Euripides Iphigenia in Aulis 440

ed. Gilbert Murray

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Iphigenia in Aulis. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Ἰφιγένεια ἐν Αὐλίδι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
Iphigenia at Aulis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 440 focus
Iphigenia in Aulis (OCR draft) Experimental (Iphigenia in Aulis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 440 focus
Wohl, Alter! Aber gehe nun in's Zelt hinein;
Das Andre fügt sich, wenn das Glück uns günstig ist. 1
(Der Bote geht ab.)
Was sag' ich Armer? Wo beginn' ich? Wehe mir! 2
435
In welche Neze, Schicksal, hast du mich verstrickt!
Mich überschlich ein Dämon, der, weit listiger,
Als meine Listen alle, mich belistete.
O Niedrigkeit, wie manchen Vortheil hast du doch!
Das Recht, sich auszuweinen, wird dir leicht gegönnt,
440
Und Alles frei zu sagen; doch den edlen Stand
Drückt dieses Ungluck: immer will der Sitte Zwang
Sein Leben regeln, und dem Volke fröhnen wir.
Ich scheue mich, zu weinen eine Thrane nur,
Und nicht zu weinen wieder scheu' ich Armer mich,
445
Nachdem das schwerste Misgeschick mich heimgesucht.
Was sag' ich meinem Weibe doch? Wie soll ich ihr 3
Entgegentreten? Wie begegn' ich ihrem Blick?
Denn sie vollendet unser Leid, vernichtet mich,
Kommt ungerufen! Schicklich zwar geleitet sie
450
Ihr Kind zur Hochzeitseier, um ihr Theuerstes
Zu geben, wo sie falschgesinnt uns finden wird.
Und dann der unglücksvollen Braut, was sag' ich Braut?
Der Hades, ahnt mir, wird sie bald als Braut umfahn! -
Wie jammert ihr mich! Also hor' ich diese flehn:
455
Mein Vater, du mich todten? Daß du selbst und wer
Dir theuer ist, ein solches Brautfest feiertest!
Orestes, nahestehend, wird aufschrein zugleich,
Verständlich Unverständliches, als ein kleines Kind.
Ha, wie verdarb mich Helena's Ehbund mit ihm,
460
Dem Priamiden Paris, der mir das gethan!