Wohin (ich Arme!) wendest du von mir den Fuß?
Wohl werd' ich Nichts hier schaffen: ich Verlorene!
Was mühn wir uns, wir Menschen, was erforschen wir
Die Wissenschaften alle, wie es würdig ist,
Doch, die allein die Welt beherrscht, der Rede Kunst
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Uns anzueignen streben wir nicht gründlicher,
Für Lohn sie lernend, um damit für jeden Wunsch
Die Geister stimmend, Alles durchzusezen einst?
Wie dürfte Jemand hoffen, glucklich noch zu sein?
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So viele Kinder zog ich auf, sie sind dahin;
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Ich, eine Kriegsgefangne, schmacht' in schnodem Dienst,
Und wallen seh' ich dort den Rauch ob meiner Stadt.
Vielleicht erscheint es albern, wenn ich Kypris auch
Zur Hülfe mir erbitte: dennoch sei's gesagt.
Fürst, an deiner Seite ruht die Seherinn,
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Mein Kind; Kassandra nennt das Volk der Phryger sie.
Wo wirst du süße Liebeshuld ihr zeigen, Herr?
Soll meine Tochter für die Wonnumarmungen
Von dir empfangen einen Dank und ich von ihr?
So hdre weiter: sichest du den Todten hier?
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Ihn ehrend, ehrst du deinen Anverwandten auch.
Nur Eines ist noch, was zu meinen Worten fehlt.
daß in diesen Hånden, diesem Arm ein Laut
Mir wohnt', im Haar des Hauptes und der Füße Tritt,
Durch Götterzauber oder Kunst des Dådalos,
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Daß alle weinend deine Knie' umklammerten,
Ihr Flehn in tausend Worten auszustromen dir!
„König, ruhmvoll strahlend Licht in Hellas Volk,
Erbarme dich der Greisinn, beut ihr deinen Arm
Als Racher; ist sie auch ein Nichts, doch höre sie.
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Dem edeln Manne ziemt es, sich dem Recht zu weihn,
Und Bösen Böses überall und stets zu thun."
Chor.
Wie wunderbar sich Alles doch im Leben fugt,
Wie fromme Sitte Pflichten schafft und Pflichten lost,
Zum Freunde wandelnd auch den bitter ergrimmten Feind,
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Zum Feinde jenen, der sich einst als Freund bewies!
Agamemnon.
Mich jammert dein und deines Sohnes, Hekabe,
Mich rührt der Greisinn flehend ausgestreckte Hand.
Und wohl dich råchen wollt' ich an dem verruchten Freund,
Weil dies die Götter wollen, dies das Recht gebeut,
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Erschiene solche Hülfe dir allein gewährt,
Und wähnten nicht die Völker, um Kassandra nur
Hått' ich dem König Thrakia's den Tod verhängt.
Denn Eines macht mir Sorge, wenn ich denken muß:
Den Thrakerfürsten hält das Heer für einen Freund,
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Für einen Feind den Todten: ist dir dieser lieb,
Dann ist es deine Liebe, nicht des Heeres auch.
Das überlege; willig und bereit bin ich,
Für dich die Schmach zu rächen, schnell, dir beizustehn,
Doch langsam, wenn ich dulden soll des Heeres Spott.
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Hekabe.
Hecuba. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .