Aeschylus Supplices 117

ed. Herbert Weir Smyth

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Supplices. Aeschylus. ed. Herbert Weir Smyth. New York. 1922.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Ἱκέτιδες (Greek) (Aeschylus, Volume 1. Smyth, Herbert Weir, editor. London; New York: William Heinemann; G.P. Putnam's Sons, 1922.)

Editions (8)
Ἱκέτιδες First1KGreek (Aeschyli Tragoediae. Sidgwick, Arthur, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 176-347 focus
Greek (Editio princeps, 1518) (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Suppliants, 1518 edition. Native printed lineation, page markers, and automated correspondence to the Perseus/Smyth edition.) — 117 focus
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. Joannes Cornelius de Pauw, 1745.) — 117 focus
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. Guilielmus Dindorfius, 1882.) — 117 focus
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. Gottfried Hermann, 1852.) — 117 focus
ἱλέομαι μὲν Ἀπίαν
βοῦνιν, (καρβᾶν αὐδάν, ὦ γᾶ, ξυνεῖς) πολλάκι δ᾽ ἐμπίτνω
105
ξὺν λακίδι λίνοισιν ἢ
Σιδονίᾳ καλύπτρᾳ.
ΙΚΕΤΙΔΕΣ (OCR draft) Experimental (ΙΚΕΤΙΔΕΣ. Paul Mazon, 1920-1925.) — 117 focus
Ἱλέομαι ἱλέωμαι μὲν ᾿Απίαν
βοῦνιν· καρβᾶνα δ' αὐδὲν
εὖ, γᾶ, κοννεῖς εὐακοννεῖς;
πολλάκι δ' ἐμπίτνω ξὺν
λακίδι λινοσινεί λίνοισινῆι
120
Σιδονίᾳ καλύπτρᾳ.
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. N. Wecklein, 1885.) — 117 focus
Aeschyli Supplices (OCR draft) Experimental (Aeschyli Supplices. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, 1914.) — 117 focus
ἱλεοῦμαι μὲν ᾿Απίαν βοῦνιν,
115
καρβᾶνα δ᾽ αὐδὰν εὐ γᾶ κοννεῖς. –
πολλάκι δ᾽ ἐμπίτνω λακίδι σὺν λινοσινεῖ
Σιδονίαι καλύπτραι. –
Translations (9)
Suppliant Maidens Perseus (Aeschylus, Volume 1. Smyth, Herbert Weir, translator. London; New York: William Heinemann; G.P. Putnam's Sons, 1922. (Modernized by Perseus.)) — 117 focus
The Suppliant Women. (OCR draft) Experimental (The Suppliant Women.. Theodore Alois Buckley, 1849.) — 117 focus
I suppliant beseech the Apian land, and may you hear kindly my barbarian voice. But oft I fall upon my linen garments with rendings, and my Sidonian head-dress.
LES SUPPLIANTES (OCR draft) Experimental (LES SUPPLIANTES. Paul Mazon, 1920-1925.) — 117 focus
sont les tristes douleurs que
The Suppliants (OCR draft) Experimental (The Suppliants. Robert Potter, 1779.) — 117 focus
Ye riſing hills that crown this ſhore,
125
Where Apis reign'd in years of yore,
Propitious hear me, nor diſdain
To let your echoes learn this ſtrain;
Barbaric tho' my voice and rude,
Well may its notes be underſtood;
130
Barbaric tho' this purfled ſtole h ,
Frounc'd around with linen roll,
This blushing veil tho' Sidon gave,
Ye hills of Apis hear, and ſave!
Eschilo, Le Supplici: traduzione italiana di Ettore Romagnoli (OCR draft) Experimental (Eschilo, Le Supplici: traduzione italiana di Ettore Romagnoli. Ettore Romagnoli, 1922.) — 117 focus
spezzato è il canto.
Ahimè! ahimè!
Acconcio, mentre pur viva sono,
io per me l'ululo di morte intono.
E invoco il suolo Apio
125
o terra, t'è cognita
la barbara mia querimonia
e avvento le mani, a distruggerla,
sovressa la veste sidonia.
Aeschylus, Supplices: versio Latina Ioannis Sanravii (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Supplices: versio Latina Ioannis Sanravii. Ioannes Sanravius, 1555.) — 117 focus
Placo Apiam terram,
Barbaram uocem intelligis.
Sæpe uerò procido cum lacera ueste
Linea, aut
Sidonio integumento.
115
The Suppliants (OCR draft) Experimental (The Suppliants. Anna Swanwick, 1886.) — 117 focus
English (E. D. A. Morshead, 1908) (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Suppliant Maidens — Morshead translation. Wikisource transcription; speech corresp and card milestones aligned to Smyth perseus-grc2.) — 117 focus
O Apian land of hill and dale,
Thou kennest yet, O land, this faltered foreign wail—
135
Have mercy, hear my prayer!
Lo, how again, again, I rend and tear
My woven raiment, and from off my hair
Cast the Sidonian veil!
German (J. J. C. Donner, 1854; OCR review) (OCR draft) Experimental (Aeschylos. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Stuttgart: Hoffmann, 1854. Native Donner line citations, Smyth card correspondence, selected textual readings and metrical facsimiles. Remaining OCR differences and unattributed reading notes are documented in the linked review inventory.) — 117 focus
Zu dir fleh' ich, Hügelland Apia's!
(Du kennst ja die Fremdlingszunge, mein Land :) 1
105
Hastig zerreiß' ich oft
Die linnenen Gewande, sieh,
Und den Sidonerschleier.

Commentary

Critical apparatus to The Suppliant Women (OCR draft) (Latin and Greek critical apparatus to Gottfried Hermann's 1852 edition of The Suppliant Women.) focus

118. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-hermann1852-appcrit-lat1-102

ἀχείματόν μ' ἔπεμπε σὺν πνοαῖς:
ἀχίματόν μὲ ἔπεμπε
(in M. prius fuerat
με πέμπε
)
συμπνοιαῖς
M. Rob.
ἀχίματόν μὲ ἔπεμπε ἂν πνοιαῖς
G.
ἔπεμπε ἀμπνοῖς
Ε.
118

119-121. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-hermann1852-appcrit-lat1-103

τελευτὰς δ᾽ ἂν ἐν χρόνῳ πατὴρ παντάρχας παντόπτας: Libri
τελευτᾶς δ᾽ ἐν χρόνῳ πατὴρ ὁ παντόπτας
. Inserui
ἄν
et delevi articulum post
πατήρ
. Indicio versus antistrophici addidi
παντάρχας
. Sophocles Oed. Col. 1085.
ὦ Ζεῦ, θεῶν πάντ-αρχε, παντόπτα
.

122. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-hermann1852-appcrit-lat1-104

πρευμενὴς κτίσειεν:
πρευμενεῖς κτίσειεν
M. G. P. E. Rob.
πρευμενὴς κτίσειε
Turn.
122

Commentary (N. Wecklein, 1902; German; OCR draft) (Suppliants, explanatory commentary pp. 24–120. Single-witness OCR; source readings and all reference placements require scan review.) focus

1-181. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-1

1
2
3 Die
Parodos. An Stelle des προλογίζων wie in den Persern hat der Chor zunächst die Aufgabe die vorausliegenden Begebenheiten und das Motiv der Handlung (Flucht vor den Söhnen des Ägyptos, welche die Danaiden zur Ehe zwingen wollen) anzugeben. Dann richtet er an Götter und Menschen, an das stammverwandte Argos die Bitte um Schutz gegen Ver- gewaltigung vonseiten der die Danaiden verfolgenden Ägyptiaden. Damit wird das Ziel der Handlung bezeichnet. Endlich dient die Paro- dos zur Charakteristik des Chors, um dessen Schicksal sich die Hand- lung dreht (zu 118-181). Parodos zerfällt in drei Teile. Die anapästische Partie 1-39 trägt der Koryphäos vor, die melische 40-117 der Gesamtchor; von der zweiten melischen Partie 118-181, deren drei Strophen mit Ephymnien (zu 134) schließen, scheint jeder der drei oroixo ein Strophenpaar ge- sungen zu haben, während die Ephymnien dem Gesamtchor zu- fielen. Vgl. Jahrb. f. Philol. Suppl. XIII S. 219 ff. Als Schutz- flehende sind die Danaiden durch einen mit weißer Wolle umwundenen Olivenzweig gekennzeichnet (21f.), den sie in der linken Hand halten (197-199). Ihre Tracht ist ägyp- tisch (240 ff.). Während der Paro- dos steht Danaos auf dem hohen Götteraltare und späht bald nach Idem Meere bald nach dem Lande hin (184).

40-117. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-25

4
5
zweiter Teil der Pa- rodos:,,Jetzt den Epaphos, den Sprößling des Zeus, da anrufend, WO vorzeiten die Ahnmutter Io weidete, werde ich von meiner Abstammung den Bewohnern des Landes sichere Beweise geben. Ich fürchte aber und daher weine und klage ich wie die Nachtigall, welche um den Verlust ihres früheren Daseins (in Menschen- gestalt) und um den Tod ihres Sohnes weint -, es möchten die Freunde in Argos meine Bitte um Schutz abweisen. Wohlan denn, Götter meines Stammes, verhelft ihr mir zu meinem Rechte, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Haß gegen den Übermut der Vettern, wenn sie mich von eurem Altare reißen wollen. Auch im Kriege finden die Besiegten Schutz an den Altären der Götter. Meinem Gotte gebe ich ganz und gar mich hin. Seine Ratschlüsse sind unerforschlich; aber sein Wille geschieht unfehlbar. Ein Licht ist er in der Finsternis des Unglücks, dagegen stürzt er die Frevler herab von dem hohen Turm des Glücks in seiner Allmacht, in welcher er seine Gedanken sofort zur Tat macht ohne sich vom Sitze zu rühren. Möge er herabblicken auf den menschlichen Übermut, welcher von rasender Leidenschaft sich zu allem Frevel fortreißen läßt, wenn dieser auch zum Verderben führen mu.

116-117. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-59

6
7
κέντρον .. ἄλυκτον (so für ἄφυκτον, weil ἄλυκτον für das an- gespannte Zugtier mehr paßt, vgl. Suid. ἄλυκτον· τὸ ἄφυκτον, viel- mehr ὃ οὐ δύναταί τις ἀλύξαι): die Raserei treibt die Ägyptiaden wie das Zugtier der Treibstachel, dem es sich nicht entziehen kann. ἄταν (so die Aldina für ἄται, welches übrigens in der Hand- schrift aus ἄταν korrigiert ist) ἀπάτα μεταγνούς ist eine sarkastische Wendung: ,,er hat sich infolge des Trugs der Leidenschaft statt zum Heilsamen zu seinem Verderben entschlossen". Mit ἀπάτα vgl. Soph. Ant. 615 & γὰρ δὴ πολύ- πλαγκτος ἐλπὶς πολλοῖς μὲν ὄνασις ἀνδρῶν, πολλοῖς δ᾽ ἀπάτα κουφονόων ἐρώτων. Durch μεταγιγνώσκειν wird gewissermaßen die tragische Peri- petie ausgedrückt wie Ag. 231 Tò παντότολμον φρονεῖν μετέγνω.

118-181. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-60

8
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dritter Teil der Parodos, ein i άleuos (121), eine Klageweise, die mit heftiger Ge- bärde, mit Zerreißen des Gewandes (126 ff.) und Zerkratzen der Wangen ( άuvyuós Cho. 24) verbunden war (zu 72). Die Danaiden erneuern ihre Bitte um Schutz, gehen aber von flehender Bitte zu entschiedener und heftiger Forderung über:,,Mit solchen Klagen trauere ich um mich wie um eine Tote und rufe das argivische Land um Gnade an, in- dem ich im Schmerze meinen Schleier zerreiße. Den Göttern wird gern und reichlich geopfert, wo Wohlstand herrscht und nicht Todesfurcht bedrückt. Ich weiß nicht, was werden soll. Der An- fang zwar, die Fahrt über das Meer, ist glücklich vonstatten ge- gangen; möge nur auch das Ende glücklich sein, daß ich nicht zur Ehe mit den verhaßten Vettern gezwungen werde. Die jungfräu- liche Artemis möge vor allem mir gegen den Angriff auf meine jung- fräuliche Ehre beistehen. Andern- falls, wenn mich die Götter des Olymp verlassen, werde ich samt den schutzflehenden Zweigen zum Zeus der Toten meine Zuflucht nehmen und mich erhängen. Ich merke wohl, daß die Eifersucht der Hera, welche unsere Ahnmutter quälte, auch mich verfolgt. Und statt der reichlichen Opfer wird Zeus nur Unehre ernten, wenn er die Nachkommen seines eigenen Sohnes Epaphos abweist und von uns Schutzflehenden sein Auge ab- wendet. Er möge sich merken, was ich ihm noch einmal zurufe: die Eifersucht der Hera ist schuld an meinem Leide." Die Drohung sich das Leben zu nehmen, wenn sie schutzlos gelassen werden wiederholt mit gesteigerter Hef- tigkeit 472, und damit ein Zeug- nis gegen den Ζεὺς ἱκέσιος ab- zulegen offenbart eine Entschlossen- heit und Heftigkeit des Charakters, welche die Bluttat in der Braut- nacht begreiflich macht.

118-119. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-61

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θρεομένα δ᾽ ἐγώ (so Enger für λέγων): Hesych. θρεομένη θρη νοῦσα. Uber die Stellung von δέ zu 9. — λιγέα βαρέα, in bald hohen bald tiefen Tönen. Vgl. λιγέα κωκύ- ματα Pers. 335 und φθόγγον τε βαρύν Hom. ι 257. δακρυοπετῆ tränenrieselnde", βᾶνα αὐδάν d. i. unter τῶν Tränen, nicht παρασκευαστικὰ τοῦ πίπτειν τὰ δάκρυα ἀκουόντων (Schol.), sondern τὰ ἐμὰ δάκρυα.

122. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-62

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Noch lebend singe ich mir mein Grablied, weil der Tod mir vor Augen steht (164). Vgl. Ag. 1321 ἅπαξ ἔτ᾽ εἰπεῖν ῥῆσιν ἢ θρῆνον θέλω ἐμὸν τὸν αὐτῆς, Hom. Z 500 αἳ μὲν ἔτι ζωὸν γόον Εκτορα ᾧ ἐνὶ οἴκῳ, Isokr. 10 § 27 ἰδὼν αὐτοὺς πενθουμένους ἔτι ζῶντας. — μὲ für ἐμαυτήν wie Eur. Andr. 256 ἀλλ᾽ οὐδ᾽ ἐγὼ μὴν πρόσθεν ἐκδώσω μέ σοι.