterdrückten gebracht. Vgl. Cho. 381 ff., Soph. 381f., Ant. 1074, Eur. Fragm. 979; schon bei Homer / 160
εἴπερ
γάρ
τε
καὶ
αὐτίκ᾽
Ολύμπιος
οὐκ
ἐτέλεσσεν,
ἔκ
τε
καὶ
ὀψὲ
τελεῖ
σύν
τε
μεγάλῳ
ἀπέτισαν
σὺν
σφῇσιν
κεφαλῇσι
γυ-
ναιξί
τε
καὶ
τεκέεσσιν,
742-769.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-461
Kommos. Jede Strophe und Antistrophe beginnt mit zwei Trimetern, welche, wie es scheint, der
κορυφαῖος vorträgt, während die melische Partie der Chor singt. Jeder Strophe und Antistrophe folgen zwei Trimeter des Danaos.
742-743.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-462
ὡς kausal.
ὠκύπτεροι steht wie
ταχείαι statt eines Ad- verbiums und wird durch
μήκος
χρόνου
οὐδὲν
ἐν
μέσῳ erläutert (keine Weile ist zwischen jetzt und ihrer Ankunft). — Für
ἥξουσι, wie der Sinn verlangt, hat die Hand- schrift
ήκουσιν. Dieser Fehler findet sich sehr häufig in den Hand- schriften. Auch Fragm. 6, 4 ist
ἥκουσ für
ἥξουσ' überliefert;
ἥκουσι würde für die Erklärung des Schol. von
ἐν
μέσῳ:
τῆς
ἡμῶν
φυγῆς
καὶ
τῆς
τούτων
παρουσίας (sie sind uns rasch nachgekommen) passen; aber die Furcht der Da- naiden kann sich nur auf das bald zu erwartende Erscheinen der Vet- tern beziehen. Dem entspricht die Beruhigung 772. -
Ζη
ὠκύπτεροι vgl.
λινόπτερα . .
ναυτίλων
ὀχήματα Prom. 484, zu
ἐν
μέσῳ Eur. Hera- klid. 171
κακῶς
γὰρ
Αργείοισιν
οἶδ᾽
ώπλισμένοι
μάχοιντ᾽
ἂν
ἡβήσαντες
χούν
μέσῳ
πολὺς
χρόνος, Phoen. 588
ἀνήλωται
χρόνος
οὖν
μέσῳ
μάτην, Verg. Aen. IX 395 nec longum in medio tempus.
744.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-463
περίφοβον: wie
περίθυμος (Sieb. 711, Cho. 40) aus
περὶ
θυμῷ(Hom.
Φ 65 u.
δ.,
ἀμφὶ
θυμῷ Soph. Fragm. 140), so ist
περίφοβος aus
περὶ
φόβῳ (Cho. 35,
ἀμφὶ
τάρβει ebd. 545,
περὶ
τάρβει Pers. 698) ge- bildet, ,, herzbeklemmend". Vgl.
ταρβοσύνῳ
φόβῳ Sieb. 226.
745.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-464
εἴ
τι
ὄφελός
ἐστί
μοι
πολυ-
δρόμου
φυγῆς, ob die eilige Flucht hierher mir jetzt etwas nützt.
746.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-465
παροίχομαι
δείματι wie o
χομαι
φόβῳ 794, ich komme um vor Angst.
747.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-466
τελεία, endgültig (,, eine fest beschlossene Sache").
749.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-467
ἐξῶλες (ganz unselig, ganz verkommen) wie
πανώλεις 103. eine
750.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-468
λέγω
πρὸς
εἰδότα, sprichwörtliche Redensart, vgl. zu
εἰδυίαισιν
ἂν
ὑμῖν
λέγοιμι Prom. 457. Dieser Zusatz führt der Phan- tasie eine Vergangenheit vor voll von Streit und Kämpfen, von denen das epische Gedicht Aavats erzählte und der Zuschauer wahrscheinlich in den folgenden Stücken der Tri- logie erfuhr. Vgl. Einl. S. 2.
751.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-469
δοριπαγεῖς, festgezimmerte.
κυανώπιδας wie Pers. 562, dem Homerischen
κυανόπρῳρος ent- sprechend. Vgl.
κυανώπιδος
Αμφι-
τρίτης Hom.
μ 60.
752.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-470
Um der genauen Responsion willen setzt Meineke die ionische Form
νέας.
ὧδε,
δεῦρο.
ἐπι
τυχεῖ
κότῳ, in ihrem Ingrimme, der sie hierher ans Ziel führte. Man könnte an
ἐπιτυχεί
πότμῳ (wie Pers. 711
εὐτυχεῖ
πότμῳ) denken.
753.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-471
πολεῖ wie
πολέα Ag. 724, Pers. 272.
μελαγχίμῳ: vgl. 727.
754-755.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-472
γέ hebt die Beziehung auf
πολεῖ
μελαγχίμῳ hervor: wenn ihrer viele sind, so werden sie auch hier viele Gegner finden, die gleich- falls dunkelfarbig sind, weil die Mittagsonne sie bei ihren körper- lichen Übungen verbrannt hat".
μεσημβρίας für
μεσημβρία Schütz.
κατερρινωμένους (wie mit Leder überzogen hat H. Voß für
κατερρι-
νημένους geschrieben nach Hesych.
κατερρινωμένον
καταπεπυκασμένον,
καταδεδερματωμένον. Für
κατερρι-
νημένους (ausgefeilt) verweist man auf Quint. or. VIII 3, 12 quorum lacertos exercitatio expressit ac constrinxit, Tac. Germ. 30 strictos artus, Lucret. III 214 nil ibi lima- tum de toto corpore cernas. Aber
κατερρινωμένους eignet sich beson- ders gut wegen der Beziehung auf die schwarze Haut der Ägypter. Mit Stolz hebt der Grieche die Wirkung der Gymnastik hervor, während
σκιατραφής,
σκιατροφία verächtliche Bezeichnung einer ver- weichlichten Lebensweise ist. Vgl. Eur. Bakch. 458, Plat. Phaedr. S. 239 C.
οὐκ
757.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-473
Ein Weib allein vermag nicht viel" Goethe. Vgl. Eum. 38
δείσασα
γὰρ
γραῦς
οὐδέν.
ἔνεστ᾽
Αρης: vgl. Soph.
Εl. 1244
ὅρα
γε
μὲν
δὴ
καν
γυναιξὶν
ὡς
Αρης
ἔνεστιν.
758.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-474
οὐλόφρονες (30 Valckenaer für
δουλόφρονες),
εἰσίν. Vgl. das Homerische
όλοόφρων.
δολιομή-
τιδες, heimtückischen Sinnes.
759-760.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-475
Sie, die in ihrem gottlosen Sinne um die Heiligkeit von Götter- altären sich nicht kümmern wie Raben, welche von Altären Opfer- stücke rauben. Vgl. Paus. V 14, 1. —
ἀλέγειν (gewöhnlich mit
οὐκ ist ein episches Wort.
762.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-476
σοί
τε
καὶ
θεοῖσιν, den Göt- tern ebenso wie dir. Vgl. Hom.
Χ 41
αἴθε
θεοῖσι
φίλος
τοσσόνδε
γένοιτο
ὅσσον
ἐμοί.
763.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-477
τριαίνας: der Plural bedeutet ,,Abzeichen der Götter wie den Drei- zack des Poseidon (224)“.
στέφη (so Nauck für
σέβη),
στέμματα, die Zweige der Schutzflehenden, welche auf dem Altare liegen. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 913
στέφη
λαβοῦσα
κἀπιθυμιά
ματα.
765.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-478
περίφρονες, Schol.
ἀντὶ
τοῦ
ὑπέρφρονες (übermütig) wie
περί-
φρονα Ag. 1427. Dindorf schreibt
φυσίφρονες nach
Hesych.
φυσίφρονες
πεφυσημένοι
τὰς
φρένας,
μάταιοι. Es ergänzt sich wieder
εἰσίν.
ἀνιέρῳ
μένει (Drang) gehört zu
μεμαργωμένοι.
766.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-479
κυνοπρασεῖς: der Hund war den Orientalen das Symbol der Un- verschämtheit und xvov ist bei den Griechen ein Schimpfwort zur Be- zeichnung schamloser Frechheit. Vgl. Hom. X 345.
767.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-480
ἐπαΐοντες mit der gleichen Quantität wie 59, Soph. Ai. 1263
τὴν
βάρβαρον
γὰρ
γλῶσσαν
οὐκ
ἐπαΐω, während
ἀΐων Ag. 55,
ἀΐει Pers. 636 einen Anapäst bildet.
768.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-481
Sind jene Hunde, so wer- den ihnen gegenüber die Argiver Wölfe sein, welche den Hunden überlegen sind". Die Anwendung des sprichwörtlichen
κρείσσονες
λύκοι
κυνῶν hat Bezug auf die Verehrung des Apollon
Λύκειος in Argos (694). Dagegen braucht man nicht (mit Stanley) an Anubis mit dem Hundskopfe zu denken. Den Rhythmus des Verses verbessert Hermann mit
κρείσσονας
λύκους, womit auch der störende Artikel wegfällt, den Burges mit
φήμη
τις beseitigen wollte.
769.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-482
βύβλου, hier mit kurzer erster Silbe (vgl. zu 726), sonst mit langer (Hom.
φ 391, Prom. 837). Schol.
ἐπεὶ
παπυροφάγοι
οἱ
Αἰγύπτιοι, die Frucht der Papyrosstaude ist der Kornähre nicht gewachsen" d. i. ,,wer sich von Papyros nährt, kann nicht so kräftig sein wie ein Ge- treideesser“. Theophr.
π.
φυτ.
ἱστ. IV 8 (nachdem er den vielfachen Gebrauch des Papyros dargelegt)
μάλιστα
δὲ
καὶ
πλείστη
βοήθεια
πρὸς
τὴν
τροφὴν
ἀπ᾿
αὐτοῦ
γίνεται.
μασῶνται
γὰρ
ἅπαντες
οἱ
ἐν
τῇ
χώρᾳ
τὸν
πάπυρον
καὶ
ὠμὸν
καὶ
ἑφθὸν
καὶ
ὀπτόν,
καὶ
τὸν
μὲν
χυλὸν
καταπίνουσι,
τὸ
δὲ
μάσημα
ἐκβάλ-
λουσιν, Plin. H. N. XIII 22 8 72 papyrum.. mandunt quoque crudum decoctumque, sucum tantum devo- rantes. Diese Kenntnis verdankte Äschylos wahrscheinlich der Peri- egese des Hekatäos, vgl. zu 964. In Kontrast zu dieser Vorstellung des Dichters steht die Angabe, daß die Ägypter spottweise
ἀρτοφάγοι ge- nannt wurden. Das Brot war ein Hauptnahrungsmittel derselben (vgl. Uhlemann, Äg. Alt. II S. 281f., Erman, Ägypten S. 267 ff.). Eras- mus gibt die Erklärung,,fructus papyri haud sustinet spicam gravem“ nach Zenob.
Ι 73
ἐπὶ
τῶν
οὐ
δυνα
μένων
τοῖς
ἰδίοις
χρῆσθαι
καλοῖς,
παρόσον
ἀσθενὴς
ἡ
βύβλος
πρὸς
τὸ
φέρειν
σίτον.
στάχυας
γὰρ
ἀνατέλ
λουσα
οὐ
τρέφει. Auch die Er- klärung von Stanley „tanto Aegyptii imbelliores sunt Graecis quanto minus robusta est papyrus, eorum cibus, quam frumentum Graecorum, quippe cum non valeat spicam ferre" kann nicht befriedigen. Richtiger Schütz: papyri fructus non est spica praestabilior h. e. extra metaphoram: Aegyptii non sunt Argivis fortiores. Vgl. 964. sogar
770-771.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-483
Nach
ὡς
ἔχοντες (min Anbetracht, daß sie die Heftigkeit frivoler und gottloser Bestien, nicht bloß die Wut frecher Hunde haben“) sollte
τάχα
ἂν
κρα-
τήσειαν folgen. Aber dieser Aus- druck von schlimmer Vorbedeutung wird vermieden und dafür
χρὴ
φυλ.
κράτος gesagt (,,man mus auf der Hut sein, daß sie die Oberhand gewinnen"). Vgl. zu 456, Cho. 787 f., 1057. Ohne Not also schreibt man mit Turn
ἔχοντας (als acc. absol.). Es scheint von Wichtigkeit für die Fortsetzung der Trilogie, daß der Dichter die Möglichkeit eines Sieges der Ägyptiaden andeutet.
772.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-484
Wie Ag. 790, Pers. 180
στέλλειν
στρατόν bedeutet ein Heer ausrüsten, in Bereitschaft setzen", so ist hier der Sinn: es geht nicht so rasch, bis sich ein Flottenheer in Bereitschaft setzt".
773-774.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-485
Ζη
όρμος ergänzt sich
ταχύς wie
ταχύ zu (
τὸ
ἐς
γῆν
ἐνεγκεῖν
πείσματα
ευνατήρια (
πείσματ᾽
εὐναστήρια für
πεισμάτων
σωτηρίου Merkel) : „, auch das Vorankergehen und das Verbringen der Halttaue ans Land geht nicht so rasch von- statten ".
όρμος wie Herod. VII 193
ἐν
τούτῳ
ὅρμον
οἱ
Ξέρξεω
ἐποιεῦντο.
แ ·
πείσματ᾽
εὐνατήρια (vgl. Pers. 163
εὐνατήριον),
πρυμνήσια, sind die Taue mit denen das Heckbord am Lande befestigt wird, welche das Schiff zur Ruhe bringen, wie bei Homer evvaí die Senk- oder Lager- steine heißen, welche als Anker dienten. Zuerst wird die Haupt- sache angeführt, wiewohl der Zeit nach die Ordnung des Heeres zu- letzt kommt. Vgl. zu Eur. Med. 1 ff. – Die Bemerkung, daß das Landen Zeit beanspruche und daß man möglicherweise wegen des nahen Einbruchs der Nacht nicht einmal vor Anker zu gehen wagen werde, soll weiter zur Beruhigung der Danaiden beitragen und ihnen die Hoffnung erwecken, daß zunächst nicht einmal die Ausschiffung des Heeres werde versucht werden (779 f.).
774-775.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-486
ἐν
ἀγκυρουχίαις, wenn es sich darum handelt, daß der Anker das Schiff halte (beim Suchen eines geeigneten Ankerplatzes). -
ναῶν
ποιμένες, Schol.
κυβερνῆται. Vgl. Eur. Hik. 674
ποιμένες
ὄχων
τετραόρων.
776.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-487
ἀλίμενον: die Strandebene von Kyberi, wo Apobathmoi, der Landungsplatz des Danaos, lag, ist hafenlos bis hinab zum Thyreatischen Meerbusen. Überhaupt ist Nauplia der einzige Hafen an der Küste von Argolis.
777.
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ἐς
νύκτ᾽
ἀποστείχοντος
ἡλίου: vgl. Cho. 656
τάχυνε
δ᾽,
ὡς
καὶ
νυκτὸς
ἅρμ᾽
ἐπείγεται
σκοτεινόν. Man sieht aus solchen Stellen, daß sich die Zuschauer der dramatischen Darstellung ebenso wie dem An- hören einer epischen Erzählung hingaben und sich nicht daran stießen, daß von Nachtwerden ge- sprochen wurde, während sie in Wirklichkeit im Theater hellen Tag um sich hatten.
φιλεῖ·
εἴωθεν Hesych. Das Asyndeton bei der Erläuterung.
ὠδῖνα peinlicher Sorge wie Cho. 210
πάρεστι
δ᾽
ὠδὶς
καὶ
φρενῶν
κατα-
φθορά von quälender Unent- schlossenheit. von 7791.
οὐδ᾽
ἂν
ἔκβασις, geschweige
στολὴ
στρατοῦ. Das doppelte av ist bei Äschylos weit seltener als bei Sophokles. —
γένοιτο
ἂν
καλή, dürfte sich als ratsam erweisen. Schol.
πριν
καταθαρρῆσαι
τῷ
ὅρμῳ
τὰς
ναῦς, d. h. bevor man für das Landen eine Vertrauen erweckende Bucht findet.
781.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-489
Sei in Anbetracht deiner Angst darauf bedacht die Götter nicht außeracht zu lassen, d. h. laß dich durch deine Aufregung nicht verleiten den Götteraltar zu verlassen.
φρόνει wie
μέμνησο.
μέν gehört eigentlich zu
σύ und hat nur wegen de eine andere Stellung erhalten.
ἀμελεῖν
θεῶν wie 733.
782.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-490
Daß vor
πράξας
ἀρωγήν ein Vers, welcher mit
ἐγὼ
δέ begann, ausgefallen ist, hat Hartung wahr- genommen. Der Vers kann etwa
ἐγὼ
δὲ
θάσσον
δεῦρ᾽
ὑποστρέψω
πόσα gelautet haben. Mit
πράξας
ἀρωγήν (sobald ich Hilfe erwirkt habe) vgl. 1056 und
πράσσειν
εἰρήνην,
φιλίαν,
κατάλυσιν
τοῦ
δήμου.
ἄγγελον, weil er die An- kunft der Ägyptiaden meldet.
783.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-491
784-831.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-492
drittes Stasimon, in welchem die Danaiden ihrer höchsten Angst und ihrem In- grimm gegen die Ägyptiaden Aus- druck geben und Zeus selbst da- für verantwortlich machen, wenn jene ihre Freveltat ausführen: Wohin im apischen Lande soll ich mich verkriechen? Könnte ich als Rauch in die Höhe steigen! Was der Vater erspäht hat, er- schreckt mich zu Tode; lieber will ich mich aufhängen als an der Seite des vermaledeiten Mannes ruhen. Könnte ich mich in den hohen Äther erheben oder auf einen steilen Felsen um mich von ihm hinabzustürzen, bevor ich die unselige Ehe eingehe! Würde ich dann auch den Hunden und Vögeln zur Speise, lieber als das Ehelager ist mir der Tod.. · Höre mein Flehen, Vater Zeus; verab- scheue in deiner Gerechtigkeit die Gewalttätigkeit, erbarme dich der Schutzflehenden. Mich verfolgen die Söhne des Ägyptos. Du hast Macht gegen alles: was erfüllt sich den Sterblichen gegen deinen "Willen?" Der Parallelismus im Inhalt der beiden ersten Strophen- paare legt den Gedanken nahe, daß der eine Halbchor das erste, der andere das zweite, der Ge- samtchor das dritte Strophenpaar vorzutragen hat.
784.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-493
γᾶ
βοῦνι,
πάνδικον (für
βουνῖτι
ἔνδικον Dindorf u. Paley)
σέβας: Hochland, mit vollem Recht verehrt". Vgl. zu 123.
786.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-494
,, Vielleicht ist irgendwo ein versteckter Schlupfwinkel zu finden."
κελαινόν: Schol.
ἀφανές (eine Höhle, die niemand findet).
κεῦθος: vgl. Hes. Theog. 483
ἄντρῳ
ἐν
ήλιβάτῳ
ζαθέης
ὑπὸ
κεύθεσι
γαίης.
788.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-495
D. i.,,emporsteigend bis zu den Wolken des Himmels".
νέφεσσι wie
φυγάδεσσιν 1054; vgl.
ὅσσας Pers. 866,
πέλασσον,
μέσσος bei Sophokles. Das Particip
γειτονῶν hat sich an
καπνός angeschlossen wie Soph.
Ο.
Κ. 1081
εὔθ᾽
ἀελλαία
ταχύρρωστος
πελειὰς
αιθερίας
νεφέλας
κύρσαιμ'
αὐτῶν
ἄνωθεν
αἰωρήσασα
το
μὸν
ὄμμα an
πελειάς.
790-791.
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ἀμπετὴς
αἰόλος (so für
ἀμπετήσαις
δόσως, d. i.
ἀμπετὴς
ΑΙΣΔΟΣ <=
ΑΙΟΛΟΣ>
ὡς)
κόνις: „in die Höhe fliegend als leicht- beweglicher Staub". Das in der Überlieferung hinzugefügte ås kann der Dichter entbehren. Vgl. zu 110 ff., 449 f., Pers. 88 ff. Zu alólos vgl. Sieb. 481
λιγνὺν
μέλαιναν,
αἰόλην
πυρὸς
κάσιν mit dem Schol.
τὴν
εὐκίνητον
καὶ
ταχεῖαν. Zweier Endungen ist
αιόλος auch Aristot. Probl. 26, 13
αἰόλοι
ἡμέραι. In
αἰόλος liegt gewissermaßen die Begründung für
ἄτερθε
πτερύγων.
κόνις: zu 186.
ὀροίμαν für
ὀλοίμαν Dindorf.
792.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-497
κακόν ist für
κέαρ nach einer Vermutung von Schütz ge- setzt;
κέαρ scheint aus dem folgenden Verse zu stammen, wo Schwerdt
κελαινόχρων
δὲ
πάλλεται
φίλον
κέαρ schreibt. W. Headlam Vermutet
ἄλυκτον (mit Hermann)
δ᾽
οὐκέτ᾽
ἂν
πέλοι
τέλος.
793.
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κελαινόχρως (für
μελανόχρως Pauw): Schol.
ἀντὶ
τοῦ
τεταραγμένη.
ἡ
μεταφορὰ
ἀπὸ
τῆς
θαλάσσης,
ἥτις
ἐν
τῷ
ταράσσεσθαι
μελαίνεται. Man könnte hierfür auf Hom. H 63 oin
δὲ
ζεφύροιο
ἐχεύατο
πόντον
ἔπι
φρὶς
ὀρνυμένοιο
νέον,
μελάνει
δέ
τε
πόντος
ὑπ᾽
αὐτῆς verweisen, aber näher liegt es an das Homerische
φρένες
ἀμφίμελαιναι zu denken, vgl.
μελαγχίτων
φρήν Pers. 117.
794.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-499
σκοπαί hier von dem Ergeb- nis der Handlung wie
πόνος Cho. 137
ἐν
τοῖσι
σοῖς
πόνοισι
χλίουσιν
μέγα.
795-796.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-500
μορσίμου: Schol.
μόρον
μοι
ἐπάγοντος. –
ὁρκάναις (um des Versmaßes willen gesetzt für
o
αg-
γάναις nach Hesych.
ὁρκάνη·
ἔνιοι
κρεμάστραν·
ἄλλοι
σαργάνην) von den erdrosselnden Stricken.
798.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-501
χριμφθῆν (diese Form steht vereinzelt, wenn nicht Sieb. 1070
κατακλυσθῆν für
κατακλυσθῆναι
τὰ
μάλιστα zu schreiben ist)
χροΐ: die gehässige Bezeichnung verrät den bitteren Haß.
799.
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θανούσης (
μου)
ανάσσοι: lieber soll Hades mein Herr sein als ein Sohn des Ägyptos.
δ'. welches Hartung getilgt hat, ist für den Sinn fast störend.
800.
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πόθεν
γένοιτ'
ἄν dient eben- so zum Ausdruck eines Wunsches (
εἴθε
γένοιτό
ποθεν) wie häufig
πῶς und
τίς mit dem Potentialis. Vgl. Ag. 627, 1449. -
αἰθέρος
θρόνος wie
ἕδρα
χθονός oder
γῆς oder
τάφου Eum. 808, Soph.
Ο.
Κ. 45, Eur. Hel. 797.
801.
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an den sich nasses Ge- wölk als Schnee ansetzt“, d.h.„ein von Schnee umgebener Sitz im Äther". Der Text dieses Verses ist sehr unsicher:
κύφελλ' für
νέφη
δ' hat Dindorf geschrieben nach Hesych.
κύφελλα·
τὰ
νέφη..
ὁμίχλη. Das Wort findet sich sonst bei Kallimachos und Lykophron. Andere vermuten
νεφῶν
ὑδρηλά oder
νέφη
δίυγρα oder
νέφη
κάθυδρα (nach Hesych.
υδρηλοί.
κάθυδροι);
πήγνυται hat Burges für
γίγνεται gesetzt. Dem Sinn würde eher
πηγνύοιτο entsprechen. Aber auch Hom. P 629
ἤδη
μέν
κε,
καὶ
ὃς
μάλα
νήπιός
ἐστιν,
γνοίη könnte man
εἴη für
ἐστίν erwarten. 8021.
λισσάς . .
πέτρα: durch die zahlreichen Epitheta heben die Jungfrauen mit einer Art von Wollust die für das Sichhinab- stürzen günstigen Eigenschaften hervor. Vgl. Ag. 202 ff., Pers. 638 ff.
λισσὰς
πέτρα wie Eur. Andr. 533
λισσάδος
πέτρας, bei Homer
λισσὴ
πέτρη.
αἰγίλιψ, das Homerische Epitheton, dessen Ableitung un- sicher ist, von dem nur feststeht, daß die Etymologie von Eustathios (733, 35)
ἥτις
διὰ
τὸ
τοῦ
ὕψους
δυσανάβατον
καὶ
ὑπὸ
αἰγὸς
λείπεται abstrus ist. Der Stelle
ὥς
τε
κρήνη
μελάνυδρος,
ἥ
τε
κατ᾽
αἰγίλιπος
πέτρης
δνοφερὸν
χέει
ὕδωρ (
Ι 15, II 4) entspricht die Bedeutung ,, wassertriefend" (vgl. alyes Wogen und
λείβω). —
ἀπρόσδεικτος, weil dessen Gipfel in die Wolken hinein- ragt.
οἰόφρων personifziert die in einsamer Höhe stolz empor- ragende Kuppe. Das Epitheton kennzeichnet den Natursinn des Dichters. —
κρεμάς, abschüssig.
γυπιάς, WO die Geier horsten. Plin. H. N. X 6 nidos (volturum) nemo attingit .. nidificant in ex- celsissimis rupibus.
805.
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806-807.
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πρὶν
κυρῆσαι schließt sich an
βαθύ
πτῶμα an.
δαΐκτωρ
γάμος, funestae nuptiae. Vgl.
δαϊ
κτήρ Sieb. 900. —
βία
καρδίας (zwei- silbig wie 74) wie
βία
φρενῶν Sieb. 599, mit innerem Widerstreben.