Euripides Orestes 316-345

Edward P. Coleridge (Translator)

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Orestes. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Orestes (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Ὀρέστης Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 316-347 focus
Translations (2)
Orestes (OCR draft) Experimental (Orestes. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 316 focus
Weh, weh, weh!
305
Die ihr eilt hochbeschwingt,
Furchtbare Göttinnen,
Denen wir freudenlos Feste begehen, von
Seufzern und Thränen schwer,
Ihr schwarzfarbenen Erinnyen, die ihr euch
310
In die Unendlichkeit schwingt, in des Aethers Höhn,
Um Mord Rache, Rach' übend um Menschenblut,
Zu euch fleh ich, ja, zu euch fleh' ich laut:
Laßt Agamemnons Sohn, lasset vergessen ihn
Des Wahnsinns, der wildtobenden Raserei!
315
Weh um das Ungluck, weh,
Wonach, Armer, dich lüstete, daß du Tod
Verntetest, als du von Phobos' Dreifuß
Den Ausspruch empfingst aus dem geweihten Mund,
Am Siz, wo der Erd' heiliger Nabel ist! 1
320
Gegenstrophe.
Wo (Zeus, ach!)
Wohnt das Mitleiden? Welch
Blutiger Kampf umdroht,
Stürmt dich, o Armer, auf, welchem ein Rachegott,
Der in das Haus einzog,
325
Thränen zu Thränen häuft, deiner Gebarerinn
Schnode vergossnes Blut, das dich zur Wuth entflammt?
Ja, dein jammert uns, ja, dein jammert uns!
Großer Besiz besteht dauernd im Leben nicht;
Sondern erschütternd, wie Segel des fluchtigen
330
Schiffes, versenkt ein Gott des Reichthumes Füll'
In graunvolles Leid,
Wie in der Meeresflut gierig verschlingend Grab.
Denn welch andres Geschlecht auch soll ich
Hinfort ehren, als das Haus Tantalos',
335
Den Stamm, der aus göttlicher Vermählung sproß?