Was weinst du, Schwester, birgst das Aug' in dein Gewand?
Errothend zieh' ich dich hinab in meine Noth,
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Jungfrau, mit meinem Jammer dich belästigend.
Um meine Leiden schwinde nicht in Gram dahin!
Gebilligt hast du wohl die That; doch ich vergoß
Das Blut der Mutter: nur den Phobos klag' ich an,
Der, als er mich zum gråßlich Ungeheuren trieb,
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Mit Worten mich erfreute, doch mit Thaten nicht.
Mein Vater, hått' ich Aug' in Aug' ihn selbst befragt,
Ob ich die Mutter morden soll', er håtte, traun!.
Die Hånde flehend ausgestreckt nach meinem Kinn,
Nicht auf die Mutter meine Wehr zu zücken, weil
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Er doch ja nicht zum Lichte wiederkehre mehr,
Und mir verhångt sei, dann zu dulden solche Qual.
Und nun, geliebte Schwester, nun enthulle dich,
Und stille deine Thränen, hat der Jammer uns
Auch schwer getroffen. Wann du mich unmuthig siehst,
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So hemme du den heftig wild verworrnen Sinn,
Und stärke mich und triste; wann du Klag' erhebst,
Muß ich mit freundlich holdem Wort dir nahe sein:
Denn diese Wechselhülfe ziemt den Freunden wohl.
Nun geh' hinein zum Hause; dort, Ungluckliche,
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Dich lagernd, laß dein schlummerloses Auge ruhn,
Mit Speisen labe, durch ein Bad erquicke dich.
Denn wenn du mich verlåssest, oder, pflegend mein,
Erkrankst, bin ich verloren; du ja bist allein
Mein Schuz, die Andern, wie du siehst, entflohen mir.
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Elektra.
Nicht also: mit dir leben, mit dir sterben, das
Erwahl ich; Beides ist mir Eins: stirbst du dahin,
Was soll ich Weib hier? Wie errett' ich mich, allein,
Ich, ohne Bruder, Vater, Freund? Doch wenn du willst,
So geh' ich: aber lege nur zur Ruhe dich,
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Und nicht ergib dich allzusehr den Schrecknissen,
Die dich vom Lager scheuchen; harr' in deinem Bett.
Denn krankt er auch nicht, aber dünkt sich krank zu sein,
Quålt Angst und Elend überall den Sterblichen.
(Elektra geht ab.)
Strophe.
Chor.
Orestes. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .