638-717.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-402
zweites Stasimon: ,,Möge Argos verschont bleiben von Krieg, Hungersnot und inneren Unruhen, damit nicht die Blüte der Jugend hingerafft werde; der kluge Rat der Alten zusammen mit dem Wirken treuer Leiter des Volkes soll die bürgerliche Ein- tracht wahren. Möge Kindersegen dem Lande zuteil werden und nicht Pest und Krankheit das Land ent- völkern, Mögen die Feldfrüchte gedeihen und die Herden sich reichen Nachwuchses erfreuen, da- mit mit dem Wohlstande die Pflege der Musen das Land beglücke. Eine weise Regierung wahre im Innern das Recht und sei nach außen gerecht und freundlich ge- sinnt. Möge Gottesfurcht im Lande herrschen und Vater und Mutter geehrt werden, damit die drei Hauptgebote (Ehre die Götter, die Gesetze, die Eltern) erfüllt werden." Der Inhalt (1. Friede und Eintracht. 2. Gesundheit und Wohlstand des Volkes. 3. Geistige und sittliche Güter), welcher an die Segens- wünsche für Athen Eum. 917 ff. (Wachstum und Gedeihen der Früchte und Herden; Gesundheit des Volkes und bürgerliche Ein- tracht; Wohlwollen und Segen der Götter) und auch an Hes. W. u. T. 225-237 erinnert, gilt mehr den Zuhörern im Theater als den Argivern. Die drei ersten Strophen- paare schließen mit einer Partie, welche das gleiche Versmaß auf- weist: Diese rhythmischen Ephymnien (zu 134) lassen schließen, daß die ersten Teile dieser drei Strophen- paare von den drei
στοῖχοι des Chors, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Ge- samtchor vorgetragen wurden. nunc cum
701.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-437
Und allen Gewinn (Segen) mögen sie von Seite der Götter ernten."
Ζη
ἄλφοιεν (gesetzt für Zu
λάθοιεν,
Dindorf
λάχοιεν) vgl.Hesych.
ἄλφοι·
εὕροι. Das epische
Αλφάνειν kommt auch bei Euripides vor (Med. 297, Fragm. 326).
702-703.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-438
εὐφήμοις
ἐπὶ
κώμοις (80 Geel für Bouois): vgl. Hom. Hymn.
ΙΙΙ 480
φέρειν
ἐς
δαῖτα
θάλειαν
καὶ
χορὸν
ἱμερόεντα
καὶ
ἐς
φιλοκυδέα
κῶμον
εὐφροσύνην
νυκτός
τε
καὶ
ἤματος, Aristoph. Thesm. 104
τίνι
δαιμόνων
ὁ
κώμος; 989
κώμοις
φιλοχόροισι, Eur. Bakch. 1167
κὤμον
εὐίου
Θεοῦ, Zu solchen Festes- feiern der Götter sollen die Sänger ihr Lied ertönen lassen.
μοῦσαν
τίθεσθαι umschreibt wie
ἀοιδὴν
τίθεσθαι ein Verbum wie
ᾄδειν · (
μέλπειν). Die Form
θείατο wie 762, Pers. 454
ἐξοισοίατο.
704-705.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-439
,, Aus jungfräulichem Munde ströme saitenfroher Gesang." Mit
ἁγνῶν vgl. Ag. 256
ἁγνᾷ
δ'
ἀταύρω-
τος
αὐδᾷ
παιᾶνα
φίλως
ἐτίμα (nämlich Iphigenie). Der Dich- ter scheint an Jungfrauenchöre (
παρθένεια)
τη denken. Vgl. Plut. Mor. 1136 F
πολλὰ
Δώρια
παρθένεια
Αλκμάνι
καὶ
Πινδάρῳ
καὶ
Σιμωνίδη
καὶ
Βακχυλίδῃ
πεποίηται. Mit
φιλοφόρμιγξ wird zum vorher er- wähnten Gesang die Musik hinzu- gefügt. Vgl.
ἀναξιφόρμιγγες
ὕμνοιPind.
Οl.
Ι 1,
ποικιλοφόρμιγγος
ἀοιδᾶς ebd. IV 2.
706-707.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-440
Dem Gesange des Gesamt- chors sind die Wünsche inbetreff der höchsten Güter vorbehalten.
φυλάσσοι
δ'
εὖ
τ'
ἔταισι (für
φ.
τ'
ἀτιμίας) . .
κρατύνει: „,Den Volks- genossen möge die öffentliche Ge- walt, welche den Staat regiert, ihre Vorrechte sorgfältig wahren." Bergk vermutet
φυλάσσοι
ταπιτίμι
ἀστοῖς.
ἔταισι im Gegensatz
τα
ξένοισι (709) hiers. v. a.
πολίταις. Vgl. zu 253. Der Gedanke (Schol.
ἀμετακίνητοι
εἶεν
αὐτοῖς
αἱ
τιμαί) kennzeichnet den aristokratischen und konservativen Standpunkt des Dichters.
708.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-441
προμαθίς (für
προμαθείς Hermann) ist gebildet wie der Frauenname
Πρόμηθις Anth. Pal. XIII 27, 5. Als Fem. steht
προ-
μηθής Soph.
Εl. 1078. —
εὐκοινόμητις (nur hier), auf das Gemeinwohl wohl bedacht. Vgl.
εὐφιλόπαις Ag. 722.
ἂν
709.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-442
,,Den Fremden mögen sie (
οἱ
ἄρχοντες ergänzt sich aus
ἀρχά), ehe sie zu den Waffen greifen, in Vertragstreue ohne Blutvergießen rechtlichen Austrag von Streit- sachen gewähren." Vgl. Harpokr.
σύμβολα·
τὰς
συνθήκας,
ἃς
ἀλλήλαις
αἱ
πόλεις
θέμεναι
τάττωσι
τοῖς
πολίταις
ὥστε
διδόναι
καὶ
λαμβάνειν
τὰ
δίκαια pacta con- venta) und die Ausdrücke
αἱ
ἀπὸ
συμβόλων
δίκαι,
ἀπὸ
συμβόλων
δικάζειν, dazu die Bündnisformel Thuk. IV 118
δίκας
τε
διδόναι
ὑμᾶς
τε
ἡμῖν
καὶ
ἡμᾶς
ὑμῖν
κατὰ
τὰ
πάτρια,
τὰ
ἀμφίλογα
δίκη
διαλύοντας
ἄνευ
πολέμου, Herod. VI 42. Diese Empfehlung vertragstreuen Ver- fahrens gegen andere Volksstämme steht der Verabscheuung blutigen Eroberungskrieges Ag. 463 ff, würdig zur Seite. Kruse erblickt darin eine Anspielung auf die kurz vor 01.80 seitens der Argiver erfolgte Rückgabe des Heiligtums Nemea an die Kleonäer. Doch finden sich ähnliche Gedanken schon Hes. W. u. T. 225
οἳ
δὲ
δίκας
ξείνοισι
καὶ
ἐνδήμοισι
διδοῦσιν
ἐθείας
καὶ
μή
τι
παρεκβαίνουσι
δικαίου,
τοῖσι
τέθηλε
πόλις,
λαοὶ
δ᾽
ἀνθεῦσιν
ἐν
αὐτῇ
κτέ. von
712.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-443
Nach Porphyr. de abst. IV 22 erklärte der Philosoph Xeno- krates drei Gesetze des Triptolemos als noch fortbestehend in Eleusis:
γονεῖς
τιμᾶν,
θεοὺς
καρποῖς
ἀγάλλειν,
ζῷα
μὴ
σίνεσθαι und lautete ein Gesetz des Drakon also:
θεσμὸς
αἰώνιος
τοῖς
Ατθίδα
νεμομένοις
θεοὺς
τιμᾶν
καὶ
ἥρωας
ἐγχωρίους
κτέ. Die drei Gebote der griechischen Pflichtenlehre legt bei Euripides Fragm. 853 ein Vater seinem Sohne dar:
τρεῖς
εἰσὶν
ἀρεταὶ
τὰς
χρεών
σ᾿
ἀσκεῖν,
τέκνον,
θεούς
τε
τιμᾶν
τούς
τε
φύσαντας
γονῆς
νόμους
τε
κοινοὺς
Ελλάδος·
καὶ
ταῦτα
δρῶν
κάλλιστον
ἕξεις
στέφανον
εὐκλείας
ἀεί. Das zweite Gebot
κοινοὺς
νόμους
Ελλάδος
τιμᾶν ist in 709 big 711 enthalten.
