774-965.
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drittes Epeisodion. 6* Der siegreiche Agamemnon erscheint auf einem Wagen. Zur Seite sitzt ihm Kasandra, als Seherin
gekennzeichuet durch weifses Gewand, den
χιτών ὀρθοστάδιος (Poll. IV 18, 119), über dem sie ein Netz von
Wollenfäden
ἄγρηνον (Poll. IV 18, 116, Hesych. u. d. W.) trägt (1269), dann durch Scepter und den mit Wolle umwickelten Lorbeerkranz, der um den Hals auf die Brust herabhängt (1264, Hom. A 15 und Schol. zu Aristoph. Plut. 39, vgl. Wieseler Zeitschr. f. d. Altertumsw. 1848 S. 108 f.). Über Purpurteppiche, die Klytämestra hinbreiten läfst, schreitet Agamemnon später in den Palast. So wird der tragische Eindruck durch den Kontrast des Glanzes und Glückes gesteigert. Die Anapäste recitiert der Chorführer.
957-958.
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Denn mit der Wurzel des Baumes kam Laub ins Haus, das seinen Schatten ausbreitet gegen das Hundsgestirn.
ἵκετο ἐς δόμους bezieht sich auf die Ankunft des Agamemnon:
„denn nachdem du ins Haus gekommen bist, ist gleichsam die Wurzel des Baumes vorhanden, der uns mit seinen Zweigen Schatten bietet gegen Sonnenglut."
ὑπερτείνασα: über das
Zusammenfallen der Haupt- und Nebenhandlung vgl. 301, 405, 1038, Krüger
1 53, 6, 8, Koch 101 Anm. 1.
959-960.
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σοῦ μολόντος, als wenn
θάλπος μὲν ἔμολε folgte wie nachher
ψῦχος
πέλει. Vgl. zu 653.
σημαίνεις μολόν: du bist das Wahrzeichen, dafs gekommen ist. Ansprechend vermutet F. W. Schmidt
θερμαίνει δόμον. Schneidewin erinnert an ein von Goethe behandeltes arabisches Gedicht, wo es heifst:
,, Sonnenhitze war er am kalten Tag und brannte der Sirius, war er Schatten und Kühlung."
962.
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τότ᾽ ἤδη, dann schon, nicht erst zur Winterszeit. Vgl. jedoch Anhang.
963.
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ἀνδρὸς τελείου: des Mannes als der Krone des Hauses. Vgl.
Pers. 172
ὄμμα γὰρ δόμων νομίζω δεσπότου παρουσίαν.
964.
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τέλει, als
τέλειος. Vgl. zu 517. Klyt. spricht dieses, nachdem Agamemnon bereits in das Haus getreten ist. Nach dem folgenden Verse folgt sie ihm.
965.
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Vgl.
Cho. 776
μέλει θεοῖσιν ὧνπερ ἂν μέλῃ πέρι, wornach
worr Mähly auch hier
τῶνπερ
ἂν μέλῃ πέρι vermutet (
τελεῖν könnte aus dem vorausgehenden Verse stammen. Die Attraktion des Relativs findet sich bei den Formen, die mit
τ anlauten, nirgends sonst).
966-1018.
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drittes Stasimon:
„Von dem Augenblicke an, wo die Griechen in Aulis die Anker
lichteten, hat sich meiner eine ängstliche Beklemmung bemächtigt, die mich nicht einmal jetzt
verläſst, obwohl ich die siegreiche Rückkehr des Agamemnon mit eigenen Augen sehe. Ohne Grund ist diese Besorgnis nicht, welche dem Rechtsgefühl entspringt (wenn ich auch wünsche,
daſs sie nicht in Erfüllung gehe). Denn der Schaden, den man an der Gesundheit nimmt, ist wieder heilbar und Verlust von Vermögen
läfst sich ersetzen; aber vergossenes Menschenblut ist unersetzlich: der Tote steht nicht wieder auf. Gerne hätte ich dem König diese Bedenken vorgetragen; aber die erhabene Würde des Königs gestattet solche Rede nicht und so
muſs ich meine heilsame Mahnung im unruhigen Herzen verschliefsen." So giebt dieser Chorgesang im
Anschluſs an den dritten Teil der Parodos die Schuld an, welche Agamemnon durch seinen Tod sühnt.
967-968.
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προστατήριον καρδίας statt des prosaischen
πρὸ καρδίας.
969.
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Es orakelt ungeheifsen unbezahlt mein Gesang d. h. unwillkürlich komme ich immer wieder auf meine düsteren Ahnungen zurück.
ἄμισθος, anders als die
χρησμολόγοι
(
τὸ
μαντικὸν γὰρ πᾶν φιλάργυρον γένος
Soph. Ant. 1055
). Vgl.
Cho. 729
.
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