Ich furchte, frei zu reden, wie das Herz mich treibt,
Vor dir, dem Herrscher; aber dennoch sei's gesagt:
Dionysos, Herr, steht keinem andern Gotte nach.
Pentheus.
Schon flammt in unsrer Nähe hier, dem Feuer gleich,
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Die Wuth der Bacchen, Hellas' Volk' ein großer Hohn.
Drum nicht gezögert!
(zu dem Boten)
An Elektra's Thore geh,
Und heiß' hinausziehn alle Schildgewappneten,
Und Alle, die sich tummeln auf dem schnellen Roß,
Und die den Wursspeer schwingen und mit starker Hand
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Die Bogensehne spannen; denn wir gehn zu Feld,
Der Bacchen Schaar zu bekämpfen. Unerhörte Schmach,
Wenn wir von Frauen dulden, was wir dulden hier!
(Bote ab.)
Dionysos.
Du folgst mir nicht, von meinen Worten ungerührt,
Pentheus; indeß auch schwer gekränkt, erklär' ich dir:
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Du darfst dich nicht in Waffen wider einen Gott
Erheben, nein, sei ruhig! Bromios duldet nicht,
Daß du von seinen Jubelhdhn die Bacchen treibst.
Pentheus.
Laß ab zu mahnen; bist du doch der Bande los;
Wohl willst du, daß ich wiederum dich fesseln soll?
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Dionysos.
Ich bråcht' ihm Opfer, eh' ich wider den Stachelstock
Ausschluge, zürnend einem Gott ein Sterblicher.
Pentheus.
Ich will ihm opfern, morse (sie verdienen es)
Die Fraun zusammen in Kitharons Felsenschlucht.
Dionysos.
Ihr alle floht, und es wäre Schmach, wenn eherne
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Heerschilde vor der Månaden Thyrsosstabe fldhn.
(für sich)
Pentheus.
Schwer fällt der Kampf mit diesem låstigen Fremdlinge,
Der, leidend oder handelnd, nie die Zunge hemmt.
Dionysos.
Noch läßt sich alles dieses wohl vollenden, Freund.
Pentheus.
Wodurch? Ich soll wohl meiner Sclaven Sclave sein?
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Dionysos.
Ich führe dir die Frauen ohne Wehr hieher.
Pentheus.
Weh! Da versuchst du wider mich schon eine List.
Dionysos.
Welch eine, wenn dich meine Kunst erretten will?
Pentheus.
Vereint bespracht ihr's, um stets in Bacchos' Dienst zu sein.
Dionysos.
Mit Bacchos, ja, besprach ich es, und ich weiß warum.
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Pentheus.
Bringt Wehr und Waffen mir heraus! Du ſchweige still.
Dionysos.
Bacchae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .