Euripides Iphigenia in Aulis 440

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Wohl, Alter! Aber gehe nun in's Zelt hinein;
Das Andre fügt sich, wenn das Glück uns günstig ist. 1
(Der Bote geht ab.)
Was sag' ich Armer? Wo beginn' ich? Wehe mir! 2
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In welche Neze, Schicksal, hast du mich verstrickt!
Mich überschlich ein Dämon, der, weit listiger,
Als meine Listen alle, mich belistete.
O Niedrigkeit, wie manchen Vortheil hast du doch!
Das Recht, sich auszuweinen, wird dir leicht gegönnt,
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Und Alles frei zu sagen; doch den edlen Stand
Drückt dieses Ungluck: immer will der Sitte Zwang
Sein Leben regeln, und dem Volke fröhnen wir.
Ich scheue mich, zu weinen eine Thrane nur,
Und nicht zu weinen wieder scheu' ich Armer mich,
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Nachdem das schwerste Misgeschick mich heimgesucht.
Was sag' ich meinem Weibe doch? Wie soll ich ihr 3
Entgegentreten? Wie begegn' ich ihrem Blick?
Denn sie vollendet unser Leid, vernichtet mich,
Kommt ungerufen! Schicklich zwar geleitet sie
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Ihr Kind zur Hochzeitseier, um ihr Theuerstes
Zu geben, wo sie falschgesinnt uns finden wird.
Und dann der unglücksvollen Braut, was sag' ich Braut?
Der Hades, ahnt mir, wird sie bald als Braut umfahn! -
Wie jammert ihr mich! Also hor' ich diese flehn:
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Mein Vater, du mich todten? Daß du selbst und wer
Dir theuer ist, ein solches Brautfest feiertest!
Orestes, nahestehend, wird aufschrein zugleich,
Verständlich Unverständliches, als ein kleines Kind.
Ha, wie verdarb mich Helena's Ehbund mit ihm,
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Dem Priamiden Paris, der mir das gethan!

Iphigenia in Aulis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

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Editions (1)
Ἰφιγένεια ἐν Αὐλίδι Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 543-589 focus
Translations (2)
Iphigenia at Aulis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 543-585 focus
Iphigenia in Aulis (OCR draft) Experimental (Iphigenia in Aulis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Iphigenia in Aulis

1. [OCR note; compare the printed page.] Das Andre fügt sich, wenn das Glück uns günstig ist. Bei dieser Uebersezung wird ἰέσης mit καλῶς verbunden. Verbinden wir: τὰ ἄλλα ἔςαι καλῶς; ſo iſt zu übersezen: Das Andre wird wohl enden nach des Glückes Lauf. Compare printed p. 69 Compare printed p. 70
2. [OCR note; compare the printed page.] Unders: Was sag'ich? Wo beginn' ich Unglückseliger? Compare printed p. 70
3. [OCR note; compare the printed page.] Unders: Mit welchem Worte tret' ich vor die Mutter hin? Wie soll ich sie empfangen, ihr in's Auge sehn? Compare printed p. 70