CHOR
Vieles Gewalt'ge lebt, und nichts
ist gewaltiger als der Mensch.
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Er durchschneidet in Südes Sturm
auch die dunkele Flut des Meers,
hinschwebend zwischen den Wogen
auf ringsumbrauster Bahn.
Er müdet ab der Götter höchste,
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Erde die ewige nimmer ermattende,
während die Pflüge sich wenden von Jahre zu Jahr, sie
Flüchtig gesinnter Vögel Schwarm
fängt er schlau sie umgarnend ein,
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und wildschweifende Thier' im Wald,
und die wimmelnde Brut des Meers
mit netzgeflochtenen Schleifen,
Mit List bezwingt er auch das freie
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Höhen erklimmende Thier, und dem mähnigen
Nacken des Rosses umschirrt er das Joch und dem unauf-
reiblich starken Bergstier.
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Die Rede, den luftigen Flug des Denkens ersann er, erfand
Staatlenkende Sitte; des Regenstromes,
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der rauhen Nacht Pfeilgeschofs,
den scharfen Frost wehrt er ab.
Rathes allerfüllt ist rathlos nie er für die Zukunft;
dem Tod allein weiſs er nimmer zu entfliehn,
doch gegen schwerer Seuchen Noth fand er Heilung.
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Mit listiger Künste Geschick wohl über Verhoffen begabt
geht jetzo zum Bösen er, jetzt zum Guten ;
des Lands Gesetz kehrt er um,
der Götter schwurheilig Recht.
Auf des Staates Höh' ist staatlos, wem das Edle fern wohnt;
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tollkühnes Sinns, mög' er nicht zu meinem Heerd
gelangen noch in meinen Rath, solch ein Frevler!