Welch üble Sitte waltet doch in Hellas' Volk!
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Wenn Kriegesheere Siegstropha'n errichteten,
So nennt man solches nicht ein Werk der Kämpfenden;
Des Heeres Führer trägt allein den Ruhm davon,
Der, unter Tausend Einer nur, die Lanze schwang,
Und mehr nicht that, als Einer, doch mehr Ruhm gewinnt.
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Des Volkes Häupter, die sich hoch in Würden blåhn,
Thun stolzer, als die Menge, sind sie nichtig auch;
Doch tausendmal gescheidter sind die Niedern oft,
Wenn's nicht an Kühnheit ihnen und am Willen fehlt.
So sizest du dich blåhend, so dein Bruder auch,
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Ob eurem Zug nach Troas, ob den Thaten dort,
Wo Müh'n und Leiden Andrer euch verherrlichten.
Nun will ich dir beweisen, daß nie größrer Haß
Mich wider Alexandros, Troja's Sohn, beseelt,
Entweichst du nicht aus diesen Hallen ungesäumt
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Mit deiner Tochter, die hinaus vor dieses Haus
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Mein Enkel noch am Lockenhaare schleifen wird,
Die, weil sie keine Kinder hat, nicht dulden will,
Daß Andre Mütter werden, da sie nicht gebiert.
Weil Mutterfreuden ihr versagt' ein herbes Loos,
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Geziemt es sich, daß keine Kinder uns erblühn?
Hinweg von dieser, Sclaven, daß ich sehen mag,
Ob Einer ihre Hände mir zu lösen wehrt.
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(zu Andromache)
Erhebe dich, damit ich, wenn auch zitternd, Frau,
Der dichtverschlungnen Bande dich entledige!
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(zu einem der Sclaven)
So hast du ihr die Hände, böser Mensch, verlezt?
War's denn ein Stier, ein Lowe, den du mit Stricken bandst?
Du fürchtest, daß sie wohl ein Schwert ergreife, dir
Zu wehren? Komm an meine Seiten hier, o Kind,
Hilf ihre Fesseln lösen! Ich erzieh' in dir
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Zu Phthia diesen einen großen Feind. Fürwahr!
Fehlt' euch, o Sparter, Kriegesruhm und Schlachtenkampf,
In allem Andern übertråst ihr Keinen sonst.
Chor.
Ein zügelloses Wesen ist der Alten Art,
Und schwer zu zähmen, weil sie schnell zum Zorne sind.
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Menelaos.
Andromache. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .