1-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-1
Parodos. An Stelle des
προλογίζων wie in den Persern hat der Chor zunächst die Aufgabe die vorausliegenden Begebenheiten und das Motiv der Handlung (Flucht vor den Söhnen des Ägyptos, welche die Danaiden zur Ehe zwingen wollen) anzugeben. Dann richtet er an Götter und Menschen, an das stammverwandte Argos die Bitte um Schutz gegen Ver- gewaltigung vonseiten der die Danaiden verfolgenden Ägyptiaden. Damit wird das Ziel der Handlung bezeichnet. Endlich dient die Paro- dos zur Charakteristik des Chors, um dessen Schicksal sich die Hand- lung dreht (zu 118-181). Parodos zerfällt in drei Teile. Die anapästische Partie 1-39 trägt der Koryphäos vor, die melische 40-117 der Gesamtchor; von der zweiten melischen Partie 118-181, deren drei Strophen mit Ephymnien (zu 134) schließen, scheint jeder der drei oroixo ein Strophenpaar ge- sungen zu haben, während die Ephymnien dem Gesamtchor zu- fielen. Vgl. Jahrb. f. Philol. Suppl. XIII S. 219 ff. Als Schutz- flehende sind die Danaiden durch einen mit weißer Wolle umwundenen Olivenzweig gekennzeichnet (21f.), den sie in der linken Hand halten (197-199). Ihre Tracht ist ägyp- tisch (240 ff.). Während der Paro- dos steht Danaos auf dem hohen Götteraltare und späht bald nach Idem Meere bald nach dem Lande hin (184).
40-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-25
zweiter Teil der Pa- rodos:,,Jetzt den Epaphos, den Sprößling des Zeus, da anrufend, WO vorzeiten die Ahnmutter Io weidete, werde ich von meiner Abstammung den Bewohnern des Landes sichere Beweise geben. Ich fürchte aber und daher weine und klage ich wie die Nachtigall, welche um den Verlust ihres früheren Daseins (in Menschen- gestalt) und um den Tod ihres Sohnes weint -, es möchten die Freunde in Argos meine Bitte um Schutz abweisen. Wohlan denn, Götter meines Stammes, verhelft ihr mir zu meinem Rechte, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Haß gegen den Übermut der Vettern, wenn sie mich von eurem Altare reißen wollen. Auch im Kriege finden die Besiegten Schutz an den Altären der Götter. Meinem Gotte gebe ich ganz und gar mich hin. Seine Ratschlüsse sind unerforschlich; aber sein Wille geschieht unfehlbar. Ein Licht ist er in der Finsternis des Unglücks, dagegen stürzt er die Frevler herab von dem hohen Turm des Glücks in seiner Allmacht, in welcher er seine Gedanken sofort zur Tat macht ohne sich vom Sitze zu rühren. Möge er herabblicken auf den menschlichen Übermut, welcher von rasender Leidenschaft sich zu allem Frevel fortreißen läßt, wenn dieser auch zum Verderben führen mu.
40.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-26
ἐπικεκλομένα: diese epische Form findet sich auch Soph. O. T. 159 und zwar gleichfalls zu Beginn eines Gebetes:
πρῶτά
σε
κεκλόμενος,
θύγατερ
Διός. Außerdem kommt unten 599
κεκλοίμαν vor. Nach einem längeren Zwischensatz wird
ἐπικεκλομένα mit
ἐπιλεξαμένα (49) wieder aufgenommen, wenn auch mit relativer statt demonstrativer Anknüpfung (
τοῦτον
οὖν
ἐπιλεξα-
μένη), und erhält in
ἐπιδείξω das verb. finitum.
41.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-27
Δῖον
πόρτιν (
Διὸς
πόρτιν wie 317, Schol.
τὸν
Ἔπαφον. Zwar wird
πόρτις wie
πῶλος,
μόσχος,
δάμαλις von jungen Mädchen und Knaben gebraucht wie
νεοσσοί von Kindern, aber es hat hier doch eine besondere Beziehung auf die
πρό-
γονος
βοῦς, die Ahnmutter Io.
ὑπερπόντιον
τιμάορα (Schol.
βοηθόν) enthält nach
ἐπικεκλομένη den Sinn: er möge über das Meer zu Hilfe kommen". Vgl. Eur. Phoen. 676
καὶ
σέ,
τὸν
προμάτορος
Ιούς
ποτ᾽
ἔκγονον
Ἔπαφον,
ὦ
Διὸς
γένεθλον,
ἐκάλεσ᾽
ἐκάλεσα
βαρβάρῳ
βοᾷ,
ἐώ,
βαρβάροις
λιταῖς,
βᾶθι
βᾶθι
τάνδε
γᾶν. Die alleinstehende Form
τι-
μάρα, welche dem Versmaß dient, scheint durch die nicht zutreffende Analogie von
χρυσάορος,
χρυσάωρ veranlaßt zu sein. Vgl. Lobeck Paralip. S. 216.
ἶνιν für
ἶνίν
τ' Hermann. Wahrscheinlich ist um der Responsion willen
ΐνιν zu schreiben, vgl. zu
κόνιν 186.
43.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-28
ἀνθονομούσης: vgl. Ov. Met. I 632 frondibus arboreis et amara pascitur herba (die verwandelte
Ιο). —
προγόνου: vgl. Eur. Phoen. 828
Ιὼ &
κεράεσσα
προμάτωρ. 441.
ἐξ
ἐπιπνοίας
Ζηνός gehört zu ivv: Sprößling infolge des Anhauchs von Zeus".
ἔφαψιν (
Ζηνός) tritt appositionell zu
ίνιν, Produkt der Berührung, durch Berührung erzeugt. —
ἐπωνυμία . .
εὐλόγως: dem, was nach der Be- rührung benannt werden sollte, er- füllte sich die normale Zeit, so daß der Name (Epaphos) gut paßte, d. h.,, nach der Berührung, durch welche Io empfing, verging bis zur Geburt die normale Zeit, sodaß der Name des Sprößlings mit Recht von der Berührung hergenommen wurde".
Ζη
μόρσιμος vgl. Eur. Bakch. 99
ἔτεκεν
δ᾽,
ἁνίκα
Μοῖραι
τέλεσαν,
ταυρόκερων
θεόν,
κι
εύ
λόγως unten 258
εὐλόγως
ἐπώνυμον, Fragm. 6
ἦ
καὶ
Παλικῶν
εὐλόγως
μενεῖ
φάτις;
Πάλιν
γὰρ
ἥξουσ᾽
ἐκ
σκότου
τόδ'
ἐς
φάος.
49.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-29
ὅντε: die epische Form wie 64
ἅτε, 568
ὅντε, bei Aschylos auch im Trimeter Pers. 300
ὥστε, 764
ούτε. – Hesych.
ἐπιλεξαμένη
ἐπικαλεσαμένη.
τόποις,
50-51.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-30
ἐν
ποιονόμοις auf der Grasweide der Ahnmutter. Vgl. 548. ·
μνασαμένα (
μνησθεῖσα, vgl. Cho. 621
ἐπεμνασάμην)
τῶν .
πόνων, Schol.
τῆς
᾿Ιοᾶς
τοὺς
πόνους
ἐγὼ
διηγουμένη, der Leiden ge- denkend, welche Hera über lo ver- hängte, und ihrer weiten Wande- rungen.
53.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-31
γενετᾶν (so Paley für
τά
τε
νῦν, Hermann
γονέων): vgl.
θεοὶ
γενέται 79,
εἰς
ἐμὲ
καὶ
γενέταν (,, Erzeuger)
ἐμόν Eur. Or. 1011,
γενέτα
πάτερ Tro. 1288.
γαιονό-
μοισι
δ' (so Hermann für
τά
τ'
ἀνόμοια
οἶδ', Dindorf &
γαιονόμοι-
σιν): vgl.
πεδιονόμοις Sieb. 258.
λόγου (so Martin für
λόγους nach dem Schol.
προϊόντος
τοῦ
λόγου)
ἐν
μήκει: bei längerer Auseinander- setzung. ,,Den Bewohnern des Landes werden die Wahrzeichen freilich überraschend und unglaub- haft (im Anfang) erscheinen, aber im Laufe der Darlegung wird man sie anerkennen."
58-59.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-32
Der Gedanke ,,ich klage wie die um ihr Kind (Itys oder Itylos) klagende Nachtigali wird in sinniger und gefühlvoller Weise weiter ausgeführt. Vgl. Aesch. Ag. 1137
ἀμφὶ
δ᾽
αὐτᾶς
θροεῖς
νόμον
ἄνομον,
οἷά
τις
ξουθὰ
ἀκόρετος
βοᾶς
φοιταλέαις
φρεσὶν
Ιτυν
Ιτυν
στέ
νουσ᾽
ἀμφιθαλῆ
κακοῖς
ἀηδὼν
βίον, Soph.
Εl. 147, Eur. Fragm. 773, 23, Aristoph. Vög. 210ff. Die unab- lässige Klage der Nachtigall benutzt schon Homer
τ 516 zum Vergleiche:
κεῖμαι
ἐνὶ
λέκτρῳ,
πυκιναὶ
δέ
μοι
ἀμφ'
ἀδινὸν
κῆς
ὀξεῖαι
μελεδῶνες
ὀδυρομένην
ἐρέθουσιν.
ὡς
δ᾽
ὅτε
Πανδάρεω
κούρη
χλωρηὶς
ἀηδὼν
καλὸν
ἀείδησιν
ἔαρος
νέον
ἱσταμέ-
νοιο,
δενδρέων
ἐν
πετάλοισι
καθεζο-
μένη
πυκινοῖσιν,
ἥ
τε
θαμὰ
τρω-
πῶσα (d. i.
ἐλελιζομένη Aristoph.
α.
Ο. 213)
χέει
πολυηχέα
φωνήν,
παῖδ᾽
ὀλοφυρομένη
Ιτυλον
φίλον,
ὅν
ποτε
χαλκῷ
κτεῖνε
δι'
ἀφραδίας
κοῦρον
Ζήθοιο
ἄνακτος. Die Sage von Prokne, der Tochter des Pan- dion, kennt Hesiod "E. x. 'H. 568
τὸν (
Αρκτούρον)
δὲ
μέτ᾽
ὀρθογόν
Πανδιονὶς
ώρτο
χελιδὼν
ἐς
φάος
ἀνθρώποις,
ἔαρος
νέον
ἱσταμένοιο. Die Sage ist von Sophokles im
Τηρεύς behandelt worden. Vgl. Ov. Metam. VI 411 ff.
εἰ
ἐγγάϊός
τις
οἰωνοπόλων
κυρεῖ
πέλας . .
ἀίων, wenn ein Mann des Landes, einer von denen, welche auf die Stim- men der Vögel achten, in der Nähe ist und unsere Klage hört. Zu
ἐγγάϊος vgl. Schol. zu
ἐγγαίαν Pers. 924:
ἐγχωρίαν.
οἶκτον für
οἶκτον
οἰκτρὸν Schwenk.
οἰωνοπόλων: Schol.
τῶν
φωνὰς
οἰωνῶν
γινωσκόν
των, also Vogelschauer in weiterem Sinne. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 1089
ὄρνις
ἃ . .
ἔλεγον
οἰκτρὸν
ἀείδεις,
εὐξύ-
νετον
ξυνετοῖσι
βοάν. An das Ver- stehen der Vogelstimmen (Porphyr. de abstin. S. 190, 7
Ν.
παιδός,
ὃς
πάντα
ξυνίει
τὰ
φθέγματα
τῶν
ὀρνίθων) ist nicht zu denken.
60.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-33
τίς: Schol.
πλεονάζει
τὸ
τις. Vgl. Aristoph. Ach. 569
εἴτε
τις
ἔστι
ταξίαρχος . .,
βοηθησάτω
τις. Pearson vermutet
τιν' (
ὄπα).
ἀκούειν für
ἀκούων Heath.
61-62.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-34
Τηρεΐας
ἀλόχου wie Ag. 1500
᾿Αγαμεμνονίαν
ἄλοχον nach Homeri- scher Weise.
οἰκτρᾶς ist bezeich- nendes Epitheton für die Nachti- gall, vgl. Soph.
Αi. 629
οἰκτρᾶς
γόον
ὄρνιθος
ἀηδοῦς. Der Schol. erklärt
Τηρείας
μήτιδος als Um- schreibung für
Τηρέως. Bothe be- trachtet
μήτιδος als gen. relat. zu
οἰκτρᾶς „bejammernswert ob ihres Sinnes und Entschlusses", was Her- mann als contortum et perversum bezeichnet. Mit Recht Welcker Tril. S. 503
Μῆτις als Eigennamen zu erklären, indem er auf Antonin. Lib. 11 verweist, wo der Gemahl der Nachtigall
Πολύ-
τεχνος heißt. Ob Aschylos, da er
Μῆτις für
Πρόκνη setzte, an das attische Königsgeschlecht der Me- tioniden gedacht hat, ist fraglich. scheint
63.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-35
κιρκηλάτας (so Hermann für
κιρκηλάτου
τ): Schol.
τῆς
ὑπὸ
κίρκων
ἐλαυνομένης. Das Epitheton scheint an die Fabel vom Habicht (
ἔρηξ,
κίρκος) und der Nachtigall bei Hesiod "E. x. 'H. 203 ff. zu er- innern, da sonst kein Grund vor- liegt die Nachtigall als vom Habicht verfolgt zu bezeichnen. Vgl. A. Pischinger, Der Vogelgesang bei den griech. Dichtern, Eichstätt 1901, S. 38. Wegen der Feminin- form vgl.
ἀδμήτα 155,
περικλύστα Pers. 599, Lobeck Paralip. p. 458.
64.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-36
άτε,
ἥτε,
τι 49. -
ἀπὸ
χώρων
προτέρων (so Martin für
ποταμῶν
τ', zu welcher Lesart Hermann be- merkt: num aquatilis avis lus- cinia?)
ἐργομένα (wie Hom.
Ρ 571
ἐργομένη, Victorius schreibt
εἰργο-
μένα): die in eine Nachtigall ver- wandelte Gattin des Tereus ist wie die Danaiden von ihrer früheren Stätte verdrängt und klagt jetzt in neuer Weise, in Vogelweise ihr Heimweh. Andere schreiben
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
ἐργομένα (Her- mann) oder
ἀπὸ
χώρων
πατρίων
εἰργομένα (Haecker) oder
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
τεγγομένα (Tucker) oder
ἀπὸ
χόρτων
ποταμῶν
τ᾽
εἰργομένα (Neuman). Die zu 58 angeführte Stelle des Homer legt die Ver- mutung
ἐπὶ
χλωρῶν
πετάλων
ἑζομένα nahe. Doch gibt die in den Text gesetzte Lesart einen Vergleichungs- punkt zu dem Schicksal Danaiden.
ἐργομένη:
διωκομένη. der Schol.
65.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-37
W. Headlam vermutet
γόον
οἰκτρόν für
νέον
οἶκτον. Aber
νέον erhält eine Beziehung in
Ικονίοισι
νόμοισι 71.
ἠθέων: Schol.
τῶν
συνήθων
τόπων wie zu Hom.
Ζ 511
ῥίμφα
ἑ
γοῦνα
φέρει
μετά
τ᾽
ἤθεα
καὶ
νομὸν
ἵππων :
ἐπὶ
τοὺς
συνήθεις
τόπους. Die Bedeutung Wohn- stätte" hat das Wort im Ionischen (Herodot). Vgl. Eur. Hel. 274
έs
βάρβαρ᾽
ἤθη. Sie klagt um das verlorene Heim in Attika, nach welchem sie auch als Gattin des Tereus sich sehnte. Vgl. Paus. X 4,6
λέγουσιν
οἱ
Φωκεῖς
ὡς
τῇ
Φιλο-
μήλῃ
καὶ
ὄρνιθι
οὔσῃ
Τηρέως
δεῖμα
καὶ
τῆς
πατρίδος
ἔπεστι
τῆς
Τηρέως.
66-67.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-38
ξυντίθησι wie
συντιθεὶς
γέλων
πολύν Soph.
Αi. 303 (
συμμιγνὺς
τοῖς
λόγοις): sie verbindet damit, sie beweint zugleich —
αὐτοφόνως wird durch das folgende
πρὸς
χειρὸς
ἔθεν näher erklärt. Ebenso
αὐτοκτόνως Ag. 1635 (mit eigener Hand tötend), anders Sieb. 721 (durch gegenseitigen Mord).
69.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-39
δυσμάτορος
κότου, weil sie als Rabenmutter ihn umbrachte im Ingrimm gegen Tereus um Rache zu nehmen für die Mißhand- lung der Schwester. Vgl. Hom.
ψ 97
μῆτερ
ἐμὴ
δύσμητερ,
ἀπηνέα
θυμὸν
ἔχουσα.
70.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-40
τώς auch 678, Sieb. 471, 624, bei Sophokles und Euripides nirgends. —
φιλόδυρτος: vgl. Soph.
Εl. 1077 &
πάνδυρτος
ἀηδών.
71.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-41
Ιαονίοισι
νόμοισι (Schol.
ἀντὶ
τοῦ
φωνῇ
Ἑλληνικῇ) hat Bezug auf
νέον 65, gleichfalls wie die Nachti- gall in veränderter Weise, nicht in ägyptischer. Westphal denkt an die s. g. Ionische Harmonie. Pearson schreibt
ἀηδονίοισι
νόμοισι nach Fragm. 291
θρηνεῖ
δὲ
γόον
τὸν
ἀηδόνιον.
72-73.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-42
δάπτω,
ἀμύσσω. —
νειλοθερῆ: Schol.
τὴν
ἐν
Νείλῳ
θερισθεῖσαν,
ὅ
ἐστι
βλαστήσασαν
ἐν
Αἰγύπτῳ·
ἀπὸ
τῶν
σταχύων
δὲ
ἡ
μεταφορά, viel- mehr am Nil gebräunt, von der ägyptischen Sonne verbrannt". Da aber die Wortbildung eine ganz ungewöhnliche ist, spricht die Änderung von Bothe
ειλοθερή (,, sonnenverbrannt") sehr an (
είλο-
θερῆ andere Form für
εἱληθερῆ, vgl.
εἱλόπεδον Hom.
η 123). Das Zerkratzen der Wange und das Zerschlagen der Brust war wie das Zerreißen des Gewandes mit dem s. g.
ἰάλεμος verbunden, welcher Cho. 422 als
Κισσία
ηλεμιστρία be- zeichnet wird. Vgl. Soph. Ai. 627 ff. Ein solcher
ἰάλεμος folgt 118 f.
74.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-43
ἀπειρόδακρυν, an Tränen und Leiden nicht gewöhnt (nicht, wie andere erklären, endlos weinend, grenzenlos traurig "). Vgl.
ἀπειρόκακος,
ἀπειρόδροσος,
ἀπειρο-
πόλεμος,
ἀπειρότοκος u. a. Den Ge- danken, daß derjenige das Unglück weit stärker empfinde, welcher nur angenehme Verhältnisse kenne, spricht Äschylos auch Sieb. 350 mit
δμωίδες
καινοπήμονες aus öfters Euripides, Herc. 1291, Alk. 926, Hel. 417, Tro. 638, Iph. T. 1117, Fragm. 285, 15.
καρδίαν als Spondeus (
κάρζαν) wie 807, Sieb.275.
75.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-44
γοεδνὰ
ἀνεμίζομαι, Schol.
τῶν
γόων
τὸ
ἄνθος
ἀποδρέπομαι, nicht summos cruciatus perpetior, sondern ich lerne das Klagen. kennen",,,ich erfahre, was Jammer heißt", was ich bisher nicht wußte (
ἀπειρόδακρυν
καρδίαν). Das Wort
γοεδνός findet sich nur bei Aschy- los (200, Pers. 1048, 1058, 1064). Žu
ἀνθεμίζομαι vgl. Cho. 150
ὑμᾶς
δὲ
κωκυτοῖς
ἐπανθίζειν (nämlich
τὰς
χοάς, Schol.
στέφειν
ὡς
ἄνθεσιν)
νόμος.
76.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-45
,, ängstlich besorgt, ob einer der Freunde (Verwandten in Argos) sich meiner Flucht aus Aerien (Ägypten) annimmt“, d. h. ,in Sorge, wir möchten bei unseren Freunden keinen Schutz finden". nicht,, in Furcht, wir möchten von unseren Vettern, den Söhnen des Ägyptos, verfolgt werden".
δειμαίνουσα
φίλους
εἴ
τις entspricht der bei Verben des Fürchtens ge- bräuchlichen Anticipation des Sub- jekts des abhängigen Satzes. Mit
δειμαίνουσα
εἰ (ob) vgl. 745, Eur. Med. 184
φόβος
εἰ
πείσω.
Αερία,
ἡ
Αἴγυπτος,
παρὰ
τὸν
ἀέρα·
καὶ
γὰρ
ἠερόεσσαν
αὐτήν
φασιν.
οἱ
ἄνθρωποι
Αέριοι
καὶ
Ἀερίτης,
ἐκ
τῆς
ἀέρος
γενικῆς Steph.
Βyz., vgl. Hesych.
ἀερία·
ὁμίχλη,
παρὰ
Αἰ-
τωλοῖς.
Θάσον
τε
τὴν
νῆσον
καὶ
Αἴγυπτον
καὶ
Λιβύην
καὶ
Κρήτην
καὶ
Σικελίαν (
Θεσσαλίαν nach dem Schol. zu Apoll. Rh. I 580)
καὶ
Αιθιοπίαν
καὶ
Κύπρον
οὕτως
ἐκάλουν, Apoll. Rh. IV 267 und 270, Gell. N. A. XIV 6, 4. Nach dem Schol. zu unserer Stelle:
ἀερίας
ἀπὸ
γῆς·
σκοτεινῆς·
μέλαινα
γάρ
ἐστιν und Plut. ."Io. nai '06. K. 33 S. 364 C
τὴν
Αἴγυπτον
ἐν
τοῖς
μάλιστα
μελάγγειον
οὖσαν,
ὥσπερ
τὸ
μέλαν
τοῦ
ὀφθαλμοῦ,
Χημίαν (Chemi)
καλοῦσι ist
Αερία
γῆ das Land der schwarzen Erde", wie im Gegensatze dazu Arabien in ägyp- tischen Inschriften das Land der roten Erde" heißt.
79.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-46
θεοὶ
γενέται,
θεοὶ
γενέθλιοι, di gentiles, vgl. Eur. Ion 1130
θύσας
γενέταις
θεοῖσιν. Vor allem gilt die Anrufung dem
Ζεὺς
γεννή
τωρ (212).
80.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-47
εὖ
ἰδόντες, Schol.
καλῶς
τὸ
δίκαιον
ὁρῶντες.
καὶ
Ἡσίοδος (
Ε.
κ.
Η. 9) „,
κλύθι
ἰδὼν
ἀΐων
τε“, vgl.
εὖ
στυγήσας 537.
81.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-48
Oder wenn ihr uns auch nicht volle Erfüllung unseres Rechts gewährt, wenn ihr nur den Über- mut aufrichtig haßt, werdet ihr unserer Ehe Gerechtigkeit wider- fahren lassen", d. i. wir fordern von euch nicht das, wozu ihr als unsere Stammgötter verpflichtet wäret, wir fordern nur, was der Gottheit überhaupt zukommt, Haß und Ahndung des Frevelmuts. Die ionische Form
τέλεος findet sich öfters bei Äschylos.
περ (50 Hartung für
παρ') gehört eigent- lich zu aloa (,, obwohl es uns ge- bührt").
ἐτύμως wie Sieb. 902
ἐτύμως
δακρυχέων
ἐκ
φρενός.
στυγόντες: die Form
ἔστυγον Hom. P 694 und x 113. Die Änderung von Turnebus
στυγοῦντες ist also unnötig.
85.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-49
ἔστιν
κἀκ ist nach Enger von Linke) für
ἔστι
δὲ
κἀκ um der Responsion willen geschrieben. Auch für die im Kriege zum Weichen Gebrachten (
ἐκ
πολέμου
τειρομένοις s. v. a.
πολέμῳ
τειρομένοις
καὶ
ἐξ
αὐτοῦ
φεύγουσι) ist der Altar, wenn sie zu ihm ihre Zu- flucht nehmen (
φυγάσιν), eine Schutz- wehr gegen Verderben, als Gegen- stand der Ehrfurcht vor den Göttern". ·
ἀρῆς
ῥῦμα, Schol.
ῥῦμα
τῆς
βλάβης. Die ionische Form scheint gewählt zu sein, weil das Homerische
ἀρῆς
ἀλκτῆρα
γενέσθαι (Schol.
βλάβης) und
ἀρὴν
ἀμύνειν vorschwebt. Plut.
π.
δεισιδ. S. 166
Ε
πολεμίους
οἱ
φεύγοντες,
ἂν
ἀγάλματος
λάβωνται
ναοῦ,
θαρροῦσι.
88.
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εὔθ᾽
εἴην (so Pauw für
εἰθείη): ,,(Ich stamme von Zeus:) möge ich doch dem Zeus in voller Wahrheit angehören." Das Verhältnis der Abstammung wird in das religiöse Verhältnis zu Zeus umgewandelt und so der Übergang von dem mythologischen Zeus zu Zeus als höchstem Vertreter göttlichen Wesens und Inbegriff göttlicher Macht und Weisheit gewonnen. Mit
εὖ
παναληθῶς vgl.
εὖ
σάφα Eum. 196,
εὖ
σαφῶς Pers. 786.
89-90.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-51
,,Des Zeus Verlangen (Sinnen und Streben) ist nicht leicht zu erfassen." Schol.
γνωμικῶς
παρὰ
τὸ „
ἀνὴρ
δέ
κεν
οὔτι
Διός
νόον
εἰρύσσαιτο (Hom.
Θ 143), welche Stelle erklärt wird wie
Ψ 81
ματα
φίλη,
χαλεπόν
σε
θεῶν
αἰειγενετάων
δήνεα
εἴρυσθαι (an dich reißen, erkunden)
μάλα
περ
πολύιδριν
ἐοῦσαν. Vgl. unten 1068
τί
δὲ
μέλλω
φρένα
Δίαν
καθορᾶν,
ὄψιν
ἄβυσσον, Eur. Tro. 885
ὅστις
ποτ᾽
εἶ
σύ
δυστόπαστος
εἰδέναι,
Ζεύς,
εἴτε
ἀνάγκη
φύσεως
εἴτε
νοῦς
βροτῶν.
98-101.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-52
(vertauscht von West- phal mit 91-94 wegen des Zu- sammenhangs). Denn dichtbe- wachsen (im Dickicht versteckt) und in Schatten gehüllt ziehen sich hin die Pfade seiner Gedanken zu erschauen unerforschlich." Hesych.
δαῦλον·
δασύ und
δάσκιον·
μεγάλως
σκιάζον
διὰ
τὸ
σύνδενδρον
καὶ
δασύ.
Ζυ
πόροι vgl.
γνώμης
ὁδόν Eur. Hipp. 290,
σῶν
ὁδὸν
βουλευμάτων Hek. 744, zu
ἄφραστοι Hesych.
ἄφραστον·
ἀπρονόητον,
ὥστε
μηδένα
νοῆσαι,
τι
κατιδεῖν
ἄφραστοι Prom. 792
οὐ
γὰρ
ῥητὸν
αὐδᾶσθαι
τόδε.
95-96.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-53
Schol.
τὸ
ἐπὶ
νώτῳ
πίπτειν
τοὺς
παλαιστὰς
ἄσχημόν
ἐστιν. Aber mit dem Fall eines Ringers kann die Erfüllung der Pläne des Zeus Nach kaum verglichen werden. Soph. Fragm. 809
ἀεὶ
γὰρ
εὖ
πί-
πτουσιν
οἱ
Διὸς
κύβοι scheint der Ausdruck vom Würfelspiel entlehnt zu sein und
πίπτειν
ἐπὶ
νώτῳ einen ungünstigen Fall des Würfels zu bezeichnen. Sicher fällt und nicht auf den Rücken, was Haupte des Zeus zur Vollendung bereift ist" bedeutet also ,alle Pläne des Zeus gehen sicher in Erfüllung". Vgl. Hom.
Α 526
οὐ
γὰρ
ἐμὸν
παλινάγρετον
οὐδ᾽
ἀπατη‐
λὸν
οὐδ᾽
ἀτελεύτητον,
ὅ
τι
κεν
κε-
φαλῇ
κατανεύσω. Allerwege im traun erglänzt er auch in der Fin- sternis bei dunklem Geschicke den sterblichen Menschen", d. h.,,auch das Dunkel schwerer Trübsal er- leuchtet er, da diejenigen, welche auf das gerechte Walten der Götter vertrauen, Trost in der Hoffnung besserer Tage finden". Der Dichter entwickelt eine Art Theodicee. Den Gedanken, welcher gegen eine gött- liche Vorsehung vorgebracht wird, daß es den Guten schlecht, den Schlechten gut gehe, sucht der Dichter auch Eum. 553 zu ent- kräften:
ἑκὼν
δ᾽
ἀνάγκας
ἄτερ
δί-
καιος
ὢν
οὐκ
ἄνολβος
ἔσται·
πανώ-
λεθρος
δ᾽
οὔποτ᾽
ἂν
γένοιτο.
εἰ
κρανθῇ für
ἢν
κρανθῇ wie 130
ὁπόθι
ἀπῇ, Sieb. 243
ἄνδρας
ὧν
ἁλῷ
πό-
λις. —
μερόπεσσι
λαοῖς nachdem Homerischen
μερόπεσσι
βροτοῖσιν,
μερόπων
ἀνθρώπων („, Uber die Be- deutung von
μέροψ handelt Meh- liß in dem Progr. von Eisleben 1900, welcher die Bedeutung,, gesittet" darin findet).
102.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-54
Wie das gerechte und machtvolle Walten der Götter sich den Guten als Trost im Unglück erweist, so fährt es in das Glück der Bösen wie ein Blitz aus heite- rem Himmel und stürzt sie von den hochgetürmten Hoffnungen jählings hinab ohne irgendwie Gewalt aus- zurüsten. Von göttlichen Wesen ist alles Tun mühelos. In der Höhe thronend machen sie den Gedanken sofort zur Tat ohne sich von der Stelle zu rühren." Der Dichter eifert gegen die Vorstellungen vom Gigantenkampf, auf welchen auch
ὑψιπύργων hinzuweisen scheint. Vgl. Ov. Met. VIII 618 inmensa est finemque potentia caeli non habet et quidquid superi voluere, peractum est.
πανώλεις (ganz dem Verderben geweiht, ganz un- selig), Schol.
τοὺς
τοῦ
ὀλέσθαι
ἀξίους,
ὅ
ἐστι
κακούς, Hesych.
πανώλης·
πανώλεθρος,
ἐξώλης,
ἀπολλύμενος.
106.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-55
πᾶν (für
τὰν Wellauer)
ἄπο-
τον
δαιμονίων (in dem persönlichen Sinne wie Plat. Apol. 24
Β
ἕτερα
δαιμόνια
καινά): zum Gedanken vgl. Eur. Phoen. 689
πάντα
δ᾽
εὐ-
πετῆ
θεοῖς, Xenophan. Fragm. 1
εἷς
θεὸς
ἔν
τε
θεοῖσι
καὶ
ἀνθρώποισι
μέγιστος,
οὔτε
δέμας
θνητοῖσιν
ὁμοίιος
οὔτε
νόημα . .
ἀλλ᾽
ἀπάνευθε
πόνοιο
νόου
φρενὶ
πάντα
κραδαίνει.
107.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-56
ἥμεν (gesetzt für das un- metrische
ἥμενον der Handschrift), nämlich
τὰ
δαιμόνια, wofür dann in Gedanken
ὁ
δαίμων,
ὁ
Ζεύς ein- tritt. Wenn man im vorhergehen- den Verse mit Bothe
δαιμόνιον für richtig hält, so muß man annehmen, daß hier der Dichter
ὑψίθρονον, wie Schneider, oder
θάσσον
ἄνω, wie Weil vermutet, geschrieben habe.
108.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-57
αὐτόθεν
ἑδράνων
ἀφ᾿ (80 für
ἐφ' ein Ungenannter)
ἁγνῶν: vgl. Hom.
Τ 77
αὐτόθεν
ἐξ
ἕδρης,
ν 56
αὐτόθεν
ἐξ
ἑδρέων, Soph.
Αi. 780
εὐθὺς
ἐξ
ἕδρας.
ἐξέπραξεν : Der Aor. drückt aus, daß es im Augenblick geschieht:,,kaum ge- dacht ist es schon vollbracht".
110.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-58
Der Schluß lenkt von der allgemeinen Betrachtung göttlichen gerechten und machtvollen Waltens zurück zur Sache der Danaiden, an V. 83 anschließend.
ἰδέσθω: als Subjekt schwebt Zeus vor. Im Folgenden sind bildlicher und eigentlicher Ausdruck ohne Ver- mittlung verbunden (vgl. Schiller: Hier steh' ich, ein entlaubter Stamm): Gott schaue auf den Übermut, "von welcher Art dieser einem Stamme, von dem junge Zweige üppig aufsprießen, ver- gleichbar ob meiner Ehe jugendlichem Unverstande strotzt". in Wie Tevalós sind auch die folgenden Participia mit avdµýv übereingemacht, obwohl sie sich auf den Übermut, welcher mit
лvou verglichen ist, oder viel- mehr auf die übermütigen Söhne des Ägyptos beziehen. Für
καὶ
διάνοιαν vermutet Weil um des Versmaßes willen
μαργοσύναν
τε.
116-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-59
κέντρον ..
ἄλυκτον (so für
ἄφυκτον, weil
ἄλυκτον für das an- gespannte Zugtier mehr paßt, vgl. Suid.
ἄλυκτον·
τὸ
ἄφυκτον, viel- mehr
ὃ
οὐ
δύναταί
τις
ἀλύξαι): die Raserei treibt die Ägyptiaden wie das Zugtier der Treibstachel, dem es sich nicht entziehen kann.
ἄταν (so die Aldina für
ἄται, welches übrigens in der Hand- schrift aus
ἄταν korrigiert ist)
ἀπάτα
μεταγνούς ist eine sarkastische Wendung: ,,er hat sich infolge des Trugs der Leidenschaft statt zum Heilsamen zu seinem Verderben entschlossen". Mit
ἀπάτα vgl. Soph. Ant. 615 &
γὰρ
δὴ
πολύ-
πλαγκτος
ἐλπὶς
πολλοῖς
μὲν
ὄνασις
ἀνδρῶν,
πολλοῖς
δ᾽
ἀπάτα
κουφονόων
ἐρώτων. Durch
μεταγιγνώσκειν wird gewissermaßen die tragische Peri- petie ausgedrückt wie Ag. 231 Tò
παντότολμον
φρονεῖν
μετέγνω.
118-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-60
dritter Teil der Parodos, ein
i
άleuos (121), eine Klageweise, die mit heftiger Ge- bärde, mit Zerreißen des Gewandes (126 ff.) und Zerkratzen der Wangen
(
άuvyuós Cho. 24) verbunden war (zu 72). Die Danaiden erneuern ihre Bitte um Schutz, gehen aber von flehender Bitte zu entschiedener und heftiger Forderung über:,,Mit solchen Klagen trauere ich um mich wie um eine Tote und rufe das argivische Land um Gnade an, in- dem ich im Schmerze meinen Schleier zerreiße. Den Göttern wird gern und reichlich geopfert, wo Wohlstand herrscht und nicht Todesfurcht bedrückt. Ich weiß nicht, was werden soll. Der An- fang zwar, die Fahrt über das Meer, ist glücklich vonstatten ge- gangen; möge nur auch das Ende glücklich sein, daß ich nicht zur Ehe mit den verhaßten Vettern gezwungen werde. Die jungfräu- liche Artemis möge vor allem mir gegen den Angriff auf meine jung- fräuliche Ehre beistehen. Andern- falls, wenn mich die Götter des Olymp verlassen, werde ich samt den schutzflehenden Zweigen zum Zeus der Toten meine Zuflucht nehmen und mich erhängen. Ich merke wohl, daß die Eifersucht der Hera, welche unsere Ahnmutter quälte, auch mich verfolgt. Und statt der reichlichen Opfer wird Zeus nur Unehre ernten, wenn er die Nachkommen seines eigenen Sohnes Epaphos abweist und von uns Schutzflehenden sein Auge ab- wendet. Er möge sich merken, was ich ihm noch einmal zurufe: die Eifersucht der Hera ist schuld an meinem Leide." Die Drohung sich das Leben zu nehmen, wenn sie schutzlos gelassen werden wiederholt mit gesteigerter Hef- tigkeit 472, und damit ein Zeug- nis gegen den
Ζεὺς
ἱκέσιος ab- zulegen offenbart eine Entschlossen- heit und Heftigkeit des Charakters, welche die Bluttat in der Braut- nacht begreiflich macht.
118-119.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-61
θρεομένα
δ᾽
ἐγώ (so Enger für
λέγων): Hesych.
θρεομένη
θρη
νοῦσα. Uber die Stellung von
δέ zu 9. —
λιγέα
βαρέα, in bald hohen bald tiefen Tönen. Vgl.
λιγέα
κωκύ-
ματα Pers. 335 und
φθόγγον
τε
βαρύν Hom.
ι 257.
δακρυοπετῆ tränenrieselnde",
βᾶνα
αὐδάν d. i. unter
τῶν Tränen, nicht
παρασκευαστικὰ
τοῦ
πίπτειν
τὰ
δάκρυα
ἀκουόντων (Schol.), sondern
τὰ
ἐμὰ
δάκρυα.
122.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-62
Noch lebend singe ich mir mein Grablied, weil der Tod mir vor Augen steht (164). Vgl. Ag. 1321
ἅπαξ
ἔτ᾽
εἰπεῖν
ῥῆσιν
ἢ
θρῆνον
θέλω
ἐμὸν
τὸν
αὐτῆς, Hom. Z 500
αἳ
μὲν
ἔτι
ζωὸν
γόον
Εκτορα
ᾧ
ἐνὶ
οἴκῳ, Isokr. 10 § 27
ἰδὼν
αὐτοὺς
πενθουμένους
ἔτι
ζῶντας. —
μὲ für
ἐμαυτήν wie Eur. Andr. 256
ἀλλ᾽
οὐδ᾽
ἐγὼ
μὴν
πρόσθεν
ἐκδώσω
μέ
σοι.
123-124.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-63
ἱλέομαι, Schol.
ἱλάσκομαι. Die Form nur hier, Hom. B 550
ἱλάονται, weshalb Burges auch hier
ἱλάομαι schreiben will. Die Kon- traktion ist vernachlässigt wie in
τρομέονται Pers. 65,
ποθέουσαι ebd. 545,
τρομέων Prom. 558 in melischen Partien. Dem
μέν ent- spricht
δέ 126; der folgende Satz
καρβᾶνα
δ'
κοννεῖς steht als Parenthese.
Απία auch 266, Ag. 268, Soph. O. K. 1303 von Argos oder dem Peloponnes. Vgl. Paus.
Η 5, 7
οὗτος
ὁ
Απις
ἐς
τοσόνδε
ηὐξήθη
δυνάμεως
πρὶν
ἢ
Πέλοπα
ἐς
Ὄλυμπον
ἀφικέσθαι,
ὡς
τὴν
ἐντὸς
᾿Ισθμοῦ
χώραν
Ἀπίαν
ἀπ᾿
ἐκείνου
καλεῖσθαι.
βοῦνις,
ὀρεινή (hügelig) nach dem Schol. zu yã
βοῦνι 784. Die Erklärung
τὴν
γῆν
κατὰ
βαρβάρους (Schol. zu dieser Stelle, vgl. Hesych.
βοῦνις·
γῆ.
Αἰσχύ
λος,
Εtym.
Μ. p. 208, 3) ist aus der vorliegenden Stelle entnommen, wo
βοῦνιν wegen des folgenden
καρ- als Fremdwort be- trachtet und nach
Απίαν im Sinne von yn gedeutet wurde. Phryni- chos Epit. 355 bemerkt über
βουνός:
ὀθνεία
ἡ
φωνὴ
τῆς
Ἀττικῆς und führt zum Belege eine Stelle des Komikers Philemon (142 Ko.) an, wo einer das Wort
βουνός braucht und der andere ihm ins Wort fällt:
τίς
ἔσθ᾽
ὁ
βουνός;
ἵνα
σαφῶς
σου
μανθάνω. Nach Herod. IV. 199 war
βουνός in Kyrene im Gebrauch. Für die Zuhörer des Äschylos konnte deshalb
βοῦνις ebenso als Fremd- wort gelten wie
βᾶρις 849. Daher
καρβᾶνα
δ᾽
αὐδὲν
εὖ,
γᾶ,
κοννεῖς (so Boissonade für
εὐακοννεῖς, 136
εὐγακόννις), Schol.
ὦ
γῆ,
νοεῖς
καὶ
τὴν
βάρβαρον
φωνήν. —
καρβάν: die Form
κάρβανος unten 925 u. Ag. 1045
καρβάνῳ
χερί. —
κοννεῖς wie 170, He- sych.
κοννεῖν·
συνιέναι,
ἐπίστασθαι.
126-127.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-64
ἐμπίτνω
ξὺν
λακίδι
λινο-
σινεῖ (so Bücheler für
λίνοισιν
ῆι), ich greife hinein mit faden- zerstörendem Zerreiben, vgl. Cho. 27
λινοφθόροι
δ᾽
ὑφασμάτων
λακίδες
ἔφλαδον
ὑπ᾽
ἄλγεσιν
πρόστερνοι
στολμοὶ
πέπλων, Pers. 128
βυσσίνοις
δ᾽
ἐν
πέπλοις
πέσῃ
λακίς.
128.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-65
Σιδονία
καλύπτρα: Homer rühmt die Metall- und Woll- arbeiten der kunstsinnigen (
πολυ
δαίδαλοι
Ψ 743) Sidonier:
Ζ 289
ἔνθ᾽
ἔσαν
οἱ
πέπλοι
παμποίκιλοι,
ἔργα
γυναικῶν
Σιδονίων,
τὰς
αὐτὸς
Αλέξανδρος
θεοειδής
ἤγαγε
Σιδονίη-
θεν. Mit
Σιδονίᾳ wird also die Feinheit des Schleiers bezeichnet und die Feinheit der Arbeit steht in Kontrast zum Zerreiben, vgl. 439, Hom. A 245
ποτὶ
δὲ
σκῆπτρον
βάλε
γαίῃ
χρυσείοις
ἥλοισι
πεπαρμένον. Daher unten 915
λακὶς
χιτῶνος
ἔργον
οὐ
κατοικτιεῖ.
129-130.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-66
,,Den Göttern wird gerne der Weihezoll heiliger Opfer dar- gebracht, wo es den Menschen wohl ergeht und nicht Todesfurcht sie bedrückt" (wie uns, die wir lieber in den Tod gehen, als daß wir uns zur Ehe zwingen lassen).
Ζη
πελομένων
καλῶς
τῶν
πρα-
γμάτων) vgl.
εὖ
ξυντυχόντων Sieb. 260,
ὀρθουμένων
Εum. 775. —
τέλεα wie
τέλη
ἔγκαρπα (Weihezoll von Früchten) Soph. Trach. 238.
ἐπίδρομά
ἐστι (Hiegen ihnen zu be- zeichnet den Eifer, mit welchem die Opfer dargebracht werden.
ὁπόθι
ἀπῇ ohne
ἄν wie 96
εἰ
κρανθῇ. Die Götter werden an ihr eigenes Interesse erinnert wie Sieb. 76
ξυνὰ
δ᾽
ἐλπίζω
λέγειν·
πόλις
γὰρ
εὖ
πράσσουσα
δαίμονας
τίει, Cho. 255
πατρὸς
νεοσσούς
τούσδ'
ἀποφθείρας
πόθεν
ἕξεις
ὁμοίας
χειρὸς
εὔθοινον
γέρας; Die Danaiden versprechen damit reichliche Opfer für den Fall glücklichen Gelingens.
132-133.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-67
δυσάγκριτοι: Schol.
δυσδιά-
γνωστοι. Die Danaiden können nicht ahnen, wie sich ihr Schick- sal gestalten wird, fürchten aber das Schlimmste.
ποῖ..
ἀπάξει; (Schol.
ἡμᾶς) ist ein natürlicher Ausdruck im Munde desjenigen, der eben eine lange Meerfahrt durchgemacht hat. Ihr Leben ist noch voll von Sturm.
134.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-68
Ephymnien finden sich bei Aschylos und Euripides, nicht bei Sophokles, bei Äschylos besonders in den Hik. und der Orestie. Zu den Ephymnien, welche in der Wiederholung der gleichen Worte bestehen, kommen 638 ff. und Ag. 379 ff. Ephymnien, die man rhyth- mische nennen kann, welche durch die Wiederholung des gleichen Versmaßes in den Schlußpartien mehrerer Strophen und Anti- strophen gebildet werden. Wie das Ephymnion hier bei der Anti- strophe, so fällt das bei der letzten Strophe aus dem Zusammenhang der übrigen Gedanken heraus, ein deutliches Kennzeichen, daß von anderen Sängern (dem Gesamt- chor) vorgetragen wird. es
140-141.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-69
Schol.
λινορραφὴς
δόμος
δορός:
ἡ
ναῦς,
παρόσον
τρυπῶντες
τὰς
ναῦς (1.
σανίδας)
σπάρτοις
αὐ
τὰς
συνέρραπτον.
καὶ
τὸ
παρ'
Ομή
ρῳ (
ξ 383) „
νῆας
ἀκειόμενον
τὸ
συρράπτοντα
δηλοῖ. Stanley will
δορός mit
στέγων verbinden: mare arcens a ligno. Aber von den Planken des Schiffs bleibt das Meer nicht weg.
ἅλα
στέγων, Schol.
τὴν
θάλατταν
εἴργων. Vgl. Sieb. 202
πύργον
στέγειν
εὔχεσθε
πολέμιον
δόρυ.
142.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-70
ἀχείματον
σὺν
πνοαῖς, nicht mit stürmischen Winden.
143.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-71
οὐδὲ
μέμφομαι, und ich bin zufrieden.
144-145.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-72
ἐν
χρόνῳ (mit der Zeit) wie Eum. 501
μεταὖθις
ἐν
χρόνῳ.
πατὴρ
ὁ
παντόπτας: vgl. Hesiod E.
κ.
Η. 267
πάντα
ἰδὼν
Διὸς
ὀφθαλμὸς
καὶ
πάντα
νοήσας.
146.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-73
Bei Aschylos kommt nur
κτίζειν, nicht
ποιεῖν mit einem prädikativen Adjektiv vor. Vgl. zu Eum. 17. er
147.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-74
σπέρμα . .
ἐκφυγεῖν: Schol.
λείπει
τὸ
δοίη, vielmehr ist der Infin. von dem in
τελευτὰς
πρευμε
νεῖς
κτίσειεν liegenden Begriff möge bewirken" abhängig. -
μέγα
σεμνῆς wie Prom. 674
ὦ
μέγ'
εὔδαι-
μου
κόρη, bei Homer
μέγα
νήπιος
μητρός,
Ιους, vgl.
ματρὸς
ἀρχαίας 51.
ἀδάματον, nicht der Jungfräulichkeit beraubt. u. a.
150.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-75
,,Zugetan blicke mich, die ich ihr zugetan bin, Artemis von ihrem hehren Tempel her an, die keusche Tochter des Zeus, und entreiße als Jungfrau uns als Jung- frauen den Verfolgungen, so daß wir der Ehe der Vettern entgehen." Für
Αρτεμις, wie Hermann ver- mutet hat, steht
ἀσφαλές in der Handschrift (W. Headlam will &
Καλά schreiben, vgl. Ag. 146), für
διωγμοῖς
ἀλκαθοῦσ᾽ bietet die Hand- schrift
διωγμοῖσι
δ᾽
ἀσφαλέας, der Text ist also sehr unsicher. Her- mann vermutet
ἀσχαλῶσ', wozu
παντὶ
σθένει weniger zu passen scheint. Mit
θέλουσα
θέλουσαν vgl. Hom. 272
τὴν
δ᾽
ἐθέλων
ἐθέλουσαν
ἀνήγαγε
ὅνδε
δόμονδε.
ἐπιδέτω: zu 1. Hesych.
ἐνώπια·
τὰ
καταντικρὺ
τοῦ
πυλῶνος
φαι-
νόμενα
μέρη,
ἃ
καὶ
διεκόσμουν
ἕνεκα
τῶν
παριόντων, Hom.
δ 42
πρὸς
ἐνώπια
παμφανόωντα. „Vom Gipfel des vorspringenden Berges Lykone sah man zwischen Zypressengruppen den Tempel der Artemis Orthia herabschimmern; unten links von der Heerstraße lag ein anderer Artemistempel" (Curtius Pelop. II Paus. II 24, 5).
153-154.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-76
Mit aller Kraft der Ver- folgung wehrend" (
σθένει für
σθέ-
νουσι).
Ζυ
άλκαθοῦσα vgl. Bekk. Anecd. S. 383, 31
ἀλκάθω
καὶ
ἀλ-
κάθειν
Σοφοκλῆς
καὶ
Αἰσχύλος.
ση-
μαίνει
δὲ
τὸ
βοηθεῖν. Dab
ἀλκα-
θεῖν zu schreiben und als Aorist- form zu betrachten ist, hat Elms- ley zu Eur. Med. 186 dargetan. Vgl. auch
βοηθεῖν
συμφοραῖς.
155-156.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-77
ἀδμῆτας (von der Form
ἀδμής wie Soph.
Ο.
Κ. 1056
άδμῆτας
ἀδελφάς): der Akk. ist von
ῥύσιος
γενέσθω wie von
ῥυσάσθω abhängig, vgl.
ἔξαρνον
εἶναι mit Akk. und zu
πολλὰ
συνίστορα (
στέγην) Ag. 1075. Mit
160-161.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-78
μελανθές wird durch
ἡλιό-
κτυπον näher erklärt: von der Sonne schwarz gebrannt".
μελανθές vgl. Soph.
Ο.
Τ. 742
λευ
κανθὲς
κάρα und zu Prom. 23. Mit
ἡλιόκτυπος vgl.
ὀμβρόκτυπος,
χιονόκτυπος,
νιφόκτυπος. Als neger- farbig werden 727, 753 die Söhne des Agyptos bezeichnet. Vgl. Herod.
Η 57
μέλαιναν
λέγοντες
εἶναι
τὴν
πελειάδα
σημαίνουσιν
ὅτι
Αἰγυπτίη
ἡ
γυνὴ
ἦν. Da 240 f. unter den auf- fallenden Kennzeichen die schwarze Hautfarbe nicht hervorgehoben wird, so läßt sich annehmen, daß die Maske nur ein sonnenverbranntes, kein negerfarbiges Gesicht darstellte. 162
Ε.
τὸν
γάϊον
Ζῆνα
τῶν
κεκμη
κότων: Schol.
τὸν
καταχθόνιον "
Αι-
δην, nach Hom. I 457
Ζεύς
τε
κατα-
χθόνιος
καὶ
ἐπαινὴ
Περσεφόνεια, vgl. Hesiod E.
κ.
Ἡ. 465
Διὶ
χθονίῳ und unten 237. Nach Paus. II 24, 4 nannte Äschylos auch den Gott des Meeres Zeus.
πολυξενώτατον: vgl. Fragm. 228
Ζαγρεῖ
τε
νῦν
με
καὶ
πολυξένῳ (vielleicht
Ζαγρεῖ
τε
πανδόκῳ
τε
καὶ
πολυξένῳ)
χαίρειν, Sieb. 846
πανδόκον
εἰς
ἀφανῆ
τε
χέρσον. Im Hymnus auf Demeter heißt Hades
Πολυδέκτης (9) und
ἄναξ
Πολυδέγμων (17). 1651.
γένος . .
ἱξόμεσθα wie Pers. 791
πράσσοιμεν
ὡς
ἄριστα
Περσικός
λεώς.
σὺν
κλάδοις wird mit Bitterkeit hinzugefügt: "
Αιδης soll uns
Ζεὺς
ἱκέσιος werden.
ἀρτά-
ναις: die gewöhnliche Art des Selbstmordes bei Frauen (Iokaste, Antigone, Phädra u. a.).—uǹ tvxov-
σαι,
ἁμαρτοῦσαι, wenn sie unser Flehen nicht erhören.
168-169.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-79
Ζήν alte Form für
Ζεύς, dorisch
Ζάν (Aristoph. Vö. 570): Ach Gott, der Groll von Seite der Götter (der Hera) gegen Io ist's, der uns geifelt
μαστίκτειρ (80 Abresch für
μάστειρ' nach dem Schol.
μαστιγωτική)
τη
μαστικτήρ (475) wie
σώτειρα
και
σωτήρ. - Nach dem Schol.
ὦ
Ζεῦ,
ἡ
παρὰ
τῶν
θεῶν
μῆνις
κατὰ
Ἰοῦς
ὠδῆς (
μανιώ-
δης?)
ἐστὶ
καὶ
μαστιγωτική will Dindorf
οἰστρώδης oder ein ähn- liches Epitheton für ió setzen.
170.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-80
Ich erkenne das eifer- süchtige Wesen (
ἄγαν für
ἄταν Bamberger, vgl. Hesych.
ἄγαις·
ζηλώσεσιν.
Αἰσχύλος
Θρήσσαις) dei- ner Gattin, welches die ganze Götterwelt beherrscht (
γαμετᾶς
οὐ-
ρανόνικον für
γαμετουρανόνεικον Victorius. Hermann
γαμετᾶς
σᾶς und Pearson
οὐρανονίκου). Denn ein schwerer Wind bringt uns Sturm (der gewaltige Sturm, welcher uns bedroht, läßt auf das Wirken einer höheren Macht schließen).
174.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-81
Der Gedanke knüpft nicht an das Ephymnion, sondern an den vorhergehenden Gedanken: wir werden in den Tod gehen" an: Und dann wird Zeus der Nach- rede der Ungerechtigkeit verfallen (
ἐνέξεται für
ἐνεύξεται Porson), wenn er in uns den Sohn der Io, sein eigenes Kind, mißachtet und jetzt bei unserem Flehen sein Antlitz ab- wendet. Er möge es in der Höhe wohl hören, wenn man also zu ihm ruft: Ach Gott" u. s. w. W. Headlam vermutet
ψόγοις für
λόγοις, ohne Not.