1-39.
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Prolog. Man erblickt den Wächter auf dem Dache des Atridenpalastes liegend. - Der Prolog besteht in den drei Stücken dieser Trilogie aus einem Monologe, welcher gut motiviert erscheint, auch in den Eumeniden (vgl. zu 1). Einer ausführlicheren Exposition bedarf es hier nicht. Das aufregende Moment
wird. 18 f. und 36 ff. von ferne angedeutet. Aus denselben Stellen ergiebt sich,
dafs der immer wieder durchbrechende Unmut des treuen Dieners (34 f.) einen
tieferen Grund hat. So erweckt schon der Prolog die der Tragödie entsprechende Stimmung. Für die Illusion beginnt die Handlung vor Tagesanbruch. Troja fiel um Mitternacht (Eur. Hek. 914
μεσονύκτιος
ὠλλύμαν, wozu der Schol. den Vers der kleinen
Ilias:
νὺξ μὲν ἔην
μέσση,
λαμπρὰ δ᾽ ἐπέτελλε σελήνη anführt).
14-15.
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τί μήν: wie 677,
Eum. 203
(,,was
doch?",,warum auch nicht?"), vgl.
τί γάρ; quid enim? Kr.
I§69, 39, 2.
ἀντίπνους, entgegenhauchend, entgegenwirkend. Davon hängt
τὸ μὴ συμβαλείν ab. Vgl. zu 1589
..
16.
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ὅταν δοκῶ, wenn es mir einfällt.
μινύρεσθαι (trällern, summen): vgl. Aristoph. Ekkl. 880
μινυρομένη
τι πρὸς ἐμαυτὴν μέλος. Dem Nachsatz
κλαίω κτέ. wird noch einmal ein durch den Zwischensatz
τί μήν;
φόβος γὰρ κτἑ. veranlafster Nebensatz vorgeschoben.
17.
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gegensingendes Heilmittel
d. i. Gegenmittel das in Gesang besteht. In anderem Sinne heifst es Eur. Med. 1176
ἀντίμολπον ὀλολυγῆς κωκυτόν.
-
ἐντέμνειν ist hergenommen von den
ριζοτόμοι, welche durch Einscheiden von Wurzeln und Pflanzen Heilmittel bereiteten. Vgl. 1260, Pind.
Pyth. IV 221
ἀντίτομα στερεᾶν
ὀδυνᾶν, Theophr. Pflanzengesch.
IX 1, 5-7. Zum Gedanken vgl. Lucr. V 1403 et vigilantibus hinc aderant solacia somni ducere multimodis voces et flectere cantus.
19.
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δεσποτουμένου
(
Cho.103
,
Eum. 530
): vgl. Tragic. Rom. frgm. inc. 100 ed. Ribb. o domus antiqua, heu quam dispari Dominare domino.
20.
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νῦν, jetzt endlich nachdem das ganze Jahr um ist (2). Damit wird motiviert, daſs gleich darauf wirklich das Feuerzeichen erscheint. Vgl.
Soph. Oed. T. 73
. Der Mangel der gewöhnlichen Cäsur wird ausgeglichen durch die Elision nach dem dritten Fufs (vgl. 824, 937, 1253, 1266,
Cho. 882
, 918,
Eum. 907
), zumal da die nächste Silbe der erste Teil eines zusammengesetzten Wortes ist (vgl. 1033, 1052, 1269,
Cho. 1
,
Eum. 447
, auch
Cho. 150
).
21.
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Nach diesem Vers
muſs, wie schon der Schol. bemerkt, eine kleine Pause stattfinden, worauf der Wächter, von seinem Lager aufspringend, mit lautem Ruf das Flammenzeichen begrüfst.
22.
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ἡμερήσιον steht gegensätzlich zu
νυκτός wie 527
φῶς ἐν εὐφρόνη,
Pers. 304
λευκὸν ἦμαρ νυκτὸς ἐκ μελαγχίμου, so
daſs
νυκτός zuerst im eigentlichen Sinne steht und dann in übertragener Bedeutung gedacht wird.
24.
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χάριν, als Dank, zum Dank. Eur. Alk. 1155
χοροὺς ἐπ᾿ ἐσθλαῖς ξυμφοραῖσιν ἱστάναι.
25.
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Spätere Grammatiker
unterscheiden durch den Accent
ἰοῦ ἰοῦ als Ausdruck der Freude von dem klagenden
ἰοὺ
ιού. Herodian u. a. kennen diese Unterscheidung nicht.
26.
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Die Umschreibung
Αγαμέμνονος
γυναικί ist im Munde des
Wächters anzüglich. Weil der Dichter das Abtreten des Wächters zu motivieren hat,
muſs man die Lesart
geringerer Handschr.
σημανῶ der besseren Überlieferung
σημαίνω vorziehen. Die Verwechslung dieser Formen findet sich öfters.
27.
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ἐπαντείλασαν: der Wächter ist noch ganz eingenommen von der Beobachtung der Sterne.
δόμοις
ζα
ἐπορθιάζειν wie 1108.
28.
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ὀλολυγμόν: Hesych.
ὀλολυγή·
φωνὴ γυναικῶν ἣν ποιοῦνται ἐν τοῖς ἱεροῖς εὐχόμεναι, Eustath. zu Hom.
δ 767
τὸ ὀλολύζειν γυναικεία εὐχὴ λιγύφωνος, Xenoph. Anab. IV 3, 19
ἐπεὶ καλὰ ἦν τὰ σφάγια,
ἐπαιάνιζον πάντες οἱ στρατιῶται καὶ ἀνηλάλαζον,
συνωλόλυζον δὲ καὶ αἱ
γυναῖκες
ἅπασαι. Der Wächter denkt also an Dankgesänge von Frauenchören. Vgl.
γυναικαῖοι νόμοι 599.
τῇδε λαμπάδι τα εὐφημοῦντα.
32-33.
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θήσομαι: die zugefallenen Würfel werden zum Spiel gesetzt. Vgl. Soph. frg. 686 Dind.
στέργειν δὲ τἀκπεσόντα καὶ θέσθαι πρέπει Σοφὸν κυβευτήν,
ἀλλὰ μὴ στένειν τύχην, Plat. Rep. p. 604 C
ὥσπερ
ἐν πτώσει κύβων πρὸς τὰ πεπτωκότα τίθεσθαι τὰ
αὐτοῦ
πράγματα, Ter. Ad. IV 7, 21 Ita vitast hominum, quasi quom ludas tesseris, Si illud quod maxume opus est iactu non cadit, Illud quod cecidit forte, id arte ut corrigas. Der Wurf
τρὶς ἓξ war der beste. Hesych.
τρὶς ἕξ·
νικητήριος βόλος,
καὶ παροιμία·
τοὶς
ἓξ ἢ τρεῖς κύβοι, Diogenian. V 4
το
μὲν τρὶς ἓξ τὴν παντελῆ νίκην δηλοῖ,
τὸ δὲ τρεῖς κύβοι τὴν ἧτταν. Auf unser Kartenspiel übertragen würde der Ausdruck etwa lauten:
„Das Glück meiner Herrschaft ist eine gute Karte für mein Spiel; vier As hat mir diese Feuerwache eingebracht." (Andere betrachten
εὐ
πεσόντα als Prädikat zu
θήσομαι und erklären:
„Des Hauses Glück will ich zu meinem Glückswurf machen.")
36.
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Hesych.
βοῦς ἐπὶ
γλώσσῃ·
παροιμία ἐπὶ τῶν μὴ δυναμένων παρρησιάζεσθαι. Die dazu gegebene Erklärung
ἤτοι διὰ τὴν ἰσχὺν τοῦ ζώου ἢ διὰ τὸ
τῶν᾿
Αθηναίων νόμισμα ἔχειν βοῦν ἐγκεχαραγμένον,
ὅνπερ ἐκτίνειν τοὺς πέρα τοῦ δέοντος παρρησιαζομένους ἦν ἔθος erscheint als künstlich.
Ahnlich ist die Deutung des Schol.
ἢ βάρος ἐπίκειται ἢ φοβοῦμαι ζημίαν ἐπικεισομένην μοι. Richtig aber ist
gewiſs in beiden Erklärungen, dafs Furcht vor Strafe als Grund des Schweigens angedeutet wird. Augenscheinlich ist
enscheinlich der Ausdruck
κλὴς
ἐπὶ γλώσσῃ βέβηκεν (Aesch. frg. 307
ἀλλ᾽ ἔστι
κἀμοὶ κλὴς
ἐπὶ
γλώσση
φύλαξ, Soph. Oed.
Κ. 1052
χρυσέα κλὴς ἐπὶ γλώσσα βέβακε προσπόλων
Ευμολπιδᾶν, vgl. auch Anthol. Pal.
Χ 42
ἀρρήτων ἐπέων γλώσσῃ σφρηγὶς ἐπικείσθω) mit volkstümlichem Humor, der gern in Bezeichnung von Strafwerkzeugen sich geltend macht, in
βοῦς ἐπὶ γλ.
βέβηκεν umgestaltet und bedeutet
βοῦς ἱμὰς βόειος oder
βοεία: der Ochsenziemer oder die Knute, die gefürchtet wird, ist der Schlüssel am Munde. Vgl. Hesych.
βοῦς·
μάστιξ, Plaut. Asin. I 1, 21 aput fustitudinas ferricrepinas insulas, ubi vivos homines mortui incursant boves. In witziger Weise ist der sprichwörtliche Ausdruck ausgedeutet bei Theogn. 850
βοῦς
μοι ἐπὶ γλώσσῃ κρατερῷ ποδὶ λὰξ ἐπιβαίνων Ἴσχει κωτίλλειν καίπερ ἐπιστάμενον. Dem
κρατερῷ ποδὶ λὰξ ἐπιβαίνων entspricht das Epitheton
μέγας hier wie bei dem Komiker Strattis fr. 67
Κ.
βοῦς ἐμβαίνει (
ἐπεμβαίνει)
μέγας (
Στράττις εἶπε παρὰ τὴν παροιμίαν τὴν
„
βοῦς
ἐπὶ
γλώττῃ“ Hesych.). Lobeck (Aglaoph. I S. 36) denkt an einen ledernen Riemen, mit dem Verurteilten der Mund verbunden wurde (vgl. H. L. Ahrens Philol. Suppl. I S. 229 ff.), G. Hermann an den schweren Druck des
Stierfuſses, unter dem man nichts hervorziehen kann; Schneidewin (Philol. IX S. 149 ff.) bringt das Sprichwort mit den Mysterien in Zusammenhang; Hartung meint, das
Schloſs habe die Gestalt eines
Stierfuſses gehabt, Margoliouth hält
βοῦς für eine Verballhornung von
βῦς, das er als Grundwort von
βύειν (stopfen) betrachtet.
37.
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Dieser Gedanke bezeichnet die Sache genügend, wie es Eur. Hipp. 418 von ehebrecherischen Frauen heifst:
πῶς
ποτ᾽..
βλέπουσιν εἰς πρόσωπα τῶν ξυνευνετῶν οὐδὲ σκότον φρίσσουσι τὸν ξυνεργάτην τέρεμνά τ'
οίκων μή ποτε φθογγὴν ἀφῇ; Cic. pro Cael. 24, 60 nonne ipsam domum metuet, ne quam vocem eiciat; non parietes conscios?
38-39.
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ἑκὼν gehört dem Gedanken nach zu
λήθομαι wie Herod. IV 43
ἐπιστάμενος τὸ οὔνομα ἑκὼν
ἐπιλήθομαι, „gerne bin ich für Unkundige unwissend, während Kundige mich verstehen". Vgl. Plaut. Mil. Gl. II
6,88 ne tu hercle, si te di ament, linguam comprimes
Posthac: etiam illut quod scies nesciveris Nec videris quod videris. Über
μαθοῦσι ohne Artikel zu 1394. Vgl. 59
παραβᾶσιν. L'esclave d'Eschyle ne prononce que quelques vers et offre cependant tout l'intérêt d'un caractère dramatique (Patin).
40-269.
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Parodos, bestehend (wie die Parodos der Perser und der Hiketides) aus drei Teilen, dem Recitativ des Chorführers in Anapästen
40-103, dem Gesang des Chorführers mit
ἐπιφθέγματα (124) des Gesamtchores 104-169, dem Chorgesang 170-269.
Der erste Teil beginnt mit der Schuld und Sühne der Trojaner, legt die äufseren Verhältnisse dar und giebt mit dem Verlangen zu erfahren, was die überall auf den Altären der Stadt angezündeten Opferfeuer zu bedeuten haben (83-87) die Motivierung für das Auftreten des Chors. Der zweite Teil berichtet eine Weissagung des Kalchas, welche ängstliche Besorgnis in betreff des Heerführers weckt. Der dritte begründet diese Besorgnis mit sittlichen Grundsätzen und erklärt das Leiden, das den siegreichen Agamemnon erwartet, als Sühne für eine Schuld, für die unerhörte Opferung der eigenen Tochter.
40.
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μὲν: als Gegensatz schwebt vor der Wunsch, der den Chor hergeführt hat, Kunde vom Heere zu erhalten 83 ff.
ἐπεὶ,
ἀφ᾽ οὗ, wie
Cho. 607
.
41-42.
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Der Singular entspricht dem metaphorischen Gebrauch von
ἀντίδικος, welches für sich steht
und in der Apposition
Μενέλαος
..
Αγαμέμνων seine Erläuterung erhält: ,,der gewaltige
Proceſsgegner, vertreten durch Menelaos und Agamemnon". Von dem Bilde des Rechtsstreites ist auch
ἀρωγήν 47 entlehnt.
43.
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διθρόνου καὶ δισκήπτρου
Διόθεν nach Hom. B 107, I 98 f. Vgl.
Suppl. 379
μονοσκήπτροισι ἐν
θρόνοις.
τιμῆς von der königlichen Würde wie Hom. I 616, Z 193.
ζεύγος bezieht sich auf den in
δι- (
θρόνου,
-
σκήπτρου) liegenden Begriff:
„der von Zeus mit Thron und Scepter begnadeten doppelten Würde
Vereinigung". Von dem darin liegenden einheitlichen Begriff,,gottbegnadetes Herrscherpaar" hängt der zweite Gen.
Ατρείδαιν ab.
45.
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χιλιοναύτην wie Eur. Iph.
Τ. 141
σὺν
κώπᾳ χιλιοναύτᾳ, Androm. 106
ὁ χιλιόναυς
.. "
Ἄρης, die dichterische Zahl.
Vgl. Thuk. I 10.
47.
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ἦραν στόλον wie
αἴρειν,
απαίρειν ναῦν (das Schiff vom Lande wegheben).
στρατιῶτιν ἀρωγήν, einen Rechtsbeistand (zu 41, vgl. Hom.
Ψ 574
ἐς μέσον ἀμφοτέροισι δικάσσατε μηδ᾽ ἐπ᾿ ἀρωγῇ), der aus Soldaten besteht, eine Wendung wie
κῦμα
χερσαῖον
στρατοῦ
Sept. 64
, vgl. unten zu 82.
48.
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κλάζοντες: Hom.
Π 428
οἳ δ᾽,
ὥς τ᾽ αἰγυπιοὶ γαμψώνυχες ἀγκυλοχείλαι πέτρῃ ἐφ᾽ ὑψηλῇ μεγάλα κλάζοντε μάχωνται.
49.
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Hom.
π 216
κλαῖον δὲ λιγέως,
ἀδινώτερον
ἤ
τ᾽ οἰωνοί,
φῆναι ἢ αἰγυπιοὶ γαμψώνυχες,
οἷσί τε τέκνα ἀγρόται ἐξείλοντο πάρος πετεηνὰ γενέσθαι.
ἐκπάγλοις, ein Homerisches Wort. Vgl. 853.
50.
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ὕπατοι (hoch über) regiert den Gen. wie
ὑπέρ.
51.
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Hom.
II 792
στρεφεδίνηθεν δέ οἱ ὄσσε. Ebenso will L. Dindorf hier
στρεφεδινοῦνται schreiben.
52.
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Die gleiche Cäsur 64, 75, 84, 95 u. ö. Vgl. Christ Metrik § 285.
53-54.
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„die nesthütende Arbeit mit den Jungen" d. h.,,die Frucht der Mühen, welche die Pflege der Jungen im Neste verursacht hatte". Anders Hesych. unter
δεμνιοτήρη πόνον:
καθόσον οἱ νεοσσοὶ ἔτι
τοιοὔτοί
εἰσιν ὡς τὰ δέμνια τηρεῖν καὶ κατέχειν,
μηδέπω πέτεσθαι
δυνάμενοι,
πόνον δὲ τὰ περὶ τὴν τροφὴν αὐτῶν. Vgl. 1450, Eur.
Herc. 1039
ὃ
δ᾽
ὥς τις ὄρνις ἄπτερον και ταστένων ὠδῖνα τέκνων,
Suppl. 1135
ἰὼ ἰώ·
ποῦ δὲ πόνος ἐμῶν τέκνων, Phoen. 30
τὸν ἐμὸν ὠδίνων πόνον.
55.
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ὕπατος zeigt durch seine Stellung die Beziehung auf
ὕπατοι 50 an: weil die Vögel in der Höhe bei den Göttern sich angesiedelt haben (
μετοίκων 57), hört sie ein Gott in der Höhe.
τις ᾿Απόλλων, etwa Apollo (
τὶς cum nomine proprio coniunctum significat talem aliquem qualis est qui nominatur. Explicavit hunc usum Fritzschius in Quaest. Lucian. p. 16). Apollon, Pan, Zeus sind Götter, die auf hohen Bergen verehrt wurden, wie Pausanias VIII 38, 2 ff. auf dem Lykaion in Arkadien Heiligtümer des Zeus, Apollon und Pan angiebt (vgl. Ahrens Philol. Suppl. S. 234 ff.). Sie sind
προστάται ihren
μέτοικοι, den Geiern, die auf ihren Bergen horsten.
τῶνδε μετοίκων, dieser, die ihre
μέτοικοι sind, wie Soph.
ΕΙ. 790
πρὸς τῆσδ᾽ ὑβρίζῃ μητρός
(
νοη dieser, die deine Mutter sein will).
.
58.
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ὑστερόποινον, vgl. 705
ὑστέρῳ χρόνῳ,
Cho. 382
ὑστερόποινον ἄταν, Soph.
Ant. 1074
ὑστεροφθόροι ..
Ἐρινύες, Anthol. XII 229
ὑστερόπουν
Νέμεσιν, Caes. de b. Gall. I 14 consuesse enim deos immortales, quo gravius homines ex commutatione rerum doleant, quos pro scelere eorum ulcisci velint, his secundiores interdum res et diuturniorem impunitatem concedere, Hor. carm. III 2, 31 Raro antecedentem 3* scelestum Deseruit pede poena claudo und die Abhandlung von Plutarch
περὶ τῶν ὑπὸ τοῦ θείου βραδέως τιμωρουμένων.
59.
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παραβᾶσιν:
„Raum für alle hat die Erde, Was verfolgst du meine Herde?"
Ερινύν: ein Sprichwort (Paroemiogr. Gr. App.
II 20) lautet:
εἰσὶ καὶ κυνῶν Ἐρινύες. Die Erinyen nehmen sich aller Hilflosen an.
60.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-41
οὕτω δέ wie
Cho. 251
.
ὁ
κρείσσων d. i. der machtvoll waltende Zeus.
61.
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Hom.
Г 350
᾿Ατρεΐδης
Μενέλαος,
ἐπευξάμενος Διὶ πατρί·
Ζεῦ ἄνα,
δὸς τίσασθαι ὅ με πρότερος
κάκ'
ἔοργεν,
δίον ᾿Αλέξανδρον ὄφρα τις ἐρρίγῃσι καὶ ὀψιγόνων ἀνθρώπων ξεινοδόκον κακὰ ῥέξαι,
ὅ κεν φιλότητα
παράσχη,
Ν 621
Τρώες ὑπερφίαλοι κακαὶ κύνες,
οὐδέ τι θυμῷ Ζηνὸς ἐριβρεμέτεω χαλεπὴν ἐδείσατε μῆνιν ξεινίου,
ὃς
τέ
ποτ᾿
ὄμμι διαφθέρσει πόλιν αἰπήν.
..
62.
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πολυάνορος
verächtlich von der vielumfreiten (
πολλοὺς μνηστῆρας ἐσχηκυίας Schol.) und
buhlerischen Helena. Vgl. Hom. T 325
εἵνεκα ῥιγεδανῆς
Ἑλένης Τρωσὶν
πολεμίζω.
64.
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γόνατος κτἑ. ist gen. absol.
Ἐρειδομένου κονίαισιν entspricht dem vorhergehenden
γυιοβαρῆ: ein Ringer wird durch den anderen niedergedrückt und niedergehalten. Vgl. das Homerische
οὔδει
ἐρείδε- ·
σθαι (
Η 145
u. a.) und Eur. frg. 545
ἡμεῖς δὲ Πολύβου παῖδ᾽ ἐρείσαντες πέδῳ ἐξομματοῦμεν.
65.
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προτέλεια das Opfer, das einer heiligen Weihe (
τέλος, bes.
τέλος γαμήλιον
Eum. 838
) und Handlung vorhergeht, vgl. 237, deren Einleitung, Beginn (721). Der Lanzenkampf bildet das Vorspiel des Ringkampfes; wenn die Lanze zersplittert ist, kommt es zum Ringen.
66.
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Hom.
B 39
θήσειν γὰρ ἔτ᾽ ἔμελλεν (
Ζεὺς)
ἐπ᾿ ἄλγεά τε στοναχάς τε Τρωσί τε καὶ Δαναοῖσι διὰ κρατερὰς ὑσμίνας.
neuem an. -
67-68.
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Trotz des grammatischen Anschlusses hebt der Gedanke von
ἔστι
κτέ., mag es augenblicklich stehen wie es will, das Ende wird der Bestimmung des Schicksals, welche Sühne für Schuld fordert, entsprechen. Vgl. zu 1170 und
Cho. 776
, wo ähnliche Wendungen einen verschiedenen Sinn haben.
69.
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Das Asyndeton bei der Erläuterung.
70-71.
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Das Opfer, welches die Strafe und das Verderben der Stadt abwenden soll, wird von der zürnenden Gottheit nicht angenommen (1167 ff.). Wenn die Götter ein Opfer verschmähen, so offenbart sich das dadurch, dafs die Opferflamme nicht emporlodert (
ἄπυρα ἱερά,
Soph. Ant. 1006
ἐκ δὲ
θυμάτων Ἥφαιστος
οὐκ ἔλαμπεν),
daſs sie im Fettdampf und Qualm erstickt. Mag man auch nachschüren oder Ol (Verg. Aen. VI 256 pingue super oleum infundens ardentibus extis) u. dgl. darauf
giefsen (
ὑποκαίων
–
ἐπιλείβων), es ist vergeblich. Pind.
Ol. VII 48
ἀπύροις ἱεροῖς von Opfern bei denen nichts verbrannt wird.
-
οὔτε δακρύων
paſst nicht in den Zusammenhang.
παρα-
71.
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Der Zorn des Opfers zeigt sich
darin; daſs es nicht brennen will.
ἀτενεῖς, unbeugsam, weil alle Versuche eine günstige Flamme anzufachen fehlschlagen.
θέλξει: Schol.
λείπει τὸ
τὶς. Dies ergänzt sich aus dem Zusammenhang. Vgl. 464,
Eum. 509
, Soph.
ΕΙ. 697
ὅταν
δὲ
τις θεῶν
βλάπτη,
δύναιτ᾽ ἂν οὐδ᾽ ἂν ἰσχύων φυγεῖν, Hom.
Ν 287
οὐδέ κεν ἔνθα τεόν γε μένος καὶ χεῖρας ὄνοιτο.
72.
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ἄτιτος, ungeehrt, der Beachtung nicht wert, unnütz. Wegen der Form s. zu 1527. Der Dativ steht kausal.
75.
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νέμοντες wie
νωμῶντες, in Bewegung setzend. Vgl. 793
οἴακα νέμων mit
Sept. 3
οἴακα
νωμῶν,
Sept. 577
ἀσπίδ᾽ εὔκυκλον νέμων mit
Sept. 529
Σφίγγ᾽..
ἐνώμα.
76.
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Kind und Greis gleichen sich an körperlicher Ohnmacht (
δὶς παῖδες οἱ γέροντες). Bei den Dichtern wird Gleichnis und eigentlicher Gedanke öfter in beigeordneten Sätzen mit
τὲ,
καὶ,
τὲ
τὲ z. B.
Sept. 571
μητρός τε πληγὴν τίς κατασβέσει δίκη;
πατρίςτε γαῖα σῆς ὑπὸ σπουδῆς δορὶ ἁλοῦσα πῶς σοι ξύμμαχος
γενήσεται; mit
τὲ
καὶ (334 ff.),
δὲ,
μὲν
–
δὲ,
οὔτε
οὔτε,
οὐδὲ gegeben. Vgl.
Cho. 246
und zu Eur. Bakch. 902.
77.
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ἀνάσσων,
aufschieſsend wie eine Pflanze, Hom.
2437
ὃ δ᾽ ἀνέδραμεν ἔρνεϊ
ἶσος, Pind. Nem. VIII 40
χλωραῖς
ἐέρσαις
ὡς ὅτε δένδρεον ᾄσσει.
78.
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Die epischen Formen
ἐνὶ und
εἰν werden bei den attischen Dichtern nur in epischen Redensarten gebraucht. So
εἰν ᾿Αίδα
δόμοισιν Eur.
Alk, 436.
πείση nach Hom. v 23
τῷ δ᾽ ἄρα τ᾽ ἐν πείσῃ κραδίη μένε τετληνία. Seinem kriegerischen Sinne fehlt noch der kräftige Halt.
79-80.
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Vgl. Archil. frg. 100
οὐκέθ᾽
ὁμῶς θάλλεις
ἀπαλὸν
χρόα·
κάρφεται
γὰρ ἤδη. Auch an das
Homerische
οΐη
περ φύλλων γενεή,
τοίη δὲ καὶ ἀνδρῶν (
Ζ 146) wird man erinnert. In poetischer Weise ist Gleichnis und eigentlicher Ausdruck verbunden.
τρίποδας erinnert an das Rätsel der Sphinx. Eur. Tro. 275 &
τριτοβάμονος
χερὶ
δευομένα βάκτρου.
82.
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ὄναρ ἡμερόφαντον, ein Traumbild nicht der Nacht, sondern des Tages. Äschylos liebt es, der Metapher durch ein das Bild aufhebendes Epitheton einen witzigen Anstrich zu geben. Vgl. oben zu 47, unten zu 139, 697
φεράσπιδες κυναγοί, 1257
δίπους λέαινα, 1235
ὄμβρου κτύπον δομοσφαλῆ τὸν αἱματηρόν,
Cho. 491
πέδαις
ἀχαλκεύ-
τοις von dem Fanggarne der Klytämestra (vgl. Eur. frg. 598
αἰδοῦς ἀχαλκεύτοισιν ἔζευκται πέδαις),
Eum. 245
μηνυτῆρος ἀφθέγκτου φραδαῖς, 250
ἀπτέροις ποτήμασιν,
Suppl. 180
und
Sept. 82
κόνις,
ἀναυδος
ἄγγελος,
Sept. 925
ὁ πόντιος ξεῖνος ἐκ πυρὸς συθείς von dem Stahle (Schwerte), fragm. 298, 4
ἄπτεροι πελειάδες von den Pleiaden und zu
οἴστρου ἄρδις ἄπυρος
Prom. 906
.
83.
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Der Chorführer redet die im Hause weilende Klytämestra wie
Soph. Ai. 134
den im Zelte abwesenden Aias an.
87.
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πειθοὶ, vgl. 284, 286, 481
ff.
Ζυ θυοσκεῖν (sacra facere) vgl. Hesych.
θυοσκεῖν·
ἱεροῖς
παρέχεσθαι
ἢ θεοῖς, entstanden aus einem Schol. zu Soph.
Οed.
Τ. 896
τί δεῖ με θυοσκεῖν·
ἱερὰ παρέχεσθαι ἢ θεοῖς χορεύειν
(
Ν. Rhein. Mus. 36 S. 139). Das Wort verhält sich zu
θυοσκόος (von
κέω,
καίω) wie
βοηθείν
τα
βοηθόος.
88.
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Vgl. Aristoph. Ri. 1320
τίν᾿
ἔχων φήμην ἀγαθὴν ἥκεις,
ἐφ᾽
ὅτῳ κνισῶμεν ἀγυιάς; und dazu Schol.
ἔθος ἦν τοῖς ἐν ἀγυιαῖς ἱσταμένοις θεοῖς ἐπὶ ταῖς ἐρχομέναις ἀγγελίαις θύειν,
ὡς ἂν εἰ ἀγαθαὶ εἶεν,
ἐπινεύσαιεν ταύταις,
εἰ δὲ τοὐναντίον,
ἀποτρέψαιεν.
90.
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θυραίων: die
δαίμονες ἀντήλιοι (524), deren Altäre an den Thoren der Paläste errichtet waren, besonders Apollon. Vgl. 1065,
Soph. Oed. T. 919
,
El. 637
, 1375, Hesych.
ἀντήλιοι θεοί·
οἱ πρὸ τῶν πυλῶν ἱδρυμένοι.
Εὐριπίδης
Μελεάγρῳ und
προστατήριος·
τὸν ᾿Απόλλωνα οὕτω λέγουσι,
παρόσον πρὸ τῶν θυρῶν αὐτὸν ἀφιδρύοντο. Tertull. de Idol. 15 apud Graecos Apollinem Thyraeum et Antelios daemonas ostiorum praesides legimus.
91.
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δώροισι, durch die Opfergaben, wie es 94 f. erklärt wird.
92.
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ἄλλη δ᾽ ἄλλοθεν: diese Form der anapästischen Dipodie
-NIGC findet sich nicht häufig. Vgl.
Pers. 47
,
Sept. 1060
und unten zu 370.
–
οὐρανομήκης, ein Homerisches Wort (
ε 239).
95.
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ἀδόλοισι: vgl. Eur.
Suppl. 1029
συντηχθεὶς αὔραις ἀδόλοις.
96.
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πελάνῳ μυχόθεν βασιλείῳ
8.
ν.
α.
πελάνῳ ἐκ μυχοῦ βασιλείου.
98.
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αἰνεῖν, sich zu etwas verstehen, zusagen, gewähren.
99.
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τε: das zweite Glied
,,undbestätige die Hoffnung, die mir aus den angezündeten Opferfeuern entgegenleuchtet" hat sich in der folgenden Unterabteilung
τοτὸ
μὲν τοτὲ
δ᾽ ..
ἐλπὶς
κτέ, verloren. Ebenso
Pers. 485
ff. ..
102-103.
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Die eigentliche Ursache der bangen Stimmung des Chors erklärt der folgende Teil.
–
ἄπληστον λύπης wie
ἄπληστον κακῶν
Eum. 977,
μάχης
ἄπληστον
Suppl. 750
.
φρενοδαλής auch
Eum. 331
. Das handschriftliche
θυμοφθόρον ist Erklärung zu
φρενοδαλῆ. Vgl. Anhang.