Daß ich heraustrat, scheltet nicht Verwegenheit,
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O Freunde; dieses bitt' ich mir vor Allem aus.
Denn eine Frau ziert Schweigen, ziert Bescheidenheit
Am schönsten, und im Hause harrend still zu sein.
Nur weil ich deine Klagen hört', erschien ich hier,
Jolaos, nicht als Sprecherin für mein Geschlecht.
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Wohl wår' ich dazu tüchtig; denn schwer kummert mich
Das Loos der Brüder, und um meinetwillen selbst
Verlangt es mich zu hören, ob zur alten Noth
Ein neues Leid gekommen, das dein Herz betrübt.
Jolaos.
O Kind, am meisten darf ich nicht erst heute dich
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Mit Recht vor Allen loben aus Herakles' Stamm.
Uns schien von neuem euer Haus emporzubluhn,
Und wieder sinkt's in rettungslose Noth zurück.
Denn Spruchpropheten deuten, (sagt der König uns)
Nicht Stier noch Kalb, nein, eine Jungfrau müsse man
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Zum Opfer bringen, die von edlem Vater sei,
Soll unser Leben, soll die Stadt nicht untergehn.
Da sind wir nun voll Sorge; denn sein eignes Kind
Erklärt er nicht zu tödten, noch ein andres auch,
Und sagt zu mir, nicht offen, doch er meint es wohl,
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Wenn keinen Ausweg wir erspåh'n in dieser Noth,
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So müssen wir nach einem andern Lande ziehn,
Und selbst erretten will er dann sein Vaterland.
Makaria.
In dieser Weise könnten wir gerettet sein?
Jolaos.
In dieser; denn im Andern sind wir glucklich ja.
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Makaria.
So zittre nicht vor Argos' Feindeslanze mehr.
Denn ich bin selber, ehe man's gebeut, o Greis,
Bereit zu sterben, biete mich als Opfer dar.
Wie mögen wir's beschinen, wenn todbringender
Gefahr sich unsertwegen unterzieht die Stadt,
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Wir aber, bürdend unsre Müh'n auf Andere,
Da wir sie retten könnten, uns dem Tod' entziehn?
Nicht also! Denn das wäre doch des Lachens werth,
Wenn wir die Götter jammernd hier anfleh'n um Schuz,
Und als des Helden Kinder, der uns Vater war,
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Muthlos erscheinen! Ziemte das für Edle wohl?
Wohl schoner, mein' ich, wann die Stadt (nie komme das!)
Erobert wird, ich fall' in Feindes Hand, und dann
Erduld' ich, edlen Vaters Kind, das Schrecklichste,
Und steige dennoch in des Todes Haus hinab!
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Doch, irrt' ich auch, von diesem Lande fern, umher,
Wie soll ich nicht erråthen, wenn dann Einer sagt:
„Was kamt ihr hierher mit dem Zweig als Flehende,
Ihr, voll der Lust am Leben? Weicht aus diesem Land!
Denn Feiggesinnten werden wir nie Schuz verleihn."
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Heracleidae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .