941-995.
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θρῆνος der Antigone und Ismene. Antigone steht an der Leiche des Polynikes, Ismene an der des Eteokles. Der Gesang besteht aus vier Teilen; im ersten und dritten entspricht immer die Partie der Ismene der Partie der Antigone, im zweiten Teile besteht außer dieser Responsion noch die Responsion eines größeren Strophen- paares, das mit einem Ephymnion der beiden Schwestern schließt; im letzten Teile entsprechen sich zwei Verse, die wieder von Antigone und Ismene gemeinsam gesungen werden, und zwei Verse, von denen der eine der Antigone, der andere der Ismene gehört. Eine ähnliche Gestalt der Responsion findet sich nur noch Eur. Androm. 1197 ff.
994.
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Schol.
ὅπου
τιμιώτατον
μέ-
ρος (nämlich
χθονός). Der Hiatus ist statthaft bei der Interjektion,
995.
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δώ ist für
ιώ
ιώ gesetzt. Andere verdoppeln statt dessen nach jüngeren Handschriften lo in Für
πῆμα erwartet man
μνῆμα (oder
πτώμα). Vgl. Eur. Hik. 937
ποῦ
δῆτα
θήσεις
μνῆμα
τῷδε
χωρίσας;
πατρὶ
πάρευνον, Schol.
παρὰ
τὴν
εὐνὴν
τοῦ
πατρός: wir werden sie im Grabe betten neben der Ruhestätte des Vaters. Äschylos folgt der epischen Über- lieferung, nach welcher Ödipus in Theben gestorben und begraben ist. Nach Paus. I 28, 7 suchte man die Homerische Sage und das
μνῆμα
Οἰδίποδος in Athen dadurch in Einklang zu bringen, daß man eine Übertragung der Gebeine annahm. Über andere
Οιδιπόδεια berichtet der Schol. zu Soph. O. K. 91. -
996.
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Uber diese Schlußpartie s. Einl. S. 10 f. Das
996-997.
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Schol.
τὰ
δόξαντα
τοῖς
προ-
βούλοις
ἀπαγγείλαί
με
χρή. Präsens
ἀπαγγέλλειν weist darauf hin, daß der Herold sein bleiben- des Amt, nicht bloß einen vor- übergehenden Auftrag angeben will. Demnach wird
δοκοῦντα
καὶ
δόξαντα frühere wie gegenwärtige Be- schlüsse", "nicht was der Rat des Volkes beschlossen hat und was als Beschluß feststeht" bedeuten. W. Headlam vermutet
δόξαντα
καὶ
δόξοντ', Weil will die Worte um- stellen:
δόξαντα
καὶ
δοκοῦντ᾽. Nach Aristot. Pol. VI 15 und VII 8 bezeichnete man mit
πρόβουλοι den Rat in oligarchischen, mit
βουλή den in demokratischen Staaten. Wie aus 1016f. hervorgeht, denkt sich der Dichter, daß dieser Rat nach dem Tode des Regenten provisorisch die Herrschaft ausübt, wie das Kollegium, welches vor der Herr- schaft der 400 in Athen die Ge- schäfte leitete, aus 10
πρόβουλοι bestand (Lys. XII 65, Aristot. Ath. pol. 29). Ebenso wird das Synedrion auf dem Isthmus, welches die vor- bereitenden Maßregeln für den Krieg gegen die Perser zu treffen hatte, von Herod. VII 172
πρόβουλοι
τῆς
Ἑλλάδος genannt.
998-999.
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ἐπ᾽
εὐνοία
χθονός (in Liebe zum Vaterlande) wie
τάδε
δὲ
μένο-
μεν
ἐπ᾿
ἐλπίσιν Soph. Trach. 951. Dazu gehört ein Wort wie
θανόντα, weshalb der V. 1002, welcher sich in der Form
τέθνηκεν
οὗπερ
τοῖς
νέοις
θνήσκειν
καλόν an
ἱερῶν
πατρώων
ὅσιος
ὢν
μομφῆς
ἄτερ an- schließt nach
πατρώων ist nach- träglich im cod. Med.
δ' eingefügt), hierher versetzt ist. Vgl. Soph. Ant. 194
Ετεοκλέα
μέν,
ὃς
πόλεως
ὑπερμαχῶν
ἔλωλε
τῆσδε,
πάντ'
ἀριστεύσας
δόρει,
τάφῳ
τε
κρύφαι
κτέ.
Ζυ
ούπερ
τοῖς
νέοις
θνῄσκειν
καλόν (,,auf dem Feld der Ehre") erinnert der Schol. an Hom. M243
εἷς
οἰωνὸς
ἄριστος
ἀμύνεσθαι
περὶ
πάτρης.
1000-1001.
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στέγων: Schol.
εἴργων. Vgl. zu 202. Der Ausdruck
θά-
νατον
είλετ'
ἐν
πόλει ist unge- schickt. Man hat dafür
ἐν
πύλαις (Francken), besser
έν
πάλῃ (Stadt- müller) vermutet. Da aber der Ge- danke' schon mit
ἐπ᾿
εὐνοίᾳ .
καλόν (998f.) angegeben ist, so entsteht der Verdacht einer Inter- polation, zumal da auch der Aus- druck
ἱερῶν
πατρῴων
ὅσιος
ὤν nicht ganz klar ist (,,in Bezug auf die heimischen Heiligtümer rein von Sünde, nicht wie Polynikes 1008 f. mit Schuld gegen die Götter des Landes behaftet").
1004.
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Vgl. Soph.
Αnt. 198
τὸν
δ᾽
αὖ
ξύναιμον
τοῦδε,
Πολυνείκη
λέγω,
ὃς
γῆν
πατρώαν
καὶ
θεοὺς
τοὺς
ἐγγενεῖς,
φυγάς
κατελθών,
ἠθέλησε
μὲν
πυρὶ
πρῆσαι
κατ᾿
ἄκρας
τοῦτον
πόλει
τῇδ᾽
ἐκκεκήρυκται
τάφῳ
μήτε
κτερίζειν
μήτε
κωκῦσαί
τινα,
ἐᾶν
δ᾽
ἄθαπτον
καὶ
πρὸς
οἰωνῶν
δέμας
καὶ
πρὸς
κυνῶν
ἐδε-
στὸν
αἰκισθέν
τ'
ἰδεῖν, Eur. Phoen. 1628
τόνδε
δ᾿
ὃς
πέρσων
πόλιν
πατρίδα
σὺν
ἄλλοις
ἦλθε,
Πολυνεί
κους
νέκυν
ἐκβάλετ᾽
ἄθαπτον
τῆσδ᾽
ὅρων
ἔξω
χθονός.
1005.
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βαλεῖν, nämlich
ἔδοξε (1000, vgl. 1011) oder auch
ἐπέσταλται (1003).
ἁρπαγὴν
κυσίν nach dem Homerischen
ἑλώρια
τεύχε
κύνεσσιν
οἰωνοῖσί
τε
πᾶσι (44). Vgl. Soph.
Αi. 830
ῥιφθῶ
κυσίν
πρόβλητος
οἰωνοῖς
θ᾽
ἕλωρ, Eur.
Εl. 896
θηρ-
σὶν
ἁρπαγὴν
πρόθες.
1006.
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ὄντα
ἀναστατῆρα: er war der Zerstörer des Landes, soviel auf ihn ankam, ist also dessen schuldig. Die leichte Änderung von Vierke
ὄντ᾽
ἂν
ἀνστατῆρα trägt zwar dem folgenden hypothe- tischen Satz Rechnung, schwächt aber den Grund des verweigerten Begräbnisses ab. Eine geringere Handschrift bietet
Καδμείας und
Καδμεία
χθών ist ebenso gewöhn- lich wie
Αργεία
χθών, aber fragt sich, ob nicht ursprünglich
πόλεως für
χθονός stand, da
πόλεως besser zu
αναστατῆρα past. es
1008-1009.
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ἄγος
θεών, Bedeckung von Seite der Götter. Zum Ge- danken vgl. Hik. 234
οὐδὲ
μὴ
ν
Αιδου
θανὼν
φύγῃ
ματαίων
αἰτίας
πράξας
τάδε. Hier wird diese Schuld als Grund dafür angegeben, daß noch an einem Toten Rache genommen werden soll. Denn sonst gilt der Grundsatz:
θάνατος
ἀνθρώποισι
νεικέων
τέλος
ἔχει, wie es in der Antigone des Euripides hieß (Fragm. 176).
1010.
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Vgl. 570.
ᾕρει, de com natu.