1056-1176.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-593
Kommos, welcher die Vorgänge im Innern des Hauses gewissermafsen auf die Bühne verlegt, bestehend aus drei Teilen. Im ersten Teile (1056-1100), welcher die Vorbereitung der blutigen That beschreibt, spricht der Chor (d. i. Chorführer) nur in Trimetern, während die Partieen der Kasandra melisch sind. Kasandra steigt jetzt vom Wagen. Über
d
ᾶ zu
Eum. 844. -
1129-1176.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-622
dritter Teil: Schicksal und Anteil der Kasandra. Die Chorpartieen scheinen Halbchöre vorzutragen, jedes Strophenpaar ein Halbchor.
1139.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-630
,,wie eine Nachtigall, die unersättlich ist in ihren Klagen, indem sie in ihrem verstörten Sinn den Itys bejammert ihr von Leiden umblühtes Dasein über." Die Nachahmung des Vogelrufs mit
"
Ἴτυν
Ἴτυν auch
Soph. El. 148
ἃ Ἴτυν,
αἰὲν
Ἴτυν
ὀλοφύρεται, Eur. frg. 775, 28
Ν.
ὀρθρευομένα γόοις
Ἴτυν
Ἴτυν πολύθρηνον. Die unablässige Klage der Nachtigall
(
παῖδ᾽
ὀλοφυρομένη Ἴτυλον φίλον) benützt schon Hom.
τ 518
ff. zum Vergleiche. Nach der Sage, die Homer noch nicht kennt, that der thrakische König Tereus, welcher Prokne, die Tochter des attischen Königs Pandion, zur Gemahlin hatte, der Schwester seiner Gemahlin Philomele Gewalt an und schnitt ihr die Zunge aus. Philomele teilte die That ihrer Schwester durch ein Gewebe mit, Prokne aber schlachtete ihren Sohn Itys und setzte ihn dem Tereus als Speise vor. Da dieser das greuliche Mahl erkannte, wollte er sich an den Schwestern rächen; Zeus aber verwandelte sie in Nachtigall und Schwalbe, den Tereus aber in einen Wiedehopf und noch jetzt verfolgt der Wiedehopf die beiden Vögel und die abgeschnittene Zunge verrät sich in der Stimme der Schwalbe (Schol. zu Soph. El. a. O.).
–
ἀμφιθαλή
βίον Akk. der Zeit wie
μήκος 2.
1142.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-631
Kasandra weist die Vergleichung mit der Nachtigall zurück und findet deren Los beneidenswert im Vergleich mit dem ihrigen.
1144.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-632
περέβαλον wie
Eum. 637
περεσκήνωσεν, wozu der Schol.
be-merkt:
πρὸς (d. i.
τὸ χ
πρὸς)
τὴν συναλοιφὴν τῆς περί καὶ τὴν συζιγίαν τοῦ ῥήματος. Krüger II 12, 2, 11.
1146-1147.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-633
Aus
περέβαλον ergänzt sich zu
αἰῶνα ein entsprechendes Verbum.
-
γλυκὺν κλαυμάτων διαί: sie geniefst die Wonne der Thränen, vgl. Hom.
8 102
γόῳ φρένα τέρπομαι.
δορί,
ἔγχει,
Waffe,
ἀμφιτόμῳ βελέμνῳ 1497,
τῷ πελέκει Schol., vielmehr Schwert nach 1530, 1261,
Cho. 1009
. Vgl. Einl. S. 3 N.