Doch nur von mir gilt solche Rede, nicht von dir:
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Denn eine Heimat hast du hier, ein Vaterhaus,
Genuß des Lebens, einen Kreis von Freundinnen;
Ich bin verlassen, ohne Heimat, bin verhdhnt
Vom Manne, der aus fremdem Lande mich geraubt;
Nicht Mutter hab' ich, Brüder, Anverwandte nicht,
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Zu denen fliehend ich entronn' aus dieser Noth.
Drum nur das Eine werde mir von euch gewährt:
Ersinn' ich Hülfe, find' ich mir ein Mittel aus,
Für dieses Leid den Gatten und den Vater, der
Ihm gab die Tochter, und die Braut zu züchtigen;
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Dann schweigt! In Anderm ist das Weib voll zager Furcht,
Zum Kampfe muthlos, und zu feig, ein Schwert zu schaun;
Doch ward der Ehe heilig Recht in ihr gekränkt,
Giert keine Seel' auf Erden mehr nach Menschenblut.
Chor.
Ich schweige: billig rächst du wohl am Gatten dich,
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Medeia; daß du jammerst, ist kein Wunder mir.
Doch seh' ich dort auch Kreon, dieses Landes Herrn,
Herschreiten, neue Schlusse wohl dir kundzuthun.
Kreon.
Dir, finsterblickende, die du deinem Gatten zürnst,
Medeia, sag' ich gehe fort als Flüchtige
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Aus diesem Lande, nimm die beiden Kinder mit,
Und säume nimmer: ich gebiete solches dir,
Und werde nicht nach Hause wiederkehren mehr,
Bevor ich euch aus meines Landes Gränzen trieb.
Medeia.
Weh, weh! So werd' ich hoffnungslos verloren sein!
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Die Feinde haben alle Segel aufgespannt,
Kein leichter Ausweg beut sich uns aus dieser Noth.
Doch muß ich fragen, druckt mich auch ein schweres Leid:
Weshalb, o Kreon, treibst du mich aus diesem Land?
Kreon.
Ich fürchte, (was verhullt ich meine Worte noch?)
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Du schaffest meiner Tochter unheilbares Leid.
Viel trifft zusammen, was mich stimmt zu dieser Furcht.
Du bist in mancher Tücke wohlgewandt und schlau;
Dich schmerzt es, daß dir dein Gemahl verloren ist:
Auch sagten meine Boten mir, du drohest uns,
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Dem Vater und der Tochter und dem Bräutigam,
Unheil. Ich will mich huten, eh' uns dieses trifft;
Mir ist es besser, nun von dir gehaßt zu sein,
Als schwer zu seufzen, wann ich mich erweichen ließ.
Weh!
Medeia.
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .