Wohl; aber wenn sie unserm Wort ihr Ohr verschließt?
Helena.
So stirbst du; mich, mich Arme freit er mit Gewalt.
Menelaos.
Verråtherin! Ein bloßer Vorwand ist der Zwang.
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Helena.
Mit heiligem Eide schwor' ich dir bei deinem Haupt -
Menelaos.
Zu sterben, niemals eines Andern Weib zu sein?
Helena.
Durch Einen Mordstahl: neben dir ermord' ich mich.
Menelaos.
Auf dieses schlinge deine Recht' in meine Hand.
Helena.
Hier; starbest du mir, scheid' ich ab von diesem Licht.
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Menelaos.
Auch ich entsag' ihm, wenn man dich von mir getrennt.
Helena.
Wie sterben aber, daß der Ruhm das Ende kront?
Menelaos.
Auf diesem Grabmal todt' ich dich, und mich sodann.
Doch eh wir sterben, kampf ich einen großen Kampf
Um deine Liebe. Wer da will, erscheine hier:
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Denn nicht entehren will ich meinen Troërruhm,
Noch mich verhöhnt sehn, kehr' ich heim in Hellas' Volk,
Ich, der die Thetis ihres Heldensohns beraubt,
Gesehn den Ajas, als er stürzt' ins eigne Schwert,
Und kinderlos den Nestor; und ich sollte nun
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Für meine Gattin in den Tod zu gehn mich scheun?
Nein, nimmermehr! Wenn oben weise Götter sind,
So decken sie dem Tapfern, den der Feind erschlug,
Mit leichter Erde sein Gebein im Grabesschooß;
Des Feigen Hügel drücken sie mit schwerem Staub.
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Chor.
Ihr Götter, lasset Einmal doch des Tantalos
Geschlechte glucklich werden und von Leiden frei!
Helena.
Weh, weh mir Armen! Denn das Elend ist mein Loos.
Es ist um uns geschehen! Aus dem Hause tritt
Theonoë, die Prophetin. Horch! Das Haus erdröhnt,
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Die Riegel klirren. Fliehe! Doch warum entfliehn?
Abwesend und anwesend weiß die Seherin,
Daß du gekommen. Ich Verlorne, wehe mir!
Aus Troja kaum gerettet, aus dem Fremdlingsland,
So fållst du hier in Fremdlingsschwerter wiederum!
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Theonoë tritt auf, begleitet von zwei Dienerinnen mit flammenden
Pechfackeln. Die Vorigen.
(zu der ersten Dienerin)
Theonoë.
Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .