Wir sind verrathen (deine Noth ist meine ja)
Durch deinen Gatten, Fürstin, werden plangemåß
Von ihm verhohnt und aus Erechtheus' Königshaus
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Verstoßen. Und ich sage das, nicht weil ich ihm
Feind bin, ich sag' es, weil ich mehr dich lieb' als ihn,
Der, dir vermählt, ein Fremder, sich in diese Stadt
Eindringend, Haus und alle Habe nahm von dir,
Und dann mit einem andern Weib ein Kind erzielt,
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Geheim erzielt hat: wie geheim, erklär' ich dir.
Sobald er fand, du seiest unfruchtbar, gefiel's
Ihm nicht, dein Loos zu theilen und dir gleich zu sein:
Nein, eine Sclavin freit er ingeheim und zeugt
Den Sohn und gibt ihn außer Landes aufzuziehn
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An einen Delpher; unerkannt zu bleiben, wuchs
Er dann, ein Gottgeweihter, auf in Phobos' Haus.
Und als der Jungling aufgeblüht: da lockte dich
Als Kinderlose dein Gemahl hieherzugehn.
So war's der Gott nicht, welcher log, dein Gatte war's,
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Der, långst den Sohn erziehend, solchen Trug ersann:
Wenn du's entdecktest, wälzt er auf den Gott die Schuld,
Und blieb's verborgen, wollt' er ihm im Lauf der Zeit,
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Sich selbst zu schůzen, übergeben Thron und Land.
Den neuen Namen hat er långst für ihn geprägt:
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Er nennt ihn Jon, weil er ihm entgegenkam!
Weh!
Wie sind mir doch die Frevler allezeit verhaßt,
Die Schelmerei'n aussinnen, und mit Kånken dann
Sie schmucken! Lieber wåhl' ich mir den schlichten Mann
Zum Freund, den biedern, als den schlauern Bosewicht.
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Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .