270-378.
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erstes Epeisodion. Für die tragische Entwicklung wird in der Schilderung der siegreichen Einnahme Trojas der Schein des Glückes gegeben. Der Chorführer schickt, bevor er seine Bitte anbringt, einen Ausdruck seiner Ergebenheit und Huldigung voraus:
,,ich bin unterthänig und wenn du meinen Wunsch erfüllest, bin ich dir dankbar (
εὔφρων 275); wenn nicht, verarge ich (
φθόνος ἐστί,
νεμεσῶ) es dir
nicht." Grofs ist der Kontrast dem
Schluſs der Handlung gegenüber, wo der Chor derselben Fürstin drohend gegenüber steht.
337.
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Man kann von den Siegern und Besiegten Stimmen zwiefachen d. i. verschiedenen Schicksals getrennt d. i. in verschiedenem Tone
(
ἀμίκτους) hören.
-
φυ-
339-340.
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ἀνδρῶν κασιγνήτων τε, also Gattinnen und Schwestern.
τάλμιοι . .
γέροντες, vgl. Soph. frg. 957
μητρὶ καὶ φυταλμίῳ πατρί. Herod. I 87 sagt Krösos zu Kyros:
οὐδεὶς οὕτω ἀνόητός ἐστι,
ὅστις πόλεμον πρὸ εἰρήνης αἱρέεται·
ἐν μὲν γὰρ τῇ οἱ παῖδες τοὺς πατέρας θάπτουσι,
ἐν δὲ τῷ οἱ πατέρες τοὺς παῖδας.
341.
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δέρης wie Eur. Or. 41
οὔτε
σἴτα
διὰ δέρης ἐδέξατο.
342.
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νυκτίπλαγκτος πόνος, die Unruhe und Arbeit der Nacht. Vgl. 12.
343.
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ὧν ἔχει πόλις: sie nehmen ein Frühmahl von dem was die Stadt bietet. Vgl. Hom.
ω 215
δεῖπνον
δ᾽
αἶψα συῶν ἱερεύσατε und zu
Eum. 859
.
τε-
344-345.
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πρὸς (zu
Eum. 247
)
κμήριον, wie etwa vorher im Lager. Die Marken, welche die Reihenfolge (
ἐν μέρει) bestimmten, wurden sonst durch das Los verteilt, jetzt hat der Zufall jedem seinen Teil zugewiesen. Vgl. Hom.
A 730
δόρπον ἔπειθ᾽ ἑλόμεσθα κατὰ στρατὸν ἐν τελέεσσι.
347-348.
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πάγων δρόσων τε, vgl. 565 f.
348.
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ὡς εὐδαίμονες: sie stellen sich vor, nunmehr von allem Ungemach erlöst zu sein; darin mögen sie sich nicht täuschen, wenn sie bei der Plünderung der Stadt die Heiligtümer schonen; andernfalls
349.
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ἀφύλακτον: sie brauchen keine Wachen mehr auszustellen.
350.
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Vgl. 532, Hom. y 130
αὐτὰρ ἐπεὶ Πριάμοιο πόλιν διεπέρσαμεν αἰπήν,
καὶ τότε δὴ Ζεὺς
λυγρὸν
ἐνὶ φρεσὶ μήδετο νόστον
᾿Αργεΐοις,
ἐπεὶ
οὗ
τι νοήμονες οὐδὲ δίκαιοι πάντες ἔσαν κτέ. Mit
τοὺς πολισσούχους θεούς vgl.
Suppl. 502
τῶν πολισσούχων θεῶν βωμούς, 1030
θεοὺς πολιούχους,
Sept. 106
θεοὶ πολίοχοι χθονός.
352.
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ἑλόντες ἀνθαλοῖεν sarkastisch. Vgl.
Soph. Oed. K. 1025
γνῶθι δ᾽ ὡς ἔχων ἔχῃ καὶ σ᾽
εἶλε
θηρῶνθ᾽ ἡ Δίκη und das sprichwörtliche
αἱροῦντες
ἡρήμεθα Zenob. I 35, Diog. I 33, Apostol.
I 69 (
ἐπὶ τῶν ἐλπισάντων κρατεῖν τινων καὶ ὑπ᾽ ἐκείνων ἁλόντων), auch Hor. epist. II 1, 156 Graecia capta ferum victorem cepit.
353.
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Thuk. VI 24
ἔρως ἐνέπεσε τοῖς πᾶσιν ὁμοίως ἐκπλεῦσαι.
μὴ . .
ἐμπίπτη: vgl. zu 136 und Hom.
Π 128
μὴ δὴ νῆας ἕλησι (scil.
πῦρ)
καὶ οὐκέτι φυκτὰ πέλωνται,
Σ8
μὴ δή μοι τελέσωσι θεοὶ κακὰ μήδεα θυμῷ,
ε 356
ὦ
μοι ἐγώ,
μή
u. s. w.
τις μοι
υφαίνῃσιν
δόλον αυτε, Eur. Alk. 315
μή σοί
τιν'
αἰσχρὰν προσβαλοῦσα κληδόνα σοὺς
διαφθείρῃ
γάμους.
πρότερον d. i. vor der Heimkehr.
354-355.
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πορθεῖν ἃ μὴ χρή
d. i. die Tempel plündern, vgl.
Soph. Phil. 1440
τοῦτο δ᾽ ἐννοεῖθ᾽,
ὅταν πορθῆτε
γαίαν,
εὐσεβεῖν τὰ πρὸς θεούς.
νικωμένους nach
στρατῷ: zu 199.
νοστίμου σωτηρίας wie
Pers. 799
. Vgl.
Cho. 509
τῆς ἀνοιμώκτου τύχης.
357-358.
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Wenn ohne Frevel gegen die Götter das Heer abziehen sollte, dann dürfte ihnen die Rückkehr in die Heimat zu teil werden. Der andere Schenkel des Doppellaufs (von der
νύσσα zur
ἄφεσις) von der Heimfahrt. Vgl.
Sept. 600
τείνουσι καμπὴν τὴν μακρὰν πάλιν μολεῖν.
359-360.
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Bei
„wenn nicht etwa nachträgliche Leiden schafft das noch wache Weh der Toten" kann der Chor an die vor Troja Gefallenen denken (vgl. 463 ff.), Klyt. hat die Rache für die Opferung der Iphigenie im Auge. Hesych.
πρόσπαιον·
πρόσφατον,
νέον.
361.
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τὸ δ᾽ εὖ κρατοίη, vgl. 124. Der Wunsch klingt ebenso gut und ist ebenso schlimm gemeint wie 964
Ζεῦ Ζεῦ τέλειε,
τὰς ἐμὰς εὐχὰς τέλει.
362.
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„Den Genuſs von vielem Guten erwähle ich mir damit." Vgl. 1653. Der Aor.
ειλόμην hat Bezug auf den vorher ausgesprochenen Wunsch. Vgl.
ἐπεμνασάμην
Cho. 621
.
363.
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Weil Klyt. mit affektierter Bescheidenheit vorher
γυναικὸς ἐξ ἐμοῦ κλύεις gesagt hat, spendet ihr der arglose Chorführer das Lob:
κατ᾿
ἄνδρα . .
λέγεις.
Ζα
εὐφρόνως (verständig) vgl.
Pers. 774
θεὸς
γὰρ οὐκ ἤχθηρεν,
ὡς εὔφρων ἔφυ, 555
Ξέρξης δὲ πάντ᾽ ἐπέσπε δυσφρόνως.
365.
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εὖ προσειπεῖν
δ.
ν.
α.
δι᾽
εὐλογίας ὑμνῆσαι (Eur. Herc. 355).
366.
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Eine Gnade ist erwiesen, die der (um sie aufgewandten) Mühen nicht unwert ist.
εἴργασται passivisch wie
εἰργάσθαι 1345. Klytämestra ab.
367-378.
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Die Anapäste des Chorführers schliefsen das Epeisodion mit dem versprochenen (329, 365) Dankgebete ab.
368.
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370.
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στεγανὸν (deckend, von allen Seiten umfassend)
δίκτυον: diese Form der anapästischen Dipodie
CUN-GO ist selten. Vgl. 788,
Eum. 307
,
Suppl. 5
.
371.
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ὑπερτελέσαι, darüber hinwegspringen. Vgl.
έκπηδήματος 1375.
372-373.
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δουλείας, weil sie im Netz gefangen sind.
ἄτην πανάλωτον ist nähere Bestimmung zu
μέγα δ.
γάγγαμον: das
groſse Fanggarn der Gefangenschaft wird zu einem alle erfassenden Verderben. Hom.
Ε 487
μή πως,
ὡς ἀψῖσι λίνου ἁλόντε πανάγρου,
ἀνδράσι
δυσμενέεσσιν
ἕλωρ καὶ κύρμα γένησθε.
374.
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Hom.
N 624
Ζηνός..
μῆνιν ξεινίου,
ὅς τέ ποτ᾽
ὄμμι
διαφθέρσει πόλιν αἰπήν.
375.
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ἐπ᾿ ᾿Αλεξάνδρῳ
τείνοντα (dem
πράξαντα untergeordnet)
π.
τόξον darf nicht in dem Sinne genommen werden, als habe Zeus in eigener Person den Paris vernichtet, sondern steht nur bildlich etwa für
ὑστερόποινον (58).
Cho. 381
Ζεῦ Ζεῦ,
κάτωθεν ἰάλλων ὑστερόποινον ἄταν κτέ. Zeus wartete den rechten Augenblick ab (vgl.
Soph. Phil. 195
καὶ νῦν ἃ
πονεῖ, nämlich Philoktetes,
δίχα κηδεμόνων οὐκ ἔσθ᾽ ὡς οὐ θεῶν του μελέτῃ τοῦ μὴ πρότερον τόνδ᾽ ἐπὶ Τροία τεῖναι τὰ θεῶν ἀμάχητα βέλη,
πρὶν ὅδ᾽ ἐξήκοι χρόνος,
ᾧ λέγεται
χρῆναί σφ᾽
ὑπὸ τῶνδε δαμῆναι. Der Bogen des Philoktet hat den Paris erlegt) und sein Pfeil traf sicher, nicht ins Blaue.
ὅπως, wie.
–
ὑπὲρ ἄστρων nach dem sprichwörtlichen
εἰς
οὐρανὸν τοξεύειν, welches gesagt wird
ἐπὶ τῶν διακενῆς πονούντων (Zenob. III 46). Ein bildlicher Ausdruck, der nicht weiter ausgedeutet werden darf.
378.
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ἠλίθιον proleptisch.
Gewöhnlich ist der vorletzte Fufs des Parömiakos ein reiner Anapäst; wie hier, steht dafür ein Spondeus auch
Suppl. 8
ψήφῳ πόλεως
γνωσθείσαι.
379-480.
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erstes Stasimon. Die rhythmischen Ephymnien, bestehend in der dreimaligen Wiederkehr des gleichen Versmafses am Schlusse der drei Strophen und Antistrophen, lassen vermuten, daſs die drei Strophenpaare von den drei
στοίχοι des Chors, die Ephymnien von dem Gesamtchore vorgetragen wurden. Eine ähnliche Form hat das Segensgebet
Suppl. 638 ff.
Die sittlichen Erwägungen, welche der Fall Trojas in Bezug auf die Besiegten und die Sieger erweckt (zu 413), werden
mit, dafs Zeus getroffen, darf man wohl
sagen" das Vorhergehende angeschlossen.
an
380-381.
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„So viel
lässt sich
jeden-
falls feststellen: es ist ihm (dem Alexandros) ergangen entsprechend seinen Thaten." Der Grundsatz göttlicher Gerechtigkeit
εἰ
δείν᾽
ἔδρασας,
δεινὰ καὶ παθεῖν σὲ
δεὶ (Soph. frg. 11) hat sich an ihm erfüllt. Vgl.
παθεῖν τὸν ἔρξαντα·
θέσμιον γάρ 1563,
δράσαντι παθεῖν τριγέρων
μύθος
τάδε
φωνεί
Cho. 312
.
τὶς (gar mancher, vgl. 456): Man braucht nicht anzunehmen, dafs der Dichter an eine bestimmte Persönlichkeit gedacht habe.
382.
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(
οὐκ)
ἀξιοῦσθαι d. i. es vertrage sich nicht mit der Würde der Gottheit.
μέλειν persönlich wie Soph.
El. 342, Eur. Herc. 773
θεοὶ τῶν ἀδίκων μέλουσι καὶ τῶν ὁσίων ἐπάειν.
383-384.
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ἀθίκτων: Soph. Oed.
T. 891
τῶν ἀθίκτων ἕξεται ματάζων. Das Heilige, das nicht angetastet werden darf, sind die sittlichen Grundsätze, die,,ungeschriebenen Gesetze" (
Soph. Ant. 454
).
γάνος, Schmuck (584) wie
Cho. 634
θεοστυγήτῳ
δ᾽ ἄγει βροτῶν ἀτιμωθὲν
οἶχεται
γάνος. Dieses steht zu
πατοὶτο in scharfem Gegensatz: Der Schmuck, der in Ehren gehalten werden sollte, wird mit
Füfsen getreten.