Keinen Kampf um Worte gilt es, und die Zeit ist unterdeß
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Ungenügt verschwendet, Mutter; dein Bemüh'n, es fruchtet
Nichts.
Einigung ist keine möglich, außer daß, wie schon gesagt,
Ich den Herrscherstab empfangend, Konig bleib' in diesem
Land.
Drum entlaß mich und erspare dir die langen Mahnungen!
Du, entweich' aus diesen Mauern, oder stirb sogleich!
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Polyneikes.
Durch wen?
Wer denn ist so unverwundbar, daß er wider mich den Stahl
Mordend zückt und nicht das gleiche Loos empfing' aus meiner Hand?
Eteokles.
Nahe dir, nicht ferne, steht er: siehst du meine Hände?
Polyneikes.
Ja!
Doch der Reichthum ist ein Unhold, welcher seig das Leben liebt.
Eteokles.
Dennoch zogst du mit so Vielen wider mich, der Nichts vermag?
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Polyneikes.
Kluge Vorsicht ziemt dem Feldherrn besser, als verwegner
Muth!
Eteokles.
Stolzer Prahler, auf den Stillstand baust du, der dein Leben schůzt!
Polyneikes.
Meinen Scepter fodr' ich nochmals, meinen Theil am Land zurück.
Eteokles.
Nichts zurückzufodern hast du; denn ich walt' in meinem
Haus.
Willst du mehr als deinen Antheil?
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Wohl! Entweich' aus diesem Land!
Polyneikes.
Götterheerde meiner Heimath -
Höret mich!
Eteokles.
Sie zu stürzen kamest du.
Wer mag dich hören, der sein Ahnenland bekriegt!
Polyneikes.
Götter ihr, auf weißen Rossen thronend, hort!
Sie hassen dich.
Er verstößt mich aus der Heimath -
Mich verstoßen wolltest du.
Welch ein Frevel, Götter!
600
Du Verruchter
Eteokles.
Hier nicht, rus in Argos Götter an.
Aber nicht des Vaterlandes Feind, wie du!
Polyneikes.
Der du mich erblos hinaustreibst!
Eteokles.
Morden auch noch werd' ich dich.
Polyneikes.
Vater, hörst du, was ich leide?
Eteokles.
Was du thust, er hört es auch.
Polyneikes.
Horst du, Mutter?
Eteokles.
Dir geziemt nicht, daß du nennst der Mutter Haupt.
Vaterstadt!
605
Nach Argos gehend, rufe Lerna's Fluthen an!
Polyneikes.
The Phoenician Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .