182-532.
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erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
299.
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ὡς
μάλιστα, wie maxime in Antworten zur Bestätigung dient. Mit,,gewiß, sie war es", be- stätigt der König die Angabe der Danaiden auf Grund der argivischen Tradition. ,,In omni hoc diverbio tenendum est cognita habere regem ea de quibus quaerit et quaerere dumtaxat ut exploret verane falsa dicant virgines'
แ Hermann. Vgl. 314. —
φάτις
κρατεῖ wie Pers. 740, fama obtinet. In der Lücke, welche schon durch die Stichomythie angezeigt wird und zuerst von Pearson bemerkt wurde, kann ein Gedanke wie
ταύτης
ἔρωτι
θάλπεται
Διὸς
κέαρ verloren gegangen sein.
300.
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μὴ (
ἆρα
μὴ,
μῶν) bezieht sich mehr auf
μιχθῆναι
βροτῷ als auf
λόγος
τις (
ἐστι): „. Es hat sich doch nicht gar Zeus, wie eine Sage geht, mit einer Sterblichen ver- bunden." Vgl. Hom.
Β 821
θεά
βροτῷ
εὐνηθεῖσα.
301.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-169
κού (so Stanley für
καὶ)
κρύπτ᾽
ἀφ' (so für
κρυπτά
γ
ταμπαλάγματα (so Hermann für
παλλαγμάτων nach Hesych.
ἐμπα-
λούγματα d. i.
ἐμπαλάγματα·
αἱ
περιπλοκαί): „, und nicht verborgen vor Hera blieben diese Um- armungen". Vgl. Eur. Bakch. 98
κρυπτὸν
ἀφ᾽
Ἥρας, Hom.
Ψ 110
κεκρυμμένα
ἀπ᾿
ἄλλων. In
κἄκρυπτά
γ'
Ἥρας, wie Hermann schreibt, entzieht sich der Gen. einer glaubhaften Erklärung, da Ausdrücke wie
δίκας
ἀφόβητος,
ἀγύμναστος
λόγων,
σωτηρίας
ανελπις,
ἀλαμπὲς
ἡλίου anderer Art sind.
302.
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πῶς: nach dem Schol.
τὰ
νείκη
Διὸς
καὶ
Ἥρας
εἰς
τί
κατέ-
ληξαν; erwartet man
ποῖ, welches vielleicht, wie Eur. Hek. 820
τί, in
πῶς verwandelt wurde zur Be- seitigung des Hiatus, den sich die Tragiker vor our gestatteten (zu 310). Vgl. Cho. 526
καὶ
ποῖ
τελευτᾷ
καὶ
καρανοῦται
λόγος; Soph.
Ο.
Κ. 476, Eur. Hek. 419, doch Pers. 737
πῶς
τε
δὴ
καὶ
ποῖ
τελευτᾶν.
βασιλέοιν ist der Deutlichkeit halber für
βασιλέων gesetzt, weil in der Überlieferung häufig der Plural an die Stelle des Dual getreten ist.
303.
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Αργεία
θεός: wie Athena die Göttin von Athen, Dionysos der Gott von Theben, so ist Hera die Göttin von Argos, wo sie auf einer Anhöhe zwischen Argos und Mykenä einen berühmten Tempel hatte. Vgl. Pind. Nem. X 2 "
Αργος
Ἥρας
δῶμα
θεοπρεπές. Eine all- gemeinere Bedeutung hat wohl das Homerische
Ἥρη
Αργείη 48, E 908.
304.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-172
πελάζει
ἐπὶ
βοΐ scheint sich aus der Verbindung zweier Vor- stellungen (,, naht der Kuh" und ,,liegt an ihr") zu erklären. Schütz schreibt
ἔτ᾽ für
ἐπ' (adhuc vaccae Jupiter appropinquavit?). — Das Epitheton
εὐκραίρῳ hebt das Un- natürliche hervor.
305.
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πρέποντα,
ὅμοιον
ὄντα. Vgl. Hesych.
πρέπον·
ὅμοιον.
306.
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πρὸς
ταῦτα,
ἐποίησεν
ἐμη-
χανήσατο). Leicht ergänzen sich die allgemeinen Ausdrücke Tuns und Sagens.
ισχυρά be- des gründet die Vermutung, daß sie es nicht ruhig hinnahm. Vgl. Hom.
Θ 482
οὐ
σεῦ
ἐγώ
γε
σκυζομένης
ἀλέγω,
ἐπεὶ
οὐ
σέο
κύντερον
ἄλλο,
307-308.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-175
πάνθ'
ὁρῶντα bedeutet, wie das folgende
πανόπτην zeigt, „,all- sehend" (,,ex omni parte cernentem" Stanley). Vgl. Prom. 590
τὸν
μυριωπὸν . .
βούταν, 705 "
Αργος . .
πυκνοῖς
ὄσσοις
δεδορκώς, Eur. Phoen. 1115
στικτοῖς
Πανόπτην
ὄμμασιν
δεδορκότα, wo
Πανόπτης als Name steht (Apollod. II 1, 2, 2
Αργος ¿
πανόπτης
λεγόμενος), Plaut. Aul. III 6, 19 Argus. . qui oculeus totus fuit. Vgl. die Dar- stellung auf einer rotfigurigen Vase von Caere Wiener Vorlegbl. 1890/1 Tafel XI 1, auf welcher Argos von oben bis unten mit Augen bedeckt ist.
οἰοβουκόλον (Hirte einer ein- samen Kuh, während die Hirten gewöhnlich eine Herde haben) steht in Gegensatz zu
πανόπτην wie Claudian. Stil. I 312 Argum fama canit centeno lumine cinctum servasse corporis excubiis unam iuvencam. Vgl.
οἰοβώτας Soph. Ai. 614. Die Bildung '
Ιοβουκόλον (so Schindler) scheint unmöglich.
309.
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Tóv: zu 177. — Die Appo- sition
παῖδα
γῆς ist in den Relativ- satz hineingezogen.
Γηγενής heißt Argos auch Prom. 589, 704. Nach Apollod. II 1, 3, 3 hat auch der Logograph Akusilaos ihn als
γηγενής bezeichnet. Die Sage, daß Hermes den Argos getötet habe, ist aus der (unrichtigen) Deutung des Beinamens
Αργειφόντης ent- standen. Vgl. Apollod. II 1, 3, 4
ἀπέκτεινε
τὸν
Ἄργον,
ὅθεν
ἀργει
φόντης
ἐκλήθη.
310.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-177
τί
οὖν wie Pers. 789, Sieb, 192, 691, Eum. 903, Soph. Phil. 100, Ai. 873: zu 302.
311.
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κινητήριον, d. i. mit der Auf- gabe die Kuh von Ort zu Ort zu treiben.
312.
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Ινάχου (für
οἱ
Νείλου Her- mann)
πέλας: vgl. Verg. Ge. III 147 cui nomen asilo Romanum est, oestrum Graii vertere vocantes und oben zu 16.
314.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-180
συγκόλλως, eine vox Aeschy- lea, Schol.
συμφώνως, Cho. 540
συγκόλλως
ἔχειν, Schol.
συνημμένως
τῇ
ἀληθείᾳ, Cho. 578
ἀρτίκολλα, Schol.
σύμφωνα, Hesych.
ἡρμοσμένα. Mit,,ganz in Übereinstimmung mit mir" anerkennt der König die Richtigkeit und die Beweiskraft der Erzählung.
315.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-181
Κάνωβον: Prom. 872
ἔστιν
πόλις
Κανωβος
ἐσχάτη
χθονός,
Νείλου
πρὸς
αὐτῷ
στόματι
καὶ
προσχώματι. Vgl. Einl. S. 9.
ἐπὶ
Μέμφιν, in die Gegend von Mem- phis (wo die Pyramiden stehen). - Nach diesem Vers weist die Stichomythie auf eine Lücke hin, welche einen Gedanken wie
ἐνταῦθ'
ἀμείβει
τὸ
πάρος
εὔμορφον
δέμας; enthalten haben kann.
316.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-182
,,Ia und Zeus, welcher durch Berührung mit der Hand sie wieder- hergestellt hatte, erzeugte mit ihr einen Sohn." Auch im Prom. (874 ff.) wird die Erzeugung des Epaphos, welche Hera verhindern wollte, nach Ägypten verlegt. Vgl. unten 584 ff. u. Einl. S. 5 Anm. 2.
317.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-183
Mit
ὁ
Δῖος
πόρτις
βοός vgl.
ὁ
Στρυμόνιος
πῶλος
ἀοιδοῦ
Μούσας Eur. Rhes. 387,
ὦ
Κρόνιε
παῖ
Ρέας Pind. Ol. II 13.
318.
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δύσια hier die Wegreibung aus dem tierischen Zustande, also die Wiederherstellung und Be- freiung. Vgl. Hesych. Hesych.
ῥύσια·
ἐνεχυράσματα,
σωτήρια,
λύτρα,
λεηλασία und zu 417. Der sowohl durch die Stichomythie wie durch den Sinn geforderte Vers kann etwa gelautet haben:
Επάφου
δ'
ἔφυ
τί
σπέρμα
βαρβάρῳ
χθονί.
319.
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Mit
μεγίστης
ὄνομα (so für
μέγιστον Porson)
γῆς
καρπουμένη soll nur gesagt sein, daß sie den Namen mit dem Lande gemein hat. Apollod. II 1, 4, 1
Ἔπαφος
δὲ
βασιλεύων
Αἰγυπτίων
γαμεῖ
Μέμφιν
τὴν
Νείλου
θυγατέρα
καὶ
ἀπὸ
ταύτης
κτίζει
Μέμφιν
πόλιν
καὶ
τεκνοῖ
θυγατέρα
Λιβύην,
ἀφ᾿
ἧς
ἡ
χώρα
Λιβύη
ἐκλήθη. Nach diesem Verse ist, wie das folgende
ἄλλον an- zeigt, ein Distichon etwa folgender Form ausgefallen:
Β.
Α.
Λιβύης
δὲ
νηδὺς
ἐξανῆκ
ἔρνος
μέγα;
ΧΟ.
ἐξῆλθ᾽
Αγήνωρ
πρότερος
ἐκ
θείας
γονῆς. Vgl. Schol. zu Phoen. 5
Λιβύης
τῆς
Επάφου
καὶ
Ποσειδῶνος
Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Apollod.
Π 1, 4, 2
Λιβύης
καὶ
Ποσειδῶνος
γίνονται
παῖδες
δίδυμοι
᾿Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Hygin Fab. 157.
320.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-186
βλαστημός (=
βλάστη,
βλάστημα) findet sich noch Sieb. 12. Über den Akzent s. Lobeck Paralip. S. 397. Die Handschrift hat an beiden Stellen
βλάστημον.
321.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-187
322.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-188
D. i. Das ist gewiß ein ganz weiser Mann; welches ist sein Name ?" Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 41
τίνων
τὸ
σεμνὸν
ὄνομ᾽
ἂν
εὐξαίμην
κλύων; von den
Σεμναί. Allweise heißt Danaos als großer Förderer der Kultur ,,mit einem für die Zuhörer nicht im mindesten stören- den Anachronismus" (Kruse).
324.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-189
ἄνοιγε: näher steht der eigentlichen Bedeutung (
πύλας
ἀνοίξαι) die Redensart
οἴγειν
στόμα Prom. 638. Bei Aschylos, Sopho- kles, Thukydides findet sich nur die Form
οίγω, dagegen Eur. Ion 983
ἀνοίγνυται (Nauck
ἀνοίγεται). —
ἀφθόνῳ
λόγῳ s.v.a.
μὴ
φθονοῦσα
λέγειν.
326.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-190
Handle in der Vorstellung, daß du auf eine argivische Schar gestoßen bist" oder gehe bei deinem Handeln und deinen Ent- schlüssen von der Erwägung aus, daß du Argiverinnen vor dir hast". Auf die Wahl des Akk. hat das Versmaß Einfluß gehabt.
327.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-191
δή, welches in der Hand- schrift fehlt, hat Turnèbe ergänzt. Porson vermutet
δοκεῖτ᾽
ἔμοιγε.
328.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-192
τὸ
ἀρχαῖον wie Thuk. V 80
ἦν
δὲ
καὶ
αὐτὸς
τὸ
ἀρχαῖον
ἐξ
Αργους, Herod. IX 45
αὐτός
τε
γὰρ
Ἕλλην
γένος
εἰμὶ
τὠρχαῖον.
330-331.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-193
αιόλ' . .
πτερόν: Eur. Ion 381
πολλαί
γε
πολλοῖς
εἰσι
συμφοραὶ
βροτοῖς,
μορφαί
δὲ
διαφέρουσιν, Goethe:,,Mancherlei, mein Vater, ist des Lebens Wonn' und Weh". Wie Cho. 173
ὁμόπτερος die Be- deutung von
ὅμοιος hat und wie Zenob. VI 31
φόνου
πτερόν erklärt wird:
τὸν
διὰ
τῶν
ὀιστῶν
πτερόεντα
ἢ
ταχύν.
βέλτιον
δὲ
ἀκούειν
περι-
φραστικῶς
τὸν
φόνον, so ist hier das gleiche Gefieder die gleiche Ge- stalt des Leids.
332-333.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-194
αὐχεῖν verhofen, zuver- sichtlich erwarten auch Ag. 511, Pers. 743, Prom. 354, 715, Eur. Med. 582.
φυγὴν
κέλσειν wie
φυγὴν
φεύξεσθαι.
κῆδος, afhni- tas: die altverwandte Angehörig- keit", d. h.,, die durch Bande alter Verwandtschaft mit dem Lande Argos Verbundenen".
334.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-195
μεταπτοιοῦσαν, als ob nicht
κῆδος, sondern
μὲ vorherginge. Das Wort hat hier intransitive Bedeutung ,fortgescheucht". Die Präposition bezeichnet wie in
μεταχωρεῖν den Wechsel des Orts.
335.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-196
Der Darlegung des Sach- verhalts (
διήγησις) folgt die Ent- wicklung des Rechtsfalles (
στάσις).
ἱκνεῖσθαί (
με)
θεῶν (wie
πρὸς
θεῶν) wie Eur. Or. 671
ταύτης
ἱκνοῦμαι
σε, vgl. Hom.
β 68
λίσσομαι
ἠμὲν
Ζηνὸς
Ολυμπίου
ἠδὲ
Θέμιστος, Eur. Hek. 752
ἱκετεύω
σε
τῶνδε
γονάτων.
336.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-197
λευκοστεφεῖς wie 197.
νεοδρέπτους, also erst in Argos ab- geschnitten. Wunder vermutet
νεοδρόπους (358) zur Erleichterung des Rhythmus. Aber veo kann ein- silbig gelesen werden wie in Nɛo-
πτόλεμε Soph. Phil. 4 und öfters
νεα in
νεᾶνις,
νεανίας.
338.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-198
In Hinsicht auf Feindselig- keit oder hast du das Unerlaubte der Ehe im Sinne?"
θέμις ist hier indeklinabel wie in
θέμις
εἶναι Soph.
Ο.
Κ. 1191, Plat. Gorg. 505 D.
339.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-199
Schol.
κατ᾽
ἔχθραν
δηλονότι: Wer möchte seine Herrn zu Ge- liebten sich erkaufen?"
ὠνοῖτο, durch die Mitgift. Vgl. Eur. Med. 231
γυναῖκές
ἐσμεν
αθλιώτατον
φυτόν,
ἃς
πρῶτα
μὲν
δεῖ
χρημάτων
ὑπερ-
βολῇ
πόσιν
πρίασθαι
δεσπότην
τε
σώματος, wozu der Schol. bemerkt:
χρημάτων
λέγει
τῶν
εἰς
τὴν
φερνήν:
τοῦτο
δὲ
ὁ
Εὐριπίδης
ἀπὸ
τῆς
κατ'
αὐτὸν
συνηθείας
λέγει (ebenso Hipp. 628).
οἱ
δὲ
ἥρωες
οὐχ
οὕτως
ἐποίουν
τοὺς
γάμους,
ἀλλ᾽
ἐκ
τῶν
ἐναντίων
αὐτοὶ
ἐδίδοσαν.
καθάπερ
καὶ
αὐτὸς
ἐν
ἄλλοις (in einem der verlorenen Dramen)
παρίστησι
καὶ
Ὅμηρος (1 244) „
πρῶθ᾽
ἑκατὸν
βοῦς
δῶκεν,
ἔπειτα
δὲ
χίλι᾽
ὑπέστη“. Den glei- chen Anachronismus zeigt der fol- gende Vers, wenn man den Brauch der Dichter die Heroenzeit mit den Lebensgewohnheiten der eige- nen Zeit auszustatten als Anachro- nismus kennzeichnen will. Mit
ὁ
κεκτημένος bezeichnet der Sklave seinen Herrn; der Ausdruck ist deshalb ebenso bitter wie vorher
δμωίς.
340.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-200
μέν: der Gegensatz ist nur gedacht, so daß
μέν in die Be- deutung von yé übergeht.
αὐξά
νειν
μέγα
τι wie
ὑψηλόν
τι
αἴρειν,
σοφόν
τινα
διδάσκειν (proleptisches Prädikat). Der Dichter denkt an die Bestimmungen des attischen Familienrechts inbetreff der Erb- töchter (
ἐπίκληροι): Durch solche Heirat zwischen den nächsten An- verwandten wird das Vermögen der Familie vergrößert und be- festigt".
341.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-201
Gereizt und heftig wie 347 erwidert die Danaide: Und Un- glücklicher entledigt man sich mit leichter Manier", d.h. ,,Wenn du mit solchen Gründen für die Sache meiner Verfolger eintrittst, so er- kenne ich darin nur die Absicht uns Unglückliche leichten Kaufs loszuwerden". Der Vorwurf, daß er um Schutzflehende sich nicht kümmere, ein Vorwurf der
ἀσέβεια, macht auf den König Eindruck. Vgl. auch zu 397 f.
344.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-202
Schweren Bedenken unter- liegt dein Wunsch, wenn du ver- langst, daß ich mich in einen aben- teuerlichen Krieg stürze".
νέον wie 720, 961, 1027,
νέα
ἄχη Pers.
345.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-203
„,Da uns das Recht zur Seite steht, so erfreuen sich unsere Helfer des Schutzes der Dike, müssen also siegen". Andere fassen die Worte in dem Sinne:,,Dike schützt diejenigen, welche mit ihr im Bunde stehen (vgl. 400)". Aber diesem Gedanken entspricht die folgende Einschränkung nicht.
346.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-204
Mit den Worten,,Ich glaube es, wenn anders euer Handeln von Anfang an mit den Grundsätzen des Rechts übereinstimmte" läßt der König die Möglichkeit offen, daß das Verfahren der Danaiden gegen die Ägyptiaden nicht ganz einwandfrei gewesen. Damit wer- den spätere Verhandlungen in den folgenden Stücken der Trilogie vor- bereitet und wird die Niederlage der Argiver motiviert.
347.
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Die Bedenken des Königs fertigt die Danaide kurz und ent- schieden ab mit dem Hinweis auf die Pflichten gegen Schutzflehende. Vgl. 397 ff.
πρύμνα (als Sitz des Steuermanns)
πόλεος (Sieb. 2, vgl.
πρυμνήτης
ἄναξ Eum. 16) von dem Altare, welcher als
πρυτανείον und Regierungssitz betrachtet wird.
348.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-206
κατασκίους:
ἐστεμμένους, Schol.
τοῖς
θαλλοῖς
ἱκετηρίων
κλά-
δων
πεπληρωμένους.
349.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-207
Vgl. Apoll. Rhod. II 215
ἱκεσίου
πρὸς
Ζηνὸς
ὅτις
ῥίγιστος
ἀλιτροῖς
ἀνδράσι.
350-422.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-208
Kommos, in welchem die Gründe für und gegen erörtert werden. Auf jede Strophe und Antistrophe des Chors folgen fünf Trimeter des Königs; nur den Ab- schluß der Partie bilden 11 Tri- meter. im
352.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-209
φυγάδα
περίδρομον, Elend umherirrend. Vgl. Theogn. 581
ἐχθαίρω
δὲ
γυναῖκα
περίδρομον
ἄνδρα
τε
μάργον.
353.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-210
λυκοδίωκτον (so Hermann für
λευκόδικτον): das Wort kommt nur hier vor.
354.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-211
ΐμ
πέτραις wie
ἂμ
πεδιήρεις Pers. 569,
ἂν
γύαλα unten 559. Mit Dativ findet sich
άvá bei Epikern und Lyrikern, bei Äschylos und Euripides in melischen Partien, bei Äsch. nur hier, bei Eur. Iph. A. 754 und 1058.
355-356.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-212
ἀλκα: Schol.
τῇ
τοῦ
ὄρους, Erst auf steiler Höhe fühlt sich das Tier sicher und gibt dieser Em- pfindung durch Brüllen Ausdruck. Mit
φράζουσα
βοτῆρι
μόχθους (Schol.
τῷ
ἑαυτῆς
βοτῆρι
σημαίνουσα
τοὺς
διωγμούς) kann man Eupol.
Αἶγες fr. 1
Κο.
ἤν
τ᾽
ἴδῃ
λύκον,
κεκράξεται
φράσει
τε
πρὸς
τὸν
αἰπόλον ver- gleichen, vielleicht in den Worten des Komikers sogar eine Parodie sehen. Da aber die Antistrophe des entsprechenden Verses entbehrt, hat Bothe diese Worte als Inter- polation bezeichnet, während andere eine Lücke in der Antistrophe an- nehmen.
358.
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κατάσκιον wie 348, Ag. 498
κήρυκα . .
κατάσκιον
κλάδοις
ἐλαίας, ooo ist die Erwiderung auf ide
359.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-214
ναύονθ' (in der Handschrift
νέονθ', vulgo
νέον
θ'),
ἱκετεύοντα. Vgl. Hesych.
ναύειν·
ἱκετεύειν
παρὰ
τὸ
ἐπὶ
τὴν
ἑστίαν
καταφεύγειν und
ναύω·
λίσσομαι,
ἱκετεύω und zu 512. Von
ναύοντα ist der Gen.
θεῶν wie von
ἱκετεύοντα,
ἱκνούμενον (335) regiert.
360.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-215
ἄνατον: Hesych.
ἄνατος·
ἀβλαβής. —
ἀστοξένων: Schol.
τῶν
νῦν
μὲν
ξένων,
πρώην
δὲ
συνημμένων
τῷ
ἄστει, Hesych.
ἀστόξενοι·
οἱ
γένει
μὲν
προσήκοντες,
ἐπὶ
δὲ
γῆς
ἀλλο-
δαπῆς
γεγονότες
κτἑ. nach Ael. Dionysios (Eustath. zu II. S. 405, 36)
ἀστόξενοι
οἱ
ἐκ
προγόνων
μὲν
ἀστῶν,
αὐτοὶ
δὲ
ξένοι
καὶ
ἀνανεώ
σεως
δεόμενοι, vgl. Poll. III 60
ἀστό-
ξενος . .
ἐνίοις
δὲ
δοκεῖ
ὁ
φύσει
μὲν
ἀστός,
δόξῃ
δὲ
ξένος,
ὡς
Δαναὸς
Αργείοις,
ἀπὸ
Ιοῆς
τῆς
Αργείας
ἔχων
τὸ
γένος, Phot. u. Suid. unter
ἰδιό-
ξενος.
361.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-216
ἐξ
ἀέλπτων wie Soph.
Αi. 716,
ἐκ
τῶν
ἀέλπτων Eur. Fragm. 550, Ion Fragm. 50 S. 742
Ν.,
ἐξ
ἀέλπτου Herod. I 111,
ἐξ
ἀπροσ-
δοκήτου ebd. VII 204: ex insperato atque improviso.
362.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-217
τῶν,
τούτων. Dieser Ge- brauch der Formen des Artikels, welche mit beginnen, findet sich besonders in Verbindung mit
καί,
δέ,
γάρ, aber auch sonst wie unten
363.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-218
δήτ' (für
δῆτα
τὰν Pauw)
ἄνατον d. i.
ἄνατον
δῆτα, da
ἄνατον aus 360 wiederholt wird (zu 212f.): ,,ja ohne Schaden für irgend einen (nicht die Folge einer Blutschuld) ist unsere Flucht und deshalb möge Themis auf sie niederblicken". Vgl. 6f. und 202.
364.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-219
ἱκεσία
Θέμις
Διὸς
κλαρίου ist die Personifikation der Satzung, die gegen Schutzflehende zu be- obachten ist, als deren Hort Zeus
κλάριος verehrt wird, welcher die Lose (
κλῆροι) nach Recht und Ge- rechtigkeit verteilt (
Ζεὺς
νεμέτωρ Sieb. 472, vgl. unten 408 f.).
Θέμις
Διός ist allgemein die Themis des Zeus ohne verwandtschaftliche Be- ziehung wie Eur. Med. 208
τὰν
Ζηνὸς
ὁρκίαν
Θέμιν. –
κλαρίου: Schol.
πάντα
πᾶσι
κληροῦντος
καὶ
κραίνοντος, vgl. Paus. VIII 53, 9.
365.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-220
Schol.
παρ'
ἐμοῦ
τῆς
νεω-
τέρας
ὁ
γέρων. Die Verbesserung von
γεραφρόνων ist unsicher:
γεραιό
φρων Burges,
γεραρὰ
φρονῶν Marck- scheffel.
366-367.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-221
προστρόπαιον,
ἱκέτην, vgl. Cho. 21
προστροπή, Schol.
ἱκέτις
πρόσοδος.
αἰδόμενος: zu 198. Die Homerische Form
αιδόμενοςauch Eum. 552.
εὐπορεῖς C. G. Haupt für
οὖν
περ nach dem Schol.
οὐ
πτωχεύσεις: Wer sich des Schutzflehenden erbarmt, der ist nicht in Not; ihm mangelt nicht die gnädige Gesinnung der Götter, welche von dem schuldlosen Manne die geringsten Gaben entgegen- nehmen".
368-369.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-222
ἱροδόκων (
ἱεροδόκων Butler für
ἱεροδόκα nach dem Schol.
οἱ
θεοὶ
δέχονται
τὰ
ἀπὸ
ἀνδρὸς
ἁγνοῦ
ἱερά)
θεῶν
λαίγματ' (für
λήματ' nach Hesych.
λαίγματα·
πέμματα
ἱερά,
ἀπάργματα): der Akk.
λαίγματα ist von
ἱροδόκων wie von
δεχομένων abhängig, zu 254. Vgl. Sieb. 686
μελάναιγις
ἐκ
δ᾽
εἶσι
δόμων
Ἐρινύς,
ὅταν
ἐκ
χερῶν
θεοὶ
θυσίαν
δέχωνται. Zum Gedanken vgl. Eur. Fragm. 327, 4
ἐγὼ
δὲ
πολλάκις
σοφωτέρους
πένητας
ἄνδρας
εἰσορῶ
τῶν
πλουσίων
καὶ
θεοῖσι
μικρᾷ
χειρί
θύοντας
τέλη
τῶν
βουθυτούντων
ὄντας
εὐσεβεστέρους, 946
εὖ
ἴσθ᾽,
ὅταν
τις
εὐσεβῶν
θύῃ
θεοῖς,
κἂν
σμικρὰ
θύη,
τυγχάνει
σωτηρίας, Xen. Memor. I 3, 3, Isokr. VII § 30, Anaxim. Rhet. K. 2 S. 180, 20 ovx
εἰκὸς
τοὺς
θεοὺς
χαίρειν
ταῖς
δαπάναις
τῶν
θυομένων,
ἀλλὰ
ταῖς
εὐσεβείαις
τῶν
θυόντων, Hor. carm. III 23, 17.
370.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-223
Der König lehnt die Ver- pflichtung den Schutzflehenden Beistand zu leisten für seine Person ab und verweist die Bitte an das Volk der Argiver. Damit wird der größere Umfang und das
μέγεθος des Dramas vorbereitet. Von dem Schutzfehenden
δωμάτων
ἐφέστιος auch Eum. 580, 672. Vgl. unten 512
ἐφέστιον
θεῶν.
371.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-224
τὸ
κοινὸν
μιαίνεται
πόλις (die Gemeinde wird in ihrer All- gemeinheit angetastet) ist das Passiv zu
τῇ
πόλει
τὸ
κοινὸν
μιαίνειν. Burges vermutet
πόλεως.
372.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-225
ξυνῇ,
κοινῇ: diese jonische Form auch Sieb. 76 und in einer Chorpartie Soph.
Αi. 180.
ἄκη, Sühne, Genugtuung.
373.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-226
ὑπόσχεσιν
κραίνειν, ein end- gültiges Versprechen geben.
374.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-227
κοινώσας, nämlich
κραίνοιμ'
ἄν oder
κρανῶ.
375.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-228
Die Danaiden lehnen es ab, daß sich der König als bloßen Beamten des Volkes hinstelle, in- dem sie nach orientalischer Auf- fassung die absolute Macht des Königtums (l'état c'est moi, Soph. Ant. 738
οὐ
τοῦ
κρατοῦντος
ἡ
πόλις
νομίζεται;) geltend machen.
376.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-229
πρύτανις wie Prom. 182
μακάρων
πρύτανις. In dem
προ-
τανεῖον ist die
κοινὴ
ἑστία
τῆς
πόλεως.
ἄκριτος, Schol.
ἀνυπ-
εύθυνος.
377-378.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-230
,,Du waltest des Staats- herdes nach eigenmächtigem Willen."
μονοψήφοισι bezeichnet den Gegensatz zum Freistaat, wo die größere Anzahl der Stimmen den Willensausdruck des Staates ergibt. Auch
v
εvua ist bezeich- nend für den höchsten Herrn.
379-380.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-231
Als Alleinherrscher hast du jegliches Anliegen zu ent- scheiden und bist für alles ver- antwortlich; drum hüte dich vor Sünde." Das Verhältnis der Sätze ist das gleiche wie Prom. 72
δρᾶν
ταῦτ᾽
ἀνάγκη,
μηδὲν
ἐγκέλευ᾽
ἄγαν.
ἄγος, weil durch gewaltsame Wegführung der Schutzflehenden das Heiligtum geschändet wird. Vgl. 429f.
381.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-232
Die Änderung von Paley
ἐμοί dient dem Wohllaute.
παλιγκότοις, Schol.
ἐχθροῖς (Wider- sachern). Der Wunsch wie 1044, Prom. 890
τοιάδ᾽
ἐπ'
ἐχθροὺς
τοὺς
ἐμοὺς
ἔλθοι
Κύπρις, Ovid. Amor.III 11, 16 eveniat nostris hostibus ille pudor, Tac. hist. III 10 conversus ad signa et bellorum deos hostium potius exercitibus illum furorem, illam discordiam inicerent orabat.
383.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-233
εὖφρον, verständig, wohl- beraten, wie Cho. 87
πῶς
εὔφρον
εἴπω. Vielleicht aber ist (mit Burges) ebenso wie Cho. 194
ἔμφρον herzustellen.
ἀτιμάσαι: die Ablehnung der Bitte ist mit einer Mißachtung des Bittenden verbunden, zu 177.
384.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-234
μ'
ἔχει
φρένας nach Home- rischer Weise wie Eum. 88
μὴ
φόβος
σε
νικάτω
φρένας.
385.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-235
τύχην
ἑλεῖν, Schol.
τοῦ
συμφέροντος
ἐπιτυχεῖν, vielmehr das Los zu wählen" (,, das Risiko zu ergreifen"). Nachgeahmt ist die Stelle Eur. Iph.
Α. 55
τὸ
πρᾶγμα
δ᾽
ἀπόρως
εἶχε
Τυνδάρεω
πατρὶ
δοῦναι
τε
μὴ
δοῦναί
τε
τῆς
τύχης
θ᾽
ὅπως
ἅψαιτ'
ἄριστα.
386.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-236
Schol.
τὸν
ξένιον
καὶ
ἱκέσιον
Δία.
σκοπὸν
ἐπισκόπει: der Aus- druck deutet ein kausales Verhält- nis an: da er aus der Höhe auf die Schuld der Menschen hernieder- blickt, so blicke du zu ihm empor und achte auf ihn".
388.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-237
τοῖς
πέλας
προσήμενοι,
τῶν
πέλας
ἱκετεύοντες. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 15
προσήμεθα
βωμοῖσι
τοῖς
σοῖς,
389.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-238
D. i.,,keine Erhörung ihrer gerechten Bitte finden".
390-391.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-239
,,Der Groll des Zeus er- wartet solche, die gefühllos bleiben bei dem Wehklagen eines Gekränkten" (
δυσπαραθέλκτους Bur- ges für
ὦ
δυσπαρθέλκτοις).
ἱκταίου ist
αι verkürzt wie in
εὐκταίαν Sieb. 710,
εὐκταία ebd. 826, öfters in
δείλαιος,
γεραιός, bei Homer in
ἔμπαιος,
χαμαιεύνης u.a. In
393-394.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-240
κρατοῦσι, Gewalt haben. - Mit
φάσκοντες
ἐγγύτατα
γένους
εἶναι berücksichtigt der Dichter das attische Recht inbetreff der Erbtöchter (
ἐπίκληροι), vgl. Isae.
Χ § 5
προσῆκον
αὐτῇ
μετὰ
τῶν
χρημάτων
τῷ
ἐγγύτατα
γένους
συνοικεῖν, nach Diod. XII 18 ein Gesetz des Solon (
τῇ
ἐπικλήρῳ
ἐπιδικάζεσθαι
τὸν
ἔγγιστα
γένους).
395-396.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-241
,, Du must nach den heimischen (ägyptischen) Gesetzen dich dagegen rechtfertigen, daß sie ein Anrecht auf dich haben."
ὡς
οὐ nach
φεύγειν wie nach
ἀντιλέγειν. Phot.
κῦρος·
ἐξουσία.
397-398.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-242
„Möge ich ja nicht der Gewalt der Männer anheimfallen."
κράτεσιν (Heimsöth schreibt
κάρτεσιν um der genauen Responsion willen) weist zurück auf
κρατοῦσι 392. Der Plural
κράτη auch 446 u.
δ.
ἀρσένων wie 651, 962. Dem Rechtsstandpunkte des Königs lassen die Danaiden ebenso wie der Einrede 346 keine Beachtung zuteil werden. Die naheliegende Ent- gegnung, daß die Vettern auf ihre Hand keinen Anspruch erheben können, solange der Vater noch lebt, scheint hier wie 341 für die Verhandlungen des dritten Stücks der Trilogie aufgespart zu sein. 3981.
ὕπαστρον
φυγάν (so Heath für
φυγαὶ)
ὁρίζομαι
μῆχαρ
γάμου
δύσ
φρονος,,,nach den Sternen bestimme ich die Flucht als Abhilfe gegen die feindselige Ehe", d. h.,,ich werde meiner Flucht in die Ferne nicht eher ein Ziel setzen als bis ich der verhaßten Ehe entronnen bin". Schol.
οἱ
μακρὰν
ὁδὸν
φεύγοντες
δι'
ἄστρων
σημαίνεσθαι
ἔλεγον. Man sagte zunächst
ἄστροις
τεκ-
μαίρεσθαι (
σημαίνεσθαι) von solchen, welche auf dem Meere die Richtung des Weges aus den Sternen ent- nahmen. Vgl. Lukian Ikarom. 1
καθάπερ
οἱ
Φοίνικες
ἄστροις
ἐτεκμαίρου
τὴν
ὁδόν. Dann wurde der Ausdruck von solchen ge- braucht, welche weit weg von ihrer Heimat in unbekannte Gegenden fliehen, wo ihnen nur die Gestirne die Richtung des Weges anzeigen. Vgl. Hesych.
ἄστροις
σημειοῦσθαι.
μακρὰν
καὶ
ἐρήμην
ὁδὸν
βαδίζειν·
ἡ
δὲ
μεταφορὰ
ἀπὸ
τῶν
πλεόντων. Anderes s. zu Soph.
Ο.
Τ. 794
τὴν
Κορινθίαν
ἄστροις
τὸ
λοιπὸν
ἐκμετρούμενος
χθόνα.
δύσφρονος von der Person übertragen.
400-401.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-243
Erwähle die Dike zur Bundesgenossin und entscheide dich für das was bei den Göttern heilig ist." Vgl.
τὰ
τῶν
θεῶν
ἔντιμα Soph. Ant. 77.
404-405.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-244
οὐδέ
περ
κρατῶν wie Cho. 502
οὐδέ
περ
θανών.
μὴ
καὶ (30 Canter für
καὶ
μή
ποτε..
πόλιν enthält eine Reminiszenz an Hom.
Χ 105
αἰδέομαι
Τρῶας.
μή
ποτέ
τις
εἴπῃσι
κακώτερος
ἄλλος
ἐμεῖο·
Εκτωρ
ἧφι
βίηφι
πιθήσας
ὤλεσε
λαόν. un (für xai un Turnèbe)
τοῖον, nicht nach Wunsch“, vgl. Hesych.
τοῖον·
οὕτως
ἀγαθόν ..
τάσσεται
καὶ
ἐπὶ
θαυμασμοῦ und zu Sieb. 567.
406.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-245
ἐπήλυδας erhält durch den Gegensatz zu
πόλιν (
πολίτας,
ἀστούς) etwas Verüchtliches. - Die Schwer- fälligkeit des Rhythmus gibt die Schwere des Vorwurfs zu erkennen. Vgl. Pers. 254
ὡς
ἐν
μιᾷ
πληγῇ
κατέφθαρται
πολύς. Doch vgl. auch unten 474, 920, 958, 1027.
407-408.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-246
ἀμφοτέροις (so Schütz für
ἀμφοτέρους, wie die Handschrift 483
ὁμαίμους für
ὁμαίμοις bietet)
ὁμαίμων
κτέ, wenn Zeus auch beiden Teilen, uns und den Vettern, in gleicher Weise verwandt ist, so behandelt er doch nicht beide gleich, sondern neigt sich nach der einen Seite, wo er das Recht sieht". Vgl.
Ζεὺς
νεμέτωρ Sieb. 472.
409.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-247
ἄδικα im Sinne von
κακά, wie nachher
ὅσια im Sinne von
ἀγαθά. Für
ἄδικα kann man
ἔλλερα vermuten nach Hesych.
ἔλλερα·
ἐχθρά,
πολέμια,
ἄδικα und für
ὅσια schreibt Weil
αἴσια.
410.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-248
,,Da dieses unparteiisch ab- gewogen wird, was hast du pein- liche Bedenken das Rechte zu tun?" Schol.
εἰ
ὁ
Ζεὺς
τὸ
ἴσον
φυλάττει,
τί
ἀπορεῖς
συμμαχῆσαι
τῷ
Διί. Vereinzelt steht die passive Form
ῥεπομένων. Doch findet sich
ἐπιρρέπειν und
καταρρέπειν transi- tiv. - In
μεταγεῖν bezeichnet
μετά wie in
μεταγιγνώσκειν,
μετα-
μανθάνειν,
μεταμέλεσθαι,
μετα-
στένειν den Wechsel des Sinns. Vgl. auch Hom. X 232
ὀλοφύρεαι
ἄλκιμος
εἶναι. Das von W. Head- lam vermutete osas entspricht dem Sinne weniger, da das Tun erst erwartet wird.
412-413.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-249
Der Schol. verbindet
εἰς
βυθὸν
μολεῖν
φροντίδος und denkt an
σπογγοτόμοι. Richtiger wird sowohl der Gen. (wie 422) als auch
μολεῖν von
δεῖ abhängig gemacht wie Ag. 355
δεῖ
γὰρ
πρὸς
οἴκους
νοστίμου
σωτηρίας,
κάμψαι
διαύλου
θάτερον
κώλον
πάλιν: es bedarf tiefen Nachdenkens, das Heil bringt, es muß das Auge scharf blickend und gar nicht wie das Auge des Berauschten trübe nach Art des Tauchers in die Tiefe dringen". Nach Hom. II 747 schweben wohl Austernfischer (
ἀρνευτήρες)
νvor.
415-416.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-250
πρῶτα
μὲν ..
τέ wie Soph. Phil. 1424
πρῶτον
μὲν
νόσου
παύσῃ
λυγρᾶς
ἀρετῇ
τε
πρῶτος
ἐκκριθεὶς . .
νοσφιεῖς
βίου, Eur. Med. 125 f., Hipp. 996 f., Herakleid. 337 f., Ion 401f. und zu Sieb. 907. An die Stelle der Aufzählung tritt die ein- fache Aneinanderreihung.
417.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-251
δήρις: dieses epische Wort auch Ag. 933, vgl.
ἀδήριτος Prom. 105.
φυσίων :
ῥύσιον bezeichnet dasjenige, was man als Ersatz wegschleppt um sich für Ent- rissenes schadlos zu halten oder als Unterpfand um die Rückgabe des Entrissenen zu erwirken. Vgl. Hom. 1 674
φύσι᾽
ἐλαυνόμενος, unten 736, Soph.
Ο.
Κ. 858
καὶ
μεῖζον
ἆρα
ῥύσιον
πόλει
τάχα
θήσεις·
ἐφάψομαι
γὰρ
οὐ
ταύταιν
μόναιν. Die Söhne des Ägyptos können gewaltsam Beute fortschleppen um die Heraus- gabe der Danaiden zu erzwingen.
ἐφάπτεσθαι ist, wie die angeführte Stelle des Sophokles und unten 736
ἐφάπτορες zeigt, das dafür ge- bräuchliche Wort (Hand anlegen).
418.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-252
Hesych.
ἱδρύεται·
καθέζεται,
ἑδράζεται.
419-420.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-253
᾿Αλάστωρ (von
ἀλαίνω) ist der Geist der Irrsal und des Fluches, der Rache und des Ver- derbens wie
Ερινύς, welche gleich- falls im Hause sitzt und es nicht verläßt, bis die Schuld gebüßt ist (Ag. 11851.). Vgl. 655 f., Hesych.
ἀλάστωρ·
πικρὸς
δαίμων,
Ζεύς.
421.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-254
Vgl. 236f., Eum. 175
ὑπό
τε
γᾶν
φυγὼν
οὔ
ποτ᾽
ἐλευθεροῦται, Sieb. 1008
ἄγος
δὲ
καὶ
θανὼν
κεκτήσεται
θεῶν
πατρῴων.
422.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-255
μῶν
οὐ
δοκεῖ (,, du zweifelst doch nicht?", du glaubst doch gewiß?") wie
μῶν
οὐχ
ὁρᾷς; Soph.
Ο.
Κ. 1729,
μῶν
οὐ
πέποιθας; Eur. Med. 733,
μῶν
οὐ
παιδιὰν
νομιστέον ; Plat. Soph. 234
Α.
423-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-256
Chorikon. Auf die Debatte folgt die Beratung. Wie Pers. 626 ff. u. Cho. 152 ff. die äußere Handlung, das Opfer am Grabe, so wird hier das stille Nachdenken des Königs von einem Chorgesang begleitet, welcher auf den Ent- schluß des Königs einzuwirken sucht und noch einmal die (drei) Gründe zusammenfaßt, welche den schwankenden König für die Dana- iden günstig stimmen sollen:,,Habe Mitleid mit den Verfolgten, laß uns nicht von heiliger Stätte weg- reißen, laß nicht deine Schützlinge grausam mißhandeln. Dein Tun wird deinen Kindern und deinem Hause Fluch oder Segen bringen".
424.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-257
πανδίκως, in voller Wahr- heit und Aufrichtigkeit, vgl. Eum. 807
ἐγὼ
γὰρ
ὑμῖν
πανδίκως
ὑπίσχομαι, Sieb. 156, 657, Soph. Trach. 611.
εὐσεβής, rücksichts- voll, vgl. 952.
425.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-258
427-428.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-259
,Die in gottloser Weise aus der fernen Heimat Vertriebene."
Hesych.
έκαθεν
μακρόθεν,
πόρρωθεν. Die
Form
ὄρμενος findet sich öfters bei Äschylos in lyrischen Partien.
429.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-260
430.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-261
πολυθέων: genauere Respon- sion bietet das von Heimsöth ver- mutete
πανθέων, worin
παν wie in der Anrede der versammelten Bürger
ὦ
πάντες
ἀστοί gebraucht ist und sich auf den Götterverein des Altars bezieht. —
ῥυσιάζειν ist der gebräuchliche Ausdruck für das Wegschleppen von Personen und Sachen aus fremdem Lande.
432.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-262
Der Gedanke von 375-380 wird wiederholt, um den König für die Verletzung der heiligen Stätte verantwortlich zu machen.
433.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-263
ἀνέρων: diese epische Form findet sich bei Äschylos nur hier.
434.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-264
κότον:
τὸν
τοῦ
Διός bemerkt der Schol. mit Recht (vgl. 390, 487), aber diese nähere Bestimmung kann nach
ἀνέρων nicht entbehrt werden; deshalb wird die Emendation Heimsäths
θεῶν
τ'
ἄλευαι
κότον richtig sein. Vgl. Hesych.
λευά-
μενος·
ἐκκλίνας,
φυλαξάμενος, Hom.
Χ285
ἐμὸν
ἔγχος
ἄλευαι.
435.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-265
Uber die Konjunktivform
τλας (die Handschrift gibt
τ'
ἀαΐς, d.i.
ΤΛΑΙΣ) vgl. H. L. Ahrens Dor. Dial. S. 313. Sie entspricht der Form
τιμᾶς. 4361.
βίᾳ
δίκης, wider Recht, wie Soph. Ant. 59
νόμου
βίᾳ. Ge- nauere Responsion würde erzielt, wenn man für
δίκας
ἀγομέναν schriebe
διασοβουμέναν.
438-439.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-266
ἱππηδόν, wie Pferde an der Mähne gezogen werden. Vgl. Sieb. 313
τὰς
δὲ
κεχειρωμένας
ἄγεσθαι . .
ἱππηδὸν
πλοκάμων,
περιρρηγνυμένων
φαρέων. Die gleiche Vorstellung wie hier
πλοκάμων gibt
ἐπιλαβὰς
ἀμπύκων an; denn
ἄμπυξ war ein Stirnband, mit welchem die Haare aufgebunden wurden, vgl. Hom. X468
τῆλε
δ᾽
ἀπὸ
κρατὸς
βάλε (Andromache)
δέσματα
σιγα-
λόεντα,
ἄμπυκα
κεκρύφαλόν
τε
ἰδὲ
πλεκτὴν
ἀναδέσμην, Schol. zu
ἄμπυκα:
τὸ
διάδημα
τὸ
πρὸς
ἀνάδεσιν
τῶν
τριχῶν.
πολυμίτων
πέπλων von den bunten ägyptischen Gewändern, vgl. Plin. H. N. VIII 48 plurimis liciis texere quae polymita appellant Alexandria instituit. Die Pracht des Gewandes tritt in Kon- trast zum Zerreißen desselben: zu 128. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 310
πέπλων
τε
προεκάλυπτεν (zum Schutz gegen Steinwürfe)
εὐπήνους
ὑφάς. —
ἐπι
λαβάς steht als Akk. des inneren Objekts bei
ἄγεσθαι wie etwa
ὁλκὴν
πλοκάμων
ἕλκεσθαι, sodaß die Änderung von H. Vof
ἐπιλαβαῖς unnötig ist.
441.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-267
ἴσθι steht für sich wie oft
ἴσθι,
σάφ᾽
ἴστε,
εὖ
γὰρ
ἴστε Pers. 214.
ὁπότερ᾽
ἂν
κτίσης,
τάδε
ἐκτίνειν (entgelten)
μένει
παισὶ
καὶ
δόμοις: der Dativ statt des Akk. wie Eur. Fragm. 733
τοῖς
πᾶσιν
ἀνθρώποισι
κατθανεῖν
μένει.
ἀντίρροπον hat Heimsöth für
ὁμοίαν gesetzt um der Responsion willen, nach Hesych.
ἀντίρροπον·
ἴσον,
ἰσόσταθμον,
ισόζυγον: der Art deines Handelns wird Lohn oder Strafe, Segen oder Fluch für dein Haus entsprechen. Vgl. Hor. carm. I 28, 30 neclegis inmeritis nocituram postmodo te natis fraudem committere ? Forsit debita iura vicesque superbae te maneant ipsum.
445-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-268
φράσαι weist zurück auf das erste Wort
φρόντισον: „be- herzige dieses gerechte Walten von- seiten des Zeus".
447.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-269
Ich bin fertig mit der Überlegung." Vgl. Prom. 1029 EPM.
ὅρα
νυν
εἴ
σοι
ταῦτ᾽
ἀρωγὰ
φαίνεται.
ΠΡΟΜ.
ὦπται
πάλαι
δὴ
καὶ
βεβούλευται
τάδε. Aus dem Schwanken (
σάλος) bin ich heraus- gekommen, bin aber an die Klippe geworfen, daß ich mit den einen oder den anderen einen gefährlichen Krieg beginnen muß, d. i.,,ich bin aus dem Zweifel heraus und sehe das Unheil klar vor mir". Man könnte
έξοκέλλομεν vermuten, aber der transitive Gebrauch findet sich auch sonst (vgl. Tro. 136
ἃ . .
ἐμὲ
ἐς
τάνδ᾽
ἐξώκειλ᾽
ἄταν) und als Subjekt ist ein allgemeiner Begrift wie
πρᾶγμα zu denken ähn- lich wie bei
δηλοῖ,
δείκνυσιν,
σημαίνει, vgl.
Εum. 485
ἐπεὶ
δὲ
πρᾶγμα
δεῦρ᾽
ἐπέσκηψεν
τόδε.
448.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-270
τοῖσιν: zu 362. Schol.
ἢ
τοῖς
θεοῖς
ἢ
τοῖς
Αἰγυπτιάδαις. Für
ἄρασθαι ist
αἴρεσθαι überliefert wie 344
αἴρασθαι. Dieser Fehler findet sich außerordentlich häufig, so daß es keinem Bedenken unter- liegen kann den dem Sinne mehr entsprechenden Aor. zu setzen.
449-450.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-271
An die Stelle des Ge- dankens das steht unwiderruflich fest" tritt nach äschyleischer Weise ohne weiteres (für
ναυτικαῖσιν
ὡς
προσηγμένου ist deshalb und weil
προσάγειν sich als ungeeignet er- weist,
ναυτικαῖσι
προσπεπηγμένον gesetzt) das Bild:,,Zusammengefügt ist der Bauch des Schiffes zwischen Krummhölzern festgedrückt". Vgl. 955
τῶνδ᾽
ἐφήλωται
τορῶς
γόμφος
διαμπαξ,
ὡς
μένειν
ἀραρότως und das lateinische aliquid clavo trabali fgere, Hor. carm. I 35, 17 saeva Necessitas clavos trabales et cuneos manu gestans aëna. Nach der dieser Stelle entnommenen Glosse des Hesych.
στρέβλαι
ναυτικαί·
τὰ
ξύλα
τῶν
νεῶν
ἐν
οἷς
διασφηνοῦνται (wohl
δόρατα
σφηνοῦται)
γομφού
μενα sind unter
στρέβλαι
ναυτικαί die Schiffsrippen (
δρύοχοι) zu ver- stehen. Vgl. Apoll. Rh. I 367 vña
δ᾽
ἐπικρατέως
Αργου
υποθημοσύνῃσιν
ἔζωσαν
πάμπρωτον
ἐϋστρεφεῖ
ἔνδοθεν
ὅπλῳ
τεινάμενοι
ἑκάτερθεν,
ἵν᾽
εὖ
ἀραροίατο
γόμφοις
δούρατα
καὶ
ῥοθίοιο
βίην
ἔχοι
ἀντιόωσαν.
451-452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-272
Ohne Weh geht es nicht ab; oder ich irre sehr ab von der Natur dieses Streites (ich täusche mich sehr in der Art dieses Streit- falles). Ich wollte, ich täuschte mich." Dieser Zusammenhang wird gestört durch die V. 452-460, welche nach V. 486 ebenso am Platze wie hier unpassend sind.
Ζη
παροίχομαι vgl. Eur. Med. 995
δύστανε,
μοίρας
ὅσον
παροίχῃ (,,wie sehr täuschest du dich in dem, was das Schicksal dir bestimmt hat").
462.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-273
σοφὸς
κακῶν ist nur mög- lich nach und unter Einwirkung von
ἄιδρις. Schol.
μάντις
ἀποβαίην
φαῦλος („,ich will gern ein falscher Prophet sein").
464.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-274
D. i. „, nach vielen Reden, in denen ich dein Erbarmen (zu 200) angefleht habe, ist dies mein letztes Wort".
465.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-275
ἤκουσα, nämlich
αἰδοίους
λόγους
λέγοις
ἄν, nämlich
τέρ-
ματα: „Ich habe schon gehört und will weiter hören". Passend ver- mutet Stadtmüller
ἀκουστά, vgl. Anecd. Bekk. S. 373, 6
ἀκουστά.
ὡς <
Σοφοκλῆς>
ἐν
τῇ
Κρεούσῃ
ἄπελθ᾽
ἄπελθε,
και·
τάδ᾽
οὐκ
ἀκουστά“
καὶ
Εὐριπίδης
δὲ
πολλάκις·
ὁ
μέντοι
Σοφοκλῆς <
καὶ>
ἀκούσιμα
φησί. Hartung dachte an
ἀκούσομαι,
λέγοις
ἄν, worin
ἀκούσομαι kausal
τι
λέγοις a stehen würde (
ἀκούσο-
μαι
γάρ).
466.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-276
στρόφος ist das Brustband der Frauen, strophium, fascia. Vgl. zu Sieb. 857
δυσαδελφόταται
πασῶν
ὁπόσαι
στρόφον
ἐσθῆσιν
περι-
βάλλονται. Hesych.
ζώνας
τε
συλ
λαβὰς
πέπλων·
ἀντὶ
τοῦ
αἷς
ζώννυ-
μαι
καὶ
τοὺς
πέπλους
συλλαμβάνω stammt aus einer Erklärung zu unserer Stelle, in welcher es ur- sprünglich
τὰς
στροφάς
αἷς
ζώννυ-
μαι
κτέ. hies. Aber unter
ζῶναι sind eigene Gürtel zu verstehen.
467.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-277
τάχ᾽
ἂν für
τύχαν Marck- scheffel. Wenn nicht
γυναιξίν zu schreiben und
γυναικῶν unter der Einwirkung von
τύχαν entstanden ist, so muß man den Gen. aus der Analogie von
ίδιος,
οἰκεῖος,
συγγενής ableiten.
468.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-278
Die ironische Rede: nun gut, diese bieten ein vortreffliches Hilfsmittel" entspricht ebenso wie 472 dem unweiblichen Wesen der Danaiden.
469.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-279
γηρυθεῖσα: diese Aoristform kommt sonst nicht vor, weshalb Meineke
γηρύσασ' vermutet. Mit der Umschreibung des Fut. vgl. Soph.
Ο.
Κ. 816
λυπηθεὶς
ἔσῃ, Ant. 1067
άvtidovs eon, O. T. 1146 ov
σιωπήσας
ἔσῃ.
470-471.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-280
πιστόν, vgl. fdem inter- ponere. Der Nachsatz wird durch die Frage
τί . .
περαίνει; in Ver- bindung mit der folgenden Antwort gegeben (
περαίνει
κοσμῆσαι). Die gewöhnliche Fortsetzung des Ge- spräches würde
κοσμήσω er- fordern. Sie drohen die Statuen der Götter mit Votivtafeln, wie sie noch nicht dagewesen, zu zieren. Schol.
καινοῖς
ἀναθήμασι
τὰ
ἀγάλ-
ματα
τῶν
θεῶν
κοσμήσω·
λέγει
δὲ
ὅτι
μετεωρήσω
ἐμαυτὴν
τῇ
ἀγχόνη. W. Headlam vermutet
παραινεῖ für
περαίνει.
473.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-281
Vgl. Prom. 637
οὐκ
ἐμπλέκων
αἰνίγματ',
ἀλλ᾽
ἁπλῷ
λόγῳ.
474.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-282
ἀπάγξασθαι schließt sich appositionell an
κοσμῆσαι an. - Die Cäsur in der Mitte des Verses (zu 406) wird durch die Elision, infolge deren sich
τάχιστ'
ἀπάγξασθαι eng zusammenschließt, erleichtert.
475.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-283
Die Erklärung des Schol.
καρδίας
δηκτικόν ist zu schwach. Vgl.
Εum. 159
πάρεστι
μαστίκτορος
δαΐου
δαμίου
βαρὺ
τὸ
περίβαρυ
κρύος
ἔχειν. Wir etwa ,,mit dieser Rede stößt du mir einen Dolch ins Herz".
476.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-284
Die Worte sind mit gewisser Bitterkeit gesprochen.
Ζυ
ὠμμά-
τωσα vgl.
ἐξωμμάτωσα, Schol.
ἐξε
λάμπρυνα.
477.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-285
δυσπάλαιστα: Schol.
δυσμετα-
χείριστα. - Die Erklärung des Schol.
ἀπὸ
κοινοῦ
τὸ
ἤκουσα scheint rich- tiger als die andere:
δυσπαλαιστά
ἐστι, weil dann
πράγματα in Gegen- satz zu
λόγον tritt, vorausgesetzt, daß mit der einfachen Weglassung von un der ursprüngliche Text hergestellt ist. Man könnte an xov
τῇ
μέν,
ᾗ
δ᾿
οὐ
δυσπάλαιστα
πρά-
γματα denken, vgl. Pers. 804
συμβαί-
νει
γὰρ
οὐ
τὰ
μέν,
τὰ
δ᾽
οὔ, Phokyl. Fragm. 1
Λέριοι
κακοί,
οὐχ
ὃ
μέν,
ὃς
δ᾽
οὔ
πάντες. W. Headlam ver- mutet
οὐ
μὴν
ἁπλῇ
γε
δυσπάλαιστα.
478-479.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-286
κακῶν
πλῆθος
ποταμὸς
ὥς und
ἄτης
ἄβυσσον
πέλαγος: vgl. Pers. 436
κακῶν
πέλαγος, Prom. 772
δυσχείμερόν
γε
πέλαγος
ἀτηρᾶς
δύης. Bothe bezeichnet den ersten Vers wegen der Wiederholung des Bildes als unecht.
480.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-287
εἰσέφρηκα (1. Aor. von einem ungebräuchlichen
πίφρημι),
εἰσεπή-
δησα (ich bin hineingeraten) nach
αἱμάξαι
πέδον; Hesych.
εισέφρηκεν,
εἰσεπήδησεν. Die Handschrift gibt
ἐσέβηκα, wo- für man gewöhnlich
ἐσβέβηκα schreibt.
λιμὴν
κακῶν wie
ἀλκὴ
κακῶν, hier durch das vorher- gehende Bild dargeboten. Vgl.
ὕπνον
τὸν
καμάτων
λιμένα Krit. Fragm. 2, 25
Β.,
λιμὴν
ἀτυχίας
ἐστὶν
ἀνθρώποις
τέχνη Menand. Mon. 303, auch Soph.
Ο.
Τ. 1119
πύργος
θανάτων,
κέντρον
ἐμοῦ Phil. 1039.
481.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-288
χρέος, Schuldigkeit, welche er gegen die Schutzflehenden hat. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 234
μή
τι
πέρα
χρέος
ἐμᾷ
πόλει
προσάψῃς.
482.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-289
οὐχ
ὑπερτοξεύσιμον, Schol.
ἀνυπέρβλητον. Vgl. Cho. 1030
οὐκ
ἐρῶ
τὴν
ζημίαν·
τόξῳ
γὰρ
οὔτις
πημάτων
προσίξεται (Schol.
τοσαύτη
γάρ
ἐστιν
ὡς
μηδὲ
τοξότην
ἐφι-
κέσθαι
τοῦ
μήκους).
483.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-290
ὁμαίμοις
σέθεν wie Eum. 608
ὅμαιμος
φωτός.
484.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-291
διὰ
μάχης
τέλους wie sonst
διὰ
μάχης
ἐλθεῖν
τινι, vgl. zu
τὸν
πᾶσι
θεοῖς
δι'
ἀπεχθείας
ἐλθόντα Prom. 121.
τέλος von der Ent- scheidung des Kampfes wie Cho. 873, Sieb. 148.
485.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-292
ἀνάλωμα, das zu bringende Opfer.
486.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-293
Vgl. Eur. Heraklid. 165
κακὸν
λόγον
κτήσῃ
πρὸς
ἀστῶν,
εἰ
γέροντος
εἵνεκα
εἰς
ἄντλον
ἐμβήσῃ
πόδα (vorausgeht
τί
δῆτα
φήσεις . .
τί
φυσιασθεὶς
πόλεμον
Αργείοις
ἔχειν;).
452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-294
S. oben zu 451f.,,Und da Verlust von Geld und Gut wieder ausgeglichen, eine Kränkung wie- der gut gemacht, vergossenes Blut aber nicht ersetzt werden kann, ist um so mehr und um jeden Preis das Vergießen von Verwandtenblut zu verhüten." Der Gedanke,,jeder andere Schaden läßt sich wieder gutmachen, vergossenes Blut aber ist unersetzlich" kehrt bei Äschylos öfters wieder, Ag. 990 ff., Cho. 59 ff., 518f., Eum. 648ff. Vgl. Eur. Hik. 775f. — Mit
ἐκ
δόμων
πορθουμένων vgl. Pers. 453
ἐκ
νεῶν
φθαρέντες, Eur. Fragm. 736, 6
ὅταν
τις
ἐκ
δόμων
ἀνὴρ
θάνῃ.
453.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-295
Der Vers (,,Verderben in das Schiff einladend und das Schiff hoch anfüllend mit der Ladung") fügt sich nicht in die Konstruktion des Satzes und ist deshalb von Dindorf ausgeschieden worden.
454.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-296
Ζεὺς
κτήσιος, dem der Haus- altar geweiht ist, ist der Hüter und Mehrer der Habe. Vgl. Ag. 1012
πολλῶν
μετὰ
δοῦλων
σταθεῖσαν
κτησίου
Διὸς
πέλας.
455.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-297
Die Zunge schießt kränkende Worte wie Pfeile auf den anderen ab. Vgl.
γλώσσῃ
ματαίους
ἐξακον-
τίζειν
λόγους Fragm. Adesp. 529.
μὴ
τὰ
καίρια,
τὰ
ἄκαιρα. Die Änderung von Blaydes
τοξεύσασ᾽
ἃ
μή'
στι
καίρια erscheint als un- nötig.
456.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-298
An die Stelle von
θέλξειεν
ἂν (
γλώσσα)
μύθον
μύθῳ tritt eine wie nachdrücklichere Wendung Cho.518
τὰ
πάντα
γάρ
τις
ἐκχέας
ἀνθ'
αἵματος
ἑνός,
μάτην
ὁ
μόχθος, Sieb. 668
ἀνδροῖν
δ᾽
ὁμαίμοιν
θά-
νατος
ὧδ᾽
αὐτοκτόνος,
οὐκ
ἔστι
γῆρας
τοῦδε
τοῦ
μιάσματος. Die Erklärung des Schol.
ἀντὶ
τοῦ
γλώσσης
τοξευσάσης verrät eine äußerliche Auffassung.
457.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-299
Der Vers führt den Sinn von
μὴ
τὰ
καίρια (,, ungeeignete Worte, welche kränken und das Gemüt heftig erregen“) weiter aus, müßte also vor 456 stehen, wenn er als echt erschiene. Aber bei der Vorliebe des Äschylos für Symmetrie ist anzunehmen, daß die zwei den Gegensatz bildenden Gedanken in gleichviel Versen gegeben sind, mit 453 also auch dieser Vers fällt, wie Geel gesehen hat.
458.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-300
ὅμαιμον
αἷμα, da wie Da- naos ebenso dessen Bruder Ägyp- tos den Argivern verwandt ist. Vgl. Sieb. 668 f. (oben zu 456).
459.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-301
θύειν allgemein,
πεσεῖν
χρη-
στήρια von Schlachtopfern. Vgl. Sieb. 216
σφάγια
και
χρηστήρια
θεοῖσιν
ἔρδειν.
460.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-302
Schol.
τῆς
προσδοκωμένης
πημονῆς
ἄκη, also zur Abwendung des Unheils.
488.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-303
Schol.
ὁ
τούτου
φόβος
μέγας
ἐστὶν
ἐκ
βροτοῖς. Man könnte
ὕψι-
στον . .
σέβας erwarten.
489.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-304
σοῦ (für
σὺ Wellauer)
νυν (für uèv M. Schmidt): vgl. Hesych.
σοῦ·
ἴθι,
τρέχε,
ὅρμα und zu Sieb. 31. Doch könnte où uèv richtig und, wie Butler vermutet hat, nach diesem Verse ein Vers ausgefallen sein.
490.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-305
Wie 515 zeigt, nicht alle Zweige, sondern nur die seinigen.
492.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-306
ἀφίξεως,
ἱκετείας wie
ἀφι-
κτόρων 247 s. v. a.
ἱκετῶν.
493-494.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-307
ἀπορριφθῇ
ἐμοῦ: eig. „,da- mit nicht eine (böse) Rede nach mir geschleudert wird", vgl. Eur. Kykl. 51
ῥίψω
πέτρον
τάχα
σου (nach Analogie von
τοξεύειν,
στοχάζεσθαί
τινος), Prom. 964
πῶς
δ᾽
οὐχὶ
ταρβεῖς
τοιάδ᾽
ἐκρίπτων
ἔπη; Was Conington durch die Änderung von
λόγος in
ψόγος zum Ausdruck bringen will, liegt schon in
ἀπορ-
ριφθῇ
κατ'
ἀρχῆς
φιλαίτιος
λεώς: vgl. Sieb. 4 ff.
495.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-308
,,Damit dürfte ja auch der Vorteil gewonnen werden u. s. w.“ —
οἰκτίσας
ἰδὼν für
οἶκτος
εἰσιδὼν Hermann.
496.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-309
ἄρσενος
στόλου wie
ἀρσένων 378 von den Ägyptiaden.
498.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-310
εὐνοίας wie
Αρτέμιδος
εὐ-
νοίαισι Sieb. 437,
ὀργάς unten 771. - Schol.
ὡς
καὶ
πρὸς
τὸν
εὖ
ἔχοντα
ὁ
φθόνος
ἔρπει (Soph.
Αi. 157.)
500.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-311
αἰδοῖον, erbarmend, mit- leidig, vgl. 200, 464 und zu 198.
εὐθενοῦντα (für
εὖ
ῥέοντα): vgl.
εὐθενεῖν Eum. 896, Hesych.
εὐθηνῶν
καὶ <
εὐθενῶν >
εὐδαιμονῶν,
πλου-
τῶν. Tucker vermutet
εὐσεβοῦντα.
πρόξενον: zu 245.
501.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-312
φράστορας: diese Form findet sich nur noch in dem Eigennamen
Φράστωρ. Die gewöhnliche Form ist
φραστήρ. Schol.
τοὺς
φράσοντας, Hesych.
φραστῆρες·
μηνυται, Xen. Kyr. V 4, 40
ὁδῶν
φραστῆρα, Plut. Mor. S. 243
Ε
ἐπλανῶντο
περὶ
τὴν
χώραν
φραστήρων
δεόμενοι. –
ἐγ
χωρίων ist partitiver Gen.
503.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-313
προνάους: auf solche Altäre muß er die Zweige legen, damit sie den Bürgern in die Augen fallen (492f.). Das aus dem vorhergehen- den Verse stammende
πολισσούχων hat das ursprüngliche Textwort, ein Epitheton zu
έδρας, verdringt. Man hat
πολυλλίτους,
πολυστεφείς,
πολυξέστους,
πολυχρύσους,
περιστύ
λους vermutet.
505.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-314
μορφῆς . .
φύσις, d. i. wir fallen durch unser Äußeres gleich auf. — Mit
ὁμόστολος,
ὁμοία vgl. Eur. Alk. 406
νέος
ἐγώ,
πάτερ,
λεί-
πομαι
φίλας
μονόστολος
ματρός. Hier weist der zweite Teil auf die Tracht und das Außere hin.
507.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-315
θράσος wie 514 um des Vers- maßes willen in dem Sinne, in welchem gewöhnlich
άooos steht. ,,Gib acht, daß nicht dem Sicher- heitsgefühl die Unsicherheit ent- springt." Der Gedanke hat sprich- wörtliche Form. Die Vertrauens- seligkeit hat Mangel an Vorsicht und damit Gefahr zur Folge.
509.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-316
ἄνδρες: zu den
δορυφόροι gesprochen.
510.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-317
ἡγεῖσθε
βωμούς, zeigt ihm den Weg zu den Altären. Vgl. Hom.
η 22
ὦ
τέκος,
οὐκ
ἄν
μοι
δόμον
ἀνέρος
ἡγήσαιο
Αλκινόου.
511.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-318
ξυμβολοῦσιν (so Valckenaer für
ξυμβόλοισιν): Schol.
τοῖς
συν-
τυγχάνουσιν. Vgl. Sieb. 339
ξυμβολεῖ
φέρων
ψέροντι, Hesych.
συμβολεῖ·
συντυγχάνει.
512.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-319
ναυστήρα (die Handschrift hat
ναύτην, womit nichts gesagt ist): Hesych.
ναυστήρες·
οἱ
ἱκέται. Vgl. oben 359 zu
ναύοντα.
ἐφέστιον: zu 370. Danaos ab unter militärischer Bedeckung
513.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-320
„,Wie du diesem Verhaltungs- befehle gegeben hast, so möge er seinem Auftrage gemäß hingehen." Passender scheint das von Schütz gesetzte
κίει. Voraus vermutet Naber
εὖ
μὲν
τόδ᾽
εἶπας.
514.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-321
δρῶ wie Sieb. 1049 statt des gewöhnlichen
δράσω. -
ποῦ
θράσος
νέμεις (Porson
νεμεῖς, vielleicht richtig)
ἐμοί, welchen Ort weisest du mir an, wo ich mich sicher fühlen kann? Uber
θράσος zu man 515
σημεῖον
πόνου: wenn die Zweige am Altar zurückließ, so gab man damit zu erkennen, daß die Bitte noch nicht erhört, die Not also noch vorhanden sei. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 143
ἵστασθε,
τούσδ'
ἄραντες
ἱκτῆρας
κλάδους..
ὡς
πᾶν
ἐμοῦ
δράσοντος, ebd. 147, Eur. Hik. 258
ἀλλ᾽
ὦ
γεραιαί,
στείχετε
γλαυκὴν
χλόην
αὐτοῦ
λιποῦσαι
φυλλάδος
καταστεφῆ,
θεούς
τε
καὶ
γῆν
τήν
τε
πυρφόρον
θεὰν
Δήμητρα
θέμεναι
μάρτυρ᾽
ἡλίου
τε
φῶς,
ὡς
οὐδὲν
ἡμῖν
ἤρκεσαν
λιταὶ
θεῶν.
516.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-322
καὶ
δή wie
ιδού, wenn man einem Auftrage nachkommt. Vgl. Prom. 54.
σφέ,
αὐτούς wie Sieb. 617, Eur. Hek. 260 u. a. Vgl. zu Prom. 9. —
χειρία . .
σέθεν, gehorsam deinem Worte. Vgl. Hesych.
χείριον·
ὑποχείριον.
517.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-323
λευρόν:
λευρόν: Hesych.
λευρῷ·
ὁμαλῷ,
πλατεῖ, Prom. 385
λευροὺς
γύας, Schol.
τοὺς
πλατεῖς. Der ebene Boden der Orchestra steht in Gegensatz zu dem erhöhten Altar. Der Chor muß nieder- steigen, um in der Orchestra zu dem folgenden Stasimon den ent- sprechenden Tanz auszuführen, während es der Handlung mehr entsprechen würde, wenn er den sicheren Platz an dem Götteraltar innebehielte. Die szenische Not- wendigkeit wird durch das Zögern des Chors verdeckt. Übrigens läßt der Vers erkennen, daß der Schau- spieler in der Orchestra, nicht auf erhöhter Bühne sich befindet.
ἄλσος, Au, Flur. Vgl. Pers. 113
πόντιον
ἄλσος (Neptunia prata), Soph.
Εl. 4
τὸ
παλαιὸν
Ἄργος .
ἄλσος
Ινάχου
κόρης. Den geweihten Platz bedeutetes Soph.
Ο.
Κ. 10
ἢ
πρὸς
βεβήλοις
ἢ
πρὸς
ἄλσεσιν
θεῶν. Vgl. Strab. IX S. 142
οἱ
ποιηταὶ
ἄλση
καλοῦσι
τὰ
ἱερά,
κἂν
ᾖ
ψιλά (nicht mit Bäumen bewachsen).
ἐπι-
στρέφου für
ἐπιστρέφω Robortelli. Vgl. Eur. Hel. 89
τί
δῆτα
Νείλου
τούσδ'
ἐπιστρέφη
γύας; Dobree schreibt
ἐπιστρωφώ. Vgl. Eur. Med. 666
πόθεν
γῆς
τῆσδ᾽
ἐπιστρωφᾷ
πέδον ;
518.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-324
Wenn
βέβηλον betont wird, erregt die Wiederholung von
ἄλσος keinen Anstoß. Weil vermutet
βέβηλον
ἂν
πέδον, aber vgl. Prom. 268f.
πῦρ . .
φλογωπὸν
πῦρ.
519-520.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-325
πτερωτῶν: Schol.
δρακόντων. Aber der Gedanke ist zunächst folgender: Sei nur nicht allzu bange; es wird dich doch niemand durch die Luft entführen, wo es uns unmöglich wäre dich den Räubern zu entreißen." Die Danaiden nehmen die Worte des Königs im eigentlichen Sinne und verstehen unter den beflügelten Wesen der Luft Drachen um die Ägyptiaden in Gegensatz zu diesen zu stellen. Vgl. 770f. Die beflügelten Drachen sind ursprünglich Gewitterdämonen. Schütz denkt an eine sprich- wörtliche Redensart, die her- genommen sei von der Aussetzung von Kindern nach Eur. Ion 902, 917. Aber diese Beziehung liegt fern. —
άρπαγαῖς
σ' für
ἅρπαγες Porson. Vielleicht hat Paley recht mit
ἁρπαγῇ
σ'.
ἀλλ᾽
εἰ . .
ἐχθίοσιν (
ἐκδώσεις,
τί
τοῦτο;).
521.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-326
fausta sit oratio fausta audienti (Hermann). Bona verba quaeso.
522.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-327
δυσθροεῖν (so Valckenaer für
δυσφορεῖν): ,halte die Bitter- keit meiner Rede meiner Furcht zugute". Vgl. Sieb. 244f.
523.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-328
γυναικῶν (so für
δ᾽
ἀνάκτων Linwood): zum Gedanken vgl. Sieb. 170 ff. W. Headlam vermutet
ἀεὶ
δ᾽
ἄναρκτον (oder
ἀεὶ
δύσαρκτον oder
ἀεί
γ᾽
ἄναρκτον). Hesych.
ἐξαίσια·
ὑπέρμετρα.
ἐξαίσιον:
524.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-329
Der Ton liegt auf
λέγων, da die Schmähung zurückgewiesen wird: „,Da du in dem, was schwerer ist, im Handeln uns erfreust, so behandle uns auch nicht in Worten unfreundlich." Umgekehrt Eur. Or. 287
τοῖς
μὲν
λόγοις
ηὔφρανε,
τοῖς
δ᾽
ἔργοισιν
οὔ. Die Erklärung von Schütz tu fac, ut non dicendo solum sive promittendo, sed agendo quoque animum nostrum exhilares" oder von Weil,,tu vero, ut verbis, sic etiam factis me iuva" verkennt den Charakter der Danaiden.
525.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-330
παῖδ' (gesetzt für
χρόνον: deest pronomen neque Aeschylus
χρόνον utraque brevi in medio trimetro posuisset, sagt Hermann. Stadtmüller zieht réxv vor) verhält sich kausal zum Gedanken.
526.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-331
Bei besonderen Anlässen wurde in Athen eine außerordent- liche Volksversammlung berufen, welche
σύγκλητος
ἐκκλησία hieß.
527.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-332
πατῶ (so für
πιετω),
εἶμι, wie Ag. 1297
πρὸς
βωμὸν
εὐτόλμως
πατεῖς.
529.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-333
πρὸς
ταῦτα, darauf hin, in Anbetracht dessen. Vgl. 255.
530.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-334
παραιτοῦ
τυχεῖν
ὧν
ἔρως
ἔχει
σε.
τῶν: zu 177. Diese Aufforderung gibt das Thema des folgenden Chorgesangs an.
531.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-335
πορσύνειν ist ein poetisches Wort, wenn es auch vereinzelt bei Herodot und Xenophon sich findet.
ἐλεύσομαι: diese Form auch Prom. 880, Soph. O. K. 1206, Trach. 595.
532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-336
533-607.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-337
erstes Stasimon: Gebet zu Gott (Zeus). Schütze uns gegen den Übermut der Männer; als Nachkommen der Io rufen wir zu dir als unserem Stammvater. Wir stehen jetzt wieder auf der Flur, von welcher Io fortgetrieben wurde hinauf zum Bosporus, über diesen nach Klein- asien, durch Phrygien, Mysien, Lydien, Pamphylien, Kilikien, Phönikien nach Ägypten, wo sie erschien zum Staunen der Be- wohner, welche sich über das niegesehene Wesen, halb Kuh, halb Frau, entsetzten. Dort in Ägypten aber legtest du deine heilende Hand auf sie und sie erhielt wieder ihre Gestalt und gebar von dir den Epaphos, den Ahnherrn unseres Geschlechts. Wir haben also ein Anrecht auf deine Hilfe, und du kannst helfen; denn wer ist mäch- tiger als Zeus, dessen Wort sofort zur Tat wird!" Auch hier benutzt der Dichter die Gelegenheit seine geographischen Kenntnisse zu ver- werten. Vgl. zu 261.
533.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-338
ἄναξ
ἀνάκτων vom höchsten Herrn, wie der Perserkönig als König der Könige bezeichnet wurde. Vgl. die Strab. S. 730 zitierte Grabschrift
ἐνθάδ'
ἐγὼ
κεῖμαι
Κῦρος
βασιλεὺς
βασιλήων und Pers. 24.
534-535.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-339
τελέων
τελειώτατον
κράτος (der Gewaltigen höchste Macht) für
τελέων
τελεώτατε.
536-537.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-340
γυναικῶν (für
γενέσθω Todt)
ἄλευσον
ὕβριν, wehre den Frevelmut ab von uns Frauen. Schütz vermutete
γένει
σῷ (für
γενέσθω) mit bedenklichem Hiatus.
εὖ
στυγήσας, mit dem Hasse, der solchem Übermute gebührt. Vgl. 80.
538.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-341
πορφυροειδεῖ wie Hom.
Π391
ἅλα
πορφυρέην, Eur. Tro. 124
ἅλα
πορφυροειδέα. Das Epitheton weist hier auf Sturm hin, vgl. Hom.
Ξ 16
ὡς
δ᾽
ὅτε
πορφύρῃ
πέλαγος
μέγα
κύματι
κωφῷ.
539.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-342
An die Stelle von
τὴν
μελανόζυγα (mit schwarzen Ruder- bänken, weil schwarze Ruderer darauf sitzen, 727 f.) vaõv tritt
τ.
μ.
ἄταν, weil das Schiff das Ver- derben der Danaiden werden soll.
540.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-343
προστρόπαιον
δ' (so für
πρὸς
γυναικῶν wie
ποτιτρόπαιον (supplicem) 366.
541.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-344
παλαίφατον, altgefeiert, alt.
542.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-345
γένος
φιλίας
προγόνου (43)
γυναικός, Stamm der geliebten Ahnfrau. Der
543-544.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-346
Erneuere in deinem Ge- dächtnis die uns freundliche Kunde; der du einst Io in Liebe berührtest, sei des wohl eingedenk." Vokativ
πολυμνᾶστορ steht prädi- kativ wie in
ὄλβιε,
κῶρε,
γένοιο Theokr. XVII 66,
ἰὼ
δύστηνε
σύ,
δύστηνε
δῆτα ..
φανείς Soph. Phil. 761 u. a.
545.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-347
Δίον (so Butler für
δίας)
γένος: vgl. 41, 588, 1068.
546.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-348
ἄποικοι (so Schütz für
ἔνοικοι) wie Prom. 840
χθόνα
Νειλῶτιν,
οὗ
τὴν
μακρὰν
ἀποικίαν,
Ἰοῖ,
πέπρωται
σοί
τε
καὶ
τέκνοις
κτίσαι. Tournier vermutet
τάσδ'
ἀπὸ
γᾶς
μέτοικοι.
547-548.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-349
,,Dahin, wo vorzeiten die Mutter wandelte, auf die Blumen- weide, wo sie (von Argos) be- obachtet wurde." Wie nach Steph. Byz. Akrokorinth
Επώπη hieß, weil Sisyphos von dort nach Ägina ausschaute, 50 bedeutet
έπωπαί hier die Ortlichkeit, wo Argos mit den zahllosen Augen nach Io blickte.
549.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-350
λειμῶνα
βούχιλον,
λειμῶνα
βούβοτον, Rinderweide.
550.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-351
ἐρεσσομένα, Schol.
ἐλαυνομένη. Paley vermutet
ἐρεθομένα s. V. a.
ἐρεθιζομένη (und behält 559
Λύδια
τε
γύαλα bei).
551.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-352
ἁμαρτίνοος, Schol.
μανεῖσα.
552.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-353
Um der genaueren Respon- sion willen vermutet Meineke
πόλλ'
ἀνδρῶν. Aber die mangelhafte Responsion entschuldigt der Eigen- name
Παμφύλων 561.-
διαμειβομένα, • durchwandernd. 5531.
διχῇ
ὁρίζει
ἀντίπορον
γαῖαν (Schol.
Ασίαν
καὶ
Εὐρώπην),
πόρον
κυματίαν
ἐν
αἴσα (Schol.
ἐν
εἱμαρμένῃ)
διατέμνουσα, sie grenzte gegeneinander die gegenüber- liegenden Länder ab, indem sie nach der Bestimmung des Schick- sals den wogenden Sund durch- schwamm", d. i.,,sie schwamm über den Bosporus, welcher die Grenze von Europa und Asien bildet". Nach Prom. 756ff. schwimmt Io über den kimmerischen Bosporus, welcher gleichfalls als Grenze von Europa und Asien bezeichnet wird. Hier dehnt Io ihre Wanderung nur bis zum thrakischen Bosporus aus, dessen Name mit unrichtiger Ab- leitung (
βοὸς
πόρος) auf Io zurück- geführt wurde (Prom. 759). —
ἀντί-
πορον wie Pers. 67, Eur. Iph.
Α. 149
Αρτεμιν (in Aulis)
Χαλκίδος
ἀντί-
πορον. —
διχῇ
ὁρίζει: vgl. Eur. Med. 432
διδύμους
ὁρίσασα
πόντου
πέτρας, Heraklid. 16
φεύγομεν
δ᾽
ἀλώμενοι
ἄλλην
ἀπ᾽
ἄλλης
ἐξορίζοντες
πόλιν.
556.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-354
ἰάπτει (,,stürmt") intransitiv wie
ἵησι Pers. 473.
Ασίδος wie Pers. 273, 765.
557.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-355
Nach dem Ganzen werden die Teile Asiens aufgezählt. Es fehlt also kein
καί, wie der Schol. meint.
μηλοβότου wie Pers. 765
Ασίδος
μηλοτρόφου nach Archil. Fragm. 26
ὃ
δ'
Ασίδος
γῆς
καρτερὸς
μηλοτρόφου. Phrygien war durch seine Schafe und seine Wolle be- kannt, vgl. Aristoph. Vö. 493
χλαῖ-
ναν ..
Φρυγίων
ἐρίων, Strab. S. 578
φέρει
δ᾽
ὁ
περὶ
τὴν
Λαοδίκειαν
τόπος
προβάτων
ἀρετὰς
εὐκ
εἰς
μαλακότητα
μόνον
τῶν
ἐρίων,
ᾗ
καὶ
τῶν
Μιλησίων
διαφέρει,
ἀλλὰ
καὶ
εἰς
τὴν
κοραξὴν
χρόαν.
Φρυγίας
διαμπάξ wie
στέρνων
διαμπάξ Prom. 65,
λαιμῶν
διαμπαξ Bakch. 994. Eur.
558.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-356
Teuthras, König von Mysien, war Adoptivvater des Telephos, Apollod. III 9, 1. Vgl.
Τεύθραντος
πεδίον Pind.
Οl.
Χ 71. 5591.
Λύδια
τ᾽
ἂν (
τ᾽
ἂγ für
τε Hermann;
ἄγ wie
ἄμ 354)
κτέ. Und die lydischen Talschluchten hinauf und über die Marken der Kilikier und durch das Land der Pamphylier stürmend setzt sie (
περᾷ) über immerfließende Ströme und durch- wandert (
περᾷ) ein reichgesegnetes Land" u. s. w. Zu
Λύδια
ἀνὰ
γύαλα
καὶ
δι᾽
ὅρων ist
ὀρνυμένα aus dem folgenden
διορνυμένα zu entnehmen. Daß Kilikien vor Pamphylien ge- nannt wird, hat seinen Grund wohl nur im Versmaße.
562.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-357
γᾶν: die Handschrift bietet
τὰν.
κενάους im Gegensatz zu den in der heißen Zeit versiegenden
χειμάρροι. Es können die Flüsse Kleinasiens, Hermos, Paktolos, Kaystros, Mäander, Eurymedon, Kalykadnos, oder auch die Flüsse Syriens wie der Orontes gemeint sein.
564.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-358
τᾶς (Hermann
τὰν)
Αφροδίτας
αἶαν: Schol.
Φοινίκην·
ἣν
ἱερὰν
Αφροδίτης
διὰ
βίβλον
καὶ
λίβανον (d. i.
Βύβλον
και
Λίβανον). Vgl. Paus. I 14, 6
πρώτοις
ἀνθρώπων
Ασσυρίοις
κατέστη
σέβεσθαι
τὴν
Οὐρανίαν,
μετὰ
δὲ
Ἀσσυρίους
Κυπρίων
Παφίοις
καὶ
Φοινίκων
τοῖς
Ασκά-
λωνα
ἔχουσιν
ἐν
τῇ
Παλαιστίνη.
παρὰ
δὲ
Φοινίκων
Κυθήριοι
μαθόντες
σέβουσιν. Eur. Bakch. 401 heißt Zypern
νάσος
τᾶς
Ἀφροδίτας und vielleicht ist unter
βαθύπλουτον
χθόνα Phönizien zu verstehen. Ge- nauere Angaben kann der Dichter beiseite lassen.
565.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-359
f.,,Sie gelangt, da mit seinem Stachel auf sie lossticht der geflügelte Hirte." Mit
εἰσικνουμένου Kann man Ausdrücke wie
μέσον
κάρα
διπλοῖς
κέντροισί
μου
καθίκετο Soph. O. T. 809 vergleichen.
βουκόλου, weil der
οίστρος an die Stelle des Argos (308) getreten ist.
567.
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Δῖον . .
ἄλσος: Schol.
τὴν
Αἴγυπτον.
568-569.
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Die Fruchtbarkeit Ägyptens wird von dem Schnee Äthiopiens, welcher durch die heißen Winde (
Τυφώ
μένος) schmilzt und die Überschwemmungen des Nil her- beiführt, abgeleitet. Vgl. Fragm. 300
γύας
μὲν
αἰνεῖν
ἐκμαθὼν
ἐπί-
σταμαι
Αιθιοπίδος
γῆς,
ἔνθα
Νεῖλος
ἑπτάρους
γάνος
κυλίνδει
πνευμάτων
ἐπομβρίᾳ,
ἐπεὶ
πυρωπὸν
φέγγος
ἐκ-
λάμψαν
φλόγα
τήκει
πετραίαν
χιόνα
πᾶσα
δ᾽
εὐθαλής
Αίγυπτος
ἁγνοῦ
νάματος
πληρουμένη
φερέσβιον
Δή
μητρος
ἀντέλλει
στάχυν, Diod. Sic. I 38, 4
Αναξαγόρας
ὁ
φυσικὸς
ἀπε-
φήνατο
τῆς
ἀναβάσεως
αἰτίαν
εἶναι
τὴν
τηκομένην
χιόνα
κατὰ
τὴν
Αἰ
θιοπίαν,
ᾧ
καὶ
ὁ
ποιητὴς
Εὐριπίδης
μαθητὴς
ἂν
ἠκολούθηκε (Fragm. 228).
Τυφῶ: der gleiche Gen. von
τυφώς Sieb. 504; vgl. Hesych.
Τυφῶ·
ἀντὶ
τοῦ
Τυφώνος
Σοφοκλῆς. Inbetreff der Wirksamkeit des Typhos (Typhon, Typhoeus) vgl. Hes. Theog. 869
ἐκ
δὲ
Τυφωέος
ἔστ'
ἀνέμων
μένος
ὑγρὸν
ἀέντων.
570.
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ὕδωρ
τε (so Pauw für
τὸ)..
νόσοις (man erwartet
νόσων)
ἔθι-
κτον (nämlich
ἱκνεῖται): vgl. Prom. 838
ίησι
σεπτὸν
Νεῖλος
εὔποτον
ρέος, Eur. Fragm. 228, 2
Νείλου
λιπὼν
κάλλιστον
ἐκ
γαίας (vielleicht
ἀρωγὸν
εὐσοίας)
ὕδωρ, Plut. d. Is. et Os. S. 353
Α
πιαίνειν
δοκεῖ
καὶ
μάλιστα
πολυσαρκίαν
ποιεῖν
τὸ
Νειλῶον
ὕδωρ
πινόμενον. Beim Schwellen des Ni erlischt die Pest, welche in alter Zeit ebenso in Ägypten wütete wie in neuer.
571.
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,,wahnsinnig ob des ent- ehrenden Leids (d. i. wegen der Verwandlung in eine Kuh) und rasend infolge der aufreibenden Schmerzen des Stachels, welchen Hera ihr angesetzt hatte (310f.)".
574.
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ἔννομοι, Schol.
οικήτορες.
575-576.
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χλωρὸν
δεῖμα wie bei Homer
χλωρὸν
δέος. Für
θυμὸν
ἐπάλ-
λοντο könnte es
θυμὸς
αὐτοῖς
ἐπάλ-
λετο heißen wie Cho. 409
πέπαλται
δ'
αυτέ
μοι
φίλον
κέαρ. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 153
ἐκτέταμαι
δνοφερὰν
φρένα
δείματι
πάλλων. Das syllabische Augment fehlt häufig in lyrischen Partien und in Botenreden. Vgl.
γείνατο 589.
577.
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βοτόν ist Apposition zu
ὄψιν. Im Trimeter fehlt hier die ge- nauere Responsion. Mit
μιξόμ-
βροτος (gebildet wie
ἄμβροτος) vgl.
μιξοπάρθενος Eur. Phoen. 1023 von der Sphinx,
μιξοβάρβαρος ebd. 138,
μιξόθηρας
φῶτας von den Kentauren Eur. Ion 1161.
578.
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τὰν
μὲν, nämlich
ὄψιν. V. 303 ist bloß von der Verwand- lung in eine Kuh die Rede.