481-685.
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zweites Epeisodion. Die vorausgehenden Erwägungen haben den Chor trübsinnig gemacht. Da er nur Schlimmes ahnt, kann er an die durch die Feuerpost mitgeteilte
Siegesbotschaft nicht mehr recht glauben. Sein Mifstrauen wird zwar bei dem Auftreten des Herolds scheinbar Lügen gestraft, aber doch erfährt man aus der weiteren Erzählung desselben, dafs der Groll der Gottheit (654) bei der Heimkehr des Heeres bereits gefühlt worden ist (vgl. 353-355 mit 532 f.). So rechtfertigen die ethischen Gedanken des vorhergehenden Stasimon die Einfügung eines Berichts über die im Epos mehrfach behandelten Leiden der Heimfahrt (Einl. S. 2 und 5) und die Schicksale des Menelaos, der für die eigentliche Handlung des Stücks nur die Bedeutung einer Episode hat, jedoch die für die Handlung dieses und des folgenden Stücks nötige Abwesenheit des Menelaos motiviert und jedenfalls auch zur Erklärung des nachfolgenden Satyrspiels Proteus diente. 481-507 unterreden sich Choreuten und zwar, wie es scheint, der Chorführer als Führer des einen und der Führer des anderen Halbchors. Der Chor erweckt die Vorstellung, als dringe der Ton von den Opfergesängen in der
Stadt (599 f.) an sein Ohr. So will im Phaethon des Euripides (fr. 781,
4 f.) Klymene den Hochzeitsgesang aus der Nähe hören, während der Chor, welcher nachher das Brautlied zu singen hat, sich noch auf der Bühne befindet.
Soph. Oed. K. 18
spricht Antigone von dem Gesang der Nachtigallen im Haine.
Trach. 863
hört der Chor Weherufe im Hause, während der Zuschauer nichts vernimmt.
538.
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Vgl. 1528 f.,
Soph. Oed. T. 810
οὐ μὴν ἴσην γ᾽ ἔτισεν,
ἀλλὰ συντόμως σκήπτρῳ τυπεὶς ..
ὕπτιος ἐκκυλίνδεται.
539.
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ἁρπαγῆς
–
κλοπῆς, des
Raubes von Schätzen und der Entführung der Helena, Hom. N 626
Τρῶες ὑπερφίαλοι . .
οἵ μευ κουριδίην ἄλοχον καὶ κτήματα πολλὰ μὰψ
οἴχεσθ᾽
ἀνάγοντες. Vgl. Aristoph. Plut. 372
μῶν οὐ
κέν
κέκλοφας,
ἀλλ᾿ ἤρπακας;
540.
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τοῦ ῥυσίου, der fortgeschleppten Beute. Vgl.
Suppl. 417
, 736, Soph.
Oed. K. 858 und
ῥυσιάζειν.
541.
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αὐτόχθονον,
αὐτῇ χθονί, wie
αὐτότοκον 142.
Über Über die
Bild Bildung des Wortes vgl. Lobeck Paralip. 1202.
ἐθέρισεν,
ἔκειρε Schol.,
Pers. 923
ἀνδρῶν,
οὓς νῦν δαίμων ἐπέκειρεν.
542.
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ἁμάρτια,
τὸν μισθὸν τῆς ἁμαρτίας Schol., Sündenlohn. Vgl.
εὐαγγέλια,
σωτήρια,
ἰατρεῖα,
ζωάγρια,
θρεπτήρια,
τροφεία (Poll. VI 186), besonders in Verbindung mit
τίνειν.
543.
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τῶν ἀπὸ στρατοῦ für
τῶν ἐν στρατῷ nach der Vorstellung, dafs der Bote vom Heere herkommt. Vgl.
Cho. 505
,
Sept. 40
ἥκω σαφῆ τἀκεῖθεν ἐκ στρατοῦ φέρων, Krüger I § 50, 8, 10.
544.
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χαίρω γε d. i. das
χαίρειν gilt bei mir im eigentlichen Sinne,
IOK.
τεvgl. Eur. Hek. 426
ΠΟΛΥΞ.
χαῖρ᾽,
ὦ τεκοῦσα,
χαῖρε Κασάνδρα τέ μοι.
ΕΚΑΒ.
χαίρουσιν ἄλλοι,
μητρὶ δ᾽ οὐκ ἔστιν τόδε, Phoen. 618
ΠΟΛΥΝ.
μῆτερ,
ἀλλά μοι σὺ χαῖρε.
χαρτὰ γοῦν πάσχω,
τέκνον.
θνάναι ist der Bedeutung nach von
θανεῖν (555) nicht verschieden wie öfters. Zum Gedanken vgl. Hom.
η 224
ἰδόντα
με καὶ λίποι αἰὼν κτῆσιν ἐμήν,
δμῶάς τε καὶ ὑψερεφὲς μέγα δῶμα.
546.
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Vgl. Eur. Hek. 246
ὥστ᾽ ἐνθανεῖν γε σοῖς πέπλοισι χεῖρ᾽ ἐμήν.
547.
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τερπνῆς steht prädikativ: eure Liebe (euer Heimweh) war ein süfses Weh, insofern die Liebe mit Gegenliebe erwidert wurde (549).
ἦστε ist die ältere Form, die auch Aristoph. Ekkl. 1086, Frie. 821 handschriftlich bezeugt ist.
548.
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πῶς δή; (wie so denn? wie meinst du das?), vgl.
πῶς δή;
δίδαξον
Eum. 434, 604, ähnlich ebd.
201.- Vgl.
Suppl. 295
διδαχθεὶς δ᾽ ἂν τόδ᾽ εἰδείην πλέον; Soph.
Ai. 270
πῶς τοῦτ᾽ ἔλεξας;
οὐ κάτοιδ᾽ ὅπως λέγεις in einer der vorliegenden ähnlich gehaltenen Ausführung.
551.
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ἀμαυρᾶς ἐκ φρενός wie
Cho. 157
. Vgl.
Pers. 117
μελαγχίτων φρήν,
Suppl. 793
κελαινόχρως καρδία und das Homerische
φρένες ἀμφιμέλαιναι
(
Α 103).
..
552.
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χθονί ist unsichere
Ergän- (zum Liegen) bietend, vgl. Hesych. zung.
554.
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555.
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νῦν d. i. nachdem ich
weiſs, dafs Agamemnon wieder kommt.
--
τὸ
σὸν (,,um mit dir zu
reden", mit Bezug auf 544) wie
τὸ
λεγόμενον,
τὸ τῆς παροιμίας. Ebenso Plat. Soph. 233
Β τὸ σὸν δὴ τοῦτο,
σχολῇ ποτ᾽ ἂν
κτἑ.
557.
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Ja, in Frieden kann man sein Auge schliefsen; denn Ende gut, alles gut. Das andere was sich in der langen Zeit zugetragen hat,
wecktgemischte Empfindungen.
558.
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559.
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δι᾿
αἰῶνος,
διὰ βίου wie
Cho. 26
,
Eum. 566
. Vgl.
Sept. 205
ἐμὸν
κατ᾿
αἰῶνα
(
ἐπὶ
τοῦ ἐμοῦ βίου Schol.).
560.
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δυσαυλία, das unwirtliche Lagern unter freiem Himmel. Vgl.
Ant. 356
δυσαύλων πάγων
ἐναίθρεια. Das Wort
δυσαυλία findet sich noch bei Philon I p. 195, 18
χαμευνίαις καὶ δυσαυλίαις.
561-562.
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σπαρνάς, spärlichen Raum
σπαρνάς·
σπανίους,
ἀραιάς,
διεσπαρμένας.
παρίξεις,
παραδρομὰς
ἐπὶ τοῦ καταστρώματος τῶν νεῶν Schol., die sog.
πάροδοι (Athen. p. 203 F, Poll. 1 88), Gänge über das Verdeck hin neben den Ruderern. -
κακοστρώτους, die eine
κακή στρωμνή boten, wo man schlecht gebettet war.
τί που μέρος; da könnte man ja wohl den ganzen Tag fort klagen. Vgl.
Pers. 432
κακῶν δὲ πλῆθος οὐδ᾽ ἂν εἰ δέκ᾽ ἤματα στοιχαγοροίην,
οὐκ ἂν ἐκπλήσαιμί σοι.
563.
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χέρσῳ,
ἐν χέρσῳ.
πλέον.
προσῆν scil.
ἡμῖν.
..
καὶ zu
565.
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Der Regen (
δρόσοι) vom Himmel und der Wiesentau von der Erde netzte uns, der Reif setzte uns zu und bewirkte peinigenden Schaden von Hautausschlägen.
καταψεκάζειν (besprengen) auch Plut. Alex. 35 und Geopon. V 39, 2.
-
ἔτρυχον ist willkürliche Ergänzung. Vgl. den Anhang.
ἔνθηρον
νοη juckenden Geschwüren auch
Soph. Phil. 697
ἐνθήρου ποδός.
570.
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Infolge der Windstille um die Mittagszeit hält auch das Meer seinen Mittagsschlaf.
571-572.
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Der Herold bricht die Schilderung der Mühsale ab
mit,, wozu das Klagen?"
573.
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τοῖσι μὲν τεθνηκόσιν: der Gegensatz folgt 578 nach einer Zwischenbemerkung in anderer Wendung.
"
574.
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Vorüber ist für die Toten sogar die Sorge für das Auferstehen", derber Volkshumor für
„sie sind tot und stehen nicht wieder auf". Vgl.
Soph. Oed. T. 942
,
Trach. 874
. Die Negation pleonastisch nach
παροίχεται wie nach
ἀπομνύναι
υ.
α.
575.
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τοὺς ἀναλωθέντας,
τοὺς ἀπολωλότας.
ἐν
ψήφῳ (Rechenstein, calculus, Aristoph. Wesp. 656
λόγισαι
φαύλως,
μὴ ψήφοις,
ἀλλ᾽ ἀπὸ χειρός)
λέγειν unser
„an den Fingern
herzählen“. Eur. Rhes. 309
στρατοῦ δὲ πλῆθος οὐδ᾽ ἂν ἐν ψήφου λόγῳ θέσθαι
δύναι᾿
ἄν,
ὡς
ἄπλατον ἦν ἰδεῖν.
576.
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ἄλγους παλιγκότου von dem immer wieder hervorbrechenden Schmerze.
577.
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D. i. erst recht bleibe ich bei meinem
τί ταῦτα πενθεῖν δεῖ; und auch der Gedanke an die Toten kann mir die Freude nicht stören.
„Der Lebende hat recht".
χαίρειν καταξιῶ statt des gewöhnlichen
χαίρειν κελεύω.
579.
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ἀντιρρέπει: vgl.
Pers. 440
τοῖσδε καὶ
δὲς
ἀντισηκῶσαι ῥοπῇ.
580.
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τῷδ᾽
ἡλίου
φάει, hac solis luce, hodie.
581.
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κομπάσαι ποτώμενα rühmend verkünden was bestimmt ist über Land und Meer sich zu verbreiten. Vgl. Soph.
Ai. 292
ὃ
δ᾽ εἶπε πρός με
βαί᾽,
ἀεὶ δ᾽ ὑμνούμενα· „
γύναι,
γυναιξὶ κόσμον ἡ σιγὴ
φέρει", Pind.
Nem. VI 55
πέταται δ᾽ ἐπί τε χθόνα καὶ διὰ θαλάσσας τηλόθεν ὄνυμ᾽ αὐτῶν, Theogn. 237
σοὶ μὲν ἐγὼ πτέρ᾽ ἔδωκα (durch meinen Gesang),
σὺν οἷς
ἐπ᾿
ἀπείρονα πόντον πωτήσῃ καὶ γῆν πᾶσαν κτέ.
582.
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δή
ποτ᾿ ἐπασσάλευσαν· wie man sich bei Briefen in die Zeit des Empfängers versetzt, so wird hier wie bei einer Weihinschrift
(
Ζ.
Β.
μυριάσιν ποτὲ τῇδε τριηκοσίαις ἐμάχοντο) das angegeben, was dem späteren Beschauer zur
Erklärung gesagt wird.
ἑλόντες
στόλος: zu 199. Vgl. Hom. H 82
τεύχεα συλήσας οἴσω προτὶ Ἴλιον ἱρὴν καὶ κρεμόω προτὶ νηὸν ᾿Απόλλωνος ἑκάτοιο,
Sept. 263
θήσω λάφυρα,
δαΐων δ᾽ ἐσθήματα στέψω πρὸ ναῶν δουρίπηχθ᾽ ἁγνοῖς δόμοις(wenn so dort zu schreiben ist), Eur. Rhes. 180
θεοίσιν
αὐτὰ
(
τὰ
λάφυρα)
πασσάλευε
πρὸς
δόμοις,
Ελ. 7
ὑψηλῶν δ᾽ ἐπὶ ναῶν τέθεικε σκῦλα
πλείστα
βαρβάρων.