mvp-comment-161-1
Wecklein 1888, p. 272
mvp-comment-161-2
zweites Epeisodion. Orestes ruft Athena zu Hilfe. Die Chorführerin weist jeden Beistand zurück.
mvp-comment-164-1
1
mvp-comment-164-2
Wecklein 1888, p. 272
mvp-comment-164-3
ποταίνιον ὄν, als es noch frisch war. Vgl.
Cho. 1053
.
πρὸς
ἑστία
θ.
Φ. gehört zu
ἠλάθη.
χοιροκτόνοις (zu
Ag. 735
): Ferkelblut galt als entsühnend und wurde bei Reinigungsopfern vielfach gebraucht, so bei den
περίστια vor Be- ginn der Volksversammlung (Schol. zu
Aristoph. Ekkl. 128
,
Poll. VIII 104
), denen die römischen suovetaurilia entsprechen, und sonst, vgl. zu 453 und
Plaut. Men. 292
. Einl. S. 17 N. 2.
mvp-comment-165-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-165-2
πολὺς
. .
ἐξ ἀρχῆς λόγος
d.i. ich würde viel zu sagen haben, wenn ich von Anfang an erzählen wollte.
mvp-comment-166-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-166-2
Schol.
ἐβλάπτοντο γὰρ οἱ μυσαροῖς ξυντυγχάνοντες.
mvp-comment-167-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-167-2
Der Vers, welcher dem Zusammenhange der Stelle, nach der Phöbos den Orestes gereinigt hat, nicht entspricht, ist von Musgrave ausgeschieden worden. Der Sinn
ist:,,alles (also auch die Befleckung) entkräftet die mit ihm alternde Zeit" d. i. je älter eine Sache wird, um so mehr wird sie geschwächt. Die Zeit wird als alternd mit dem Alternden gedacht, vgl.
Prom. 1013
ἀλλ' ἐκδιδάσκει πάνθ' ὁ γηράσκων χρόνος
. Ein ähnlicher Vers findet sich bei
Stob. fl. 126, 8
χρόνος δ᾽
ἀμαυροῦ
πάντα κεἰς λήθην ἄγει.
mvp-comment-168-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-168-2
Ἀθηναία, die alte feierliche, in Inschriften bis auf die Zeit des Euklides herab häufig (gewöhnlich mit Artikel
ἡ ᾿Αθηναία) vorkommende Form, auch 299, 617,
Eur. Iph. T. 1436
, sonst bei den Tragikern
Ἀθάνα.
mvp-comment-169-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-169-2
κτήσεται, nämlich als
Herrin dieses
Landes ", also für Attika. Vgl. zu 765.
mvp-comment-170-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-170-2
αὐτόν scil.
ἐμέ.
τὸν
Ἀργεῖον
λεὼν
. .
σύμμαχον:
Schol.
:
ὡς τότε συμμαχούντων Ἀργείων Ἀθηναίοις
. Einl. S. 23.
δικαίως,
ὀρθῶς,
ἀληθῶς, aufrichtig, ehrlich. Vgl.
πανδίκως εὐσεβής
Suppl. 424
ὀρθῶς ἐνδίκως τ᾽ ἐπώνυμον
Sept. 392
ἣν εὑρεθῇς ἐς τήνδε μὴ δίκαιος ὤν
Soph. Trach. 411
.
mvp-comment-171-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-171-2
Die Gottheit hört gern von den Stätten, wo sie besonders verehrt wird. Daher ist bei Anrufungen der Götter die Aufzählung solcher Örtlichkeiten beliebt. Vgl.
Soph. Ant. 1118
f. Mit
εἴτε
—
εἴτε, wie hier,
Aristoph. Wo. 269
ἔλθετε εἴτ᾽ ἐπ᾽ Ὀλύμπου κορυφαῖς ἱεραῖς χιονοβλήτοισι κάθησθε κτέ. χώρας τόποις
steht wie ein einziger
Begrif, daher
Λιβυστικοῖς. Vgl.
ποῖον . .
γαίας πέδον
Sept. 291
, χθονὸς . . τηλουρόν. . πέδον
Prom. 1
τὸ Πυθικὸν Θεοῦ μαντείον
Soph. Oed. T. 242
ὄγκον ὀνόματος μητρῷον
Trach. 817
, Ηπειρώτις ψυχὴ γυναικῶν
Eur. Andr. 159
u.
Ähnliches oft, z. B. unten 327.
mvp-comment-172-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-172-2
γενεθλίου: Schol. (
σημείωσαι)
ὅτι διὰ τοῦτο οἴεται αὐτὴν Τριτογένειαν. Nach
Herod. IV 180
(vgl.
Paus. I 14, 6
) glaubten die am Tritonischen See wohnenden Auseer (indem sie eine ihrer Gottheiten mit Athena identifizierten)
τὴν ᾿Αθηναίην Ποσειδέωνος εἶναι θυγατέρα καὶ τῆς Τριτωνίδος λίμνης.
Dals Aschylos der gewöhnlichen Sage sich anschliefst, zeigt 667 f. Er scheint also den Ort der Geburt an den See oder vielmehr Strom (
πόρου) Triton zu verlegen. In Wirklichkeit ist es ur- sprünglich die gleiche Vorstellung, wenn Athena als Blitzgöttin dem Haupte des Wolkensammlers Zeus, dem Wolkenberge, und wenn sie der Tritonischen See, den himmlischen Wassern, entstammt. Denn dafs die Tritonische See ursprünglich am Himmel war, ergiebt sich schon daraus,
dafs sie nicht nur in Libyen, sondern auch anderwärts angenommen wurde (
Paus. VIII 26, 6
u. IX 33, 7,
Strab.
IX p. 407
). Vgl. Schwartz, Der Ursprung der Mythologie. S. 87.
mvp-comment-173-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-173-2
τίθησιν . . πόδα erklärt man
,,aufrecht schreitet oder sitzt" (vgl.
Hom.
p 158
ἥμενος ἢ ἕρπων), weil der sitzenden Göttin die Füfse mit dem Gewande bedeckt sind. Aber eine solche Erklärung von
κατηρεφῆ ist mindestens weit hergeholt. In der Deutung von Dutheil „visible ou invisible" und Hermann: sive palam incedens sive latens (
Hom. E 186
νεφέλῃ εἰλυμένος ὤμους
) opem fert amicis, worin
κατηρεφής der durch eine Wolke verhüllte
Fufs sein soll,
lässt sich
ỏodóv schwer verstehen. Es scheint vielmehr
ὀρθὸν πόδα den hohen, gleichsam steilen Fufs (vgl.
ὀρθόπους
Soph. Ant. 985
) der hochgeschürzten Göttin zu bezeichnen, wie sich
κατηρεφῆ auf das lange Gewand bezieht.
mvp-comment-174-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-174-2
φίλοις ἀρήγουσα: Der Dichter scheint weniger an die Auseer als an die Athener zu denken, welche dem libyschen König Inaros zu Hilfe gezogen waren (
Thuk. I 104 ff.
). Vgl. die ähnliche Anspielung auf Zeitverhältnisse in
Eur. El. 1347
νώ δ᾽ ἐπὶ πόντον Σικελὸν σπουδῇ σώσοντε νεῶν
πρῴρας
ἐνάλους.
Φλεγραίαν πλάκα, Schauplatz des Gigantenkampfes, bei welchem Athena,
Φλεγραίων
ὀλέ τειρα
Γιγάντων (Prokl. hymn. 32), unter anderen den Enkelados tötete (
Eur. Ion 209
).
mvp-comment-175-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-175-2
κλύει θεός, es hört ein Gott auch in der Ferne. Vgl.
Eur. Iph. T. 1447
κλύεις γὰρ αὐδὴν καίπερ οὐ παρὼν θεᾶς. Vielleicht hat ursprünglich
πρόσωθεν
οὖσ όμως geheilsen. es
mvp-comment-175-3
2
mvp-comment-176-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-176-2
γένοιτο nach
ἔλθοι, s. g. Assimilation der Modi. Vgl.
Soph. Ai. 1217
γενοίμαν. . ὑπὸ πλάκα Σουνίου, τὰς ἱερὰς ὅπως προσείποιμεν ᾿Αθάνας
,
Krüger I § 54, 8, 3
.
mvp-comment-177-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-177-2
παρημελημένον d. i. so dafs keiner nach dir fragt (
ἄιστον ἄπυστον).
Sept. 689
θεοῖς μὲν ἤδη πως παρημελήμεθα
.
mvp-comment-178-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-178-2
,,Ohne erfahren zu haben wo im Herzen die Freude
wohnt“, weil du keine Freude genieſsen wirst. Vgl. 426
ὅπου τὸ χαίρειν μηδαμοῦ νομίζεται. Etwas anders
Soph. Oed. K. 1217
τὰ τέρποντα δ᾽ οὐκ ἂν ἴδοις ὅπου
.
mvp-comment-179-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-179-2
Du eine blutleere Weide, nur Schatten von solchen die Blut haben, erwiderst mir nicht einmal?
mvp-comment-180-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-180-2
καὶ ζῶν
. .
οὐδὲ
. .
σφαγείς, sogar lebend und nicht erst geschlachtet.
οὐδὲ für
καὶ οὐ wie öfter bei Dichtern (
Krüger II § 69, 60
).
μὲ δαίσεις wie
Eur. Or. 15
ἔδαισε δ᾽ οὖν νιν τέκν᾽ ἀποκτείνας Ατρεύς.
mvp-comment-180-3
3
mvp-comment-181-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-181-2
δέσμιον σέθεν wie
δέσμιος φρενῶν 333: zu
Cho. 235
. Der
besinnungraubende" Gesang der Erinyen
,, schlingt die Bande um den Frevler". Der Ausdruck erinnert an magische Künste (vgl.
Plat. Ges. XI p. 933
A
μαγγανείαις καὶ ἐπῳδαῖς καὶ καταδέσεσι).
mvp-comment-182-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-182-2
Unter der Begleitung der Anapäste, welche der Koryphaios vorträgt, ordnet sich der Chor in Reih und Glied, um sein Bannlied (322 ff.) zu singen und mit entsprechendem Tanz zu begleiten, indem die Figuren (
σχήματα) des Reigens, besonders bei den Ephymnien, die Idee des Bannenden und Bestrickenden zum Ausdruck bringen.
mvp-comment-183-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-183-2
δεδόκηκεν wie
Prom. 402
δοκήσει
,
Sept. 1027
δοκησάτω
,
Eur. Med. 763
δεδόκησαι
u. a.
mvp-comment-184-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-184-2
Schol.
δεδόκηκεν ἡμῖν λέξαι
τίνα τρόπον τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους λάχη ἐφοδεύομεν. Vielmehr steht
λάχη (,,das mir zugefallene Amt) wie 335, 348, 389, wie es 931
τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους ἔλαχον διέπειν heifst. -
ἐπινωμᾷ:
ἐπισκοπεῖ und
στάσις:
σύστημα Schol.
mvp-comment-185-1
4
mvp-comment-185-2
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-185-3
Mit
εὐθυδίκαιοι (gerecht richtend) vgl.
ὀρθοδίκαιος 995.
μαιόμεθα (wir bestreben
uns wie
μαιομένοις
Cho. 782
ἐμαίετο
Soph. Ai. 287
.
mvp-comment-186-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-186-2
,,Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle" u. s. w.
mvp-comment-187-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-187-2
ἀσινὴς
. . διοιχνεί scil.
ἕκα στος wie 340. Vgl.
Plat. Prot. p. 324
Β οὐδεὶς γὰρ κολάζει τοὺς ἀδικοῦντας τούτου ἕνεκα ὅτι ἠδίκησεν u. ὅ.
mvp-comment-188-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-188-2
ἐπικρύπτει,
wer verstohlen des Mordes schwere That vollbracht".
mvp-comment-189-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-189-2
μάρτυρες
ορθοί (deren Zeugnis sich aufrecht erhält), vgl.
Soph. Ai. 354
ὀρθὰ (was sich als wahr bestätigt)
μαρτυρείν,
Ant. 1195
ὀρ τὸν ἀλήθει᾽ ἀεί
.
mvp-comment-190-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-190-2
πράκτορες, vgl.
χερὶ πράκτορι
Ag. 113
und
φόνου πράκτορα
Soph. El. 953
.
τελέως:
τα 954.
mvp-comment-190-3
5
mvp-comment-191-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-191-2
erstes Stasimon, welches besonders in den Ephymnien den Charakter des
ὕμνος δέσμιος hat.
,, Apollon beraubt uns unseres Rechtes, indem er uns diesen Flüchtling entzieht, der uns zur Sühne des Muttermords zukommt und dem unser grauser Gesang gilt. Denn
SO hat das Schicksal bestimmt,
dafs wir die Mörder verfolgen und peinigen. Drum weil Umsturz von Häusern unser Los ist, haben die Götter des Lichts keine Gemeinschaft mit uns und Feste der Freude sind uns versagt. Dafür sind die Götter dieser traurigen Sorge überhoben und brauchen sich nicht mit Blutbefleckten zu befassen. Wir verfolgen den Mörder und stürzen ihn von der Höhe seines Ruhms. Er wird, ohne dessen in seiner Geistesnacht inne zu werden, von der Stimme des Volkes verurteilt und allgemeine Mifsachtung umnachtet sein Haus (vgl.
Cho. 53 ff.
,
Ag. 463 ff.
). So steht es fest:
Geniessen wir auch nicht die Ehre, den oberen Göttern gesellt zu sein, so haben doch die Sterblichen die vom Schicksal gegebene Satzung, auf der unser altheiliges Amt beruht, zu fürchten und zu verehren." Wenn man aus den drei Ephymnien schliefsen darf, wird jedes der drei ersten Strophenpaare von einem Stoichos, die Ephymnien und das vierte Strophenpaar von dem Gesamtchore vorgetragen.
mvp-comment-192-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-192-2
Nicht unpassend ist die Bemerkung des
Schol.
:
ἐπεὶ ὑπὲρ τῆς μητρὸς Ὀρέστου ἀγωνίζονται, οἰκείως τὴν μητέρα ἑαυτῶν ὀνομάζουσιν.
mvp-comment-193-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-193-2
Νύξ: zu 69.
ποινὰν (abstr. pro concr.)
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν steht prädikativ
zu
μέ.
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν, Schol.
ζῶσι καὶ θανοῦσιν. Vgl. 391.
mvp-comment-194-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-194-2
ἄτιμόν με τίθησιν d. i. macht mich rechtlos.
mvp-comment-195-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-195-2
πτῶκα
κτἑ., den feigen Flüchtling (vgl.
πτώσσοντας ὑφ᾽ Ἕκτορι
Hom. Η 129
), der nach Fug und Recht als Reinigungsmittel des Muttermords herhalten
mufs, also uns nicht entzogen werden darf. Zu 292. Mit
κύριον vgl.
κύριοι 127.
mvp-comment-196-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-196-2
τεθυμένῳ, der so gut wie geschlachtet, ein dem Tode geweihtes Schlachtopfer ist. Vgl.
Eur. Med. 1264
πάντως πέπρακται ταῦτα κοὐκ ἐκφεύξεται
.
Schol.
:
ἐπὶ Ὀρέστῃ δὲ μέλλοντι θύεσθαι λεχθήσεται ὕμνος ἐξ ἡμῶν ὡς ἐπὶ ἱερείω, ὃς αὐτοῦ τὰς φρένας παρακόψει
.
mvp-comment-197-1
Wecklein 1888, p. 276
mvp-comment-197-2
Geistzerstörende Verrückung. Um das gleiche
Versmafs wie
vorher (-) zu gewinnen, vermutet Rauchenstein
φρενοβλαβής, Herwerden
φρενομανής, Weil
φρενοπλανής. Aber vgl. das
Versmals in Cho.
802 – 804.
mvp-comment-198-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-198-2
ἀφορμικτος (duldet nicht der Leier Klang"):
zu_Ag. 980.
αὐονά (Ausdörrung): Schol.
ὁ ξηραίνων τοὺς βροτούς. Vgl. 138, 267.
mvp-comment-199-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-199-2
διανταία, Schol.
ἡ
διαμπαξ
τιμωρουμένη. Es
bedeutet durchdringend" d.
h.,,unnachgiebig, unwiderstehlich".
mvp-comment-199-3
6
mvp-comment-200-1
7
mvp-comment-200-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-200-3
θνατῶν ist gen. part. zu
τοῖσιν
(οἷσιν): „Von den Sterblichen denjenigen, welchen es zustöfst, verwegen Hand an einen anderen anzulegen."
τοΐσιν ξυμπέσωσιν ohne
άv: zu 211.
αὐτουργίαι wie
αὐτοχειρίαι.
μάταιοι gen. comm. wie
Ag. 1149
,
Cho. 81
. Die Bedeutung (frivol) wie
Suppl. 770
ματαίων ἀνοσίων τε κνωδάλων
, 235
ματαίων αἰτίας.
mvp-comment-201-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-201-2
τοῖς (zu 137)
κτἑ.: Schol.
τούτοις ἡμᾶς ἀκολουθεῖν,
ἕως ἀποθάνῃ ὁ τοιοῦτος.
So jagen wir ihn
. . fort und fort bis zu den Schatten und geben ihn auch dort nicht frei." Zu 175 f. In anderem
Sinne heifst es
Hom.
Ο 204
οἶσθ᾽ ὡς πρεσβυτέροισιν ἐρινύες αν ἕπονται. Über den Singular nach dem Plural zu 316.
mvp-comment-202-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-202-2
γιγνομέναισι:
Hom.
Υ 127
πείσεται
άσσα
οἱ αἶσα γινομένῳ ἐπένησε λίνῳ,
ὅτε μιν τέκε μήτηρ.
-
ἐφ᾽ ἁμὶν ἐκράνθη,
ἡμῖν ἐπεκράνθη. Die Verkürzung der zweiten Silbe von
ἡμῖν, welche bei Sophokles öfter vorkommt, findet sich bei Äschylos nur hier, bei Euripides nirgends.
mvp-comment-203-1
8
mvp-comment-203-2
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-203-3
ἀθανάτων
. .
γέρας: Schol.
μὴ πλησιάζειν ἡμᾶς τοῖς θεοῖς.
mvp-comment-204-1
Wecklein 1888, p. 277
mvp-comment-204-2
παλλεύκων (zu 52)
πέ πλων ἀνέορτος ἄφαρος ἐτύχθην giebt in dichterischer Weise den Gedanken: des hellweifsen Festgewandes Freude ist mir versagt. Schol.
οὐδαμοῦ ὅπου ἑορτὴ καὶ ἀμπεχόνη καθαρά,
πάρειμι. Mit
πέπλων ἀνέορτος ἄφαρος (zu
Ag. 158
) vgl. 894 und
Eur. El. 310
άv
έog
τος
ἱερῶν,
Eur. Phoen. 324
ἄπεπλος φαρέων λευκών.
mvp-comment-205-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-205-2
Ἀρης τιθασὸς ὤν, Ares in zahmer Gestalt, d. h. wenn nicht Feinde im Kriege, sondern Freunde (Verwandte) zu Hause das Blut von Freunden
vergiessen.
mvp-comment-206-1
9
mvp-comment-206-2
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-206-3
ὧδε weist auf die
aufserliche Darstellung durch die Cheironomie und den Tanz hin.
mvp-comment-207-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-207-2
ὁμοίως, auf gleiche Weise wie wenn er schwach wäre, also
s. v. a.
ὅμως.
mvp-comment-208-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-208-2
ὑπό
(,,unter Einwirkung
von“) wie
Soph. Ant. 221
ὑπ᾽
ἐλ πίδων
ἄνδρας τὸ κέρδος πολλάκις διώλεσεν.
mvp-comment-209-1
10
mvp-comment-209-2
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-209-3
aïde, wir hier.
τινά, Zeus und die anderen Götter. Wir sind bestrebt, die Götter dieser Sorgen zu entledigen und Freiheit derselben von
solcher Last durch die Rufe zu uns zu bewirken, damit sie sich nicht auf die Untersuchung von Mord einzulassen haben; denn Zeus hat dieses bluttriefende hassenswerte Volk (der Mörder) von seiner Unterredung verbannt.
ἐμοῖσι nach
σπεύδομεν, wie in Chorgesängen Singular und Plural häufig wechselt.
ἐμοῖσι vertritt den gen. obi. zu
λιταῖς. Man ruft die Erinyen an (515), weil man von ihnen Verfolgung des Mörders erwartet, und behelligt nicht die Götter mit solchen Greueln.
μηδὲ (
θεοὺς)
.
ἐλθεῖν schliefst sich an
ἀτέλειαν an, ist also auch von
ἐπικραίνειν (
ποιεῖν ὥστε) abhängig.
ἀνάκρι σις nach attischem Recht die Voruntersuchung des Beamten (
ἐξέτασις ὑφ᾽ ἑκάστης ἀρχῆς γινομένη πρὸ τῶν δικῶν Harpokr.), hier die Untersuchung überhaupt, welche einen mündlichen Verkehr mit dem Mörder
fordert. Die Form
αἷμοσταγής statt der gewöhnlichen
αἱματοσταγής kommt auch bei
Eurip. (frg. 388)
vor.
&ς: ὅς noch
Sept. 628
.
ἀνατροπάς (scil.
δωμάτων nach 355) steht in freier Weise als Apposition zu
τάσδε μερίμνας.
mvp-comment-210-1
Wecklein 1888, p. 278
mvp-comment-210-2
ὑπ᾽ αἰθέρι wie
οὐρανόμηκες κλέος: der Ruhm der stolz bis zu den Sternen sich hebt, sinkt nieder zur Erde und vergeht in
ἐπιφθόνοις, gehässig,
mvp-comment-211-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-211-2
Mit gewaltigem Sprunge setze ich von oben auf ihn nieder die schwer auf ihn fallende Spitze des Fufses, die ihn um so sicherer zum Falle bringt, als den Weitausholenden die
Fülse leicht ausgleiten.
ποδὸς ἀκμάν wie
Pers. 1061
πέπλον δ᾽ ἔρεικε κολπίαν ἀκμῇ χερῶν
(mit den Fingerspitzen),
Soph. Oed. T. 1243
κόμην σπῶσ᾽ ἀμφιδεξίοις ἀκ μαῖς. σφαλερὰ (γάρ ἐστι τανυδρόμοις καλα
steht als Zwischensatz und als Begründung zu
δύσ φορον ἄταν (schwer zu tragendes Unheil), welches Apposition zu
βαρυπεσῆ ποδὸς ἀκμάν ist.
δρόμοις, weil sie mir entrinnen wollen.
τανυ
mvp-comment-212-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-212-2
Er stürzt ohne sich dessen zu versehen infolge verderblichen Wahnsinns; so
grofs ist die Dunkelheit, welche mit der Befleckung auf dem Manne gelagert ist, wie auf seinem Hause schwarze Finsternis ruht, welche die vielen Klagen des Volkes auf dasselbe werfen.
τοῖον κνέφας steht prädikativ zu dem Subjekt
μύσος.
—
ἐπιπεπότα ται ebenso
Pers. 672
Στυγία γάρ τις ἐπ᾽ ἀχλὺς πεπόταται. Ζη δνοφερὰν αὐδᾶται
(med.)
πολύστονος φάτις vgl.
Ag. 463
,
Cho. 51
δνόφοι καλύ πτουσι δόμους
.
mvp-comment-213-1
Wecklein 1888, p. 279
mvp-comment-213-2
μένει γάρ wie
Ag. 1562
. Der Gesamtchor fafst das von den einzelnen Reihen Vorgetragene zusammen.
εὐμήχανοι τε καὶ τέλειοι (
οὖσαι), d. i. die wir (die uns zufallende Rache) vollbringen und dazu viele Mittel und Wege haben.
τε vor
μνήμονες braucht nicht als lange Silbe betrachtet zu werden, zu
Ag. 980
.
μνήμονες wie
Prom. 532
Μοϊραι τρίμορφοι μνή
-
μονές
τ'
Ερινύες.
σεμναί, unnahbar.
ἄτιμ᾽ ἀτίετα
κτέ, das Amt, dessen wir walten, ist nicht geehrt, nicht geachtet, insofern wir fern von den Göttern in sonnenlosem Moder unsere Stelle haben.
διέπομεν wie 932.
διχοστα τοῦντα, vgl. 350.
ἀνηλίω λάπα das gleiche wie
ζόφω ευρώεντι Hymn. auf Demeter 482.
λάχη δυσοδοπαίπαλα
κτἑ., Schol.
δυσπαράβατα καὶ τραχέα ζῶσι καὶ τεθνηκόσιν. Schwer wandeln den rauhen Pfad zu mir Lebende wie Tote. Vgl.
Hom.
ω 10
ευρώεντα κέλευθα,
Verg. Aen. VI 462
per loca senta situ noctemque profundam.
Also,,ich habe meinen Wohnsitz fern von den Göttern an dunkler, unzugänglicher Stätte". Indes ist
δυσοδοπαίπαλα wegen mangelhafter Responsion mit
καίπερ ὑπὸ χθόνα (398) zu beanstanden. Heimsöth vermutet
δυσποροπαίπαλα, Weil
δυσποδοπαίπαλα, Oberdick
δύσβατα,
παίπαλα, Davies
δυσβατοπαίπαλα.
δερκομένοισι καὶ δυσομμάτοις wie
ἀλαοῖσι καὶ δεδορκόσιν 323.
mvp-comment-214-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-214-2
Schol.
τὸν ὑπὸ Μοιρῶν καὶ θεῶν τετελεσμένον. Die Mören haben die Satzungen der Erinyen festgesetzt, das junge Göttergeschlecht hat sie bestätigt.
mvp-comment-215-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-215-2
καίπερ τάξιν ἔχουσα ὑπὸ χθόνα καὶ δυσήλιον κνέφας. Vgl. zu
Cho. 990
.
mvp-comment-216-1
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-216-2
drittes Epeisodion. Athena erscheint und nachdem sie sich von der Chorführerin und Orestes den Sachverhalt hat darlegen lassen (gleichsam die
ανάκρισις oder
προδικασία), entschliefst sie sich den Fall durch einen neuen Gerichtshof entscheiden zu lassen. Nach 407 könnte man glauben,
dafs Athena wie im Aias des Sophokles auf dem
θεολογεῖον auftrete. Da sie aber am Schlusse dieser Scene abgeht, um sich in die Stadt zu begeben, und später (569) auf der gewöhnlichen Bühne auftritt (vgl. 738), so
mufs man annehmen, dafs sie auch hier auf dem
λογεῖον, nicht in der Höhe
erscheint. Sie kommt von der linken Seite.
mvp-comment-216-3
11
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12
mvp-comment-217-2
Wecklein 1888, p. 280
mvp-comment-217-3
ἀπὸ Σκαμάνδρου wie
πρό σωθεν (fern am Skamander): vgl. zu
Ag. 543
.
καταφθατουμένη:
κατακτωμένη·
κυρίως δὲ τὸ ἐκ προκαταλήψεως Hesych. Vgl.
φθ (
ο)
α-
τήσει:
φθάσει κτήσασθαι ebd. Das Wort kommt nur an unserer Stelle vor, wo die Erklärung
κατακτωμένη dem Sinne gut entspricht. Die Ableitung von
φθάνω scheint unrichtig. Gemeint ist das Gebiet von Sigeion, wo Athena einen Tempel hatte (
Herod. V 95
). Nach der Darstellung des
Aschylos wurde das Land schon im trojanischen Kriege den Söhnen des Theseus (und der Athena) zugesprochen. Es verhält sich mit diesem uralten Besitztitel ähnlich wie mit dem aus Homer abgeleiteten Anspruch auf Salamis. Als gegen Ende des siebenten Jahrh. v. Chr. attische Kolonisten unter Anführung des Olympioniken Phrynon sich in Sigeion festgesetzt hatten und die Mytilenäer Sigeion als ihr Eigentum zurückforderten, machten ihnen die Athener gegenüber geltend,
dafs ihnen und allen Hellenen, welche Menelaos in der Ahndung des Raubes der Helena unterstützt hätten,
ebenso viel Recht auf das Gebiet von Troas zukomme wie den Äoliern (
Herod. V 94
). Ein Zweikampf des Pittakos und des Phrynon sollte den Streit entscheiden. Phrynon unterlag. Als der Krieg trotzdem fortdauerte, wurde Periander von Korinth von beiden Parteien zum Schiedsrichter
erwählt. Dieser entschied, beide Teile sollten das Land behalten, das sie besäfsen. So kamen die Athener in den vollen Besitz des
Landes (
Herod. V 95
,
Strabon
XIIIp. 600
,
Diog. L. I 74
) und die Meinung des Schol., dafs Äschylos mit unserer Stelle die Athener aufreize, wieder auf Sigeion Anspruch zu machen, scheint unbegründet.
mvp-comment-218-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-218-2
δῆτα, eben.
᾿Αχαιῶν: mit diesem Worte sind hinreichend die Teilnehmer des trojanischen Krieges angezeigt.
mvp-comment-219-1
13
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Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-219-3
αυτόπρεμνον, αὐτόρριζον (samt der Wurzel, mit Grund und Boden).
Soph. Ant. 713
αὐτόπρεμν ἀπόλλυται
und zu
Ag. 142
.
mvp-comment-220-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-220-2
Θησέως τόκοις, Akamas und Demophon. Erst das nachhomerische Epos, so die
Ιλιὰς μικρά des Lesches (
Paus. X 25, 8
), kennt diese als Teilnehmer des trojanischen Krieges.
mvp-comment-221-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-221-2
διώκουσα (rasch bewegend)
πόδα wie
Sept. 358
διώκων πομπίμους χνόας ποδῶν
,
Eur. Or. 1344
ἰδού, διώκω τὸν ἐμὸν εἰς δόμους πόδα. ἄτρυτον
erinnert an den Beinamen der Athene
Ἀτρυτώνη.
mvp-comment-222-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-222-2
τόνδε ὄχον, dieses Fahrzeug eigener Art, mit Bezug
auf die Agis. Die Ägis hat mich durch die Luft getragen so rasch wie ein Wagen, dem kräftige Rosse vorgespannt sind.
Hom. B 447
Ἀθήνη αἰγίδ᾽ ἔχουσ᾽ ἐρίτιμον,
ἀγήραον ἀθανάτην σὺν τῇ παιφάσσουσα διέσσυτο λαὸν Ἀχαιῶν.
τε ..
mvp-comment-222-3
14
mvp-comment-223-1
Wecklein 1888, p. 281
mvp-comment-223-2
ὁμιλίαν χθονός wie 714, 1031 (Besuch, Genossenschaft des Landes), vgl.
ὁμιλεῖν
χώρα 723.
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mvp-comment-224-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-224-3
ὑμᾶς mit wechselnder Konstruktion von
λέγω: und euch meine ich".
Sept. 216
ἀνδρῶν τάδ' ἐστί, σφάγια και χρηστήρια θεοῖσιν ἔρδειν, πολεμίων πειρωμένοις
(als ob
ἀνδράσι προσήκει vorherginge).
σπαρτών, Gezeugter.
mvp-comment-224-4
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Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-225-2
οὔτε
..
οὔτ᾽ οὖν wie
εἴτε
. . εἴτ᾿
οὖν, zu
Cho. 679
.
mvp-comment-226-1
17
mvp-comment-226-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-226-3
Den Nächsten (
ὁ πέλας wie
Eur. Med. 86
,
Thuk. I 32
, gewöhnlich
οἱ πέλας) tadeln, weil er mifsgestaltet ist, geziemt sich nicht.
πρόσω δικαίων ἐστί, vgl.
πρόσω πατρός Eur.
Hek, 1158.
mvp-comment-227-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-227-2
Zu 69. graves filiae.
αἰανῆ τέκνα,
mvp-comment-227-3
18
mvp-comment-228-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-228-2
Ἀραί, Dirae, vgl.
Sept. 70
᾿Αρά τ' Ερινὺς πατρὸς ἡ μεγασθενής. γῆς ὑπαί
: zu
Ag. 1276
.
mvp-comment-229-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-229-2
κληδόνας ἐπωνύμους,
τὰ ἐπώνυμα οἷς καλεῖσθε Schol.
mvp-comment-230-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-230-2
πεύσῃ τάχα (,,allsogleich") wie 457,
Soph. El. 35
, wo die Angabe unmittelbar folgt.
mvp-comment-231-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-231-2
Vgl. 301.
μηδαμοῦ gehört zu dem
Infn.
χαίρειν. Schol.
ἐν τῷ Αιδῃ.
mvp-comment-232-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-232-2
ἐπιρροιζεῖς, Schol.
ἐπι βοᾷς, du gebietest mit
kreischender Stimme.
mvp-comment-232-3
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mvp-comment-233-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-233-2
ἠξιώσατο, er hat es für sich als recht erachtet, er hat es über sich gebracht.
mvp-comment-234-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-234-2
ἄλλης ἀνάγκης κότον, ohne von anderer Seite kommenden Zwang, der ihn mit Groll bedrohte, zu
fürchten ? Über
ἄλλης
Krüger I § 50, 4, 11
οἱ ἄλλοι ξένοι, die anderen, nämlich die Fremden).
mvp-comment-235-1
20
mvp-comment-235-2
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-235-3
ποῦ γὰρ ..
κέντρον ὡς (
ὥστε), nein, denn wo gäbe es einen so mächtigen Stachel,
dafs er antriebe u. s. w. Damit setzt sie sich über die intellektuelle Urheberschaft des Apollon hinweg.
mvp-comment-236-1
Wecklein 1888, p. 282
mvp-comment-236-2
D. h. ich kann in betreff der Schuld dir nicht ohne weiteres beistimmen; ich
mufs erst den anderen Teil hören. Der
Schol.
:
μηδὲ δίκην δικάσῃς, πρὶν ἂν ἀμφοῖν μύθον ἀκούσῃς
.
ἥμισυς λόγου wie
ὁ ὕστατος τοῦ χρόνου
Ag. 1299
.
mvp-comment-237-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-237-2
Weder wird er den ihm zugeschobenen Eid annehmen, da der Thatbestand feststeht, noch fällt es ihm ein, uns den Eid zuzuschieben.
Schol.
:
οὕτως, φησί, φανερόν ἐστιν τὸ κατ᾽ αὐτὸν ὡς μήτε αὐτὸν δύνασθαι ὀμόσαι ὅτι οὐκ ἔστι τοιοῦτος μήτε θέλειν ὅρκον ἡμᾶς αὐτῆσαι, εἰ δικαίως αὐτὸν κολάζομεν
. Man hat also nicht an die
διωμοσία, an die Vereidigung der beiden Parteien am Anfang der
ανάκρισις (
Lys. X § 11
ὁ μὲν διώκων ὡς ἔκτεινε διόμνυται ὁ δὲ φεύγων ὡς οὐκ ἔκτεινε
), sondern an die
πρόκλησις εἰς ὅρκον zu denken. Vgl.
Demosth. 39, 4
δίδωσι τὸν ὅρκον· ἡ δὲ δεξαμένη οὐ μόνον . . κατωμόσατο κτἑ.
Allerdings wird
ὅρκον δοῦναι καὶ δέξασθαι auch von gegenseitiger eidlicher Verpflichtung gesagt wie
Herod. VI 23
ὅρκον δοὺς καὶ δεξάμενος
, aber von einer solchen Verpflichtung kann hier nicht die Rede sein.
mvp-comment-238-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-238-2
ἢ (
δικαίως oder
δίκαια)
πρᾶξαι. „Dir ist es nur um das formale Recht zu thun, welches du auf deiner Seite hast, nicht um volle sachliche Gerechtigkeit." Die Erinyen als titanische Naturmächte kümmern sich blofs um die That, nicht um die Beweggründe der That.
mvp-comment-239-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-239-2
τῶν σοφῶν (Neutrum)
οὐ πένῃ, als Göttin der Weisheit.
mvp-comment-240-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-240-2
Dadurch dafs die Eide wegen des Thatbestandes nicht geleistet werden können, soll das Unrecht nicht siegen. Denn es kann sich nicht blofs um den Thatbestand, sondern auch darum handeln, ob ein
δίκαιος φόνος vorliegt oder nicht.
mvp-comment-241-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-241-2
εὐθεῖαν δίκην d. i.
εὐθυδι κίαν: εὐθυδικίαν (
εὐθυδικία)
εἰσιέra wurde von dem Beklagten gesagt, wenn er ohne Einrede gegen die Einführung der Klage (durch
διαμαρτυρία oder
παραγραφή) sich ohne weiteres auf den Prozefs einliefs. Vgl. Meier und Schömann att. Proc. S. 649. Hier sagt die
Erinye:,,Gut, so schreite zum Verhör und entscheide in direkter Verhandlung ohne Rücksicht auf Einreden."
mvp-comment-242-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-242-2
,,Wollt ihr wirklich mir die Entscheidung eurer Anklage
anheimstellen ? ἐπ' ἐμοὶ τρέποιτε,
ἐπιτρέποιτε ἐμοί. Vgl.
Soph. Ant. 1107
δρᾶ νυν τάδ᾽ ἐλθὼν μηδ᾽ ἐπ᾿ ἄλλοισιν τρέπε
.
mvp-comment-243-1
21
mvp-comment-243-2
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-243-3
σέβουσαι ἀξίαν ἐπάξια, wir verehren ja die würdige nach Verdienst. Vgl.
Ag. 1528
,
Plaut. Poen. V 4, 100
eveniunt digna dignis
.
Uber
επάξια vgl.
Krüger I § 46,
6, 4
.
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22
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Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-244-3
ψόγον,
ἔγκλημα Schol.
mvp-comment-245-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-245-2
βρέτας
. .
φυλάσσων wie 243.
mvp-comment-246-1
Wecklein 1888, p. 283
mvp-comment-246-2
ἐν τρόποις Ιξίονος: Schol.
ὃν τρόπον κἀκεῖνος προσεκάθητο
τῷ ναῷ τοῦ Διὸς
καθαρισθησόμε νος·
πρῶτος γὰρ
Ιξίων
φόνον ποιήσας ἐκαθαρίσθη ὑπὸ Διός. Vgl. 721. Ixion hatte zuerst durch die hinterlistige Ermordung seines Schwiegervaters Deioneus Blut eines Stammgenossen vergossen (
ἐμφύλιον αἷμα πρώτιστος οὐκ ἄτερ τέχνας ἐπέμιξε θνατοῖς
Pind. Pyth. II 32
) und wurde von Zeus gesühnt, als er sich als der erste
Schutzfehende (
προσίκτωρ) an ihn als
Ζεὺς ἱκέσιος wandte (vgl. Schol. zu
Pind. a. O. und zu Eur. Phoen. 1185
,
Diod. IV 69
). Die Sage von Ixion hat
Aschylos im
Ιξίων und in den
Περραιβίδες
behandelt
σεμνός
s. v. a. aidoios, dem Schonung und Erbarmen gebührt. Athena kennt das 237 ff. Gesagte nicht; sie hat in der Ferne nur den Ruf 288 f. gehört.
mvp-comment-246-3
23
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Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-247-2
Die Konstruktion
τούτοις πᾶσιν (auf alle diese Fragen)
ἀμείβου τι erklärt sich aus der
Bedeutung,,austauschen" (
Herod. VII 152
τὰ οἰκήια κακὰ ἀλλάξασθαι τοῖσι πλησίοισι
).
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Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-248-2
μέλημα, Anliegen, Bedenken (
φροντίδα 456).
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Wecklein 1888, p. 284
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παλαμναΐον, αὐτόχειρα,
φονέα. Zur Sache vgl.
Schol. 276
:
οἱ ἐναγεῖς οὔτε ἐν ἱερῷ προσήεσαν οὔτε προσέβλεπον οὐδὲ διελέγοντο τινι. καὶ παρ᾽ Εὐριπίδῃ τί σιγᾷς; μῶν φόνον τιν εἰργάσω;“
In den Mysern des Äschylos kommt Telephos als
παλαμναῖος ἄφωνος von Tegea nach Mysien. Vgl.
Eur. Iph. Τ. 951
und den Scherz des Komikers
Alexis frg. 178 K.
δειπνεῖ δ᾽ ἄφωνος Τήλεφος νεύων μόνον πρὸς τοὺς
ἐπερωτώντάς
τι.
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24
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25
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Wecklein 1888, p. 284
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παλαγμοῖς αἵματος wie frg. 340
πρὶν ἂν παλαγμοῖς αἵματος χοιροκτόνου αὐτός σε (wahrscheinlich ist Ixion angeredet)
χράνῃ Ζεὺς
και ταστάξας χεροίν.
νεόθηλος, gebildet wie
εὔθηλος, im Sinne von
νεογλαγής, recens lactatus.
βοτοῦ, eines Ferkels. Man schlachtete ein junges vom Euter weggenommenes Ferkel und liefs das Blut aus der Wunde am Halse auf die Hände des Mörders herabfliefsen. Vgl. Einl. S. 17 N. 2, oben 283
und aufser dem eben angeführten Fragmente
Apoll. Rh. IV 704
:
πρῶτα μὲν ἀτρέπτοιο λυτήριον ἥ γε φόνοιο τειναμένη καθύπερθε συὸς τέκος, ἧς ἔτι μαζοὶ πλήμμυρον λοχίης ἐκ νηδύος, αἵματι χεῖρας τέγγεν, ἐπιτμήγουσα δέρην
.
- Da
παλαγμοὺς αἵματος καθαρσίου die nähere Ausführung zu
καθαιμάξωσι ist, so scheint ursprünglich die Stellung folgende gewesen zu sein:
ἔστ᾽ ἂν καθαιμάξωσι νεοθήλου βοτοῦ
σφαγαί
παλαγμοῖς αἵματος καθαρσίου.
Ubrigens ist
νεοθήλου dreisilbig zu lesen (zu
Ag. 1162
). Denn Äschylos bildet nirgends die Arsis des vierten und den fünften Fufs zusammen aus einem Worte von der Messung eines ionicus a min. (
Suppl. 336
ist
νεοδρέπτους gleichfalls dreisilbig, frg. 305 D.
διαπάλλει in
διαπαλεῖ zu verbessern, frg. 320
παρπαίων für
παραπαίων zu schreiben.)
mvp-comment-251-1
Wecklein 1888, p. 284
mvp-comment-251-2
Das Asyndeton, weil dieses gleichsam der Nachsatz zu dem Vor- hergehenden
ist:,,gut, wir sind längst u. s.
w. ,,An anderen Häusern sowohl mit Ferkelblut als mit fliefsendem Wasser." Aber die Trennung von
οἴκοισι und
βοτοῖσι ist unnatürlich. Vielleicht hat es ursprünglich
πρὸς ἄλλων ταῦτ᾽ ἀφιε ρώμεθα |
χοιροκτόνοις δρόσοισι καὶ
φυτοῖς
πόροις
geheilsen. Vgl. zu 238 f.
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26
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-252-2
ταύτην,
τὴν τοῦ μύσους Schol.
mvp-comment-253-1
Wecklein 1888, p. 285
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τάχα: zu 422.
mvp-comment-254-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-254-2
ἱστορεῖς,
οἶσθα, wie
Ag.681
,
Pers. 457
κακῶς τὸ μέλλον ἱστορῶν
.
mvp-comment-255-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-255-2
Τροίαν kann nicht richtig überliefert sein, da
Ιλίου πόλιν folgt. Meineke vermutet dafür
πρώην oder
πρῴαν, Dindorf
πρόσθεν.
ἄπολιν πόλιν: zu
Ag. 1137
. Der Schol. bemerkt:
διὰ τούτων φιλοποιεῖται τὴν θεόν.
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27
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-256-2
ποικίλοις (bunt), vgl.
τοῦ ποικίλματος
Cho. 1011
.
ἀγρεύ μασιν:
Cho. 490
f.
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-257-2
,,Das Gewand legte Zeugnis ab von dem Mord im Bade", weil es mit Blut gefärbt war.
Cho. 1008
.
mvp-comment-258-1
Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-258-2
ἀντικτόνοις
. .
πατρός: vgl.
Soph. El. 246
αντιφόνους δίκας und zu
Ag. 17
.
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28
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-259-3
κοινῇ μεταίτιος ähnlich wie
Prom. 325
μεθάρμοσαι νέους τρόπους
,
Hom.
Ξ 53
οὐδέ κεν ἄλλως Ζεὺς ..
παρατεκτήναιτο,
Eur. Iph. A. 343
μεταβαλὼν ἄλλους τρόπους.
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-260-3
Cho. 270 ff.
wie 136. Vgl. Enn. Eum. frg. II nisi patrem materno sanguine exanclando ulciscerem.
ἀντίκεντρα
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30
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-261-2
δικαίως:
έρξα ergänzt sich aus dem vorhergehenden
ἔρξαιμι.
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Wecklein 1888, p. 285
mvp-comment-262-2
Wie ich auch immer durch dich
fabre, ich werde damit zufrieden sein. Vgl.
Soph. Ant. 634
ἢ σοὶ μὲν ἡμεῖς πανταχῇ δρῶντες φίλοι
;
Ai. 1369
ὡς ἂν ποήσῃς,
πανταχῇ χρηστός γ᾽ ἔσῃ,
Herod. IX 27
πάντῃ γὰρ τεταγμένοι πειρησόμεθα εἶναι χρηστοί
.
ἐν σοί: zu Cho.
το 769. Der Gedanke kehrt öfter wieder, z. B. Lykurg. g. Leokr. § 12
τὸ ἐν
Ἀρείω
πάγῳ συνέδριον,
σοῦτον διαφέρει τῶν ἄλλων δικαστηρίων,
ὥστε καὶ
παρ᾽
αὐτοῖς ὁμολογεῖσθαι τοῖς ἁλισκομένοις δικαίαν ποιεῖσθαι τὴν κρίσιν.
mvp-comment-263-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-263-2
‚Wenn man glaubt, daſs diesen Fall zu entscheiden zu schwierig für Sterbliche sei, so steht es wahrhaftig auch mir (der Göttin) nicht zu" u. s. w.
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31
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-264-2
ὀξυμηνίτους δίκας, einen Rechtsstreit, in welchem sich die Gegner mit grimmigem Hasse (unversöhnlich) gegenüberstehen
(nicht ἐφ' αἷς ταχέως μηνίσουσιν Ερινύες nach der Erklärung des Schol.). Es bezeichnet
ὀξυμηνίτους den Gegensatz der
αἴδεσις (478), wie auf dem Areopag der Stein, auf welchem der Ankläger des Mörders stand,
λίθος ἀναιδείας hiefs. In dem betonten
φόνου liegt der Grund: mit Blutsachen kann sich die Göttin nicht befassen. Vgl.
Eur. Iph.T.381ff.
, 1207.
mvp-comment-265-1
32
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Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-265-3
Die selbständige Wendung nach
ἄλλως τε καὶ wie
Pers. 691
ἄλλως τε πάντως χοἱ κατὰ χθονὸς θεοὶ λαβεῖν ἀμείνους εἰσὶν ἢ μεθιέναι
,
Lys. 7, 6
πῶς ἂν δικαίως ὑπὲρ τῶν τῇ πόλει γεγενημένων συμφορῶν ἐγὼ νυνὶ δίκην διδοίην;
ἄλλως τε καὶ τοῦτο τὸ χωρίον ἄπρατον ἦν.
σὺ μὲν: dem entspricht
αὗται δὲ 479, denn der Gedanke ist:
Die Entscheidung zu Gunsten der einen oder anderen Partei ist um so schwieriger als einerseits du als gesühnter Schutzflehender zu meinem Tempel gekommen bist und, von mir nicht abgewiesen, ohne Anstofs mit der Bürgerschaft verkehren kannst, andrerseits die Erinyen nicht leicht abzuweisen sind und ihr Groll zu fürchten ist, wenn sie unterliegen."
κατηρτυκώς: Schol.
τέλειος τὴν
ἡλικίαν·
τοῦτο δὲ ἀπὸ τῶν ζῴων, genauer Hesych.
τέλειος·
κυρίως δὲ ἐπὶ τῶν ἀλόγων ζώων,
ὅταν ἐκβάλῃ πάντας τοὺς ὀδόντας, vgl.
Bekk. Anecd. p. 105, 25
κατηρτυκέναι ἐλέ γοντο οἱ μηκέτι βόλον (das Zahnschichten)
ἔχοντες ἵπποι.
Εὐριπίδης Alólo, also,,ausgewachsen“, hier ,,fertig mit der Sühnung, vollständig gereinigt". Vgl. auch
Eur. frg. 818
εἰ μὲν τόδ᾽ ἦμαρ πρῶτον ἦν κακουμένῳ καὶ μὴ μακρὰν δὴ διὰ πόνων ἐναυστόλουν, εἰκὸς σφαδάζειν ἦν ἂν
..
νῦν δ᾽ ἀμβλύς εἰμι καὶ κατηρτυκὼς κακῶν.
αν
mvp-comment-266-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-266-2
Für
ἱκέτης ist wohl, wie Meineke verlangt,
ἵκτης zu schreiben, damit zwei Auflösungen vermieden werden.
mvp-comment-267-1
33
mvp-comment-267-2
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-267-3
ὁμῶς bezieht sich auf die Hauptsache, welche in
ἄμομφον ὄντα liegt: in gleicher Weise kann, wenn ich mich deiner erbarme, die Gemeinde mit dir verkehren, ohne dafs du ihr Anstofs giebst. Vgl.
Suppl. 649
αἰδοῦνται δ᾽ ἱκέτας Διός
,
Hesych.
:
αιδέσασθαι· τὸν ἔνοχον ὄντα φόνῳ ἀκουσίῳ καὶ πεφυγαδευμένον ἐφ᾽ ὡρισμένῳ χρόνῳ, τού του τετελευτηκότος, ἐξιλᾶσθαι, ὡς εἰληφότα ἤδη τιμωρίαν
und zu
Eur. Iph. Τ. 949
.
mvp-comment-268-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-268-2
ἔχουσι μοῖραν οὐκ
εὐπέμπε λον, diesen gebührt die Rücksicht,
dafs sie nicht leichthin weggewiesen werden.
mvp-comment-269-1
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-269-2
τυχοῦσαι, als ob folgte
μηνίσειαν ἄν.
Ζη 95.
πράγματος νικηφόρου:
Soph. Trach. 186
σὺν κράτει νικηφόρῳ
.
mvp-comment-270-1
34
mvp-comment-270-2
Wecklein 1888, p. 286
mvp-comment-270-3
ιος .. πεσών, der giftige Schaum, der infolge ihres grimmigen Schnaubens zu Boden fällt. Vgl. 785 f.
--
αἰανής (gravis)
νόσος wie 943.
mvp-comment-271-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-271-2
ἀμφότερα wie 800
μαρτύ ρια,
Suppl. 393
ἐγγύτατα
. Vgl. zu 488.
mvp-comment-272-1
35
mvp-comment-272-2
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-272-3
δυσπόνητ': solcher Verse, die durch den Mangel der gewöhnlichen Cäsur in zwei Hälften zerfallen, giebt es wenige bei
Aschylos, die meisten, nämlich sieben, in den Persern. Doch ist hier die Lesart unsicher. Vgl.
Anbang.
δυσπόνητα
(ἐστὶν
ἀμηνίτως, es schwer ohne
dafs ich Groll ernte zu bewerkstelligen.
mvp-comment-272-4
36
mvp-comment-273-1
37
mvp-comment-273-2
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-273-3
φανῶ wie
Hom.
Ο 26
εἰς ὅ κέ τοι φήνωσι θεοὶ κυδρὴν παράκοιτιν. Vgl.
εὐτρεπίσαι in dem zu 492 angef. Scholion.
ὁρκίων wie Ag. 1432
ὁρκίων ἐμῶν θέμιν.
αἰδουμένους wie 713
αἰδουμένους τὸν ὅρκον. Ich werde Richter bescheren, welche die Schwursatzung achten, die ich für alle Zeit geben werde.
mvp-comment-274-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-274-2
μαρτύρια: der Tribrachys des dritten Fufses besteht manchmal aus den letzten Silben eines mehrsilbigen Wortes, nie aus einem einzigen dreisilbigen Worte.
mvp-comment-275-1
38
mvp-comment-275-2
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-275-3
καλεῖσθε (wie
Pers. 690
ψυχαγωγοῖς ὀρθιάζοντες γόοις οἰκτρῶς καλεῖσθέ με
), weil
μαρτύρια s.
V. a.
μάρτυρας. Dieses hat vornehmlich Bezug auf Apollon.
ἀρωγὰ ὁρκώματα, eidlichen Beistand für die Sache, was besonders von den
μαρτύρια, den eidlichen Zeugenaussagen, gilt.
ὅρκωμα kommt noch 771, sonst nirgends vor und bedeutet ungefähr s. v. a.
πίστωμα (vgl. 214), da
ὁρκοῦν und
πιστοῦν sich nahe stehen.
--xxx
πε-
mvp-comment-276-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-276-2
βέλτατα: dieselbe Form
Suppl. 1065
.
Ζυ ἀστῶν τὰ βέλτατα vgl.
Pers. 1
τάδε
,
Kallim. Hymn.
I 70
είλεο δ᾽ αἰζηῶν ὅ τι φέρτατον.
μηδὲν ὅρκων περῶντας (übertreten, verletzen), wie frg. 283
τῷ περῶντι τὴν θέμιν.
ρῶντας, als ob
τοὺς βελτάτους vorherginge.
ἄξω διαιρεῖν wie 633
ἐφήμενοι
διαιρείν,
Eur. Ion 1559
ἡμᾶς δὲ πέμπει τοὺς λόγους ὑμῖν φράσαι
.
Krüger I
$ 55, 3, 20
. Damit tritt Athena rechts ab, um in die Stadt zu gehen.
Schol.
:
ἡ μὲν ᾿Αθηνᾶ ἀπῆλθεν εὐτρεπίσαι δικα στάς, ὁ δὲ Ὀρέστης ἱκετεύων μένει, αἱ δὲ Ἐρινύες φρουροῦσιν αὐτόν. μέλος δὲ οἰκεῖον ᾄδουσι τῇ ἑαυτῶν προαιρέσει
.
mvp-comment-276-3
39
mvp-comment-277-1
Wecklein 1888, p. 287
mvp-comment-277-2
zweites Stasimon: Der Umsturz der alten Satzungen durch den Sieg des Muttermörders müfste schreckliche Zügellosigkeit und sittliche Verwilderung zur Folge haben, da man für Mord und blu- tige Mifshandlungen keinen Rächer mehr zu fürchten hätte. Furcht mufs herrschen; ohne Furcht kann kein Recht bestehen. Keine Gewaltherrschaft, aber auch keine Gesetzlosigkeit! Das Richtige liegt in der Mitte. Diese rechte Mitte hängt zusammen mit Gesundheit des Geistes, während Gottlosigkeit des Sinnes Übermut und damit Zuchtlosigkeit oder Gewaltherrschaft erzeugt (
ὕβρις φυτεύει τύραννον
Soph. Oed. T.873
). Drum übe man Recht, ehre die Eltern und achte das Gastrecht. Wem diese Rechtlichkeit aus innerer Überzeugung hervorgeht, der wird nicht unbeglückt sein; jedenfalls wird er nie ganz zu Grunde gehen. Für den Frevler aber wird über kurz oder lang die Stunde der Demütigung kommen; dann wird niemand sein Flehen erhören; die Gottheit wird sich vielmehr seines Untergangs freuen und sein früherer Glanz wird für alle Zeit verschollen und vergessen sein.
mvp-comment-278-1
40
mvp-comment-278-2
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-278-3
καταστροφαὶ νέων θεσμίων, Umsturz der ausgeht von neuen Satzungen. Meineke vermutet
με ταστροφαί, Wechsel zu neuen Satzungen, wodurch die alten abgeschafft werden.
δίκα τε καὶ βλάβα d. h.
δίκη, die nicht
δίκη, sondern
βλάβη (Schädigung, Missethat) ist.
mvp-comment-279-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-279-2
Alle Welt wird dieses Ereignis meiner Niederlage in leichter Weise an einander bringen
d. h. die Menschen werden es nicht schwer nehmen und sich kein Gewissen daraus machen, auf einander loszugehen. Vgl. Platon Staat p. 391
Ε μὴ ἡμῖν πολλὴν εὐχέρειαν ἐντίκτωσι τοῖς νέοις πονηρίας.
mvp-comment-280-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-280-2
D. i. nach meiner Niederlage dürfen sich für die Zukunft Eltern gefafst machen auf viele handgreifliche Miſshandlungen von Seite der Kinder.
ἔτυμα
d.i. Wunden nicht im uneigentlichen, sondern im eigentlichen
Sinne.- δότρωτα πάθεα wie
θηλυκτόνῳ
Ἀρει
Prom. 886
φόνον δημόλευστον
Soph. Ant. 36
.
-
παι
mvp-comment-281-1
41
mvp-comment-281-2
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-281-3
βροτοσκόπους: bisher achteten sie auf die Schuld der Menschen. -
μαινάδας, die Erinyen.
ἔπεισι κότος τις τῶνδ᾽ ἐργμάτων (nämlich
παιδοτρώτων παθέων).
mvp-comment-282-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-282-2
Jede Todesart (jeden Mord) werde ich hingehen lassen.
mvp-comment-283-1
Wecklein 1888, p. 288
mvp-comment-283-2
Der eine wird da, der andere dort unter lauten Klagen über die von anderen erlittenen Unbilden Aufhören und Abnahme seiner Mühsale erkunden; aber nur mit unwirksamen Heilmitteln kann er, der arme, nichtig trösten.
Zu tov
πέλας κακά vgl.
Krüger I § 47, 5, 1
. I
τλάμων, der um Rat gefragte, der selbst von anderen zu leiden hat. Vgl. zu
Ag. 71
.
mvp-comment-284-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-284-2
Zu
Ag. 1333
.
mvp-comment-285-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-285-2
Es könnte
ταῦτα γάρ heissen.
ταῦτα ist von (
οἶκτον)
οἰκτί σαιτο abhängig.
νεοπαθής ist dreisilbig zu lesen: zu 453 und
Ag. 1162
.
mvp-comment-286-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-286-2
πίτνει δόμος δίκας:
Cho. 643
δίκας ἐρείδεται πυθμήν
und oben zu 163.
mvp-comment-287-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-287-2
Gar manchmal ist die Furcht wohlgethan.
Cho. 337
τί τῶνδ᾽ εὖς
mvp-comment-288-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-288-2
φρενῶν ἐπίσκοπον, über den Sinn wachend (die Furcht mufs als Wächterin der Seele niedergesetzt bleiben).
mvp-comment-289-1
42
mvp-comment-289-2
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-289-3
conducit rebus angustis coactum sapere (Hermann).
Ag.190
καὶ παρ᾽ ἄκοντας ἦλθε σωφρονεῖν.
mvp-comment-290-1
43
mvp-comment-290-2
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-290-3
Vgl. 702
τίς γὰρ δεδοικὼς μηδὲν ἔνδικος βροτῶν;
mvp-comment-291-1
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-291-2
ἢ πόλις βροτός τε (d. i.
εἴτε πόλις εἴτε ἰδιώτης) für
ἢ πόλις ἢ βροτός oder
πόλις τε βροτός τε wie
Hom. Β 289
ὥστε γὰρ ἢ παῖδες νεαροὶ χῆραί τε γυναῖκες ἀλλήλοισιν ὀδύρονται.
mvp-comment-292-1
44
mvp-comment-292-2
Wecklein 1888, p. 289
mvp-comment-292-3
Vgl. 699 ff.
ἀνάρχετος für
ἄναρκτος wie
ἀπεύχετος für
ἄπευκτος,
πανάρκετος und
ἀμάχετος bei
Aschylos,
ἀγάμετος bei Sophokles.
mvp-comment-292-4
45
mvp-comment-293-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-293-2
μέσον, die Mitte zwischen zwei Extremen, das rechte Mafs (
μέτριον). Vgl. zu
Ag. 413
, Theogn. 335
μηδὲν ἄγαν σπεύδειν·
πάντων μέσ᾽ ἄριστα, Pind. Pyth.
ΧΙ 53
τῶν γὰρ ἂμ πόλιν εὑρίσκων τὰ μέσσα μάσσονι σὺν ὄλβῳ τεθαλότα
μέμφομ'
αἶσαν τυραννίδων,
Eur. Med. 125
τῶν γὰρ μετρίων πρῶτα μὲν εἰπεῖν τοὔνομα νικᾷ χρῆσθαί τε μακρῷ λῷστα βροτοῖσιν
.
—
ἄλλ᾽
ἄλλα
δ᾽ ἐφορεύει dient nur zur Hebung des Hauptgedankens wie 653
τὰ δ᾽ ἄλλα πάντ᾽ ἄνω τε καὶ κάτω στρέφων τίθησιν κτέ. Der Mitte verleiht Gott
gewifs immer den Vorzug, während er sonst das eine auf diese, das andere auf jene Weise ansieht, d. h. steht das günstige Urteil der Gottheit über irgend etwas fest, so ist dieses die rechte Mitte. Vgl. auch zu
Ag. 413
und über die Stellung von dé ebd. 744.
mvp-comment-294-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-294-2
In
Ubereinstimmung damit steht der Satz, den ich ausspreche.
mvp-comment-295-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-295-2
Der gleiche Gedanke wie
Ag. 755 ff.
τέκος
wie
τέκνον
Cho. 645
τεκνοῦσθαι, τίκτει
Ag.
751, 756.
mvp-comment-296-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-296-2
ἐς τὸ πᾶν:
καθολικῶς Schol. Über die Stellung von
d
έ zu
Ag. 1084
.
mvp-comment-297-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-297-2
βωμὸν Δίκας: zu 163.
mvp-comment-298-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-298-2
λὰξ ἀτίσῃς d. i.
λακτίσας ἀτιμάσης, vgl.
Ag. 394
λακτίσαντι μέ γαν Δίκας βωμόν
.
mvp-comment-299-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-299-2
Die Stunde der Entscheidung harrt.
mvp-comment-300-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-300-2
πρὸς
τάδε, proinde. Vgl.
Pers. 173
προς τάδ᾽ ὡς οὕτως ἐχόν των.
Häufiger steht in diesem Sinne
πρὸς ταῦτα. Die drei Hauptgebote der griechischen Moral
,,ehre die Götter, verletze nicht das Gastrecht, ehre die Eltern" werden auch
Suppl. 709 ff.
ans Herz gelegt, wo es zuletzt heifst:
τὸ γὰρ τεκόντων σέβας,
τρίτον τόδ᾽ ἐν θεσμίοις Δίκας γέγραπται μεγιστοτίμου. Vgl. oben zu 270 f.
mvp-comment-301-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-301-2
ξενοτίμους proleptisch wie
Soph. El. 242
γονέων ἐκτίμους
ἴσχουσα πτέρυγας
ὀξυτόνων γόων: man achte den Aufenthalt Fremder im Hause, indem man sie ehrt.
mvp-comment-301-3
46
mvp-comment-302-1
Wecklein 1888, p. 290
mvp-comment-302-2
Die
Form
αιδόμενος auch
Suppl. 367
.
τις wiederholt wie
Suppl. 58
εἰ δὲ κυρεῖ τις .. δοξάσει τις ἀκούειν. ἔστω
: zu
Cho. 136
.
mvp-comment-303-1
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-303-2
ἀνάγκας ἄτερ verstärkt
ἑκών wie in den Wendungen
κατ'
αἶσαν οὐδ᾽ ὑπὲρ αἶσαν,
ἑκόντα κοὐκ ἄκοντα,
βίᾳ τε κοὐχ ἑκών,
πρὸς χάριν τε κου βίᾳ,
γνῶτα κοὐκ ἄγνωτα,
πολλάκις τε κοὐχ ἅπαξ,
πάλαι
κοὐ
νεωστί,
βαιοῦ κοὐχὶ μυρίου χρόνου u. a. Der Dichter schliefst damit die Scheinheiligkeit aus.
Hor. epist. I 16
oderunt peccare boni virtutis amore.
mvp-comment-304-1
47
mvp-comment-304-2
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-304-3
τὸν ἀντίτολμον,
τὸν τὰ
ἐναν τία
τοῖς εἰρημένοις τολμῶντα. Im Folgenden ist an die Stelle des eigentlichen Ausdrucks ohne weiteres das Gleichnis gesetzt und deshalb auch das gesetzlose Handeln des Frevlers mit dem vom Schiffer entlehnten Ausdruck
ἄγοντα πολλὰ παντόφυρτα wie nachher (567) der Grund des Untergangs mit
ἕρμα δίκης bezeichnet:
,,von dem, der gegen diese Gebote (542 ff.) frevelt, behaupte ich, dafs er ein Schiffer, der vieles mit sich führt, was er widerrechtlich von allen Seiten zusammengerafft hat, mit der Zeit gezwungen die Segel streichen wird, wenn Sturmesnot erfafst die zerschellenden Segelstangen" d. h. ,,der Frevler, der rücksichtslos seine Begierde befriedigt, wird schon noch einmal durch Not gedemütigt werden."
βαρίβαν:
Bekk. Anekd. p. 84, 10
Σοφοκλῆς ἐν Ποιμέσι βαρίβαν λέγει τὸν ναύτην.
Βάρις (Schiff) kommt öfters in den Persern und Schutzfl. vor. Nach
Herod. II 96
ist das Wort ägyptisch, vgl.
Eur. Iph. A. 249
βαρβάρους βάριδας.
mvp-comment-305-1
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-305-2
παντόφυρτα: Schol.
πάντοθεν συνηγμένα. Diese Bedeutung erfordert jedenfalls der Sinn; wahrscheinlich ist deshalb, wie Meineke vermutet,
παντόσυρτα zu schreiben. Vgl.
Eur. frg. 423
κτᾶσθε πλοῦτον πάντοθεν θηρώμενοι σύμμικτα μὴ δίκαια καὶ δίκαι᾽ ὁμοῦ. καθή σειν,
die Segel einziehen und ins Schiff legen, vgl.
Hom.
ι 72
ἱστία δέ σφιν τριχθά τε καὶ τετραχθὰ διέσχισε ὃς ἀνέμοιο.
καὶ τὰ μὲν ἐς νῆας κάθεμεν δείσαντες ὄλεθρον. Schol.
ἀντὶ τοῦ ταπεινωθήσεται. Durch
θραυομένας wird
πόνος näher bestimmt.
mvp-comment-305-3
48
mvp-comment-306-1
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-306-2
Der Gedanke „und in seiner Bedrängnis findet der Gottlose kein Erbarmen bei der Gottheit" wird der vorhergehenden Allegorie entsprechend gegeben.
mvp-comment-307-1
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-307-2
γελᾷ
κτέ: so wird die Vorstellung vom Neide der Gottheit, welche sich über den Untergang hohen Glückes freut, umgedeutet.
θερμῷ (verwegen, frech) wie
Sept. 590
ξυνεισβὰς πλοῖον εὐσεβὴς ἀνὴρ ναύταισι θερμοῖς
.
mvp-comment-308-1
Wecklein 1888, p. 291
mvp-comment-308-2
αὐχοῦντα, der sich dessen nie versah. Vgl.
Eur. Herakl. 931
οὐ γάρ ποτ' ηὔχει χεῖρας ἕξεσθαι
λαπαδνός, σέθεν und
Ag. 511
.
ἀλαπαδνός.
οὐδ᾽ ἄκραν: wie er sich nicht über der Höhe der Wogen halten kann, sondern versinkt. Vgl.
Eur. frg. 232
οὐ γὰρ ὑπερθεῖν κύματος ἄκραν δυνάμεσθ' ἔτι γὰρ θάλλει πενία, κακὸν ἔχθιστον, φεύγει δ᾽ ὄλβος
, Theogn. 619
πόλλ᾽ ἐν ἀμηχανίῃσι κυλίνδομαι ἀχνύμενος
κηρ·
ἄκρην γὰρ πενίης οὐχ ὑπερεδράμομεν.
mvp-comment-308-3
49
mvp-comment-309-1
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-309-2
δι' αἰῶνος wie
Ag. 559
.
mvp-comment-310-1
50
mvp-comment-310-2
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-310-3
ἕρματι, Schol.
τῷ βράχει, verborgene Klippen und Sandbänke.
Ag. 994
.
mvp-comment-311-1
51
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Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-311-3
Vgl. das Homerische
οἴχετ' ἄιστος ἄπυστος.
mvp-comment-312-1
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-312-2
viertes Epeisodion: Vor dem neu eingesetzten Gerichtshof, dem Athena als
ἡγεμών und
εἰσαγωγεύς vorsteht (583), bringen die Erinyen ihre Anklage vor, Apollon legt Zeugnis ab und tritt den Erinyen als Vertreter der Sache des Orestes, die zugleich seine eigene ist, entgegen. Darauf fällen die Areopagiten das Urteil. Athena tritt rechts auf. Ein Herold und ein Trompetenbläser schreiten voraus, Bürger von Athen folgen ihr.
κήρυσσε scil.
σίγα (
Eur. Phoen. 1224
σίγα κηρύξαι στρατῷ
). Der
Schol.
:
ὅρα πῶς τὰ νέων ἔθη ἀναχρονίζει. ἃ γὰρ νῦν γίνε ται, ταῦτα τὴν ᾿Αθηνῶν εἰσήγαγε λέγουσαν. ἐχρῶντο γὰρ τῇ σάλ πιγγι ἀνείργειν τὸ πλῆθος θέλοντες
.
στρατόν: natürlich ist das Volk nur gedacht.
mvp-comment-313-1
52
mvp-comment-313-2
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-313-3
εἰς οὐρανόν, vgl.
Phot. p. 361, 12
:
οὐρανιζέτω, πρὸς τὸν οὐρανὸν διικνείσθω· Αἰσχύλος
,
Pers. 575
ἀμβόασον οὐράνι᾽ ἄχη
.
—
διάτορος von dem durchdringenden Tone der schmetternden Trompete.
Soph. Ai. 17
ὡς εὐμαθές σου .. φώνημ' ἀκούω καὶ ξυναρπάζω φρενὶ χαλκοστόμου κώδωνος ὡς Τυρσηνικῆς
. Die Tyrrhener galten als Erfinder der Trompete. Vgl. auch
Eur. Phoen. 1377
Τυρσηνικῆς σάλπιγγος
und dazu
Schol.
:
ἐπὶ τῶν ἑπτὰ ἐπὶ Θήβας οὔπω ἐχρῶντο τῇ σάλπιγγι οἱ Ελληνες, ἀλλ' οὐδ᾽ ἐπὶ τοῦ Τρωϊκού πολέμου. Ὅμηρος γοῦν αὐτὸς μὲν οἶδε τὴν σάλπιγγα (Σ
219),
οὐ ποιεῖ δὲ χρωμένους σάλπιγγι τοὺς ἥρωας κτέ.
mvp-comment-314-1
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-314-2
πληρουμένου ..
βουλευτηρίου, während das Richterkollegium sich sammelt und vollzählig wird. Vgl.
Aristoph. Ekkl. 83
πληρουμένης
.
τῆς ἐκκλησίας,
Eur.
Or. 884
ἐπεὶ δὲ πλήρης ἐγένετ᾽ Αργείων ὄχλος.
mvp-comment-315-1
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-315-2
αἰανή, διηνεκή Schol., verschieden von dem 419, 482 vorkommenden
αἰανής. Vgl.
αἰανῶς 675. Auch in einer Inschrift von Korkyra, welche Bruchstücke von Trimetern enthält (N. Rhein. Mus. Bd. 18, 1863 S. 554), findet sich
sis
τὸν αἰανῆ χρόνον.
mvp-comment-316-1
53
mvp-comment-316-2
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-316-3
τούσδε, die Areopagiten.
διαγνωσθῇ wie 712. Nach diesem Vers erwartet man einen Heroldsruf wie
σίγα πᾶς ἔστω λεώς (
Eur. Hek. 532
), einen Trompetenstofs, dann von Seite der Athena die Verkündigung des
θεσμός d. h. die Stiftung des Blutgerichts (vgl. 617) mit der Bestimmung, dafs es auf dem "
Ἄρειος πάγος seinen Sitz haben soll. Dieser Teil fehlt und dafür ist an ungeeigneter Stelle die Partie 684-713 mit dem einleitenden V. 681 interpoliert worden. Dem ursprünglichen
Deouós könnten sehr gut die V. 684 f. und 707-709 angehört haben.
mvp-comment-317-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-317-2
Apollon erscheint (von der linken Seite) und wird von den Erinyen (dem Koryphaios) mit heftigen Worten empfangen.
—
ὧν ἔχεις αὐτὸς (für dich allein,
ungestort von anderen)
κράτει
(mafse dir nicht Fremdes an), eine Mahnung ähnlich wie
τὰ σαυτοῦ πρᾶττε.
Theokr. XV 90
πασάμενος ἐπίτασσε,
Soph. Oed. K. 839
μὴ ἐπίτασσ᾽ μὴ κρατεῖς.
ΟΙ α
mvp-comment-317-3
54
mvp-comment-318-1
55
mvp-comment-318-2
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-318-3
καὶ μαρτυρήσων καὶ ξυνδικήσων (582).
mvp-comment-319-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-319-2
δόμων ἐμῶν ἐφέστιος d. i. er hat sich in den Schutz meines Tempels begeben.
mvp-comment-320-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-320-2
Schol.
σύνδικοι λέγονται οἷς ἴσον μέτεστιν ἐν τῇ δίκῃ τῆς αἰτίας. Daher
αὐτός.
Eur. El. 1266
Λοξίας γὰρ αἰτίαν εἰς
αὑτὸν
οἴσει,
μητέρος χρήσας φόνον.
mvp-comment-321-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-321-2
εἰσάγειν wird gesagt von dem Vorstand des Gerichtshofs, wenn er nach der
ἀνάκρισις (zu 400) die Sache den Richtern vorlegt.
Demosth. 21, 47
οἱ θεσμοθέ ται εἰσαγόντων (τὴν γραφὴν εἰς τὴν ἡλιαίαν. ὅπως
..
δίκην d. i. entscheide endgültig die Sache nach bestem Wissen. Vgl. 642.
mvp-comment-321-3
56
mvp-comment-322-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-322-2
ὑμῶν, zu den Erinyen.
ἐξ ἀρχῆς, vgl.
Lys. 12, 3
πειράσομαι ὑμᾶς ἐξ ἀρχῆς ὡς ἂν δύνωμαι
δι'
ἐλαχίστων διδάξαι.
mvp-comment-322-3
57
mvp-comment-323-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-323-2
Es sind unser zwar viele, aber jede wird sich kurz fassen." Daraus geht hervor, dafs die einzelnen Mitglieder des Chors sprechen, und so ergeben sich hier wie
Ag. 1347-70
zwölf Chorpersonen.
mvp-comment-324-1
Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-324-2
D. i.
ἀμείβου τιθεὶς ἐν μέρει ἔπος πρὸς ἔπος.
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58
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Wecklein 1888, p. 293
mvp-comment-325-3
D. i. mit diesem Zugeständ-
nis ist deine Sache schon fast verloren. Schol.
ἡ μεταφορὰ δέ ἐστιν ἀπὸ τῶν παλαιόντων,
οἳ ἐπὶ τοῖς τρισὶ πτώμασιν ὁρίζουσι τὴν ἧτταν. Vgl. zu
Ag. 181
,
Hom.
Ψ 733
και νύ κε τὸ τρίτον αὖτις ἀναΐξαντε πάλαιον κτέ,
Soph. frg. 678
τίν οὐ παλαίουσ᾽ ἐς τρὶς ἐκβάλλει θεῶν
;
Plat. Phaedr. p. 256
Β τῶν τριῶν παλαισμάτων τῶν ὡς ἀληθῶς Ὀλυμπιακῶν ἓν νενικήκασιν
,
Anthol.
ΙΙ 1, 11
ἀνστὰς δ᾽ ἐν μέσσοισιν ἀνέκραγεν·
οὐχὶ τρί᾽ ἐστίν·
ἓν κείμαι,
λοιπὸν τἄλλα μέ τις βαλέτω.
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59
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-326-3
οὐ κειμένῳ πω,
οὔπω κει μένῳ. Vgl.
Prom. 527
.
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60
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61
mvp-comment-327-3
Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-327-4
Der Text kann kaum in OrdMan erwartet
ξιφουλ nung sein.
κὸν χεῖρα πρὸς δέρῃ βαλών oder
ξιφουλκῷ προσβολή (Hinschlagen)
δέρην τεμών. Das letztere ist wahrscheinlicher.
mvp-comment-328-1
62
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63
mvp-comment-328-3
Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-328-4
δεῦρο αἰεί (huc usque) wie
Eur. Phoen. 1209
δεῦρ᾽ ἀεὶ γὰρ εὐτυχεῖς, Οr.
1663
δεῦρ᾽ ἀεὶ διήνυσε,
Med. 670
ἄπαις γὰρ δεῦρ᾽ ἀεὶ τείνεις βίον
,
Aristoph. Lys. 1135
δεῦρ᾽ ἀεὶ περαίνεται. τὴν τύχην
, dafs es so gekommen ist.
φομαι: zu 1020.
οὐ μέμ-
mvp-comment-329-1
64
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65
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Wecklein 1888, p. 294
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πέπισθι: diese Form findet sich nur hier. Vgl.
ἐπέπιθμεν,
οἶδα ἴσθι,
δέδοικα δέδιχθι.
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66
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-330-3
προσβολάς, Flecken von den
μιάσματα, die an sie hingekommen. Vgl.
Ag. 401
.
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67
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-331-3
Schol.
:
πανούργως φασί· μὴ ἡμᾶς δίδασκε, ἀλλὰ τοὺς δικαστάς
.
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68
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-332-3
In Agamemnon hat sie sowohl ihren Gatten als meinen Vater getätet (
ἐμὲ κἀκεῖνον ἠδίκησεν).
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69
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-333-3
Zum Lohn dafür hat sie, während du noch lebst, deine Schuld also noch nicht durch Tod gebüfst hast, durch ihr blutiges Ende ihre Schuld gesühnt.
σὺ μὲν ζῆς ist dem Gedanken nach untergeordnet.
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70
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-334-3
Wie ich, lebte auch sie einmal, war also auch ihre Schuld ungesühnt. Warum hast du es mit ihr nicht so gehalten wie mit mir? Dir verdankt man es nicht, dafs ihre Schuld gesühnt ist. Vgl. 219 ff.
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71
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-335-3
Vgl. 212.
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72
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Wecklein 1888, p. 294
mvp-comment-336-3
ἐντὸς ζώνης:
Cho.990
τέκνων ἤνεγχ᾽ ὑπὸ ζώνην βάρος
.
mvp-comment-337-1
73
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-337-3
ἐξηγοῦ κτέ. steht als Erläuterung zu
μαρτύρησον. Man darf also nicht mit O. Müller (Eumen. S.162.) aus
ἐξηγοῦ schliefsen, dafs der Dichter dem Apollon das Amt eines
ἐξηγητής (
τῶν πατρίων,
τῶν ἱερῶν καὶ ὁσίων) gegeben habe.
mvp-comment-338-1
74
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75
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-338-4
δοκῶ scil.
δρᾶσαι. Vgl. 471.
δρᾶσαι τόδ'
αἷμα wie
Eur. Or. 406
ὁ συνδρῶν αἷμα καὶ μητρὸς φόνον
, 284
εἴργασται δ᾽ ἐμοὶ μητρώον αἷμα, 1139
κακῆς γυναικὸς αἷμ᾽ ἐπράξαμεν.
mvp-comment-339-1
76
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77
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-339-4
λέγω ..
δικαίως: aufgefordert zu sagen, ob mit Recht oder Unrecht, erkläre ich: mit Recht. Vgl. Enn. Eum. frg. III Id ego aecum fecisse expedibo atque eloquar.
τόνδε ..
Θεσμόν: der Rat ist die grofse Stiftung der Göttin. - Als Seher bin ich untrüglich. Vgl.
Cho. 557
μάντις ἀψευδὴς τὸ πρίν
. Diese Beteuerung vertritt gleichsam den Zeugeneid.
mvp-comment-340-1
78
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79
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-340-4
Also stammt auch der Bescheid, den ich dem Orestes gegeben habe, von Zeus.
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80
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-341-3
τὸ δίκαιον τοῦτο, diese Erklärung, dafs es
δικαίως geschehen, diese Rechtfertigung.
Ζη μαθεῖν gehört auch
πιφαύσκω ὄμμε. - Über die Stellung von
δέ zu
Ag. 744
. Die epische (
Hom.
Λ 781
κελεύων ὄμμ᾽ ἅμ᾽ ἕπεσθαι) und lyrische Form vuus findet sich auch
Soph. Ant. 846
in einer melischen Partie. Vgl.
ἄμμι
Sept. 141
.
mvp-comment-342-1
81
mvp-comment-342-2
Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-342-3
Nach dem Gesetz, auf welches ihr beeidigt seid, müfst ihr ihn als Mörder verurteilen; der Umstand aber, dafs er in meinem Auftrag d. h. im Auftrage des Zeus gehandelt hat, nimmt alle moralische Schuld von ihm.
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82
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-343-3
ὡς λέγεις σύ, wie du sagen willst d. i. wenn ich deine Worte recht verstehe.
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83
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Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-344-3
Der Spruch konnte nur lauten
τὸν πατρὸς φόνον πρᾶξαι. Mit
πράξαντα . .
νέμειν hebt sie das Widerrechtliche hervor.
μητρὸς τιμὰς νέμειν wie
Soph. Trach. 56
εἰ πατρὸς νέμοι τιν᾽ ὤραν.
mvp-comment-345-1
84
mvp-comment-345-2
Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-345-3
ἄνδρα . .
θανεῖν: das durch
ταὐτόν ἐστι geforderte
καὶ γυναῖκα ergänzt sich von selbst.
mvp-comment-346-1
85
mvp-comment-346-2
Wecklein 1888, p. 295
mvp-comment-346-3
διοσδότοις σκήπτροισι nach
Hom. B 100 ff.
mvp-comment-347-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-347-2
Cho. 344
f. Nicht auf ehrenvolle Weise wurde er durch ein Weib getötet, etwa in der Schlacht durch die Pfeile einer Amazone, sondern auf ganz niederträchtige Art, die du vernehmen sollst.
mvp-comment-348-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-348-2
ἐφήμενοι διαιρεῖν: zu 491.
mvp-comment-349-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-349-2
Hesych.
ἐμπολῇ·
περιέρ χεται,
πραγματεύεται.
Soph. Ai. 978
ἆρ᾽ ἠμπόληκας
;
(s. v. a.
πέπραγας). Schol.
πλεῖστα ηὐτυχηκότα, rebus plerisque bene gestis (Stanley). Vgl.
Anbang. – Zu
εὔφροσιν vermifst man ein Substantiv wie
λόγοις (gemeint ist die Begrüfsung
Ag. 846
f.), zu
δροίτῃ περῶντι λουτρά fehlt das Verbum. Es könnte etwa geheifsen haben:
λόγοις ὀρέξουσ᾽
ὠλένην
ἐχρίμπτετο, so dafs
δροίτῃ
von
ἐχρίμπτετο (sie stand an der Badewanne),
περῶντι λουτρά
von
ὀρέξουσ᾽
ὠλένην (scheinbar um ihm den Arm zu reichen, wenn er aus dem Bade stiege) abhängig wäre.
ἐπὶ τέρματι, am
Ende.
mvp-comment-350-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-350-2
περεσκήνωσεν: zu
Ag. 1144
.
ἀτέρμονι wie
Ag. 1381
ἄπειρον ἀμφίβληστρον
.
mvp-comment-351-1
86
mvp-comment-351-2
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-351-3
δηχθῇ:
Hom.
E 493
ὣς φάτο Σαρπηδών,
δάκε δὲ φρένας Ἕκτορι μύθος,
Soph. Phil. 1358
οὐ γάρ με τἄλγος τῶν παρελθόντων δάκνει
u.
ϋ.
mvp-comment-352-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-352-2
Schol.
:
οὐ τὸν Δία προέθετο κακῶς εἰπεῖν, ἀλλὰ τὸν Ἀπόλλωνα ὡς ψευσάμενον βούλεται ἐλέγξαι
.
mvp-comment-353-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-353-2
,,Euch rufe ich zu Zeugen an dies zu hören" d.
i.,,habt acht auf diesen Widerspruch, damit ihr ihn bezeugen könnt." Damit will sie die besondere Aufmerksamkeit der Richter darauf lenken.
mvp-comment-353-3
87
mvp-comment-354-1
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-354-2
Vg1.
Cho. 1026
.
mvp-comment-355-1
88
mvp-comment-355-2
Wecklein 1888, p. 296
mvp-comment-355-3
Zu
Ag. 990
f. Im
Προμη θεὺς λυόμενος traten die Titanen als Chor auf: Zeus hat ihre Fesseln gelöst und sich mit Kronos ausgesöhnt. Kronos wohnt dann auf den Inseln der Seligen (
Pind.
Ol. II 78
).
mvp-comment-356-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-356-2
μηχανὴ λυτήριος, vgl.
Sept. 1032
θάρσει, παρέσται μηχανὴ δραστήριος
.
mvp-comment-357-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-357-2
Für vergossenes Blut giebt es keine Sühne, während in allem andern Vater Zeus die Sache nicht so genau nimmt und sich nicht sonderlich ereifert. Cetera vero omnia Iupiter constituit, sursum deorsum volvens, h. e. modo sic, modo aliter dirigens (Schütz). Vgl. auch zu 532 f. Wie dort
ἄλλο ἄλλα ἐφορεύει, steht hier
ἄνω τε καὶ κάτω στρέφων τίθησιν.
οὐδὲν.. μένει, keineswegs infolge von Zornmut schnaubend d. i. nicht über die Mafsen aufgebracht und unversöhnlich.
mvp-comment-358-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-358-2
Ganz einverstanden: denn sieh zu, wie du dann für diesen eintrittst, dafs er freigesprochen werde; wenn es für vergossenes Blut keine Sühne giebt, so kann auch Orestes als Mörder nicht gesühnt sein und darf als unrein nicht in seine Heimat kommen.
Ζυ τὸ φεύγειν ὑπερδικεῖς τοῦδε vgl.
Soph. Ai. 1346
où tavt', 'Odvoσεῦ, τοῦτ᾽ ὑπερμαχεῖς ἐμοί;
mvp-comment-359-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-359-2
Der Mörder mufs den Schauplatz seiner Missethat meiden. Vgl.
Hom. Π 573
,
Ψ 86
,
Ω 481
.
mvp-comment-360-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-360-2
Einem Mörder war der Besuch der Heiligtümer wie der öffentlichen Plätze und Versammlungen untersagt. Dies wurde gleich durch die
πρόρρησις bei der Bestattung des Ermordeten erklärt, vgl. Schömann Antiqu. iur. publ. Graec. p. 289.
Die
mvp-comment-361-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-361-2
ποία δὲ χέρνιψ: zu
Ag. 1020
. Geschlechtsgenossenschaften (
φρῆτραι,
φρᾶτραι,
φρατρίαι) hatten gemeinsame Kulte und feierten gemeinsame Opfer und Feste, unter denen das bedeutendste die
Ἀπατούρια waren.
mvp-comment-361-3
89
mvp-comment-362-1
Wecklein 1888, p. 297
mvp-comment-362-2
Die Mutter von dem was
τέκνον heifst ist nicht
τοκεύς. Mit
κεκλημένον wird so die Bezeichnung
τέκνον im Verhältnis
zur Mutter als ungenau erklärt.
κύματος,
κυήματος wie
Cho. 128
. Den Gedanken hat auch
Eur. Or. 552
zur Widerlegung der gleichen Anklage benützt:
πατὴρ μὲν
ἐφύ τευσέν
με,
σὴ (Orestes spricht zu Tyndareos)
δ᾽ ἔτικτε παῖς,
τὸ
σπέρμ'
ἄρουρα παραλαβοῦσ᾽ ἄλλου πάρα.
ἄνευ δὲ πατρὸς τέκνον οὐκ εἴη
ποτ᾽
ἄν.
ἐλογισάμην οὖν τῷ γένους ἀρχηγέτῃ κάλλιον ἀμυνεῖν τῆς ὑποστάσης τροφάς. Euripides unterscheidet also zwischen
φυτεύειν und
τίκτειν, welches letztere er von der Mutter gelten läfst, während Aschylos das
τίκτειν nur dem Vater zuerkennt. Vgl. auch
Eur. frg. 1048
ἀλλ᾽ ἴσθ᾽, ἐμοὶ μὲν οὗτος οὐκ ἔσται νόμος, τὸ μὴ οὐ σέ, μῆτερ, προσ
-
φιλῆ νέμειν ἀεὶ καὶ τοῦ δικαίου καὶ τόκων τῶν σῶν χάριν.
στέργω δὲ τὸν φύσαντα τῶν πάντων
βρο τῶν μάλισθ'·
ὁρίζω τοῦτο καὶ σὺ μὴ φθόνει·
κείνου γὰρ ἐξέβλαστον·
οὐδ᾽ ἂν
εἰς
ἀνὴρ γυναικὸς αὐδήσειεν,
ἀλλὰ τοῦ πατρός.
mvp-comment-362-3
90
mvp-comment-363-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-363-2
ὁ θρώσκων,
ὁ σπερμαίνων Schol. Hesych.
θρώσκων κνώδαλα:
ἐκθορίζων καὶ σπερματίζων,
γεννῶν.
Αἰσχύλος
Ἀμυμώνη.
αἷσι . .
θεός, eae saltem, quibus foetum non extinxerit deus (Musgrave). Über den Plural
αἷσι
Krüger I § 58, 3, 5
und über den Konjunktiv ohne
άv zu 211.
mvp-comment-364-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-364-2
Der bei
μὲν vorschwebende Gedanke
ἄνευ δὲ πατρὸς τέκνον οὐκ εἴη
ποτ᾽
ἄν ergänzt sich, wie 628
καὶ
γυναῖκα, von selbst.
mvp-comment-365-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-365-2
Nach diesem Verse fehlt, wie das folgende
ovde zeigt, ein Vers etwa
οὐκ ἐκλοχευθεῖσ᾽ ἀγρίοις μόλις πόνοις oder
πατρὸς λοχευθεῖσ᾽ ἐξ ἄκρου κρατός ποτε (in diesem Falle würde
οὐδ᾽ für
καὶ οὐ stehen).
mvp-comment-366-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-366-2
Zur Argumentation wird noch (
ἔξω τοῦ πράγματος) eine auf das Gemüt wirkende Bemerkung hinzugefügt. Doch s. Anhang.
mvp-comment-367-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-367-2
αἰανῶς (575)
μένοι wie
Suppl. 956
μένειν ἀραρότως
,
Ag. 845
ἐμπέδως μένοι
.
—
τοὺς ἐπισπόρους τῶνδε,
τῶν ἔπειτα, also die fernen Enkel.
mvp-comment-368-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-368-2
ἀπὸ γνώμης
(pach innerer Überzeugung) wie
τἀπὸ καρδίας
Eur. Iph. A. 475
. Gegensatz
ἀπὸ γλώσσης
Theogn. 63
ἀλλὰ δόκει μὲν πᾶσιν ἀπὸ γλώσσης φίλος εἶναι. Vgl.
Aeschin. 1, 92
οὐ γὰρ ἐκ τοῦ λόγου μόνον οὐδὲ ἐκ τῶν μαρτυριῶν,
ἀλλ᾽ ἐξ ὧν αὐτοὶ ἐξητάκασι καὶ συνίσασι,
τὴν ψῆφον φέρουσι (die Areopagiten).
mvp-comment-369-1
Wecklein 1888, p. 298
mvp-comment-369-2
Nach diesem Verse treten die Richter zur Urne (zu
Ag. 806
). Da 12 Distichen, 6 der Chorführerin, 6 des Apollon folgen (679-725), so werden es 12 Areopagiten gewesen sein entsprechend der Zahl von 12 Göttern, welche nach anderer Sage über Ares oder über Orestes (
Eur. Or. 1650
,
Demosth. 23, 66
) auf dem Areshügel gerichtet haben sollen, und bei jeder Rede des Chors wird einer in den
κάδος θανάτου, bei jedem Distichon des Apollon einer in den
κάδος ἐλέου seinen Stimmstein gelegt haben.
mvp-comment-370-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-370-2
ἡμῖν μέν (uns allerdings) mit Bezug auf
ὡς ἄλις λελεγμένων.
mvp-comment-371-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-371-2
μένω (harre)
ἀκοῦσαι wie
γενέσθαι μένω 735.
Hom. Δ 247
ἡ μένετε
Τρώας
σχεδὸν ἐλθέμεν, wie
μένειν öfter gebraucht ist.
mvp-comment-372-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-372-2
πῶς
τιθεῖσα
ἄμομφος ω πρὸς ὑμῶν: welcher Art
soli mein
θεσμός sein, wenn ich mir nicht euren Tadel zuziehen will? Vgl. zu
Cho. 14
u. 995. Der Gedanke, welcher die 684 folgende Verkündigung des
couós einleitet, steht ganz unvermittelt und die Frage der Göttin wird von niemanden beantwortet. Weiteres zu 684.
mvp-comment-373-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-373-2
ἠκούσαθ᾽ ὧν ἠκούσατε: Zu
Cho. 776
.
ἐν καρδίᾳ gehört zu
αἰδεῖσθε.
mvp-comment-374-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-374-2
Athena erklärt 574 ihren
Θεσμός sofort verkünden zu wollen und nach 617 f. ist die Stiftung des areopagitischen Rats bereits vollzogen. Der
eouós mufs also nach 576 gegeben worden sein, wie naturgemäfs die Einsetzung des Rates der Verhandlung vor demselben vorausgeht. Wollte man
mvp-comment-374-3
91
mvp-comment-375-1
Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-375-2
nach 576 einfügen, so würde erstens V. 681, der dort so wenig wie hier brauchbar ist, seinen Zusammenhang mit 684 ff. verlieren; ferner würde, wenn die Verse 711-713 vorhergingen, die Aufforderung des Apollon 583
εἴσαγε δίκην
überfüssig, der Befehl der Athena in 711 f. verfrüht sein. Dazu kommt,
dafs
πάγον
. .
τόνδε 688 und
νεόπτολιν τήνδε 690 f. den
Areopag als Schauplatz der Handlung voraussetzt in Widerspruch mit 80, 242, 443 u. a. St. Aufserdem bemerkt Dindorf, der 686-702 als unecht erklärt und 707-709 vor 703 einfügt, dafs wahrscheinlich Aschylos für die Ableitung des Namens "
Ἄρειος πάγος lieber einer bedeutenderen Überlieferung, wie sich solche bei anderen Schriftstellern (Pausanias I 28, 5, Aristides or. XIII vol. I p. 170 D.) finden, gefolgt sein würde als der Erzählung von den Amazonen. Ferner rügt Dindorf in 699-702, besonders in 701 die ungeschickte Wiedergabe von 520-531. In der That ist in jenen Trimetern eine Vergröberung der weihevoller Kunst entsprechenden Worte des Chorgesangs nicht zu verkennen. Vgl. auch zu 711 und Einl. S. 22.
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92
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Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-376-3
ἀσυνδέκαστον (unbestechlich) wie
κερδῶν ἄθικτον 707. Vgl.
συνδεκάζειν τὴν ἐκκλησίαν Aeschin.
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93
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Wecklein 1888, p. 299
mvp-comment-377-3
Die handschriftliche Überlieferung ist
πάγον δ᾽
Ἄρειον. Da aber dem Hügel erst 693 der Name gegeben wird und diesem Satze das Verbum fehlt, so ist "
Ἀρειον als Glossem auszuscheiden und ein Verbum wie
έδεῖται oder, wenn
δ' wegbleibt, ein Participium wie
καθ ίζον (
βουλευτήριον πάγον καθίζον τόνδε) einzusetzen. Die Worte
Ἀμαζόνων ἕδραν σκηνάς τε scheinen das nach
Plut. Thes. c. 27
dort anzunehmende
Ἀμαζόνειον zu um- schreiben. Vgl.
Diod. IV 28
κατ εστρατοπέδευσαν (
αἱ
Ἀμαζόνες)
ὅπου νῦν ἐστὶ τὸ καλούμενον
ἀπ'
ἐκείνων
Ἀμαζόνειον. -
σκηνὰς ὅτε: zu 22.
Θησέως κατὰ φθόνον, in Mifsgunst gegen Theseus, etwa weil er die Amazone Antiope als Kriegsgefangene davon geführt hatte. Vgl.
Plut. Thes. c. 26 f.
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94
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-378-3
πόλει (der Akropolis)
νεόπτολιν . .
ἀντεπύργωσαν: von dieser Trutzburg auf dem Areopag weifs Kleidemos bei
Plut. Thes. c. 27
in seiner ausführlichen Beschreibung des Kampfes der Amazonen innerhalb der Stadt Athen nichts. Dagegen erzählt
Herod. VIII 52
, dafs die Perser von dem Areopag aus die Akropolis angriffen. Dies scheint später auf die Amazonen übertragen worden zu sein. Die Akropolis ist in ihrem höchsten Punkte 471', der Areopag 355', die beide verbindende Einsattelung
327' hoch.
τότε: wie an die Stelle des relativen Pronomens ein demonstratives (
Krüger I § 60, 6, 2
), so tritt hier
τότε für
ὅτε ein.
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-379-2
Ἄρει δ᾽ ἔθυον,
ἔνθεν
κτἑ., nach
Etym. M. p. 139, 8
und
Eustath. zu Dionys. P. 653
, weil die Amazonen Töchter des Ares waren.
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-380-2
πέτρα: der Areopag ist ein Felsenhügel, welcher in seinem östlichen Teile nach allen Seiten schroff abfällt.
-
ἐν δὲ . .
συγγενής: die auf ihm ruhende Ehrfurcht der Bürger und die ihr verschwisterte Furcht:
ἵνα γὰρ δέος,
ἔνθα καὶ αἰδώς, heifst es in einem von
Plat. Euthyphr. 12
Α
aus den
Κύπρια (des Stasinos) angeführten Verse. Vgl.
Hom. Ο 657
ἴσχε γὰρ αἰδὼς καὶ δέος.
τὸ μὴ ἀδικεῖν: zu
Ag. 1589
.
mvp-comment-381-1
Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-381-2
Die Worte
βορβόρω ὕδωρ μιαίνων οὔποθ᾽ εὑρήσεις λαμπρὸν ποτόν sind nach Zenob. II 76 u. a. sprichwörtlich geworden
ἐπὶ τῶν τὰ κάλλιστα μιγνύντων τοῖς
αἰσχί στοις. Das Gleichnis spricht gegen die Anderung der alten Gesetze ein hartes Urteil aus, welches, wenn ursprünglich, das Gesetz des Ephialtes vom Jahr 460 treffen würde, durch das die Wirksamkeit des Areopag geschmälert wurde (
Aristot. Pol. II 9, 3
,
Plut. Per. c. 9
,
Kim. c. 15
).
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-382-2
τὸ δεσπ. ist Objekt sowohl zu
περιστέλλουσι (sorglich hegen) wie zu
σέβειν.
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-383-2
βουλεύω,
συμβουλεύω.
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-384-2
Soph. Ai. 1073
οὐ γάρ ποτ' οὔτ᾽ ἂν ἐν πόλει νόμοι καλῶς φέροιντ᾽ ἄν, ἔνθα μὴ καθεστήκῃ δέος κτε.,
Thuk.
I 37
τὰ δημόσια διὰ δέος μάλιστα οὐ παρανομοῦμεν.
mvp-comment-385-1
Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-385-2
ἔρυμά τε χώρας für
ἔρυμα χώρας τε.
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-386-2
Vgl. Soph. Oed. K. 694
οἷον ἐγὼ γᾶς
Ἀσίας
οὐκ ἐπακούω οὐδ᾽ ἐν
τῇ
μεγάλᾳ Δωρίδι νάσῳ Πέλοπος πώποτε βλαστόν.
mvp-comment-387-1
Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-387-2
ευδόντων ὅπερ ἐγρηγορός scheint auf eine polizeiliche Befugnis des Areopags hinzuweisen, kraft welcher er für nächtliche Sicherheit zu sorgen hatte.
richtig ist die Erklärung des Schol.
ὑπὲρ τῶν ἀποθανόντων τιμωρόν.)
(Uner-
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-388-2
ὀρθοῦσθαι hier in der auffallenden
Bedeutung ,sich heben". Der Befehl abzustimmen ist bereits 677 f. gegeben. Wenn dort nicht sofort die Abstimmung beginnen, vielmehr vor derselben wieder von den Parteien gesprochen würde, so stünde das in Widerspruch mit dem weiteren Reden entgegentretenden Entscheide der den Vorsitz führenden Göttin (
ἅλις λελεγμένων).
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-389-2
εἴρηται λόγος: zu
Ag. 587
.
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-390-2
ὁμιλίαν χθονός wie 409.
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Wecklein 1888, p. 301
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ἐμούς τε καὶ Διός nach
619 ff.
κτίσαι: zu 17.
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95
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-392-2
οὐ λαχών (unberufen):
Prom. 244
ὅπως τάχιστα τὸν πατρῷον ἐς θρόνον καθέζετ'
(Zeus),
εὐθὺς δαίμοσιν νέμει γέρα ἄλλοισιν ἄλλα,
Hes. Theog. 425
ὡς τὸ πρῶτον ἀπ᾿ ἀρχῆς ἔπλετο δασμός
. Das sind die
παλαιαὶ διανομαί 730.
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96
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Wecklein 1888, p. 301
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νέμων, inne habend, wie 1018.
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Wecklein 1888, p. 301
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πρωτοκτόνοισι (von der Person übertragen)
προστροπαῖς Ἰ. deutet die Sache nur kurz an, weil sie nach 444 bekannt ist; genauer müfste es heifsen:
dadurch dafs er das Flehen des ersten Mörders erhörte".
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-395-2
τοιαῦτα, nämlich was nicht deines Amtes ist (
οὐ λαχών 718).
Μοίρας ἔπεισας: das gewöhnliche Asyndeton bei der Erläuterung.
βροτούς, den Admetos, Sohn des Pheres, König von Pherä in Thessalien.
Eur. Alk. 10
ὁσίου γὰρ ἀνδρὸς ὅσιος ὢν ἐτύγχανον, παιδὸς
Φέρητος,
ὃν θανεῖν ἐρρυσάμην,
Μοίρας δολώσας·
ἤνεσαν δέ μοι θεαὶ
Ἄδμητον
ᾅδην τὸν
παραυτίκ'
ἐκφυγεῖν,
ἄλλον διαλλάξαντα τοῖς κάτω νεκρόν. Vgl.
Hom. Β 766
. Die Sage war im Hesiodischen
Ka
τάλογος ausführlich erzählt (Schol. zu
Eur. Alk. 1
).
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97
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Wecklein 1888, p. 302
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τὸν σέβοντα: Admetos war ehrerbietig gegen Apollon, als dieser ihm dienen
musste. Zeus hatte nämlich den Asklepios, den Sohn des Apollon, mit dem Blitze getötet (
Ag. 1007
). Im Zorn darüber erschlug Apollon die Kyklopen, die Verfertiger der Blitze, und mufste zur Strafe bei einem sterblichen Manne um Lohn dienen.
Eur. Alk. 3 ff.
τύχοι
: der Optativ, weil der Satz eine allgemeine Vorstellung ausdrückt nach einem Infinitiv. Vgl.
Krüger I § 54, 14, 4
.
mvp-comment-397-1
Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-397-2
διανομάς: zu 718.
οἴνῳ: vgl.
Eur. Alk. 32
οὐκ ἤρκεσέ σοι μόρον Αδμήτου διακωλύσαι, Μοίρας δολίῳ σφήλαντι τέχνη
; sowie die zu 726 a. St. und das
Schol.
:
οἴνῳ γὰρ ταύτας, φασί, τῶν λογισμῶν ἀπαγαγὼν ἐξῃτήσατο Ἄδμητον, οὕτω μέντοι ὥστε ἀντιδοῦναι ἑαυτοῦ ἕτερον τῷ "Αἵδῃ.
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98
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Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-398-2
ἐμῇ (fut.)
τὸν
ἰν: 481.
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Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-399-2
λέγεις: bei dir ist es blofse Rede; ich aber werde thatsächlich u. s. w.
mvp-comment-400-1
Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-400-2
v,,,unter", nicht,, in den
Augen“, weil
ἄτιμος
rechtlos (ohne Anrecht auf einen Platz irgendwo) bedeutet.
mvp-comment-401-1
Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-401-2
ἐπεὶ
κτἑ.: „Da
du . ., SO will ich zunächst sehen, ob auch diese so denken."
καθιππάζῃ wie 150.
γενέσθαι μένω:
zu 680.
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Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-402-2
ἀμφίβουλος θυμοῦσθαι (unentschlossen zu zürnen) wie
βεβου λευμένη θυμοῦσθαι. Vgl.
Hom.
Θ 167
διάνδιχα μερμήριξεν,
ἵππους τε στρέψαι καὶ ἐναντίβιον
μαχέ σασθαι.
mvp-comment-403-1
Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-403-2
λοισθίαν δίκην κρῖναι, über den Ausgang des Gerichtes entscheiden; wenn durch die Stimmen der Richter die Entscheidung nicht gegeben wird, in letzter Instanz entschieden.
mvp-comment-404-1
Wecklein 1888, p. 302
mvp-comment-404-2
προσθήσομαι
(hinzufügen"), nämlich wenn die Stimmen der Richter gezählt sein werden, so
dafs, wenn die Stimmenzahl gleich ist, die Freisprechenden die
Majoritat erhalten (
Schol.
:
ἐγὼ προσθήσω τὴν ἐσχάτην ψῆφον, ᾖ, ὅταν ἴσαι γένωνται, νικᾷ ὁ κατηγορούμενος).
Einstweilen behält sie den Stein in der Hand, ihn emporhaltend. Da die Zahl der Areopagiten unter Umständen eine gerade sein konnte, so galt der Brauch, dafs bei gleicher Stimmenzahl der Angeklagte als freigesprochen erachtet werde
νικᾶν,
ισήρεις
ὅστις ἂν ψήφους λάβη
Eur. Iph. Τ. 1472
, vgl. ebd. 965 f.,
El. 1265
). Diese Milde wird hier auf die Gnade der Athena zurückgeführt, die durch ihren Stimmstein den lossprechenden Stimmen das Übergewicht verschafft. Schol. zu
Eur. Or. 1646
ἴσων δὲ γενομένων των ψήφων ἡ Αθηνᾶ οἰκτείρασα αὐτὸν παρ' ἑαυ τῆς ἔθηκε μίαν ψῆφον, ἥτις ἐποίησεν αὐτὸν νικῆσαι
,
Aristid. or. II p. 20 Dind.
τὴν δὲ φιλανθρωπίαν οἱ περὶ Ὀρέστην λόγοι μαρτύρονται.
ὃν φυγόντα μὲν ἐξ
Ἀργους ᾿Αθή ναζε,
φεύγοντα
δ'
Ἀθήνησι δίκην
ὑπ᾽
Εὐμενίδων,
ἴσων τῶν ψήφων γενομένων,
προσθεμένη τὴν
παρ'
αὐτῆς σώζει,
Schol. zu Aristid. Panath. p. 108, 7 Dind.
:
τὴν τοῦ Ὀρέ στου καὶ Ἐρινύων δίκην δώδεκά φασι θεοὺς δικάσαι, οὐ παρούσης τῆς ᾿Αθηνᾶς, ὧν τοὺς μὲν ἓξ ψήφους θεῖναι δικαιώσεως ταῖς Ἐρινύσι, τοὺς δ᾽ ἄλλους ἓξ τῷ Ὀρέστῃ· ἐλθούσης γοῦν τῆς ᾿Αθηνᾶς καὶ συμψηφισαμένης τοῖς ὑπὲρ αὐτοῦ καὶ τῶν ψήφων γενομένων πλειόνων κτέ
.
Julian p. 114 D
,
Cic. pro Mil. c. III § 8
. Die von Hermann vertretene Ansicht, welche er auf das
Schol. zu Aristid. Panath. p. 108, 10
:
φασὶ δὲ ὅτι τῶν ἓξ θεῶν προστιθέντων ταῖς Ἐρινύσι καὶ τῶν πέντε τῷ Ὀρέστη, μετέωρον ἔχουσαν τὴν ψῆ φον ᾿Αθηνῶν ὕστατον προστιθεῖσαν νικῆσαι αὐτὸν πεποίηκεν
, auf
Lukian
A. c. 21
und
Harmon. c. 3
stützt, dafs erst durch die Stimme der Athena die Zahl gleich geworden sei, würde die Göttin zur Richterin machen in Widerspruch mit 474 f.
Hätte Äschylos den Orestes von der Mehrzahl der Richter verdammen, von der Minderzahl lossprechen lassen, so läge darin der Gedanke, dafs nach menschlichem Ermessen die Motive zur Verurteilung des Orestes stärker als die zur Lossprechung waren. Dagegen wenn die Stimmen der menschlichen Richter gleich geteilt waren und Athene nun durch ihren lossprechenden Stein dem einen Teile das Übergewicht gab, so liegt darin der Gedanke,
dafs für die Menschen die Motive der Verurteilung und der Lossprechung sich mit gleicher Stärke entgegenstanden, Orestes' That ebensosehr gerecht als strafbar, der Ausspruch Apollons und die Anklage der Erinyen gleich beachtenswert erschienen, und eine bestimmte Entscheidung durch Menschen nicht zu gewinnen war, wie es auch Athene ausgesprochen hat V. 473 f. Nun tritt die Göttin durch ihre Entscheidung nicht in Widerspruch mit dem Gerechtigkeitsgefühle der Mehrheit, sondern sie erklärt nur, welches von den beiden nach menschlichem Ermessen gleich berechtigten Urteilen vor der göttlichen Güte und Weisheit gültig sei" (Schömann). Nach
Poll. VIII 90
, wo die amtlichen Funktionen des
ἄρχων βασιλεύς aufgezählt werden,
τὰς τοῦ φόνου δίκας εἰς
Ἄρειον
πάγον εἰσάγει καὶ τὸν στέφανον ἀποθέμενος σὺν αὐτοῖς δικάζει, hatte bei Blutgerichten der Archon-König nicht nur die Vorstandschaft, sondern gab auch als Urteilsfinder seine Stimme ab, nachdem er den Kranz abgenommen, d. h. die Vorstandschaft niedergelegt hatte (vgl. Kirchhoff Monatsb. der K. Pr. Akad. der W. Berlin 1874 S. 105 ff.). Athena versieht hier zwar die Stelle des
ἄρχων βασιλεύς, aber sie kann nicht wie ein menschlicher Richter stimmen, sie hebt ihren Stimmstein auf für den von ihr vorhergesehenen Fall, dafs die Stimmen der Richter gleich werden. Jene Erklärung wurde, wie sich aus dem a. Schol. zu Aristid. zu ergeben scheint, erfunden, als man die Überlieferung von der rettenden
ψῆφος Αθηνᾶς mit der Sage von dem Urteils- spruche der 12 Götter, zu denen Athena selbst gehörte, vereinbarte, widerlegt wird sie schon durch
καὶ in
κἂν ἰσόψηφος κριθῇ 744 und durch 798 ff.
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99
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-405-2
Der Infin.
τυχεῖν steht dem Akk.
πάντα parallel, also als Akk. des Bezugs.
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-406-2
κάρτα
. .
πατρός: was man als Lob ausspricht,
τοῦ πατρὸς εἶναι, gilt von mir recht eigentlich.
Eur.
El. 933
κακείνους στυγῶ τοὺς παῖδας,
ὅστις τοῦ μὲν ἄρσενος πατρὸς οὐκ ὠνόμασται,
τῆς δὲ
μητρὸς
ἐν πόλει,
Soph. El. 365
νῦν δ᾽ ἐξὸν πατρὸς πάντων ἀρίστου παῖδα κεκλῆσθαι,
καλοῦ τῆς μητρός,
frg. 148
οὔτοι χρὴ
μητρός (so Nauck für
γαστρὸς)
καλεῖσθαι παῖδα,
τοῦ πατρὸς παρόν.
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-407-2
οὕτω, dem entsprechend.
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100
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Wecklein 1888, p. 304
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νικᾷ: das Präsens bringt den Satz in Beziehung zu 738, als wenn es hiefse:
ψῆφον
. .
προσθήσομαι,
ὥστε νικᾶν Ὀρέστην
κτἑ.
ἐπέZwei
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-409-2
τευχέων: zu 678.
σταλται τέλος wie
Ag. 899
. Richter treten zu den Urnen, um die Stimmen auszuschütten und der Reihe nach so hinzulegen, dafs die Zahl sofort ersichtlich ist.
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-410-2
αγχόνης ist gen. defin. zu
τέρματα, Schol.
θανάτου τέλος. Zu
ἀγχόνης vgl. Soph. Oed. T. 1374
οἷν ἐμοὶ δυοῖν ἔργ᾽ ἐστὶ κρείσσον ἀγχόνης εἰργασμένα,
Eur. Bakch. 246
ταῦτ᾽ οὐχὶ δεινῆς ἀγχόνης ἔστ' ἄξια; ΑΙΚ
. 228
ἆρ᾽ ἄξια καὶ σφαγᾶς τάδε καὶ πλέον ἢ βρόχῳ δέρην αγχονίῳ πελάσσαι;
Herakl. 246
καὶ τάδ᾽ ἀγχόνης πέλας,
Aristoph. Ach. 125
ταῦτα δῆτ᾽ οὐκ ἀγχόνη;
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-411-2
γαρ: allerdings; denn für uns entsprechend Dahinsein (Entehrung) u. s. w.
νέμειν scil.
βροτούς, wenn es nicht, wie Paley vermutet, ursprünglich
ἔχειν geheifsen hat.
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Wecklein 1888, p. 304
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ἐν διαιρέσει: die Sonderung ist hier das Auseinanderhalten der Stimmsteine der beiden
Gefälse. Anders der Schol.
διακρίσει τῶν λευκῶν καὶ μελαινῶν. Diese Art der Abstimmung wurde so gehandhabt, dafs jeder Richter einen schwarzen und einen
weifsen Stein erhielt und in die gültige Urne (
κύριος καδίσκος), je nachdem er freisprechen oder verurteilen wollte, den weifsen oder schwarzen Stein, in die ungültige Urne (
ἄκυρος κ.) den anderen warf. Aber vgl. zu
Ag. 806
und 807 f.
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101
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Wecklein 1888, p. 304
mvp-comment-413-2
Das Fehlen einer Stimme wird (unter Umständen) zu grofsem Leid und das Vorhandensein einer einer einzigen Stimme hat (oft) ein Haus aufgerichtet," also s. v. a.
„von einer einzigen Stimme hängt oft Wohl oder Wehe einer Familie ab". Vgl.
Soph. El. 415
πολλά τοι
σμικροί
λόγοι ἔσφηλαν ἤδη καὶ
κατ ώρθωσαν
βροτούς.
mvp-comment-414-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-414-2
Enn. Eum. frg. IV (mit inc. nom. frg. XVIII) Areopagitae quia dedere aequam pilam, dico vicisse Orestem: vos facessite (= recedite).
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Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-415-2
και τις ..
ἐρεῖ, die beliebte Homerische Wendung. Vgl.
Soph. Ai. 500
mit
Hom. Z 659
.
mvp-comment-416-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-416-2
τρίτου steht zunächst wie Soph. Oed. K. 8
αἱ πάθαι με χώ χρόνος ξυνὼν μακρὸς διδάσκει καὶ τὸ γενναῖον τρίτον, 331
ἢ τῆσδε
καμοῦ;
δυσμόρου
τ᾿
ἐμοῦ τρίτης, Ai. 1174
κόμας ἐμὰς καὶ τῆσδε καὶ σαυτοῦ τρίτου,
Eur. Hipp. 1404
πατέρα γε καὶ σὲ καὶ τρίτην ξυνάορον
,
Menand. sent. 231
θάλασσα καὶ πῦρ καὶ γυνὴ τρίτον κακόν, erinnert aber auch an den bei der dritten Spende angerufenen
Ζεὺς σωτήρ, weshalb
Διός fehlen kann. Vgl.
Suppl. 26
Ζεὺς σωτὴς τρίτος
und zu
Ag. 257
.
mvp-comment-417-1
102
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Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-417-3
με tritt unwillkürlich an die Stelle von
σφε, wie auch
τάσδε vom Standpunkt des Orestes aus gesagt ist.
παρείς wie
Cho. 924
παρεὶς τάδε
, aufser acht lassend.
mvp-comment-418-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-418-2
Dieses eidliche Versprechen ist vorbereitet durch 289-291 und
mvp-comment-419-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-419-2
πλειστήρης (ewig lange Zeit) kommt nur hier vor,
πλειστηρίζομαι
Cho. 1027
. Eur.
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Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-420-2
πρυμνήτην wie 16.
Suppl. 1191
ὁ δ᾽ ὅρκος ἔσται, μή ποτ' Αργείους χθόνα εἰς τήνδ᾽ ἐποίσειν πολέμιον παντευχίαν ἄλλων τ' ἰόντων ἐμποδὼν θήσειν δόρυ. ἢν δ᾽ ὅρκον ἐκλιπόντες ἔλθωσιν πόλιν, κακῶς ὀλέσθαι πρόστρεπ' Αργείων χθόνα
.
mvp-comment-421-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-421-2
Die Verse 770-777 sind von Dindorf als unecht erklärt worden (versus non Aeschylei, sed ab homine scripti qui quae breviter graviterque versibus praecedentibus dixerat Aeschylus loquacitate sua ineptissime dilatavit). Sie scheinen auch wie die a. St. des Euripides mehr die Stimmung des peloponnesischen Krieges als der Aschyleischen Zeit zu atmen.
mvp-comment-422-1
103
mvp-comment-422-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-422-3
παρβαίνοντα, vgl. 229
παρ Διὸς θρόνοις.
θράξομεν,
ταράξομεν,
Prom. 655
πρᾶξαι.
mvp-comment-423-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-423-2
ἀθύμους von der Person übertragen.
–
παρόρνιθας, Schol.
ἀπαισίους. Der Vers scheint als vaticinium post eventum auf etwas Thatsächliches anzuspielen. Vgl.
Enr.
Suppl. 1208
φόβον γὰρ αὐτοῖς, ἤν ποτ᾽ ἔλθωσιν πόλιν, δειχθεῖσα
(nämlich
μάχαιρα)
θήσει καὶ κακὸν νόστον πάλιν.
mvp-comment-424-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-424-2
ὀρθουμένων scil.
τῶν
πραγ μάτων oder vielmehr
τῶν ὁρκωμάτων: wenn der Schwur
tren gehalten wird. Vgl. zu 970.
mvp-comment-425-1
104
mvp-comment-425-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-425-3
ἐσμέν, s. g. praes. propheticum. Rauchenstein vermutet
ἀστοὶς ἂν ἡμεῖς εἶμεν.
mvp-comment-426-1
105
mvp-comment-426-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-426-3
πάλαισμα ἄφυκτον τοῖς ἐναντίοις ist der Sprache der Ringschule entnommen: eine Kunstweise im Ringen, der die Gegner nicht ausweichen können.
ἔχων, an meinem Beistand.
mvp-comment-427-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-427-2
δορός (gen. relat.)
νικηφόρον
s. v. a.
δορὸς νίκην φέρον. Orestes und Apollon ab.
mvp-comment-427-3
106
mvp-comment-428-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-428-2
Kommos, Aussöhnung der gekränkten und tief ergrimmten Erinyen durch die begütigenden Worte der Athena. Der Chor singt zwei Strophen, die er als Antistrophen wiederholt. Jeder Strophe und Antistrophe folgen 13 Verse der Athena, wornach die Partie mit 12 Versen Stichomythie und 12 Versen einer
ῥῆσις der Athena abgeschlossen wird. Vgl. zu
Ag. 1435
.
mvp-comment-429-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-429-2
Ζη εἵλεσθε fehlt das Objekt, etwa
τὸν μητροφόντην,
τὸν γένους μιάστορα. Vgl. 325 f.
mvp-comment-430-1
107
mvp-comment-430-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-430-3
Ich werde auf dieses Land Verderben träufeln lassen, indem ich Trauer für Trauer erweckendes Gift, Gift aus meinem Herzen loslasse. Mit
σταλάξω φθοράν vgl.
Cho. 1056
. Doch ist die Lesart unsicher. S. Anhang.
mvp-comment-431-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-431-2
ἄφυλλος ἄτεκνος, d. h. wo der
syv sich über die Bäume ausbreitet, da wächst kein Blatt und gedeiht keine Frucht. Vgl. zu
Ag. 248
.
mvp-comment-432-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-432-2
βροτοφθόρους κηλίδας ist gesagt mit Bezug auf den
λειχήν als menschliche Krankheit, vgl.
Cho. 280
σαρκῶν ἐπαμβατήρας ἀγρίαις γνάθοις λειχῆνας ἐξέσθον τας ἀρχαίαν φύσιν
.
mvp-comment-433-1
108
mvp-comment-433-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-433-3
Ich klage
- was soll ich thun? Soll ich den Bewohnern der Stadt unerträglich werden? d.
b. ich klage, ich will nicht blofs klagen, sondern handeln.
δυσοίστα: zu
Ag. 1527
.
mvp-comment-434-1
109
mvp-comment-434-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-434-3
μεγάλα δυστυχεῖς wie
@
μέγ᾽ εὔδαιμον κόρη
Prom. 674
, σε μνᾶς μέγα ματρός
Suppl. 147
. Der Plural wie
Eur. Hek. 579
τῇ περίσσ᾽ εὐκαρδίῳ
. Vgl.
Krüger
11 § 46, 6, 7 u. 8
.
ἀτιμοπενθεῖς, mit Trauer erfüllt im Gefühle entehrt zu sein.
mvp-comment-435-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-435-2
Du hast keine Niederlage erlitten, sondern die gleiche Stimmenzahl von Seite der Richter erhalten, so
dafs die Entehrung wegfällt. Aber Orestes
mufste durch meine Stimme frei werden, weil u. s. w.
ἀτιμίᾳ bezieht sich wie
ἄτιμοι 827 zurück auf
άτιμοπενθείς.
mvp-comment-436-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-436-2
Die emphatische Wiederholung von
αὐτός wie frg. 481, 7
ὃ δ᾽ αὐτὸς ὑμνῶν,
αὐτὸς ἐν θοίνη παρών,
αὐτὸς τάδ᾽ εἰπὼν αὐτός ἐστιν ὁ κτανὼν τὸν παῖδα τὸν ἐμόν,
Xenoph. Anab. III 2, 4
αὐτὸς
ὀμό σας
ἡμῖν,
αὐτὸς δεξιὰς δούς,
αὐτὸς ἐξαπατήσας συνέλαβε
τους στρατη γούς.
μαρτυρῶν ὡς (
ὥστε)
ἔχειν (als Zeuge dafür eintrat, dafs dem Orestes als Thäter dessen nichts zuleide geschehen dürfe) wie 202
ἔχρησας ὥστε τὸν ξένον μητροκτονεῖν, Soph. Oed. K. 1350
δικαιῶν ὥστε, vgl. zu
Ag. 1394 f.
mvp-comment-437-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-437-2
Die eingeklammerten Worte, in welchen Wieseler
μήτε für
te schreibt, scheinen nachträglich
hinzugefügt zu sein, indem zuerst
τῇδε γῇ
τα
μὴ θυμοῦσθε angemerkt wurde. Sonst müfste auch
μὴ
θυμούσθε dem
μὴ
βαρύν
κότον σκήψησθε vorangehen. Für
σκήψησθε würde man
σκήψητε erwarten, wie Elmsley geschrieben hat.
mvp-comment-438-1
110
mvp-comment-438-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-438-3
Zerstörender Tropfen fressende Schärfe, der Saat verderblich.
Uber
βρωτῆρας
αιχμάς κu
Ag. 669
. Mit
αιχμάς vgl.
θηγάνας 861.
mvp-comment-439-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-439-2
πανδίκως, mit voller Wahrheit, in allen Treuen. Vgl. 291,
Cho. 677
.
-
ὑπίσχομαι, die epische Form.
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Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-440-2
Da
κευθμών nur
ἕδρα näher bestimmt, gehört der Gen.
χθονός mehr zu
ἕδρας und wie bei den Verben des Sitzens der Akk. des Orts stehen kann, so hat
do
α den objekt. Gen.
χθονός bei sich.
mvp-comment-440-3
111
mvp-comment-441-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-441-2
λιπαρο θρόνοισιν ..
ἐσχάραις von den Opferherden, welche von dem Öl glänzen, das Andächtige darauf
gielsen. Vgl.
Lukian Alexandr. p. 238
τὰ δὲ περὶ τοὺς θεοὺς πάνυ νοσῶν καὶ ἀλλόκοτα περὶ
αὐ τῶν
πεπιστευκὼς καὶ εἰ μόνον
ἀλη λιμμένον
που λίθον ἢ
ἐστεφανωμέ νον
θεάσαιτο,
προσπίπτων εὐθὺς καὶ προσκυνῶν, Theophr.
χαρ.
π.
δεισιδ. (c.17)
καὶ τῶν λιπαρῶν λίθων τῶν ἐν ταῖς τριόδοις παριὼν ἐκ τῆς ληκύθου ἔλαιον καταχεῖν καὶ ἐπὶ γόνατα πεσὼν καὶ προσκυνήσας ἀπαλλάττεσθαι,
Paus. X 24, 6
λίθος ἐστὶν οὐ μέγας τούτου καὶ ἔλαιον ὁσημέ ραι καταχέουσι καὶ κατὰ ἑορτὴν ἑκάστην ἔρια ἐπιτιθέασι τὰ ἀργά
. Vgl. auch
Hom.
γ 408
und das Fragment eines Lyrikers
λιπαροθρόνους τ᾿ ἀδελφεὰς Δίκαν . .
καὶ Εἰράναν bei Stob. Ekl. phys. I p. 174.
Λιπαρός liebten die Athener als Beiwort von
᾿Αθῆναι. Die Altäre der Eumeniden erwähnen bei der Erzählung der Kylonischen Verschwörung
Thuk. I 126
,
Plut. Sol. 12
,
Paus. VII 25, 2
.
mvp-comment-442-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-442-2
Erhebet in nicht allzu leidenschaftlicher Weise als Göttinnen um Menschen solchen Groll,
dafs der unverschlossene Mund Geifer
βροτῶν fallen läfst. Vgl. 183 f.
στήσητε χόλον wie Soph. Oed. Τ. 699
ὅτου ποτὲ μῆνιν τοσήνδε
πράγμα τος
στήσας ἔχεις,
Hom. N333
ἵστατο νεῖκος, τ
11
ἔριν στήσαντες. Mit
ὑπερθύμως στήσητε χόλον vgl. auch
Ag.226
ὀργᾶν
περιοργώς. Das Wort
δύσκημος ist nur bekannt aus einer unverständlichen Glosse des Hesych.
δύσκημον·
ἄφρανα δυσοιώνιστον, worin
ἄφρανα in
ἀφρὸν verbessert auf unsere Stelle hinweist, und kommt von
κημός (Mundbinde), vgl. Schol. zu
Aristoph. Ri. 1147
Αἰσχύλος ἐν Λυκούργῳ ἀλληγορικῶς τοὺς δεσμούς κημοὺς εἴρηκε διὰ τούτων „καὶ τούσδε κημοὺς στόματος,
entspricht also den Wörtern
ἀχάλινος,
δυσχαλίνωτος. Nach Athen. XII p. 548 C trug man beim Kneten des Teiges einen
κημός.
mvp-comment-442-3
112
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Wecklein 1888, p. 309
mvp-comment-443-2
Auch ich könnte drohen; denn Zeus würde auf meine Bitte euch mit dem Wetterstrahle treffen und ich könnte sogar selbst den Blitz schleudern. Mit
καὶ
..
λέγειν giebt man an, dafs man
et was nicht zu sagen braucht oder nicht sagen mag. Vgl.
Ag. 603
,
Plat. Symp.
p.217 0
συνεγυμνάζετο οὖν μοι καὶ προσεπάλαιε πολλάκις οὐδενὸς παρόντος·
καὶ τί δεῖ λέγειν;
οὐδὲν γάρ μοι πλέον ἦν. Die Worte beziehen sich auf das Folgende, wie wenn es hiefse
καὶ καὶ τί δεῖ λέγειν κλῇδας οἶδα. Vgl. zu
Cho. 572
.
mvp-comment-443-3
113
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Wecklein 1888, p. 309
mvp-comment-444-2
μόνη θεῶν:
Eur. Tro. 80
ἐμοὶ
(Athena spricht)
δὲ δώσειν φησὶ (scil.
Ζεὺς)
πῦρ κεραύνιον,
βάλλειν Ἀχαιοὺς ναῦς τε πιμπράναι πυρί, Quint. Smyrn. XIV 444
ὦ τέκος ἔντεα πάντα,
τά μοι πάρος ἐτεκτήναντο Κύκλωπες,
δώσω ἐελδομένῃ,
Verg. Aen. I 42
ipsa (Minerva) Iovis rapidum iaculata e nubibus ignem disiecitque rates evertitque aequora ventis.
mvp-comment-445-1
114
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Wecklein 1888, p. 309
mvp-comment-445-3
γλώσσης ματαίας wie
Ag. 1662
,
Prom. 345
γλώσση ματαία
(frech, frivol).
—
χθονὶ καρπὸν φέροντα (welche dem Lande die Frucht, den Erfolg bringen) ist ähnlich gesagt wie
τοιαῦτ᾽ ἐπηύρου τοῦ φιλανθρώπου τρόπου
Prom. 28
.
mvp-comment-446-1
Wecklein 1888, p. 309
mvp-comment-446-2
Consopias quaeso atrae bilis in te effervescentis acerbam vim (Schütz).
ὡς:
„,in Gedanken an die hohen Ehren, die du in meiner Nachbarschaft
geniefsen sollst." Die Altäre der Erinyen am Areopag waren der Akropolis, dem Wohnsitz der Athena, benachbart, vgl. 857, 917 und zu 1005.
mvp-comment-447-1
Wecklein 1888, p. 309
mvp-comment-447-2
πολλῆς χώρας, von dem weiten Lande. Vgl.
Sept. 476
ἅλω δὲ πολλήν, ἀσπίδος κύκλον λέγω
.
et steht hier wie besonders häufig bei Drohungen (,,du wirst schon
noch").
θύη, als Opfer für
Kin dersegen und die Weihe der Ehe.
Schol.
:
ὡς προτέλεια θυόντων Ἀθή νῃσι ταῖς Ἐρινύσι. τέλος δὲ ὁ γάμος
. Vgl. zu 214.
mvp-comment-448-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-448-2
ἐμὲ παθεῖν: der beim absoluten Infin. des Ausrufs gewöhnlich stehende Artikel (
Krüger I
$ 55, 1, 6
) fehlt hier wie
Soph. Ai. 410
ὦ δυστάλαινα, τοιάδ᾽ ἄνδρα χρήσι μον φωνεῖν
.
mvp-comment-449-1
115
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Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-449-3
παλαιόφρονα,
παλαιάν.
Suppl. 601
γένους παλαιόφρων μέγας τέκτων. οἰχνεῖν, οἴχεσθαι
. Dieses epische Wort kommt auch bei Sophokles vor.
ἀτίετον μύσος (scelus, Greuelwesen): vgl.
στύγη 647,
μίασμα καὶ
. .
στύγος
Cho. 1026
.
mvp-comment-450-1
116
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Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-450-3
δα wie
Ag. 1056
. Der Schol. bemerkt:
δᾶ:
ὦ γῆ,
Δωρικῶς,
ὅθεν καὶ
Δαμάτης und zu
Prom. 589
ἄλευ᾽ ὦ δα: ὦ δᾶ, ὦ γῆ. οἱ γὰρ Δωριεῖς τὴν γῆν δῆν καὶ δᾶν φασιν καὶ τὸν γνόφον δνόφον
.
H. L. Ahrens (Philol. XXIII S. 206) erklärt
δᾶ als Vokativ
von dᾶς Ζᾶς Ζεύς, der nur als Interjektion (,,ach Gott") gebraucht werde.
mvp-comment-450-4
117
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118
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Wecklein 1888, p. 310
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μὲ πλευράς: zu 88.
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119
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Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-452-2
ἀπὸ γάρ με τιμᾶν: nur an dieser einen Stelle treten bei
Äschylos zwischen Präposition und Substantiv zwei Wörter, sonst nur
δέ,
τέ, seltener
γέ,
γάρ,
μέν.
mvp-comment-453-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-453-2
δυσπάλαμοι δόλοι wie
δύσδολοι δόλοι oder
δυσπάλαμοι
παλά μαι:,,unselige Arglist von Göttern hat mich von uralten Ehren weggehoben, so
dafs ich gleich nichts bin." Es steht also
παρ᾽ οὐδέν (213) wie ein proleptisches Prädikat.
mvp-comment-454-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-454-2
ξυνοίσω, nachgeben, zu gute halten.
Eur. Med. 13
πάντα συμ φέρουσ᾽ Ἰάσονι,
Soph. El. 1465
συμ φέρειν τοῖς κρείσσοσιν.
Hom. Φ 439
ἄρχε·
σὺ γὰρ γενεῆφι
νεώτε ρος·
οὐ γὰρ ἐμοί γε καλόν,
ἐπεὶ πρότερος γενόμην καὶ πλείονα οἶδα.
mvp-comment-455-1
120
mvp-comment-455-2
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-455-3
προφερτέρα: durch das Alter zwar hast du einen Vorzug vor mir. Auf das Alter bezieht sich
προφέρ τερος und
προφέρτατος auch
Soph. frg. 399
D. und
Oed. K. 1513
.
mvp-comment-456-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-456-2
Ein Hinweis auf den Ruhm der Perserkriege.
mvp-comment-457-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-457-2
δόμοις Ερεχθέως von dem Erechtheion. Vgl zu. 836.
mvp-comment-458-1
Wecklein 1888, p. 310
mvp-comment-458-2
An die Stelle von
παρὰ γυναικῶν tritt das Adjektiv.
mvp-comment-459-1
121
mvp-comment-459-2
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-459-3
ὅσων wie
Sept. 296
εὐτραφέστατον πωμάτων ὅσων ἵησιν Που σειδῶν ὁ γαιάοχος Τηθύος τε παῖδες
. Auch 577,
Cho. 737
,
Ag. 343
, 803, 965,
Sept. 537
,
Pers. 345
,
Prom. 462
, 995, 1016 findet sich die Attraktion beim Relativ. Weit zahlreicher (50) sind die Fälle bei Sophokles.
mvp-comment-460-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-460-2
Die V. 860-868 unterbrechen den Zusammenhang. Die stark hervortretende politische Tendenz und der manierierte Stil kennzeichnen sie als Interpolation.
mvp-comment-461-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-461-2
μήθ' ist gestellt, als ob
Ἄρη ἐμφύλιον als zweites Objekt zu
βάλης folgen sollte; dafür tritt ein neues Verbum ein. Vgl.
Prom. 185
καί μ᾽ οὔτε μελιγλώσσοις πειθούς ἐπαοιδαῖσιν θέλξει στερεάς τ᾽ οὔποτ᾽ ἀπειλὲς πτήξας τόδ᾽ ἐγὼ καταμηνύσω. θηγάνη
, was
schürft und aufreizt. Vgl.
Prom. 327
τραχεῖς καὶ τεθηγμένους λόγους
,
Sept. 702
τεθηγμένον τοί μ᾽ οὐκ ἀπαμ βλυνεῖς λόγῳ. σπλάγχνων
wie
Ag. 984
,
Cho. 412
(das Innere, das Herz). Die blutige Fehdelust reifst jugendlichen Sinn mit sich fort.
ἀοίνοις d. h. ohne betrunken zu sein handeln sie mit der leidenschaftlichen Raserei von Betrunkenen.
mvp-comment-462-1
122
mvp-comment-462-2
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-462-3
ἐκζέουσα (Schol.
ἀναπτερώ σασα) transitiv wie
Sept. 696
ἐξέζεσεν γὰρ Οἰδίπου κατεύγματα
(fervefecerunt enim animi aestum dirae Oedipi),
Eur. Kykl. 392
καὶ χάλκεον λέβητ᾽ ἐπέζεσεν πυρί
.
—
ἐκζέουσα ὡς καρδίαν ἀλεκτόρων ist kurz gesagt für
ἐκζέουσα καρδίαν ἀστῶν ὡς κ.
ἀλ.
Ζυ ἀλεκτόρων bemerkt der
Schol.
:
μάχιμον γὰρ τὸ ὄρνεον, τῶν τε ἄλλων ζῴων τὸ συγγενὲς αἰ δουμένων μόνος οὐ φείδεται
. Vgl.
Pind. Ol. 12, 20
ἐνδομάχας
ἅτ᾽
ἀλέκτωρ,
Varro de re rust. III 9
sunt enim galli in certamine
pertinaces.. et ad proeliandum inter se maxime idonei.
mvp-comment-463-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-463-2
Hom. I 63
ἀφρήτωρ ἀθέμι στος ἀνέστιος ἐστιν ἐκεῖνος ὃς που λέμου ἔραται ἐπιδημίου κρυόεντος
.
mvp-comment-464-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-464-2
οὐ μόλις: zu
Ag. 1066
.
οὐ μόλις παρών (,,er ist schon im Augenblick gegenwärtig") ist eine Nebenbemerkung, bei welcher nicht Athena, sondern der athenische Dichter oder besser gesagt Interpolator spricht (,, weg mit inneren Zerwürfnissen, da der Krieg gegen den äufseren Feind in bedrohlichster Nähe steht").
mvp-comment-465-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-465-2
οὐ λέγω, davon will ich nichts wissen (weg damit). Vgl.
Soph. El. 1467
εἰ δ᾽ ἔπεστι νέμεσις,
οὐ λέγω. Anders
Ag. 862
,
Cho. 987
.
mvp-comment-466-1
Wecklein 1888, p. 311
mvp-comment-466-2
τοιαῦτα bezieht sich zunächst auf das Vorhergehende (856 -859), wird aber durch
εὖ δρῶσαν θεοφιλεστάτης noch einmal näher bestimmt.
Θεοφιλεστάτης: das gottgeliebteste Land, weil es die Götter am meisten ehrt. Vgl. Soph. Oed.
K. 260
τας Αθήνας φασὶ θεοσεβεστάτας εἶναι,
Thuk.
I 41
,
Demosth. 20, 90
.
mvp-comment-467-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-467-2
λέγουσα
ταγαθά d. i.
begütigend.
mvp-comment-468-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-468-2
πρὸς νεωτέρας ἐμοῦ καὶ πολισσούχων βροτῶν (s.
v. a.
ἀστῶν) bei
ἔρρειν, weil dieses passive Bedeutung hat. Vgl. auch zu
οἰχνεῖν ἀτίετον 841 f.
ἀπόξενος πέδου wie
Ag. 1281
,
Cho. 1040
, aber dort ,,aus diesem Lande verbannt in die Fremde", hier
,,von diesem Lande ungastlich weggewiesen."
mvp-comment-469-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-469-2
Vgl. frg. 134 D.
σέβας δὲ μηρῶν ἁγνὸν οὐκ
ἐπῃδέσω, Soph. Oed. T. 830
ὦ θεῶν ἁγνὸν σέβας,
Phil. 1289
ἁγνὸν Ζηνὸς ὑψίστου σέβας
,
Eur. Kykl. 580
τὸ πᾶν τε δαιμόνων ἁγνὸν σέβας
. Nach diesem V. ist, wie Butler bemerkt hat, eine Lücke; zur Zahl 13 fehlen zwei Verse. Der Gedanke
ist:,,so dürfte meiner Zunge erweichende Besänftigung hinreichend sein dich zu überreden."
mvp-comment-470-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-470-2
σὺ δ᾽ οὖν μένοις ἄν: diese Worte führen nur zu dem neuen Gedanken über; es könnte auch heifsen:
μάλιστα μὲν οὖν μένοις ἄν·
εἰ δὲ μὴ κτἑ. Den Imperativ wie er 226
σὺ δ᾽ οὖν δίωκε,
Eur Herc. 726
σὺ δ᾽ οὖν
ἔθ᾽·
ἔρχῃ δ᾽ οἱ χρεών,
Rhes. 868
σὺ δ᾽ οὖν νόμιζε ταῦτ᾽,
ἐπείπερ σοι δοκεῖ steht, vertritt hier der Potentialis.
mvp-comment-470-3
123
mvp-comment-471-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-471-2
ἐπιρρέποις: zu
Ag. 261
. Während
πόλει zu
ἐπιρρέποις gehört, steht
croata in engerer Verbindung mit
μῆνιν ..
βλάβην.
mvp-comment-471-3
124
mvp-comment-472-1
Wecklein 1888, p. 312
mvp-comment-472-2
δικαίως d. i. vollberechtigte Besitzerin zu sein.
- Für
τιμωμένῃ hat es vielleicht ursprünglich
-
παμένῃ (d.
i.
κεκτημένῃ τὴν χθόνα) geheifsen.
mvp-comment-473-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-473-2
ἀπήμον'
οἰξύος: vgl. zu 353 f. und Soph. Oed.
K. 786
nanov äv
ατος, 1514
γήρως ἄλυπα, El. 1002
ἄλυπος ἄτης, frg. 182
ἄλυπον ἄνθος ἀνίας. Sophokles hat diese Redeweise besonders ausgebildet
(apóφητος ὀξέων κωκυμάτων,
ἄσκευος ἀσπίδων,
ἀνήνεμος χειμώνων,
ἄφωνος ἀρᾶς
u. a.).
mvp-comment-474-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-474-2
καὶ δή: zu
Cho. 563
.
mvp-comment-475-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-475-2
D. h. dafs dein Segen vor allem zum Gedeihen eines Hauses nötig ist.
mvp-comment-476-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-476-2
συμφορὰς ὀρθώσομεν, wir werden seine Lebensschicksale so leiten,
dafs seinen Unternehmungen Gelingen zu teil wird. Vgl. 838.
mvp-comment-477-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-477-2
,,Es ist mir ja gestattet, nicht zu sagen was ich nicht erfüllen will" d.
h.,,ich wüfste nicht, was mich veranlassen könnte etwas zu versprechen, was ich nicht zu halten gedenke."
Soph. Oed. T. 1520
ἃ μὴ φρονῶ γὰρ οὐ φιλῶ λέγειν μάτην
.
mvp-comment-478-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-478-2
θέλγειν scheint angemessener, weil der Vorgang der Gegenwart angehört. Gern steht zwar bei
ona das Fut., aber auch das Präsens wie
Cho. 726
.
mvp-comment-479-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-479-2
τοιγάρ, zum Lohne (Danke) dafür. Weil vermutet
τοιγὰρ κατᾷσον οὓς nach Hesych.
κατῇσαι (d.
i.
κατᾶσαι)·
κατακηλῆσαι, entsprechend dem folgenden
ἐφυμνῆ σαι.
mvp-comment-480-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-480-2
τί οὖν
μ᾽
ἄνωγας ebenso
Soph. Phil. 100
. Der Hiatus
τί οὖν findet sich bei Äschylos auch
Pers. 789
,
Sept. 192
, 691,
Suppl. 310
.
mvp-comment-481-1
125
mvp-comment-481-2
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-481-3
Was auf einen nicht unedlen Streit, wie der bisherige gewesen ist, was auf einen Wettstreit im Guten (
ἀγαθῶν ἔρις 976) abzielt." Soph.
Oed. T. 879
tò nalõs
δ᾽ ἔχον πόλει πάλαισμα μήποτε
λύσαι
θεὸν
αὐτοῦμαι, wie Hesiod. W. u. T. 24 von der
κακὴ ἔρις die
ἀγαθὴ ἔρις unterscheidet, den edlen Wettstreit in Kunst und Arbeit.
ἐπίσκοπα νείκης wie
Soph. Ai. 976
ἄτης τῆσδ᾽ ἐπίσκοπον
(Schol.
ἐστοχασμένον)
μέλος.
Aus
mvp-comment-482-1
Wecklein 1888, p. 313
mvp-comment-482-2
Und dieses wünsche sowohl von der Erde her (d. h. dafs es von der Erde her zu teil werde)" u. s. w. Für
„,und von den Winden
her tritt ein eigener Satz
ἀήματα ἀνέμων ἐπιστείχειν ein. dieser Stelle leitet Hermann das bei Cicero Tusc. I 28 erhaltene Fragment eines römischen Dichters (also wohl der Eumen. des Ennius) ab: Caelum nitescere (non intermittit suo tempore geht im Text voraus), arbores frondescere, Vites laetificae pampinis pubescere, Rami bacarum ubertate incurvescere, Se- getes largiri fruges, florere omnia, Fontes scatere, herbis prata convestirier.
mvp-comment-482-3
126
mvp-comment-483-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-483-2
σωτηρίαν scil.
ἐφύμνησον.
mvp-comment-484-1
127
mvp-comment-484-2
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-484-3
Der Gottlosen Saat aber möge ausgejätet werden.
mvp-comment-485-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-485-2
τὸ τῶν δικαίων γένος
ἀπέν θητον
τῶνδε, ungetrübt und ungestört von diesen (den Gottlosen). Man erwartet aber einen Ausdruck, der von der Gärtnerei entlehnt ist: vielleicht hat es
ἀπανθιστὸν γάνος
geheifsen d. i.
,die Zier der Gerechten von diesen weggepflückt"
für diese aus dem prangenden Beet der Gerechten ausgepflückt." Vgl.
Hom.
η 128
πρασιαι ..
ἐπηετανὸν γανόωσαι.
mvp-comment-486-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-486-2
τῶν ἀρειφάτων ἀγώνων von kriegerischen blutigen Kämpfen. Bei Homer sind
ἀρηίφατοι solche, die in der Schlacht getötet werden. Vgl.
ἀρείφατοι φόνοι Eur.
Suppl. 603
, auch
ἀρείφατον λῆμα
Aesch. frg. 146
D.
πρεπτῶν, in denen man sich auszeichnen kann (bei Homer
μάχῃ ἐνὶ κυδιανείρῃ). Wenn es auch
Plat. Prot. 323
A
ἅπαντος ἀνδρὸς ἀνέχονται heifst, so ist immerhin in der Redensart
ἀνέχεσθαί τί τινος der Gen. von
τ, nicht von
ἀνέχεσθαι abhängig: ,,von den kriegerischen ruhmreichen Kämpfen werde ich es mir nicht gefallen lassen, dafs sie nicht diese Stadt als siegreich ehren."
ἀστύνίκον: zu 37.
mvp-comment-486-3
128
mvp-comment-487-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-487-2
Kommos. Der Chor erfleht oder weissagt alles Gute (Wachstum und Gedeihen der Früchte und Herden Gesundheit des Volkes und bürgerliche Eintracht Wohlwollen und Segen der Götter) für Athen und wird darob von Athena belobt und geehrt.
·
ξυνοικίαν: zu 836.
mvp-comment-488-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-488-2
καὶ entspricht nicht dem folgenden
τέ, sondern
heifst,,auch, sogar".
mvp-comment-489-1
Wecklein 1888, p. 314
mvp-comment-489-2
φρούριον θεῶν, insofern sie
ein die Altäre der Götter schützendes Kleinod der Hellenen" ist. Diesen Ruhm hat sich Athen eigentlich erst durch die Perserkriege erworben, weil nach der Vorstellung der Griechen die Perser es auf die Altäre und Tempel der griechischen Götter abgesehen hatten. Vgl.
Pers. 811 f.
,
Herod. VII 109
.
mvp-comment-490-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-490-2
άτε
κι ἐξαμβοῦσαι: ihr möge der Sonne glänzender Strahl aus der Erde reichen Segen des Lebensunterhalts hervorquellen lassen.
ἐπίσσυτος ist gebraucht wie
ἐπίρρυτος 908, wenn nicht nach Meinekes Vermutung
ἐπιρρύτους zu schreiben ist. Unter
βίου .. ὀνησίμους sind, wie das Folgende zeigt, gesegnete Ernten und reichliche Erträgnisse des Bodens zu verstehen; es steht also
ẞiov im Sinne von
βιότου wie frg. 41 D.
μήλων τε βοσκὰς καὶ βίον Δημήτριον.
—
ἐξαναβρῦσαι transitiv wie auch
βρύω gebraucht wird. Vgl. Lobeck zu
Soph. Ai. p. 932
.
mvp-comment-491-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-491-2
πράσσω αὐτοῦ
κατανασ σαμένη, erwirke ich dadurch, dafs ich sie hier Wohnung zu nehmen bestimmt
babe. Den aktiven Aor.
κατένασσα braucht in der
Bedentung,,ansiedeln" Hesiod W. u. T. 166, Theog. 329, 620.
mvp-comment-492-1
129
mvp-comment-492-2
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-492-3
Denjenigen, der sich ihrer Huld nicht erfreut, treffen unversehens Schläge des Unglücks.
χαροπός mit hell und freudig strahlendem Blicke.
mvp-comment-493-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-493-2
Vgl.
Cho. 401 ff.
mvp-comment-494-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-494-2
σιγῶν als Gegensatz zu
μέγα φωνοῦντα, um das
κάλλος
και κῶν
ὕπουλον, die Ironie, mit welcher hinter dem laut prahlenden Glanze das Verderben lauert, zu bezeichnen.
Ζυ μέγα φωνοῦντα (
μεγαλαυχοῦντα) vgl.
μεγάλης
γλώσ σης
κόμπους
Soph. Ant. 127
,
μεγάλοι λόγοι ebd. 1349.
mvp-comment-495-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-495-2
ἐχθραῖς ὀργαῖς von den Erinyen übertragen.
mvp-comment-496-1
Wecklein 1888, p. 315
mvp-comment-496-2
Dem Gedeihen der Olivenbäume verdankte Athen einen Hauptteil seines Wohlstandes. Soph. Oed. K. 700
ὃ
τῇδε
θάλλει μέγιστα χώρα,
γλαυκάς παιδοτρόφου
φύλο λον
ἐλαίας. Über den
Einfuls' der Winde auf die Vegetation handelt
Plin. N. Hist. XVIII c. 34
. Vgl.
Hor. saec. 31
nutriant fetus et aquae salubres et Iovis aurae.
carm.
mvp-comment-496-3
130
mvp-comment-497-1
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-497-2
,,Meine Gunst und Wohlthat bezeichne ich damit" steht als Parenthese.
mvp-comment-498-1
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-498-2
φλογμός τε scil.
μὴ πνέοι oder vielmehr
γένοιτο. Der Brand, welcher die Pflanzen der Augen beraubt, so dafs sie nicht die Hülse sprengen und hervorkeimen.
ὀμματοστερής: zu
Cho. 252
. Über
τὸ μὴ zu
Ag. 1589
. Soph. Oed. T. 25
φθίνουσα μὲν κάλυξιν
ἐγκάρ ποις
χθονός.
mvp-comment-498-3
131
mvp-comment-499-1
132
mvp-comment-499-2
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-499-3
ἄκαρπος: wenn auch die Knospen sich zur Frucht entfalten, kann immer noch die Frucht verderben.
alavýs wie 482.
νόσος, der Meltau, Brand, robigo.
mvp-comment-500-1
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-500-2
Πᾶν als der Gott der Herden,
Ovid. fast. II 271
Pana deum pecoris,
Verg. Ecl. II 33
Pan curat ovis oviumque magistros. Vgl.
Herod. III 65
καὶ ταῦτα μὲν ποιεῦσι ὑμῖν γῆ τε καρπὸν ἐκφέροι καὶ γυναϊκές
τε καὶ ποῖμναι τίκτοιεν
und den bei
Aeschin. 3, 111
gegen die Verletzer der amphiktyonischen Satzungen ausgesprochenen Fluch:
μήτε γῆν καρποὺς φέρειν μήτε
γυναῖ και
τέκνα τίκτειν γονεῦσιν ἐοικότα,
ἀλλὰ τέρατα,
μήτε βοσκήματα κατὰ φύσιν γονὰς ποιεῖσθαι.
mvp-comment-501-1
133
mvp-comment-501-2
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-501-3
γόνος δὲ γᾶς πλουτόχθων (vgl. zu 37) weist hin auf die
attiPers. 241
schen Silberbergwerke.
ἀργύρου πηγή τις αὐτοῖς (den Athenern)
ἐστι,
θησαυρὸς χθονός, dazu Schol.
ἐν Θορικῷ γάρ ἐστι μέταλλα καὶ ἐν Λαυρίῳ,
Strabon III p. 147
οὐ γὰρ πλουσία μόνον,
ἀλλὰ καὶ ὑποπλουσία ἦν ἡ χώρα καὶ
παρ'
ἐκείνοις ὡς ἀληθῶς τὸν ὑποχθόνιον τόπον οὐχ ὁ
"Αἵδης ἀλλ'
ὁ Πλούτων ἑρμαίαν, weil diese Gabe der Götter erst glücklich gefunden werden muſs
(,,weshalb auch unsere Bergleute einander Glück auf wünschen" Hermann). möge hohen Wert geben.
mvp-comment-501-4
134
mvp-comment-502-1
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-502-2
πόλεως φρούριον: Schol.
ὦ
Ἀρεοπαγῖται.
κατοικεί.
τίοι,
mvp-comment-503-1
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-503-2
μέγα γὰρ δύναται παρά τε: an die Stelle eines zweiten
παρά τε tritt eine andere Wendung. Vgl. zu 861.
mvp-comment-504-1
135
mvp-comment-504-2
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-504-3
τοῖς ὑπὸ γαῖαν wie
Eur. Hek. 149
θεοὺς τούς τ᾽ οὐρανίδας τούς θ᾽ ὑπὸ
γαϊαν,
Alk. 895
φίλων τῶν ὑπὸ γαῖαν,
Aeschin. 2, 41
τῶν ὑπὸ τὸν ἥλιον ἀνθρώπων.
mvp-comment-505-1
136
mvp-comment-505-2
Wecklein 1888, p. 316
mvp-comment-505-3
φανερῶν in Gegensatz zu
ὑπὸ γαῖαν
s. v. a.
τῶν ἐν φάει.
τελέως (
διὰ τέλους, wie 321)
διαπράσσουσιν, die Erinyen geben die endgültige Entscheidung ihres Schicksals.
mvp-comment-506-1
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-506-2
δακρύων hängt von
άμβλω πόν ab, weil dieses s. v. a.
πλήρη;
ἀμβλωπόν ist vom thränenfeuchten und deshalb stumpfsichtigen Auge übertragen.
mvp-comment-507-1
137
mvp-comment-507-2
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-507-3
ἀνδροκμῆτας ἀώρους τύχας, Fälle wo die Menschen vor der Zeit hinsterben.
Suppl. 686
μηδέ τις ἀνδροκμὴς λοιγὸς ἐπελθέτω τάνδε πόλιν δαΐζων
,
Eur. Hek. 425
ὦ τῆς ἀώρου θύγατερ ἀθλία τύχης
.
mvp-comment-508-1
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-508-2
νεανίδων dreisilbig, zu Ag.
1162.,,Gewährt gattenbeglücktes Dasein holdseliger Mägdlein, die ihr des Gewalt habt" d. h. Zeus, Hera, Aphrodite nach 214 f.
θεαί
τ'
ὦ Μοῖραι: die Mören besiegeln den ehelichen Bund. Vgl. 217.
ματροκασιγνῆται, hier
nicht, Schwestern der Mutter", sondern
,,Schwestern von der gleichen Mutter". Auch die Mören waren Töchter der Nacht nach
Hes. Theog. 217
και Μοίρας καὶ Κῆρας ἐγείνατο νηλεοποίνους
. Sie heifsen Schwestern von mütterlicher Seite, weil sie keinen Vater haben:
οὔτινι κοιμηθεῖσα θεὰ τέκε Νὺξ ἐρεβεννή ebd. 213.
mvp-comment-508-3
138
mvp-comment-509-1
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-509-2
ὀρθονόμοι, richtig verteilend. Dies wird in den folgenden drei Versen ausgeführt, ähnlich wie
Suppl. 408
Ζεὺς ἑτερορρεπής, νέμων εἰκότως ἔλλερα μὲν κακοῖς, αἴσια δ᾽ ἐννόμοις
. Das Wort
ὀρθονόμος kommt nur hier vor.
mvp-comment-510-1
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-510-2
,,Jeglichem Hause billig und freundlich, jeglichem Sitze beschwerlich in gerechtem Besuche" d. h. die Schicksalsgöttinnen suchen jedes Haus und jeden Sitz auf in gerechtem Walten, freundlich oder feindlich.
Ζη ἐπιβριθεῖς vgl.
Suppl. 656
ὃν οὔτις ἂν δόμος ἔχων ἐπ᾿ ὀρόφων ἰαίνοιτο
.
mvp-comment-511-1
139
mvp-comment-511-2
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-511-3
τάδε zu
γάνυμαι.
ἐπικραινομένων scil.
τούτων, vgl.
ὀρ θουμένων 775,
εὖ ξυντυχόντων
Sept. 260
πελομένων καλῶς
Suppl. 129
,
Krüger I § 47, 4, 3
. Manche Erklärer betrachten
ἐπικραινομένων als Medium (
ἐπικρ. scil.
αὐτῶν), so
dafs
τάδε von
ἐπικρ. abhängt.
στέργω, veneror.
·
ὄμματα Πειθοῦς:
Soph. frg. 743
D. δεινὸν τὸ τῆς Πειθοῦς πρόσωπον
.
mvp-comment-512-1
Wecklein 1888, p. 317
mvp-comment-512-2
στόμ᾽ ἐπωπᾷ πρὸς τάσδε, sie waltete über meinen Mund diesen gegenüber.
mvp-comment-513-1
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-513-2
ἀγοραῖος als Hort der beratenden Versammlungen und der dort den Ausschlag gebenden Wohlredenheit. Vgl.
Suppl. 632
,
Aristoph. 410
ἀγοραίου Διός
, 500
πράξειας κατὰ νοῦν τὸν ἐμὸν
και
σε φυλάττοι Ζεὺς
ἀγοραίος, Hesych.
ἀγοραίου Διὸς βωμὸς
᾿Αθήνησιν.
mvp-comment-514-1
140
mvp-comment-514-2
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-514-3
ἀγαθῶν ἔρις, Wetteifer im Guten, certamen utrum plus boni Minerva an Eumenides civitati conferant (Butler). Vgl.
Herod. VIII 79
ἡμέας στασιάζειν χρεόν ἐστι ἔν τε τῷ ἄλλῳ καιρῷ καὶ δὴ καὶ ἐν τῷδε, περὶ τοῦ ὁκότερος ἡμέων πλέω ἀγαθὰ τὴν πατρίδα ἐργάσεται
und zu 904.
mvp-comment-514-4
141
mvp-comment-515-1
142
mvp-comment-515-2
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-515-3
βρέμειν von dem Lärm und Toben des Aufruhrs.
mvp-comment-516-1
143
mvp-comment-516-2
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-516-3
ἐχθραν ist ergänzt nach 938.
mvp-comment-517-1
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-517-2
Das vergossene Blut fordert mit Ungeduld von der Stadt Blut zum Entgelt d. h. die eine
Partei, deren Blut vergossen worden ist, sucht alsbald wieder die andere zu überwältigen. Die Form
ἁρπαλίσαι wie
Suppl. 668
κενώσαι
, 670
αἱματίσαι. Vgl. Anhang zu 621. -
ἀντιφόνους ἄτας wie
ἀντικτόνοις ποιναῖσι 467.
mvp-comment-518-1
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-518-2
,,Sie mögen Freude mit Freude erwidern in bürgerlichem Gemeinsinn." In etwas anderem Sinne regiert
αντιδιδοῖεν den Infin.
στυγείν: sie mögen tauschen den Hafs, so
dafs sie einig sind im Hassen (wie im Lieben).
mvp-comment-519-1
144
mvp-comment-519-2
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-519-3
,,Nicht wahr? Verständige (Gutgesinnte) finden den Weg zu guten
Worten?“ d. h. da bestätigt sich wieder einmal der Satz,
dafs es zur guten Rede nur guter Gesinnung bedarf.
ἆρα wie
Soph. El. 614
ἆρά σοι δοκεῖ χωρεῖν ἂν εἰς πᾶν ἔργον αἰσχύνης ἄτερ;
Oed. Τ. 822
ἆρ᾽ ἔφυν
κακός;
mvp-comment-520-1
Wecklein 1888, p. 318
mvp-comment-520-2
τῶνδε ist Gen. zu
αίδε.
mvp-comment-521-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-521-2
Wenn ihr diese hoch ehret (
μέγα wie 12), werdet ihr glänzend dastehen als solche, die Land und Stadt recht und gerecht durchaus erhalten. Isokr. 3, 41
τὰς πόλεις ἐν ὁμονοίᾳ πειρᾶσθαι διάγειν.
mvp-comment-522-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-522-2
αἰσιμίαι (nur hier) s. v. a.
εὐτυχίαι, Segen.
mvp-comment-523-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-523-2
ἔκταρ ἥμενοι Διός versteht Hermann de praestantia et virtute, indem er
Plat. Phil. p. 16
C
οἱ παλαιοὶ κρείττονες ἡμῶν καὶ ἐγγυτέρω θεῶν οἰκοῦντες, Staat III p. 368B
Πρίαμον ἐγγὺς θεῶν γεγονότα,
Aesch. frg. 155
D. οἱ θεῶν ἀγχίσποροι, οἱ Ζηνὸς ἐγγύς, ὧν κατ' Ἰδαῖον πάγον Διὸς πατρῴου βωμός ἐστ᾽ ἐν αἰθέρι κοὔπω σφιν ἐξίτηλον αἷμα δαιμόνων
vergleicht. Aber solches kann von Heroen, nicht von den athenischen Bürgern ausgesagt werden.
Ικταρ ist wie
πέλας etwa in
πέλας βωμοῦ gebraucht und man hat an eine heilige Stätte des Zeus zu denken, etwa an den Bezirk, welcher durch die in einen Felsen des s. g. Nymphenhügels eingegrabene Inschrift
ὅρος Διός angezeigt wird, oder an das
Ὀλυμπιείον südöstlich von der Akropolis, wo eine uralte Verehrung des Zeus bestanden hat (marm. Par. Epoch. 4
Z. 7,
Paus. I 18, 8
). Am nächsten aber liegt der Kult des Zeus auf der Burg selbst, wo Altäre des
Zevs
Πολιεύς (
Paus. I
24, 4
) und des
Ζεὺς Ὕπατος sich befanden, von denen der letztere vor dem Eingang des Erechtheion stand (ebd. 26, 5) und als uralt bezeugt wird (ebd. VIII
mvp-comment-524-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-524-2
παρθένου genügt, weil Athena vor ihnen steht. Für
ἐν χρόνῳ vermutet Weil
ἔμφρονος.
mvp-comment-525-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-525-2
ὑπὸ
πτεροις, weil die Athener unter der der Pallas heiligen Burg wohnen, vgl.
Eur.
Herakl 10
τὰ κείνου τέκν᾽ ἔχων ὑπὸ πτεροῖς.
mvp-comment-526-1
Wecklein 1888, p. 319
mvp-comment-526-2
Vgl. 1024, 1037,
Paus. I 28, 6
πλησίον δὲ (τοῦ ᾿Αρείου πάγου) ἱερὸν θεῶν ἐστιν ἃς καλοῦσιν ᾿Αθηναῖοι Σεμνάς, Ἡσίοδος δὲ Ἐρινῆς ἐν Θεογονία,
Schol. zu
Thuk. I 126
τῶν σεμνῶν θεῶν, τῶν Ἐρινύων, κατ᾿ ἀντίφρασιν· ἃς μετὰ τὸν Ὀρέ στην οἱ Αθηναῖοι πλησίον τοῦ ᾿Αρείου πάγου ἱδρύσαντο
,
Eur. El. 1270
δειναὶ μὲν οὖν θεαὶ τῷδ᾽ ἄχει
πεπληγ μέναι
πάγον
παρ'
αὐτὸν χάσμα δύσονται χθονός,
σεμνὸν βροτοῖσιν εὐσεβὲς χρηστήριον. Aus dieser Stelle und aus Valer. Max. V 3, 3 Oedipodis ossa
. . inter ipsum Areopagum et excelsis praesidiis Minervae arcem honore arae decorata verglichen mit
Paus.
I 28, 7
ἔστι δὲ καὶ ἐντὸς τοῦ περιβόλου μνῆμα Οἰδίποδος ergiebt sich, dafs das Eumenidenheiligtum in der Ein- sattelung zwischen Akropolis und Areopag und zwar hart an dem letzteren lag und dafs sich eine Erdspalte, vermutlich das
ἄδυτον des Heiligtums, dabei befand. Die Fläche, auf der sich jetzt die Ruinen der Kirche des heil. Dionysius befinden, liegt erheblich höher als die Agora und die Terrasse, auf welcher die Kapelle des heil. Athanasius steht. Der Areopag bildet dort, bevor er in einer nach Osten vorspringenden Ecke abschliefst, eine knieförmige Krümmung. Die nach Westen blickende Wand ist senkrecht bearbeitet, südlich stehen Reste von den Mauern der Kirche. Zwischen diesen und der kompakten Felsmasse liegen gewaltige Felsblöcke wild durcheinander, unter denen jetzt, durch
äppige Schlingpflanzen verkleidet, sich eine tiefe Felsspalte öffnet;
im innersten Winkel der letzteren quillt Wasser (Köhler Hermes VI S. 101).
αϊδε
mvp-comment-527-1
Wecklein 1888, p. 320
mvp-comment-527-2
πρὸς φῶς wie 247
πρὸς
alua, eigentlich „hinblickend
auf“. Vgl.
Cho. 903
,
Prom. 1032
.
προπομποί: der Nebenchor (
παραχορήγημα) der Tempeldienerinnen (1025), welche Fackeln tragen,
muls kurz zuvor aus dem Tempel getreten sein.
mvp-comment-528-1
Wecklein 1888, p. 320
mvp-comment-528-2
Pers. 225
αὐτοῦ τάδε σὸν πόσιν Δαρεῖον ἐσθλά σοι πέμπειν τέκνῳ τε γῆς ἔνερθεν ἐς φάος, τἄμπαλιν δὲ τῶνδε γαίᾳ κάτοχα μαυροῦσθαι σκότω
. Die Infin.
κατέχειν und
πέμπειν stehen imperativisch.
mvp-comment-529-1
Wecklein 1888, p. 320
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vµɛis, zu den Areopagiten.
παῖδες Κραναοῦ: Kranaos, der Heros eponymos der Kranaer, wurde als ein alter König von Attika betrachtet (marm. Par. ep. 6. 7. 8,
Apollod. III 14, 5
,
Strabon IX p. 397
,
Paus. I
2, 6
).
Herod. VIII 44
᾿Αθηναῖοι ἐπὶ Πελασγῶν ἐχόντων τὴν νῦν
Ελλάδα καλεομένην ἦσαν Πελασγοί, ὀνομαζόμενοι Κραναοί
. Vgl.
Pind. Ol. VII 82
κρανααῖς ἐν
Ἀθάναις,
Aristoph. Ach. 75
ὦ Κραναὰ πόλις,
Lys. 480
τὴν Κραναάν,
Vö. 123
μείζω τῶν Κραναῶν ζητεῖς πόλιν; Man bezieht wohl mit Recht das Epitheton
κραναή auf die felsigen Hügel, auf denen die ersten Bewohner des Landes (die Pelasger) sich ansiedelten, die deshalb den Namen
Κραναοί erhielten. Vgl. Wachsmuth, Stadt Athen im Alt. I S. 429 ff.
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145
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Wecklein 1888, p. 320
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Guter Sinn zu guten Thaten. Vgl.
Aristoph. Frö. 1530
tỷ
δὲ πόλει (scil.
δότε)
μεγάλων
ἀγα θῶν
ἀγαθὰς ἐπινοίας und dazu die vorhergehenden Worte des Pluton
προπέμπετε τοῖσιν τούτου τοῦτον μέλεσιν καὶ μολπαῖσιν κελαδοῦντες.
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Wecklein 1888, p. 320
mvp-comment-531-2
ἔπη διπλοίζω d. i. ich wiederhole die Worte
χαίρετε χαίρετε.
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Wecklein 1888, p. 321
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οὔτι μέμψεσθε, eine häufig vorkommende Litotes zum Ausdruck voller Zufriedenheit, vgl. 599,
Sept. 638
οὔποτ᾽ ἀνδρὶ τῷδε κηρυ κευμάτων μέμψη
,
Suppl. 143
οὐδὲ μέμφομαι
, 782
ἄγγελον δ᾽ οὐ
μέμ ψεται
πόλις, frg. 196, 2 D.
ἔνθ᾽ οὐ μάχης ..
μέμψη.
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Wecklein 1888, p. 321
mvp-comment-533-2
So wird
Aschylos am
Schlufs von Aristoph. Frö. unter Fackelglanz auf die Oberwelt geleitet:
φαίνετε τοίνυν ὑμεῖς τούτῳ λαμπάδας ἱράς.
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Wecklein 1888, p. 321
mvp-comment-534-2
εἰς
..
τόπους d. i. in die
θάλαμοι (1005) unter der Erde, welche in Athen die Eumeniden bewohnten.
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Wecklein 1888, p. 321
mvp-comment-535-2
αἵτε: zu 25.
Harpokr. unter τραπεζοφόρος
:
Λυκοῦργος ἐν τῷ περὶ τῆς ἱερείας ὅτι ἱερωσύνης ὄνομά ἐστιν ἡ τραπεζοφόρος. ὅτι δ' αὕτη τε καὶ ἡ κοσμὼ συνδιέπουσι πάντα τῇ τῆς ᾿Αθηνᾶς ἱερείᾳ αὐτός τε ὁ ῥήτωρ ἐν τῷ αὐτῷ λόγῳ δεδήλωκε καὶ Ἴστρος ἐν ιγ' τῶν ᾿Αττικῶν συναγωγῶν
. Zu der
τραπεζοφόρος und der
κοσμώ kommt noch die Priesterin aus dem Geschlechte der Eteobutaden (
Etym.
M. p. 386
) und vielleicht die vier
ἀρρηφόροι,
weitsgekleidete Jungfrauen, welche die Heiligtümer der Athena in Prozession zu tragen hatten.
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Wecklein 1888, p. 321
mvp-comment-536-2
uua: zu
Cho. 933
.,,Denn als köstlichster Schmuck des ganzen Theseuslandes dürfte ihre edle Schar gelangen zu dem ihnen bestimmten Wohnsitze, wo sie, die nunmehr Eumeniden heifsen sollen, ehren werden Prozessionen von Männern, Kindern, Frauen und der Zug von Greisinnen mit Purpurkleidern festlich angethan." Dieses ungefähr
mufs der Inhalt der ausgefallenen Verse gewesen sein nach der Hypothesis und nach
Harpokr. unter Eumenides
:
Αἰσχύλος ἐν Εὐμε νίσιν εἰπὼν τὰ περὶ τὴν κρίσιν τὴν Ὀρέστου φησὶν ὡς ἡ Ἀθηνᾷ πραΰνασα τὰς Ἐρινύας ὥστε μὴ χαλεπῶς ἔχειν [πρὸς τὸν Ὀρέστην] Εὐμενίδας ὠνόμασεν
.
– Das durch den Potentialis
ἐξίκοιτ᾽ ἄν angegezeigte Verhältnis bezieht sich auf
ὄμμα: denn der köstlichste Schmuck des Landes dürfte die Schar sein, wenn sie hier Wohnung genommen
hat."-Zu der Beziehung
von
παίδων πρεσβυτίδων vgl. 858.
ἐνδυτῶν ἐσθήμασι wie
Eur. Ion 224
σέμμασι γ᾽ ἐνδυτόν
. Über die Prozession, welche den Semnen in Athen veranstaltet wurde, Einl. S. 12.
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Wecklein 1888, p. 322
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εὐάνδροισι συμφοραῖς durch das Glück, dafs das Land wackere Männer besitzt. Vgl. zu
Ag. 759
. Athena geht rechts ab. Dann eröffnen die Tempeldienerinnen mit Fackeln den Zug; ihnen schliefsen sich die Areopagiten, diesen die Erinyen an. Da der ganze Zug der Göttin folgen
mufs, so scheint er über die Bühne zu gehen. Den folgenden Gesang singen die Tempeldienerinnen, nur in das Ephymnion
εὐφαμεῖτε δὲ πανδαμί und
ὀλολύ ξατε νῦν ἐπὶ μολπαῖς fallen auch die übrigen (scheinbar alle, in Wirklichkeit blofs die Choreuten) ein.
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