Euripides Helen 1107-1160

Edward P. Coleridge (Translator)

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Helen. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Helen (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Ἑλένη Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 1107-1164 focus
Translations (2)
Helen (OCR draft) Experimental (Helen. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1107 focus
Dich, unter dichtbelaubter Umschattung des Baums,
In liedervoller Grotte bang klagend, will ich rufen, 1
Gesangeskundiger, dich, melodischer Vogel,
1060
Komm, Nachtigall, schwimmend in Thränen!
Komm, wirbl' aus falber Kehle die seufzenden Lieder hervor,
In meine Trauer stimmend,
Und besinge mir Helena's,
Der ilischen Frauen Leid,
1065
Schweres Jammergeschick, das einst
Argos' Lanzen bereitet,
Die das Feld erfüllt, erfüllt, als im fremden Schiff 2
Er durch Unglücksmeer dem Stamm Ilions die Braut
Zufuhrte von Sparta, die
1070
Er geraubt, Alexandros, der Unheilssohn,
Durch Kypris' Huld geleitet.
Erste Gegenstrophe.
Und viel Achder starben, von Lanzen durchbohrt,
Von Steineswurf getroffen, unsel'gen Jammertodes,
Und ihre Gattinnen schoren trauernd die Haare;
1075
Um den Bräutigam klagten die Braute. 3
Viel' auch entseelt', auf einsamem Schiff am umfluteten 4
Eubda's helle Fackeln
Anzundend, ein Mann, der sie
Zu Kaphareus Felsen trieb,
1080
Strand
Und an Aegå's stürmischen Höhn
Trüglich Feuer entflammte,
Auf den Unglücksbergen dort, als der Heereszug,
Durch des Windes Hauch verstürmt fern vom Vaterland,
Kein Wundergebild, nein, Zwist
1085
Für Achda, die Wolk', auf den Schiffen gefuhrt,
Der Hera heilig Luftbild.
Zweite Strophe.
Was Gott, was nicht Gott sei, was Mittelnatur,
Welch Sterblicher gründet es aus,
Der die fernsten Gränzen durchspåht, daß er schaue der
1090
Götter Thun,
Welches sich hierhin, dorthin, dann auf feindliche Bahn
Durch ungeahnte Loose schlingt?
Du warst des Zeus Tochter, o Helena, du;
Ein Vogel, zeugt' am Busen Leda's
Dein Vater dich einst:
1095
Und doch nennt der Ruf in Hellas' Volke dich
„Gottlos, Verruchte, Frevlerin, Verråtherin."
Unsicher dünkt mir Menschenwiz;
Der Götter Wort nur fand ich wahrhaft.
Zweite Gegenstrophe.
Unsinnige, die nach dem Ruhme des Krieges verlangt!
1100
Ihr seid mit der Scharfe des Speers
Menschenzwist in thörichtem Sinn muthig beizulegen bemüht;
Sollen ihn Kämpfe des Bluts entscheiden, gewinne der
Streit
In der Menschen Städten nie sein Ziel.
Vom Speer umdrängt stürzte die Priamosburg; 5
1105
Doch deinen Zwist, o Helena,
Håtte geschlichtet ein Wort.
Und jezt ruhn sie selbst unten in Hades' Haus;
Die Mauern faßte Feuer, wie Blizstrahl von Zeus,
Und håuste Leiden ohne Zahl
1110
Auf Leiden Troja's armem Volke.
Menelaos. Helena. Der Chor. (nähert sich dem Grabmale)