1-77.
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Prolog, in welchem mit tiefer Empfindung und stimmungs- voll die Situation und der Drang des Augenblicks gekennzeichnet wird, nachdem die vorausliegenden Begebenheiten durch die voran- gehenden beiden Dramen der Tri- logie gegeben sind. Dabei tritt uns der Charakter des Eteokles in seiner entschlossenen Tatkraft und patrioti- schen Begeisterung entgegen und wird durch V. 28f., 57f. der weitere Verlauf des Dramas vorbereitet. Eteokles kommt aus dem Palaste und spricht zu den vor dem Hause versammelten Kriegern, Jünglingen, Männern und Greisen, welche nach 35 abziehen.
39.
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Eine harmlose Parodie dieses Verses bietet ein Fragment der
Πόλεις des Eupolis (212
Κο.)
Ἱερόκλεες,
βέλτιστε
χρησμῳδῶν
ἄναξ.
40.
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τὰ
ἐκεῖθεν
ἐκ
στρατοῦ nach der Vorstellung, daß der Bote von dort herkommt. Vgl. 68, Ag. 543
κῆρυξ
᾿Αχαιῶν,
χαῖρε,
τῶν
ἀπὸ
στρατοῦ.
41.
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δέ an dritter Stelle, ohne daß die beiden vorhergehenden Worte einen einzigen Begriff ausmachen, öfters bei Aschylos, vgl. 686, 1015 und zu Ag. 744.
43.
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Der Vers wird parodiert Aristoph. Lys. 187
τίν᾽
ὅρκον
ὁρκώ-
σεις
ποθ'
ἡμᾶς;
ΛΥΣ.
ὅντινα;
εἰς
ἀσπίδ',
ὥσπερ
φησὶν
Αἰσχύλος
ποτέ,
μηλοσφαγούσας. Diese Parodie be- weist nicht, daß Aschylos
μηλο-
σφαγούντες geschrieben hat. -
ἐς
σάκος d. i. sie fingen das Blut mit dem Schilde auf.
μελάνδετον: Schol.
τὸ
μελανισθὲν
τῷ
αἵματι
ἢ
τὸ
ἐκ
μελαινῶν
βυρσῶν
περιβεβλη-
μένων . .
τὸ
μελάνδετον
δὲ
καλῶς
ἂν
ἐπὶ
ξίφους
ῥηθείη,
ἐπὶ
δὲ
σάκους
παρέλκει
τὸ
δετον
ὡς
ἐπὶ
τοῦ
κελαι-
νεφές
το
νέφος. Bei Homer und Hesiod ist
μελάνδετος Attribut von
φάσγανον und eine Stelle wie Eur.
Οr. 821
μελάνδετον
φόνῳ
ξίφος läßt erkennen, daß
μελάνδετος von den Wörtern, in denen sich
d
εtos mit einem Stoffnamen verbindet wie
χαλκόδετος,
λινόδετος,
σιδηρόδετος, zu unterscheiden und daß die An- sicht von Verrall richtig ist, welcher
μελάνδετος mit Formen wie
ἀμά-
χετος,
ἀλάμπετος,
ἀπεύχετος ver- gleicht.
44.
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θιγγάνοντες . .
φόνου (
αἵμα
τος): vgl. Xen. Anab.
Ι 2, 9
ταῦτα
δ'
ὤμοσαν
σφάξαντες
ταῦρον
καὶ
κάπρον
καὶ
κριόν
εἰς
ἀσπίδα,
οἱ
μὲν
Ἕλληνες
βάπτοντες
ξίφος,
οἱ
δὲ
βάρβαροι
λόγχην. Der Brauch ist der
κοινωνία
χερνίβων (Ag. 1021) nachgeahmt: Athen. IX S. 409
ἔστι
δὲ
χέρνιψ
ὕδωρ,
εἰς
ὃ
ἀπέβαπτον
δαλὸν
ἐκ
τοῦ
βωμοῦ
λαμβάνοντες,
ἐφ'
οὗ
τὴν
θυσίαν
ἐπετέλουν·
καὶ
τούτῳ
περιρραίνοντες
τοὺς
παρόν-
τας
ἥγνιζον,
45.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-36
'Evvo eine Kriegsgöttin wie Bellona. Da beim zweiten Glied die Verbindung fehlt, hat es viel- leicht "
Αρεως
Ενυώ geheißen (Engo erscheint bald als Mutter bald als Tochter des Ares).
φιλαίματος heißt
Φόβος, weil die Panik zu blutigem Gemetzel führt.
46.
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Die Helden wollen siegen oder sterben, vgl. Hom. M 328
ἴομεν,
ἠέ
τω
εὖχος
ὀρέξομεν
ἠέ
τις
ἡμῖν. Der Ausdruck
γῆν
τήνδε
φυράσειν
φόνῳ kennzeichnet den trotzigen Mut der Helden. Die Stelle wird gerühmt von dem Verfasser der Schrift
περὶ
ὕψους (c. 15) und gab wohl Anlaß, daß in Argos der Altar des
Ζεὺς
Χέτιος als die Stelle ge- zeigt wurde, wo die Genossen des Polynikes geschworen zu sterben, wenn sie Theben nicht eroberten (Paus. II 19, 8). Auch Sophokles O. K. 380 f. hat die Stelle nach- geahmt.
49-50.
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Schol.
ἔθος
ἦν
τοὺς
ἐν
πο-
λέμῳ
τοῖς
οἰκείοις
πέμπειν
σημεία (
μνημεία Kueck)
περόνας
ἢ
ταινίας
ἢ
βοστρύχους
ἤ
τι
τοιοῦτον.
τὸ
δὲ
ἔστεφον
ἀντὶ
τοῦ
ἐπλήρουν (1.
ἔ-
πλεκον).
πρὸς
ἅρμα
δὲ
Αδράστου,
ἐπεὶ
Αμφιάραος
αὐτοῖς
ἐμαντεύσατο
μόνον
Αδραστον
σωθήσεσθαι.
τοῦτο
δὲ
ὡς
ἀπὸ
τῆς
ἱστορίας
ἔλαβεν,
ὅτι
ἐσώθη
Αδραστος·
ἐπεὶ
πόθεν
ᾔδεσαν
ὅτι
διαφεύξεται: (d. h. der Dichter hat die Motivierung außer acht ge- lassen, weil die Zuschauer es aus der Thebais wußten, vgl. Paus. VIII 25, 8). Vielleicht auch, weil Adrastos Oberfeldherr war (562). Zu
ἔστεφον (sie hefteten wie einen Kranz an) vgl.
στέψω 264.
51.
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Schol.
οὐκ
ἦν
ἔλεος
διὰ
τῆς
γλώττης
αὐτῶν
προϊὼν
ἀποθηλύνων
τὴν
ὁρμήν, Tränen dagegen, welche ihnen bei dem Gedanken an die Lieben zu Hause flossen, vertrugen sich mit dem
σιδηρόφρων
θυμός. Vgl. Lessing Laokoon I. —
διὰ
στόμα auch 480, 566, Eur. Or. 103
ἀναβοᾷ
διὰ
στόμα, Aristoph. Lys. 855
ἀεὶ
γὰρ
ἡ
γυνή
δ'
ἔχει
διὰ
στόμα.
52.
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φλέγων, entfammt, vgl.
αἴ
θων 435.
53.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-41
Αρη
δεδορκότων von dem Blicke kampfbegieriger Wut. Vgl. Hom.
τ 446
πῦρ
ὀφθαλμοῖσι
δεδορ-
κώς, Timokl. Frgm. 12
οὐδὲ
πώποτε
ἀντίθετον
εἰπὼν
οὐδέν,
ἀλλ' "
Αρη
βλέπων, unten 485
φόνον
βλέπων.
54.
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πίστις für
πύστις gibt Stob. fl. 7, 11:,,sie zagen nicht ihren Worten alsbald die Bestätigung folgen zu lassen".
55.
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ἔλειπον: dieses Imperf. steht öfters zum Ausdruck der Fortdauer einer damit verbundenen Handlung. Vgl. Hom.
Τ 288
ζῳὸν
μέν
σε
ἔλειπον
ἐγὼ
κλισίηθεν
ἰοῦσα (,, du lebtest, als ich dich verließ "), 339
μνησάμενοι
τὰ
ἕκαστος
ἐνὶ
μεγά
ροισιν
ἔλειπεν (,, was im Hause zu- rückblieb, als er fortging"). So hier ,, sie waren mit dem Losen be- schäftigt, als ich von ihnen weg- ging". o's final.
57.
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πρὸς
ταῦτα, darauf hin.
πόλεως gehört zu
ἐκκρίτους wie Eur. Phön. 214
πόλεος
ἐκπροκριθεῖσ᾽
ἐμᾶς.
58.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-45
τάγευσαι, Schol.
τάξον, eigent- lich,,laß sie in deinem Interesse (als deine Stellvertreter) Führer sein", wie das Medium öfters eine Handlung bezeichnet, welche auf Veranlassung des Subjekts für dieses vorgenommen wird.
τάχος steht öfters bei Aschylos wie
ως
τάχος (bei Sophokles nie
ως,
ὅ
τις
ὅσον
τάχος).
60.
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χωρεῖ
κονίει: das zweite Ver- bum verstärkt das erste, vgl.
αὔειν
λακάζειν 169,
χωρῶμεν
ἐγκονῶμεν,
ἔπαιον
ἐρράχιζον,
παίουσι
κρεοκο
ποῦσι,
κινεῖ
ταράσσει.
ἀργηστής: Schol.
λευκός.
62.
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Eur. Med. 523
ἀλλ'
ὥστε
ναὸς
κεδνὸν
οἰακοστρόφον ist wohl un- willkürliche Reminiszenz.
63-64.
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φράξασθαι kann auch das Verdichten der Schiffswand be- zeichnen, vgl. Hom.
ε 256
φράξε
δέ
μιν (
σχεδίην)
είπεσσι
διαμπερές
οἰσυΐνῃσιν
κύματος
εἷλας
ἔμεν.
καταιγίσαι, Schol.
καταπνεῦσαι
σφο-
δρῶς: „, bevor die Windsbraut des Ares mit aller Macht losbricht und der Sturm das Schiff umtobt". Die brüllende Woge ist nicht eine ge- wöhnliche, sondern eine Woge, die auf dem trockenen Lande vom Sturm des Ares gegen das Schiff getrieben wird. Schol.
παρακεκιν
δυνευμένως
εἶπεν
κῦμα
χερσαῖον. Äschylos liebt es dem bildlichen Ausdruck ein Epitheton beizufügen, welches in witziger Weise gewisser- maßen die Illusion des Bildes zer- stört, so 82
ἄναυδος
ἄγγελος rom Staube, der das Heranrücken des feindlichen Heeres meldet, 109
κῦμα
δοχμολοφᾶν
ἀνδρῶν, 925
ὁ
πόντιος
ξεῖνος
ἐκ
πυρὸς
συθείς vom Stahle (Schwerte). Anderes zu
ὄναρ
ἡμερό
φαντον Ag. 82.
66.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-49
ἡμεροσκόπον: Schol.
φύλακα
ἁπλῶς, vielmehr in Gegensatz zum vorigen Dienste, bei welchem er die Feinde bei der Nacht beobachtete. Ebenso verspricht Hom. K 324 Dolon dem Hektor:
σοὶ
δ᾽
ἐγὼ
οὐχ
ἥλιος
σκοπὸς
ἔσσομαι
οὐδ᾽
ἀπὸ
δόξης.
68.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-50
τὰ
τῶν
θύραθεν, weil der Bote von der Gegend außerhalb der Stadt zurückkommt. Vgl. 40. Doch
τὰ
τῶν
θύραθεν auch 176. Der Bote ab.
69.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-51
Eteokles betet zu den Göttern, aber sein Gebet schließt mit einer nachdrücklichen Forderung.
Ζεῦ
τε
καὶ
Γῆ, eine häufge Ver- bindung (Himmel und Erde).
70.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-52
Αρὰ
Ἐρινύς wie
Κῆρες
Ερι-
νύες 1047. Der Fluch des dipus ist der Rachegeist, welcher die gegenwärtige Bedrängnis verursacht hat. Damit wird auf das voraus- gehende Stück der Trilogie hin- gewiesen. Vgl. 770 ff.
ἡ nach dem Vokativ wie
ὦ
ἄνδρες
οἱ
παρ-
όντες.
71.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-53
γὲ verstärkt
μή wie in
μή
μοί
γε Aristoph. Ri. 19, Wo. 84.
πρέμνοθεν wie 1048 (mit Stumpf und Stiel), vgl.
αυτόπρεμν (Schol.
αυτόρριζα)
ἀπόλλυται Soph. Ant.
72.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-54
ἐκθαμνίσητε, Schol.
ἐκριζώ
σητε. — Die Amphiktyonen schwuren
μηδεμίαν
πόλιν
τῶν
Ἀμφικτυονίδων
ἀνάστατον
ποιήσειν (Aschin.
παραπρ. § 115). Vgl. 311. Wie Äschylos Ag. 463 dem Eroberer und Städtezer- störer flucht, so verabscheut er hier Bruderkriege der Griechen.
73.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg004-wecklein1902-com-ger1-55
χέουσαν wie Hik. 640
εὐκταῖα
γένει
χεούσας, Hom.
τ 521
ἀηδών . .
ἥ
τε
θαμὰ
τρωπῶσα
χέει
πολυηχέα
φωνήν.
δόμους
ἐφεστίους wie Ag. 842, Häuser mit einer
ἑστία, Familien- häuser.
75.
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σχεθεῖν: der absolute Infinitiv zum Ausdruck eines Wunsches ent- spricht dem kindlichen Tone des Gebetes. Vgl. 239, Hom. H 179 Zɛỡ
πάτερ,
ἢ
Αἴαντα
λαχεῖν
ἢ
Τυδέος
υἱόν. Wollet nicht in das Joch der Knechtschaft zwängen" sagt Eteokles wie vorher
μὴ
ἐκθαμνίσητε, da in seinem Sinne die Götter das tun, was sie zulassen. Dindorf vermutet
μήποτ'
ἐνσχεθεῖν.