Erscheinst du nun nicht bose durch dein jezig Thun?
Von mir empfingst du, was du sagst, und thust an mir
Nichts Gutes, sondern Uebles nur, so viel du kannst!
Ihr Brut von Undankbaren, die nach Ehre jagt
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Im Rath des Volkes! Hått ich euch doch nie gekannt,
Die Nichts es achten, Freunden Böses anzuthun,
Wenn ihr der Menge sagen könnt ein Schmeichelwort!
Doch welchen Trugschluß haben sie denn ausgedacht,
Daß über meine Tochter Tod beschlossen ward?
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Hat denn die Noth euch Menschenmord zur Pflicht gemacht,
Da mehr ein Stieresopfer auf dem Grabe ziemt?
Und lenkt' Achilleus wider sie mit Recht den Mord,
Indem er tödten wollte, die ihn tödteten?
Hat doch die Jungfrau nie ein Leid ihm angethan.
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Als Opfer fodern mußt er sich die Helena:
Denn diese führt ihn seinem Tod in Troja zu.
Und wenn ein auserles'nes Weib ihm fallen soll,
Ein ausgezeichnet schones, gilt uns dieses nicht;
Die Tyndaride geht an Reiz uns allen vor,
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Und minder schuldig ward sie nicht, als wir, erkannt.
Mit solchen Worten kamps ich, wie das Recht mich heißt:
Doch was du, wenn ich's fodre, mir vergelten mußt,
Vernimm! Du fastest, wie du sagst, mir meine Hand,
Berührtest niederfallend mir das greise Kinn:
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Gleich so beruhr' ich jezo Kinn und Hände dir,
Und gleiche Wohlthat fodr' ich mir, und bitte dich:
Nicht aus den Armen raube mir mein Kind hinweg,
Noch tödtet sie! Der Todten sind ja schon genug.
Froh war ich ihrer und vergaß mein Ungemach;
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Für Vieles ist sie mir ein Trost, ist Vaterland
Und Pflegerinn mir, treuer Stab und Führerinn.
Wer uns gebeut, gebiete nicht Unwürdiges,
Und wer das Gluck hat, hoffe nicht auf stetes Glück.
Ich hatt' es einst auch, aber nicht mehr hab' ich es;
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Mein ganzes Gluck hat mir geraubt Ein dunkler Tag.
Du theures Kinn, ich flehe, sich mein Alter an,
Und hab' Erbarmen; gehe hin zu Argos Heer,
Und mahne; schåndlich wäre es, Fraun zu morden, die
Ihr früher nicht gemordet, als ihr vom Altar
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Sie risset; Mitleid fühltet ihr und schontet sie.
Denn gleiche Sazung straft in eurem Lande ja
Den Mord des freien Mannes und des Sklaven Mord.
Und riethst du schlecht auch, wird sie dein Ansehen doch
Bereden. Wort' aus Edler und Unedler Mund,
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Wenn auch dieselben, haben nicht dieselbe Kraft.
Chor.
Nicht also fühllos ist der Sinn des Sterblichen,
Daß deiner Seufzer herben Ton, dein Jammern er
Vernehmend, einer Thrane Zoll dir weigerte.
Odysseus.
Hecuba. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .