182-532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-85
erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
288-289.
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,,Und Kyprisches Gepräge ist ähnlich in Frauengestalten ge- stempelt von männlichen Prägern“, d. h. ,,Kyprische Väter erzeugen ähnliche Tächter", denn
τίκτουσιν
δὲ
γυναῖκες
ἐοικότα
τέκνα
γονεῦσιν (Hesiod W. u.
Τ. 235). —
εἰκώς wie Cho. 558
ξένῳ
γὰρ
εἰκώς. Für
Κύπριος (in der Handschrift ist
Κύπρις in
κύπριος korrigiert) ver- langt Hartung
Κύπρος, weil Ana- päste von Wörtern, die erst durch Position zum Anapäst geworden sind, sich selten finden. Doch vgl.
ἑκατὸν
δὶς Pers. 346,
ὕπατός
τε Ag. 514.
290-291.
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Ινδάς (so Bothe für
ίνδούς) .
τοίας (für
εἶναι Heimsöth, vgl. das Schol., welches in der Hand- schrift bei 293 steht, ursprünglich aber wohl hierher gehörte,
λείπει
εἶναι) ·
ἀστυγειτονουμένην (30 Stanley für
ἀστυγειτονουμένας):,,und von weidenden Indierinnen von gleichem Aussehen (wie ihr) höre ich, daß sie auf Kamelen wie auf Pferden reiten auf Maultiersätteln über das Land hin, welches in der Nachbarschaft der Äthiopen be- wohnt wird". Die Vorstellung des Dichters, nach welcher Äthiopien an Indien grenzt, ergibt sich aus Prom. 834
ἥξεις
κελαινὸν
φύλον,
οἳ
πρὸς
ἡλίου
ναίουσι
πηγαῖς (also im Osten),
ἔνθα
ποταμὸς
Αιθίοψ. Ein Volk
Καμηλοβοσκοί in Karmania erwähnt Markianos Peripl. 20, vgl. Strab. XVI S. 768, Tümpel Jahrb. f. klass. Philol. XVI Suppl. S. 181.
ἱπποβάμοσιν nicht
ἵπποις
ἐοικυίαις
κατὰ
τὸ
τάχος, sondern welche wie Reitpferde dienen".
τοίας wie Hom.
Ψ 66
πάντ'
αὐτῷ
μέγεθός
τε
καὶ
ὄμματα
κάλ'
εἰκυῖα
καὶ
φωνὴν
καὶ
τοῖα
περὶ
χροῒ
εἵματα
ἕστο.
ἀστραβιζούσας,
νωτοφόρου-
μένας (Schol.).
ἀστράβη ist der hölzerne Saumsattel.
Ζυ
άστυ-
γειτονουμένην vgl. Hesych.
ἀστύ-
γειτον·
πλησιόχωρον. Der Akk. wie in
στεῖχ᾽
ἀνηρότους
γύας Prom. 734 (Schol.
κατὰ
τὴν
χθόνα),
τὸν
αἰπὸν
οὐρανὸν
διφρηλατών Soph.
Αi. 845.
293.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-163
ἀνάνδρους, Männer ver- schmühend, vgl. Prom. 749
Αμα-
ζόνων
στρατὸν
στυγάνορα.
κρεοβόρους scheint nach dem Schol. zu Hom.
Γ 189
ὠνομάσθησαν
δὲ (
αἱ '
Αμαζόνες)
παρὰ
τὸ
μὴ
ἔχειν
τὸν
ἕτερον
τῶν
μαζῶν
ἢ
παρὰ
τὸ
μὴ
χρῆσθαι
μάζαις auf die Ableitung des Namens von
μᾶζα hinzuweisen (Fleisch, kein Brot essend).
294.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-164
Als Bogenschützinnen werden die Amazonen auch Eum. 631, Pind.
Οl. 13, 89, Herod. IV 114, Strab.
ΧΙ S. 504 bezeichnet, während sie nach der älteren Vor- stellung mit den schweren Waffen der Heroen kämpfen.
τὰς
Αμαζόνας
ᾔκασα
ἂν
ὑμᾶς, die (sagenberühmten) Amazonen würde ich in euch vermuten.
295.
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Vgl. Ag. 548
πῶς
διδαχθεὶς
τοῦδε
δεσπόσω
λόγου.
δή;
297.
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κληδοῦχος ist altertumliche Bezeichnung für „Priesterin". Vgl. Eur. Iph.
Τ. 132, 1462, Hipp. 541. Zur Sache vgl. Hesych.
Ιω
καλλίθυια.
Ιὼ
καλλίθυια
ἐκαλεῖτο
ἡ
πρώτη
ἱέρεια
τῆς
Ἥρας (30 Scaliger für
Αθηνᾶς). Der Aus- druck
κληδοῦχος scheint eine Reminiszenz an Fragm. 4 des epischen Gedichts
Φορωνίς zu ent- halten:
Καλλιθόη
κλειδούχος
Ολυμ-
πιάδος
βασιλείης "
Ηρης '
Αργείης,
ἢ
στέμμασι
καὶ
θυσάνοισι
κόσμησεν
πέρι
κίονα
ἀνάσσης. Vgl. Einl. S. 10.
πρώτη
μακρὸν an
299.
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ὡς
μάλιστα, wie maxime in Antworten zur Bestätigung dient. Mit,,gewiß, sie war es", be- stätigt der König die Angabe der Danaiden auf Grund der argivischen Tradition. ,,In omni hoc diverbio tenendum est cognita habere regem ea de quibus quaerit et quaerere dumtaxat ut exploret verane falsa dicant virgines'
แ Hermann. Vgl. 314. —
φάτις
κρατεῖ wie Pers. 740, fama obtinet. In der Lücke, welche schon durch die Stichomythie angezeigt wird und zuerst von Pearson bemerkt wurde, kann ein Gedanke wie
ταύτης
ἔρωτι
θάλπεται
Διὸς
κέαρ verloren gegangen sein.
300.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-168
μὴ (
ἆρα
μὴ,
μῶν) bezieht sich mehr auf
μιχθῆναι
βροτῷ als auf
λόγος
τις (
ἐστι): „. Es hat sich doch nicht gar Zeus, wie eine Sage geht, mit einer Sterblichen ver- bunden." Vgl. Hom.
Β 821
θεά
βροτῷ
εὐνηθεῖσα.
301.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-169
κού (so Stanley für
καὶ)
κρύπτ᾽
ἀφ' (so für
κρυπτά
γ
ταμπαλάγματα (so Hermann für
παλλαγμάτων nach Hesych.
ἐμπα-
λούγματα d. i.
ἐμπαλάγματα·
αἱ
περιπλοκαί): „, und nicht verborgen vor Hera blieben diese Um- armungen". Vgl. Eur. Bakch. 98
κρυπτὸν
ἀφ᾽
Ἥρας, Hom.
Ψ 110
κεκρυμμένα
ἀπ᾿
ἄλλων. In
κἄκρυπτά
γ'
Ἥρας, wie Hermann schreibt, entzieht sich der Gen. einer glaubhaften Erklärung, da Ausdrücke wie
δίκας
ἀφόβητος,
ἀγύμναστος
λόγων,
σωτηρίας
ανελπις,
ἀλαμπὲς
ἡλίου anderer Art sind.
302.
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πῶς: nach dem Schol.
τὰ
νείκη
Διὸς
καὶ
Ἥρας
εἰς
τί
κατέ-
ληξαν; erwartet man
ποῖ, welches vielleicht, wie Eur. Hek. 820
τί, in
πῶς verwandelt wurde zur Be- seitigung des Hiatus, den sich die Tragiker vor our gestatteten (zu 310). Vgl. Cho. 526
καὶ
ποῖ
τελευτᾷ
καὶ
καρανοῦται
λόγος; Soph.
Ο.
Κ. 476, Eur. Hek. 419, doch Pers. 737
πῶς
τε
δὴ
καὶ
ποῖ
τελευτᾶν.
βασιλέοιν ist der Deutlichkeit halber für
βασιλέων gesetzt, weil in der Überlieferung häufig der Plural an die Stelle des Dual getreten ist.
303.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-171
Αργεία
θεός: wie Athena die Göttin von Athen, Dionysos der Gott von Theben, so ist Hera die Göttin von Argos, wo sie auf einer Anhöhe zwischen Argos und Mykenä einen berühmten Tempel hatte. Vgl. Pind. Nem. X 2 "
Αργος
Ἥρας
δῶμα
θεοπρεπές. Eine all- gemeinere Bedeutung hat wohl das Homerische
Ἥρη
Αργείη 48, E 908.
304.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-172
πελάζει
ἐπὶ
βοΐ scheint sich aus der Verbindung zweier Vor- stellungen (,, naht der Kuh" und ,,liegt an ihr") zu erklären. Schütz schreibt
ἔτ᾽ für
ἐπ' (adhuc vaccae Jupiter appropinquavit?). — Das Epitheton
εὐκραίρῳ hebt das Un- natürliche hervor.
305.
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πρέποντα,
ὅμοιον
ὄντα. Vgl. Hesych.
πρέπον·
ὅμοιον.
306.
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πρὸς
ταῦτα,
ἐποίησεν
ἐμη-
χανήσατο). Leicht ergänzen sich die allgemeinen Ausdrücke Tuns und Sagens.
ισχυρά be- des gründet die Vermutung, daß sie es nicht ruhig hinnahm. Vgl. Hom.
Θ 482
οὐ
σεῦ
ἐγώ
γε
σκυζομένης
ἀλέγω,
ἐπεὶ
οὐ
σέο
κύντερον
ἄλλο,
307-308.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-175
πάνθ'
ὁρῶντα bedeutet, wie das folgende
πανόπτην zeigt, „,all- sehend" (,,ex omni parte cernentem" Stanley). Vgl. Prom. 590
τὸν
μυριωπὸν . .
βούταν, 705 "
Αργος . .
πυκνοῖς
ὄσσοις
δεδορκώς, Eur. Phoen. 1115
στικτοῖς
Πανόπτην
ὄμμασιν
δεδορκότα, wo
Πανόπτης als Name steht (Apollod. II 1, 2, 2
Αργος ¿
πανόπτης
λεγόμενος), Plaut. Aul. III 6, 19 Argus. . qui oculeus totus fuit. Vgl. die Dar- stellung auf einer rotfigurigen Vase von Caere Wiener Vorlegbl. 1890/1 Tafel XI 1, auf welcher Argos von oben bis unten mit Augen bedeckt ist.
οἰοβουκόλον (Hirte einer ein- samen Kuh, während die Hirten gewöhnlich eine Herde haben) steht in Gegensatz zu
πανόπτην wie Claudian. Stil. I 312 Argum fama canit centeno lumine cinctum servasse corporis excubiis unam iuvencam. Vgl.
οἰοβώτας Soph. Ai. 614. Die Bildung '
Ιοβουκόλον (so Schindler) scheint unmöglich.
309.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-176
Tóv: zu 177. — Die Appo- sition
παῖδα
γῆς ist in den Relativ- satz hineingezogen.
Γηγενής heißt Argos auch Prom. 589, 704. Nach Apollod. II 1, 3, 3 hat auch der Logograph Akusilaos ihn als
γηγενής bezeichnet. Die Sage, daß Hermes den Argos getötet habe, ist aus der (unrichtigen) Deutung des Beinamens
Αργειφόντης ent- standen. Vgl. Apollod. II 1, 3, 4
ἀπέκτεινε
τὸν
Ἄργον,
ὅθεν
ἀργει
φόντης
ἐκλήθη.
310.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-177
τί
οὖν wie Pers. 789, Sieb, 192, 691, Eum. 903, Soph. Phil. 100, Ai. 873: zu 302.
311.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-178
κινητήριον, d. i. mit der Auf- gabe die Kuh von Ort zu Ort zu treiben.
312.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-179
Ινάχου (für
οἱ
Νείλου Her- mann)
πέλας: vgl. Verg. Ge. III 147 cui nomen asilo Romanum est, oestrum Graii vertere vocantes und oben zu 16.
314.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-180
συγκόλλως, eine vox Aeschy- lea, Schol.
συμφώνως, Cho. 540
συγκόλλως
ἔχειν, Schol.
συνημμένως
τῇ
ἀληθείᾳ, Cho. 578
ἀρτίκολλα, Schol.
σύμφωνα, Hesych.
ἡρμοσμένα. Mit,,ganz in Übereinstimmung mit mir" anerkennt der König die Richtigkeit und die Beweiskraft der Erzählung.
315.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-181
Κάνωβον: Prom. 872
ἔστιν
πόλις
Κανωβος
ἐσχάτη
χθονός,
Νείλου
πρὸς
αὐτῷ
στόματι
καὶ
προσχώματι. Vgl. Einl. S. 9.
ἐπὶ
Μέμφιν, in die Gegend von Mem- phis (wo die Pyramiden stehen). - Nach diesem Vers weist die Stichomythie auf eine Lücke hin, welche einen Gedanken wie
ἐνταῦθ'
ἀμείβει
τὸ
πάρος
εὔμορφον
δέμας; enthalten haben kann.
316.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-182
,,Ia und Zeus, welcher durch Berührung mit der Hand sie wieder- hergestellt hatte, erzeugte mit ihr einen Sohn." Auch im Prom. (874 ff.) wird die Erzeugung des Epaphos, welche Hera verhindern wollte, nach Ägypten verlegt. Vgl. unten 584 ff. u. Einl. S. 5 Anm. 2.
317.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-183
Mit
ὁ
Δῖος
πόρτις
βοός vgl.
ὁ
Στρυμόνιος
πῶλος
ἀοιδοῦ
Μούσας Eur. Rhes. 387,
ὦ
Κρόνιε
παῖ
Ρέας Pind. Ol. II 13.
318.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-184
δύσια hier die Wegreibung aus dem tierischen Zustande, also die Wiederherstellung und Be- freiung. Vgl. Hesych. Hesych.
ῥύσια·
ἐνεχυράσματα,
σωτήρια,
λύτρα,
λεηλασία und zu 417. Der sowohl durch die Stichomythie wie durch den Sinn geforderte Vers kann etwa gelautet haben:
Επάφου
δ'
ἔφυ
τί
σπέρμα
βαρβάρῳ
χθονί.
319.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-185
Mit
μεγίστης
ὄνομα (so für
μέγιστον Porson)
γῆς
καρπουμένη soll nur gesagt sein, daß sie den Namen mit dem Lande gemein hat. Apollod. II 1, 4, 1
Ἔπαφος
δὲ
βασιλεύων
Αἰγυπτίων
γαμεῖ
Μέμφιν
τὴν
Νείλου
θυγατέρα
καὶ
ἀπὸ
ταύτης
κτίζει
Μέμφιν
πόλιν
καὶ
τεκνοῖ
θυγατέρα
Λιβύην,
ἀφ᾿
ἧς
ἡ
χώρα
Λιβύη
ἐκλήθη. Nach diesem Verse ist, wie das folgende
ἄλλον an- zeigt, ein Distichon etwa folgender Form ausgefallen:
Β.
Α.
Λιβύης
δὲ
νηδὺς
ἐξανῆκ
ἔρνος
μέγα;
ΧΟ.
ἐξῆλθ᾽
Αγήνωρ
πρότερος
ἐκ
θείας
γονῆς. Vgl. Schol. zu Phoen. 5
Λιβύης
τῆς
Επάφου
καὶ
Ποσειδῶνος
Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Apollod.
Π 1, 4, 2
Λιβύης
καὶ
Ποσειδῶνος
γίνονται
παῖδες
δίδυμοι
᾿Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Hygin Fab. 157.
320.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-186
βλαστημός (=
βλάστη,
βλάστημα) findet sich noch Sieb. 12. Über den Akzent s. Lobeck Paralip. S. 397. Die Handschrift hat an beiden Stellen
βλάστημον.
321.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-187
322.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-188
D. i. Das ist gewiß ein ganz weiser Mann; welches ist sein Name ?" Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 41
τίνων
τὸ
σεμνὸν
ὄνομ᾽
ἂν
εὐξαίμην
κλύων; von den
Σεμναί. Allweise heißt Danaos als großer Förderer der Kultur ,,mit einem für die Zuhörer nicht im mindesten stören- den Anachronismus" (Kruse).
324.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-189
ἄνοιγε: näher steht der eigentlichen Bedeutung (
πύλας
ἀνοίξαι) die Redensart
οἴγειν
στόμα Prom. 638. Bei Aschylos, Sopho- kles, Thukydides findet sich nur die Form
οίγω, dagegen Eur. Ion 983
ἀνοίγνυται (Nauck
ἀνοίγεται). —
ἀφθόνῳ
λόγῳ s.v.a.
μὴ
φθονοῦσα
λέγειν.
326.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-190
Handle in der Vorstellung, daß du auf eine argivische Schar gestoßen bist" oder gehe bei deinem Handeln und deinen Ent- schlüssen von der Erwägung aus, daß du Argiverinnen vor dir hast". Auf die Wahl des Akk. hat das Versmaß Einfluß gehabt.
327.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-191
δή, welches in der Hand- schrift fehlt, hat Turnèbe ergänzt. Porson vermutet
δοκεῖτ᾽
ἔμοιγε.
328.
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τὸ
ἀρχαῖον wie Thuk. V 80
ἦν
δὲ
καὶ
αὐτὸς
τὸ
ἀρχαῖον
ἐξ
Αργους, Herod. IX 45
αὐτός
τε
γὰρ
Ἕλλην
γένος
εἰμὶ
τὠρχαῖον.
330-331.
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αιόλ' . .
πτερόν: Eur. Ion 381
πολλαί
γε
πολλοῖς
εἰσι
συμφοραὶ
βροτοῖς,
μορφαί
δὲ
διαφέρουσιν, Goethe:,,Mancherlei, mein Vater, ist des Lebens Wonn' und Weh". Wie Cho. 173
ὁμόπτερος die Be- deutung von
ὅμοιος hat und wie Zenob. VI 31
φόνου
πτερόν erklärt wird:
τὸν
διὰ
τῶν
ὀιστῶν
πτερόεντα
ἢ
ταχύν.
βέλτιον
δὲ
ἀκούειν
περι-
φραστικῶς
τὸν
φόνον, so ist hier das gleiche Gefieder die gleiche Ge- stalt des Leids.
332-333.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-194
αὐχεῖν verhofen, zuver- sichtlich erwarten auch Ag. 511, Pers. 743, Prom. 354, 715, Eur. Med. 582.
φυγὴν
κέλσειν wie
φυγὴν
φεύξεσθαι.
κῆδος, afhni- tas: die altverwandte Angehörig- keit", d. h.,, die durch Bande alter Verwandtschaft mit dem Lande Argos Verbundenen".
334.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-195
μεταπτοιοῦσαν, als ob nicht
κῆδος, sondern
μὲ vorherginge. Das Wort hat hier intransitive Bedeutung ,fortgescheucht". Die Präposition bezeichnet wie in
μεταχωρεῖν den Wechsel des Orts.
335.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-196
Der Darlegung des Sach- verhalts (
διήγησις) folgt die Ent- wicklung des Rechtsfalles (
στάσις).
ἱκνεῖσθαί (
με)
θεῶν (wie
πρὸς
θεῶν) wie Eur. Or. 671
ταύτης
ἱκνοῦμαι
σε, vgl. Hom.
β 68
λίσσομαι
ἠμὲν
Ζηνὸς
Ολυμπίου
ἠδὲ
Θέμιστος, Eur. Hek. 752
ἱκετεύω
σε
τῶνδε
γονάτων.
336.
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λευκοστεφεῖς wie 197.
νεοδρέπτους, also erst in Argos ab- geschnitten. Wunder vermutet
νεοδρόπους (358) zur Erleichterung des Rhythmus. Aber veo kann ein- silbig gelesen werden wie in Nɛo-
πτόλεμε Soph. Phil. 4 und öfters
νεα in
νεᾶνις,
νεανίας.
338.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-198
In Hinsicht auf Feindselig- keit oder hast du das Unerlaubte der Ehe im Sinne?"
θέμις ist hier indeklinabel wie in
θέμις
εἶναι Soph.
Ο.
Κ. 1191, Plat. Gorg. 505 D.
339.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-199
Schol.
κατ᾽
ἔχθραν
δηλονότι: Wer möchte seine Herrn zu Ge- liebten sich erkaufen?"
ὠνοῖτο, durch die Mitgift. Vgl. Eur. Med. 231
γυναῖκές
ἐσμεν
αθλιώτατον
φυτόν,
ἃς
πρῶτα
μὲν
δεῖ
χρημάτων
ὑπερ-
βολῇ
πόσιν
πρίασθαι
δεσπότην
τε
σώματος, wozu der Schol. bemerkt:
χρημάτων
λέγει
τῶν
εἰς
τὴν
φερνήν:
τοῦτο
δὲ
ὁ
Εὐριπίδης
ἀπὸ
τῆς
κατ'
αὐτὸν
συνηθείας
λέγει (ebenso Hipp. 628).
οἱ
δὲ
ἥρωες
οὐχ
οὕτως
ἐποίουν
τοὺς
γάμους,
ἀλλ᾽
ἐκ
τῶν
ἐναντίων
αὐτοὶ
ἐδίδοσαν.
καθάπερ
καὶ
αὐτὸς
ἐν
ἄλλοις (in einem der verlorenen Dramen)
παρίστησι
καὶ
Ὅμηρος (1 244) „
πρῶθ᾽
ἑκατὸν
βοῦς
δῶκεν,
ἔπειτα
δὲ
χίλι᾽
ὑπέστη“. Den glei- chen Anachronismus zeigt der fol- gende Vers, wenn man den Brauch der Dichter die Heroenzeit mit den Lebensgewohnheiten der eige- nen Zeit auszustatten als Anachro- nismus kennzeichnen will. Mit
ὁ
κεκτημένος bezeichnet der Sklave seinen Herrn; der Ausdruck ist deshalb ebenso bitter wie vorher
δμωίς.
340.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-200
μέν: der Gegensatz ist nur gedacht, so daß
μέν in die Be- deutung von yé übergeht.
αὐξά
νειν
μέγα
τι wie
ὑψηλόν
τι
αἴρειν,
σοφόν
τινα
διδάσκειν (proleptisches Prädikat). Der Dichter denkt an die Bestimmungen des attischen Familienrechts inbetreff der Erb- töchter (
ἐπίκληροι): Durch solche Heirat zwischen den nächsten An- verwandten wird das Vermögen der Familie vergrößert und be- festigt".
341.
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Gereizt und heftig wie 347 erwidert die Danaide: Und Un- glücklicher entledigt man sich mit leichter Manier", d.h. ,,Wenn du mit solchen Gründen für die Sache meiner Verfolger eintrittst, so er- kenne ich darin nur die Absicht uns Unglückliche leichten Kaufs loszuwerden". Der Vorwurf, daß er um Schutzflehende sich nicht kümmere, ein Vorwurf der
ἀσέβεια, macht auf den König Eindruck. Vgl. auch zu 397 f.
344.
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Schweren Bedenken unter- liegt dein Wunsch, wenn du ver- langst, daß ich mich in einen aben- teuerlichen Krieg stürze".
νέον wie 720, 961, 1027,
νέα
ἄχη Pers.
345.
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„,Da uns das Recht zur Seite steht, so erfreuen sich unsere Helfer des Schutzes der Dike, müssen also siegen". Andere fassen die Worte in dem Sinne:,,Dike schützt diejenigen, welche mit ihr im Bunde stehen (vgl. 400)". Aber diesem Gedanken entspricht die folgende Einschränkung nicht.
346.
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Mit den Worten,,Ich glaube es, wenn anders euer Handeln von Anfang an mit den Grundsätzen des Rechts übereinstimmte" läßt der König die Möglichkeit offen, daß das Verfahren der Danaiden gegen die Ägyptiaden nicht ganz einwandfrei gewesen. Damit wer- den spätere Verhandlungen in den folgenden Stücken der Trilogie vor- bereitet und wird die Niederlage der Argiver motiviert.
347.
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Die Bedenken des Königs fertigt die Danaide kurz und ent- schieden ab mit dem Hinweis auf die Pflichten gegen Schutzflehende. Vgl. 397 ff.
πρύμνα (als Sitz des Steuermanns)
πόλεος (Sieb. 2, vgl.
πρυμνήτης
ἄναξ Eum. 16) von dem Altare, welcher als
πρυτανείον und Regierungssitz betrachtet wird.