οἳ
γᾶν
ἔχουσιν 8. v. a.
πολισσούχους. —
πατρῴαις um des Versmaßes willen für
πατρίαις.
δαφνηφόροις
βουθύτοις von den Menschen, welche sich mit Lorbeer bekränzen und Stiere schlachten, übertragen. Der Ausdruck kann an die Feste
Δαφνηφόρια und
Βουφόνια erinnern.
715.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-444
γάρ begründet den aus- gelassenen Gedanken
τοὺς
γονέας
σέβοιντο, wie der Schol. richtig bemerkt:
πρῶτον
θεούς,
δεύτερον
νόμους,
τρίτον
δὲ
τόδε,
τὸ
τοὺς
γονεῖς
τιμᾶν·
ἐχρῆν
δὲ
εἰπεῖν·
καὶ
τοὺς
γονεῖς
δὲ
σέβοιντο·
τὸ
γὰρ
τιμᾶν
γονεῖς
τρίτον
ἐστὶ
παράγγελμα
Δίκης.
717.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-445
Mit
μεγιστότιμος kann man
μεγιστόπολις Pind. Pyth. VIII 2
φιλό-
φρον
Ἡσυχία,
Δίκας
ὦ
μεγιστόπολι
θύγατερ vergleichen.
718-783.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-446
drittes Epeisodion: 1. Danaos, welcher bisher auf dem Götteraltare stand und nach der Meerseite spähte (721), kündigt das Nahen der Ägyptischen Flotte an und gibt seine Absicht kund Hilfe zu holen. 2. In dem Kommos 742-769 drücken die Danaiden dem Vater ihre Angst aus, während dieser sie zu beruhigen sucht. 3. Danaos bleibt bei seinem Ent- schlusse in der Hoffnung vor dem Ausschiffen der ägyptischen Mann- schaft mit Hilfe zurückzukommen. (Der Dichter braucht eben den Schauspieler, welcher den Danaos gegeben hat, für den Herold der Ägyptiaden.)
718-719.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-447
εὐχὰς
μὲν -
ὑμεῖς
δέ: euer Flehen zwar ist gut und verständig, aber eure Aufmerksamkeit wird jetzt durch eine andere Sache in Anspruch genommen, die euch nicht erschrecken darf.
720.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-448
721.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-449
ἱκεταδόκου: Schol.
δεξαμένης
ἡμᾶς
τοὺς
ἱκέτας. Wahr- scheinlich muß man mit Meineke
ἱκταδόκου wie 198
ἱκτηρίας schreiben. 7225.
τὸ
πλοῖον: das Schreckens- wort steht nachdrücklich am An- fang des Verses wie z.
Β.
βάλλ' Hom. A 52. Zuerst wird das Admiralschiff (
ἡγεμὼν
ναῦς 730) sichtbar, auf welchem man sich auch den Herold denken muß.
εὔσημον: das Zeichen, welches an das Schiff gemalt (und mir bekannt) ist, sehe ich deutlich. Vgl. Aristoph. Frö. 933
σημεῖον
ἐν
ταῖς
ναυσὶν ·
ἐνεγέγραπτο.
οὔ
με
λανθάνει: das Asyndeton, welches Weil mit
οὐδὲ
λανθάνει beseitigen will, recht- fertigt sich durch die vorausgehende Pause; denn erst allmählich werden die einzelnen Teile des Schiffes kenntlich. Das
s0g.
σχήμα
Πινδαρικόν, welches häufiger nur bei
ἔστιν,
ἦν,
γίγνεται vorkommt und hier viel leicht mit
στολμός zu vermeiden ist, hat seinen Grund darin, daß zunächst das Subjekt nur im all- gemeinen vorschwebt. Vgl. Pind. Fragm. 78
ᾧ
θύεται
ἄνδρες.
παραρρύσεις, was sonst
παραρρύματα oder
παραβλήματα (Hesych.
παραρρύ
ματα·
δέρρεις), Vorhänge von Fellen und Faschinen zu beiden Seiten des Schiffes zum Schutze gegen feind- liche Geschosse. Dadurch wird das Fahrzeug als Kriegsschiff ge- kennzeichnet. Vgl. Xen. Hell. I 6, 19 u. II 1, 22.
724.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-450
Mit wunderbarer Lebhaftig- keit wird das Schiff personifiziert: Das Vorderteil blickt immer vor- wärts mit den Augen auf seinen Weg und vernimmt des lenkenden Steuerruders uns nicht willkommene Sprache, obwohl dieses am Ende des Schiffes ist, leider nur allzu gut" (
γλῶσσαν
οὐ
φίλην für
τῶς
ἂν
οὐ
φίλη Briggs). An angemalte Augen (Eustath. zu Il. 14, 717
πτυχή
ἐστιν
ὅπου
οἵ
τε
ὀφθαλμοὶ
ζωγραφοῦνται
καὶ
τὸ
τῆς
νεὼς
ὄνομα
ἐπιγράφεται) ist hier nicht zu denken. ·
ὑστάτου
νεώς wie
πυμάτη
ἀσπίδος Hom. Z 118. Auch Ag. 1629, Eur. El. 1014 verlängert
γλῶσσα die vorhergehende Silbe nicht. Ebenso findet sich vor B2, besonders vor
βλαστάνω
βλάστη), seltener sonst (
βύβλου 769,
ἀμφίβληστρα Eur. Fragm. 697) eine kurze Thesis.
727-728.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-451
πρέπουσιν (,, sie treten her- vor, fallen in die Augen") idɛīv wie
πρέπει
μαθεῖν Pers. 250. Die schwarzen Glieder blicken aus den weißen Gewändern hervor, die weißen Gewänder heben sich von den schwarzen Gliedern ab. Über die Tracht der Ägypter, Leibröcke mit kurzen Ärmeln aus Leinwand oder Baumwolle, immer rein und weiß gewaschen, vgl. Herod. II 37
εἵματα
λίνεα
φορέουσι
αἰεὶ
νεόπλυτα,
ἐπιτηδεύοντες
τοῦτο
μάλιστα, Plut.
π.
Ισ.
κ.
Όσ. S. 352 C, Plin. H. N. XIX 2.
729.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-452
Allmählich werden auch die anderen Fahrzeuge und die ganze Mannschaft sichtbar.
730-731.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-453
ὑπὸ
χθόνα
ἐρέσσεται, es wird an die hohe Küste herangerudert.
παγκρότως, mit vollem Ruder- geräusch, weil alle Ruderer an der Arbeit sind. Vgl.
νῆες
μονόκροτοι,
δίκροτοι mit einer Reihe, mit zwei Reihen Ruderbänken.
στείλασα
λαῖφος: wenn man sich der Küste nähert, werden die Segel einge- zogen und die Ruder gebraucht. Vgl. Hom. A 432,
π 352f., Verg. Aen. III 207 vela cadunt, remis insurgimus. 7321.
ἡσύχως
και
σεσωφρονισμένως (vgl. 204 f.), mit Ruhe und ohne Leidenschaft, mit voller Seelenruhe, gehört zu
πρὸς
πρᾶγμ᾽
ὁρώσας (auf die Sache hinblickend). Elmsley vermutet
ἡσύχους, nicht unwahr- scheinlich. —
τῶνδε
μὴ
ἀμελεῖν
θεῶν d. i. euch in den Schutz des Götter- altars begeben.
734.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-454
ἀρωγούς, militärischen Bei- stand.
ξυνδίκους, Vertreter unserer Sache. Die Aufgabe über- nimmt später der König. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 1012
ἐλθεῖν
ἀρωγούς
ξυμμά
χους
τε.
735.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-455
γάρ gibt den Grund zu der Mahnung am Götteraltar Schutz zu suchen an, weil der dazwischen- stehende Satz nur den Nebenge- danken während ich gehe und Hilfe hole" ausdrückt.
πρέσβη,
πρεσβεία (Gesandtschaft). Das Wort kommt sonst nirgends vor, weshalb man
πρέσβυς dafür setzen wollte oder
πρέσβις.
736.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-456
ἄγειν: zu 620.
θέλοντες, weil
πρέσβη s. v. a.
πρέσβεις.
φυσίων: Schol.
ἐνεχύρων.
ἐνεχυρά-
ζοντες
ἡμᾶς
διά
τινος
ἁρπαγῆς. Vgl. zu 417. Danaos nimmt zur Be- ruhigung seiner Töchter den minder schlimmen Fall an, daß die Abge- sandten nicht gleich die Danaiden selbst wegschleppen, sondern sich in den Besitz eines Unterpfands setzen wollen um die Herausgabe derselben zu erzwingen.
737.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-457
Wenn auch nicht zu be- fürchten ist, daß sie auf solche Weise ihr Ziel erreichen werden, so ist es doch für alle Fälle besser euch in den Schutz dieses Altars zu begeben".
νίν,
αὐτούς wie Sieb. 471. Stadtmüller vermutet
τρέσητ᾽
ἄγαν.
738.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-458
βοῇ, Schol.
νῦν
τῇ
βοηθείᾳ: ‚wenn wir mit dem Bringen von Hilfe uns verspäten sollten". Vgl. Thuk. VII 43
ὅπως
τῇ
παρούσῃ
ὁρμῇ . .
μὴ
βραδείς
γένωνται. Da mit motiviert der Dichter, daß Danaos erst nach dem Könige auf- tritt. Zu
βοῇ vgl. Ag. 1348
πρὸς
δῶμα
δεῦρ᾽
ἀστοῖσι
κηρύσσειν
βοήν.
739.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-459
ἀλκῆς
τῆσδε: Schol.
τῆς
τῶν
βωμῶν
καταφυγῆς.
740-741.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-460
κυρίῳ: an dem vom Schick- sal bestimmten Tage. Der Ge- danke
ὀψὲ
θεῶν
ἀλέουσι
μυλοί,
ἀλέουσι
δὲ
λεπτά wird häufig bei den Tragikern zum Troste von Mißhandelten und Unterdrückten gebracht. Vgl. Cho. 381 ff., Soph. 381f., Ant. 1074, Eur. Fragm. 979; schon bei Homer / 160
εἴπερ
γάρ
τε
καὶ
αὐτίκ᾽
Ολύμπιος
οὐκ
ἐτέλεσσεν,
ἔκ
τε
καὶ
ὀψὲ
τελεῖ
σύν
τε
μεγάλῳ
ἀπέτισαν
σὺν
σφῇσιν
κεφαλῇσι
γυ-
ναιξί
τε
καὶ
τεκέεσσιν,
742-769.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-461
Kommos. Jede Strophe und Antistrophe beginnt mit zwei Trimetern, welche, wie es scheint, der
κορυφαῖος vorträgt, während die melische Partie der Chor singt. Jeder Strophe und Antistrophe folgen zwei Trimeter des Danaos.
742-743.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-462
ὡς kausal.
ὠκύπτεροι steht wie
ταχείαι statt eines Ad- verbiums und wird durch
μήκος
χρόνου
οὐδὲν
ἐν
μέσῳ erläutert (keine Weile ist zwischen jetzt und ihrer Ankunft). — Für
ἥξουσι, wie der Sinn verlangt, hat die Hand- schrift
ήκουσιν. Dieser Fehler findet sich sehr häufig in den Hand- schriften. Auch Fragm. 6, 4 ist
ἥκουσ für
ἥξουσ' überliefert;
ἥκουσι würde für die Erklärung des Schol. von
ἐν
μέσῳ:
τῆς
ἡμῶν
φυγῆς
καὶ
τῆς
τούτων
παρουσίας (sie sind uns rasch nachgekommen) passen; aber die Furcht der Da- naiden kann sich nur auf das bald zu erwartende Erscheinen der Vet- tern beziehen. Dem entspricht die Beruhigung 772. -
Ζη
ὠκύπτεροι vgl.
λινόπτερα . .
ναυτίλων
ὀχήματα Prom. 484, zu
ἐν
μέσῳ Eur. Hera- klid. 171
κακῶς
γὰρ
Αργείοισιν
οἶδ᾽
ώπλισμένοι
μάχοιντ᾽
ἂν
ἡβήσαντες
χούν
μέσῳ
πολὺς
χρόνος, Phoen. 588
ἀνήλωται
χρόνος
οὖν
μέσῳ
μάτην, Verg. Aen. IX 395 nec longum in medio tempus.
744.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-463
περίφοβον: wie
περίθυμος (Sieb. 711, Cho. 40) aus
περὶ
θυμῷ(Hom.
Φ 65 u.
δ.,
ἀμφὶ
θυμῷ Soph. Fragm. 140), so ist
περίφοβος aus
περὶ
φόβῳ (Cho. 35,
ἀμφὶ
τάρβει ebd. 545,
περὶ
τάρβει Pers. 698) ge- bildet, ,, herzbeklemmend". Vgl.
ταρβοσύνῳ
φόβῳ Sieb. 226.
745.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-464
εἴ
τι
ὄφελός
ἐστί
μοι
πολυ-
δρόμου
φυγῆς, ob die eilige Flucht hierher mir jetzt etwas nützt.
746.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-465
παροίχομαι
δείματι wie o
χομαι
φόβῳ 794, ich komme um vor Angst.
747.
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τελεία, endgültig (,, eine fest beschlossene Sache").
749.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-467
ἐξῶλες (ganz unselig, ganz verkommen) wie
πανώλεις 103. eine
750.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-468
λέγω
πρὸς
εἰδότα, sprichwörtliche Redensart, vgl. zu
εἰδυίαισιν
ἂν
ὑμῖν
λέγοιμι Prom. 457. Dieser Zusatz führt der Phan- tasie eine Vergangenheit vor voll von Streit und Kämpfen, von denen das epische Gedicht Aavats erzählte und der Zuschauer wahrscheinlich in den folgenden Stücken der Tri- logie erfuhr. Vgl. Einl. S. 2.
751.
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δοριπαγεῖς, festgezimmerte.
κυανώπιδας wie Pers. 562, dem Homerischen
κυανόπρῳρος ent- sprechend. Vgl.
κυανώπιδος
Αμφι-
τρίτης Hom.
μ 60.
752.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-470
Um der genauen Responsion willen setzt Meineke die ionische Form
νέας.
ὧδε,
δεῦρο.
ἐπι
τυχεῖ
κότῳ, in ihrem Ingrimme, der sie hierher ans Ziel führte. Man könnte an
ἐπιτυχεί
πότμῳ (wie Pers. 711
εὐτυχεῖ
πότμῳ) denken.