Gebieterin! Mit diesem Namen schen' ich nicht
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Dich noch zu nennen, weil ich so dich auch genannt
In deinem Hause, da wir Troja's Flur bewohnt:
Stets war ich dir und Hektor, deinem Gatten, hold,
Und nun erschein' ich, Neues dir verkundigend;
Wohl fürcht' ich, daß der Herren einer mich erspåht,
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Doch treibt mich Mitleid: Grauses droht Menelaos dir
Mit seiner Tochter; sei davor auf deiner Hut.
Andromache.
O theure Nebensclavin! (Denn das bist du mir,
Der frühern Herrin, welche nun unglücklich ist;)
Was thun sie? Welche Hinterlist ersinnen sie,
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Und wollen mich ermorden, mich Verlorene?
Die Dienerin.
Sie trachten, deinen Knaben, Unglückselige,
Zu morden, den du außerhalb des Hauses bargst.
Andromache.
Sie hat erfahren, daß ich meinen Sohn verbarg?
Woher? Verloren bin ich, ach, ich Elende!
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Die Dienerin.
Ich weiß es nicht: aus ihrem Munde hort' ich's selbst;
Von Hause ging Menelaos, ihn zu suchen, fort.
Andromache.
So war' ich denn verloren! Kind, es werden dich
Die beiden Geier morden, und noch immer weilt
Im Delpherlande, der sich deinen Vater nennt.
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Die Dienerin.
Ja, wäre der hier, stund' es nicht so schlimm um dich,
Das glaub' ich sicher; ohne Freunde bist du jezt.
Andromache.
Kam nicht von Peleus Kunde, daß er kommen wird?
Die Dienerin.
Zu alt an Jahren ist er, um dir beizustehn.
Andromache.
Gesendet hab' ich wohl nach ihm, nicht Einmal nur.
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Die Dienerin.
So meinst du wohl, ein Bote kummre sich um dich?
Andromache.
Wie sollt' er? Möchtest etwa du mir Bote sein?
Die Dienerin.
Was aber sag' ich, wenn ich lang von Hause war?
Andromache.
Viel magst du dir ersinnen; denn du bist ein Weib.
Die Dienerin.
Es ist gefährlich; sorglich wacht Hermione.
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Andromache.
Sieh doch! Im Leid entziehst du deinen Freunden dich.
Die Dienerin.
Mitnichten! Nimmer klage dieser Schuld mich an!
Ich gehe, (weil das Leben einer Sclavin doch
Nicht viel bedeutet,) wenn mich auch ein Leiden trifft.
(geht ab.)
Andromache.
wie wir allezeit
So gehe! Doch wir wollen
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In Thränen leben, Klagelaut und Jammerton -
Ausschrein zum Aether: denn es ist Erleichterung,
Genuß den Frauen, die das Ungluck heimgesucht,
Es auf den Lippen und im Mund zu führen stets.
Ich muß um Vieles klagen, nicht um Eines nur,
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Um meinen todten Hektor, um die Vaterstadt,
Mein hartes Schicksal, welches mich gebunden hält,
Nachdem ich schmachbeladen sank in Sclaverei.
Nie glucklich nennen sollst du mir den Sterblichen,
Bevor du seinen lezten Tag gesehen, wie
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Er den vollendend, niederwallt ins Todtenreich.
Andromache. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .