182-532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-85
erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
423-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-256
Chorikon. Auf die Debatte folgt die Beratung. Wie Pers. 626 ff. u. Cho. 152 ff. die äußere Handlung, das Opfer am Grabe, so wird hier das stille Nachdenken des Königs von einem Chorgesang begleitet, welcher auf den Ent- schluß des Königs einzuwirken sucht und noch einmal die (drei) Gründe zusammenfaßt, welche den schwankenden König für die Dana- iden günstig stimmen sollen:,,Habe Mitleid mit den Verfolgten, laß uns nicht von heiliger Stätte weg- reißen, laß nicht deine Schützlinge grausam mißhandeln. Dein Tun wird deinen Kindern und deinem Hause Fluch oder Segen bringen".
445-446.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-268
φράσαι weist zurück auf das erste Wort
φρόντισον: „be- herzige dieses gerechte Walten von- seiten des Zeus".
447.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-269
Ich bin fertig mit der Überlegung." Vgl. Prom. 1029 EPM.
ὅρα
νυν
εἴ
σοι
ταῦτ᾽
ἀρωγὰ
φαίνεται.
ΠΡΟΜ.
ὦπται
πάλαι
δὴ
καὶ
βεβούλευται
τάδε. Aus dem Schwanken (
σάλος) bin ich heraus- gekommen, bin aber an die Klippe geworfen, daß ich mit den einen oder den anderen einen gefährlichen Krieg beginnen muß, d. i.,,ich bin aus dem Zweifel heraus und sehe das Unheil klar vor mir". Man könnte
έξοκέλλομεν vermuten, aber der transitive Gebrauch findet sich auch sonst (vgl. Tro. 136
ἃ . .
ἐμὲ
ἐς
τάνδ᾽
ἐξώκειλ᾽
ἄταν) und als Subjekt ist ein allgemeiner Begrift wie
πρᾶγμα zu denken ähn- lich wie bei
δηλοῖ,
δείκνυσιν,
σημαίνει, vgl.
Εum. 485
ἐπεὶ
δὲ
πρᾶγμα
δεῦρ᾽
ἐπέσκηψεν
τόδε.
448.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-270
τοῖσιν: zu 362. Schol.
ἢ
τοῖς
θεοῖς
ἢ
τοῖς
Αἰγυπτιάδαις. Für
ἄρασθαι ist
αἴρεσθαι überliefert wie 344
αἴρασθαι. Dieser Fehler findet sich außerordentlich häufig, so daß es keinem Bedenken unter- liegen kann den dem Sinne mehr entsprechenden Aor. zu setzen.
449-450.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-271
An die Stelle des Ge- dankens das steht unwiderruflich fest" tritt nach äschyleischer Weise ohne weiteres (für
ναυτικαῖσιν
ὡς
προσηγμένου ist deshalb und weil
προσάγειν sich als ungeeignet er- weist,
ναυτικαῖσι
προσπεπηγμένον gesetzt) das Bild:,,Zusammengefügt ist der Bauch des Schiffes zwischen Krummhölzern festgedrückt". Vgl. 955
τῶνδ᾽
ἐφήλωται
τορῶς
γόμφος
διαμπαξ,
ὡς
μένειν
ἀραρότως und das lateinische aliquid clavo trabali fgere, Hor. carm. I 35, 17 saeva Necessitas clavos trabales et cuneos manu gestans aëna. Nach der dieser Stelle entnommenen Glosse des Hesych.
στρέβλαι
ναυτικαί·
τὰ
ξύλα
τῶν
νεῶν
ἐν
οἷς
διασφηνοῦνται (wohl
δόρατα
σφηνοῦται)
γομφού
μενα sind unter
στρέβλαι
ναυτικαί die Schiffsrippen (
δρύοχοι) zu ver- stehen. Vgl. Apoll. Rh. I 367 vña
δ᾽
ἐπικρατέως
Αργου
υποθημοσύνῃσιν
ἔζωσαν
πάμπρωτον
ἐϋστρεφεῖ
ἔνδοθεν
ὅπλῳ
τεινάμενοι
ἑκάτερθεν,
ἵν᾽
εὖ
ἀραροίατο
γόμφοις
δούρατα
καὶ
ῥοθίοιο
βίην
ἔχοι
ἀντιόωσαν.
451-452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-272
Ohne Weh geht es nicht ab; oder ich irre sehr ab von der Natur dieses Streites (ich täusche mich sehr in der Art dieses Streit- falles). Ich wollte, ich täuschte mich." Dieser Zusammenhang wird gestört durch die V. 452-460, welche nach V. 486 ebenso am Platze wie hier unpassend sind.
Ζη
παροίχομαι vgl. Eur. Med. 995
δύστανε,
μοίρας
ὅσον
παροίχῃ (,,wie sehr täuschest du dich in dem, was das Schicksal dir bestimmt hat").
462.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-273
σοφὸς
κακῶν ist nur mög- lich nach und unter Einwirkung von
ἄιδρις. Schol.
μάντις
ἀποβαίην
φαῦλος („,ich will gern ein falscher Prophet sein").
464.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-274
D. i. „, nach vielen Reden, in denen ich dein Erbarmen (zu 200) angefleht habe, ist dies mein letztes Wort".
465.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-275
ἤκουσα, nämlich
αἰδοίους
λόγους
λέγοις
ἄν, nämlich
τέρ-
ματα: „Ich habe schon gehört und will weiter hören". Passend ver- mutet Stadtmüller
ἀκουστά, vgl. Anecd. Bekk. S. 373, 6
ἀκουστά.
ὡς <
Σοφοκλῆς>
ἐν
τῇ
Κρεούσῃ
ἄπελθ᾽
ἄπελθε,
και·
τάδ᾽
οὐκ
ἀκουστά“
καὶ
Εὐριπίδης
δὲ
πολλάκις·
ὁ
μέντοι
Σοφοκλῆς <
καὶ>
ἀκούσιμα
φησί. Hartung dachte an
ἀκούσομαι,
λέγοις
ἄν, worin
ἀκούσομαι kausal
τι
λέγοις a stehen würde (
ἀκούσο-
μαι
γάρ).
466.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-276
στρόφος ist das Brustband der Frauen, strophium, fascia. Vgl. zu Sieb. 857
δυσαδελφόταται
πασῶν
ὁπόσαι
στρόφον
ἐσθῆσιν
περι-
βάλλονται. Hesych.
ζώνας
τε
συλ
λαβὰς
πέπλων·
ἀντὶ
τοῦ
αἷς
ζώννυ-
μαι
καὶ
τοὺς
πέπλους
συλλαμβάνω stammt aus einer Erklärung zu unserer Stelle, in welcher es ur- sprünglich
τὰς
στροφάς
αἷς
ζώννυ-
μαι
κτέ. hies. Aber unter
ζῶναι sind eigene Gürtel zu verstehen.
467.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-277
τάχ᾽
ἂν für
τύχαν Marck- scheffel. Wenn nicht
γυναιξίν zu schreiben und
γυναικῶν unter der Einwirkung von
τύχαν entstanden ist, so muß man den Gen. aus der Analogie von
ίδιος,
οἰκεῖος,
συγγενής ableiten.
468.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-278
Die ironische Rede: nun gut, diese bieten ein vortreffliches Hilfsmittel" entspricht ebenso wie 472 dem unweiblichen Wesen der Danaiden.
469.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-279
γηρυθεῖσα: diese Aoristform kommt sonst nicht vor, weshalb Meineke
γηρύσασ' vermutet. Mit der Umschreibung des Fut. vgl. Soph.
Ο.
Κ. 816
λυπηθεὶς
ἔσῃ, Ant. 1067
άvtidovs eon, O. T. 1146 ov
σιωπήσας
ἔσῃ.
470-471.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-280
πιστόν, vgl. fdem inter- ponere. Der Nachsatz wird durch die Frage
τί . .
περαίνει; in Ver- bindung mit der folgenden Antwort gegeben (
περαίνει
κοσμῆσαι). Die gewöhnliche Fortsetzung des Ge- spräches würde
κοσμήσω er- fordern. Sie drohen die Statuen der Götter mit Votivtafeln, wie sie noch nicht dagewesen, zu zieren. Schol.
καινοῖς
ἀναθήμασι
τὰ
ἀγάλ-
ματα
τῶν
θεῶν
κοσμήσω·
λέγει
δὲ
ὅτι
μετεωρήσω
ἐμαυτὴν
τῇ
ἀγχόνη. W. Headlam vermutet
παραινεῖ für
περαίνει.
473.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-281
Vgl. Prom. 637
οὐκ
ἐμπλέκων
αἰνίγματ',
ἀλλ᾽
ἁπλῷ
λόγῳ.
474.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-282
ἀπάγξασθαι schließt sich appositionell an
κοσμῆσαι an. - Die Cäsur in der Mitte des Verses (zu 406) wird durch die Elision, infolge deren sich
τάχιστ'
ἀπάγξασθαι eng zusammenschließt, erleichtert.
475.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-283
Die Erklärung des Schol.
καρδίας
δηκτικόν ist zu schwach. Vgl.
Εum. 159
πάρεστι
μαστίκτορος
δαΐου
δαμίου
βαρὺ
τὸ
περίβαρυ
κρύος
ἔχειν. Wir etwa ,,mit dieser Rede stößt du mir einen Dolch ins Herz".
476.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-284
Die Worte sind mit gewisser Bitterkeit gesprochen.
Ζυ
ὠμμά-
τωσα vgl.
ἐξωμμάτωσα, Schol.
ἐξε
λάμπρυνα.
477.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-285
δυσπάλαιστα: Schol.
δυσμετα-
χείριστα. - Die Erklärung des Schol.
ἀπὸ
κοινοῦ
τὸ
ἤκουσα scheint rich- tiger als die andere:
δυσπαλαιστά
ἐστι, weil dann
πράγματα in Gegen- satz zu
λόγον tritt, vorausgesetzt, daß mit der einfachen Weglassung von un der ursprüngliche Text hergestellt ist. Man könnte an xov
τῇ
μέν,
ᾗ
δ᾿
οὐ
δυσπάλαιστα
πρά-
γματα denken, vgl. Pers. 804
συμβαί-
νει
γὰρ
οὐ
τὰ
μέν,
τὰ
δ᾽
οὔ, Phokyl. Fragm. 1
Λέριοι
κακοί,
οὐχ
ὃ
μέν,
ὃς
δ᾽
οὔ
πάντες. W. Headlam ver- mutet
οὐ
μὴν
ἁπλῇ
γε
δυσπάλαιστα.
478-479.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-286
κακῶν
πλῆθος
ποταμὸς
ὥς und
ἄτης
ἄβυσσον
πέλαγος: vgl. Pers. 436
κακῶν
πέλαγος, Prom. 772
δυσχείμερόν
γε
πέλαγος
ἀτηρᾶς
δύης. Bothe bezeichnet den ersten Vers wegen der Wiederholung des Bildes als unecht.
480.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-287
εἰσέφρηκα (1. Aor. von einem ungebräuchlichen
πίφρημι),
εἰσεπή-
δησα (ich bin hineingeraten) nach
αἱμάξαι
πέδον; Hesych.
εισέφρηκεν,
εἰσεπήδησεν. Die Handschrift gibt
ἐσέβηκα, wo- für man gewöhnlich
ἐσβέβηκα schreibt.
λιμὴν
κακῶν wie
ἀλκὴ
κακῶν, hier durch das vorher- gehende Bild dargeboten. Vgl.
ὕπνον
τὸν
καμάτων
λιμένα Krit. Fragm. 2, 25
Β.,
λιμὴν
ἀτυχίας
ἐστὶν
ἀνθρώποις
τέχνη Menand. Mon. 303, auch Soph.
Ο.
Τ. 1119
πύργος
θανάτων,
κέντρον
ἐμοῦ Phil. 1039.
481.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-288
χρέος, Schuldigkeit, welche er gegen die Schutzflehenden hat. Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 234
μή
τι
πέρα
χρέος
ἐμᾷ
πόλει
προσάψῃς.
482.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-289
οὐχ
ὑπερτοξεύσιμον, Schol.
ἀνυπέρβλητον. Vgl. Cho. 1030
οὐκ
ἐρῶ
τὴν
ζημίαν·
τόξῳ
γὰρ
οὔτις
πημάτων
προσίξεται (Schol.
τοσαύτη
γάρ
ἐστιν
ὡς
μηδὲ
τοξότην
ἐφι-
κέσθαι
τοῦ
μήκους).
483.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-290
ὁμαίμοις
σέθεν wie Eum. 608
ὅμαιμος
φωτός.
484.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-291
διὰ
μάχης
τέλους wie sonst
διὰ
μάχης
ἐλθεῖν
τινι, vgl. zu
τὸν
πᾶσι
θεοῖς
δι'
ἀπεχθείας
ἐλθόντα Prom. 121.
τέλος von der Ent- scheidung des Kampfes wie Cho. 873, Sieb. 148.
485.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-292
ἀνάλωμα, das zu bringende Opfer.
486.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-293
Vgl. Eur. Heraklid. 165
κακὸν
λόγον
κτήσῃ
πρὸς
ἀστῶν,
εἰ
γέροντος
εἵνεκα
εἰς
ἄντλον
ἐμβήσῃ
πόδα (vorausgeht
τί
δῆτα
φήσεις . .
τί
φυσιασθεὶς
πόλεμον
Αργείοις
ἔχειν;).
452.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-294
S. oben zu 451f.,,Und da Verlust von Geld und Gut wieder ausgeglichen, eine Kränkung wie- der gut gemacht, vergossenes Blut aber nicht ersetzt werden kann, ist um so mehr und um jeden Preis das Vergießen von Verwandtenblut zu verhüten." Der Gedanke,,jeder andere Schaden läßt sich wieder gutmachen, vergossenes Blut aber ist unersetzlich" kehrt bei Äschylos öfters wieder, Ag. 990 ff., Cho. 59 ff., 518f., Eum. 648ff. Vgl. Eur. Hik. 775f. — Mit
ἐκ
δόμων
πορθουμένων vgl. Pers. 453
ἐκ
νεῶν
φθαρέντες, Eur. Fragm. 736, 6
ὅταν
τις
ἐκ
δόμων
ἀνὴρ
θάνῃ.
453.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-295
Der Vers (,,Verderben in das Schiff einladend und das Schiff hoch anfüllend mit der Ladung") fügt sich nicht in die Konstruktion des Satzes und ist deshalb von Dindorf ausgeschieden worden.
454.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-296
Ζεὺς
κτήσιος, dem der Haus- altar geweiht ist, ist der Hüter und Mehrer der Habe. Vgl. Ag. 1012
πολλῶν
μετὰ
δοῦλων
σταθεῖσαν
κτησίου
Διὸς
πέλας.
455.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-297
Die Zunge schießt kränkende Worte wie Pfeile auf den anderen ab. Vgl.
γλώσσῃ
ματαίους
ἐξακον-
τίζειν
λόγους Fragm. Adesp. 529.
μὴ
τὰ
καίρια,
τὰ
ἄκαιρα. Die Änderung von Blaydes
τοξεύσασ᾽
ἃ
μή'
στι
καίρια erscheint als un- nötig.
456.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-298
An die Stelle von
θέλξειεν
ἂν (
γλώσσα)
μύθον
μύθῳ tritt eine wie nachdrücklichere Wendung Cho.518
τὰ
πάντα
γάρ
τις
ἐκχέας
ἀνθ'
αἵματος
ἑνός,
μάτην
ὁ
μόχθος, Sieb. 668
ἀνδροῖν
δ᾽
ὁμαίμοιν
θά-
νατος
ὧδ᾽
αὐτοκτόνος,
οὐκ
ἔστι
γῆρας
τοῦδε
τοῦ
μιάσματος. Die Erklärung des Schol.
ἀντὶ
τοῦ
γλώσσης
τοξευσάσης verrät eine äußerliche Auffassung.
457.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-299
Der Vers führt den Sinn von
μὴ
τὰ
καίρια (,, ungeeignete Worte, welche kränken und das Gemüt heftig erregen“) weiter aus, müßte also vor 456 stehen, wenn er als echt erschiene. Aber bei der Vorliebe des Äschylos für Symmetrie ist anzunehmen, daß die zwei den Gegensatz bildenden Gedanken in gleichviel Versen gegeben sind, mit 453 also auch dieser Vers fällt, wie Geel gesehen hat.
458.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-300
ὅμαιμον
αἷμα, da wie Da- naos ebenso dessen Bruder Ägyp- tos den Argivern verwandt ist. Vgl. Sieb. 668 f. (oben zu 456).
459.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-301
θύειν allgemein,
πεσεῖν
χρη-
στήρια von Schlachtopfern. Vgl. Sieb. 216
σφάγια
και
χρηστήρια
θεοῖσιν
ἔρδειν.
460.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-302
Schol.
τῆς
προσδοκωμένης
πημονῆς
ἄκη, also zur Abwendung des Unheils.
488.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-303
Schol.
ὁ
τούτου
φόβος
μέγας
ἐστὶν
ἐκ
βροτοῖς. Man könnte
ὕψι-
στον . .
σέβας erwarten.
489.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-304
σοῦ (für
σὺ Wellauer)
νυν (für uèv M. Schmidt): vgl. Hesych.
σοῦ·
ἴθι,
τρέχε,
ὅρμα und zu Sieb. 31. Doch könnte où uèv richtig und, wie Butler vermutet hat, nach diesem Verse ein Vers ausgefallen sein.
490.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-305
Wie 515 zeigt, nicht alle Zweige, sondern nur die seinigen.
492.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-306
ἀφίξεως,
ἱκετείας wie
ἀφι-
κτόρων 247 s. v. a.
ἱκετῶν.
493-494.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-307
ἀπορριφθῇ
ἐμοῦ: eig. „,da- mit nicht eine (böse) Rede nach mir geschleudert wird", vgl. Eur. Kykl. 51
ῥίψω
πέτρον
τάχα
σου (nach Analogie von
τοξεύειν,
στοχάζεσθαί
τινος), Prom. 964
πῶς
δ᾽
οὐχὶ
ταρβεῖς
τοιάδ᾽
ἐκρίπτων
ἔπη; Was Conington durch die Änderung von
λόγος in
ψόγος zum Ausdruck bringen will, liegt schon in
ἀπορ-
ριφθῇ
κατ'
ἀρχῆς
φιλαίτιος
λεώς: vgl. Sieb. 4 ff.
495.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-308
,,Damit dürfte ja auch der Vorteil gewonnen werden u. s. w.“ —
οἰκτίσας
ἰδὼν für
οἶκτος
εἰσιδὼν Hermann.
496.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-309
ἄρσενος
στόλου wie
ἀρσένων 378 von den Ägyptiaden.
498.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-310
εὐνοίας wie
Αρτέμιδος
εὐ-
νοίαισι Sieb. 437,
ὀργάς unten 771. - Schol.
ὡς
καὶ
πρὸς
τὸν
εὖ
ἔχοντα
ὁ
φθόνος
ἔρπει (Soph.
Αi. 157.)
500.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-311
αἰδοῖον, erbarmend, mit- leidig, vgl. 200, 464 und zu 198.
εὐθενοῦντα (für
εὖ
ῥέοντα): vgl.
εὐθενεῖν Eum. 896, Hesych.
εὐθηνῶν
καὶ <
εὐθενῶν >
εὐδαιμονῶν,
πλου-
τῶν. Tucker vermutet
εὐσεβοῦντα.
πρόξενον: zu 245.
501.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-312
φράστορας: diese Form findet sich nur noch in dem Eigennamen
Φράστωρ. Die gewöhnliche Form ist
φραστήρ. Schol.
τοὺς
φράσοντας, Hesych.
φραστῆρες·
μηνυται, Xen. Kyr. V 4, 40
ὁδῶν
φραστῆρα, Plut. Mor. S. 243
Ε
ἐπλανῶντο
περὶ
τὴν
χώραν
φραστήρων
δεόμενοι. –
ἐγ
χωρίων ist partitiver Gen.
503.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-313
προνάους: auf solche Altäre muß er die Zweige legen, damit sie den Bürgern in die Augen fallen (492f.). Das aus dem vorhergehen- den Verse stammende
πολισσούχων hat das ursprüngliche Textwort, ein Epitheton zu
έδρας, verdringt. Man hat
πολυλλίτους,
πολυστεφείς,
πολυξέστους,
πολυχρύσους,
περιστύ
λους vermutet.
505.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-314
μορφῆς . .
φύσις, d. i. wir fallen durch unser Äußeres gleich auf. — Mit
ὁμόστολος,
ὁμοία vgl. Eur. Alk. 406
νέος
ἐγώ,
πάτερ,
λεί-
πομαι
φίλας
μονόστολος
ματρός. Hier weist der zweite Teil auf die Tracht und das Außere hin.
507.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-315
θράσος wie 514 um des Vers- maßes willen in dem Sinne, in welchem gewöhnlich
άooos steht. ,,Gib acht, daß nicht dem Sicher- heitsgefühl die Unsicherheit ent- springt." Der Gedanke hat sprich- wörtliche Form. Die Vertrauens- seligkeit hat Mangel an Vorsicht und damit Gefahr zur Folge.
509.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-316
ἄνδρες: zu den
δορυφόροι gesprochen.
510.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-317
ἡγεῖσθε
βωμούς, zeigt ihm den Weg zu den Altären. Vgl. Hom.
η 22
ὦ
τέκος,
οὐκ
ἄν
μοι
δόμον
ἀνέρος
ἡγήσαιο
Αλκινόου.
511.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-318
ξυμβολοῦσιν (so Valckenaer für
ξυμβόλοισιν): Schol.
τοῖς
συν-
τυγχάνουσιν. Vgl. Sieb. 339
ξυμβολεῖ
φέρων
ψέροντι, Hesych.
συμβολεῖ·
συντυγχάνει.
512.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-319
ναυστήρα (die Handschrift hat
ναύτην, womit nichts gesagt ist): Hesych.
ναυστήρες·
οἱ
ἱκέται. Vgl. oben 359 zu
ναύοντα.
ἐφέστιον: zu 370. Danaos ab unter militärischer Bedeckung
513.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-320
„,Wie du diesem Verhaltungs- befehle gegeben hast, so möge er seinem Auftrage gemäß hingehen." Passender scheint das von Schütz gesetzte
κίει. Voraus vermutet Naber
εὖ
μὲν
τόδ᾽
εἶπας.
514.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-321
δρῶ wie Sieb. 1049 statt des gewöhnlichen
δράσω. -
ποῦ
θράσος
νέμεις (Porson
νεμεῖς, vielleicht richtig)
ἐμοί, welchen Ort weisest du mir an, wo ich mich sicher fühlen kann? Uber
θράσος zu man 515
σημεῖον
πόνου: wenn die Zweige am Altar zurückließ, so gab man damit zu erkennen, daß die Bitte noch nicht erhört, die Not also noch vorhanden sei. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 143
ἵστασθε,
τούσδ'
ἄραντες
ἱκτῆρας
κλάδους..
ὡς
πᾶν
ἐμοῦ
δράσοντος, ebd. 147, Eur. Hik. 258
ἀλλ᾽
ὦ
γεραιαί,
στείχετε
γλαυκὴν
χλόην
αὐτοῦ
λιποῦσαι
φυλλάδος
καταστεφῆ,
θεούς
τε
καὶ
γῆν
τήν
τε
πυρφόρον
θεὰν
Δήμητρα
θέμεναι
μάρτυρ᾽
ἡλίου
τε
φῶς,
ὡς
οὐδὲν
ἡμῖν
ἤρκεσαν
λιταὶ
θεῶν.
516.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-322
καὶ
δή wie
ιδού, wenn man einem Auftrage nachkommt. Vgl. Prom. 54.
σφέ,
αὐτούς wie Sieb. 617, Eur. Hek. 260 u. a. Vgl. zu Prom. 9. —
χειρία . .
σέθεν, gehorsam deinem Worte. Vgl. Hesych.
χείριον·
ὑποχείριον.
517.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-323
λευρόν:
λευρόν: Hesych.
λευρῷ·
ὁμαλῷ,
πλατεῖ, Prom. 385
λευροὺς
γύας, Schol.
τοὺς
πλατεῖς. Der ebene Boden der Orchestra steht in Gegensatz zu dem erhöhten Altar. Der Chor muß nieder- steigen, um in der Orchestra zu dem folgenden Stasimon den ent- sprechenden Tanz auszuführen, während es der Handlung mehr entsprechen würde, wenn er den sicheren Platz an dem Götteraltar innebehielte. Die szenische Not- wendigkeit wird durch das Zögern des Chors verdeckt. Übrigens läßt der Vers erkennen, daß der Schau- spieler in der Orchestra, nicht auf erhöhter Bühne sich befindet.
ἄλσος, Au, Flur. Vgl. Pers. 113
πόντιον
ἄλσος (Neptunia prata), Soph.
Εl. 4
τὸ
παλαιὸν
Ἄργος .
ἄλσος
Ινάχου
κόρης. Den geweihten Platz bedeutetes Soph.
Ο.
Κ. 10
ἢ
πρὸς
βεβήλοις
ἢ
πρὸς
ἄλσεσιν
θεῶν. Vgl. Strab. IX S. 142
οἱ
ποιηταὶ
ἄλση
καλοῦσι
τὰ
ἱερά,
κἂν
ᾖ
ψιλά (nicht mit Bäumen bewachsen).
ἐπι-
στρέφου für
ἐπιστρέφω Robortelli. Vgl. Eur. Hel. 89
τί
δῆτα
Νείλου
τούσδ'
ἐπιστρέφη
γύας; Dobree schreibt
ἐπιστρωφώ. Vgl. Eur. Med. 666
πόθεν
γῆς
τῆσδ᾽
ἐπιστρωφᾷ
πέδον ;
518.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-324
Wenn
βέβηλον betont wird, erregt die Wiederholung von
ἄλσος keinen Anstoß. Weil vermutet
βέβηλον
ἂν
πέδον, aber vgl. Prom. 268f.
πῦρ . .
φλογωπὸν
πῦρ.
519-520.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-325
πτερωτῶν: Schol.
δρακόντων. Aber der Gedanke ist zunächst folgender: Sei nur nicht allzu bange; es wird dich doch niemand durch die Luft entführen, wo es uns unmöglich wäre dich den Räubern zu entreißen." Die Danaiden nehmen die Worte des Königs im eigentlichen Sinne und verstehen unter den beflügelten Wesen der Luft Drachen um die Ägyptiaden in Gegensatz zu diesen zu stellen. Vgl. 770f. Die beflügelten Drachen sind ursprünglich Gewitterdämonen. Schütz denkt an eine sprich- wörtliche Redensart, die her- genommen sei von der Aussetzung von Kindern nach Eur. Ion 902, 917. Aber diese Beziehung liegt fern. —
άρπαγαῖς
σ' für
ἅρπαγες Porson. Vielleicht hat Paley recht mit
ἁρπαγῇ
σ'.
ἀλλ᾽
εἰ . .
ἐχθίοσιν (
ἐκδώσεις,
τί
τοῦτο;).
521.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-326
fausta sit oratio fausta audienti (Hermann). Bona verba quaeso.
522.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-327
δυσθροεῖν (so Valckenaer für
δυσφορεῖν): ,halte die Bitter- keit meiner Rede meiner Furcht zugute". Vgl. Sieb. 244f.
523.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-328
γυναικῶν (so für
δ᾽
ἀνάκτων Linwood): zum Gedanken vgl. Sieb. 170 ff. W. Headlam vermutet
ἀεὶ
δ᾽
ἄναρκτον (oder
ἀεὶ
δύσαρκτον oder
ἀεί
γ᾽
ἄναρκτον). Hesych.
ἐξαίσια·
ὑπέρμετρα.
ἐξαίσιον:
524.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-329
Der Ton liegt auf
λέγων, da die Schmähung zurückgewiesen wird: „,Da du in dem, was schwerer ist, im Handeln uns erfreust, so behandle uns auch nicht in Worten unfreundlich." Umgekehrt Eur. Or. 287
τοῖς
μὲν
λόγοις
ηὔφρανε,
τοῖς
δ᾽
ἔργοισιν
οὔ. Die Erklärung von Schütz tu fac, ut non dicendo solum sive promittendo, sed agendo quoque animum nostrum exhilares" oder von Weil,,tu vero, ut verbis, sic etiam factis me iuva" verkennt den Charakter der Danaiden.
525.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-330
παῖδ' (gesetzt für
χρόνον: deest pronomen neque Aeschylus
χρόνον utraque brevi in medio trimetro posuisset, sagt Hermann. Stadtmüller zieht réxv vor) verhält sich kausal zum Gedanken.
526.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-331
Bei besonderen Anlässen wurde in Athen eine außerordent- liche Volksversammlung berufen, welche
σύγκλητος
ἐκκλησία hieß.
527.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-332
πατῶ (so für
πιετω),
εἶμι, wie Ag. 1297
πρὸς
βωμὸν
εὐτόλμως
πατεῖς.
529.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-333
πρὸς
ταῦτα, darauf hin, in Anbetracht dessen. Vgl. 255.
530.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-334
παραιτοῦ
τυχεῖν
ὧν
ἔρως
ἔχει
σε.
τῶν: zu 177. Diese Aufforderung gibt das Thema des folgenden Chorgesangs an.
531.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-335
πορσύνειν ist ein poetisches Wort, wenn es auch vereinzelt bei Herodot und Xenophon sich findet.
ἐλεύσομαι: diese Form auch Prom. 880, Soph. O. K. 1206, Trach. 595.
532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-336
533-607.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-337
erstes Stasimon: Gebet zu Gott (Zeus). Schütze uns gegen den Übermut der Männer; als Nachkommen der Io rufen wir zu dir als unserem Stammvater. Wir stehen jetzt wieder auf der Flur, von welcher Io fortgetrieben wurde hinauf zum Bosporus, über diesen nach Klein- asien, durch Phrygien, Mysien, Lydien, Pamphylien, Kilikien, Phönikien nach Ägypten, wo sie erschien zum Staunen der Be- wohner, welche sich über das niegesehene Wesen, halb Kuh, halb Frau, entsetzten. Dort in Ägypten aber legtest du deine heilende Hand auf sie und sie erhielt wieder ihre Gestalt und gebar von dir den Epaphos, den Ahnherrn unseres Geschlechts. Wir haben also ein Anrecht auf deine Hilfe, und du kannst helfen; denn wer ist mäch- tiger als Zeus, dessen Wort sofort zur Tat wird!" Auch hier benutzt der Dichter die Gelegenheit seine geographischen Kenntnisse zu ver- werten. Vgl. zu 261.
533.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-338
ἄναξ
ἀνάκτων vom höchsten Herrn, wie der Perserkönig als König der Könige bezeichnet wurde. Vgl. die Strab. S. 730 zitierte Grabschrift
ἐνθάδ'
ἐγὼ
κεῖμαι
Κῦρος
βασιλεὺς
βασιλήων und Pers. 24.
534-535.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-339
τελέων
τελειώτατον
κράτος (der Gewaltigen höchste Macht) für
τελέων
τελεώτατε.
536-537.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-340
γυναικῶν (für
γενέσθω Todt)
ἄλευσον
ὕβριν, wehre den Frevelmut ab von uns Frauen. Schütz vermutete
γένει
σῷ (für
γενέσθω) mit bedenklichem Hiatus.
εὖ
στυγήσας, mit dem Hasse, der solchem Übermute gebührt. Vgl. 80.
538.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-341
πορφυροειδεῖ wie Hom.
Π391
ἅλα
πορφυρέην, Eur. Tro. 124
ἅλα
πορφυροειδέα. Das Epitheton weist hier auf Sturm hin, vgl. Hom.
Ξ 16
ὡς
δ᾽
ὅτε
πορφύρῃ
πέλαγος
μέγα
κύματι
κωφῷ.
539.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-342
An die Stelle von
τὴν
μελανόζυγα (mit schwarzen Ruder- bänken, weil schwarze Ruderer darauf sitzen, 727 f.) vaõv tritt
τ.
μ.
ἄταν, weil das Schiff das Ver- derben der Danaiden werden soll.
540.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-343
προστρόπαιον
δ' (so für
πρὸς
γυναικῶν wie
ποτιτρόπαιον (supplicem) 366.
541.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-344
παλαίφατον, altgefeiert, alt.
542.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-345
γένος
φιλίας
προγόνου (43)
γυναικός, Stamm der geliebten Ahnfrau. Der
543-544.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-346
Erneuere in deinem Ge- dächtnis die uns freundliche Kunde; der du einst Io in Liebe berührtest, sei des wohl eingedenk." Vokativ
πολυμνᾶστορ steht prädi- kativ wie in
ὄλβιε,
κῶρε,
γένοιο Theokr. XVII 66,
ἰὼ
δύστηνε
σύ,
δύστηνε
δῆτα ..
φανείς Soph. Phil. 761 u. a.
545.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-347
Δίον (so Butler für
δίας)
γένος: vgl. 41, 588, 1068.
546.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-348
ἄποικοι (so Schütz für
ἔνοικοι) wie Prom. 840
χθόνα
Νειλῶτιν,
οὗ
τὴν
μακρὰν
ἀποικίαν,
Ἰοῖ,
πέπρωται
σοί
τε
καὶ
τέκνοις
κτίσαι. Tournier vermutet
τάσδ'
ἀπὸ
γᾶς
μέτοικοι.
547-548.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-349
,,Dahin, wo vorzeiten die Mutter wandelte, auf die Blumen- weide, wo sie (von Argos) be- obachtet wurde." Wie nach Steph. Byz. Akrokorinth
Επώπη hieß, weil Sisyphos von dort nach Ägina ausschaute, 50 bedeutet
έπωπαί hier die Ortlichkeit, wo Argos mit den zahllosen Augen nach Io blickte.
549.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-350
λειμῶνα
βούχιλον,
λειμῶνα
βούβοτον, Rinderweide.
550.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-351
ἐρεσσομένα, Schol.
ἐλαυνομένη. Paley vermutet
ἐρεθομένα s. V. a.
ἐρεθιζομένη (und behält 559
Λύδια
τε
γύαλα bei).
551.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-352
ἁμαρτίνοος, Schol.
μανεῖσα.
552.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-353
Um der genaueren Respon- sion willen vermutet Meineke
πόλλ'
ἀνδρῶν. Aber die mangelhafte Responsion entschuldigt der Eigen- name
Παμφύλων 561.-
διαμειβομένα, • durchwandernd. 5531.
διχῇ
ὁρίζει
ἀντίπορον
γαῖαν (Schol.
Ασίαν
καὶ
Εὐρώπην),
πόρον
κυματίαν
ἐν
αἴσα (Schol.
ἐν
εἱμαρμένῃ)
διατέμνουσα, sie grenzte gegeneinander die gegenüber- liegenden Länder ab, indem sie nach der Bestimmung des Schick- sals den wogenden Sund durch- schwamm", d. i.,,sie schwamm über den Bosporus, welcher die Grenze von Europa und Asien bildet". Nach Prom. 756ff. schwimmt Io über den kimmerischen Bosporus, welcher gleichfalls als Grenze von Europa und Asien bezeichnet wird. Hier dehnt Io ihre Wanderung nur bis zum thrakischen Bosporus aus, dessen Name mit unrichtiger Ab- leitung (
βοὸς
πόρος) auf Io zurück- geführt wurde (Prom. 759). —
ἀντί-
πορον wie Pers. 67, Eur. Iph.
Α. 149
Αρτεμιν (in Aulis)
Χαλκίδος
ἀντί-
πορον. —
διχῇ
ὁρίζει: vgl. Eur. Med. 432
διδύμους
ὁρίσασα
πόντου
πέτρας, Heraklid. 16
φεύγομεν
δ᾽
ἀλώμενοι
ἄλλην
ἀπ᾽
ἄλλης
ἐξορίζοντες
πόλιν.
556.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-354
ἰάπτει (,,stürmt") intransitiv wie
ἵησι Pers. 473.
Ασίδος wie Pers. 273, 765.
557.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-355
Nach dem Ganzen werden die Teile Asiens aufgezählt. Es fehlt also kein
καί, wie der Schol. meint.
μηλοβότου wie Pers. 765
Ασίδος
μηλοτρόφου nach Archil. Fragm. 26
ὃ
δ'
Ασίδος
γῆς
καρτερὸς
μηλοτρόφου. Phrygien war durch seine Schafe und seine Wolle be- kannt, vgl. Aristoph. Vö. 493
χλαῖ-
ναν ..
Φρυγίων
ἐρίων, Strab. S. 578
φέρει
δ᾽
ὁ
περὶ
τὴν
Λαοδίκειαν
τόπος
προβάτων
ἀρετὰς
εὐκ
εἰς
μαλακότητα
μόνον
τῶν
ἐρίων,
ᾗ
καὶ
τῶν
Μιλησίων
διαφέρει,
ἀλλὰ
καὶ
εἰς
τὴν
κοραξὴν
χρόαν.
Φρυγίας
διαμπάξ wie
στέρνων
διαμπάξ Prom. 65,
λαιμῶν
διαμπαξ Bakch. 994. Eur.
558.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-356
Teuthras, König von Mysien, war Adoptivvater des Telephos, Apollod. III 9, 1. Vgl.
Τεύθραντος
πεδίον Pind.
Οl.
Χ 71. 5591.
Λύδια
τ᾽
ἂν (
τ᾽
ἂγ für
τε Hermann;
ἄγ wie
ἄμ 354)
κτέ. Und die lydischen Talschluchten hinauf und über die Marken der Kilikier und durch das Land der Pamphylier stürmend setzt sie (
περᾷ) über immerfließende Ströme und durch- wandert (
περᾷ) ein reichgesegnetes Land" u. s. w. Zu
Λύδια
ἀνὰ
γύαλα
καὶ
δι᾽
ὅρων ist
ὀρνυμένα aus dem folgenden
διορνυμένα zu entnehmen. Daß Kilikien vor Pamphylien ge- nannt wird, hat seinen Grund wohl nur im Versmaße.
562.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-357
γᾶν: die Handschrift bietet
τὰν.
κενάους im Gegensatz zu den in der heißen Zeit versiegenden
χειμάρροι. Es können die Flüsse Kleinasiens, Hermos, Paktolos, Kaystros, Mäander, Eurymedon, Kalykadnos, oder auch die Flüsse Syriens wie der Orontes gemeint sein.
564.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-358
τᾶς (Hermann
τὰν)
Αφροδίτας
αἶαν: Schol.
Φοινίκην·
ἣν
ἱερὰν
Αφροδίτης
διὰ
βίβλον
καὶ
λίβανον (d. i.
Βύβλον
και
Λίβανον). Vgl. Paus. I 14, 6
πρώτοις
ἀνθρώπων
Ασσυρίοις
κατέστη
σέβεσθαι
τὴν
Οὐρανίαν,
μετὰ
δὲ
Ἀσσυρίους
Κυπρίων
Παφίοις
καὶ
Φοινίκων
τοῖς
Ασκά-
λωνα
ἔχουσιν
ἐν
τῇ
Παλαιστίνη.
παρὰ
δὲ
Φοινίκων
Κυθήριοι
μαθόντες
σέβουσιν. Eur. Bakch. 401 heißt Zypern
νάσος
τᾶς
Ἀφροδίτας und vielleicht ist unter
βαθύπλουτον
χθόνα Phönizien zu verstehen. Ge- nauere Angaben kann der Dichter beiseite lassen.
565.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-359
f.,,Sie gelangt, da mit seinem Stachel auf sie lossticht der geflügelte Hirte." Mit
εἰσικνουμένου Kann man Ausdrücke wie
μέσον
κάρα
διπλοῖς
κέντροισί
μου
καθίκετο Soph. O. T. 809 vergleichen.
βουκόλου, weil der
οίστρος an die Stelle des Argos (308) getreten ist.
567.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-360
Δῖον . .
ἄλσος: Schol.
τὴν
Αἴγυπτον.
568-569.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-361
Die Fruchtbarkeit Ägyptens wird von dem Schnee Äthiopiens, welcher durch die heißen Winde (
Τυφώ
μένος) schmilzt und die Überschwemmungen des Nil her- beiführt, abgeleitet. Vgl. Fragm. 300
γύας
μὲν
αἰνεῖν
ἐκμαθὼν
ἐπί-
σταμαι
Αιθιοπίδος
γῆς,
ἔνθα
Νεῖλος
ἑπτάρους
γάνος
κυλίνδει
πνευμάτων
ἐπομβρίᾳ,
ἐπεὶ
πυρωπὸν
φέγγος
ἐκ-
λάμψαν
φλόγα
τήκει
πετραίαν
χιόνα
πᾶσα
δ᾽
εὐθαλής
Αίγυπτος
ἁγνοῦ
νάματος
πληρουμένη
φερέσβιον
Δή
μητρος
ἀντέλλει
στάχυν, Diod. Sic. I 38, 4
Αναξαγόρας
ὁ
φυσικὸς
ἀπε-
φήνατο
τῆς
ἀναβάσεως
αἰτίαν
εἶναι
τὴν
τηκομένην
χιόνα
κατὰ
τὴν
Αἰ
θιοπίαν,
ᾧ
καὶ
ὁ
ποιητὴς
Εὐριπίδης
μαθητὴς
ἂν
ἠκολούθηκε (Fragm. 228).
Τυφῶ: der gleiche Gen. von
τυφώς Sieb. 504; vgl. Hesych.
Τυφῶ·
ἀντὶ
τοῦ
Τυφώνος
Σοφοκλῆς. Inbetreff der Wirksamkeit des Typhos (Typhon, Typhoeus) vgl. Hes. Theog. 869
ἐκ
δὲ
Τυφωέος
ἔστ'
ἀνέμων
μένος
ὑγρὸν
ἀέντων.
570.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-362
ὕδωρ
τε (so Pauw für
τὸ)..
νόσοις (man erwartet
νόσων)
ἔθι-
κτον (nämlich
ἱκνεῖται): vgl. Prom. 838
ίησι
σεπτὸν
Νεῖλος
εὔποτον
ρέος, Eur. Fragm. 228, 2
Νείλου
λιπὼν
κάλλιστον
ἐκ
γαίας (vielleicht
ἀρωγὸν
εὐσοίας)
ὕδωρ, Plut. d. Is. et Os. S. 353
Α
πιαίνειν
δοκεῖ
καὶ
μάλιστα
πολυσαρκίαν
ποιεῖν
τὸ
Νειλῶον
ὕδωρ
πινόμενον. Beim Schwellen des Ni erlischt die Pest, welche in alter Zeit ebenso in Ägypten wütete wie in neuer.
571.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-363
,,wahnsinnig ob des ent- ehrenden Leids (d. i. wegen der Verwandlung in eine Kuh) und rasend infolge der aufreibenden Schmerzen des Stachels, welchen Hera ihr angesetzt hatte (310f.)".
574.
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ἔννομοι, Schol.
οικήτορες.
575-576.
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χλωρὸν
δεῖμα wie bei Homer
χλωρὸν
δέος. Für
θυμὸν
ἐπάλ-
λοντο könnte es
θυμὸς
αὐτοῖς
ἐπάλ-
λετο heißen wie Cho. 409
πέπαλται
δ'
αυτέ
μοι
φίλον
κέαρ. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 153
ἐκτέταμαι
δνοφερὰν
φρένα
δείματι
πάλλων. Das syllabische Augment fehlt häufig in lyrischen Partien und in Botenreden. Vgl.
γείνατο 589.
577.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-366
βοτόν ist Apposition zu
ὄψιν. Im Trimeter fehlt hier die ge- nauere Responsion. Mit
μιξόμ-
βροτος (gebildet wie
ἄμβροτος) vgl.
μιξοπάρθενος Eur. Phoen. 1023 von der Sphinx,
μιξοβάρβαρος ebd. 138,
μιξόθηρας
φῶτας von den Kentauren Eur. Ion 1161.
578.
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τὰν
μὲν, nämlich
ὄψιν. V. 303 ist bloß von der Verwand- lung in eine Kuh die Rede.
580-581.
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θέλξας,
θεραπεύσας (durch Berührung mit der Hand). —
οίστρο-
δόνητον: zu 16.
583-584.
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δι'
αἰῶνος (wie 590) <
πράκτωρ
τῶνδ'
ἐφάνη>
Ζεύς (für
Ζεὺς
αἰῶνος
κρέων
ἀπαύστου Her- mann) gibt die Antwort auf die vorausgehende Frage.
κρέων (Schol.
κραίνων) wie Pind.
Ρyth.
ΙΧ 99
κρέοντι
σὺν
Αἰακῷ. Die Worte
πράκτωρ
τῶνδ᾽
ἐφάνη sind dem Sinne entsprechend ergänzt nach Soph.
Τr. 251
Ζεὺς
ὅτου
πράκτωρ
φανῇ, 862
Κύπρις
τῶνδ᾽
ἐφάνη
πράκτωρ.
584.
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,,Durch die sanfte Gewalt seiner Hand und den göttlichen Anhauch wird ihrer Not (der Tier- gestalt und der Plage des
οίστρος) ein Ende gemacht. Und vor Weh- mut und Scham bricht sie in Trä- nen aus."
χειρός ist ergänzt für
βία d. i.
βίᾳ, die Erklärung zu
σθένει. Vgl. Prom. 875
ἐπαφῶν
ἀταρβεί
χειρί. Mit
πένθιμον
αἰδῶ wird Rührung bei dem plötzlichen Wechsel ihres Schicksals und züch- tige Scham vor Zeus als Grund der Tränen bezeichnet.
588.
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ἕρμα von dem Ballast des Schiffes auf die Leibesfrucht der Io übertragen. Schol.
τὸ
βάρος (vgl. Cho.990
ἐξ
οὗ
τέκνων
ἤνεγχ᾽
ὑπὸ
ζώνην
βάρος). Eine genauere Responsion stellt Heimsöth her, in- dem er
ἀτρεκεῖ für
ἀψευδεῖ schreibt.