774-965.
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drittes Epeisodion. 6* Der siegreiche Agamemnon erscheint auf einem Wagen. Zur Seite sitzt ihm Kasandra, als Seherin
gekennzeichuet durch weifses Gewand, den
χιτών ὀρθοστάδιος (Poll. IV 18, 119), über dem sie ein Netz von
Wollenfäden
ἄγρηνον (Poll. IV 18, 116, Hesych. u. d. W.) trägt (1269), dann durch Scepter und den mit Wolle umwickelten Lorbeerkranz, der um den Hals auf die Brust herabhängt (1264, Hom. A 15 und Schol. zu Aristoph. Plut. 39, vgl. Wieseler Zeitschr. f. d. Altertumsw. 1848 S. 108 f.). Über Purpurteppiche, die Klytämestra hinbreiten läfst, schreitet Agamemnon später in den Palast. So wird der tragische Eindruck durch den Kontrast des Glanzes und Glückes gesteigert. Die Anapäste recitiert der Chorführer.
945.
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ἐξαίρετον: Hom.
Β 227
πολλαὶ δὲ γυναῖκες εἰσὶν ἐνὶ
κλισίῃς
ἐξαίρετοι, Eur. Tro. 249
ἐξαίρετόν νιν ἔλαβεν ᾿Αγαμέμνων ἄναξ.
947.
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Der konsekutive Infin. bei
κατέστραμμαι
(,,ich habe mich unterkriegen
lassen" Schneidewin) wie Herod. VII 51
Κῦρος Ἰωνίην πᾶσαν κατεστρέψατο δασμοφόρον εἶναι Πέρσησι.
949.
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Unerschöpflich wie das Meer ist der Purpursaft, den das Meer hervorbringt. Das Haus besitzt unerschöpfliche Mittel, um solchen Purpursaft zu kaufen. Also kann das Haus den Verlust solcher Purpurteppiche leicht verschmerzen.
950.
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ἰσάργυρον, mit Silber aufgewogen. Athen. XII 526
Ο
Θεόπομπος δ᾽ ἐν πεντεκαιδεκάτη
ἱστοριῶν
χιλίους φησὶν ἄνδρας αὐτῶν (von den Lydern)
ἁλουργεῖς
-
φοροῦντας
στολὰς ἀστυπολεῖν·
ὃ δὴ καὶ βασιλεῦσι σπάνιον τότ᾽ ἦν καὶ περισπούδαστον.
ἰσοστάσιος
γὰρ ἦν ἡ πορφύρα πρὸς ἄργυρον
ἐξεταζομένη.
951.
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πορφύρα παγκαίνιστος est purpura, cuius talis est copia, ut ea semper recenti quivis uti possit (Blomfield).
952.
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Wohlstand ist vorhanden, um davon (von dem Purpur) zu haben. Der Infinitiv steht konsekutiv. Vgl. Eur. Hipp. 346
οὐ μάντις εἰμὶ τἀφανῆ γνῶναι σαφῶς, Krüger I 55, 3, 3.
955-956.
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προυνεχθέντος (
αὐτοῦ scil.
τοῦ πατησμοῦ) wie nachher
μηχανωμένης (
ἐμοῖ), Krüger I 47, 4, 3. —
δόμοισι ist, wie die Stellung zeigt, abhängig von
προυνεχθέντος: wenn solches Opfer dem Hause an heiliger Stätte geboten worden wäre, da ich Lohn für das Zurückbringen dieses Lebens zu bewerkstelligen suchte (d. i. da ich das Orakel fragte, welches Opfer ich bringen müsse, um dieses Mannes Rückkehr zu erlangen). Mit
δόμοισι
προυνεχθέντος vgl. Herod.
V 62
προφέρειν
(
τὴν
Πυθίην)
σφι τὰς ᾿Αθήνας ἐλευθεροῦν.
957-958.
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Denn mit der Wurzel des Baumes kam Laub ins Haus, das seinen Schatten ausbreitet gegen das Hundsgestirn.
ἵκετο ἐς δόμους bezieht sich auf die Ankunft des Agamemnon:
„denn nachdem du ins Haus gekommen bist, ist gleichsam die Wurzel des Baumes vorhanden, der uns mit seinen Zweigen Schatten bietet gegen Sonnenglut."
ὑπερτείνασα: über das
Zusammenfallen der Haupt- und Nebenhandlung vgl. 301, 405, 1038, Krüger
1 53, 6, 8, Koch 101 Anm. 1.
959-960.
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σοῦ μολόντος, als wenn
θάλπος μὲν ἔμολε folgte wie nachher
ψῦχος
πέλει. Vgl. zu 653.
σημαίνεις μολόν: du bist das Wahrzeichen, dafs gekommen ist. Ansprechend vermutet F. W. Schmidt
θερμαίνει δόμον. Schneidewin erinnert an ein von Goethe behandeltes arabisches Gedicht, wo es heifst:
,, Sonnenhitze war er am kalten Tag und brannte der Sirius, war er Schatten und Kühlung."
962.
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τότ᾽ ἤδη, dann schon, nicht erst zur Winterszeit. Vgl. jedoch Anhang.
963.
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ἀνδρὸς τελείου: des Mannes als der Krone des Hauses. Vgl.
Pers. 172
ὄμμα γὰρ δόμων νομίζω δεσπότου παρουσίαν.
964.
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τέλει, als
τέλειος. Vgl. zu 517. Klyt. spricht dieses, nachdem Agamemnon bereits in das Haus getreten ist. Nach dem folgenden Verse folgt sie ihm.
965.
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Vgl.
Cho. 776
μέλει θεοῖσιν ὧνπερ ἂν μέλῃ πέρι, wornach
worr Mähly auch hier
τῶνπερ
ἂν μέλῃ πέρι vermutet (
τελεῖν könnte aus dem vorausgehenden Verse stammen. Die Attraktion des Relativs findet sich bei den Formen, die mit
τ anlauten, nirgends sonst).
966-1018.
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drittes Stasimon:
„Von dem Augenblicke an, wo die Griechen in Aulis die Anker
lichteten, hat sich meiner eine ängstliche Beklemmung bemächtigt, die mich nicht einmal jetzt
verläſst, obwohl ich die siegreiche Rückkehr des Agamemnon mit eigenen Augen sehe. Ohne Grund ist diese Besorgnis nicht, welche dem Rechtsgefühl entspringt (wenn ich auch wünsche,
daſs sie nicht in Erfüllung gehe). Denn der Schaden, den man an der Gesundheit nimmt, ist wieder heilbar und Verlust von Vermögen
läfst sich ersetzen; aber vergossenes Menschenblut ist unersetzlich: der Tote steht nicht wieder auf. Gerne hätte ich dem König diese Bedenken vorgetragen; aber die erhabene Würde des Königs gestattet solche Rede nicht und so
muſs ich meine heilsame Mahnung im unruhigen Herzen verschliefsen." So giebt dieser Chorgesang im
Anschluſs an den dritten Teil der Parodos die Schuld an, welche Agamemnon durch seinen Tod sühnt.
967-968.
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προστατήριον καρδίας statt des prosaischen
πρὸ καρδίας.
969.
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Es orakelt ungeheifsen unbezahlt mein Gesang d. h. unwillkürlich komme ich immer wieder auf meine düsteren Ahnungen zurück.
ἄμισθος, anders als die
χρησμολόγοι
(
τὸ
μαντικὸν γὰρ πᾶν φιλάργυρον γένος
Soph. Ant. 1055
). Vgl.
Cho. 729
.
-
970.
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ἀποπτύσας, als ob
θαρσεῖν
ἔχω folgte für
θάρσος φίλον θρόνον.
Ζυ 653. Mit
θάρσος
ίζει vgl. Eur. Alk. 604
πρὸς δ᾽ ἐμᾶ ψυχᾷ θάρσος
ἦσται, mit
φρενὸς φίλον (das Homerische Epitheton)
θρόνον Plat. Staat VIII p. 553
В
ἐπὶ κεφαλὴν
ὠθεὶ
ἐκ τοῦ θρόνου τοῦ ἐν τῇ ἑαυτοῦ ψυχῇ φιλοτιμίαν.
973.
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Es ist die Zeit her, seitdem infolge des gleichzeitigen Einwerfens der Halttaue der Sand des Strandes (in Aulis) widerhallte. Mit
χρόνος ἐπεί vgl. die Redensart
παλαιὸς ἀφ᾽ οὗ χρόνος (Soph.
Αi. 600), mit
ξυνεμβολή
Pers. 399
κώπης
ῥo
θιάδος
ξυνεμβολῇ und die Ausdrücke
ἐμβάλλειν εἰς τὰ πλοῖα (einschiffen),
ἐμβολὴ ἀγωγίμων (Einladen der Fracht).