Weh mir! Ich sehe meinen hingeschiednen Sohn
Polydoros, den der Thraker mir im Hause barg!
Verloren, nicht mehr bin ich Unglückselige!
mein Kind, mein Kind!
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Weh! Des Wahnsinns Weisen stimm' ich an,
Vom bösen Geist getrieben, der
Wieder ein Leid mir schuf!
Sklavinn.
Du hast des Sohnes Loos geahnt, Ungluckliche?
Hekabe.
Unglaublich unerhörten Gråuel seh' ich hier!
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Ewig ja neues Leid keimt mir aus Leid hervor;
Nimmer von Seufzern, ach! nimmer von Thränen leer,
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Leuchtet ein Tag mir auf!
Chor.
Uns ward ein grauses, grauses Loos, Unselige!
Hekabe.
Wehe, Kind, weh, Kind der ärmsten Mutter!
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Welches Verhängniß, ha! raffte dich, welcher Tod?
Der dich erschlug, wer war's?
Sklavinn.
Ich weiß es nicht: am Meeresufer fand ich ihn.
Hekabe.
Auf des Gestades Sand
Herausgeworfen, oder durch die Lanz' entseelt?
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Sklavinn.
Des Meeres flutende Woge spült' an's Ufer ihn.
Hekabe.
Weh! Ich erkenne meines Traums nächtliche
Gestalt; nicht an mir vorbei flog das Bild
Mit den schwarzen Flügeln,
Welches dich mir zeigte,
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Dich, Sohn, nimmermehr athmend im Himmelslicht.
Chor.
Doch wer erschlug ihn? Offenbart ein Traum es dir?
Hekabe.
Mein Gastfreund, der Thrakerfürst, that es, er,
Bei dem ihn der Greis Priamos rettend barg.
Chor.
Was sagst du? Wehe! Lüstet ihn nach seinem Gold?
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Hekabe.
Unnennbar, unaussprechlich, mehr als wunderbar,
Verrucht, unerträglich! Wo der Gåste Recht?
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Schndder, versluchter Mann, daß du mit scharfem Stahl
Des Sohns Glieder mir blutig zertheiltest, ihn
Tsdtetest, daß dich seiner nicht jammerte!
700
Chor.
Hecuba. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .