Ich war von diesem Lande fern, und höre nun
Die neuen Frevel, die geschehn in dieser Stadt:
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Daß unsre Fraun dem falschen Bacchosfeste nach
Das Haus verließen, und die Waldgebirg' in Wuth
Durchschwarmen und mit Reigen ihn, den neuen Gott
Dionysos, (wer er immer sei) verherrlichen.
Die vollen Trinkpokale stehn in der Mitte da;
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Und Eine hupft hier, Andre dort in odes Thal,
Sich bergend, um mit Buhlern sich der Lust zu weihn;
Sie heucheln, Bacchen wåren sie, Begeisterte,
Doch Aphroditen ziehn sie vor dem Bacchios.
So viel ich ihrer haschte, schlug der Diener Arm
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Sofort in Fesseln und bewahrt im Kerker sie.
Doch, die geslohn sind, werd' ich bald im Gebirge fahn,
Ino'n, Agave'n, die dem Echion mich gebar,
Und dich, Aktions Zeugerin, Autonoë;
Und wann ich sie mit Eisenfesseln band, sogleich
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Wird dies verruchte Bacchosspiel am Ende sein.
Auch heißt es, daß ein Fremdling hier erschienen sei,
Ein Zauberer, ein Beschwörer aus dem Lyderland,
Mit blonden krausen Locken wohlgeschmückt das Haar,
Mit schwarzer Augen dunklem Glanz, Aphrodite's Lust,
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Der immer, Tag' und Nächte lang, mit ihnen ist,
Und diese frechen Bacchosweihn den Frauen preist.
Ergreif ich diesen innerhalb des Hauses hier,
So werd' ich bald sein Thyrsosstampfen endigen,
Sein Lockenschutteln, trenn' ich ihm den Hals vom Rumpf.
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Und der behauptet, daß ein Gott Dionysos sei;
Der prahlt, in seine Hüften hab' ihn Zeus gendht,
Ihn, den des Blizes Flammen samt der Mutter doch
Verzehrten, weil sie falsch gerühmt den Götterbund!
War solches nicht des grauenvollen Stranges werth,
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Den Hohn zu wagen, wer der Fremdling immer sei?
Doch sieh, das andre Wunder! Sieh den Seher dort,
Teiresias, in des Hirsches buntgeflecktem Fell,
Und meiner Mutter Vater hier (wie lächerlich!)
Verzückt den Hohlstab schwingend! Wie beschämt es mich,
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Mein Vater, euer Alter so verrückt zu sehn!
Wirfst du den Epheu nicht hinweg? Läßt deine Hand,
O meiner Mutter Vater, nicht den Thyrsosstab?
Du, Greis, verführtest ihn dazu; wohl möchtest du
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Den neuen Gott einführen bei den Sterblichen;
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Nach Vögeln spåhe, nimm der Flammenzeichen Lohn!
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Wenn dein ergrautes Alter dich nicht rettete;
Du såßest unter den Bacchen angefesselt wohl,
Ruchlose Fest' einführend; denn ein weiser Dienst
Der Götter ist es nimmermehr, behaupten wir,
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Wo Fraun bei'm Mahle sich erfreun der Traubenlust.
Chor.
Der Frömmigkeit Gottheiten scheust du nicht, o Freund,
Scheust nicht den Kadmos, der die Männersaat gestreut?
Ein Sohn Echions, schåndest du den eignen Stamm?
Teiresias.
Bacchae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .