Gemahl, die Jungfrau that für uns das Ihrige:
Doch nun gebührt uns, Red' um Rede tauschend, in
Vereintem Rath den Weg der Rettung auszuspahn.
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Menelaos.
So hore. Lange lebst du schon in diesem Haus,
Des Königs Dienern zugesellt und wohlvertraut.
Helena.
Was willst du damit? Denn du weckst mir Hoffnungen,
Du werdest Etwas wagen, was uns beiden frommt.
Menelaos.
Bewegtest du wohl Einen, dem ein Viergespann
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Zur Hut vertraut ist, einen Wagen uns zu leihn?
Helena.
Ich könnte das wohl; aber wie vermochten wir
Zu fliehn, der Weg' unkundig im Barbarenland?
Menelaos.
Unmoglich! Doch wie, wenn ich, in dem Palast versteckt,
Mit diesem doppelschneidigen Schwert ihn mordete?
995
Helena.
Das duldet seine Schwester nicht, noch wurde sie's
Verschweigen, wenn man ihren Bruder todten will.
Menelaos.
Doch auch kein Schiff ist unser, das uns Fliehende
Errette; das wir hatten, hat die Meeresflut.
Helena.
Vernimm denn, ob auch Weises sagt ein Frauenmund :
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Sprich, magst du wohl todt heißen, du, der Lebende?
Menelaos.
Ein boses Zeichen! Aber bringt es uns Gewinn,
So will ich wohl todt heißen, ich, der Lebende.
Helena.
Die Locken scherend jammr' ich dann nach Frauenart;
So mag ich Mitleid wecken bei dem falschen Mann.
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Menelaos.
Wie sollte das ein Mittel uns zu retten sein?
Doch deine schlichte Rede birgt wohl eine List.
Helena.
Du kamst im Meer um, geb' ich vor, und bitte dann
Den König, daß er dir vergånn' ein leeres Grab.
Menelaos.
Mag er's vergönnen; aber wie dann ohne Schiff
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Entslichen, wenn das leere Scheingrab mich verbirgt?
Helena.
Ich fodr' ein Fahrzeug, welches dir den Todtenschmuck
Zu deinem Grab im Meeresschooße tragen soll.
Menelaos.
Ganz wohl gesprochen! Doch der Plan frommt uns zu Nichts,
Wenn er im Lande dir befiehlt ein Grab zu weihn.
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Helena.
So sag' ich, daß in Hellas nicht die Sitte sei,
Mit Staub zu decken, die der Meeresschooß verschlang.
Menelaos.
Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .