Nicht heut zuerst, o Kreon, dfters hat mich schon
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Berückt die Meinung und gebracht in große Noth.
Nie streb' ein Vater, dem Verstand im Busen wohnt,
Zu hoher Weisheit aufzuziehn der Kinder Geist;
Denn außer daß ein Weiser, weil er Muse liebt,
Tråg wird gescholten, trifft ihn auch der Bürger Haß.
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Und wenn du Kluges vorgebracht, was neu erscheint,
Die Thoren nennen albern und nicht weise dich:
Doch giltst du mehr als Andre, die sich Tüchtiges
Zu wissen dünken, folgt der Neid des Volkes dir.
Ich selber trage meinen Theil an diesem Loos.
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Denn weil ich klug bin, feinden mich die Einen an,
Den Andern bin ich lästig und nur wenig klug.
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So fürchtest du denn auch von mir ein Ungeschick.
Uns fürchte nicht, o Kreon, ich bin also nicht
Geartet, daß ich gegen Herrscher sündigte.
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Was thatest du mir Bises? Du vermähltest ihm,
Zu dem's dich zog, die Tochter: meinen Gatten, ja!
Ihn hass ich; doch du, mein' ich, hast hier klug gethan,
Und keinen Neid empfind' ich, wenn dir's wohlergeht.
Vermåhlet euch, lebt glucklich; doch mich lasset hier
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Im Lande wohnen: wenn mir auch Unrecht geschah,
Ich werde schweigen, unterthan dem Stärkeren.
Kreon.
Du sprichst in sanften Worten; doch bang ahnt es mir,
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Du sinnst in deinem Herzen auf Verderben uns.
Deßwegen trau' ich minder jezt als früher dir.
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Denn Frau'n und Männern, welche rasch zum Zorne sind,
Ist leichter auszuweichen, als stillsinnenden.
So fliehe schleunig, rede mir nicht weiter sonst;
Denn unverrückt steht dieses, und kein Mittel gibt's
Für dich, die Feindinn, unter uns zu weilen mehr.
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Medeia.
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .