Euripides Andromache 693

Edward P. Coleridge (Translator)

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Andromache. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Andromache (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891.)

Editions (1)
Ἀνδρομάχη Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 693 focus
Translations (2)
Andromache (OCR draft) Experimental (Andromache. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 693 focus
Welch üble Sitte waltet doch in Hellas' Volk!
670
Wenn Kriegesheere Siegstropha'n errichteten,
So nennt man solches nicht ein Werk der Kämpfenden;
Des Heeres Führer trägt allein den Ruhm davon,
Der, unter Tausend Einer nur, die Lanze schwang,
Und mehr nicht that, als Einer, doch mehr Ruhm gewinnt.
675
Des Volkes Häupter, die sich hoch in Würden blåhn,
Thun stolzer, als die Menge, sind sie nichtig auch;
Doch tausendmal gescheidter sind die Niedern oft,
Wenn's nicht an Kühnheit ihnen und am Willen fehlt.
So sizest du dich blåhend, so dein Bruder auch,
680
Ob eurem Zug nach Troas, ob den Thaten dort,
Wo Müh'n und Leiden Andrer euch verherrlichten.
Nun will ich dir beweisen, daß nie größrer Haß
Mich wider Alexandros, Troja's Sohn, beseelt,
Entweichst du nicht aus diesen Hallen ungesäumt
685
Mit deiner Tochter, die hinaus vor dieses Haus 1
Mein Enkel noch am Lockenhaare schleifen wird,
Die, weil sie keine Kinder hat, nicht dulden will,
Daß Andre Mütter werden, da sie nicht gebiert.
Weil Mutterfreuden ihr versagt' ein herbes Loos,
690
Geziemt es sich, daß keine Kinder uns erblühn?
Hinweg von dieser, Sclaven, daß ich sehen mag,
Ob Einer ihre Hände mir zu lösen wehrt. 2
(zu Andromache)
Erhebe dich, damit ich, wenn auch zitternd, Frau,
Der dichtverschlungnen Bande dich entledige!
695
(zu einem der Sclaven)
So hast du ihr die Hände, böser Mensch, verlezt?
War's denn ein Stier, ein Lowe, den du mit Stricken bandst?
Du fürchtest, daß sie wohl ein Schwert ergreife, dir
Zu wehren? Komm an meine Seiten hier, o Kind,
Hilf ihre Fesseln lösen! Ich erzieh' in dir
700
Zu Phthia diesen einen großen Feind. Fürwahr!
Fehlt' euch, o Sparter, Kriegesruhm und Schlachtenkampf,
In allem Andern übertråst ihr Keinen sonst.

Notes on the current edition

Andromache

1. Sentence reads Even so thou and thy brother, exalted by the toilsome efforts of others, now take your seats in all the swollen pride of Trojan fame and Trojan generalship. but has been rearranged for line clarity.
2. Reading μὴ κρείσσω, as Paley proposed, instead of μείζω or ἥσσω.