Doch hoff' ich auch nicht, daß ich fortan glucklich sei,
Wenn diese todt sind und ich selbst gerettet bin.
Denn Mancher schon, dies hoffend, gab die Freunde preis.
Wer wird ein hülflos Mädchen sich zum Weib ersehn?
Wer wird sich Kinder wunschen, die mein Schooß gebar?
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Drum will ich lieber frühen Tod als unverdient
Dies Loos erdulden. Einer Andern auch geziemt
Das besser, die nicht hohen Stammes ist wie ich.
O führt mich hin, wo sterben möge dieser Leib!
Bekränzt mich, weiht zum Opfer mich, wenn's euch gefällt;
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Und dann besiegt die Feinde: denn dies Leben gibt
Sich ohne Strauben willig hin; laut sag' ich es:
Für meine Brüder leid' ich und für mich den Tod.
Ich liebe nicht das Leben und so fand ich ja
Der Wege schonsten, ruhmlich aus der Welt zu gehn.
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Der Chor.
Was soll ich sagen, dieser Jungfrau großes Wort
Vernehmend, die für ihre Brüder sterben will?
Wer auf der Erde sprache wohl erhabener,
Als diese, wo wagt' Einer solch ruhmvolle That?
Jolaos.
Von keinem Andern wurdest du gezeugt, o Kind,
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Nein, bist Herakles' Tochter, bist ein achter Sproß
Des göttlich hohen Geistes; und ich schame mich
Nicht deiner Worte, dein Geschick bejammr' ich nur.
Doch wie's dem Rechte mehr genügt, vernimm von mir.
Wir rufen deine Schwestern all' hierher, o Kind:
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Die, so das Loos trifft, sterbe dann für ihr Geschlecht;
Daß du dahinstirbst ohne Loos, ist ungerecht.
Makaria.
Nicht sterben möcht' ich, wie's das Loos zufällig fügt;
Damit gewonn' ich keinen Dank. Nicht also sprich!
Nein, wenn ihr mich annehmet, wenn ihr meinen Muth
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Nicht wollt verschmåhen, geb' ich für die Brüder wohl
Freiwillig dar mein Leben, doch gezwungen nicht.
Ach!
Jolaos.
Dies Wort, es ist noch edler, als dein erstes war.
Auch dieses klang hochst edel; aber du besiegst
Durch Muth den Muth und durch ein wackres Wort das Wort.
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Doch nicht gebiet' ich, Tochter, noch verwehr' ich dir,
Zu sterben; deinen Brüdern bringst du sterbend Heil.
Makaria.
Mit weiser Rede mahnst du mich.
Durch mich Entweihung; laß mich
Befurchte nicht frei den Tod bestehn.
Und folge, Greis; in deinem Arme drångt es mich
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Zu sterben; sorgsam hulle mich in Schleier ein:
Denn grausen Tod zu leiden geh' ich nun dahin,
War anders der mein Vater, den ich Vater hieß.
Jolaos.
Ich kann bei deinem Tode nicht zugegen sein.
Makaria.
So bitte doch nur Diesen, daß in Frauenarm,
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Und nicht in eines Mannes Arm, mein Geist verhaucht.
Demophoon.
Heracleidae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .