Wer wird mich opfern und bestehn das grause Werk?
Iphigenia.
Ich; denn die Göttin legte dies Geschäft mir auf.
Orestes.
Ein traurig Amt, o Mädchen, und kein glückliches.
Iphigenia.
Mich zwingt ein fremder Wille, dem ich folgen muß.
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Orestes.
Selbst opfern willst du mit dem Schwert, das Weib den
Iphigenia.
Mann?
Nein; deine Locken weih' ich nur besprengend ein.
Orestes.
Wer schwingt den Mordstahl, wenn ich das erfragen darf?
Iphigenia.
Im Tempel hier sind, welchen dies obliegt zu thun.
Orestes.
Und wenn ich todt bin, welches Grab empfångt mich dann?
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Iphigenia.
Ein heilig Feuer drinnen und ein Felsenschlund.
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Orestes.
daß der Schwester Hånde mich bestatteten!
Iphigenia.
Vergeblich, Armer, wer du seist, war dieser Wunsch;
Denn ferne wohnt sie, ferne vom Barbarenland.
Indeß auch ich will, weil du stammst aus Argos her,
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Dir Nichts verweigern, was ich dir gewähren kann.
Denn viel des Schmuckes leg' ich dir in deine Gruft,
Mit braunem Del besprengen will ich deinen Leib,
Und gelben Saft dir, den die Bien' aus Blumen sog,
Die Bergesfreundin, auf den Scheiterhausen streun.
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Nun geh' ich, aus dem Heiligthume dir den Brief
Bu holen; aber grolle du nicht feindlich uns.
Bewacht sie, Tempeldiener, laßt sie fessellos.
Wohl unverhoffte Kunde send' ich einem Freund,
Den ich vor. Allen liebe, heim in Argos' Land;
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Denn die er todt glaubt, nennt mein Blatt als lebend ihm,
Und kündet ihm unzweifelhafte Wonnen an.
(ab in den Tempel.)
Chor.
Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .