Vernimm, und achte grollend nicht, o Hekabe,
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Dir Einen feindlich, welcher dir wohlwollend råth.
Ich bin bereit, dich, die du Rettung mir gewährt,
Zu retten; anders, als ich denke, red' ich nicht:
Doch was ich sprach vor Allen, nie verläugn' ich das:
Ich rieth, des Heeres erstem Mann, als Troja fiel,
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Zu opfern deine Tochter, weil er sie verlangt.
Die meisten Städte sinken schwer dadurch in Noth,
Wenn sich der edel unverdrossen sterbende
Nicht mehr gewinnt an Ehren, als der schlechte Mann.
Doch uns, o Weib, uns ist Achilleus ehrenwerth,
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Er, der für Hellas ruhmgekrönt sein Leben ließ.
Wohl schåndlich wär' es, wollten wir im Leben nur
Den Freund verehren, aber nicht im Tode mehr.
Was wird man sagen, wenn ein Heer sich wiederum
Versammeln sollte, wenn der Feind den Kampf erhebt?
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Wird einer kämpfen, oder sich dem Kampf entziehn,
Wenn er den Hingeschiednen nicht geachtet sieht?
Mir selber, hatt' ich Wenig auch für einen Tag,
So lang ich lebe, reicht' es mir für Alles aus:
Doch dieses Eine wünscht' ich mir, mein Grab dereinst
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Geehrt zu sehen: lange währt ein solcher Dank.
Doch, nennst du dich unglucklich, hore dieses noch:
Nicht minder Unglückvolle sind in unserm Volk,
Als du, bejahrte Männer, alterschwache Fraun,
So manche Braut, des tapfern Bräutigams beraubt;
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Denn seinen Leichnam deckt der Staub der Troërflur.
Ertrage dieses: wollten wir den edeln Mann
Nicht würdig ehren, blinde Thoren wären wir.
Doch, ihr Barbaren, achtet nur die Freunde nicht
Als Freunde, huldigt ehrenvoll Gefall'nen nicht:
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So geht es Hellas Volke wohl, und ihr empfangt
Den Lohn vom Schicksal, welcher eurem Sinn entspricht.
Chor.
Ach! Welches Unglück ist das Loos des Sklaven stets!
Er duldet Unrecht; denn Gewalt ist über ihm.
Hekabe.
Tochter, meine Worte floh'n in leere Luft,
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Vergebens red' ich, abzuwehren deinen Tod.
Versuche du nun, ob du großere Macht empfingst,
Als deine Mutter; klage, gleich der Nachtigall,
In allen Tonen, daß du so dein Leben schirmst.
Umschling' Odysseus' Kniee hier, und stimm' ihn weich
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Durch Jammern; Vorwand' hast du schon: er selber hat
Auch Kinder, daß ihn dein Geschick wohl rühren mag.
Polyxena.
Hecuba. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .